These little secrets

GeschichteAngst, Schmerz/Trost / P18
Anthony "Tony" DiNozzo Leroy "Jethro" Gibbs
07.10.2019
18.01.2020
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Heyyy^-^
Herzlich willkommen zu meiner ersten FF :3
Da ich Größtenteils aus Tonys Sicht schreiben werde, habe ich mir gedacht, ich versuche ein bisschen von seinem Humor in meinen Schreibstil einfließen zu lassen.
Falls mir das aber nicht gut gelungen ist und ich meinen Schreibstil wieder ändern soll, bitte sagen.
Einen Beta-Leser hab ich übrigens auch nicht, also.... Fehler könnt ihr gerne finden und behalten ;D
Ansonsten viel Spaß mit der Geschichte^^
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Kapitel 1

Tony

Man sollte meinen, dass es für einen NCIS Agenten einfach sein sollte, ein Geheimnis zu bewahren.
Und die meiste Zeit traf das auch zu - sofern es um die Geheimnisse anderer ging.
Ein eigenes, kleines Geheimnis zu haben und das auch noch vor einer Mannschaft aus ausgebildeten Auftragskillern und Marines… das war wesentlich schwerer.
Besonders, wenn man mit einem Mann wie Leroy Jethro Gibbs in einem Team war.
Ihn auszutricksen war, als würde man versuchen, Superman verarschen zu wollen.
Es war unmöglich und anders als Superman schien Gibbs nicht einmal ein Kryptonit zu besitzen.
Und wenn es dann auch noch darum ging, eine Verletzung zu verheimlichen - vergiss es.
Sobald man sich auch nur an einem verdammten Blatt Papier schnitt, würde es jemandem auffallen.
So funktionierte die Welt nun mal.
Natürlich versuchte ich es trotzdem.
Und ob du’s glaubst oder nicht, ich lebe immer noch, um dir die Geschichte erzählen zu können.
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Wenn man mich fragte, wie es mir ging, egal an welchem Tag es war, gab es genau zwei Möglichkeiten, wie ich mich auf die Frage hin verhielt: Entweder, ich schenkte dir ein breites, fröhliches Grinsen oder ich sah dich etwas verwirrt und fast schon vorsichtig an, so, als würde ich überlegen, ob man mir meine miese Stimmung anmerken würde oder nicht.
Aber egal, welche der beiden Varianten ich nun wählte, die Antwort auf deine Frage würde *immer* dieselbe sein.
'Es geht mir gut.'
Und meistens stimmte diese Aussage sogar.
Schließlich war ein Anthony DiNozzo kein Jammerlappen.
Das konnte ich mir in einem Team, angeführt von Gibbs, auch gar nicht erlauben.
Und heute war es genauso.
Mein Weg führte mich aus dem Fahrstuhl hinaus, der in unserem Stockwerk gehalten hatte und ich steuerte mich schnellen Schritten meinen Schreibtisch an, während ich mit dem rechten Arm meinen Linken zu stützen versuchte.
Unauffällig natürlich, denn hinter mir befanden sich nicht nur Ziva und McGee, sondern auch unser furchtloser Anführer, allgemein nur als Gibbs bekannt.
Ich grinste kurz bei meinem schwachsinnigen Gedankengang, merkte jedoch, wie mein Grinsen verrutschte, als mein Arm protestierend zu schmerzen begann.
Innerlich schwor ich mir, Zuhause eine ganze Packung Ibuprofen als Abendessen zu schlucken, wenn der blöde Kratzer nicht gleich aufhörte, so ekelhaft zu pochen und kam ein wenig erleichtert vor meinem Bürostuhl an.
Nur noch den dämliche Bericht schreiben (was ich hoffentlich an McNerd abdrücken konnte) und dann stand meinem heißersehnten Feierabend nichts mehr im Weg.
Vorsichtig, wenn auch nicht zu vorsichtig, ließ ich mich auf meinem Platz nieder und schaltete meinen Computer an, bereit, das Büro heute so schnell wie möglich zu verlassen.
Natürlich hatte mir so etwas passieren müssen.
So etwas passierte schließlich immer mir.


