His hair, the color of a blueberry

GeschichteRomanze, Freundschaft / P16 Slash
Dr. Heinz Doofenshmirtz Perry / Agent P.
08.10.2019
14.10.2019
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“Oh Agent P, wo haben sie denn ihren Hut?”

“Den muss ich wohl bei Doofenschmirtz vergessen haben…”

“Agent P, sie riskieren ihre Tarnung?”

“Sicher, jeder der mich sieht wird denken, oh  das muss Perry das Schnabeltier sein.”, Knurrte Perry. Die ganze Situation mit Heinz ging ihm nicht aus dem Kopf, und sie bereitete ihm Kopfschmerzen. Außerdem tat es ihm furchtbar leid. Er wollte doch niemanden verletzen. Aber hätte er denn ahnen können, dass der böse Wissenschaftler dieser Sache so viel Bedeutung zuzumessen schien. Aber Perry hatte sich wirklich wie ein Vollidiot benommen…

“Agent P., sparen sie sich ihren Sarkasmus. Wie läuft ihre Rückverwandlung in ein Schnabeltier?”

“Doctor D. Hat angefangen die Maschine zu Planen. Er hat also zugestimmt.”, Erklärt  Perry kurz.

“In Ordnung Agent P. Halten sie die Stellung.”, Perry nickte. Wo sollte er auch sonst schon hin gehen? Er schaltete den Monitor ab und machte sich wieder auf den Weg zurück in Doofenschmirtz’ nicht so gemeines Geheimversteck. Der Doctor hatte sich immer noch in seinem Arbeitszimmer eingesperrt.

Er klopfte gegen die Tür.

“Doc? Wollen sie nicht lieber wieder raus kommen?”, fragte er, doch er bekam keine Antwort.

“Ach komm schon Doc! Es tut mir leid! Ich hätte dich vor deiner Tochter nicht so da stehen lassen sollen.” Entschuldigte er sich und lehnte dabei seinen Kopf gegen die Tür.

“Vor allem hätte ich dich nicht so verletzen sollen. Nicht nach dem ich völlig freiwillig in deinen Armen lag…Auch wenn mir natürlich nur kalt war. “, nach diesen Worten öffnete sich die Tür, und der Doc fiel ihm in die Arme.

“Also...hasst du mich nicht, Perry?”
“Naja, ich bin dein Erzfeind. Ich sollte dich hassen, oder?”
“Schon...aber...ich dachte…”
“Ich bin vielleicht dein Erzfeind… Aber ich liebe es dein Erzfeind zu sein!”,
“Das ist ein Anfang… Ich bin übrigens fertig mit der Planung des Schnabelinators. Ich werde gleich anfangen ihn zu bauen.”,
“Danke, Doc.”
“Kein Problem, Perry der Mensch.”,

Perry war froh, dass sie diese Streitigkeiten beigelegt hatten. Sie hatten ihn bedrückt. Irgendwie benahm sich Doofenschmirtz ganz anders, wenn er nichts böses plante. Da war er fast ein angenehmer Zeitgenosse. Perry setzte sich wieder auf das Sofa, und überschlug die Beine. Ein Mensch zu sein war seltsam. Aber es hatte auch Vorteile. Sprechen zu können war einer davon. Sich mitteilen können. Außerdem war er deutlich schneller zu Fuß. Und dann noch, dass Doofenschmirtz so viel angenehmer war. Aber es hatte auch Nachteile. Das Sofa war definitiv zu klein um darauf zu schlafen, das hätte als Schnabeltier besser funktioniert. Und er vermisse Phineas und Ferb… Hoffentlich würde bald alles wieder gut werden. Hoffentlich machten sie sich nicht zu viele Sorgen. Aber sie mussten ja wieder zur Schule, vielleicht war es Ihnen noch gar nicht aufgefallen. Perry zerbrach sich eine ganze Weile den Kopf über seine Situation, da bekam er es gar nicht mit, dass der Doc sich inzwischen neben ihn gesetzt hatte, und ihn beobachtete. Perry war schon wieder Müde. Als Mensch verbrauchte man wesentlich mehr Energie, als er es gewöhnt war. Er musste erst lernen das einzuschätzen. Irgendwann sackte sein Kopf zur seite weg und landete dabei auf Doofenschmirtz’ Schulter. Dieser lächelte, und legte den Arm um ihn. Perry lehnte sich gegen ihn, und war in wenigen Minuten eingeschlafen. Doctor D. Ging es anders. Er war Hellwach, und zerbrach sich den Kopf. Er kam bei einer Stelle des Inators nicht weiter, und brauchte eigentlich Perrys Hilfe, aber er wollte ihn nicht aufwecken. Leise rief er Norm zu sich.

