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Eine Frage der Perspektive

GeschichteMystery, Freundschaft / P12 / MaleSlash
Misaki Yata Saruhiko Fushimi
10.10.2019
26.02.2021
10
8.765
4
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10.10.2019 1.021
 
Als Saruhiko am nächsten Morgen von Lärm aufwachte, der ihm nur zu bekannt vorkam, schien ihm das wie ein Traum. Er lag auf einer Couch im oberen Bereich der Bar. Ihm war nicht klar wie er da hingekommen sein soll. Denn er erinnerte sich daran, sich in sein Bett gelegt zu haben. Bei Scepter4 im Hauptquartier! Nun ja jetzt musste er erstmal herausfinden was hier los war! Also schob er die Decke beiseite und stand auf. ….. Moment…. Er blickte an sich herunter und erkannte ein schwarzes Top und eine ihm unbekannte Boxershort. Auch fielen ihm keine Haarsträhnen ins Gesicht und…. Er war dem Boden ein Stückchen näher. Das muss jetzt wirklich ein Traum sein!! Er rannte zum Spiegel und blickte in Yatas erschrockenes Gesicht. „Das darf doch nicht wahr sein?!“ Okay. Ruhe bewahren und die Situation durchdenken. Wenn ich mich in diesem Körper befinde wird es Misaki nicht anders ergehen und höchstwahrscheinlich in meinem Bett aufwachen. Jetzt muss ich da nur noch als Yatagarasu reinkommen.
Er zog sich eine lange Hose an und ein TShirt. Langsam und leise schlich Saruhiko dann die Treppe runter und sah sich um. Der Lärm war verklungen und keine Menschenseele war mehr hier. Na was soll’s. Glück gehabt. Mit eiligen Schritten ging er aus der Bar und in Richtung Scepter4. Er war noch nicht lange unterwegs, da klingelte seine Uhr am Handgelenk. Da er seinen eigenen Namen las, wusste er genau dass Misaki endlich aufgewacht war. „Na Saruhiko?“, scherzte er. „DAS IST NICHT WITZIG!! WAS ZUM TEUFEL IST HIER VERDAMMT NOCH EINS LOS?!“ Saruhiko erwartete eigentlich die Stimme von Yata, umso seltsamer war es also seine Eigene zu hören. Und von sich aus die von Yata. „Schrei doch nicht so, du reizt damit meinen Hals.“ – „Saru?! Ich warne dich! Ich reiz gleich was ganz Anderes!“ – „Sei vorsichtig mit ihm, war ich bei deinem auch.“ Stille. Ging das zu weit? Naja Yata hat ihm schließlich die Vorlage dazu gegeben. „D-Du hast.. Doch nicht etwa… FINGER WEG DA!!“ Für einen Augenblick dachte Saruhiko nicht, dass er das rallen würde. Hatte er aber anscheinend doch. „Als würde ich den Kleinen anfassen wollen.“, antwortete er trocken. „Wo bist du gerade?“ – „In deinem Zimmer.“ – „Geh raus und warte vor dem Haupttor auf mich!“, befahl Saruhiko ihm. „I-ich geh da nicht raus! Da sind überall diese blauen Freaks. Was wenn die mich sehen?!“ Man konnte höchstwahrscheinlich Saruhikos Facepalm durch das Mikro hören. „Du siehst nicht nur aus wie ich, du hörst dich auch noch so an wie ich! Geh da einfach raus und vermeide jeglichen Kontakt. Ich bin gleich da!“, somit legte er auch schon auf.

