Koi ni ochiru Kage

von MAC01
GeschichteRomanze / P12 Slash
Itachi Uchiha Naruto Uzumaki
10.10.2019
10.10.2019
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Dieser One Shot ist in Zusammenarbeit mit Onlyknow3 entstanden und ist unsere Art Narutos Geburtstag am heutigen 10.10.19 zu feiern. Onlyknow3 lädt die gleiche Story auf Mexx unter dem Titel 'Ein Kage zum Verlieben' hoch. Kein Klau!

Viel Spaß beim Lesen

***** ***** ***** ***** *****

Naruto saß auf dem Kopf seines Vaters an der Felswand der Hokage. Es hatte ihn damals sehr überrascht zu erfahren, dass der Yondaime - der vierte Hokage - sein Vater gewesen war. Als er damals erfahren hatte, unter welchen Umständen er geboren und zum Jinchuriki geworden war, war er erst wütend geworden und er hatte dem Abbild seines Vaters eine rein gehauen. Doch dann hatte er die damalige Notwendigkeit verstanden und hatte Frieden mit dem Biju in sich geschlossen.
Dadurch war er stärker geworden, als sich irgendjemand je ausgemalt hätte. Am allerwenigste er selbst. Doch diese Stärke war es gewesen, die ihn in die Lage versetzt hatte zusammen mit Sasuke und Sakura den vierten Shinobi-Weltkrieg zu beenden und Kaguya zu besiegen, die alle Menschen in tiefen Schlaf versetzen wollten, um die perfekte Welt ohne Schmerz zu erschaffen. Doch wenn Naruto eines wusste, dann das Schmerz zum Leben dazu gehörte. Er prägte einen und machte deutlich, wie wertvoll ein tugendhaftes Leben und gute Freunde waren, die für einander einstanden.
Obwohl sie gesiegt hatten hatte der Krieg dennoch hohe Verluste gefordert. Freunde, die gefallen waren. Landstriche, die völlig verwüstet worden waren. Es gab keine Familie, die nicht zumindest einen Verlust zu beklagen hatte. Und mit dem Ende des Krieges und seinem 17. Geburtstag stieg sein Vater - der von Orochimaru wiederbelebt worden war - wieder auf, um sich im Jenseits zu seiner Frau und Narutos Mutter zu gesellen.

Zu aller Überraschung war Itachi zurück nach Konohagakure gekommen. Wie er von den Toden zurück gekommen war konnte nicht einmal er selbst erklären. Er war dort, wo er mit Sasukes Hilfe Kabuto dazu gebracht hatten seine Wiederbelebungskunst zu lösen, aufgewacht. In einem eigenen Körper. So wie dem unbändigen Drang nach Hause zurück zu kehren.
Doch die Dorfbewohner begegneten ihm erst mit Argwohn und Misstrauen. Erst als Tsunade die Wahrheit über Itachi und seine Geschichte publik machten, legten sich diese Gefühle. Wurde Itachi wieder als einer der ihren begrüßt. Und als Tsunade einige Wochen später in den Ruhestand wechselte wurde Itachi von den Shinobi zum ersten Hokage aus den Reihen der Uchiha gewählt.
Itachi, der seinen Traum aus Kindheitstagen nun erfüllt sah, nutzte die Chance und begann zu reformieren. Nie wieder sollte es zu einem Krieg kommen, in dem Shinobi starben. In dem Leid und Elend umhergingen. Der Frieden, der nach dem letzten Krieg Einzug gehalten hatte sollte dauerhaft werden.

Auch Sasuke kehrte zurück ins Dorf. Eigentlich hatte er zu einer Reise aufbrechen wollen, um Buße zu tun. Um das Unrecht und Leid, dass in ihm gewurzelt war, wieder gut zu machen. Doch der Umstand, dass Itachi zurück gekehrt war, veranlasste ihn zu bleiben. Dadurch waren er und Sakura sich näher gekommen und als diese schwanger wurde, hatte Sasuke sie gebeten ihn zu heiraten. Es war für Naruto kaum verwunderlich gewesen, dass die Rosahaarige Sasukes Frage mit einem lauten, überglücklichen 'Ja' beantwortet hatte.
Doch, wie sich heraus gestellt hatte, hatten durch die Nachwirkungen des Krieges und dem Gefühl des Verlustes nicht nur Sasuke und Sakura zueinander gefunden. Shikamaru und Temari waren verlobt, Sai und Ino ein Paar, Choji hatte eine Freundin aus Kumogakure.

Alle schienen jemanden gefunden zu haben. Alle, außer ihm. Vielleicht lag. es daran, dass er, anders wie seine Freunde, in diesem Punkt nicht 'normal' war. Klar, früher hatte er für Sakura geschwärmt und es Liebe genannt. Doch irgendwann auf seiner Reise mit Jiraiya war ihm klar geworden, dass er nur das Verhalten imitiert hatte, was er im Dorf so oft beobachtet und als 'normal' erachtet hatte.
Aber die Wahrheit war, dass Naruto nichts mit dem schönen Geschlecht anfangen konnte. Er verstand nicht, warum Mädchen andere Dinge wichtig waren, als Jungs und hatte kein Verständnis für deren Allüren. Allein wenn Sakura und Ino sich nach Tagen oder Wochen wiedersahen brauchte man Ohrstöpsel, denn sonst drohte einem ein Riss im Trommelfell, so laut quietschten sie sich gegenseitig an.
Dabei musste Naruto mit dem Kopf schütteln und schmunzeln.

