Heulen des Bösen

GeschichteMystery, Übernatürlich / P16
Castiel Dean Winchester Lucifer OC (Own Character) Sam Winchester
07.10.2019
17.10.2019
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Einige Wochen waren vergangen und ich war in Kansas City. Ich hatte in den letzten Wochen meinen Standort regelmässig verändert, das hatte zur Folge das ich weniger Werwölfen begegnet bin und keinem Jäger. Ich war in meinem Motelzimmer schaute einen Film an und entspannte ein wenig. Diese Nacht hatte ich mir einen Fuchs gefangen, war nicht das größte, aber den Wolf hat es zufrieden gestellt. Ich gähnte leicht und zog die Decke über meinen Körper. Als plötzlich mein Handy klingelte. Es klingelte so selten, das ich mich vor diesem Geräusch erschreckte. Ich griff nach dem Handy und ging ran. Nur wenige Leute hatten meine Nummer und ich habe es nur Leuten gegeben denen ich vertrauen konnte. „Ja“, sagte ich und lauschte auf die Stimme die am anderen Ende kommen würde. „Aisha..“, sagte die mir bekannte Stimme. „Isabelle was ist los?“, fragte ich und sprang vom Bett los, denn ich wusste sie ruft nur an wenn etwas passierte. „Andere Werwölfe sie haben Jack getötet“, ihre Stimme sie klang verweint und ängstlich. „Keine Angst Isabelle ich werde mich sofort auf den Weg zu dir machen, ich bin gerade in Kansas City also in deiner Nähe, mach dir keine Sorge ich werde gleich da sein“; sagte ich und legte auf. Ich holte meine Karte raus und sah rauf Jefferson City, wird mich sicher 3 Stunden kosten um dort hin zu gelangen, dachte ich mir. Aber ich schnappte mir mein Handy und mein Geld, genauso wie meine Schlüssel und stürmte hinaus. Ich rannte schon fast zur nächsten Bushaltestelle.
Es gab ein Bus der mich sofort nach Jefferson City bringen könnte, es würde genau 3 Stunden dauern, danach würde ich wieder hierher zu kommen.

So fuhr ich 3 Stunden mit dem Bus nach Jefferson City, dort erst einmal angekommen musste ich mich erinnern wo Isabelles Versteck war, denn ich hatte sie schon eine Weile nicht mehr gesehen. Ich hatte wenig Kontakt mit anderen Werwölfen, zum Teil weil mir die meisten zu wider waren und weil sie Menschen töten oder einfach zu meinem Bruder gehörten. Aber Isabelle habe ich gerettet mit ihrem Rudel, sie wurden von Jägern verfolgt obwohl sie gute Leute sind. Sie jagten nur Tiere und hielten sich sehr bedeckt. Nach ungefähr 30 Minuten erreichte ich zu Fuß ihr Versteck. Ich klopfte an die Türe und sofort öffnete sie. Isabelle fiel mir um den Hals und fing an zu weinen. „Danke das du hier bist, ich wusste nicht was ich machen sollte“. Ich legte meine Arme um sie. „Keine Sorge, ich werde mich darum kümmern, aber erzähl in Ruhe was ist passiert?“, fragte ich sie. Sie löste sich von mir und wischte sich die Tränen aus den Augen. „Ein anderes Rudel ist aufgetaucht ich habe sie nie zuvor gesehen. Jack ist mit ihnen in Streit geraten weil sie und zwingen wollten sich anzuschließen, aber er weigerte sich und es kam zu einem Kampf. Sie töteten ihn. „Sind es reinrassige?“, fragte sie und sie nickte. „Verdammt“, zischte ich, denn sie waren wie ich fähig sich ohne den Vollmond zu verwandeln, deshalb würde es schwieriger werden sie zu töten. „Aber nicht alle Aisha, ich glaube der Anführer ist ein reinrassiger er hat auch Jack getötet, aber bei den anderen habe ich es nicht gesehen“, gab sie zu. „Kannst du mir sagen wo sie sind?“, fragte ich und sie nickte ging in das Wohnzimmer wo sie etwas auf ein Taschentuch gekritzelt hatte. Es war eine Straße. „Gut mach dir keine Sorge ich erledige sie, ich werde für dich Jack rächen“, sagte ich. „Wo sind die anderen?“, fragte ich. Sie wischte sich die Tränen aus den Augen. „Bei ihnen sie hatten Angst nachdem Jack getötet worden ist, deshalb hatten sie sich ihnen angeschlossen“, sagte sie. Ich nickte und wusste das es ein harter Kampf werden würde, aber ich musste es machen, sie vertraute mir. Für sie war ich ein Anführer, deshalb werde ich sie beschützen.

