Der Höllenhund von Baskerville (SPN/Sherlock)

von Muecke49
CrossoverKrimi, Mystery / P16
08.10.2019
14.01.2020
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Dieses Kapitel
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Hallo an alle neuen Gesichter und ein strahlendes WB an diejenigen, die über Sinfonie (Sherlock) oder Dreams (Supernatural)  hierher gefunden haben.

Die Story ist nahezu fertig geschrieben. Die Kapitel werden kürzer ausfallen, als ihr es aus Sinfonie gewohnt seid (Sorry dafür) und die Story wird etwas weniger als 20 Kapitel haben.
Sie setzt bei SPN bei S8, Episode 14 Trial & Error an. Bei Sherlock S2, Episode 2.  Keinerlei Pairings.

Ich wünsche euch viel Spaß und freue mich natürlich über Rückmeldung. Lasst einen Stern oder einen Favo da, falls es euch gefällt. Ein Review wäre der Hammer, denn in den leeren Raum zu posten macht keinem Autor Spaß. ^^

Mücke

P.S.: Im nächsten Kapitel gibt es auch mehr von unseren Lieblingsbriten zu lesen. Versprochen.


Now

Dr. John Hamish Watson und Sam Winchester richteten sich zeitgleich aus ihrer eben noch geduckten Haltung auf. Einander gegenüber stehend tauschten sie einen verblüfften Blick, nur um sich dann gänzlich synchron zu der Person umzudrehen, die sie mit einem smarten "Hallo, Jungs" begrüßte.

~ ~

"Ohhh, nein, nein. Nein. Das kann nicht sein", murmelte der hochgewachsene Mann eher verärgert denn beunruhigt in sich rein.

"Was kann nicht sein?", schnappte der zweite Mann, welcher den ersten sogar noch knapp überragte, schneidend.

"Sie sind weg. Ich habe sie verloren", wurde er genervt informiert, wobei der Sprecher mit zusammengekniffenen Augen die Bilder auf mehreren Überwachungsmonitoren anstarrte.

"Verloren? Sam ist doch kein verdammtes Paar Schlüssel. Wie konnten Sie ihn verlieren!?"
Grünes Feuer traf auf blaues Eis.

Dean Winchester und William Sherlock Scott Holmes maßen sich mit Blicken, bis sie zeitgleich nach ihren Handys griffen. Dean um die Nummer von seinem Bruder zu wählen. Sherlock um ein weiteres, fragendes "John?" in das Gerät zu bellen.

Beide erhielten sie keine Antwort.

"Ich versteh das nicht. Wie konnten alle Kameras in dem Labor gleichzeitig ausfallen?", fragte Sherlock und starrte dabei auf den leeren Käfig, in dem sich eben noch sein Kollege und Sam Winchester befunden hatten.

Auch Dean starte auf den Fleck, wo er seinen Bruder und John Watson zuletzt gesehen hatte. "Wir müssen sie finden, Holmes."

~ ~

Kapitel 1

One Week earlier

Sam Winchester saß in diesem Seelenverkäufer von Kahn, welchen sich Kevin Tran als Versteck auserkoren hatte und war dabei die Aufgabe zu erfüllen, welche sein großer Bruder ihm kurz zuvor aufs Auge gedrückt hatte. Er durchforstete das Internet in der Hoffnung auf einen Glückstreffer. Kevin sah ihm ab und zu über die Schulter. Seine Finger flogen über die Tastatur und sein Innerstes bebte. Die Tore der Hölle schließen. Endgültig.

Drei Aufgaben von Gott erfüllen, um sich würdig zu erweisen? Nun, wer, wenn nicht sein Bruder und er, sollte wohl dazu in der Lage sein? Einen Höllenhund finden, ihn aufschlitzen und in seinem Blut baden? Wir sind dabei. Gott, Höllenhunde. Er hasste diese Viecher. Wenn das bereits die erste Aufgabe war, wie sah dann wohl Nummer zwei und drei aus? Egal. Und auch egal, wie hoch der Preis sein würde. Die Tore zur Hölle schließen, das war es wert. Doch wo einen Höllenhund finden? Deans Vorschlag nach jemanden zu suchen, der vor zehn Jahren einen Deal gemacht hatte, war ja schön und gut. So jemanden zu finden, hatte sein Brüderchen großherzig ihm überlassen.
Für ihn überraschend stolperte er über eine recht kindliche Zeichnung eines – Höllenhundes? Interessiert klickte er auf den dazugehörenden Link und las den Artikel. Es gab auch ein Video.

Als Dean mit Einkäufen beladen wieder zurückkehrte und sich dabei über die Vielfalt an Tomatensorten beschwerte – sein Bruder hatte tatsächlich etwas gesundes eingekauft? Wow, er sorgte sich ja echt um Kevin.