"Was amüsiert dich so?", hörte der Blonde auf einmal eine ihm vertraute Stimme. Erschrocken blickte er zur Seite und sah zu Itachi, der in seinem Hokage-Mantel neben ihm stand. Wie war dieser da hin gekommen und seit wann stand er schon da? Er wollte aufspringen, doch Itachi deutete ihm, sitzen zu bleiben. Dann setzte er sich neben den Jüngeren.

"Ich fragte mich nur gerade, warum Mädels und Jungs sich nur so unterscheiden.", antwortete Naruto leise.

"Inwiefern unterscheiden sie sich denn?", hakte der Uchiha nach.

"Hm... zum Beispiel darin, dass Mädels oft nicht direkt sagen, was sie meinen oder wollen. Sie drücken sich umständlich aus, reden um den heißen Brei und sind sauer, wenn man es nicht auf Anhieb versteht. Da lob ich mir die Jungs.", erklärte Naruto und  zog seine Beine wieder etwas an sich, um seine Arme auf die Knie zu betten.

"Du hast schon immer Direktheit bevorzugt.", merkte Itachi schmunzelnd an. "Aber du selbst bist in letzter Zeit nicht mehr so direkt, wie ich dich in Erinnerung habe."

"Was meinst du?", kam es verblüfft von Naruto. Doch eigentlich wusste er schon, worauf Itachi hinaus wollte.

"Seit Sasuke und Sakura ihre Verlobung bekannt gegeben haben hatte sich deine Stimmung mit jedem Tag, den die Hochzeit näher rückte, verschlechtert. Hätte Sasuke dich nicht zu seinem Trauzeugen gemacht bezweifle ich ernsthaft, dass du überhaupt auf die Hochzeit gegangen wärst. Und seitdem gehst du den beiden aus dem Weg.", führte der Hokage sanft aus.

"Ich bin wohl ein ziemlich mieser, bester Freund.", meinte Naruto bedrückt und ließ den Kopf hängen.

"Warum hast du es ihm nie gesagt?", fragte Itachi völlig aus der Luft heraus und Naruto blickte ihn überrascht an. Itachi musste lächeln.

"Er hat seine Wahl getroffen. Was hätte mir das Recht gegeben diese Wahl ins Wanken zu bringen oder gar zu kippen?", kam es bedrückt von Naruto. "Das wäre doch sehr egoistisch gewesen."

"Du bist halt sein bester Freund, der sein eigene Wünsche und Hoffnungen immer hinter dem Wohl meines Bruders hinten angestellt hat.", meinte Itachi mit einer Spur Bewunderung in der Stimme.

Naruto wusste nicht, was er darauf erwidern sollte. Also ließ er nur seinen Blick über das Dorf schweifen, bevor er erneut das Wort an Itachi richtete.

"Mein Hokage wird ja wohl nicht extra hier hoch kommen, um mir  zu sagen, was für ein guter Freund ich für seinen Bruder bin, oder?", kam es etwas spitzer, als Naruto es beabsichtigt hatte. Wieder grinste Itachi.

"Ich habe einen eiligen Auftrag, den ich niemand anderem als dir anvertrauen möchte.", meinte Itachi sanft und zog unter seinem Mantel vier Schriftrollen hervor, die mit unterschiedlich farbigen Siegel verschlossen waren. "Es muss eine Notfallsitzung der Kage einberufen werden."

"Warum benutzt du dieses neumodische Ding nicht, mit dem man über so große Strecken miteinander reden kann?", fragte Naruto, dem klar war, dass dieser Auftrag mindestens zwei Wochen Rennerei bedeuten würde.

"Das Telefon ist nicht sicher. Jemand könnte mithören und das würde die anreisenden Kage in Gefahr bringen.", erklärte Itachi sanft. Naruto nickte, nahm die Rollen entgegen und schaute dann auf einen Zettel, den Itachi ihm hinhielt. "Ich hab hier die Reihenfolge aufgeschrieben, in der du die Rollen zustellen sollst. Sunagakure ist dein letztes Ziel und ich wünsche, dass du den Kazekage nach Konohagakure begleitest."

"Gaara braucht keinen Schutz und wenn, dann hat er seinen eigenen Leute, die ihn begleiten werden.", wandte Naruto verwirrt ein.

"Tu es bitte für mich, Naruto.", bat Itachi ihn und hatte dabei wieder dieses merkwürdige, sanfte Lächeln im Gesicht. Naruto spürte, wie sich seine Wangen ein wenig röteten und er nickte. Niemals würde er Itachi eine Bitte abschlagen. Immerhin war er sein Hokage.

"Ich breche gleich auf.", meinte Naruto und wollte aufstehen.

"Morgen früh reicht auch noch.", wandte nun Itachi ein. Verwirrt blickte Naruto zu ihm.

"Hast du nicht gesagt, dass dies ein eiliger Auftrag ist?", fragte Naruto nach.

"Ja, es ist ein eiliger Auftrag, aber auch ein wichtiger. Also schlaf dich aus und mach dich morgen früh auf den Weg.", meinte Itachi fast schon fürsorglich.