“Norm, bringst du unseren Gast bitte ins Bett? Ich kümmere mich solange um das Mittagessen.”,

“Sie wollen Kochen?”

“Blödsinn Norm, ich werde Pizza bestellen.”, Doofenschmirtz schüttelte den Kopf, als Norm langsam den schlafenden Perry auf die Arme nahm und ihn ins Bett trug. Er ging dann zum Telefon, und bestellte wirklich Pizza. Es war ein geschäftiger Tag, und das Wetter bot nicht gerade die besten voraussetzungen, also würde es eine ganze weile dauern bis das Essen da war. Am Telefon meinte man, es würde schneller gehen, wenn er es selbst abholte, aber er erwiderte er habe es nicht eilig, und könne auch ruhig zwei Stunden warten. Solange würde es mindestens dauern.

“Norm, mach bitte die Tür auf, sollte es klingeln, ja? Ich lege mich auch noch ein wenig hin. Und ja, ich weiß das Perry in meinem Bett liegt. Das ist schon in Ordnung.”, Bat er Norm dann, welcher Kommentarlos nickte. Er hätte zwar einige Kommentare auf Lager gehabt, aber er wollte lieber nicht gefahr laufen auseinander gebaut zu werden.

Doofenschmirtz begab sich also wieder in sein Schlafzimmer, und legte sich auf die Seite des Bettes, die Perry nicht belegte, ein gutes Stück von dem nun jungen Mann entfernt. Er beobachtete ihn, und zog die Augenbrauen zusammen. Er und Perry - sie hatten schon immer ein ganz besonderes Verhältnis zueinander gehabt. Sie hassten sich, natürlich. Sie waren einander Erzfeinde. Aber...hassten sie sich wirklich? Es war schon öfter passiert, dass Perrys Organisation der Meinung war, einen anderen Agenten auf ihn anzusetzen, oder Perry aus anderen Gründen von ihm abzuziehen. Oder dieses eine mal, als er glaubte in Peter dem Panda einen neuen Erzfeind gefunden zu haben. Aber immer wieder hatte es die beiden wieder zueinander gezogen, wie zwei entgegengesetzte Magnetpole.  Eine furchtbare Erkenntnis traf Doofenschmirtz. Er mochte Perry das Schnabeltier. Er mochte ihn wirklich. Dabei spielte es keine Rolle, dass sie auf zwei verschiedenen Seiten kämpften. Und wenn er ehrlich war, dann wusste er es doch besser. Es lief jedes mal gleich. Vom ersten Bleistiftstrich eines neuen Planes wusste er, Perry würde auch dieses Gerät zerstören, diesen Plan zunichte machen. Und es störte ihn nicht. Im Gegenteil, es war wie zu einem Spiel geworden. Er tat nur, was er tat, gerade damit Perry es zerstören konnte.

Ohne es recht zu merken hatte er die Hand nach Perry ausgestreckt. Langsam legte er sie im Haarschopf des Blau-Grünhaarigen ab, und begann den jungen Mann zu kraulen. “Was für ein Engel…”, Flüsterte er leise, wie er es schon öfter getan hatte. Und auf einmal kämpfte er nicht mehr gegen dieses Gefühl von Zuneigung an, er ließ es einfach geschehen. Solange niemand wusste, was seine wahren Beweggründe waren, konnte es doch für immer so weiter gehen… Und das reichte ihm. Perry war zu seinem Lebensinhalt geworden. Eine ganze weile kraulte er seinen Erzfeind, bis dieser ihn plötzlich an blinzelte. Reflexartig zog der Doc die Hand schnell zurück, doch Perry folgte dieser Bewegung, und legte sich somit wieder in die Arme seines Erzfeindes.

“Ist dir kalt, Perry?”
“Nein… Ich möchte einfach kuscheln.”,
“Achso.”
Behutsam legte Doofenschmirtz einen Arm um das zum Mensch gewordene Schnabeltier. Und dann schwiegen sie eine ganze Weile. Aber es war keine unangenehme Stille. Es war diese Stille zwischen zweien, die einander so gut kannten, dass sie keine Worte brauchten und sich trotzdem verstanden. Das gleichmäßige Schlagen von Perrys Herzen machte den, vielleicht doch nicht ganz so bösen, Wissenschaftler irgendwann schläfrig. Und so schlief er ein, während Perry ihn beobachtete. Durch seinen Kopf schwebten abertausende von Fragen, und auf keine fand er eine Antwort. Also versuchte er es gar nicht weiter, schwebte in die Gedankenlosigkeit und genoss einfach die sanfte Wärme die ihn umgab.
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