Regenbogenglitzer und Gitarrenzauber

von alegna70
GeschichteDrama, Romanze / P18 Slash
10.10.2019
23.05.2020
31
40.694
36
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Dieses Kapitel
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23.05.2020 1.136
 
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30

Rasmus sah seinen besten Freund an und bekam doch ein schlechtes Gewissen: „Kim, es tut mir wirklich leid ....“
Kimmo schüttelte den Kopf: „Absoluter Blödsinn! Du kannst nichts dafür, dass ich mich in ihn verliebt habe, obwohl ich weiß, dass er hetero und verheiratet ist! Da kann niemand was für! Ich werde damit schon klar kommen! Sieh du nur zu, dass wenigstens einer von uns glücklich ist, okay? Er ist süß, wenn auch sehr speziell, aber ihr passt zusammen, absolut! Ich mag Jo und er hat einen hammer Body!“
Da konnte Rasmus nur zustimmen: „Definitiv, zu heiß, um alleine zu bleiben, wirklich ...  Drück mir einfach die Daumen, dass das Ganze nicht morgen endet, wenn wir Hamburg verlassen! Eine Fernbeziehung ist zwar scheiße, aber besser als gar keine Beziehung ... Gott, ich will ihn unbedingt!“
Kimmo grinste ihn an: „Dann zeig ihm, was ein heißer Finne ist Babe! Lass die Hotelbetten krachen, so dass er nicht mehr ohne dich sein kann!“
Rasmus konnte nun ein Grinsen doch nicht mehr unterdrücken: „Darauf kannst Du dich verlassen! Die Nacht wird genutzt!“
„Jungs, in fünfzehn Minuten ist Soundcheck!“, Katharina war bei den Freunden aufgetaucht. Sie war Kimmos Schwester und praktisch ihr Mädchen für alles, von Kabelaufrollen bis zur Koordination von Gigs unterstützte sie die North Gent Band in allen Belangen und sie waren alle schon mehr als einmal froh darüber gewesen, dass sie zu ihnen gehörte. Kimmo nickte und auch Rasmus zeigte, dass er verstanden hatte. Schnell gönnte er sich noch einen großen Schluck aus der Wasserflasche und dann machten sich die finnischen Musiker schon mal auf den Weg hinter die Bühne.
Rasmus scannte unterwegs alles ab, um zu schauen, ob er Jonas sehen würde. Er entdeckte ihn schließlich auch mit den Bandmitliedern von ihrem hoffentlich zuküftigen Manager.  Von alleine schlich sich direkt wieder ein leichtes Grinsen auf seine Lippen, denn Jo erzählte mit Händen und Füßen, was so absolut typisch für ihn war. Er musste ihn nicht hören, aber seine Attitüde war einfach eindeutig. Ob man wollte oder nicht, man kam an diesem Paradiesvogel einfach nicht vorbei, keiner konnte ihn ignorieren, er war so eine starke Persönlichkeit in einem absolut sexy Körper und der würde ihm in der Nacht gehören ...
Der zweite Supportgig, eigentlich der regulär gebuchte für die Tour, kam ihnen entgegen und sie klatschten sich ab. Nun gehörte zum ersten Mal an diesem Tag die Bühne ihnen. Kaum betrat Rasmus diese, machte sich eine Gänsehaut auf seinen Körper breit. Es war wieder so ein unglaubliches Gefühl auf so einer riesigen Bühne zustehen. Noch war der Zuschauerraum vor ihnen leer, nachher würden da tausende von Fans stehen, die sie auf das spätere Konzert einstimmen sollten. Es war einfach ein unglaublicher Traum den sie, als kleine Band aus Turku, da gerade erleben durften.
Sie holten ihre Instrumente und fingen an zu proben. Da sie selbst keine eigenen Techniker hatten, die sich um Licht udn Ton während des Auftritts kümmerten, das machte Katharina immer nur alleine, wurden sie von der Hauptcrew unterstützt, worüber die North Gent Band wirklich dankbar war. Von solchen Größenverhältnissen hatten sie einfach keine Ahnung. Kath war im Technikturm mit in den Spezialisten zusammen und gemeinsam stimmten sie den Sound ab. Rasmus versuchte sich komplett darauf zu konzentrieren, aber als er Jonas dann hinter der Bühne entdeckte, war er doch wieder etwas abgelenkt. Kimmo sah ihn direkt wieder genervt an: „Herr Siitari! Hier spielt die Musik! Wir müssen Gas geben, gleich ist Einlass!“