Okay einfach rausgehen und Kontakt vermeiden! Das schaffe ich ja wohl, dachte Yata und sah noch einmal in den Spiegel. „So.. Wie macht Saru das?“ Ungeduldig bürstete er die zerzausten Haare in alle möglichen Richtungen und strich sich dann den Pony ins Gesicht. „Naja. Nicht perfekt, aber für den Affen reicht's.“ Die Uniform sollte er vielleicht noch anziehen, oder? Er entschied sich dagegen und öffnete dann die Tür. Ihm fiel auf, dass er noch nie zuvor hier drin war. Wo sollte er lang gehen? Rechts runter sah es doch ganz nett aus. Er zupfte sein… ähm Fushimis TShirt zurecht und ging dann auch schon schnell den Flur entlang. „Ah Fushimi! Hast du heute etwa keinen Dienst?“ Das war die Stimme von Awashima. Yata blieb stehen. „Ääähhh… N-Nein. Hab ich nicht.“ – „Kannst du uns bitte trotzdem helfen?“ – „Äh eigentlich... Habe ich keine Zeit. Ich bin verabredet.“ Er wollte gerade weitergehen, als er festgehalten wurde. „Bitte. Akiyama kommt mit den Berichten nicht hinterher.“ Knallrot starrte Yata Awashima an. Was soll ich denn da jetzt helfen?! Ich kenne mich damit doch gar nicht aus!, dachte er sich nur und wurde auch schon mitgezogen. „Ich habe wirklich keine Zeit!“, beharrte er weiter darauf und blieb stehen. Seufzend schaute Awashima ihn an. „Na gut dann drücke ich das nicht als Bitte, sondern als Befehl aus!“ – „Oi! Du spinnst wohl! Ich bin nicht im Dienst!“ Er riss sich los und ließ eine verdatterte Leutnant zurück. Oh man.. Ich hoffe das hat kein Nachspiel für Saru… Hm.. Wieso mache ich mir Sorgen darum? Soll er doch sehen wie er klarkommt. Früher oder später bin ich wieder Ich, dann geht’s mich nichts mehr an.
Endlich draußen angekommen, lief Yata um die Ecke und rannte in Fushimi…ähm.. in sich selber rein?!
„Ntz. Selbst in meinem Körper rennst du überall gegen? Und was hast du mit meinen Haaren angestellt??“, außer sich vor Wut zupfte Saruhiko seine Frisur an Yata zurecht, bis dieser seine Hände wegschlug. „Lass das! Das ziept!“ – „Hey das ist immer noch mein Körper, jetzt bück dich doch mal runter!“, befahl Saruhiko ihm. Bei dem letzten Satz musste Yata grinsen. „Wie jetzt. Bist du etwa zu klein dafür? …. Wow! Das ich das jemals zu dir sagen würde, hätte ich ja nie gedacht.“, lachte er und kassierte einen abfälligen Blick. „Freu dich nur. Das bekommst du zurück, sobald wir wieder wir selbst sind!“ – „Jaja. War mir schon klar! Aber wie stellen wir das an?“, fragte Yata und seufzte. „Wir sollten uns erst einmal die Frage stellen, wie das passieren konnte! War das vielleicht das Werk eines Strain?“ – „Woher soll ich das wissen? Hast du da nicht irgendeine Technik, die uns das verrät? Du hast doch da so viel PC-Kram und Aufspürsachen in dem Quartier oder nicht?!“ – „So einfach ist das alles nicht. Ohne das Einverständnis von Munakata werde ich als Yata da nicht reinkönnen.“ – „Na dann frag ich ihn halt einfach! Und setz gefälligst ne Mütze auf! Und renn nicht mit langer Hose rum! Das ist nicht mein Stil!“, beschwerte Yata sich. „Meiner aber.“, antwortete Saruhiko daraufhin kalt. „Und wie willst du erklären, dass Fushimi ausgerechnet Misaki Yata in die Räumlichkeiten von Scepter4 mitnehmen will?“ – „Sag Kusanagi schickt dich wegen irgendwas?“ Saruhiko rollte mit den Augen. „Da wird Seri wohl nachfragen. Immerhin haben die Zwei ja ein gutes Verhältnis zueinander.“ – „Stimmt..“ Saruhiko seufzte und lächelte dann leicht. „Ich hab da eine Idee. Lass uns einfach mal reingehen. Vertrau mir.“ – „Dir?“, grinste Yata und nickte dann.
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