Ich wartete auf die Nacht, ich wartete in der Nähe des Gebäudes im Gebüsch, ich achtete auf die Windrichtung damit sie meinen Geruch nicht mitbekamen. Es herrschte große Unruhe, ich konnte nicht genau sagen weswegen aber ich fühlte es.
Ich nutzte als die Sonne komplett weg war die Gelegenheit und näherte mich dem Gebäude. Ich fuhr meine Krallen aus, schon zur Sicherheit. Sofort bemerkte mich der Werwolf der als Wachposten vor der Türe war. Er knurrte, aber ich erkannte sofort ein normaler gebissener Werwolf. Ohne Krallen und Zähne, er griff mich mit einem Baseballschläger an. Ich fing den Schlag geschickt ab und packte ihm am Hals, bevor ich meine Krallen in den Hals rammte. „So ein Idiot“, sagte ich und liess den leblosen Körper zu Boden sinken. Dann riss ich die Türe auf. Es war eine große Lagerhalle mit Betten und allem möglichen. Werwölfe überall mindestens 30 Stück. Ich liess meine Augen aufglühen und meine Zähne ausfahren. Die ersten Werwölfe griffen mich an, aber sie waren gebissene weshalb sie gegen mich keine Chance hatten. Ich tötete die ersten beiden und knurrte als der dritte mich angreifen wollte, da wich dieser aus. Ich brüllte und sofort wichen diese wehrlosen Werwölfe zur Seite, denn sie fühlten sich nicht gewachsen. Ich roch Menschen. Sie halten also Menschen gefangen, dachte ich mir und lief weiter hinein. „Wo ist euer Anführer?“, schrie ich. Kein Werwolf wagte es mich anzugreifen, sie warten ab und zwar auf dem Befehl ihres Anführers. Als ich in der Mitte der Halle angekommen war, sah ich die zwei Menschen die an Stühle gekettet war. Sie kamen mir sehr bekannt vor, ich wusste bloß nicht genau woher. Jedoch als der einen der beiden gefesselten Männer seinen Blick aufrichtete und mich anblickte, kam es mir in den Sinn. Das sind die beiden Jäger, die mich versucht haben vor Monaten zu töten, dachte ich mir, jedoch hatte ich nicht viel Zeit darüber nach zu denken. „Du wolltest mich sprechen“, kam eine laute männliche Stimme von der Menge hervor. Die Werwölfe traten zurück und es erschien ein eher großer Mann, ich schätze ihn um die 30 herum. „Du bist also der Anführer von dieser Meute?“ fragte ich ihn, mit meinen noch ausgefahrenen Krallen. Denn ich war bereit jeden einzelnem Werwolf die Kehle aufzuschlitzen wenn es nötig ist. „Ja, aber dennoch verstehe ich dein auftreten nicht du scheinst einer meiner Leute getötet zu haben“, sagte er etwas wütend. „Ja tut mir leid, findest sicher ein paar neue“, sagte ich und blickte ihn an. „Das ist hier nicht deine Stadt und auch einige dieser Werwölfe sind nicht deine. Du hast jemanden getötet denn ich kannte“, knurrte ich. „Oh jetzt sag bloß der hat die was bedeutet“, meinte er. „Nicht mir einer guten Freundin, du hast ihr Rudel geklaut“, knurrte ich wütend. Diesem Kerl reiße ich die Kehle auf, dachte ich mir und liess meine Augen aufleuchten vor Wut. „Und was jetzt du bist hier aufgetaucht und nun denkst du, du hast eine Chance gegen mich“, lachte dieser. „Oh ich werde dir den Kopf abtrennen und deinem Rudel auf dem Serviertablett servieren. Von deiner Sorte habe ich schon eine Menge getötet, also nur zu“, knurrte ich. Er schien unbeeindruckt. „Los tötet sie“, sagte er zu seinen Rudelmitgliedern. Als die ersten auf mich zu stürmten, fluchte ich leise und fing den ersten Werwolf ab, schleuderte ihn in die Richtung der anderen, dem zweiten schlitzte ich im Handumdrehen die Kehle auf und denn dritten zerkratze ich das Auge. Ich fühlte einen harten Gegenstand auf meinen Kopf, da drehte ich mich wütend um und brüllte diesen an. Sofort wich er zurück und sofort kam der nächste.