Sofort nickte er schuldbewusst: „Schon klar ....“ Er versuchte Jonas aus seinem Gehirn zu verdrängen, was aber nicht hundertprozentig klappte, spürte er doch die Blicke seine Paradiesvogels intensiv auf sich.
Immer mal wieder riskierte er einen Blick nach hinten und sah wie sich Jonas intensiv mit dem Leader, Kimmos Schwarm, unterhielt. Man sah den beiden an, dass sie sich gut verstanden und Spaß zusammen hatten. Rasmus war von Anfang an begeistert gewesen, wie cool alles Backstage lief. Sie waren einfach nur eine kleine Band, die die Ehre hatte auch auftreten zu dürfen, aber dass ließ man sie nicht spüren und genauso schien das auch mit ihrem Make-Up Artist zu laufen. Rasmus hatte schon von vielen anderen Musikern gehört, dass das so keine Selbstverständlichkeit war. Als er wieder zu Kimmo rüber sah, erkannte er, dass auch sein Freund gerade nach hinten sah und der Gitarrist sah ihm an, dass er nicht glücklich war ...
Rasmus konzentriere sich noch mal auf sein Spiel und nach einer guten halben Stunde waren sie fertig. Gerade wollte er seine Gitarre wegstellen, als der Leadgitarrist vom Mainact mit einer Gitarre um auf ihn zukam: „Bock, noch was zu spielen? Ich würde dir gerne was zeigen ...“
Das ließ sich Rasmus nicht zweimal sagen! Zwar hatte er Musik studiert, beherrschte seine Gitarre in seinen Augen auch sehr gut, aber Tipps von einem Gitarristen zu bekommen, der seit Jahren in einer Erfolgsband spielte und dazu in seinen Augen zu den besten Gitarristen gehörte von Finnland, wenn nicht sogar Europa, die Chance ließ er sich nicht entgehen. Er nickte: „Aber immer doch! Man kann nie auslernen!“
Sein Gegenüber nickte, setzte sich auf einen Hocker und begann einen Song von ihnen zu spielen: „Ich mag es, wie du spielst! Aber es gibt paar Sachen, die wirken auf einer solchen Bühne anders als in einem kleinen Club!“ Das hatte Rasmus auch schon bemerkt, und schon waren sie mittendrin. Rasmus spielte zusammen mit ihm und fand es absolut cool, dass der sich die Zeit nahm, um ihm dass zu zeigen. Die Chemie stimmte und sie jamten noch ein wenig und Rasmus war einfach begeistert! Dann aber mussten auch sie die Bühne verlassen, weil die Fans auf das Gelände gelassen werden sollten.
Sie verschwanden gerade noch rechtzeitig hinter die Bühne, von wo aus Rasmus sich das Schauspiel ansah. Die ersten Fans rannten auf das Gelände, erstürmten die ersten Reihen. Zu seiner Überraschung stellte er fest, dass er tatsächlich das eine oder andere Gesicht von den anderen beiden Gigs her wiedererkannte. Es musste ein irres Gefühl sein, wenn man es geschafft hatte, das man so treue Fans hatte, die zu vermutlich allen oder sehr vielen Konzerten kamen. Das coole war, auch wenn sie natürlich alle auf ihre Band warteten, sie machten auch Stimmun, wenn die Supportgigs spielten, was einfach nur richtig viel Spaß machte. Rasmus verließ die Bühne und konnte es eigentlich nicht erwarten, bis er sie wieder betreten konnte, um den Ladys vor der Bühne richtig einzuheizen und noch einmal den Duft der großen weiten Welt einzuatmen  ...
Er ging zu den anderen hinter die Bühne, wo auch Jonas noch dabei stand. Der bemerkte ihn sofort und schenkte ihm ein Lächeln, welches das finnische Herz dahinschmelzen ließ. Am liebsten wäre er zu ihm hin um ihn in Grund und Boden küssen, aber das musste warten
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