"Ist gut... wer bin ich, dass ich dem Hokage widerspreche.", kam es mit einer Spur Flapsigkeit von Naruto. Wieder lächelte Itachi ihn auf diese unbestimmte Art an.

"Sei vorsichtig.", meinte der Ältere noch, bevor sie beiden aufstanden und in unterschiedliche Richtungen den Kopf des Vierten verließen.

***** ***** ***** ***** *****

Die letzten Worte von Itachi hallten noch eine Weile durch Narutos Gedanken. 'Sei vorsichtig'... Die Worte hatte er nicht zum ersten Mal von Itachi gehört und fragte sich, ob er sie im gleichen Tonfall auch anderen Shinobi außer Naruto schenkte. So lag er ruhe- und schlaflos in seinem Bett.

"Du denkst zu viel nach.", hörte er auf einmal die vertraute Stimme von Kurama, seinem Biju, dem er nach dem Ende des vierten Shinobi-Weltkriegs aus seinem Gefängnis entlassen hatte. Kurama war nicht länger der wütende Kyuubi, der Tod und Zerstörung über Konohagakure brachte. Er war mittlerweile der Beschützer des Dorfes, auch wenn er nicht mehr sein ständiger Begleiter war. Sofort setzte sich Naruto auf und lächelte den neunschwänzigen Fuchs an.

"Kurama.", erwiderte Naruto freudig. Kurama kam ruhig zu ihm und sprang auf das Bett, um sich dem Blonden gegenüber zu setzen. Zur Begrüßung hob er die Pfote, so dass Naruto mit der Faust behutsam dagegen schlagen konnte.

"Ich hab gespürt, dass es dir nicht so gut geht.", meinte der Fuchs direkt. Das liebte Naruto an seinem Fuchs: Diese Direktheit. Er sprach selten um den heißen Brei und nannte das Kind beim Namen. "Sasuke?"

Naruto zuckte nur mit einer Spur Gleichgültigkeit die Schulter.

"Hat Sakura geheiratet, weil sie ein Kind von ihm erwartet.", fasste der Blonde geknickt zusammen.

"Wenn Sasuke nicht zu seinen Gefühlen steht, dann kann ihm keiner helfen. Jeder, der dich zum Gefährten auserkort kann sich nur glücklich schätzen.", meinte Kurama mit einer ungewohnten Sanftheit, die Naruto die Verlegenheitsröte ins Gesicht trieb.

"Na ja... er bevorzugt eben ein normales Leben.", meinte Naruto leise und zog seine Beine an die Brust. "Immerhin muss er seinen Clan ja wieder aufbauen."

"Pfff.", kam es nur abschätzig von Kurama. "Ich hab da meine Zweifel dran, dass das so ein erstrebenswertes Ziel ist."

Naruto musste kurz schmunzeln. Er kannte Kuramas Abneigung gegenüber dem Uchiha-Clan. Mehr als einmal hatten Shinobi dieses Clans den Fuchs unter ihre Kontrolle gezwungen,  um ihn Dinge tun zu lassen, die er eigentlich gar nicht wollte.

"Wie geht es dir, alter Freund?", fragte Naruto interessiert.

"Ich kann nicht klagen... ganz im Gegenteil.", meinte Kurama geheimnisvoll. "Ich habe meinen Platz gefunden, aber bevor sich alles ändert wollte ich noch einmal mit dir auf eine Mission losziehen."

Naruto umarmte den mehrschwänzige Fuchs glücklich. Sein langjähriger Gefährte hatte nicht vergessen, dass die kommenden Wochen für Naruto immer besonders schwer zu ertragen waren. Das lag daran, dass das Dorf an seinem Geburtstag alljährlich dem Tod des Vierten Hokage gedachte, was dazu führte, dass niemand an Narutos Geburtstag dachte. Vor allem war es das erste Mal, seit Naruto erfahren hatte, wer sein Vater war.

"Das trifft sich gut, denn ich werde in ein paar Stunden zu einer aufbrechen.", erklärte Naruto sanft, bevor er sich wieder rücklings ins Bett fallen ließ. Kurama legte sich neben ihn. Naruto wusste nicht, ob es an der Gesellschaft seines langjährigen Freundes oder der Wärme, die dieser ausstrahlte lag, aber endlich fand er seinen Schlaf.

Ein paar Stunden später machte sich Naruto in Begleitung von Kurama auf den Weg.

***** ***** ***** ***** *****

Drei Länder in neun Tage. Und das zu Fuß. Aber Naruto und Kurama waren auch problemlos durchgekommen und seit Frieden herrschte wurde man nicht durch unnötige Kämpfe aufgehalten. Gegen Mittag erreichten sie die Grenze zu Sunagakure - ihrem letzten Ziel für diese Mission.

"Wann hast du Gaara zuletzt gesehen?", fragte Kurama neugierig.

"Das war unmittelbar nach Kriegsende. Hab ihn vor dem Krankenhaus getroffen, während er darauf wartete, dass die Shinobi aus Suna soweit genesen waren, damit sie den Heimweg antreten konnten.", meinte Naruto nachdenklich.

"Seitdem nicht mehr?", hakte Kurama überrascht nach.

