You're my Superstar

KurzgeschichteHumor, Romanze / P18 Slash
Deidara Itachi Uchiha
06.10.2019
06.11.2019
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Hallöchen ^.^

Ich bin's ^w^
Ich weiß, man hat schon lange nichts mehr von mir gehört und dafür möchte ich mich auch von ganzem Herzen entschuldigen. *tiefe Verbeugung*
Aber ich habe die Zeit meiner Abwesenheit gut genutzt und mittlerweile ein erstes, eigenes Buch geschrieben ^.^
Trotzdem (nachdem ich nun damit fertig bin) hab ich es einfach nicht mehr länger ausgehalten und musste mal wieder eine Geschichte mit meinen lieben Akatsukis in den Hauptrollen schreiben.

Ich hoffe sehr, dass euch gefallen wird, um was es in der Geschichte geht und ich möchte vorab noch drauf hinweisen, dass ich hin und wieder Videos und Bilder herausgesucht habe, um euch meine Vorstellung in der jeweiligen Situation zu verdeutlichen.  Natürlich möchte ich auch (wie früher schon immer) betonen, dass es nur optional ist und ihr die Story auch gut ohne die jeweiligen Links lesen könnt.

Ach, und ich möchte noch kurz anmerken, dass ihr mir bitte eventuelle - bestimmt auffindbare - Rechtsschreibfehler verzeihen müsst. (Hab auch während meiner Pause noch keinen Korrektur-Lese-Menschen angeheuert >///<).

Gut, dann halte ich euch auch schon nicht mehr länger auf und wünsche viel Spaß beim Lesen ^.^

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„Scheiße Mann! Mir ist so langweilig!“, fluchte Naruto, der einen Meter vor ihm im Wasser herumschwamm. „Wie kann Mum uns das nur antun?! Sogar die Handys hat sie uns weggenommen!“, schimpfte sein kleiner Bruder und Deidara legte den Kopf genervt am Beckenrand ab.

Er befand sich seit zwei Tagen im Urlaub mit seiner Familie, also mit seinem Vater Minato, seiner Mutter Kushina und mit seinem ätzenden kleinen Bruder Naruto. Ihre Mutter hatte sie in ein Wellnesshotel in den Alpen eingebucht und dafür extra eines ausgesucht, das mit dem Spruch 'Entkommen sie der schnelllebigen Welt' warb. Das Hotel hatte nämlich keinen Internetzugang. Handys und Computer waren hier unerwünscht beziehungsweise konnte man ohne Empfang sowieso nichts damit machen. Da musste selbst der gestresste Büromensch abschalten.

Deidara hatte seit einigen Stunden hier im Becken gelegen und die Wasserdüsen genossen, die seinen Körper massierten, aber seit fünf Minuten war jetzt sein Bruder da und die gesamte Entspannung, die sich über den Tag aufgebaut hatte, war verflogen. Von ihren Eltern war weit und breit nichts zu sehen, also konnte Deidara Naruto nicht einmal bei ihnen abladen.

„Ich halte es schon jetzt kaum noch aus! Ich will unbedingt mit Sasuke schreiben! Wie hältst du es bloß aus, dass du deinem Macker nicht schreiben kannst?“. Deidara hob den Kopf und sah seinen Bruder mit gerunzelter Stirn an. „Ich habe keinen Macker, un.“ Ein vorwurfsvoller Blick traf ihn. „Sicher hast du einen. Sasuke hat euch schon öfter gemeinsam aus der Uni verschwinden sehen.“

>Scheiße, un<, dachte er. >Und dabei habe ich mir so Mühe gegeben, dass meine Familie nichts davon erfährt<. Nun setzte Deidara sich noch weiter auf und drehte Naruto den Rücken zu. „Er ist trotzdem nicht mein Macker.“ Jetzt erhielt er ein breites Grinsen seines nervigen Bruders. „Aber du schläfst mit ihm.“ Er war mehr eine Feststellung als eine Frage, dennoch brummte Deidara: „Hmh, kann sein.“

Jetzt hatte er Narutos Interesse vollends geweckt. Na super. „Und er ist nicht dein Freund?! Also Dei, das hätte ich echt nicht von dir erwartet! Bist du etwa eine kleine... Schlampe“. Das letzte Wort flüsterte er ihm breit grinsend zu. Deidara reagierte blitzschnell, schoss vor und verpasste Naruto eine ordentliche Kopfnuss. „Auaaa!“, winselte der Kleinere sofort und hielt sich mit beiden Händen den Kopf.

„Nenn mich noch einmal so und ich schlag dir den Kopf ganz ein, un!“, knurrte er und verdrehte über sich selbst die Augen. Normalerweise war er ein ziemlich ruhiger Typ, ein wenig Tagträumer und schon gar nicht aggressiv, aber sein kleiner Bruder brachte immer die schlechtesten Seiten an ihm zum Vorschein. „Wie würdest du es denn nennen, hmm?“, wollte Naruto schmollend von ihm wissen. Gott, er wollte diese Unterhaltung echt nicht noch länger führen.

„Mehr sowas wie Freundschaft+ eben, un.“ Deidara legte seinen Kopf wieder auf dem Beckenrand hinter sich ab, genauso wie seine ausgestreckten Arme und schloss genießend die Augen, während ihm die Wasserdüsen den Rücken massierten. „Soso. Na also das hätte ich echt nicht gedacht. Und wer von euch beiden ist dann der Unterliegende?“.

„Halt endlich die Fresse, Baka“, murrte Deidara und handelte sich dafür eine ordentliche Portion Wasser im Gesicht ein. Hustend fixierte er seinen nervtötenden Bruder und wollte es ihm mit gleicher Münze heimzahlen, aber der schwamm schnell von ihm weg. „Beschimpf mich nicht schon wieder mit deinen blöden, japanischen Wörtern! Du bist ein Schwede, Alter! Und außerdem ist es ja nicht schlecht der Untere zu sein. Ich genieße es sehr, wenn ich unten liegen kann und Sasuke mich reitet.“ Narutos Grinsen wurde zweideutig und damit war das Gespräch definitiv beendet. De-fi-ni-tiv vor-bei.

„Komm schon, lass mich nicht alleine hier sitzen! Sonst muss ich sterben vor Langeweile!“, rief Naruto ihm hinterher und Deidara zeigte ihm den Mittelfinger. „Dann stirb doch, un.“, murrte er und watete zu der Treppe, die ihn aus dem hüfthohen Becken führte. Jetzt musste er sich einen anderen Ort zum Entspannen suchen. Wie lästig. Das Becken hier war angenehm leer gewesen. Perfekt für Deidara, der gerne einfach nur seine Ruhe haben wollte, aber Naruto musste ihn ja unbedingt verjagen.

>Aber irgendwie hat er ja Recht: Wie kann Mum uns das nur antun, dass sie uns in einen Urlaub ohne Internet schickt, un?<, dachte Deidara mit einem Stoßseufzer. Er wünschte sich zurück in sein gemütliches Zimmer auf sein kuscheliges Bett und mit Internet, damit er den ganzen Tag darin herumhängen und Musik hören konnte. Die Musik fehlte ihm nämlich schon sehr. Deidara kam sich regelrecht so vor, als wäre er auf Entzug, was in gewissem Maße auch stimmen mochte, weil neben seinem Studium sein gesamtes Leben nur aus einem bestand: Der japanischen Band 'Akatsuki'.

Seit vier Jahren gab es diese Band und sie bestimmte seit ihrer Gründung Deidaras ganzes Leben. Kein Mensch wollte freiwillig in sein Zimmer gehen, weil an den Wänden alles voller Poster war und auch sonst bewahrte er jeden nur erdenklichen Fanartikel der Band in seinem Zimmer auf. Ansonsten hing er eben den ganzen Tag im Internet herum, hörte die Musik von Akatsuki und stalkte die Bandmitglieder. Er las Artikel über sie, sah sich lustige Videos mit Outtakes von ihnen an und noch so vieles mehr. Er war mit Abstand der größte Fanboy dieser Gruppe.

Am meisten hatte es ihm schon seit Ewigkeiten einer der beiden Sänger angetan. Es gab in der Band den Drummer Pain, den Gitarristen Kisame und die Keyboarderin Konan, die außerdem noch für alle anderen Soundeffekte in ihren Liedern zuständig war. Und dann gab es da noch die beiden Sänger Itachi und Sasori. Alle Mitglieder der Band waren toll und jeder von ihnen war ein großes Vorbild für Deidara, aber in Itachi hatte er sich am meisten verschossen. Von ihm schwärmte er in jeder freien Sekunde.

Er war einfach so cool, mit seiner ruhigen und immer selbstbeherrschten Art. Immerzu freundlich gegenüber Fans und trotz ihres unglaublichen Erfolges stets bodenständig. Deidara musste natürlich nicht erwähnen, dass der schwarzhaarige Sänger aussah wie der fleischgewordene Traum eines jeden Fanboys, mit seiner schlanken, aber gleichzeitig trainierten Figur, den langen schwarzen Haaren und einem unwiderstehlichen Gesicht. Itachis Augen hatten Deidara sofort in ihren Bann gezogen, als er das erste Mal auf ein Video der Band gestoßen war. Innerhalb weniger Tage hatte sich Deidaras gesamtes Leben verändert und mittlerweile bestand dieses zu 80 Prozent nur noch aus 'Akatsuki'. Den Rest nahm sein Studium ein.

Gott, was würde er dafür geben, jetzt in seinem Zimmer zu liegen und die neueste Single der Band in Dauerschleife hören zu können. Die Single war erst drei Tage vor seinem Urlaub veröffentlicht worden und Deidara war schockiert über sich selbst, dass er den Text noch nicht auswendig wusste. Und jetzt hinderte ihn auch noch dieser blöde Urlaub daran, den Text auswendig zu lernen. Er hatte ja nicht einmal ein Handy dabei, damit er irgendwo außerhalb des Hotels Internet schnorren konnte!

Wie immer mit den Gedanken bei Akatsuki ließ sich Deidara in der hauseigenen Bar des Hotels nieder und strich sein Shirt glatt, das er sich auf dem Weg hierher übergezogen hatte. Das Oberteil war an einigen Stellen nass, weil seine Haare noch nicht getrocknet waren, aber das war ihm gerade ziemlich egal. Es war ohnehin nicht viel los hier, weil es erst kurz nach 12.00 Uhr war und die meisten Leute in den Becken draußen herumschwammen.

Suchend ließ er seinen Blick durch den Raum gleiten, um die Bedienung ausfindig zu machen, die ihm einen Drink bringen sollte. Er war immerhin im Urlaub, warum also nicht schon Mittags mit dem Alkohol anfangen? Gut, er trank zwar eigentlich so gut wie nie Alkohol, aber ab und zu war ein kleiner Cocktail schon mal nicht schlecht.

Deidaras Augen suchten die Theke der Bar ab und blieben an einem jungen Mann hängen, der seitlich zu ihm an der Bar saß mit einem Glas in der Hand und einem Buch vor sich auf dem Tresen. Deidara spürte den Schock, der seinen gesamten Körper zusammenzucken ließ, wie eine explodierende Bombe. Der Mann dort sah Itachi doch tatsächlich zum Verwechseln ähnlich! Verstohlen musterte er den Mann. Er hatte dieselbe Frisur wie der Sänger von Akatsuki, aber weil er seine Haare offen trug, konnte Deidara sein Seitenprofil nicht genau erkennen. Auch der Körper des Mannes sah... zum Anbeißen aus und als dieser das Glas an seinen Lippen ansetzte, um einen Schluck zu trinken, verschlug es Deidara vollkommen die Sprache.

Das war Itachi! Das dort drüben war doch tatsächlich Itachi Uchiha! Deidara wurde übel und er spürte, wie sich sein Puls sofort beschleunigte. Sein Herz hämmerte so heftig gegen seine Brust, dass er glaubte, man könnte es durch den gesamten Raum hören. Dort drüben an der Bar, im selben Raum wie Deidara saß wirklich sein großer Schwarm!

>Oh Gott, oh Gott, oh Gott! Ich glaub ich werd' nicht mehr, un!<, dachte er aufgeregt und wurde ganz hibbelig auf seinem Platz. Deidara wusste nicht, was er tun sollte. Sollte er zu dem Schwarzhaarigen hinübergehen und ihn um ein Autogramm bitten? Nein, er wollte keiner dieser typischen Fans sein, die ihn kreischend und weinend um eine Unterschrift baten. Wobei Deidara sich auch fühlte, als wäre er den Tränen nahe. Er hatte immerhin noch nie das Glück gehabt ein Konzert der Band live sehen zu können, weil sie nur in asiatischen Ländern auftraten. Und jetzt saß Deidaras Mann der Träume direkt vor ihm!

Er musste einfach zu ihm hingehen. Aber was sollte er sagen? Hi, ich bin dein größter Fan? Wohl eher nicht. Deidara war unglaublich aufgeregt und ärgerte sich nur am Rande  darüber, dass noch immer keine Bedienung erschienen war. Dann musste er ja wohl an die Bar gehen und sich sein Getränk direkt von dort bestellen, oder nicht?