"Dean, komm her und schau dir das an." Sam ignorierte das übliche Genörgel des Älteren und startete das Video, als er näher kam.

"Dartmoor, seit jeher ein Ort voller Mythen und Legenden. Aber lauert hier draußen noch etwas anderes? Etwas sehr reales?" Bilder einer von schroffen Felsformationen inmitten grüner Wiesen wurden gezeigt.

Dean schnaubte und warf seinem Bruder einen spöttischen Blick zu. "Was wird das? Schöner Reisen?"

Sam erwiderte seinen Blick angesäuert "Dean, du ... pssst, hör einfach zu und sieh hin", verlangte er und schnitt seinem Bruder mit einer Handbewegung jedes weitere Wort ab. Dieser fügte sich mit einem tiefen Atemzug und sah wieder auf den Laptop. Dabei setzte er jedoch eine derart gelangweilte Miene auf, dass schon klar war, was ihm weiterhin durch den Kopf ging.

"In Dartmoor ist nämlich auch eine der geheimsten Einrichtungen der Regierung beheimatet. Das Forschungszentrum für biologische und chemische Waffen. Das angeblich noch besser abgeschirmt wird als Porton Down. Seit dem Ende des zweiten Weltkriegs gab es immer wieder Geschichten über die geheimen Baskerville-Experimente."

"Sam, führt das auch noch zu etwas?", fragte Dean gedehnt und erntete nur einen finsteren Blick. Also zog er kurz die Brauen hoch, bevor er den genervten Blick wieder auf den Monitor richtete, wo irgendwelche Verschwörungstheorien munter weitergesponnen wurden. Er hatte echt keine Ahnung, wie ihnen eine abgeschirmte Forschungsanlage weiter helfen sollte, wo sie doch gerade einen Höllenhund brauchten.

"Über genetische Mutationen oder für Kriegseinsätze gezüchtete Tiere. Es gibt nicht wenige die glauben, dass sich in diesem Komplex, im Herzen der urarlten Wildnis, Bestien jenseits aller Vorstellungskraft befinden"

Deans Augen wurden schmaler, als sich seine Brauen irritiert zusammenzogen. Er rückte ein Stück näher an den Laptop und Sam lächelte in seinem Rücken zufrieden.

"Aber die eigentliche Frage ist, sind tatsächlich alle davon noch drin?"

Jetzt wurde ein junger Mann eingeblendet, der zu erzählen anfing. Eine Kindheitserinnerung, doch das was Dean wirklich elektrisierte, war die Zeichnung, welche eingeblendet wurde.

"Ist es das, von dem ich denke, dass es das ist?", fragte Dean, der das Video pausiert hatte, so dass die Zeichnung nach wie vor zu sehen war.

Auch Sams Augen klebten regelrecht am Monitor. Er selber kannte nur Zeichnungen oder Beschreibungen dieser Viecher. Sein Bruder war es, der selber schon mal einen gesehen hatte. Doch diesmal würde es nicht sein Bruder sein, der aufgeschlitzt wurde, soviel hatte Sam sich schon geschworen.

"Er war dabei, als sein Vater getötet wurde. Er war damals noch ein Kind, aber er sagt, das was seinen Vater getötet hat, ist noch da draußen. Und scheinbar gibt es auch noch andere, die schwören, dass dort etwas ist. Ein gewaltiger, riesiger Hund. Eine schwarze Bestie mit rot leuchtenden Augen. Klingt das nicht bekannt? Und da ist noch mehr. Der Ort, wo der Hund auftaucht, die Einheimischen nennen diese Schlucht Dewer's Hollow. Eine alte Bezeichnung für den Teufel. Klingt das nicht verdächtig?"

Deans Blick wanderte zwischen seinem Bruder und dem Laptop hin und her, wobei er sich unschlüssig auf die Unterlippe biss. "Ja, tut es", gab er widerstrebend zu. "Möglich das der Vater einen Deal gemacht hat und in dieser Nacht den Preis gezahlt hat. Aber wieso hat der Junge ihn dann auch gesehen? Nur die, wegen derer er kommt, können ihn sehen und hören. Das weißt du selber nur zu gut. Und warum sollte er in der Gegend geblieben sein? Hat ein Höllenhund die Seele geholt, verschwindet er wieder. Sie streifen nicht frei auf der Erde umher."

"Dean, ich weiß das. Ich kann es dir auch nicht sagen, warum es bei diesem anders ist. Womöglich hat es ja mit dem Jungen zu tun? Vielleicht ist er irgendwie geschützt und der Hund treibt sich deswegen immer noch dort herum? Oder es ist diese Schlucht. Aber spielt das eine Rolle? Ich denke wir haben hier einen Höllenhund und wir wissen, wo er sich aufhält, was bedeutet wir können ihn finden und erledigen. Richtig?"