"Nein... er war beschäftigt mit Itachi einen dauerhaften Frieden der fünf Shinobi-Dörfer auszuhandeln und diesen gegen die jeweiligen Feudalherren zu verteidigen.", erklärte Naruto. Ja, die Feudalherren waren wenig davon begeistert gewesen, dass ihre Schattenarmeen einen Friedensvertrag untereinander geschlossen hatten. Tatsächlich war es ihnen sogar ein Dorn im Auge gewesen.

"Verstehe.", kam es knapp von dem Fuchs, als sie durch die Wüste liefen. Nur wenige Stunden später erreichten sie Gaaras Heimatstadt, der sie scheinbar schon erwartet hatte, denn er stand am Stadttor und begrüßte sie freundschaftlich.

"Willkommen Naruto. Kurama.", kam es von dem Kazekage, der sie zu einem Haus führte, dass fürstlich wirkte. "Ich habe mein Gästezimmer für euch herrichten lassen."

"Das geht nicht.", meinte Naruto sofort abwinken. "Ich bin nur ein einfacher Shinobi..."

"Du bist vor allem mein Freund, also lass ich ein Nein nicht gelten.", erwiderte Gaara mit einem kühlen Lächeln und öffnete die Tür seines Hauses und ließ Naruto und Kurama eintreten. Naruto fühlte sich sichtlich unwohl. Selbst einem Shinobi wie ihm war bewusst, dass das eine Ehre war, die nicht einmal einem Kage zuteil wurde, wenn er in einem fremden Dorf auf Besuch war. Daher empfand er es als falsch diese Ehre zu akzeptieren. "Ihr seid bestimmt hungrig von eurer Reise. Ich habe für euch etwas zu essen vorbereiten lassen. Auch das Bad wartet schon auf euch."

"Danke, Gaara... ähm... ehrenwerter Kazekage.", versuchte Naruto irgendwie die Form zu wahren, was Gaara aber eher amüsierte.

"Gaara ist schon okay.", meinte der Rothaarige und zeigte den Reisenden das Badezimmer. Nachdem die beiden sich frisch gemacht und saubere Kleidung angezogen hatten suchten sie das Esszimmer, indem der ehemalige Rivale und Gegner bereits auf sie wartete. Naruto hatte die Schriftrolle von Itachi in seiner Hand und überreichte sie Gaara, der sie achtlos neben sich legte.

"Der ehrenwerte Rokudaime hat recht deutlich gemacht, dass es sich um eine eilige Angelegenheit handelt.", merkte Naruto verwundert an. Doch Gaara lächelte ihn nur wieder an und deutete auf den Platz ihm gegenüber.

"Ich bin mir sicher, es handelt sich um eine eilige Angelegenheit und dennoch werde ich mir nun die Zeit nehmen mit einem alten Freund zu Abend zu essen.", meinte Gaara gutmütig.

Wer war Naruto schon, dass er einem Kage wiedersprechen würde? Also nahm er Platz und aß mit Gaara zu Abend, während sie sich nett über alte Zeiten unterhielten. Es war merkwürdig, aber das erste Mal seit langer Zeit fühlte sich Naruto in der Gesellschaft eines anderen Menschen wohl.

"Wie ich hörte gab es kürzlich eine Hochzeit in Konohagakure.", kam es schließlich von Gaara. Naruto ließ sofort den Kopf sinken.

"Es gab seit Kriegsende einige Hochzeiten.", erwiderte Naruto halb bockig.

"Aber keine hat dich so sehr aus der Bahn gebracht wie diese, oder?", hakte Gaara wissend nach. Naruto blickte zu ihm auf.

"Woher...?", wollte der Blonde wissen und erntete ein süffisantes Grinsen von seinem Gegenüber.

"Man müsste schon total blind sein,  um nicht zu sehen, was du für Sasuke all die Jahre empfunden hast.", meinte Gaara mit einer ungewohnten Sanftheit in der Stimme. "Es muss schwer für dich gewesen sein deine eigenen Gefühle runterzuschlucken und auf seiner Hochzeit den Trauzeugen gemimt zu haben."

Wieder ließ Naruto den Kopf hängen. Nach einem langen Moment nickte er schließlich.

"Wie hätte ich diese 'Ehre' ablehnen können?", kam es geknickt von dem Konoha-Shinobi.

"Und wie geht es dir nun damit?", fragte Gaara besorgt.

"Mir geht es gut.", kam es einstudiert von Naruto und klang dabei wenig überzeugend.

"So?", hakte der Kazekage nach. Naruto blickte zu ihm auf und begann zu grinsen, wie er es als Kind immer getan hatte, um seine Einsamkeit zu überspielen.

"Du kennst mich, Gaara. Ich lass mich nicht unterkriegen.", meinte Naruto nun heiter. Doch wenn es eine Person auf dieser Welt gab, die das Schauspiel des Blonden durchschaute, dann war es Gaara. Er wusste nur zu gut, wie einsam das Leben als Jinchuriki in einer Gesellschaft war, die in einem lange Zeit nur das Monster gesehen hatte.

"Ja, Naruto. Ich kenn dich. Besser als dir bewusst ist. Deshalb kann ich auch deinen Schmerz sehen.", meinte er schließlich ruhig. "Hast du mal in Betracht gezogen, dass es jemand gibt, der an dir interessiert ist und bislang geschwiegen hat, weil er um deine Gefühle für Sasuke wusste?"

Naruto zog seine Stirn kraus und sah Gaara wie aus allen Wolken gefallen an.