*Einige Stunden zuvor*

„Und du bist dir sicher, dass der Deal heute stattfinden wird?“, hakte McGee nervös nach, während er seine Schusswaffe unruhig von einer Hand in die andere gleiten ließ.
Ich öffnete den Mund, um unserem Bambino zu sagen, dass ich durchaus in der Lage war, ein Datum und eine Uhrzeit zu lesen, als sich Gibbs hinter mir einschaltete.
„Das will ich für ihn hoffen“, knurrte der Teamführer, dann gab er Ziva mit einem Nicken das Zeichen, dass wir uns aufteilen sollten.
Wie lange wir schon vor dieser Schimmelzuchthöhle, die mal eine Lagerhalle gewesen war, ausharrten und uns hinter einem SUV versteckten, war mir schleierhaft.
Erst vor wenigen Tagen wurde ein toter Marine gefunden, einige Stunden später die Leiche eines Biochemikers und et voilà, schon hatten wir es mit einem Mafiaring zu tun, der Biowaffen herstellen und nach Mexiko schmuggeln wollte.
Zugeben, ich verstand immer noch nicht, warum ausgerechnet dem NCIS ständig so eine Scheiße passieren musste.
Aber hey, gleich stürmten wir die Lagerhalle, nahmen die bösen Jungs hoch und ich würde mit viel Glück noch zu meiner Verabredung heute Abend kommen.
„Tut das weh, DiNozzo?“
Und damit verpasste mir mein Boss eine seiner, für ihn typischen, Kopfnüsse.
„AU! Ja, tut es! Wofür war das denn?!“, entfuhr es mir, zugegebener Maßen etwas weinerlicher als geplant und ich zog schnell den Kopf ein, ehe mein Vorgesetzter auf die brillante Idee kam, das nochmal zu tun.
„Wollte nur sehen, ob du noch anwesend bist. Und jetzt beweg deinen Hintern, Ziva und McGee sind fast beim Hintereingang!“
Und damit ließ Gibbs mich einfach hinter dem SUV stehen.
„Ich hab dich auch lieb!“, rief ich meinem Boss halbherzig und auch ein wenig provokant hinterher, wissend, dass mir das vermutlich den nächsten Schlag eingebracht hätte, wenn er die Zeit dafür gehabt hätte.
Doch da er die nicht hatte, beließ er es dabei, mich vernichtend anzuschauen und schlich dann zum Haupteingang der Halle.
Schnell machte ich, dass ich hinterherkam, denn erstens wollte ich den Spaß nicht verpassen und zweitens würde es in Gibbs Gefühle des Hasses erwecken, wenn er wüsste, dass sein ranghöchster Agent hinter einem Auto saß und Däumchen drehte.
Aus Gründen, die ich nicht verstand, ploppte genau zu dem Moment, in dem ich ebenfalls meine Waffe zog und mich neben Gibbs platzierte, die Melodie von dem Film: 'Sing mir das Lied vom Tod' in meinem Kopf auf.
Leise summte ich mit, überprüfte dabei beiläufig mein Magazin und wartete ungeduldig, bis wir endlich die Bruchbude stürmen konnten.
Gibbs schenkte mir kurz einen Blick, der Eisberge zum Schmelzen hätte bringen können und schnell stellte ich das Gesumme wieder ein, ehe es noch Tote gab.
„Das ist ein Klassiker“, versuchte ich mich zu rechtfertigen, doch dem Grauhaarigen schien das ziemlich scheißegal zu sein.
Er stieß einfach die Tür auf, brüllte ein: 'NCIS, nehmen Sie die Hände hoch!' und ließ die Tür wieder vor meiner Nase zuknallen, da ich nicht schnell genug reagierte.
Ich hatte einen so reizenden Chef…
Sofort rannte ich Gibbs nach und versuchte irgendwie meine Gedanken zu ordnen, was sich jedoch als schwierig herausstellte, da in der Lagerhalle das Chaos zu regieren schien.
Die Halle war klein; sie schien nur aus einem einzigen, großem Raum zu bestehen.
Doch in diesem Raum häuften sich die Kisten, bewaffnete Mexikaner wuselten herum, wie in einem Ameisenhaufen (falls Ameisen mit Schusswaffen herumliefen) und generell sah es hier drin aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen.
Einige Männer ballerten auf McGee und Ziva, die sich notdürftig hinter ein paar Kisten verschanzten und zurück feuerten.
