Eine Frage der Perspektive

GeschichteMystery, Freundschaft / P12
Misaki Yata Saruhiko Fushimi
10.10.2019
10.10.2019
3
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Hay, ich bin's. Ich lade die FF doch wieder hoch. Hatte einen Down und habe nun doch wieder die Motivation gefunden weiter zu schreiben. Also dann~!



„Es ist doch immer das Gleiche mit diesen ganzen Idioten. Wann lernen die es endlich Verantwortung zu übernehmen? Ständig bekomme ich eins übergebraten. Ntz! Ich hab die Nase voll.
Aber naja. Ohne mich würde der Laden hier wahrscheinlich nicht laufen. Ein Wunder, dass sie es vor meiner Zeit hier hingekriegt haben ordentliche Berichte abzuliefern oder den Hof sauber zu halten. Ich möchte gerne wissen, wie der Captain oder Leutnant diese Rasselbande gezähmt haben!
Ach was soll's. Solange ich hier etwas zu tun habe….“, waren Saruhikos Gedanken, als er sich am späten Abend endlich müde und gestresst ins Bett legte. „Vielleicht hattest wenigstens Du einen guten Tag mit deinen Freunden..“, murmelte er, bevor er seine Augen schloss.

Noch immer an der Bar sitzend, stieß Yata mit Rikio und Akagi auf einen Sieg gegen ein paar Jungle-Player an. „Das war echt nicht schlecht!“ – „Wie die am Ende gerannt sind!“, lachte Akagi und schlug Yata auf die Schulter. „Die haben tatsächlich alle ihre Punkte verloren!“ – „Und das kurz vor den J-Rang! Echt deprimierend.“, grinste Rikio und schenkte nach. „Ah! Mir nicht mehr!“, warf Yata ein und zog sein Glas zurück. Mit erröteten Wangen sprang er auf und bereute es sofort., denn ein nächster Schwindelanfall packte ihn sogleich. „Da ist der Junge kaum 20 geworden, versucht er wie ein Weltmeister zu trinken!“, gluckste Kusanagi hinter den Tresen und beobachtete den wackligen Jungen, wie dieser seine Faust hob. „Ich weiß wo meine Grenze ist! Ich hab schließlich den Letzten abgelehnt!“, verteidigte er sich schnell und stemmte beide Hände in die Seite. „Natürlich weißt du wann du aufhören musst.“, klopfte Eric ihm auf den Rücken, was den Braunhaarigen leicht aus dem Gleichgewicht brachte. „Uaah! H-Hey! Du bist ja schlimmer als der blöde Affe.“, schimpfte Yata. „Na komm. Ich bring dich nach oben.“, lächelte Kusanagi hilfsbereit und begleitete den Kleineren nach oben ins Zimmer, wo sich Yata auch schon wie auf Kommando schlafen legte.

Schon bevor der Tag richtig angefangen hatte, verging Saruhiko jegliche Lust. Die Brötchen, die serviert wurden waren zu dunkel, es gab kein Omelette mehr und der Kaffee war auch schon kalt. Ist ja alles schön und gut, dass es bei Scepter 4 Buffet gibt….. Aber irgendwie erinnerte ihn das heutige Frühstück an alle Berichte, die er je korrigieren musste, zusammengefasst in Einem. „Gut, dass ich heute Außendienst habe!“, seufzte er und biss in die knusprige Brötchenhälfte.
Nach dem enttäuschenden Essen, machte er sich auf den Weg und ging die geplante Route ab.