Mit zitternden Knien erhob er sich von seinem Tisch und ging hinüber zur Bar, ohne Itachi auch nur eine Sekunde aus den Augen zu lassen. Ein Schauer überkam ihn, als er realisierte, wie nah er seinem großen Idol kam und fast wäre er über einen Stuhl gestolpert, der zu einer Tischgruppe gehörte. >Das war knapp, un.<, dachte er erleichtert und ließ sich zwei Stühle neben dem schwarzhaarigen Sänger auf einem Barhocker nieder.

„Einen Kuba Libre, bitte.“, bestellte er bei dem Barkeeper, der ihm das Getränk mit einem Kopfnicken sofort zu mixen begann. Dann wurde es still. Außer ihnen drei war im Moment niemand hier und der Barkeeper verrichtete schweigend seine Arbeit. Itachi hatte auch noch nicht einmal von seinem Buch aufgesehen und schien ziemlich darin versunken zu sein. >Himmel, ich glaube mir wird schlecht, un.<, dachte Deidara, als er ihn aus nächster Nähe betrachten konnte. Itachi war so ein wunderschöner Mann. Er musste aufpassen, dass er nicht an Ort und Stelle zu sabbern begann.

„Bitte sehr.“ Der Barkeeper stellte den Drink vor Deidara ab und dieser zuckte schuldbewusst zusammen, als er aus seiner Starre gerissen wurde. Danach verzog sich der Mann an das andere Ende der Bar und ging pflichtbewusst seiner Arbeit nach. Das war Deidaras Chance, um Itachi ungestört ansprechen zu können! Er holte tief Luft und schloss noch einmal kurz die Augen, um sich zur Besinnung zu rufen. Er wollte immerhin einen halbwegs normalen Eindruck machen und nicht in Fanboygekreische ausbrechen.

„Hey.“
Es dauerte einen Moment, der Deidara wie eine halbe Ewigkeit vorkam, dann hob Itachi seinen Blick und sah ihn an. In dem Augenblick, als sich ihre Augen trafen, wäre Deidara fast vom Stuhl gefallen. Er fühlte seine Schwärmerei für Itachi zu einer ausgewachsenen Verliebtheit heranwachsen und nur mit Mühe konnte er sich verkneifen, diesen wunderbaren Mann anzustarren.

„Hi.“, kam es von Itachi und er lächelte ihn freundlich an. >Wenn ich ihn entführe und in mein Zimmer einsperre ist das eine Straftat, oder?<, fragte Deidara sich, erinnerte sich dann aber, dass er ja eine Unterhaltung begonnen hatte.... mit Itachi. Von Akatuski!

„Wie geht’s, un?“. Sein Gegenüber lächelte ihn noch immer höflich und mit diesem umwerfenden Lächeln an und Deidara versuchte die Röte zu überspielen, die unverkennbar auf seinen Wangen lag. „Gut, danke. Wie kommt es, dass du mich auf japanisch ansprichst? Du siehst offen gestanden nicht wie ein Japaner aus.“

„Ich, ähm...“, stotterte Deidara und wurde noch röter. >Scheiße! Fettnäpfchen! Ich will ihm nicht gleich sagen, dass ich ein riesen Fanboy bin, un!<. Fieberhaft suchte Deidara nach einer Ausrede, die er benutzen konnte, um seinen Traummann nicht gleich wieder abzuschrecken. „Also ich... ähm... ich bin ein großer Japanfan und du sahst mir wie ein Japaner aus, deshalb hab ich einfach mal mein Glück versucht, un!“, plapperte er und grinste dann unbeholfen.

„Verstehe. Und du möchtest dein Wissen jetzt einem Praxistest unterziehen und dich mit einem echten Japaner unterhalten.“ Itachis Stimme war so angenehm. Sie klang freundlich und leise und umschmeichelte Deidara so sehr, dass er nur versonnen nickte. Träumerisch sah er dabei zu, wie Itachi sein Buch zuklappte und ihn wieder anlächelte. „Gut, dann erzähl mir etwas.“

Um Himmels Willen! Deidara hatte Itachis ungeteilte Aufmerksamkeit! Und das ohne dass dieser wusste, dass der Blonde sein größte Fanboy auf Erden war! Seine Aufregung war so präsent, dass der Jüngere im ersten Moment gar nicht wusste, was er Itachi jetzt erzählen sollte, ohne sich zu enttarnen, weshalb er einfach das erstbeste sagte, das ihm in den Sinn kam. „Also ich bin gemeinsam mit meiner Mutter, meinem Vater und meinem kleinen Bruder für eine Woche hier zum Urlaub machen, un. Bist du auch mit deiner Familie hier?“. Insgeheim war Deidara stolz auf sich, dass ihm diese Frage eingefallen war, denn sie erweckte mit Sicherheit den Eindruck, dass er nicht wusste, wen er vor sich hatte.

„Nein, ich bin alleine hier, um ein bisschen Auszeit von meinem Job zu bekommen. Du sagtest du bist ein großer Japanfan. Was magst du denn so sehr an Japan?“. Noch immer ließ Deidaras Aufregung kein Stück nach und er atmete zittrig aus, bevor er sprach. „Ich mag die Kultur, diese Mischung aus modern und traditionell. Außerdem mag ich die Mentalität der Leute dort. Sie sind immer so höflich, zuvorkommend und haben weitaus besseren Anstand und Manieren, als in so manch anderen Ländern. Schon alleine, dass die Straßen zum Beispiel so unheimlich sauber sind, weil jeder seinen Müll mit nach Hause nimmt anstatt ihn wie in anderen Ländern einfach auf den Boden zu schmeißen oder... Oh Gott, ich rede schon wieder zu viel, un!“. Die Hitze in Deidaras Wangen wurde immer unerträglicher und er vergrub sein Gesicht in seinen Händen.

„Mach ruhig weiter. Ich mag deine Stimme. Es ist schön dir zuzuhören und du hast einen ziemlich niedlichen Sprachfehler.“, hörte er Itachis Stimme und bei dem Kompliment fühlte Deidara sich, als wäre er vor ein Auto gerannt. Er träumte doch mit Sicherheit! Das konnte doch nicht real sein. Er unterhielt sich mit seinem Traummann, als wäre es nichts und erhielt auch noch Komplimente von ihm! „Alles in Ordnung mit dir? Du bist ganz rot im Gesicht.“, fragte der Schwarzhaarige nach und Deidara wedelte abwehrend mit der Hand.

„Ja, ja, alles gut! Das macht der Alkohol, un!“, dabei fiel er halb von seinem Barhocker und rammte sich nur mit Glück nicht den Rand seinen Glases in die Stirn. Deidara sah zu Itachi hoch, als er sich wieder aufrichtete und erkannte, dass dieser zwar freundlich lächelte, sich aber deutlich ein Lachen oder zumindest ein Grinsen verkneifen musste. Gottverdammt, was war er nur für ein Trampel!  

Hastig trank er einen großzügigen Schluck von seinem Drink, verschluckte sich daran und versuchte so unauffällig wie möglich zu husten, während ihm die Tränen in die Augen stiegen. Zum Teil auch aus Frustration. Da saß nicht tatsächlich Itachi direkt vor ihm, unterhielt sich auch noch mit ihm und Deidara hatte nichts besseres zu tun, als sich zum Vollidioten zu machen.

Während der Blondschopf sich vorsichtig zu Itachi umdrehte erkannte er, dass dieser gerade mit einem Lächeln auf den Lippen wieder sein Buch aufschlug und erneut zu lesen begann. War er nur höflich und tat so als bekäme er nichts von Deidaras Hustenanfall mit, oder langweilte er ihn? Seufzend stützte Deidara seine Stirn auf seiner Faust ab und starrte in seinen Cocktail, während Stille zwischen ihnen beiden entstand. Allerdings konnte er seine Augen nicht lange auf dem Glas lassen und sie wanderten zu Itachi hinüber, der in sein Buch vertieft zu sein schien.

>Gott, er ist so schön, un.<, schwärmte Deidara und studierte das Gesicht des Älteren aus nächster Nähe. Wie sollte er sich jemals wieder mit den Bildern oder Videos im Internet zufrieden geben, wenn er ihn real erlebt hatte? Eine ganze Weile lang betrachtete er Itachi verträumt und malte sich die schönsten Fantasien mit ihm aus. Nicht, dass er das nicht ohnehin täglich tat, aber die Vorlage dazu unmittelbar vor sich zu haben, ließ die Fantasien nur noch besser werden. Sein frisch rasiertes Kinn, die dunklen Augen, die von dichten Wimpern umrahmt waren und gierig jedes Wort des Buches verschlangen. Deidara brauchte wohl auch nicht diesen fantastischen Körper erwähnen, wie er lässig an der Bar lehnte und sich mit einem Arm am Tresen abstützte.

Am Anfang hatte Deidara seine Mutter innerlich genauso verflucht wie Naruto es tat, dass sie sie zwang in diesen Urlaub zu fahren, aber jetzt war er ihr so dankbar, dass er sie am liebsten vor Freude abgeknutscht hätte. Denn obwohl Deidara schon so lange der größte Fan dieser Band war, hatte er noch nie das Glück gehabt sie live zu erleben, weil einfach immer das Geld zu knapp gewesen war, um sich einen Urlaub in Japan leisten zu können. Deidara war immerhin nur Student und seine Eltern wollten ihn dabei nicht finanziell unterstützen. „Das ist ja sowieso nur eine vorübergehende Phase.“, sagte sein Vater immer und damit war das Thema für ihn erledigt.

Und jetzt saß er weniger als einen Meter entfernt von seinem Traummann. Seine schwarzen Haare, die er heute offen trug, fielen ihm wie flüssige Seide über den Rücken und Deidara erinnerte sich, dass Itachi in der Öffentlichkeit eigentlich nie seine Haare offen trug, denn im Internet gab es kaum bis gar keine Bilder davon. Seine Haare sahen so weich aus, dass der Blonde nur mit Mühe widerstehen konnte seine Hände darin zu vergraben. Immerhin war er selbst stolzer Besitzer von langen, gepflegten Haaren, aber seine sahen nicht ansatzweise so gut aus wie die von Itachi.

Er beobachtete diesen dabei, wie seine Augen über die Zeilen des Buches flogen und Deidara bestaunte die langen Wimpern, die seine wunderbar dunklen Augen umrahmten. >Was ist an diesem Mann eigentlich nicht perfekt, un?<, fragte er sich. Noch immer hörte er sein Herz vor Aufregung wild schlagen und er fragte sich, in welchem Takt wohl das Herz seines Gegenübers schlug. Ob sie im gleichen Takt schlugen?

„Du weißt wer ich bin, nicht wahr?“.
Itachi sah noch immer auf sein Buch, aber er lächelte wissend. Deidara verschlug es die Sprache. Aus kugelrunden Augen starrte er den Älteren an, der ihn nun ebenfalls ansah und schmunzelte. Deidaras gerade abklingende Röte in den Wangen kehrte mit voller Wucht zurück und seine Welt geriet aus den Fugen.

Seine gesamte Aufmerksamkeit galt diesem umwerfenden Schmunzeln. Dieses Schmunzeln war das atemberaubendste, das der Blonde jemals zu Gesicht bekommen hatte, denn es war anders als dieses höfliche Lächeln. Es war... persönlicher. „Du weißt es, oder?“, wiederholte Itachi seine Frage und nur ganz zögerlich nickte Deidara. Sein verwirrter Blick schien Bände zu sprechen, denn sein Gegenüber meinte: „Deine Blicke haben dich verraten.“

>Oh Gott, wie peinlich!<, dachte Deidara und Panik breitete sich in ihm aus. Was würde Itachi jetzt von ihm denken? Er würde ihn sicher nur als einen seiner unzähligen Fans abstempeln - was er ja eigentlich auch war. Der Blonde war nichts besonderes, einfach nur einer von vielen. Seine Verwirrung machte der Trauer Platz und er fühlte sich auf einmal den Tränen nah. Itachi würde ihn jetzt sicher wegschicken, damit er seine Ruhe haben konnte. Immerhin war er mit Sicherheit dafür in den Urlaub und in dieses Hotel gekommen.

„Ich verstehe nur nicht, warum du so getan hast, als würdest du mich nicht kennen?“, fragte der Schwarzhaarige ihn und Deidara sah ihm zögernd in die Augen. Er hatte erneut seine gesamte Aufmerksamkeit auf ihn gerichtet und sich mit der Hand an der Wange abgestützt. Itachis entspannte Haltung schickte einen plötzlichen Schauer der Erregung durch Deidaras Körper.

So hatte er sich Itachi immer in seinem Bett vorgestellt. Neben sich, tiefenentspannt und zufrieden nach einer wilden Nacht. Deidara schluckte. Er spürte, wie sein Atem flacher wurde und sein Körper auf diesen Gedanken reagierte. Deidaras Augen wurden glasig und er konnte nichts dagegen unternehmen. Sein Körper gehorchte ihm nicht mehr und reagierte wie ein ausgehungertes Tier auf den Mann, von dem er schon seit so vielen Jahren träumte.