So ging es weiter bis ich ganze 7 Werwölfe getötet hatte und die anderen sich nicht mehr trauten. Ich liess den toten Werwolf zu Boden fallen und blickte den Anführer an. „Na wie viele soll ich noch töten? Du schickst Werwölfe vor die sich nicht einmal wehren können, also wie wäre es mit einem fairen Kampf“, fragte ich und schüttelte das Blut von meinen Händen. „Nur du und ich“, schlug ich vor. Er fuhr seine Krallen aus und knurrte: „Von mir aus, als ob du eine Chance gegen mich hättest“, sagte dieser und sprang auf mich zu. Geübt von den vielen Kämpfen die ich schon hinter mir hatte, wich ich seinem Angriff geschickt aus, konnte seinen Arm packen und ihn zu Boden werden. In Sekundenschnelle hatte ich seinen Hals gepackt und liess meine Krallen in das Fleisch gleiten. Er keuchte auf und griff nach meinem Arm, seine Krallen schnitten in mein Fleisch, ich ignorierte es und machte weiter. „Das ist für Jack“; knurrte ich und trennte seinen Hals durch. Sein Körper wurde schlaff, es wurde totenstill in der Halle. Ich richtete mich auf und sah die verängstigten Werwölfe an. „Ihr habt ein paar Minuten um diesen Ort zu verlassen und euch aus dieser Stadt zu verpissen bevor ich euch alle töte“, knurrte ich. Sofort kam Bewegung in den Raum und die Werwölfe flohen. Ich atmete tief ein und aus um meinen Herzschlag wieder in Rhythmus zu bringen. Mein Adrenalin schoß mir immer noch durch den Körper, aber so langsam beruhigte ich mich. Viele leblose Leichen lagen auf den Boden, der Gestank von Blut breitete sich in dem Raum aus.
Ach ja stimmt da war noch was, erinnerte ich mich und drehte mich zu den Jägern um. Die alles beobachtet hatten. „Ihr seit Jäger, ich erkenne euch wieder“, sagte ich und schritt auf sie zu. „Ach und willst du uns jetzt töten?“, fragte der kurzhaarige. Nach meiner Erinnerung sollte sein Name Dean sein. „Kommt drauf an ob ihr mich töten wollt. Ich habe kein Problem euch gehen zu lassen, wenn ihr mich auch weiterziehen lässt. Ich meine so gesehen habe ich euch das Leben gerettet“, sagte ich. „Darum haben wir nicht gebeten“, sagte Dean. „Jäger“, sagte ich und rollte mit den Augen. „Ich kann euch entweder befreien und ich lasse euch an den Stuhl gefesselt und ihr könnt selber schauen wie ihr frei kommt, eure Entscheidung“, sagte ich und blickte beide an. „Warum willst du uns helfen?“, fragte auf einmal der andere. „Was hätte ich davon euch zu töten? Ich meine von euch Jägern gibt es genug, also und Menschen esse ich nicht also warum sollte ich“, sagte ich schulterzuckend. „Gut wir versprechen, das wir dich gehen lassen und nicht angreifen werden“, sage der mit den etwas längeren Haaren. „Sam…“, fing der andere an, wurde aber von diesem Sam unterbrochen. „Dean sie hat Recht“, meinte er. Wow, ein Jäger der mir Recht gibt, auch was neues.