"Was?", kam es nicht verstehend von dem Blonden.

"Nichts... der Groschen wird bei dir sicherlich noch fallen, sobald du aufgehört hast Sasuke hinterher zu trauern.", kam es lächelnd von dem Rothaarigen, der sich ein weiteres Stück seines Steaks in den Mund schob.

"Ich hasse diese subtile Art, die etwas andeutet, aber nicht auf den Punkt kommt.", maulte Naruto unwillig. Gaara blickte zu ihm und ließ seine Gabel neben seinen Teller sinken.

"Vielleicht hat Sasuke sich für Sakura entschieden, weil jemand, der ihm nahe steht, viel für dich empfindet und er ihm eine Chance bei dir einräumen wollte.", erklärte Gaara schließlich.

Wieder blickte Naruto ihn nicht verstehend an. Die einzigen, die Sasuke immer nahe gestanden hatten waren Sakura und er gewesen... vielleicht noch Kakashi, aber da Kakashi im Krieg gefallen war, konnte Gaara unmöglich diesen meinen.

"Ich weiß, du legst Wert auf Direktheit, aber manche Dinge muss man für sich selbst erkennen, anders funktioniert es nicht, Naruto.", kam es entschuldigend von Gaara.

"Ich verstehe nicht.", kam es ehrlich verwirrt von dem Blonden. "Nun ja... wir sollten uns vielleicht hinlegen, wenn wir morgen in aller Früh aufbrechen wollen."

"Gute Idee, mein Freund.", entgegnete Naruto, stand langsam auf und grinste Gaara freundschaftlich an. "Ich danke dir für dieses köstliche Abendessen. Ich wollte schon immer das Suna-Rind probieren, war aber bei meinen vorherigen Besuchen hier zu geizig den Preis dafür zu zahlen."

Gaara lächelte nur entgegenkommend und nickte.

"Freut mich, dass es dir geschmeckt hat. Schlaf gut.", kam es nun von Gaara, der auch aufgestanden war. Dann wandte sich Naruto ab und suchte das Gästezimmer auf. Das Gespräch mit Gaara hallte noch bis weit in die Nacht in seinem Kopf nach. Was hatten die Kage nur an sich, dass ihre Worte diese Wirkung auf ihn hatten.

***** ***** ***** *****

Es war der zwölfte Tag seiner Reise und der zweite in Begleitung von Gaara. Es war schön mal mit jemand sprechen zu können, der genau wusste, wie er sich fühlte. Sie waren nur noch wenige Kilometer von Konohagakure entfernt, als sich der Himmel zuzog und Regen ankündigte.

"Wir sollten einen Zahn zulegen.", grinste Naruto frech und Gaara erwiderte das Grinsen.

"Wer zuerst das Tor von Konohagakure erreicht?", kam es herausfordernd von dem Kazekage.

"Okay.", grinste Naruto, der die Ablenkung begrüßte. Dann stürmten sie los. Zunächst noch auf dem Weg, dann wechselten sie in das Geäst des umgebenden Waldes. Beide lagen gleichauf, als sich unter Gaara ein Sandteppich formte und er sich fliegend fortbewegte. Gerade als Naruto nur Augenblicke nach Gaara das Tor erreichte öffneten sich die Schleusen der Wolken und ein Sturzregen ergoss sich. Sie stellten sich bei der Torwache unter.

"Das war nicht fair.", maulte Naruto aufbegehrend.

"Was soll nicht fair gewesen sein?", fragte Gaara amüsiert. "Wir hatten keine Einschränkungen festgelegt."

Naruto grinste und gab sich geschlagen. Dann blickte er gen Himmel. Es sah nicht so aus, als ob in nächster Zeit der Regen wieder nachlassen würde. Also bat er die Torwache eine Nachricht zum Hokage-Turm zu schicken, dass sie jemanden schicken sollten, der Gaara abholte. Nach wenigen Minuten kam ein Zug aus ANBU, die Itachi in seiner kompletten Hokage-Tracht. Itachi begrüßte Gaara formell, bevor er ihn bat, seinen ANBU, die einen Regenschirm aufspannten, zu dem Haus zu folgen, welches für den Kazekage hergerichtet worden war.
Gaara blickte noch einmal zu Naruto, dankte ihm für die angenehme Reise und folgte dann, wie gewünscht den ANBU. Itachi blieb noch einen Moment und signalisierte der Torwache sie kurz alleine zu lassen, was bedeutete, dass dieser in den Regen hinaus musste.

"Danke, dass du diese Aufgabe übernommen hast, Naruto.", kam es wieder ungewohnt sanft von Itachi.

"Wenn mein Hokage mir einen Auftrag überträgt, dann werde ich ihn erfüllen.", erwiderte Naruto mit einem kessen Lächeln, bevor ihm der Ausdruck auf Itachis Gesicht auffiel. Das bremste sein Grinsen etwas aus. "Alles in Ordnung bei dir, Itachi?"

"Sicher doch.", lächelte der Ältere wieder undefinierbar. "Ich habe da noch einen Auftrag... oder vielmehr eine Bitte an dich."

"Dann lass mal hören.", kam es auf Narutos gewohnt flapsige Art.

"Ich möchte, dass du übermorgen an den Feierlichkeiten als mein Gast teilnimmst.", kam es offen und direkt von Itachi und Narutos Lächeln verschwand aus seinem Gesicht.