„Ey, Dei! Willst du nicht endlich mal zurückkommen? Mir ist immer noch so langweilig!“, erklang die Stimme von Naruto und schlagartig war Deidaras aufkeimende Erregung verpufft. Sein kleiner Bruder schlitterte auf dem Fliesenboden durch die Tür und fand gerade noch rechtzeitig das Gleichgewicht, um nicht umzufallen. Lachend rannte er auf ihn zu. „Haha, das war mal knapp! Komm schon, bist du immer noch beleidigt, weil ich dich Schlampe genannt habe? Ich werd dich schon nicht mehr so nennen, aber bei Freundschaft+ muss ich eben sofort an sowas denken, also...“. Naruto hörte endlich auf zu reden - zu seinem Glück, denn wenn er noch ein Wort mehr gesagt hätte, hätte Deidara ihm den Hals umgedreht. Sein Bruder stellte ihn gerade total bloß! Und das vor Itachi!

Er sah Naruto dabei zu, wie er die Augen zusammenkniff und seinen Sitznachbarn eingehend musterte. Prüfend ging er einige Schritte um ihn herum und mit einer Hand an seinem Kinn murmelte er schließlich: „Alter, Dei. Der sieht ja aus wie dein Itachi, von der Band mit der du so spinnst!“.

>Boden tu dich auf und verschling mich, un.< Voller Panik, sprang Deidara von seinem Stuhl, rammte dabei seinen Ellenbogen schmerzhaft gegen die Kante des Tresens und hechtete auf seinen Bruder zu. „Halt endlich deine Schnauze!“, knurrte er halb laut und packte seinen Bruder unsanft am Oberarm. „Aua! Alter! Lass los!“. Er hörte nicht auf die Proteste und wandte sich mit hochrotem Kopf an Itachi, der sie beide schweigend beobachtete. „Tut mir leid, dass wir dich gestört haben. Ich werde dann jetzt mal wieder gehen und den hier mitnehmen.“

Verdammt, er schämte sich so sehr, dass er dem Schwarzhaarigen nicht länger in die Augen sehen konnte. Voller Scham und Wut auf Naruto zerrte er diesen aus der Bar und schmiss ihn im Vorbeigehen einfach in eines der unzähligen Wasserbecken, ging selbst einfach weiter und schloss sich wenige Minuten später in seinem Hotelzimmer ein, als er dort ankam. „Ich will sterben...“, flüsterte er und die Tränen stiegen ihm in die Augen.

Wie viel peinlicher hätte ein Treffen mit seinem größten Idol bitte ablaufen können? Deidara würde für sein restliches Leben geschädigt sein und nie wieder dazu in der Lage sein, die Lieder von Akatsuki zu hören, ohne an dieses schlimme Erlebnis zurückdenken zu müssen. Schlimm genug, dass Itachi ihn dabei erwischt hatte, wie er ihn angeschmachtet hatte, aber sein ätzender Bruder hatte dem ganzen wirklich noch die Krone aufgesetzt. „Mein Itachi!“, fluchte Deidara und schmiss sich auf sein Bett. „Ich glaub ich werd nicht mehr, un...“.

Er vergrub sein Gesicht in dem großen Kopfkissen und schlang seine Arme um die Bettdecke. Naruto hatte ihm gerade erfolgreich sein Leben zerstört. Diese Erniedrigung würde er niemals wieder vergessen können. Deidara hatte ja nicht einmal sein Handy da, um sich irgendwie auf andere Gedanken zu bringen. Die ganze Zeit musste er an diese furchtbare Begegnung denken und dabei war Itachi doch sein Traummann! Er hatte diese eine, einzigartige Chance gehabt, seinem Idol so nahe zu sein, wie er es sich nie zu träumen gewagt hatte und dann hatten er mit seiner eigenen Dummheit und Naruto ihm alles kaputt gemacht.

Den ganzen restlichen Tag verfiel Deidara in eine regelrechte Depression und blieb einfach in seinem Bett liegen. Schlafen konnte er nicht, weshalb er in finsteren Gedanken versank und der Sonne durch das große Fenster dabei zusah, wie sie über den Himmel zog. Nach dieser Blamage wollte Deidara am liebsten nie wieder aufstehen müssen.

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Es klopfte an Deidaras Zimmertür. Als hätte derjenige vor der Tür seine Gedanke gehört. Er bewegte sich nicht und hoffte inständig, dass es nicht Naruto war, der dort stand, denn dann würde er ihm den Kopf abreißen und ihre Mutter wäre sicher nicht begeistert von einem Mord. Deshalb sagte Deidara nichts, auch dann noch nicht, als es das zweite und das dritte Mal klopfte.

„Deidara? Bist du da drin? Wir machen uns Sorgen um dich, weil du schon den ganzen Tag nur in deinem Zimmer bist.“, hörte er die Stimme seines Vaters gedämpft durch die Hotelzimmertür. Minato war ein sanfter und ruhiger Mann, was Deidara sehr zu schätzen wusste. Immerhin hatte er seine Charakterzüge von ihm geerbt. Naruto hingegen war genauso wild und unzähmbar wie ihre Mutter.

„Alles gut, Dad.“, rief er halb laut und hoffte, dass er sich mit dieser Antwort zufrieden geben würde. Scheinbar tat er das auch, denn kurze Zeit später hörte er Schritte auf dem Flur und wie sich sein Vater wieder entfernte. Der Blondschopf seufzte. Wie sollte er seinen Eltern seine Depression erklären? Er konnte wohl kaum sagen „Nun ja, Naruto hat mein Leben zerstört, un“. Deidara war ohnehin nicht wirklich erpicht darauf, es seinen Eltern zu sagen, aber spätestens bei ihrer Heimreise würde er von seiner Mutter ausgequetscht werden.

Er stutzte, als er hastige Schritte auf dem Hotelflur hören konnte, die schnell näher kamen. Deidara schwante übles. „Deidara. Du machst jetzt diese Tür auf und erklärst mir, weshalb du dich in deinem Hotelzimmer verschanzt. Wir haben dir diesen Urlaub nicht bezahlt, damit wir dich genauso wenig sehen wie sonst immer!“. Wie er schon befürchtet hatte stand tatsächlich seine Mutter vor der Tür. Deidara seufzte und vergrub sein Gesicht wieder in seinem Kissen. Er wollte nicht mit ihr sprechen. Wollte gar nicht darüber sprechen. Viel zu groß war die Scham wegen der Situation, in die er selbst und sein Bruder ihn gebracht hatten.

„Wenn du die Tür nicht sofort aufmachst, dann hole ich den Hotelier und er sperrt mir auf! Und wehe ich muss zu dir hineinkommen!“. Diese Drohung wirkte. Eilig sprang Deidara auf, stieß sich den Zeh am Nachttisch, der neben dem Bett stand und öffnete leise fluchend die Tür. „Na also. So und jetzt sag mir, warum du schon den ganzen Tag hier drinnen bist. Minato und ich haben dich den ganzen Tag nicht einmal gesehen.“ Deidara war überrascht, dass Naruto ihr noch nichts gesagt hatte, denn sie hatte ihn mit Sicherheit schon ausgequetscht. „Geht es dir etwa nicht gut?“. Jetzt lag Besorgnis in ihrer Stimme.

„Nein, nein, un. Alles in Ordnung.“, versicherte er ihr deshalb schnell, weil er nicht wollte, dass seine Eltern sich Sorgen um ihn machen mussten. „Warum kommst du dann nicht raus? Auf der Terrasse des Hotels gibt es gerade eine Poolparty. Warum schaust du dort nicht mal vorbei?“. Deidara öffnete die Tür weiter und lehnte sich mit einem resignierten Seufzen dagegen. „Mum, du weißt doch, dass ich nicht auf Partys gehe, un.“

„Das hier ist aber was anderes. Hier kennst du niemanden und außerdem hat niemand gesagt, dass du dich zuschütten sollst. Geh einfach da runter und hab ein bisschen Spaß.“ Er wollte ihr erneut widersprechen, aber als er ihren strengen Blick bemerkte, wusste Deidara, dass er ohnehin bereits verloren hatte. Also zog er sich schnell eine schwarze Jeans und ein T-Shirt mit V-Ausschnitt an, überprüfte im Spiegel kurz seine Haare und verließ dann mit der Schlüsselkarte in der Hand sein Zimmer, vor dem seine Mutter mit verschränkten Armen gewartet hatte, um auch wirklich sicher zu gehen, dass Deidara nicht doch einen Rückzieher machte.

„Na dann wünsch ich dir viel Spaß, mein Schatz. Wir sind in der Bar und hören uns die Hotelband an, die dort heute spielt.“, lächelte sie und gab Deidara zum Abschied einen Kuss auf die Wange, bevor sie in die entgegengesetzte Richtung verschwand. Erneut verließ Deidaras Lippen ein tiefer Seufzer. Er war im Moment wirklich nicht in der Stimmung, um Party zu machen.

Da kam dem Blondschopf auf einmal ein Gedanke. >Was, wenn Itachi auch dort unten ist, un?<. Unschlüssig blieb er stehen und dachte nach. Er wollte ihm nämlich definitiv nie wieder begegnen. Zwar verlangte ein Teil von ihm, seinen großen Schwarm noch einmal zu sehen, aber der andere Teil erinnerte sich an die peinliche Situation und wollte ihn nie wieder sehen. „Scheiße, was soll ich nur tun?“, fragte er sich und ging unsicher den Flur entlang. Deidara wusste genau, dass seine Mutter entweder selbst früher oder später nachsehen würde, ob sie ihn auf der Party finden konnte, oder sie würde Naruto damit beauftragen. Gnade ihm Gott, denn der brauchte ihm nicht nochmal unter die Augen treten in den nächsten Tagen.

Kurz vor der gigantischen Flügeltür aus Glas, die auf die übertrieben große Terrasse mit zwei riesigen Pools hinausführte, entschied sich Deidara dazu, dass er einfach den Kopf einziehen, sich ganz schnell was an der Bar bestellen und sich dann in irgendeine Ecke zurückziehen würde, wo man ihn nicht sehen konnte. Dann hatte er seine Ruhe und trotzdem würde seine Mutter ihn finden, denn er wusste genau, dass sie jeden noch so kleinen Fleck nach ihm absuchen würde.

Also tat Deidara genau das. Er bestellte sich einen Drink an der Bar, an der drei Barkeeper alle Hände voll zu tun hatten, weil wirklich viele Leute hier waren und setzte sich dann auf einen gemütlichen Sessel, der ganz am Ende der Terrasse stand. Niemand war hier, weil sich alle vorne bei den Pools tummelten. Genau richtig für Deidara. Seufzend zog er seine Beine an und versenkte seine Nase in dem geeisten Glas. Seine Laune hatte sich noch nicht wieder gebessert und wenn er darüber nachdachte, welches Ausmaß diese Begegnung auf sein zukünftiges Leben haben würde, nachdem er vom Urlaub zurück in den Alltag kommen würde, dann wurde ihm schlecht.

Deidara wollte seine Leidenschaft für Akatsuki nicht aufgeben, aber er wusste genau, dass er auch nie wieder an etwas anderes denken konnte, wenn er Itachis Gesicht sah. Wieso hatte er seinem kleinen Bruder überhaupt von seiner Schwärmerei für Itachi erzählen müssen? Wenn der Idiot nichts davon gewusst hätte, dann hätte er Deidara auch nicht so bloß stellen können. Also war es am Ende ja doch Deidaras eigene Schuld.

Deprimiert sah der Blonde auf und betrachtete das Treiben einige Meter von ihm entfernt. Die Menschen waren gut drauf und feierten ausgelassen. Alle möglichen Leute waren vertreten. Junge, alte, männlich, weiblich und auch Kinder rannten zwischen den Erwachsenen herum. Alle schienen sie Spaß zu haben und nichts von Deidaras Dilemma mitzubekommen.

Ein unangenehmes Ziehen breitete sich in seiner Brust aus, als er zwischen all den Leuten an der Bar schwarze, lange Haare ausmachen konnte. >Da vorne ist Itachi.... hoffentlich bemerkt er mich nicht, un<, dachte Deidara und sofort reagierte sein Körper wieder auf den Mann, von dem er so oft träumte. Ihm wurde heiß und er spürte, wie sich sein Puls beschleunigte. Was würde er nur dafür geben, dass er den heutigen Tag einfach nochmal wiederholen und sich Itachi noch einmal neu vorstellen konnte.

Wenn er ihn nicht bemerkte, war doch alles gut, oder? Dann konnte er ihn glücklich aus der Ferne anstarren. Schnell nahm er noch einmal einen großen Schluck von seinem Cocktail, um sich Mut anzutrinken. Er wollte den Gedanken an heute Vormittag verdrängen, um Itachi einfach nur in Ruhe anschmachten zu können. Dieser Mann sah einfach so verboten gut aus! Deidara hatte schon immer eine Schwäche für ältere Männer gehabt, die genauso ruhig und blass waren wie er. Und Itachi war einfach sein Traumtyp. Ein wunderbarer Charakter und ein Körper zum niederknien. Deidara fragte sich immer, wie es wohl sein mochte mit ihm befreundet zu sein. Er konnte sich vorstellen, dass er mit dem Schwarzhaarigen super klarkommen würde, weil sie vom Charakter her so gut zusammenpassten. Aber das waren Träumereien und das würden sie auch immer bleiben, denn...