Der Ältere zögerte noch einen Moment, überdachte die Worte sichtbar, bevor er seufzend nachgab. "Richtig. Also gut, wo ist dieses Dartmoor überhaupt? Hab ich noch nie gehört." Sams plötzlich schuldbewusster Blick machte ihn augenblicklich misstrauisch. "Sammy?"

~ ~

Deans Blick war derart finster, dass sich die Menschenmenge auf dem Flughafen sofort freiwillig teilte und jeder sich darum bemühte mindestens zwei Meter Abstand zwischen sich und den Mann zu bringen, der gerade aussah, als wäre er in der Stimmung Wälder mit der bloßen Hand zu spalten. "England! Hätte es ein guter amerikanischer Hund nicht auch getan? Nein, es muss ausgerechnet England sein. Auf der anderen Seite des Ozeans ..." So und in der Art schimpfte er schon seit ihrem Aufbruch vor sich hin.

Sam seufzte und lächelte im vorbeigehen den Leuten entschuldigend zu, die sein Bruder zuvor mit Mörderblicken aus dem Konzept gebracht hatte. Dean hasste es zu fliegen. Es schlug ihm jedesmal auf den Magen und die Laune. Die nächsten Stunden würde Dean wohl Metallica summend verbringen, um seine Flugangst zu bekämpfen.

24 Stunden später in England

Enttäuscht hielten Sam und Dean auf die Stelle zu, wo sich die Bäume lichteten und der Pfad sie aus dem kleinen Waldstück wieder herausführen würde, in welchem sich Dewer's Hollow verbarg. Zugegeben, selbst bei Tag mochte dieser Ort auf die meisten Menschen unheimlich wirken. Das Sonnenlicht erreichte den Grund der Schlucht nicht und zwischen den Bäumen war es auch um die Mittagszeit dämmrig gewesen. Der Wald war voller Geräusche, die meisten davon vom Wind verursacht, wie die Jäger schnell feststellten. Der Rest von den dort lebenden Tieren. Sie ließen sich nicht so schnell ins Bockshorn jagen, wie die Touristen.

"Ganz ehrlich, Sammy. Ich weiß nicht, ob diese Sache mit dem angeblichen Monster hier nicht nur ein riesen PR Gag ist. Da ist kein Schwefel, keine EMF und außer dem Vater von diesem Jungen, gab es auch keine Toten. Nur eine Menge halbgarer Geschichten, deren Wahrheitsgehalt kaum ..."

"Dean! Stopp!", flüsterte Sam eindringlich und zog seinen Bruder am Arm zurück, der gerade Anstalten machte aus dem Schatten der Bäume zu treten. Sofort erstarrte Dean und folgte dem Blick seines Bruders.

Ein gutes Stück entfernt, getrennt durch grüne Wiesen und einen sanft ansteigenden Hügel, lag eine schroffe Felsformation, wie man sie in dieser Gegend häufiger fand. Doch das war es nicht, was Sams Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatte, sondern vielmehr war es wohl die Gestalt eines Mannes, der auf einer der höchsten Punkte der Felstformation stand und gerade mit ausgestrecktem Arm gestikulierte. Er schien erst in Richtung der Schlucht zu zeigen und dann zu dem Militärgelände zu schwenken. Er war dunkel gekleidet und weder schien ihn der Wind zu stören, der an dem langen, auffälligen Mantel zerrte, noch das er hoch auf einem Felsen stand. Selbst auf die Entfernung hin war er gut zu erkennen, was auf eine gewisse Größe schließen ließ.

"Dort, am Fuß des Felsens", sagte Sam leise und Dean folgte dem Hinweis, nur um dort einen weiteren Mann zu entdecken, der scheinbar ein Fernglas benutzte. Kleiner, weniger auffällig gekleidet. Unscheinbarer.

"Touristen?", fragte Dean leise, obwohl sie weit genug entfernt waren, um nicht gehört zu werden. Auch die beiden Fremden unterhielten sich offensichtlich und obwohl sie nicht nebeneinander standen wie die Brüder, drangen ihre Stimmen nicht bis zu diesen vor.

Sam schüttelte bedächtig den Kopf. "Nein, glaub ich irgendwie nicht. Die interessieren sich für das Minenfeld, dass wir uns auch schon angesehen haben. Touristen würden einfach so nah wie möglich heranfahren und versuchen einen Blick zu erhaschen. Die beiden halten Abstand. Sie kundschaften aus. Touristen machen das nicht. Womöglich sind sie Reporter? Der Bericht hat einiges an Aufmerksamkeit erregt. Der Ort ist voll mit Schaulustigen, das Interesse an der Bestie ist groß."

Dean zuckte mit den Schultern. "Möglich. Was immer sie sind, sie scheinen wieder aufzubrechen. Lass uns auch von hier verschwinden, ich hab Hunger."

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