Die restlichen Männer versuchten verzweifelt, ihre Ware in Kisten zu stopfen und rechtzeitig den Lieferwagen zu erreichen, während sie sich gegenseitig auf Spanisch anschrien.
„DiNozzo! Der Wagen!“, brüllte mir Gibbs zu, dann begann auch er laut und unbarmherzig Leute abzuknallen.
Hab ich schonmal erwähnt, dass ich meinen Job liebe?
Ich nickte kurz und rein aus Reflex, ehe ich in Richtung des Autos sprintete.
Wenn diese Leute mit der Ware davon kamen, würden wir sie vielleicht niemals schnappen und das konnten wir nun wirklich nicht gebrauchen.
„Steigen Sie aus und Hände hinter Ihren Kopf!“, brüllte ich durch die geöffnete Tür des Wagens, hoffend, dass der Typ, der hinter dem Lenkrad saß, einfach tat, was ich verlangte.
Meine Pistole hielt ich mit beiden Händen fest umschlossen, meine Muskeln waren zum Zerreißen gespannt.
Nur die kleinste Bewegung meines Gegenübers und ich würde schießen, selbst, wenn ich ihm das lieber ersparen würde.
Der Fahrer zögerte für einen entsetzlich langen Augenblick und kurz kam in mir die Hoffnung auf, dass wenigstens einer in diesem Irrenhaus vernünftig war.
'Bitte, tu nichts Dummes…', beschwor ich ihn innerlich.
Das würde mir Papierkram und ihm ziemliche Schmerzen ersparen.
Langsam, fast in Zeitlupe nahm er die Hände vom Lenkrad…
Und natürlich tat er was Dummes.
Ich drückte ab, kaum, dass er seine AK 47 hervorzog und zu schießen begann.
Mein Projektil prallte nutzlos an der Windschutzscheibe ab und ließ einen Regen aus Scherben auf den Betonboden niedergehen.
Es waren vielleicht zwei Sekunden, die ich brauchte, um erneut zu feuern.
Leider reichten meinem Gegenüber diese zwei Sekunden.
Kaum, dass ich sah, wie sein Zeigefinger erneut über dem Abzug zuckte, drehte ich mich nach rechts weg und feuerte erneut, diesmal frontal durch den leeren Rahmen, in der Mal die Scheibe gewesen war.
Sehr zu meiner Freude traf ich diesmal - doch mein Gegenüber auch.
Ich spürte, wie das Projektil durch meine Jacke drang, meinen linken Oberarm streifte und einen Fetzen Haut mit sich riss, als es an mir vorbeiflog und hinter mir in eine Wand einschlug.
Ein stechender Schmerz flammte in meinem Arm auf, doch ich verschwendete keine Zeit damit nachzusehen, wo und wie schwer es mich genau erwischt hatte.
Ich knurrte nur leise, um dem brennenden Gefühl Ausdruck zu verleihen und biss mir dann fest auf die Zunge, um keinen weiteren Laut von mir zu geben.
Wenn ich mich nicht instinktiv nach rechts bewegt hätte, wäre ich jetzt vermutlich tot.
Die Erkenntnis ließ mich kurz vergessen, warum ich eigentlich hier war, dann riss ich mich zusammen, näherte mich dem Auto und stellte die Waffe sicher.
Der Fahrer war nach links weggesackt, als meine Kugel seinen Lungenflügel in Stücke riss.
Flach und stockend sog er die Luft ein, nur, um sie mit einem Rasseln wieder auszustoßen.
Einen langen Moment verharrte ich neben ihm und selbst wenn kein Blut im Takt zu seinen Atemzügen aus seinem Mund gespritzt wäre, hätte ich gewusst, dass der hier es nicht mehr lange machte.
Ich atmete kurz durch, dann wandte ich mich ab und besah mir schnell meinen Arm.
Das Projektil hate eine Furche durch meine Haut gegraben, doch der Kratzer war höchstens eine halbe Fingerkuppe breit.
Auch war er nicht sonderlich lang, da die Kugel glücklicherweise beschlossen hatte, mich nicht allzu heftig zu treffen.