„Hey.“
Deidara zuckte erschrocken zusammen und kam zurück in die Realität. Panisch stellte er fest, dass er Itachi an der Bar nicht mehr sehen konnte und schon während er sich zu demjenigen umdrehte, der ihn angesprochen hatte, wusste er, dass Itachi es war. Er spürte es einfach. >Oh nein!<, dachte er und war vollkommen überfordert von den Gefühlen in seinem Inneren. Einerseits war er total aufgeregt, weil Itachi vor ihm stand und ihn sogar angesprochen hatte! Aber andererseits war da dieses Gefühl, dass er ihm vor Scham doch nie wieder unter die Augen treten wollte.

„Du bist heute Vormittag so plötzlich verschwunden, dass ich dich gar nicht nach deinem Namen fragen konnte. Dein Bruder hat dich nur Dei genannt.“, lächelte Itachi und ließ sich mit seinem Drink in der Hand auf einem Stuhl neben ihm nieder. Deidara spürte einen leichten Anflug von Panik und hektisch überlegte er, wie er aus dieser Situation wieder herauskommen konnte. „Ich heiße Deidara, un.“, brachte er heiser heraus und das Lächeln seines Gegenübers verschwand.

„Ist alles in Ordnung mit dir? Du siehst so blass aus?“. Blass? Ihm war heiß ohne Ende und er war sich eigentlich sicher, dass er hochrot im Gesicht war. „Du hast mich nur etwas erschreckt.“, gab er ehrlich zu und vertiefte sich in seinen Drink. „Das tut mir leid. Ich hatte mir nur gedacht, nachdem du so überstürzt gegangen bist, dass ich noch einmal mit dir sprechen wollte. Immerhin waren wir nicht fertig mit unserer Unterhaltung.“ Bei dem letzten Satz schmunzelte er und ein Funkeln lag in seinen Augen, das Deidaras Herz noch viel schneller schlagen ließ.

„Also. Du hattest mich angesprochen und gewusst, wer ich bin. Wolltest du denn ein Autogramm von mir?“, fragte Itachi und Deidara dachte daran, dass sich diese Frage bei jedem anderen wahrscheinlich ziemlich eingebildet anhörte, aber er konnte sich vorstellen, dass Itachi es einfach gewohnt war um ein Autogramm gebeten zu werden. Dennoch war es nicht Deidaras Absicht gewesen, weshalb er schnell meinte: „Was? Nein! Also ich meine... natürlich hätte ich gerne ein Autogramm von dir, aber... noch viel lieber hätte ich mich einfach mit dir unterhalten, un.“ Zum Ende hin wurde er so kleinlaut, dass er glaubte, dass sein Gegenüber ihn gar nicht mehr verstanden hätte.

Aber scheinbar hatte er es doch, denn der Ältere sah ihn nur wieder lächelnd an. „Wie gut, dass ich dich nochmal gefunden habe.“ Bei dieser Aussage wurde Deidara wieder rot und sah beschämt zur Seite, um in dem gedämpften Licht der Terrassenbeleuchtung seine Röte zu verstecken. Da Deidara es sich nicht zutraute irgendetwas zu sagen, ohne dass er sich wahrscheinlich gleich wieder in irgendeine Peinlichkeit verstrickte, schwieg er einfach und hoffte Itachi schon bald zu langweilen, damit er wieder verschwand.

Seinen Traummann aus der Entfernung anzustarren war definitiv sicherer für ihn, weil der Blonde im Moment einem Herzinfarkt ziemlich nahe stand und das nur wegen Itachis Anwesenheit. „Na dann fangen wir doch mal mit etwas einfachem an. Wie alt bist du denn, Deidara?“, fragte Itachi ihn und Angesprochener sah ihn schüchtern von der Seite an. „Ich bin 23, un“, antwortete er leise. „Tatsächlich? Ich hätte dich jünger geschätzt.“ Ja, das hörte er öfter. „Ich bin übrigens 27 Jahre.“, ergänzte der Schwarzhaarige und Deidara konnte sich ein gemurmeltes „Ich weiß“ nicht verkneifen, womit er Itachi leise zum Lachen brachte.

Mit weit aufgerissenen Augen starrte er diesen atemberaubenden Mann an und wünschte sich, dass er nie wieder etwas anderes als dieses melodische Lachen hören müsste. Itachis warme, dunkle Stimme war unglaublich angenehm, aber dieses Lachen übertraf Deidaras kühnste Vorstellungen. „Stimmt.“, lachte Itachi sanft. „Ich habe ja ganz vergessen, dass du über mich schon Bescheid weißt.“ Diese Aussage war Deidara so peinlich, dass er sich wieder wegdrehte. Er wollte nicht, dass sein Schwarm wusste, was für ein furchtbarer Stalker er war.

Der Blonde spürte, wie ihm der Ältere eine Hand auf die Schulter legte und sein gesamter Körper erzitterte vor Erregung. Itachi berührte ihn! Die Welle der Erregung überkam ihn so abrupt, dass Deidara für einen Moment schwindelig wurde und ein Schauer überkam ihn. Zum Glück schien Itachi davon nichts mitzubekommen, denn er meinte nur: „Ist doch nicht schlimm. Ich bin es gewöhnt, dass die Leute so einiges über mich wissen. Aber möchtest du etwas wissen, was sonst keiner weiß?“.

Mit dieser Frage hatte er Deidaras Interesse geweckt und neugierig erwiderte er den freundlichen Blick des Älteren. „Ich bin hierher verschwunden, um mir eine Auszeit von der Band und der ganzen Aufmerksamkeit zu nehmen.“, sagte er halblaut und Deidara seufzte. „Ja toll und dann komme ich, un.“, meinte Deidara auf diese Aussage hin resigniert. Sein Gegenüber schmunzelte und die Schmetterlinge im Bauch des Jüngeren flogen wild umher. „Bei dir macht es mir nichts aus. Du bist anders. Du behandelst mich wie einen normalen Menschen.“ Er konnte Itachis Blick nicht definieren.

Eine angenehme Stille breitete sich zwischen ihnen beiden aus, als Deidara Itachi darauf nicht mehr antwortete und so saßen sie schweigend nebeneinander und betrachteten beide die feiernden Partygäste, während sie ihre Drinks leerten.

„Möchtest du vielleicht auch ein bisschen tanzen?“, durchbrach der Ältere irgendwann die Stille zwischen ihnen beiden und Deidara sah ihn fragend an. „Du siehst aus, als könntest du ein bisschen Aufmunterung gebrauchen.“, erklärte er sich. Die Aufregung in dem Blonden hatte sich während ihres Schweigens ein wenig gelegt, weshalb er irritiert wissen wollte: „Sehe ich denn so furchtbar aus, un?“. Wieder lächelte Itachi freundlich. „Das habe ich nicht gesagt. Ich habe nur den Eindruck, dass du dich unwohl fühlst.“

Fuck! Konnte dieser Mensch etwa auch noch Gedankenlesen? Oder konnte Deidara einfach nur so schlecht seine Emotionen verstecken? Was sollte er darauf bitte antworten? Schließlich beschloss er aber für sich selbst, dass er doch bei der Wahrheit bleiben wollte. Deidara wollte seinen Schwarm nicht anlügen, auch wenn er ihn nach heute Abend ohnehin nie wieder sehen würde - zumindest persönlich.

„Mir ist unser heutiges Treffen in der Bar noch immer so peinlich, un.“, meinte Deidara hochrot im Gesicht. „Ach was. Ich fand es eher niedlich. Ich sei dein Itachi.“, antwortete er ihm belustigt. Der Jüngere starrte ihn mit aufgerissenen Augen und offenem Mund an. Was?! Was hatte er da gerade gesagt?!

„Komm, gehen wir ein bisschen tanzen.“ Itachi war aufgestanden, ging nun in Richtung der Menschenmenge und gab ihm mit einer Kopfbewegung zu verstehen, dass er ihm folgen sollte. Das alles, ohne noch einmal auf seine Aussage einzugehen. Noch immer mit ungläubigem Blick starrte er die Rückseite seines Begleiters an. Nur mit Mühe konnte er einen halbwegs klaren Kopf behalten. Immerhin führte Itachi den Blonden gerade auf die Tanzfläche, um mit ihm zu tanzen. Mit ihm!

Der Schwarzhaarige verschwand als erster in der Menschenmenge und Deidara verlor ihn viel zu schnell aus den Augen. Eilig sah er sich um und wollte auf keine Fall den Anschluss zu seinem Traummann verlieren. Er wusste immerhin, dass er nur eine begrenzte Zeit mit ihm haben würde und eigentlich war er ja auch dumm gewesen, zu denken, dass Deidara ihm nicht mehr über den Weg laufen wollte. Schließlich sprach er hier von Itachi! Außerdem würde der sich in der nächsten Woche wahrscheinlich schon nicht mehr an seinen unbedeutenden Fan erinnern können.

Nur ein Fan mit dem er auf der Hotelparty im Urlaub ein paar Worte gewechselt und ein bisschen getanzt hatte. Und dennoch bedeutete es für Deidara die Welt, denn seine Welt drehte sich seit Jahren ausschließlich um diesen Mann, den er bisher nur aus der Nähe bzw. über das Internet hatte anhimmeln können.

„Hier.“ Ein Glas mit einer orangen Flüssigkeit wurde ihm vor die Nase gehalten und mit einem zufriedenen Summen trank Deidara einen Schluck von dem süßen Cocktail. Itachi hatte sich den gleichen bestellt und wippte nun direkt neben ihm zum Takt der Musik. Sie war so laut, dass man gut dazu tanzen konnte, aber dennoch nicht so laut wie in einer Disco, sodass sie sich weiterhin unterhalten konnten.

„Du wolltest doch dein Japanisch verbessern. Warum erzählst du mir nicht noch ein bisschen mehr von dir?“, sprach Itachi den Jüngeren an, als er einfach nur stumm vor sich hin tanzte und nicht wusste, was er sagen sollte, ohne zu aufdringlich zu werden. Er wollte Itachi immerhin nicht auf die Nerven gehen! Als er ihn aber nur fragend ansah, kam der Schwarzhaarige ihm erneut entgegen. „Erzähl mir doch mal, was du so machst. Gehst du noch zur Schule oder arbeitest du schon?“.

„Ich studiere im letzten Semester Linguistik. Deshalb ist es mir auch leicht gefallen die japanische Sprache zu lernen, un. Nur mit den Schriftzeichen hapert es noch ein bisschen. Da gibt es einfach viel zu viele“. Unsicher grinste er und kratzte sich an der Wange, während er mittlerweile ebenfalls zu der Musik tanzte. „Ich brauch dir wohl nicht zu erzählen, was ich beruflich mache.“, scherzte Itachi und ließ Deidara mit diesem Satz wieder einmal rot werden. Gott, er wollte sich nicht wie der größte Stalker auf diesem Planeten vorkommen!

„Hmh.“, murrte er deshalb nur und leerte seinen Cocktail mit einem Zug. Wohlige Wärme breitete sich in seinem Körper aus und der Blonde schloss die Augen, während er sanft zur Musik hin und her schaukelte. Eigentlich war es doch gar nicht so schlecht, hier in diesem Hotel zu sein. Es war eigentlich auch gar nicht so schlecht, dass seine Mutter ihn überredet hatte auf diese Poolparty zu gehen und es war eigentlich auch gar nicht so schlecht hier mit Itachi zu stehen und zu tanzen. Das war sogar untertrieben. Eigentlich war es sogar ziemlich toll und obwohl Deidara im Moment die Augen geschlossen hatte, fühlte er sich wohl in der Gegenwart des Größeren. Er überragte ihn immerhin um einen ganzen Kopf.

„Aus welchem Land kommst du denn überhaupt, wenn ich fragen darf?“, setzte Itachi seine Reihe an Fragen fort und Angesprochener öffnete seine Augen wieder. Der Blick des Älteren lag auf ihm. Deidara jagte ein Schauer über den Rücken. >Wenn er nur wüsste, welche Gedanken ich von ihm habe, un.<, dachte er und konnte sich kaum ein Kichern verkneifen. „Natürlich darfst du. Ich bin ein waschechter Schwede, un.“, grinste er stolz und reckte seinen Daumen in die Höhe. „Schwede also. Interessant. Ich brauch dir wohl nicht zu sagen, dass ich Japaner bin.“

Deidara verzog das Gesicht. „Bitte hör damit auf. Es ist mir unangenehm, wenn du es so offensichtlich ansprichst.“

„Wenn ich was so offensichtlich anspreche?“, fragte Itachi, aber der Blondschopf konnte in seinem Blick erkennen, dass er genau wusste, worauf er anspielte. Verschämt sah er zu Boden. „Dass ich ein stalkender Fanboy bin, der alles über dich weiß, un.“, nuschelte er.