So ging ich hinter diesen Sam und fuhr meine Krallen aus, durchschnitt die robusten Seile. So das dieser frei kam. Dann ging ich zu dem anderen und machte genau das gleiche. Dieser Dean sprang schon fast vom Stuhl auf und blickte mich mit diesen Augen an. Diesen Blick kriegte ich von allen Jägern. Dieser „Ich hasse dieses Monster“ Blick.
Doch gegen alle meine Bedenken zückte er plötzlich seine Waffe und richtete sie gegen mich. „Dean“, sagte Sam mit einer lauten Stimme. „Nein Sam sie ist ein Werwolf, wie oft hast du schon Monster gehen lassen, die nachher Menschen getötet haben. Als ob du daraus nicht gelernt hast“, sagte er. Sein Blick fixierte mich genauso wie seine Waffe. Ich stand still da, blickte den Jäger an. Der andere schritt ein und packte die Waffe des kleineren. „Dean, hör auf, sie hat bis her nichts getan, ich meine sie hat uns das Leben gerettet“, versuchte Sam auf Dean einzureden. „Du kannst abdrücken, aber diese Silberkugel wird mich nicht töten, sie wird mich verletzten aber nicht töten.“, sagte ich. „Du bist ein Werwolf also warum sollte dich diese Kugel nicht töten?“, fragte Dean knurrend. Ich sah ihn emotionslos an und antwortete: „Weil ich direkter Nachfahre des Alphawerwolfs bin, diese Kugel wird mich nicht töten. Ich bin stärker als die meisten Werwölfe und diese nette Kugel kann mich nicht töten“, erklärte ich ihm. „Also können wir nun auseinander gehen, als ob nichts passiert ist oder wollen wir noch weiter diskutieren?“, fragte ich diesen.
Er fluchte aber sagte nichts mehr. „Danke meine Herren, ich hoffe ihr werdet genauso aus dieser Stadt verschwinden wie ich. Hier sind gute Werwölfe zu Hause, sie töten keine Menschen, sie haben den Tod nicht verdient“, sagte ich noch und schritt an den beiden Jägern vorbei, raus aus der Halle.

Ich ging zurück zu Isabelle, die schon Sehen süchtig auf mich wartete. Sie öffnete die Türe und blickte mich mit großen Augen an. „Und?“, fragte sie vorsichtig. „Alles erledigt, diese Werwölfe sie werden dich nicht mehr belästigen, aber ob die Mitglieder deines Rudel zu dir zurück kehren kann ich dir nicht, ich denke das wirst du sehen, aber ihr Anführer ist tot“, erklärte ich ihr und trat in ihr Haus ein. „Ich danke dir“, sagte sie leise und ich lächelte leicht. „Kein Thema, du weißt du kannst dich auf mich verlassen“, meinte ich. „Also ich kann sicherlich kurz deine Dusche benutzen bevor ich mich auf den Rückweg in mein Motel mache?“, fragte ich. Sie nickte hastig „Klar doch“.

Ich stand in der Dusche liess das warme Wasser, die letzten Kampfspuren weg waschen. In meinen Gedanken dachte ich nach was gerade passiert war, zu schnell war alles gegangen und diese Jäger, ich traf sie schon das zweite Mal. Ich war froh das ich sie nicht töten musste, sie waren in dem Nest der Wölfe, dass heißt sie waren auf der Jagd gewesen, auf der Jagd nach diesem Rudel, aber scheinbar sind sie überrascht worden. Na ja es ist auch ein großes Rudel gewesen, selbst mir wäre es schwierig geworden, wenn es Vollmond gewesen wäre. Ich stellte das Wasser ab, stieg aus der Dusche und trocknete mich ab.
