Regenbogenglitzer und Gitarrenzauber

von alegna70
GeschichteDrama, Romanze / P18 Slash
10.10.2019
10.10.2019
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Hallo zusammen!

Jetzt ist es soweit, es geht los!

Da ich mich in ein neues Feld begebe, erst mal eine kleine Vorstellung meinerseits; ich heiße Angela, bin 49 Jahre alt, Mutter von zwei Teenagern und verrückt nach guter Musik, am liebsten sind mir zwei Bands aus Finnland, aber es gibt so viele tolle Künstler, dass ich doch auf vielen verschiedenen Konzerten unterwegs bin. Ich schreibe seit 8 Jahren Fanfictions von Sunrise Avenue und ich liebe es von den fünf verrückten Finnen zu schreiben, am liebsten viele verschiedene Geschichten gleichzeitig. Ich schreibe hetero und schwule Geschichten, von Romantik, über Drama und auch wirklich ernsten Themen ist alles dabei. Dazu schreibe ich schon seit einer längeren Zeit an einem Roman, der immer weiter wächst und irgendwann dann auch veröffentlicht werden soll als Buch, ein Traum von mir! Schreiben ist meine Therapie, um mit einer chronischen Krankheit und Dauerschmerzen zurecht zukommen.

Jetzt begebe ich mich zum ersten Mal aus meiner Komfortzone Fanfiction heraus, weil sich zwei Charaktere in einer meiner Story „Nothing Stay The Same“ (#slash) in meinem Hirn verselbständigt haben und dringend eine eigene Geschichte brauchen. Ich liebe Homoerotik und freue mich unglaublich darauf, diese Geschichte jetzt zu veröffentlichen.  Auch wenn Jonas und Rasmus aus einer Sunrise Avenue Fanfiction kommen, ist das hier eine absolut eigene Geschichte, für die man keine Vorkenntnisse braucht, aber es schadet auch nicht, wenn man die Story kennt ;)

Ich habe vor, jede Woche ein Kapitel zu posten, die Kapitelgröße ( ca 1100-1500 Wörter) hat sich über die Jahre für mich als perfekte Größe bewährt, so kann ich für alle Stories regelmäßig neue Kapitel schreiben.

So, nun genug der Worte! Ich freue mich darauf diese Geschichte mit Euch zu teilen und auch auf Feedback jeglicher Art! Reviews beantworte ich immer, es kann aber schon mal ein oder zwei Tage dauern bis ich dazu komme, aber ich liebe es mit Euch als Lesern im Dialog zu stehen, es haben sich schon tolle Sachen daraus ergeben!