„Ach was. Ich bin es schon gewöhnt so in der Öffentlichkeit zu stehen. Ich muss nur ehrlich zugeben, dass ich manchmal nicht so ganz verstehen kann, was meine Fans so sehr an mir fasziniert, dass sie alles über mich wissen wollen.“, erklärte der Schwarzhaarige und Deidara sah ihn mit ungläubigem Blick an. „Machst du Witze?! Du gehörst zu Japans erfolgreichster Musikband, bist auf der ganzen Welt bekannt und schreibst mit deinen Bandkollegen die besten Lieder, die es gibt, un!“.

In Itachis Augen lag ein undefinierbarer Blick. Er lächelte nicht. >Fuck..<, war Deidaras einziger Gedanke. >Da ist der Fanboy mit mir durchgegangen, un!<. Sein Gegenüber sah ihn auf einmal nicht mehr mit diesem Lächeln an, das er sonst immer aufsetzte - wie es sich für einen gut erzogenen, höflichen Mann eben gehörte. „Tut mir leid...“. Deidara war kirschrot im Gesicht und vor Aufregung begannen seine Hände so sehr zu zittern, dass er sein Glas mit beiden Händen festhalten musste. Jetzt hatte er wohl doch endgültig verkackt.

„Danke für die Komplimente, aber das höre ich oft.“, antwortete ihm der Ältere höflich, aber sein jetziges Lächeln war nur aufgesetzt. Was hatte er auf einmal? Mochte er Deidaras Komplimente nicht? Was war denn falsch an ihnen? Der Blondschopf schwieg, starrte den Boden an, während er noch immer halbherzig zu der Musik tanzte und grübelte fieberhaft, was dem Schwarzhaarigen wohl nicht gepasst haben mochte. >Das höre ich oft...<.

Oh. Deidara verstand. Das war es also.

„Aber ich mag dich auch, weil du einen angenehmen Charakter hast. Du bist ruhig - so wie ich - und bist trotz eures riesigen Erfolges immer auf dem Boden geblieben. Man sieht auch, dass dich die restlichen Bandmitglieder sehr schätzen und das glaube ich, weil du ein sehr zuverlässiger und offener Freund bist. So schätze ich dich zumindest ein.“ Den Schluss flüsterte Deidara nur, aber scheinbar hatte er tatsächlich Recht gehabt, denn Itachi war näher an ihn herangetreten, um seine Worte hören zu können. Sie interessierten ihn also.

Dafür war der Blonde nun mal wieder so peinlich berührt, dass er schlucken musste, um seine staubtrockene Kehle zu befeuchten. Hastig stellte er sein leeres Glas auf einem nahen Tisch ab, weil er wirklich befürchtete, dass es jeden Moment auf dem Boden zerbrechen könnte. Deidara hatte bisher immer im Stillen über Itachi und den Rest der Band Akatsuki geschwärmt, aber es jetzt laut auszusprechen und dann auch noch seinem Traummann direkt ins Gesicht zu sagen... das war schon wirklich ne Wucht! Allerdings musste Deidara eigentlich stolz auf sich sein, dass er den Mut dazu überhaupt aufgebracht hatte.

„Also dieses Kompliment höre ich wirklich viel lieber von dir.“, meinte Itachi und lächelte auf den Kleineren hinab, als er ihm hochrot in die Augen sah. Was sollte er nun bitte darauf wieder antworten? Himmel, Deidara kam sich vor wie ein Grundschulkind, das jegliche Regeln der Kommunikation vergessen hatte. Er sah, wie sein Gegenüber gerade den Mund aufmachen wollte, um etwas zu sagen, als...

„Ist das nicht Itachi Uchiha?!“. Eine schrille Frauenstimme erklang. „Ich glaube das ist wirklich Itachi von Akatsuki! Hey, Itachiii!“. Eine rothaarige Frau mit Brille und eine Frau mit pinken Haaren kamen winkend und kreischend auf sie beide zu gestürmt. Deidara wurde äußerst unwohl bei diesem Anblick. Hatte er auf Itachi auch so gewirkt, als er ihn in der Bar angesprochen hatte? Zwar nicht so überdreht und laut, aber mit deutlichen Absichten? So... oberflächlich?

„Hallihallo Itachi. Du hier? Ich kann mein Glück kaum fassen! Dich in echt zu treffen!“, kreischte die pinkhaarige Frau und die Rothaarige zauberte von irgendwo einen Edding hervor. „Hi Ita! Gibst du mir ein Autogramm? Du darfst hier unterschreiben!“. Aufreizend posierte die Frau und zog den Ausschnitt ihres Shirts so weit herunter, dass sogar ihr BH darunter zum Vorschein kam. Pralle Brüste sprangen hervor und sie klimperte anzüglich mit ihren falschen Wimpern. Auch die andere Frau kramte in ihrer Tasche und holte ein kleines Heftchen hervor. „Mir bitte auch! Mir bitte auch!“, quiekte sie und sprang aufgeregt auf und ab.

Deidara war die ganze Situation so unangenehm, dass er sich unbemerkt zurückziehen wollte, aber Itachi schien seine langsamen Schritte rückwärts dennoch bemerkt zu haben, denn er hielt ihn auf, indem er seine Hand um sein Handgelenk schlang. Während der Sänger brav seine Autogramme gab, konnte Deidara nicht anders, als die Hand anzustarren, die sanft um sein Handgelenk geschlungen war. Obwohl die Hand des Schwarzhaarigen kühl war, breitete sich an der Stelle, an der Itachi ihn berührte, eine unglaubliche Wärme aus und der Blonde musste schlucken, als ihn vollkommen unerwartet eine weitere Welle der Erregung überkam.

Sie überrollte ihn so heftig, dass er nur mit Mühe ein Keuchen unterdrücken konnte. Der Mann seiner Träume berührte ihn! Berührte ihn, um ihn davon abzuhalten, zu verschwinden! Deidara musste träumen! Ja, er war definitiv in einem seiner feuchten Träume gelandet und er wusste, welche schmutzigen Fantasien sein Hirn schon bald hervorbringen würde. Hochrot und mit stockender Atmung konzentrierte er sich, um nicht völlig am Rad zu drehen und hörte nun auch wieder, was diese lästigen, quietschenden Frauen ohne Pause von sich gaben.  

„Wer ist eigentlich dein Begleiter? Ich kenne ihn gar nicht. Er ist kein Star, so wie du, oder?“, redete die Rothaarige so schnell, dass Deidara ihr nur mit Mühe folgen konnte. „Ja, wer ist er? Du...“, ihre Augen wurden kugelrund. „Du bist doch nicht etwa schwul, Itachi?!“, kreischte sie und schlug sich die Hände vor den Mund. „Ach, was, Sakura! Sei doch vernünftig! Itachi ist nicht schwul.“, sprach die rothaarige Frau mit der Brille und schlug ihrer Begleiterin auf die Schulter. „Außerdem: Sieh dir doch mal diesen Jungen an. Als ob unser Megastar Itachi etwas mit so einem Mauerblümchen haben könnte! Er ist sicher auch nur irgendein Fan.“

Das saß. Der Blonde sah gekränkt in die andere Richtung und wollte endlich aus dieser Situation fliehen. Es wurde Zeit, dass Itachi ihn losließ. Die Frau hatte immerhin tatsächlich Recht und das erste Mal in seinem Leben stellte Deidara dieses in Frage. Er war in der Tat nicht mehr als ein Mauerblümchen und er war gegenüber Itachi tatsächlich auch nur irgendeiner von unzähligen Fans.

„Es tut mir wirklich leid, meine Damen, aber wir müssen jetzt wieder gehen. Vielen Dank, dass ihr Fans von Akatsuki seid.“, lächelte Itachi höflich und Deidara wusste, dass der Schwarzhaarige diese Worte immer und zu den meisten seiner Fans sagte. Er würde sie auch bald zu ihm sagen. Und dieses Wissen schmerzte.

Jetzt allerdings zog der Ältere Deidara hinter sich her, weg von den protestierenden Frauen, die ihnen zuerst noch zu folgen versuchten, Itachi und ihn aber zum Glück in der Menschenmasse schnell aus den Augen verloren. Auch als der Jüngere die beiden aufdringlichen Frauen nicht mehr hinter sich ausmachen konnte, zog Itachi ihn weiter durch die Leute hindurch, bis sie diese schließlich hinter sich ließen, aber er zog ihn noch immer weiter, ohne sich auch nur einmal nach Deidara umzudrehen.

Itachi führte sie beide weg von der großen Terrasse, auf der die Party stattfand und betrat das Hotelinnere. Dort steuerte er zielgenau einen unbekannten Ort an und Deidara fragte sich, wo er ihn wohl hinbrachte. Stumm folgte er ihm und bemerkte erst als der Ältere stehen blieb, wo sie nun waren. Er hatte sie genau zum anderen Ende des Hotels gebracht. Eine weitere, kleinere Terrasse die zur Hälfte überdacht war und mit Liegen ausgestattet. Hier konnten die Hotelgäste tagsüber Sonne tanken. Es war schön hier und die Beleuchtung tauchte alles in ein warmes Licht.

Für Itachi war wohl die Ruhe ausschlaggebend gewesen, denn hier befand sich keine Menschenseele. Jetzt steuerte er geradewegs auf eine der Liegen zu und ließ sich mit einem Seufzen darauf nieder. Deidara spürte seine Begeisterung über die mehr als menschliche Geste seines Gegenübers, denn in der Öffentlichkeit hätte Itachi so etwas nie getan. Itachi hatte gerade nur vor Deidara seine höfliche Art abgelegt und war ganz normal; einfach menschlich. Und das ließ die Schmetterlinge in dem Bauch des Blonden wild herumflattern.

„Willst du mir nicht Gesellschaft leisten?“, wurde er aus seinen Gedanken gerissen und bemerkte, dass er noch immer wie angewurzelt auf der Terrasse herumstand. Deidara ging hinüber zu der letzten Reihe der Liegen und ließ sich auf einer neben Itachi nieder. „Tut mir leid, dass du das miterleben musstest. Manche unserer Fans können ganz schön anstrengend sein.“, meinte Itachi und zwickte sich dabei mit geschlossenen Augen in den Nasenrücken. „Ach, irgendwo hatte die eine ja Recht, un. Ich bin schließlich auch nur ein Fan von dir.“

„Du bist ganz anders und kannst dich gar nicht mit ihnen vergleichen.“, sagte Itachi mit entschlossener Stimme und Deidaras Herz setzte für einen Schlag aus. „Du bist nicht so oberflächlich wie diese beiden Beispiele und sprichst mit mir wie mit einer normalen Person.“, erklärte Itachi und der Blondschopf hörte anhand der Stimme, dass sein Gegenüber ihn gerade ansah, aber er traute sich nicht zurückschauen; starrte stattdessen einfach nur auf das schöne Panorama vor der Terrasse. Die nächtlichen Alpen.

Stille kehrte ein und Deidara genoss sie. Man musste nicht immer miteinander reden, um die Gegenwart eines anderen Menschen zu genießen. Es war manchmal auch schön, einfach nur die Anwesenheit der anderen Person zu spüren. Und genau dieses Gefühl hatte Deidara im Moment. Es war schön und aufregend, dass sein Traummann Itachi neben ihm lag, aber er konnte auch einfach nur dessen Anwesenheit genießen. Er musste ihn nicht ohne Pause mit Fragen löchern oder ihm mit Schwärmereien in den Ohren liegen. Für diesen Wesenszug schätzten Deidara manche Freunde zuhause sehr.

Eine ganze Weile verging, in der sie beide nichts sagten und jeder nur seinen eigenen Gedanken nachhing. Ab und zu konnte der Blonde aus den Augenwinkeln erkennen, dass Itachi ihm den Kopf zuwandte, aber er sprach ihn nicht an und Deidara beließ es dabei. Er selbst traute sich nicht, Itachi anzusehen. Aus Angst, dass seine wachsende Ruhe wieder von Aufregung - oder noch schlimmer, von Erregung für diesen atemberaubenden Mann - vertrieben werden könnte. Irgendwann schloss Deidara seine Augen und ließ einfach nur die angenehme Atmosphäre und die tolle Situation auf sich wirken.

„Sag mal, Deidara, hast du eigentlich einen Freund? Dein kleiner Bruder hat heute doch irgendetwas von Freundschaft+ gesagt?“. Itachis Stimme riss ihn aus seinem Dämmerschlaf und panisch dachte Deidara: >Scheiße! Wie lange war ich weg?! Hat Itachi was davon bemerkt?!<. Aber scheinbar hatte er es nicht gemerkt. Nach dieser Feststellung verarbeitete er erst die Frage, die der Schwarzhaarige ihm gerade gestellt hatte.