"Es tut mir leid, meinen Hokage enttäuschen zu müssen, aber übermorgen werde ich nicht können.", erwiderte Naruto kurz angebunden.

"Warum nicht?", fragte Itachi, der die Antwort schon kannte. Er wusste, dass Naruto sich an diesem Tag, dem Gedenktag an das große Opfer des Vierten Hokage, verkroch. Denn der Todestag dieses speziellen Hokage, der auch Narutos Vater gewesen war, war zugleich auch Narutos Geburtstag.

"Weil... Weil...", Naruto fiel keine kluge Antwort oder Ausrede ein.

"Es würde mir wirklich viel bedeuten, wenn du bei mir auf dem Balkon wärst.", kam es in einem etwas vertraulicheren Tonfall von Itachi. Naruto musterte ihn lange und sah etwas in den Augen Itachis, was ihm irgendwie bekannt vor kam ohne genau sagen zu können, woher.

"Ich verspreche nichts.", meinte Naruto, der jetzt seinerseits die schmale Wachstube verließ und in den Regen trat. Es dauerte kaum eine Minute, bis er auf die Knochen durchnässt war. Etwas in ihm regte sich, was er verloren geglaubt hatte. Doch auch das näher zu benennen entzog sich seinen Fähigkeiten. Dann liefer davon. An der Mauer des Dorfes entlang, bis er auf der anderen Seite in einem Wäldchen ein kleines Haus erreichte. Sein Elternhaus, in dem er seit dem Ende des vierten Shinobi-Krieges wohnte.

Als er klatschnass das Haus betrat schüttelte sich Kurama neben ihm das Wasser aus dem Fell.

"Fändest du es zur Abwechslung nicht mal angenehm, deinen Geburtstag nicht alleine zu verbringen.", sprach der Fuchs das aus, was Naruto sich gerade nicht eingestehen wollte. "Selbst wenn es nicht um deinen Geburtstag, sondern um den Gedenktag deines Vaters geht?"

"Ja, ist sicherlich toll seinen ganzen Geburtstag daran erinnert zu werden, dass es auch der Todestag der eigenen Eltern ist, die sich aufgeopfert haben, um das Dorf und mich zu retten.", meinte Naruto trotzig.

"Es ist auch unser Jahrestag.", merkte Kurama spitz an und erntete einen überraschten Blick von Naruto.

"Was?", kam es wieder nicht verstehend von dem Blonden.

"Um das Dorf und auch dich zu retten haben dein Vater - der Vierte Hokage - und deine Mutter - mein zweiter Jinchuriki - mich in dir versiegelt. Also so gesehen... haben wir uns damals kennen gelernt. Somit ist es auch unser Jahrestag.", erklärte Kurama, der aus dem Eingangsbereich in das Wohnzimmer schritt, etwas Holz in den Kamin legte und dieses mit seinen Fähigkeiten entzündete.

So hatte Naruto das noch nie gesehen gehabt. Lange Zeit sah er in der Überschneidung der Gedenkfeier und seines Geburtstags einen unglücklichen Zufall. Doch alles hing irgendwie zusammen und im Gesamtbild bekam alles eine etwas andere Bedeutung. Dennoch steigerte das nicht seine Motivation der Bitte von Itachi nachzugeben. Also entledigte er sich seiner Schuhe und stieg die Treppe hinauf, um ein heißes Bad zu nehmen.

***** ***** ***** ***** *****

Naruto schnaufte und konnte es nicht fassen. Er stand auf dem großen Balkon des Hokage-Turms. Auf der einen Seite standen Sasuke und Sakura, der man ihre Schwangerschaft mittlerweile deutlich ansah. Auf Narutos anderer Seite standen die Kage der anderen Länder, Gaara unmittelbar neben ihm.
Gaara, ging es Naruto zischend durch den Kopf. Wer hätte schon geglaubt, dass Itachi einen Kage zu ihm schicken würde, um ihn her schleifen zu lassen. So hatte er sich Gaaras Hartnäckigkeit ergeben und sich eben angezogen, um ihm hier her zu folgen. Doch Naruto schwor sich, dass sobald der offizielle Teil dieses Theaters vorüber war er sofort verschwinden würde. An der Feierlichkeit nach Itachis Rede hatte er kein Interesse. Dazu war ihm einfach nicht zumute.

"Danke, dass du da bist.", hörte er auf einmal hinter sich eine vertraute Stimme. Als er über seine Schulter sah erkannte er Itachi, der wieder die offizielle Tracht des Hokage trug. "Das gibt mir etwas Mut für meine Ansprache."

Naruto zog seine Stirn kraus. Er gab Itachi Mut? Itachi schritt an ihm vorbei und trat an die Brüstung. Das Gemurmel unter ihnen verstummte und alle blickten gespannt zu ihrem neuen Anführer hinauf.

"Vor einem Jahr auf den Tag genau endete der vierte Shinobi-Weltkrieg.", begann Itachi seine Ansprache. "Und obwohl er sich von den drei Kriegen davor essentiell unterschied, bekriegten wir dieses Mal nicht einander, sondern kämpften Seite an Seite gegen eine gemeinsame Bedrohung, gibt es niemanden unter uns, der nicht einen oder mehrere Verluste zu beklagen hatte.
Freunde, Tanten, Onkel, Schwester, Brüder, Mütter, Väter, Geliebten... jeder von uns hat jemand verloren, der uns auch heute an unserer Seite fehlt. Daher werden wir ab heute diesen Tag nicht mehr nur dem großartigen Vierten Hokage widmen, der in einem selbstlosen Akt sein Leben gab, um dieses Dorf zu beschützen und zu retten, sondern all jenen, die wir im letzten Krieg verloren haben."