Ich hatte schon so viele Leichen hinterlassen ob menschliche oder von meiner Art. Ich hatte schon so viel Blut an meinen Händen kleben, das ich manchmal glaubte ich sei genau das Monster, wie die Jäger sie beschreiben. Vielleicht hatten sie Recht und ich war eines, aber gab es ihnen das Recht mich zu töten?
Ich meine ja die meisten Werwölfe sind totale Arschlöcher und haben nicht anderes verdient als den Tod, aber es gab auch gute unter ihnen. Werwölfe die noch niemals einen Menschen verletzt haben. Im Gegensatz zu ihnen war ich das Monster ja, aber ich würde die Menschen die mir wichtig sind auch immer beschützen, egal was komme. Wenn dieses Rudel von Jägern angegriffen würde, dann würde ich auch diese Menschen ohne mit der Wimper zu zucken töten, aber nur weil ich die Leute beschützen wollte die mir nahe stehen. In manchen Momente verstand ich nicht wirklich was die Jäger umso besser macht als wir. Ich kannte so viele Werwölfe die nach Hilfe gesucht haben. Hilfe um niemals jemanden zu verletzten, aber diese wurden einfach kalt und brutal von Jägern getötet. Mit anderen Monstern hatte ich nicht viel zu tun, man ging sich einfach aus dem Weg. Ich hatte schon Mal Vampire und sogar Formwandler angetroffen, aber es war nicht meine Sache, sie aufzuhalten oder gegen sie etwas zu unternehmen, denn ich hatte genügend Probleme mit meiner eigenen Rasse.

Nach dem ich mich von Isabelle verabschiedet hatte und ihr gesagt hatte das sie mich jederzeit wieder anrufen soll, machte ich mich wieder auf den 3 stündigen Rückweg nach Kansas City.
Während der Busfahrt schlief ich ein, mein Körper war erschöpft von allem. Von dem ständigen Kämpfen, vor der ständigen Hut davor nicht getötet zu werden. Ich wollte mich nur entspannen, zurück lehnen und wissen das ich in Sicherheit bin, das mich keine Jäger und keine Werwölfe töten würden.
Nach den anstrengenden 3 Stunden kam ich endlich irgendwann in meinem Motelzimmer an. Ich warf die Türe hinter mir zu und warf mich als nächstes auf das Bett. Ich seufzte tief und wollte nur noch eins jagen und schlafen. Mein Hunger quälte mich wieder und das innere Tier in mir kratze und jammerte. Jedoch war die Müdigkeit stärker und ich schlief genauso ein, wie ich mich aufs Bett geworfen hatte.

So verging eine Woche ohne großartige Ereignisse, keine Werwölfe, keine Jäger. Ich fing mich sogar an in Kansas wohl zu fühlen. Doch als ich an einem Montag Morgen aus dem Motelzimmer ging und eigentlich auf die Jagd gehen wollte, sah ich etwas oder besser gesagt spürte ich etwas was ich noch nie so gesehen oder gespürt hatte. Ein Mensch er hatte eine so seltsame Energie, eine grässliche Ausstrahlung. Er begegnete mir als ich die Straße entlang lief, jedoch jagte es mir ein Schauer über die Arme, ich blieb sogar stehen und blickte dem Menschen hinterher. Er roch wie ein Mensch, aber da noch etwas anderes. Es war wie ein fauliger Geruch von Schwefel. Ich hatte zuvor nie so etwas gerochen. Mein Instinkt sagte mir ich solle gehen, das ich mich nicht einmischen sollte in Dinge die nichts mit Werwölfen zu tun hatte, aber meine Neugierde war größer. Ich fing an diesem Mann zu folgen, im Wissen, das dieser schon bemerkt haben könnte das ich ihm auf den Fersen war. Ich hielt einen großen Abstand zu ihm, meine Sinne waren alle komplett aktiv und ich war auf einen Kampf vorbereitet. Auch wenn ich es nicht wusste mit was genau ich es zu tun hatte. Der Mann ging über die Straße, das tat ich ihm gleich. Mit einer großen Wahrscheinlichkeit würde er versuchen mich irgendwo hinzulocken wo er mich töten konnte.