„Was?“, fragte er dümmlich und sah Itachi nun doch wieder an. Dieser hatte seinen Kopf und auch seinen restlichen Körper ihm zugewandt. Er lag dort - nicht mal eine Armlänge entfernt - auf dieser Liege, wie ein junger Gott. Deidara biss sich auf die Unterlippe. „Bitte.“, meinte der Ältere schmunzelnd. „Glaubst du ich habe nicht bemerkt, dass du schwul bist? Es tut mir wirklich leid, aber dich haben vor allem deine Blicke verraten.“ Angesprochener schluckte. Na super. Peinlicher konnte es wohl nicht mehr werden. Jetzt wusste Itachi also nicht nur, dass er ein totaler Fanboy war, sondern auch noch, dass er ihn wollte.

„Hmm? Verrätst du es mir?“. Kurzzeitig musste der Jüngere überlegen, was Itachi damit gemeint hatte, dann erinnerte er sich an die Frage und seufzte resigniert. Warum sollte er es Itachi nicht sagen? Immerhin konnte es sowieso nicht mehr schlimmer werden und er wollte gar nicht wissen, was Itachi ohnehin schon für ein Bild von ihm hatte. Also rückte er mit der schonungslosen Wahrheit heraus.

„Nein. Ich habe zwar zuhause jemandem, mit dem ich schlafe, aber er ist nicht mein Freund, un.“ Er sah dabei zu, wie die Augenbrauen von Itachi überrascht hochwanderten und Deidara erwartete schon das Übelste, als der Schwarzhaarige fragte: „Und seid ihr euch treu?“. Warum wollte der Ältere das alles von ihm wissen? „Mit Treue hat diese Art von Freundschaft nichts zu tun. Ich weiß, dass Hidan neben mir eine Menge anderer Männer und Frauen im Bett hat.“ Warum war er eigentlich so ehrlich zu Itachi? War es das Wissen, dass er ihn ohnehin schon bald nicht mehr sehen würde und somit nichts zu verlieren hatte?

„Hmm.“, machte Itachi nur und während Deidara sich nun auch mit seinem gesamten Körper zu seinem Gegenüber drehte, fragte er sich, ob seine Antwort falsch gewesen war. Fand Itachi ihn jetzt abstoßend? Seine Hüfte schmerzte und er verlagerte das Gewicht erneut, sah dabei zu, wie Itachi nachdenklich auf einen Fleck starrte und seine Augen dann wieder direkt in seine bohrte. Augenblicklich erstarrte Deidara und er konnte nur noch sein Herz schlagen hören, das in einem ungesunden Tempo schlug.

„Darf ich dich küssen?“.

Deidara fiel aus allen Wolken. Innerhalb einer Sekunde saß der Blonde aufrecht auf seiner Liege und war vollkommen überfordert. „Warte... ähm, un... ich... was?!“, stotterte Deidara ungläubig und starrte den Schwarzhaarigen an, als hätte dieser ihm gerade erzählt, dass es tatsächlich lila Kühe gab. Das hatte er sich gerade nur eingebildet, oder? Er bildete sich doch mit Sicherheit diese ganze Situation nur ein, oder? Itachi Uchiha, Sänger von Akatsuki und seines Zeichens Traummann von Deidara seit dessen frühester Pubertät fragte ihn - den einfachen Studenten Deidara -, ob er ihn küssen durfte? Nein. Das alles war mit absoluter Sicherheit einfach nur ein schöner Traum, den sein Hirn ihm da im Schlaf zeigte.

„Deidara?“. Angesprochener wurde aus seiner Starre gerissen und bemerkte erst jetzt, dass sich Itachi ebenfalls aufgesetzt hatte und nun unmittelbar vor ihm saß. Ihre Knie berührten sich und das Herz des Jüngeren setzte einen Schlag lang aus, bevor es in dreifacher Geschwindigkeit weiter schlug. Noch immer starrte er Itachi aus kugelrunden Augen an und dieser legte ihm eine Hand an die Wange, bevor er raunte: „Möchtest du etwa nicht?“.

Er spürte die kühle Hand auf seiner erhitzten Wange und wich verlegen Itachis Blick aus. „Doch! Schon, aber...“. Der Blondschopf brach unsicher ab. Der Ältere meinte nur: „Aber was?“.

„Aber ich bin doch nur irgendein Fan, un.“, erinnerte sich Deidara an die Worte der beiden Frauen zuvor. Es wollte dem Jüngeren einfach nicht klar werden, wieso Itachi ausgerechnet ihn küssen wollte. Er atmete stockend ein, als Itachi sein Gesicht zu dem seinen drehte und ihm stieg der Geruch des Älteren in die Nase. Itachis Geruch. Ein erneuter Schauer der Erregung überkam ihn und der Blonde merkte das Pulsieren in seiner langsam erwachenden Erektion. Ein Duft von Parfum und dunkler Schokolade vernebelte ihm seinen Kopf und Deidara fielen willenlos die Augen zu, als er Itachis Lippen an den seinen fühlte.

Er konnte den Atem des Älteren über sein Gesicht streifen spüren. Dann, als Itachi seinen Mund fester auf Deidaras drückte, durchfuhr ihn ein regelrechter Stromstoß und er keuchte gegen die Lippen des Schwarzhaarigen. Itachi nahm dies als Zustimmung und begann den Blonden richtig zu küssen. Er legte seinen Kopf schief, bewegte seine Lippen gegen die des Jüngeren und strich mit dem Daumen dabei sanft über dessen Wange.

Deidaras Kopf war wie leergefegt. Willenlos und vollkommen benebelt erwiderte er den Kuss. Sein einziger halbwegs rationaler Gedanke galt seinem Bemühen nicht hier und jetzt hart zu werden. Was ihm allerdings nur mäßig gelang, denn als Deidara heiß gegen Itachis Lippen atmete und dabei ganz vorsichtig die Zunge des Schwarzhaarigen an seiner spüren konnte, vergaß er alle Zurückhaltung. Keuchend schlang er seine Arme um Itachis Hals und zog diesen näher an sich heran, so nah, wie es ihre gegenüber sitzende Position zuließ.

Ihre Zungen umspielten einander und Deidara fing damit an, sich mit den Haaren des Älteren zu beschäftigen, was dieser ohne Gegenwehr mit sich machen ließ. Wäre der Blonde bei klarem Verstand gewesen, hätte er sich darüber gewundert, denn eigentlich waren Itachi seine Haare heilig, aber im Moment hatte er ganz andere Sorgen.

„Du schmeckst so gut.“, raunte Itachi dunkel und schob seine Zunge gleich wieder zurück in Deidaras Mund, was dieser mit einem erneuten Keuchen quittierte. >Gott, ich will, dass es nie wieder aufhört, un!<, dachte er und drückte sein Gegenüber noch fester an sich, bevor Deidara sich zurück auf seine Liege sinken ließ und Itachi mit sich zog.

Nun lag dieser halb auf, halb neben ihm und sie küssten sich so leidenschaftlich, dass der Jüngere fast keine Luft mehr bekam. Ihm war schwindelig von den unbekannten Gefühlen und der überwältigenden Leidenschaft, die sich immer weiter in ihm ausbreiteten. So etwas fühlte er bei Hidan nie.

Fast wollte Deidara protestieren, als der Schwarzhaarige von ihm abließ, aber stattdessen keuchte er laut und streckte seinen Kopf nach hinten, als er Itachis feuchte Lippen an seinem Hals spürte. Immer öfter bescherte er ihm eine Gänsehaut und auch Itachi selbst schien sie zu bemerken, denn er summte zufrieden an seinem Hals.

„Du bist wirklich unglaublich heiß.“, flüsterte Itachi mit dunkler Stimme gegen die weiche Haut, als Deidara vor Erregung erzitterte. Der Ältere neckte ihn mit der Spitze seiner Zunge und raunte: „Ich möchte, dass du mir etwas erzählst, Deidara.“ Dieser wusste sofort, dass Itachi auf etwas unanständiges hinauswollte. Nur mit Mühe brachte er ein atemloses „Was denn?“ heraus. Itachi leckte ohne Unterbrechung weiter an seinem Hals. „Erzähl mir deine schmutzigsten Träume, die du noch nie jemandem erzählt hast.“ Bei diesen Worten erzitterte der Jüngere erneut. Er konnte doch nicht...? „Ich...“.

„Du weißt, welche ich meine.“, setzte der Ältere gleich noch hinterher und saugte sich an Deidaras Hals fest. Diesem entkam das erste, richtige Stöhnen und er schloss ergeben die Augen. Er konnte Itachi doch nicht von seinen schmutzigsten Träumen erzählen! Immerhin ging es dabei um ihn! Aber Deidara wusste, dass Itachi genau darauf abzielte. Er wusste, dass Deidara ihn begehrte und er wollte es hören. Itachi von Akatsuki saugte gerade an seinem Hals und wollte ein paar einfache Fantasien von ihm hören. Die Situation war ohnehin schon so unwirklich, da konnte er auch diese Dinge offen aussprechen.

„Besorgst du es dir selbst?“, flüsterte Itachi und Deidara keuchte, bevor er vorsichtig nickte. „Sag es.“, forderte der Ältere. „Ja, un.“, hauchte der Blonde. „Und denkst du dabei an mich?“. Itachis Stimme war so rau und dunkel, dass die erwachende Erregung des Blondschopfs alleine bei diesem Klang immer weiter wuchs. „Ja...“, hauchte er wieder. „Tu ich...“. Er hörte Itachis zufriedenes Summen und er saugte sich an einer neuen Stelle an Deidaras empfindlicher Haut fest. „Und jetzt du. Erzähl mir etwas, Deidara.“

Dieser zögerte und ein erneutes Keuchen verließ seine Lippen, als Itachi an seinem Ohrläppchen saugte. „Komm schon. Trau dich.“, ermutigte der Schwarzhaarige ihn weiter und tonlos keuchte Deidara: „Wenn ich es mir selbst mache, dann denke ich dabei nicht nur an dich, un. Ich stelle mir vor...“. Deidara brach ab, als Itachi an einer besonders empfindlichen Stelle an seinem Hals saugte. „Sag es.“, forderte sein Gegenüber wieder und seine Stimme war nicht mehr als ein heiseres Flüstern.

„Ich stelle mir vor, dass es nicht mein Dildo ist, den ich mir dann in den Arsch schiebe, sondern dein breiter Schwanz, der mich fickt, un.“ Deidara stöhnte, als er es offen ausgesprochen hatte und Itachi ihm keine Sekunde später in den Hals biss.

Dann spürte er es. Itachis Grinsen an seinem Hals.

Mit einem Schlag war der Nebel aus seinem Kopf verschwunden. Die Erregung versickerte so ruckartig wie Wasser in einem trockenen Schwamm und Deidara konnte wieder klar denken. Nur ein einziger Satz dominierte seine Gedanken. >Er hat mich verarscht, un.<

Das Grinsen hatte ihn augenblicklich an Hidan erinnert. Dafür hatte er es nicht einmal sehen müssen. Und er kannte dieses Grinsen. Es war ein Ausdruck der Überlegenheit. Ein Ausdruck dessen, dass er eben nur mit ihm gespielt hatte. So wie Hidan es jedes Mal tat, wenn Deidara mit ihm schlief und bettelnd nach Erlösung unter ihm lag. Hidan kostete diese Dominanz jedes Mal aus... und Itachi war genau wie Hidan.

Ruckartig setzte Deidara sich auf, drängte Itachi damit unsanft von seinem Körper weg und bevor dieser auch nur eine Bewegung machen konnte, war Deidara schon aufgesprungen, um sich vor ihm in Sicherheit zu bringen. Er konnte nicht fassen, dass Itachi... so war... sein Itachi, den er schon so lange vergötterte.

„Was ist denn los?“, fragte dieser sichtlich verwirrt. Er saß noch immer auf der Liege, auf der sie gerade noch gemeinsam gelegen hatten und sah völlig überrumpelt zu Deidara hoch, der vor der Liege stand. „Du hast mich nur ausgenutzt, un!“, warf er ihm wütend vor und Itachi runzelte verwirrt die Stirn. „Wie kommst du denn darauf? Ich habe doch noch gar nichts gemacht?“. Jetzt erhob auch er sich und kam zu dem Blonden herüber, der instinktiv weiter zurückwich.

Demonstrativ verschränkte er seine Arme vor der Brust, als wollte er sich vor Itachi schützen. „Sicher hast du das! Du hast mich dazu gebracht, solche Sachen auszusprechen, un!“, schrie er aufgebracht. Kurz veränderte sich etwas in dem Blick des Älteren, dann runzelte er wieder die Stirn. „Und wie kommst du jetzt darauf, dass ich dich ausgenutzt hätte?“.

„Dein Grinsen, un!“, spie er ihm regelrecht vor die Füße. „Ich kenne dieses Grinsen! Mein Freund grinst genauso überheblich, wenn er mich so in seiner Hand hat. Und genau so warst du auch gerade. In dem Moment, in dem du mich in der Hand hattest, hast du dieses Grinsen gezeigt, un! Dass du mir überlegen bist und sowieso nur mit mir gespielt hast!“. Mittlerweile klang Deidaras Stimme mehr weinerlich als wütend und ungläubig sah er dabei zu, wie Itachi ihn angrinste. Er grinste ihn tatsächlich an!