„Das Schöne am jung sein? Man bekommt selten einen Kater, nach dem Saufen!
Hab ich gehört…“
Mit dröhnendem Kopf setzte Yata sich auf und massierte sich die Schläfen. Soviel zu Grenzen kennen. Ein Blick auf die Uhr verriet ihm, dass er den ganzen Vormittag verpennt hatte. Seufzend zwang er sich runter in die Bar. „Na guten Morgen! Ausgeschlafen?“, grinste Kusanagi und drückte seine Zigarette aus, nur um sich die nächste wieder anzustecken. „Jaja..“, murrte der Skater und trank erstmal ein großes Glas Wasser leer. „Ich glaub ich geh direkt mal los und frühstücke in Ruhe irgendwo.“ Er schnappte sich sein Board und machte sich auch schon aus dem Staub, ohne dem Barkeeper eine Chance auf eine Antwort zu lassen.
Total in Gedanken versunken steuerte Yata durch die Straßen Shizume Cho's und blieb in einer Kreuzung stehen. Rechts runter war ein Viertel, dass er schon so lange nicht mehr betreten hatte. Hier war er mit Saruhiko oft nach der Schule, nur um nicht nach Hause zu müssen. Eine Welle der Nostalgie traf ihn und er wendete sein Skateboard in eben diese Richtung. Langsam rollte er durch die Straße, die einer typischen Touristengasse ähnelte. Links und rechts von ihm befanden sich Trödelläden, die fleißig von Menschen besucht wurden. Immer mal musste er jemandem ausweichen, was ihm irgendwann zu anstrengend wurde. Kurzerhand ließ er sein Board in seine Hand flippen und klemmte es sich unter den Arm. So konnte er wenigstens besser die Gegend genießen. An einem Laden, der dem Skater vorher wohl nie aufgefallen war, hielt er an. Mit einem neugierigem Blick betrachtete er die Skulpturen, die davor standen.  Teils sahen sie nach irgendwelchen antiken Gottheiten aus. Die Anderen wiederum, hatten grässliche Fratzen, welche Yata einen Schauer über den Rücken jagten. Er wollte gerade weitergehen, als er weiter hinten in der Menge eine bekannte Frisur entdeckte. „Verdammt, was macht der denn hier?“, fragte er sich und sah sich um. Da sein Kopf immer noch hämmerte wie blöd, hatte der Braunhaarige keine große Lust sich mit dem Verräter auseinander zu setzen. Also verschwand er in dem Laden neben sich und hoffte, dass Saruhiko einfach weitergehen würde. Dummerweise stieß er in seiner tollpatschigen Art dabei eine der Statuen um. Der dumpfe Aufprall auf dem Teppich verhinderte leider nicht, dass diese ganz blieb. Fluchend sah Yata sich um und verließ nun doch wieder schleunigst den Laden. Genau zum richtigen Zeitpunkt , wie sich herausstellen sollte. Denn in diesem Moment lief er Saruhiko in die Arme.
Auch das noch…

„Na wen haben wir denn da?“, gab Saruhiko von sich und sah amüsiert an sich runter. „Hast du mich vermisst ~ oder wieso rennst du mich fast um?“
Erst erschrocken, dann sofort sauer beantwortete Yata ihm diese dumme Frage und nahm direkt wieder Abstand von dem Größeren. „Laber nicht so ne scheiße! Von was träumst du eigentlich Nachts?“ – „Na bestimmt nicht von dir, Misaki!“, sagte Saruhiko mit einem genervten Zungenschnalzen. Muss Misaki eigentlich immer so beleidigend sein?, dachte er. „Was machst du hier?“ – „Ich bin auf Patrouille und du?“ – „Geht dich nichts an.“, keifte Yata und rempelte Saruhiko im Vorbeigehen an. „Oh nein, reiß mich nicht um.“, höhnte er, was Yata noch einmal provozierte. „Verdammt nochmal, soo viel größer bist du jetzt auch nicht!“ – „Plus 11 ~“, grinste Saruhiko breit. „Tche! Du solltest echt mal in meiner Position sein! Dein Glück, dass hier so viele Leute sind!“, damit setzte Yata seine Kopfhörer auf und machte sich mit aufgedrehter Musik aus dem Staub, um nicht noch mehr Sprüche reingedrückt zu bekommen. Immer noch leicht grinsend, sah Saruhiko ihm nach.

„Und du solltest mal meine Seite sehen..“
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