Verschwinde von hier, dreh um und flieh, schrie mein ganzer Körper. Aber ich tat es nicht, ich glaube das menschliche in mir, wollte unbedingt herausfinden was das für ein Ding war. Ich schritt hinter betrat nach mit einem großem Abstand auch eine Nebenstraße als dieser Mensch es tat.
Ja, er hat es bemerkt ansonsten würde er hier hin nicht gehen. Meine Krallen fuhr ich aus, das Adrenalin setzte ein und mein Tier war bereit zu kämpfen. Auf einmal blieb der Mann stehen und ich auch in nur wenigen Metern, er drehte sich auf einmal um. Dabei erschreckte ich mich leicht, denn seine Augen, sie waren nicht menschlich. Sie waren schwarz, komplett schwarz. Was ist er?, fragte ich mich und blickte den Mann an. Dessen Augen auf einmal wieder normal wurden.
„Warum verfolgst du mich? Es ist lästig von einem Hund verfolgt zu werden“, sagte er. Wenn nannte er hier einen Hund. „Tse, wenn nennst du hier einen Hund“, knurrte ich und liess meine Hände aus meinen Jackentaschen gleiten. „Dein Geruch ich kenne ihn nicht was bist du?“, wollte ich von ihm wissen. Der Mann lachte kurz und kam einige Schritte auf mich zu. Alle meine Muskeln in meinem Körper spannten sich an und ich war bereit diesen in Fetzen zu reissen sollte dies nötig sein. „Ihr Werwölfe seit echt jämmerliche Wesen. Du solltest lieber schnell gehen bevor ich wütend werde“, meinte er. Doch diese Worte machten mir keine Angst, sie provozierten mich eher. „Komm doch her, ich zeige dir was ich mit dir mache“, sagte ich mit einem lauten Knurren.
Mit meinen Augen erkannte ich rasch welche Bewegung er ausführte, zu oft hatte ich solche Kämpfe geführt, weshalb ich schon die Bewegung drin hatte, wie ich diesem Angriff ausweichen würde. Als ich jedoch zur Seite setzte um seinem Angriff auszuweichen, griff er mich am Arm und warf mich mit voller Wucht gegen die nächste Wand. Ich hörte wie meine Knochen im Körper brachen. Ich fiel auf den Boden und keuchte leicht auf. Aus dem Augenwinkel sah ich wie er auf mich zu kam. „Du hättest mir nicht folgen sollen, ein Werwolf ist uns nicht gewachsen“, sagte dieser und ich grinste darauf nur. „Denke nicht das du schon gewonnen hast..“, sagte ich und spürte wie sich meine Knochen wieder einrenkten. Stand auf und richtete meine gerade noch gebrochene Wirbelsäule auf. Ich setzte zum Angriff über und versuchte ihn wie ein Tier am Hals zu erwischen. Ich war es gewöhnt gegen Werwölfe zu kämpfen, ich hatte Hoffnung so würde es auch funktionieren, aber es ging nach hinten los, denn anstatt ich ihn zu fassen bekam. Bekam er mich am Hals zu fassen und schnürte mir plötzlich meine Luft ab. Er presste meinen Körper an die Wand und ich versuchte verzweifelt Luft zu bekommen. Nein, nicht hier, dachte ich mir. Ich werde nicht hier sterben.
Ich holte aus und verletzte ihn mit meinem Krallen im Gesicht, Blut trat aus, er knurrte vor Schmerzen. Er drehte sein Gesicht weg, aber er liess nicht locker. Als er mich wieder anblickte waren seine Augen pechschwarz. „Das hättest du nicht tun sollen“, zischte er und drückte mir immer noch mit einer unglaublichen Kraft die Luft, ab ich spürte das er mir jeden Moment meine Luftröhre zerquetschen wird. In Panik um mein Leben trat ich nach ihm versuchte ihn zu kratzen.