Mit zwei großen Schritten war er bei ihm und obwohl Deidara sich gegen ihn zu wehren versuchte, war der Größere einfach stärker, hielt ihn fest und vergrub sein Gesicht in seinen blonden Haaren, bevor er ihm leise ins Ohr flüsterte: „Willst du wissen, warum ich so gegrinst habe?“. Deidara erzitterte aufgrund der plötzlichen Nähe und ließ es zu, dass Itachi sein Handgelenk umfasste.

„Ich habe so gegrinst, weil es mir gefallen hat, deine schmutzigen Gedanken zu hören.“, gab der Schwarzhaarige zu und man konnte das Grinsen sogar in seiner Stimme hören. „Es hat mich angemacht, dass du aussiehst wie ein unschuldiger Engel und dann doch solche unartigen Gedanken hast. Und das von mir.“, raunte er mit tiefer Stimme und legte im selben Moment Deidaras Hand auf seine vollends aufgerichtete Erregung, die in Itachis Hose gefangen war.

Deidara gab einen überraschten Laut von sich, als er plötzlich die Erektion des Älteren in seiner Hand hielt und er spürte das Zittern, das aufgrund der Berührung durch dessen sonst so kontrollierten Körper ging. Der Jüngere konnte das Pulsieren durch den festen Stoff der Jeans fühlen und seine eigene Erregung stimmte in freudiger Erwartung sofort mit ein.

„Deidara.“, keuchte Itachi ihm ins Ohr und Angesprochener erschauderte. „Lass uns nach oben gehen.“ Der Blonde wurde nervös. Oben waren die Zimmer und wenn Itachi ihn darum bat mit ihm auf einem der Hotelzimmer zu verschwinden, dann konnte er sich vorstellen, was bald zwischen ihnen passieren würde. „Und du spielst auch sicher nicht nur mit mir, un?“, wollte Deidara sich deshalb vergewissern, aber er wusste ohnehin, dass er mit ihm gehen würde. Sich dieser Situation zu entziehen, dafür war Deidara in seiner Verfassung definitiv zu schwach.

„Ich werde dir beweisen, wie ernst ich es mit dir meine.“ Noch immer standen sie so eng beieinander und noch immer lag seine Hand auf Itachis Erregung. Nach seinen Worten begann dieser wieder mit seinen Lippen über Deidaras Hals zu streichen und mit seiner flinken Zunge darüber zu lecken. Deidara reagierte so sehr auf diese erneuten Berührungen, dass er ohne es zu bemerken mit der Hand an Itachis Hose zudrückte. Diesem entkam ein überraschtes Keuchen.

Itachi löste sich von dem Blondschopf und sah diesen mit einem raubtierhaften Blick an. „Du hast gerade dein Todesurteil unterschrieben.“, keuchte er und zog Deidara im nächsten Moment hinter sich her in das Hotel hinein. Dieser bekam gar keine Gelegenheit sich dagegen zu wehren. Völlig überrumpelt ließ er sich mit zu den Treppen ziehen, wo ihn der Schwarzhaarige schließlich fragte: „In welchem Stockwerk ist dein Zimmer?“.

„Im dritten, un.“, antwortete Deidara Itachi kurz angebunden und versuchte tief durchzuatmen. Er war so aufgeregt. Sein Puls raste und ihm war unglaublich heiß. Deidara war nervöser als vor seinem ersten Mal. „Gut. Dann lass uns zu dir gehen. Mein Zimmer ist ganz oben.“ Innerlich überdrehte der Blonde die Augen. War ja klar, dass ein Star eine der Suiten bewohnte. Auf Itachis Aussage hin nickte er und sie stiegen nebeneinander die Treppenstufen bis in den dritten Stock hinauf.

Itachi, der zuvor Deidaras Handgelenk gepackt hatte, war mittlerweile dazu übergegangen, dessen Hand zu halten. Schweigend legten sie den Weg bis zu Deidaras Hotelzimmer zurück und immer wieder starrte er auf seine Hand hinab, die sanft in der des Älteren lag. Alles an dieser Situation kam ihm so unwirklich vor. Vollkommen in Gedanken versunken führte er sie beide zu seiner Tür und öffnete diese mit der Schlüsselkarte, die er aus seiner Hosentasche hervorzauberte.

Sobald sie durch die Tür getreten waren und Deidara hören konnte, wie Itachi sie hinter sich schloss, wurde der Blonde nur noch nervöser. >Kann man überhaupt noch nervöser werden, un?<, fragte er sich und sah sich unruhig in seinem Zimmer um. Da er nur vorübergehend hier wohnte, war es ziemlich ordentlich und nur vereinzelt konnte man seine Besitztümer erkennen, die er von Zuhause mitgebracht hatte.

Um keinen allzu aufgeregten Eindruck zu machen, setzte Deidara sich kurzerhand auf sein Bett und sah abwartend zu Itachi hoch, der noch immer in der Tür stand und sich interessiert umsah. Der Blonde beobachtete, wie der Blick des Schwarzhaarigen schließlich an etwas hängen blieb und dieser zu schmunzeln begann. „Du bist wohl wirklich ein ziemlich großer Fan, was?“, fragte er ihn unverfroren und Deidaras Blick wanderte ebenfalls zu der Stelle.

Mit hochrotem Gesicht sprang er auf und stopfte den Pullover schnell in seinen Koffer. Auf dem Kapuzenpullover hatten ihm die Gesichter von Akatsuki entgegen gegrinst; allen voran Itachis. Als Deidara sich wieder aufrichtete, stieß er mit dem Rücken gegen etwas oder besser gesagt jemanden und mit einem überraschten Laut stellte er fest, dass Itachi hinter ihm stand und jetzt seine Arme um ihn schlang.

„Es gefällt mir, dass du scheinbar so auf mich stehst.“, raunte er und glitt mit seinen Händen über Deidaras Oberkörper. Ganz langsam strich er weiter bis nach unten zu dessen Bauch und als sich der Blondschopf mit geschlossenen Augen gegen Itachis Brust lehnte, glitten seine kühlen Hände unter Deidaras Shirt.

Der Jüngere biss sich auf die Lippe, um ein Keuchen zu unterdrücken, als Itachi mit seinen Fingerkuppen federleicht über seine Nippel strich. Innerhalb von Sekunden spürte Deidara, wie seine Brustwarzen unter den Berührungen hart wurden und der Schwarzhaarige sie zwischen seinen Fingern zu zwirbeln begann. Gott, ihm war so heiß und am liebsten wäre er für immer so stehen geblieben, aber er wollte Itachi auch sehen. Deshalb löste er sich trotz seines eigenen Missfallens von diesen und drehte sich zu ihm um.

Seine Wangen waren gerötet und er wusste genau, dass seine harten Nippel gerade durch sein Oberteil zu sehen waren. Entsprechend lag auch Itachis Blick auf diesen und mit dunkler Stimme sagte er: „Ich will sie in den Mund nehmen.“ Deidara hielt die Luft an. Er war diesen Dirty Talk echt noch nicht gewöhnt. Hidan redete zwar manchmal auch ziemlich vulgär, aber die Sätze des Älteren waren irgendwie... anders. Der Blonde konnte nicht beurteilen, ob es ihm vielleicht auch nur so vorkam und es an der rosaroten Brille lag, die er wegen Itachi aufhatte.

Er antwortete nicht darauf und ging stattdessen um Itachi herum, ohne ihn einen Moment aus den Augen zu lassen und ließ sich dann zögerlich auf seinem Bett nieder, während er sich unsicher auf die Unterlippe biss. Würde er den Vorstellungen und Erwartungen des Schwarzhaarigen gerecht werden? Deidara wusste, dass er es nicht aushalten könnte, wenn er ihm nicht genügen würde. Itachi war doch sein Traumtyp; sein Schwarm.

Aber alle Sorgen schienen unbegründet zu sein, denn Itachi hatte sich mit ihm gedreht - während Deidara zu seinem Bett gegangen war - und sah ihm nun mit deutlichem Verlangen in den Augen dabei zu, wie sich Deidara zögernd sein Shirt auszog. Als er dieses in Richtung seines Koffers vor seinem Bett schmiss, fiel sein Blick auf die noch immer ziemlich deutliche Beule in der Hose des Älteren und sein Unterleib zog sich voller Vorfreude zusammen.

Nur langsam, wie ein Raubtier, das seine Beute anvisierte, kam Itachi zu ihm und kniete sich auf das Bett. Die Matratze gab unter seinem Gewicht nach und er stützte sich auf seinen Händen und Knien ab, sodass er Deidara umgab wie ein Gefängnis aus dem er nicht mehr fliehen konnte. Ein äußerst männliches und gut gebautes Gefängnis, dem der Blondschopf ohnehin nie wieder freiwillig entkommen wollte.

Ein überraschtes Keuchen entkam ihm, als er plötzlich Itachis Zunge an seinem rechten Nippel fühlte. Spielerisch umkreiste die Zunge seine Brustwarze und als der Schwarzhaarige sanft mit den Zähnen daran zog, entkam Deidara das erste Stöhnen. Verdammt, er war so empfindlich an diesen beiden Stellen. Die Augen des Älteren blitzten freudig aufgrund Deidaras Stöhnen und er wiederholte das Ganze gleich noch einmal auf der anderen Seite.

Als seine vollends aufgerichtete Erregung schmerzhaft gegen den Stoff der Jeans pulsierte, wimmerte Deidara leise, was Itachi sofort innehalten ließ. Ihre Augen trafen sich und in Itachis Blick lag eine unausgesprochene Frage. „Bitte...“, flehte der Jüngere leise, weil er wusste, dass er es bald nicht länger aushalten würde. „Zieh uns aus, un...“ Sein Gegenüber schien im ersten Moment erleichtert zu sein und es freute Deidara irgendwie ein wenig, dass sich Itachi anscheinend Sorgen gemacht hatte, dass er nicht weitermachen wollte. Dann entfernte er sich von dem Blonden und stand von dem Bett auf, um sich sein Shirt über den Kopf zu ziehen.

„Komm.“, flüsterte der Schwarzhaarige. „Mach es mir nach.“ Ihre Blicke bohrten sich intensiv ineinander, als Deidara sich in eine sitzende Position erhob. Bei dem Anblick von Itachis nacktem, durchtrainiertem Oberkörper hätte Deidara sofort angefangen zu sabbern, aber er war zu fasziniert von dem Anblick der Hand, die federleicht über die makellose Brust glitt. Im ersten Moment wusste der Blonde nicht, ob er Itachi diese Geste nachmachen sollte, entschloss sich aber dann dafür und strich mit seinen Händen über seine eigene Brust.

Ihm entkam ein Keuchen, als er mit seinen Fingerspitzen seine hochsensiblen Nippel berührte und er warf Itachi einen lustverschleierten Blick zu. Dieser schien sich kaum an Ort und Stelle halten zu können, denn er öffnete in Windeseile seine Hose und stieg aus ihr, sodass er nur noch in Boxershorts vor Deidara stand. Sie verschlangen sich gegenseitig regelrecht mit ihren Blicken und der Blondschopf entledigte sich - wenn auch etwas umständlicher - seiner Jeans. Als er dann von alleine damit anfing, mit seinen Fingern spielerisch am Bund seiner Shorts entlangzufahren, sie ein Stück hinunter zu ziehen und dann doch wieder loszulassen, sprang Itachi ihn geradezu an.

Er kniete sich wieder über ihn und verwickelte Deidara in einen stürmischen Zungenkuss. Gleichzeitig begann er mit seinen beiden Händen den Körper unter sich zu erforschen und jedes Mal, wenn er dabei wie durch Zufall Deidaras Nippel streifte, keuchte dieser angetan in Itachis Mund. „Wie empfindlich du bist.“, murmelte der Ältere atemlos und leckte dabei aufreizend über Deidaras Ohrmuschel, was diesen erschaudern ließ. „Ich werde dich um deinen Verstand bringen.“

Der Blondschopf wurde rot und obwohl sich der Satz von Itachi nicht unbedingt wie eine Frage angehört hatte, nickte er. Als hätte er nur auf dieses Einverständnis Deidaras gewartet, legte Itachi seine Hand an den Bund der Boxershorts und begann sich einen Weg nach unten zu küssen. Deidara biss sich in den Handrücken, um keine zu lauten Geräusche von sich zu geben. Immerhin waren sie hier in einem Hotel. Angespannt sah er auf Itachis schwarzen, seidigen Haarschopf hinunter. Er schluckte und konnte nicht länger widerstehen, vergrub seine rechte Hand sanft in den langen Strähnen.

