Mageía

GeschichteFantasy, Übernatürlich / P16 Slash
06.10.2019
30.11.2019
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Wenn man über moderne Hexerei nachdenkt, kommt einem vielleicht der Wicca-Kult oder Harry Potter in den Sinn. Meine Familie würde man eher als seltsam und eigenbrötlerisch beschrieben. Aber die Wahrheit ist: wir sind Hexen, die euch in Kröten verwandeln oder einen Regenbogen am Firmament schweben lassen können, vorausgesetzt natürlich, dass wir gut genug sind in dem was wir da tun. Unsere Kraft wird in der Familie weitergegeben und wir sind Teil eines Zirkels, der aus 5 Familien besteht. Das war aber nicht immer so. Bei den Hexenprozessen von Salem werdet ihr keine Townsends entdecken, und wenn doch, waren sie unschuldig. Alle, die damals getötet wurden, waren ohnehin völlig normale Menschen gewesen.
Nein, es fing alles mit meiner Großmutter an. Marielle D'Arcy wurde in einem kleinen Dorf in Lothringen geboren und von sehr strengen Eltern erzogen. Mit 18 kratzte sie alle ihre Ersparnisse zusammen und haute nach San Francisco ab. Sie hatte von den Hippies und ihrer Freiheitsbewegung gehört und wollte unbedingt daran teilhaben. Im Zuge dessen kam sie in Kontakt mit mit Rockmusik und Drogen, insbesondere LSD. Dadurch wollte Grandma sich spirituell weiterbilden und traf auf Fabian Birch, der später Priester seines eigenen Hexenzirkels wurde, zu dem wir heute immer noch gehören. Er hatte die Welt bereist und und neben unermesslichem Wissen über Magie, Zauberei, Wahrsagerei, Pflanzen, Tiere und Menschen erlangt. Neben ihm und meiner Grannie hatte der Coven noch 5 andere Mitglieder, die in sehr engem Kontakt miteinander standen. Einer davon war auch mein Großvater, George Townsend.
Fabians Lehre baute auf einer Prophezeiung auf, laut der derjenige, der die 3 heiligen Reliquien erlangte, die die Götter in der Menschenwelt versteckt hatten, die Macht über die Zauberei erhalte. Tatsächlich fanden sie diese Gegenstände: der Dolch des ersten Menschen, der Handspiegel der Waldelfe und die Maske des Geisterkriegers.
Als sie von ihrer Reise zurückkehrten und die Gegenstände in einem Ritual vereinigten, passierte das Unfassbare: sie entwickelten plötzlich tatsächliche Superkräfte, die sie immer weiter entwickelten. Als die Zeit verging und sie Eltern wurden stellten sie fest, dass die Kraft auch an ihre Kinder weitergegeben wurde. Mit Enkelkindern verhielt es sich genauso. Das heißt, auch ich bin eine Hexe, genau wie meine Geschwister, meine Mutter und mein Onkel. Wir leben nicht mehr in Kalifornien, sondern in Portland, Oregon. Nämlich in der Villa Townsend, einem uralten Haus der Familie meines mittlerweile verstorbenen Großvaters. Für Hexen ist dieses Haus genau das richtige, wegen der unfassbar starken Energie, die alte Gebäude besitzen.
Unser Leben kann überhaupt nicht mit dem von gewöhnlichen Familien verglichen werden, vor allem für meinen Vater war es sehr schwer, sich einzubringen. Letztendlich haben sie sich vor 10 Jahren getrennt, er wohnt in einer winzigen Wohnung in LA und konzentriert sich nur auf seine Arbeit,er ist Architekt. Vor allem als Kinder war es für uns schwer zu verstehen, warum wir Dad nur noch am Wochenende besuchen konnten. Heute haben wir akzeptiert, dass dieses Leben ihn fertig gemacht hat. Er hat uns nie verstanden, aber Mum über alles geliebt.
Dafür lebt unser unverheirateter Onkel Corvus bei uns. Das Bemerkenswerte an ihm ist, dass sein Name nicht nur Rabe bedeutet, sondern er sich auch tatsächlich in einen verwandeln kann. Eigentlich nennen wir das Gestaltwandler, aber insgeheim sind wir uns einig, dass der Begriff Animagus aus Harry Potter viel cooler ist. Ich kann mich auch in ein Tier verwandeln, ein Frettchen, aber meistens bekomme ich es nicht hin. Trotzdem beneiden mich Locasta und Gerald, so heißen meine Geschwister übrigens, sehr für diese Fähigkeit. Wenn ich sie wirklich mal anwenden könnte, wäre sie wohl auch sehr praktisch. Aber ich glaube, ihr habt schon verstanden, dass es verdammt viel Arbeit ist, eine Hexe zu sein.
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