Applaus drang von unten herauf und Itachi wartete, bis dieser wieder abgeebbt war.

"Doch wir sollten an diesem Tag nicht nur der Toten gedenken. Wir sollten auch die ehren, die es uns ermöglicht haben zu siegen und denen wir die Chance auf Wiederaufbau zu verdanken haben.", er wandte sich zu Naruto, Sasuke und Sakura. "Es gab viele, denen wir unser Überleben verdanken, insbesondere dem ehemaligen Team 7, die Kaguya schlussendlich bezwungen und ihren Bann von uns alle nahmen: Uchiha Sakura, Uchiha Sasuke und Uzumaki Naruto."

Die Stille, die in diesem Moment herrschte lag unerträglich auf Naruto. Keiner würde ihnen und schon gar nicht ihm zujubeln. Er wollte schon einen Schritt zurück machen und verschwinden, als Gaara nach seinem Handgelenk griff und seine Pläne vereitelte. Dann drang von unten doch etwas zu ihnen herauf: Es war ein stetig anschwellendes Grölen und Jubeln der Menge, dass sich auf einmal entfaltete. So etwas hatte Naruto noch nie erlebt, schon gar nicht mit sich im Mittelpunkt.
Dann verbeugte sich Itachi und die anderen Kage, die sich zu Team 7 gewandt hatten folgten dem Beispiel des Hokage. Naruto stolperte überwältigt einen Schritt zurück und stieß an Sasuke, der ihn sanft auffing. Als Naruto ihn ansah lächelte Sasuke ihm stolz zu.

"Ohne dich wäre das alles nicht möglich gewesen.", flüsterte Sasuke ihm zu. Naruto wollte sofort abwinken, doch Sasuke schüttelte  nur seinen Kopf. "Weil du deinen Glauben an mich niemals aufgegeben oder verloren hast kann ich heute ein glückliches Leben führen. Danke, Naruto."

Naruto spürte, wie seine Wangen anfingen zu brennen, als diese rot wurden. Dann wandte sich Itachi wieder an die Menge.

"Ab heute soll in allen fünf Dörfern dieser Tag gefeiert werden. Zum Gedenken der Gefallenen, zur Ehrung der Helden und zur Feier des Friedens zwischen uns.", rief er in die Menge und erneut breitete sich Jubel aus. Dann spielte Musik von unten herauf und die Menge begann zu feiern.

Naruto war erleichtert, dass der offizielle Teil endlich vorüber war. Er wollte sich aus dem Staub machen, als er erneut Gaaras Griff um sein Handgelenk spürte. Fragend blickte er ihn an, der gerade seinen Mantel und den obligatorischen Kage-Hut ablegte und einem Bediensteten gab.

"Komm mal mit.", sagte der Rothaarige, der Naruto schließlich mit sich zog. Sie sprangen drei, vier Mal, bevor sie vor der Turnhalle der Akademie ankamen, die in stummer Dunkelheit da lag.

"Willst du 'ne Führung?", fragte Naruto irritiert. Gaara lächelte nur und schob Naruto schließlich in das Innere. Alles um sie herum war stockfinster, als ein Feuerball über ihre Köpfe hinweg raste und ein Spot anging, der vor ihnen auf einen Tisch mit einer dreistöckigen Torte gerichtet war. Links und rechts von der Torte standen Sasuke und Sakura.

"Happy Birthday, Dobe.", kam es mit einem Schmunzeln von Sasuke.

"Aaah, Teme, du sollst mich doch nicht so nennen.", kam es reflexartig von Naruto, bevor ein Moment der Stille einzog und beide lachen mussten.

Dann blickte Naruto zu Gaara, der ihn nur angrinste.

"Alles Gute zu deinem Geburtstag, Naruto.", gratulierte der Kazekage ihm freundschaftlich.

"Danke, Gaara...", dann wandte sich Naruto wieder zu Sasuke und Sakura. "Auch euch danke, dass ihr an mich gedacht habt."

"Oh...", kam es plötzlich trocken von Sasuke. "Wir sind nicht die einzigen."

Auf einmal ging die Festbeleuchtung der Halle an und ein überwältigendes 'Glückwunsch' schlug Naruto entgegen. Die Turnhalle war gefüllt mit all jenen, die er im Laufe der Zeit für sich gewinnen konnte und die er heute Freunde nannte. Das sie alle hier zusammen gekommen waren, um ihm z u gratulieren, war überwältigend. Er stolperte einen Schritt zurück vor Überraschung und stieß gegen jemand. Im ersten Moment dachte er, dass er gegen Gaara gestoßen war, doch dieser stand neben ihm. Vorsichtig drehte sich Naruto ein wenig und sah zu seiner Überraschung Itachi, der auch seine Kage-Tracht abgelegt hatte und in Zivil nun vor ihm stand.

"Alles Gute zu deinem Geburtstag, Naruto.", kam es mit sanftem Unterton von dem älteren Uchiha. Naruto wusste nicht wieso, aber er spürte, wie sich seine Wangen röteten.