Viel Vergnügen bei

Regenbogenglitzer und Gitarrenzauber


Prolog

Sommer  1997

„Mama, wo ist mein rosa Kleid mit dem weitem Rock?“, Jana, Jonas älteste Schwester suchte nun schon seit einer ganzen Weile ihr Kleid. Sie wollte es auf die Geburtstagsfeier ihrer Freundin anziehen.
„Jana, wo soll es denn sein? Du hast es länger nicht angehabt, also muss es in deinem Schrank sein!“, leicht entnervt antwortete ihre Mutter, da Jana immer etwas suchte.
Der zwölfjährige Jonas sah seine älteste Schwester an: „Dann zieh doch ein anderes an, wenn du das nicht findest! Du hast doch noch das gelbe oder das hellblaue!“ Er kannte die Kleider seiner Schwestern sehr genau, denn er beneidete sie darum. Er fand es unfair das Mädchen so was tolles anziehen durften und Jungs nur Hosen, T-Shirts und Pullis, vielleicht mal ein Hemd an Feiertagen …
Jana funkelte ihn an: „Da hast du doch gar keine Ahnung von, du Zwerg! Ich will das Kleid anziehen, mein neuer Lippenstift passt da am besten zu! Hast du es irgendwo gesehen?“
Sofort schüttelte er den Kopf und hoffte, dass er keine rote Wangen bekommen würde, denn das Kleid lag in der hintersten Ecke seines Kleiderschrankes, den er sich mit seinem Zwillingsbruder Johannes teilte. Der war im Augenblick auf Klassenfahrt, so dass er ihn nicht verraten konnte. Jonas, der alles andere als ein Zwerg war mit seinen zwölf Jahren, war er schon genauso groß wie seine Schwester, sah sie an: „Das hellblaue Kleid passt auch dazu!“
„Woher willst du das wissen? Du hast doch keine Ahnung von Mode und Make Up!“
Nun reichte es Jonas und ging zu ihr ins Zimmer, machte den Kleiderschrank auf und holte das hellblaue Kleid heraus und ging zu dem Schminktisch, der in dem Zimmer von Jana  stand. Er griff nach dem neusten Erwerb seiner vier Jahre älteren Schwester: „Das passt! Schau her, das sieht super zusammen aus! Du hast überhaupt keine Ahnung, was gut zusammen aussieht! Nimm den beigefarbenen Lidschatten und das rosefarbene Rouge und dann ist es perfekt! Aber pass mit der Wimperntusche auf, die klumpt immer, die musst du ganz fein auftragen! Ich würde dazu noch die blauen Ballerinas anziehen und nicht die weißen Sandalen, dann siehst du perfekt aus für die Feier!“
Jana schaute ihn überrascht an: „Woher weißt du das? Das könnte tatsächlich gut zusammen aussehen ...“
Er konnte ihr schlecht sagen, dass er das schon zusammen ausprobiert hatte, als sie mal nicht dagewesen war. Sie hatten beide die gleichen braunen Haare, nur Jana hatte lange, bis in den Rücken hinein ragenden Haare und auch die gleichen grünen Augen. Er sah sie an: „Ich habe das irgendwo in einer Mädchenzeitung gesehen, in meiner Klasse ...“
„Und das merkst du dir?“
Er zuckte leicht mit den Schultern: „Warum nicht? Diese blöden Matheformeln muss ich mir ja auch merken! Mach das mal, du hast nicht mehr viel Zeit!“
„Raus hier, dann kann ich mich auch umziehen!“, schon wurde er vor die Tür gesetzt.
Eine halbe Stunde später erschien dann seine Schwester fertig gestylt aus ihrem Zimmer und präsentierte sich Jonas und Julia, seiner anderen Schwester, die zwei Jahre älter war als er. Johannes und Jonas waren die jüngsten der vier Geschwister. Jana drehte sich um die eigene Achse und sah Jonas an: „Du hattest recht!“
Ihre Mutter, die dazu kam sah sie an: „Womit hatte Jonas recht?“
„Er hat mir gesagt, wie ich mich schminken soll und es ist perfekt! Wie auch immer er das gewusst hat!“
Seine Mutter sah ihn an und nickte dann leicht: „Du siehst wirklich sehr hübsch aus Jana! Es wird Zeit, wir müssen los, sonst kommst du zu spät!“ Schnell kam noch eine Ermahnung, dass Julia und er nichts anstellen sollten in der Zeit, in der seine Mutter Jana zu ihrer Freundin brachte und schon waren die Beiden durch die Tür.
Julia sah Jonas an: „Sie sah wirklich gut aus, ganz anders als sonst! Woher weißt du, wie man sich schminkt?“
Er zuckte die Schultern, gab die gleiche Erklärung wie auch schon Jana, nur Julia gab sich damit nicht zufrieden: „Als Junge merkst du dir, was für Schminktipps in einer Mädchenzeitung stehen … Normal ist aber auch anders … Und ich weiß, dass du das rosa Kleid hast! Ich weiß, dass du immer wieder unsere Kleider nimmst! Mir ist das egal, ich mache mir da nicht viel draus, aber bei Jana musst du aufpassen Jonas!“ Mit den Worten verzog sie sich wieder in ihr Zimmer, um weiter zu lesen.
Auf dem falschen Fuß erwischt, blieb Jonas wie angewurzelt stehen und versuchte zu verarbeiten, dass Julia sein Geheimnis kannte, welches er absolut hütete. Nicht mal Johannes wusste davon und normal erzählten er und sein Zwillingsbruder sich wirklich alles …
Er klopfte an die Tür und ging nochmal zu Julia rein und sie sah ihn an: „Was ist?“
Leicht druckste er rum: „Wieso weißt du das mit den Kleidern?“
Sie sah ihn an: „Hab dich gesehen, als du mein rotes anhattest ... Du warst im Bad und es hat ewig gedauert … Aber es hat dir gestanden, vielleicht ein bisschen zu weit, du bist zu dünn und du hast keine Brüste!“
Leicht schluckte er, das Julia da so einfach drüber sprach, war komisch für ihn und er druckste rum: „Du erzählst aber niemanden davon, oder? Nicht Johannes und Jana und erst recht nicht Mama und Papa!“
Julia stand auf, kam zu ihm rüber und umarmte ihn: „Mach ich nicht, versprochen! Meine Kleider könntest du geschenkt haben, ich mag die nicht, aber dann würde es wohl auffallen! Aber pass bei Jana auf, die wundert sich immer, dass ihre Kleider mal da und mal weg sind, obwohl sie sie nicht angezogen hat und mein Lipgloss, das schenke ich dir!“
Er lächelte sie schüchtern an: „Danke, du bist die beste Schwester! Findest du das nicht komisch, dass ich Kleider mag?“
Sie zuckte mit den den Schultern: „Warum? Es gibt Jungs und Männer, die ziehen Frauenklamotten an, die sind halt schwul!“
Nun machte er große Augen: „Ich bin nicht schwul!“
Julia sah ihn an: „Natürlich bist du es, warum solltest du sonst Mädchenkleidung mögen und dich mit Schminke auskennen? Oder findest du irgendein Mädchen toll aus deiner Klasse?“
Sofort schüttelte er den Kopf: „Die sind alle bescheuert! Aber die Jungs sind auch doof! Die haben alle nur Fußball im Kopf, total ätzend!“
„Siehst du! Was magst du?“
Nun errötete er leicht: „Ich mag es mir Modemagazine anzusehen und Carl Lagerfeld, der ist ein Genie! Und ich finde toll, wie sich Frauen mit Schminke verändern können ...“

Das Cover zur Story
https://www.instagram.com/p/B3bhS0Jic4r/?igshid=1q7y28w6fmv1b
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