„Dieser Penner“, murmelte ich halblaut und mit einem letzten Blick auf den erschossenen Fahrer, dann machte ich mich auf den Weg zurück zu meinem Team.
Schnell ließ ich meinen Blick über mein Umfeld schweifen und registrierte in wenigen Sekunden, dass die Gefahr vorerst gebannt zu sein schien.
Ziva und McGee kamen, offensichtlich unverletzt, aus ihrem Versteck hervor und Gibbs, der bereits seine Waffe weggesteckt hatte, legte einem der unverletzten Männer Handfesseln an.
Langsam verstaute auch ich meine Pistole wieder in meinem Halfter, dann zog ich den Ärmel meiner schwarzen Jacke so zurecht, dass man das Einschussloch nicht sehen konnte.
Ob der Kratzer blutete oder nicht, war dabei relativ egal, denn das sah man auf dem Stoff ohnehin nicht.
„Tony! Alles okay?“
Leichtfüßig lief Ziva auf mich zu, blieb einen halben Meter vor mir stehen und musterte mich schnell, vermutlich, um Verletzungen auszuschließen.
Natürlich war ich versucht ihr zu sagen, dass ich angeschossen wurde.
Aber sobald die Israelin feststellte, dass es sich dabei nur um einen Kratzer handelte, würde sie ihre Fürsorge vergessen und sich über mich lustig machen.
Nein, kam nicht infrage.
„Machst du dir etwa Sorgen um mich?“, gab ich schelmisch grinsend zurück, ohne weiter auf ihre Frage einzugehen.
Es war ein verdammter Kratzer.
Also ja, mit mir war alles okay.
Zivas Blick verhärtete sich augenblicklich.
„In welcher Welt bitte, Tony?“, knurrte sie, „Ich hatte nur keine Lust Gibbs zu erklären, warum wir dich ins Krankenhaus schleifen müssen. 'Schon wieder'.“
Mir war durchaus bewusst, dass sie es nicht so meinte und ich wusste auch, dass sie als Erste zur Stelle war, sollte mir etwas passieren.
Allerdings konnte man sie wirklich gut mit so etwas aufziehen.
„Oh, Baby, deine Eiseskälte bringt mich um“, ächzte ich gespielt beleidigt und griff mir dabei theatralisch ans Herz, ehe ich erneut zu Grinsen begann, „Aber keine Sorge, ich steh‘ auf kalte Sachen.“    
„Dann stopf‘ dir ein Kühlpack in den Mund, DiNozzo!“
Ohne Vorwarnung war Gibbs hinter mir aufgetaucht und drückte den verhafteten Mexikaner an mich ab, indem er ihn mir einfach vor die Nase schob.
„Bring ihn zum Wagen und der Rest packt ein!“
„Ja, Boss“, kam es augenverdrehend von mir, was mich jedoch nicht davon abhielt, Ziva noch einmal provokant zu zuzwinkern.
„Hast du was im Auge?“, wollte sie trocken wissen, dann schnappte sie sich McGee und machte sich daran, dass Chaos in Ordnung zu bringen.
Kopfschüttelnd führte ich den Verdächtigen zum Wagen, ignorierte das plötzliche und schmerzhafte Ziehen, dass durch meinen Arm fuhr und öffnete die Tür des SUVs, kaum, dass ich vor ihm zum Stehen kam.
„Also gut, rein da und Klappe halten“, erklärte ich unserem Mitbringsel und schnallte ihn ohne Umschweife an, ehe ich mich selbst neben ihm im Wagen platzierte.
Noch immer kam mir nicht in irgendeiner Weise in den Sinn, jemandem von meiner Verletzung zu erzählen.
Hätte ich zu diesem Zeitpunkt jedoch gewusst, was dadurch noch alles auf mich zukommen würde, hätte ich es verdammt nochmal getan…

*Flashback Ende*


Tja, und hier wären wir wieder.
Du weißt schon, ich bin an meinem Schreibtisch angekommen, versuche zu ignorieren, dass die Schmerzen in meinem Arm ein Eigenleben zu entwickeln schienen und dacht zum hundertsten Mal darüber nach, wie ich meinen Papierkram erfolgreich an jemand anderen abschieben konnte.
Der einzige Unterschied war, dass ich, in der Zeit, in der du dir meinen Flashback durchgelesen hast, aufgestanden war und nun fleißig mit McGee diskutierte.