Doch mir kam auf einmal eine Idee. Ich rammte meine Krallen in dessen Handgelenke rein, sodaß schon fast seine Hände automatisch aufgingen. Ich fiel auf den Boden, keuchte und versuchte Luft zu schnappen. Doch ich musste ihn jetzt erledigen, ich hatte keine Zeit mich auszuruhen. Ich sprang auf und griff ihn an, dabei schlitzte ich ihm tatsächlich die Kehle auf. Aber gewöhnlich gewann ich in diesem Moment den Kampf, aber dieser blieb weiter stehen. Ich wich aus als er wütend nach mir greifen wollte. Das Blut quoll aus der Wunde, aber er machte keine Umstände zu sterben. Was ist das für ein Ding, fragte ich mich und ich setzte erneut zum Angriff über. Meine Idee war seinen kompletten Kopf abzureißen. Ich sprang auf ihn zu, schnell wie ein Blitz und konnte ihn tatsächlich noch mal am Hals packen. Ich jagte meine Krallen in dessen Hals, war konzentriert drauf dieses Wesen zu töten, als plötzlich dessen Mund sperrweit öffnete und schwarzer Rauch empor schoß. Es erschreckte mich so sehr das ich tatsächlich weg sprang und hart mit dem Po auf den Boden landete. Ich sah wie der schwarze Rauch empor stieg in die Luft und dann einfach in eine Richtung verschwand. Ich saß nur da und verstand nicht was in diesem Moment passiert war. Der Körper lag nun regungslos auf den Boden, bewegte sich kein Stück mehr. Ich schnappte immer noch nach Luft und mein Herzschlag war auf 180. Mein Gehirn versuchte zu verarbeiten was gerade passiert war.
So etwas bin ich noch nie begegnet, aber warum ist er nicht gestorben? Ich fragte das immer wieder, aber in meinem Kopf kam keine logische Erklärung. Als ich plötzlich einen lauten Schrei von einer Frau vernahm, wurde ich aus meinen Gedanken gerissen und ich bemerkte das ich lieber hier verschwinden sollte, denn meine Hände waren komplett in Blut getränkt genauso wie meine Kleidung. Und vor mir lag ein toter Mann, mit einem zerfetzten Hals. Ich stand auf und rannte einfach die Straße entlang. In diesem Moment wusste ich nicht einmal in welcher Richtung mein Motel lag. Ich rannte und hüpfte über einen großen Zaun, als er mir den Weg blockierte. Ich liess mich unter diesem Zaun nieder. Atmete tief ein und aus.
Meine Gedanken raste und mein Körper kam nicht zu Ruhe. Es war ein Mensch, aber gleichzeitig nicht. Was war das für ein schwarzäugiges Ding?
So saß ich da und ließ mir die ganze Sache durch den Kopf gehen. Ich wusste nicht wie lange ich einfach regungslos da saß und einen leeren Punkt anstarrte, aber ich bemerkte das es langsam dunkel wurde. Ich stand auf und blickte auf meine blutverschmierten Arme. Ich fand eine kleine Pfütze auf der Straße wo ich versuchte so gut es ging das Blut abzuwaschen. Ich warf wieder meine Jacke einfach weg und würde versuchen irgendwo eine neue her zu bekommen. Ich ging zurück aber nahm eine andere Straße da ich wusste das sich die Polizei dort aufhalten würde. Ich hatte Hunger und dieser zerrte schrecklich an mir, vor allem nach diesem Kampf.
Ich ging in ein Fast Food Restaurant hinein und kramte das restliche Geld aus meiner Hosentasche und kaufte mir einen Rindersteak Hamburger. Ich konnte ja schlecht das Rindersteak roh verlangen, aber es würde mindestens meinen Körper stärken. Ich setzte mich auf eine Bank hin und fing an zu essen. Dabei immer noch die Bilder von dem Kampf in meinem Kopf. Nach so einem Ding ist mir jeder Werwolf lieber, bei denen weiß ich mindestens wie ich sie problemlos töten kann, dachte ich mir und verputzte in wenigen Bissen den Burger.
Das Papier schmiss ich in den Mülleimer und stand dann auf. Egal was es war, es war noch nicht tot und das bereitete mir vor allem Sorgen.

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