"Danke, Itachi.", bedankte er sich, bevor Sakura ankam und ihn zur Torte drängte.

"Die Torte ist von Hinata. Sie hat sich große Mühe gegeben, sie zu für dich zu machen.", erklärte Sakura und als Naruto Hinata in der Menge suchte lächelte sie ihn freundschaftlich an. Ja, sie hatte ihm letztes Jahr gestanden, dass sie etwas für ihn empfand. Doch Naruto hatte ihr so sanft wie möglich klar gemacht, dass er an jemand anderem interessiert war. Sie hatte es erstaunlich gut weggesteckt und akzeptiert.

"Danke, Hinata.", kam erneut ein Dank von Naruto. Dann drückte Sakura ihm bereits ein Messer in die Hand und bat ihn, den Kuchen anzuschneiden. Überrascht blickte er zur Rosahaarigen und war sichtlich etwas überfordert. Er hatte noch nie in seinem  Leben eine Torte bekommen und schon gar nicht anschneiden dürfen.

"Einfach beim oberen Stockwerk anfangen.", hörte er Itachi ihm zuflüstern, der wieder hinter ihn getreten war. Der Blonde nickte und setzte an. Er war für den Hinweis dankbar gewesen. Als er das erste Stück herausgeschnitten hatte legte er es auf einen Teller und wollte es weiterreichen, als Sakura meinte, dass das für ihn sei. Langsam und etwas unsicherer trat er von dem Tisch mit der Torte zurück. Als er sich umdrehte sah er Itachi breit lächeln.

"Das alles... das hast du geplant, nicht wahr?", fragte Naruto seinen Hokage.

"Erwischt.", meinte Itachi nur vergnügt.

"Deshalb hast du mich auf diese Mission geschickt?", fügte der Blonde langsam alle Puzzleteile zusammen.

"Na ja, wir hatten Angst, dass du es missverstehen könntest, wenn alle deine Freunde plötzlich schwer beschäftigt wären und dir nicht sagen, womit.", erklärte Itachi wieder mit dieser Sanftheit, die Naruto immer wieder verwirrte. Doch dieses Mal spürte der Blonde, wie sein Herz etwas kräftiger zu schlagen begann. Scheinbar erkannte Itachi etwas in Narutos Blick. "Was ist los, Naruto?"

"N... Nichts... nur Hirngespinste.", meinte Naruto leise und sah verlegen auf seinen Kuchen. Er hatte schon - mehr oder weniger direkt - einen Korb in diesem Jahr erhalten, auf einen zweiten legte er keinen Wert.
Mit einer Gabel trennte er sich ein Stück von seinem Kuchen ab und schob ihn sich in den Mund. Plötzlich spürte er eine Hand an seiner Wange, die seinen Kopf hob, so dass er Itachi anschauen musste. Nur, dass dieser ihn gar nicht anschauen wollte sondern seine Lippen auf die des Blonden legte.
Narutos Augen weiteten sich erschrocken und überrumpelt, bevor sie sich langsam schlossen und er den Kuss seines Hokage erwiderte. Spürte, wie seine Knie weich wurden und drohten ihren Dienst einzustellen. Doch Itachi legte einen Arm um seine Hüfte und zog ihn näher an sich, was Naruto den nötigen Halt gab.
Als Itachi sich langsam von Naruto löste fühlte sich Naruto merkwürdig... als würde er auf Wolken schwebe.

"W... Was...", stammelte der Blonde verblüfft.

"Du bedeutest mir die Welt, Naruto. Wenn du mich lässt, zeig ich dir, wie schön sie sein kann und du wirst diesen Tag nie wieder alleine verbringen müssen.", flüsterte Itachi ihm zu.

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Auf Narutos Gesicht lag ein breites Schmunzeln, während er sich mit den Ellenbogen aufstützte und zur sich öffneten Badezimmertür schaute. Itachi, der gerade ins Schlafzimmer kam blieb abrupt stehen und blickte den Blonden fragend an.

"Was schmunzelst du so glücklich?", fragte er überrascht.

"Hab mich gerade daran erinnert, wie du mich vor einem Jahr zum ersten Mal geküsst hast.", meinte Naruto verliebt. Itachi überwand, was sie noch trennte und warf sich neben Naruto ins Bett. Sanft schob er seine Hand in das kurze, blonde Haar und küsste Naruto erneut. Langsam, zärtlich und voller Liebe.
Naruto genoss den Kuss, wie die viele Male seit seinem letzten Geburtstag. Itachi zog ihn sanft in seine Arme und strich ihm behutsam über die nackte Haut.

"Du hast damals nach Schokolade geschmeckt.", schmunzelte Itachi, als sich ihre Lippen trennten.

"Oh, ich kann Hinata bitten noch einmal diese Torte zu backen, wenn du den Geschmack vermisst.", meinte Naruto schmunzelnd.

"Hm... die Torte war gut, aber ich bevorzuge den Geschmack deiner Lippen pur.", meinte Itachi sanft. Eine seichte Röte legte sich auf Narutos Wangen.

"Ich liebe dich, Itachi.", flüsterte der Blonde dem Uchiha zu, der daraufhin zu strahlen begann.

"Ich dich auch, Naruto... Happy Birthday."



ENDE

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