War es eigentlich normal, dass ein so kleiner Kratzer so verdammt wehtat?
Mich dafür verfluchend, dass ich nicht wenigstens in die Pathologie gegangen war, um mir ein Pflaster zu klauen, konzentrierte ich mich auf meinen Teamkollegen, der zum wiederholten Male den Kopf schüttelte.
„Mach deine Arbeit gefälligst selber, Tony“, seufzte McGee sichtlich genervt, während er bereits fleißig auf seine Tastatur einhämmerte.
„Ach komm schon, Bambino. Ich hab heute noch diese Verabredung, und…“, begann ich mit all meinem Charme, doch Tim schnitt mir das Wort ab.
„Ach ja? Interessanter Weise hast du diese Verabredungen immer nur, wenn es um Büroarbeit geht.“
Ich verdrehte kurz die Augen.
„Ich koche auch was für dich.“
Ja, ich war beim Bestechen angelangt.
McGeek hielt für einen Moment damit inne, seine Tastatur weiter zu malträtieren und blickte endlich zu mir hoch.
„Wie oft noch? Du bist nicht mein Typ, Tony.“
Damit tippte er weiter, als sei ich nicht da.
„Dann kocht halt Ziva was für dich“, grinste ich und konnte mir bei dieser Vorstellung nur knapp das Lachen verkneifen.
„Nein, tut sie nicht!“, knurrte die Israelin wie aufs Stichwort und gesellte sich zu uns, während sie mich gereizt anfunkelte, „Und jetzt mach deinen Kram selber, dann kommst du vielleicht noch pünktlich zu deiner angeblichen Verabredung.“
Damit nickte sie kurz in Richtung meines Schreibtisches.
Eigentlich hatte ich denkbar wenig Lust, Zivas Aufforderung nachzukommen.
Allerdings sah ich wie Gibbs, der sich zwischenzeitlich sein überlebenswichtiges Getränk geholt hatte (dreimal darfst du raten, was es ist), gerade ebenfalls wieder das Stockwerk betrat.
„Na schön. Aber das werde ich mir merken!“, beschwerte ich mich, ohne es wirklich ernst zu meinen und drehte mich zu meinem eigenen Computer um.
„Klar. Und das hier ist übrigens dafür, dass du versucht hast, mich für einen Deal mit McGee zu missbrauchen.“
Damit boxte mir Ziva fest gegen den Oberarm, ehe sie selbstzufrieden wieder an ihrem eigenen Arbeitsplatz verschwand.
Ich hatte absolut keine Ahnung, was ich jetzt tun sollte.
Kaum, dass Zivas Faust Kontakt mit meiner Mini-Wunde machte, schoss ein brennender Schmerz durch meinen gesamten Arm.
Entweder, ich würde jetzt aufschreien, weil es wirklich ekelhaft wehtat oder ich biss mir selbst die Zunge ab, in dem Versuch, nicht vor allen als Weichei dazustehen.
Tatsächlich wählte ich etwas zwischen den beiden Optionen.
Ich stieß einen leisen Schrei aus, nicht laut genug, um irgendjemanden zu beunruhigen und biss dann die Zähne zusammen, um nicht doch versehentlich loszubrüllen.
Ziva begann zu lachen, genau wie McGee.
Es war nicht unüblich, dass ich Schläge von der ehemaligen Mossad Offizierin einstecken musste, doch glücklicherweise schlug sie immer nur so zu, dass es nicht wirklich Schmerzen, geschweige denn blaue Flecken verursachte.
Wenn ich mich jetzt also so aufführte, als hätte der Schlag wirklich wehgetan (was er leider auch hatte), war ich sowas von am Arsch.
„Hey! Bin ich hier im Kindergarten? Los, wieder auf euere Plätze!“
Damit war Gibbs bei uns angekommen, schenkte mir demonstrativ einen wütenden Blick und hinderte Ziva und Tim damit daran, weiter zu lachen.
Meine Teamkollegen murmelten irgendwas, das ich nicht mehr wirklich mitbekam und während ich mich auf meinen Bürostuhl pflanzte, rieb ich vorsichtig über meinen Arm.
Jup, das würde noch ein langer Tag werden…
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