Kurz trafen sich ihre Blicke, dann küsste Itachi sich seinen Weg weiter hinunter und Deidara beobachtete, wie er dabei die Augen genießend schloss. Scheinbar gefiel ihm die sanfte Streicheleinheit des Blonden, der vorsichtig den Haargummi löste, sodass Itachis Haare offen über seinen Rücken fielen. Gleichzeitig war dieser bei der Shorts den Blonden angekommen und rieb mit seiner Nase prüfend über die vom Stoff bedeckte Erregung. Der Jüngere bog den Rücken durch. „Ich will deine Stimme hören.“, forderte der Ältere und griff nach oben, um Deidaras Hand von seinem Mund wegzuziehen. „Ich will hören, wie du für mich stöhnst.“

Als Itachi daraufhin erneut mit seiner Nase über die Erektion des Blonden strich, keuchte dieser und drückte sein Becken der Berührung entgegen. „Kann es sein, dass ich dich geil mache?“, fragte der Ältere mit einem eindeutigen Grinsen und Deidara sah ihm mit hochroten Wangen entgegen. Er war so erregt, dass er fast schon bei dem Anblick Itachis zwischen seinen Beinen gekommen wäre. Kaum merklich nickte er und ließ seinen Kopf ergeben zurück in das Kissen fallen. „Ich kann dich nicht hören.“, kam es von dem Schwarzhaarigen und erneut wunderte sich Deidara, dass Itachi tatsächlich diese Schwäche für Dirty Talk hatte. So etwas versautes hätte er ihm nie zugetraut.

„Ja“, hauchte er deshalb atemlos. Er wollte, dass der Ältere endlich ernst machte. „Ich steh drauf, wenn du mich berührst, un.“ Obwohl es ungewohnt für Deidara war, so wollte er Itachi doch gefallen und stieg deshalb mit in dieses Gespräch ein. Ganz so, wie er es zuvor bei den Liegen gemacht hatte. „Und was willst du, dass ich jetzt mit dir mache?“, hörte er die dunkle Stimme fragen und nun warf er ihm doch einen etwas gequälten Blick zu. Er konnte doch nicht aussprechen, was er von Itachi wollte. „Tu es für mich.“, flüsterte der Schwarzhaarige auf einmal mit sanfter Stimme und Deidara riss die Augen auf. Wie unfair. Diese Karte konnte er doch nicht ausspielen! Der Ältere wusste ganz genau, dass sich der Blonde dieser Aussage niemals widersetzen würde. Und trotz dem Deidara es hasste, dass der andere ihn so sehr in der Hand hatte, erregte es ihn gleichermaßen.

„Berühr mich, un.“, hauchte er und schloss die Augen, als Itachis Hand über seinen Oberschenkel streichelte. „Wo?“. Kurz haderte Deidara und biss sich auf die Unterlippe, dann antwortete er: „Dort wo du es am meisten willst.“

Erschrocken japste Deidara, als Itachi ihn plötzlich vollkommen unerwartet an den Hüften packte und umdrehte, bevor er ihn auf seine Knie stellte, als würde der Jüngere gar nichts wiegen. Scheinbar hatte er nicht mit dieser Antwort gerechnet, wenn sie ihm aber gleichermaßen zu gefallen schien, denn Itachi entriss ihm regelrecht sein letztes Stück Stoff und beugte sich über Deidara. Mit den Worten „Du bist ganz schön frech.“ legte er seine Hände an die beiden Pobacken des Blonden und fing damit an, sie fest zu massieren. Der Jüngere stöhnte bei diesen neuen Gefühlen auf. Mittlerweile waren die Hände des Schwarzhaarigen warm geworden und während sie seinen Hintern kräftig kneteten, spürte Deidara gleichermaßen Itachis Oberkörper an seinem Rücken und dessen Erektion an seinem Oberschenkel. Leider war sie noch von seiner Shorts verdeckt.

Stöhnend gab er sich dem Gefühl von Itachis Händen hin und schob eines seiner Beine etwas weiter nach hinten, weil er das harte Glied des Älteren deutlicher spüren wollte. Dieser biss ihm bei dem Druck, den Deidaras Oberschenkel verursachte, sanft in den Nacken. Der Blonde keuchte überrascht und er konnte Itachis Stöhnen hören. Es war das schönste Geräusch, das er jemals gehört hatte. Während der Schwarzhaarige weiterhin seine Arschbacken mit seinen Händen massierte, bewegte Deidara sein Bein leicht hin und her. Er wollte mehr von Itachi hören.

„Vergiss es, mein Hübscher!“, knurrte dieser sofort und obwohl Deidara deutlich die Erregung in seiner Stimme hören konnte und daraus schloss, dass es ihm doch gefallen hatte, entfernte Itachi sich von ihm. Jegliche Berührung verschwand und verzweifelt wollte der Jüngere sich umdrehen, um dafür zu sorgen, dass er ihn wieder berührte, da spürte er eine Hand in seinem Nacken, die seinen Oberkörper nach unten auf die Matratze drückte. Eine Welle der Erregung überkam ihn und Deidara wimmerte leise. Er wollte endlich mehr!

„Verdammt!“, fluchte Itachi. „Wie willig du bist!“. Den zweiten Satz keuchte er mehr, als dass er ihn aussprach. Dann entfernte sich die Hand aus Deidaras Nacken und er stöhnte erschrocken auf, als er in nächsten Moment die Zunge des Älteren an seinem Eingang fühlte. Er hatte mit seinen beiden Händen Deidaras Hintern umklammert und seine Backen auseinander gezogen, um sein Gesicht halb darin zu vergraben. Deidaras Gedanken drehten sich nur noch im Kreis, aber er versuchte sich so viele Eindrücke wie möglich zu merken. Itachi hatte eine eindeutige Schwäche für Dirty Talk und anscheinend ebenfalls für Deidaras Hintern.

Dessen Körper zuckte vor Lust, als Itachis Zunge mit seinem Eingang spielte, immer wieder ganz kurz in ihn stippte und dann wieder darum kreiste. „Ita!“, stöhnte der Blonde voller Erregung, als Angesprochener eine Hand um dessen Hoden legte. Deidaras Erektion zuckte und er spürte, wie sich die Spannung in seinem Körper aufbaute. „H-hör auf! Ich... k-komme, un!“, stöhnte er, als der Schwarzhaarige ihn begann mit seiner Zunge zu penetrieren. Die Anspannung in Deidara baute sich immer mehr auf, seine Muskeln zogen sich erwartungsvoll zusammen und panisch versuchte er den Berührungen des Älteren zu entkommen, aber dieser ließ ihn nicht los. Mit der einen Hand massierte er Deidaras Arschbacke, mit der anderen seine Hoden und mit der Zunge leckte er ihn. Itachi Uchiha war ein wahres Naturtalent!

Langgezogen in sein Kissen stöhnend ergoss sich Deidara wenige Augenblicke später über seinem Laken. Sein Orgasmus übermannte ihn so heftig, dass er ihn von den Füßen gerissen hätte, wenn Itachi ihn nicht festgehalten hätte. Stöhnend und keuchend ergoss sich der Blonde und nur am Rande fiel ihm ein, dass seine Erektion dabei nicht einmal berührt worden war. Trotzdem erlebte er einen so heftigen Höhepunkt, wie er ihn noch nie gehabt hatte und schwer atmend blieb er schließlich zurück, als die Wogen abklangen.

Itachi gab ihn wieder frei. Mit gesengten Augenlidern legte Deidara den Kopf zur Seite, blieb in seiner knienden Position, während er dem Älteren dabei zusah, wie dieser aufstand und sich seine Boxershorts auszog. Mit einem Ausdruck puren Verlangens kletterte er anschließend zurück auf das Bett zu Deidara und legte seine Hand an dessen Hüfte. „Dreh dich um.“, keuchte er rau und der Jüngere schluckte. Er legte sich zurück auf die Matratze, darauf bedacht, sich nicht in sein eigenes Sperma zu legen. Dann sah er nervös zu Itachi nach oben.

Dieser legte sich zwischen seine Beine und küsste ihn. Er küsste Deidara mit feuriger Leidenschaft. Ihre Lippen bewegten sich gegeneinander und ungefragt öffnete der Blonde seinen Mund, um Itachi zu einem Zungenkuss einzuladen. Nur zu gerne schien dieser darauf einzugehen und erst nach einer gefühlten Ewigkeit lösten sie sich wieder voneinander. „Sieh mir in die Augen.“, verlangte Itachi.

Deidara folgte der Aufforderung des Schwarzhaarigen und versank sofort in den wundervollen, dunklen Augen seines Gegenübers. Im ersten Moment zuckte er erschrocken zusammen, als er dessen feuchte Eichel an seinem Eingang spürte. Er wollte nach unten sehen, aber Itachi hielt ihn auf. „Sieh mich an.“, wiederholte er und Deidara stöhnte, als Itachi seine Spitze an ihm rieb. Er bemerkte, wie viele Lusttropfen sich bereits darauf gebildet hatten und schon dieses Wissen alleine, dass Itachi ihn so sehr wollte, erregte ihn wieder. Dieser drückte fester gegen Deidaras Eingang und quälend langsam drang er in ihn ein.

Der Blickkontakt, den sie die ganze Zeit aufrecht erhielten, war dabei so unglaublich erregend für Deidara, dass er nur mit Mühe seine Augen offen halten konnte. Er wollte sie schließen; sich der Lust hingeben. Obwohl Itachi ziemlich groß war und Deidara ungewohnt weit dehnte, war der kurze Schmerz schnell verschwunden, denn er verschwand nur mit seiner Spitze in ihm. Danach wartete er. „Du bist so unverschämt eng.“, keuchte Itachi atemlos. Noch immer sahen sie sich in die Augen und Deidara wimmerte, als der Ältere sich wieder aus ihm zurückzog. Es war nur Itachis Spitze gewesen, die in ihm gesteckt hatte und doch fühlte sich der Verlust riesig an.

„Ita..“, winselte Deidara kleinlaut. „Bitte nimm mich endlich, un!“. Dessen Augen sahen ihn so intensiv an; so verlangend. Und doch schien er die Selbstbeherrschung höchstpersönlich zu sein, denn trotz Deidaras Flehen, glitt er wieder nur mit der Spitze in ihn. „Bitte! Ich halte das nicht aus!“, schluchzte er. Wie konnte Itachi nur so beherrscht bleiben?

„Hast du eigentlich eine Ahnung davon, wie heiß du bist?“, fragte der Schwarzhaarige und Deidara sah ihn schmerzlich an. Wollte er jetzt etwa Konversation betreiben? Oder wollte er ihn einfach nur in den Wahnsinn treiben? Itachis Eichel steckte in ihm, aber er wollte ihn einfach nicht nehmen! „Bitte...“, wimmerte er, kaum noch in der Lage klar zu denken.

„Wenn ich dich jetzt ficke, wird es viel zu schnell vorbei sein.“

„Das ist mir egal! Ich will dich endlich in mir spüren, un!“. Stöhnend warf Deidara den Kopf in den Nacken, als er die Reibung an seinem Eingang fühlen konnte. Quälend langsam schob Itachi sich in ihn, dehnte ihn dabei immer weiter und obwohl es Deidara Schmerzen hätte bereiten sollen, hatte er so lange darauf gewartet, dass er nur pure Lust empfand. Sein Körper war in einem derart erregten Zustand, dass er Itachi bereitwillig in sich aufnahm. Mit jedem Millimeter, den dieser weiter in ihn eindrang, glaubte sich der Jüngere mehr im Himmel und als er schließlich ganz in ihm war, stöhnten sie beide voller Lust auf.

Deidara spürte das Pulsieren in sich und als er Itachis verschleiertem Blick begegnete, konnte er nicht länger widerstehen. Er verwickelte ihn in einen feurigen Zungenkuss. Es machte ihn verrückt, dass Itachi sich nicht in ihm bewegen wollte und einfach nur in ihm verweilte. Er wollte endlich durchgenommen werden!

Also ergriff er selbst die Initiative und bewegte sein Becken weg von Itachis, sodass dieser aus ihm herausglitt. Dann drängte er sich ihm wieder entgegen und während er genussvoll aufstöhnte, biss Itachi ihm in die Unterlippe. „Scheiße!“, fluchte der Ältere und zog sich so ruckartig aus Deidara zurück, dass es fast wehtat.

Er packte ihn schon wie zuvor an den Hüften, stellte ihn wieder auf seine Knie und zwang ihm dann seine Länge auf. Itachi drang so tief in Deidara ein, dass er laut stöhnend sein Gesicht in seinem Kissen vergrub und seine Hand in das Laken unter sich krallte. „Mach dich auf was gefasst!“, stöhnte Itachi und noch bevor Deidara irgendetwas hätte erwidern können, schlug der andere einen so schnellen und harten Rhythmus ein, dass der Jüngere Sterne sah.

Sie stöhnten beide um die Wette und keiner von ihnen hielt sich zurück, während Itachi sich immer wieder aus Deidara zurückzog, um dann nur noch tiefer in ihn einzudringen. Schneller und immer fester wurden seine Stöße. Deidara verlor jegliches Gefühl für Raum und Zeit und bewegte sich einfach nur in einem Urinstinkt gegen die verlangenden Stöße des Älteren.

Sein Glied war schon lange wieder hart und verlangte pochend nach Aufmerksamkeit, sodass Deidara seine Hand fest darum schloss. Er pumpte sich genauso hart, wie Itachi sich in ihn stieß und während dieser mit beiden Händen seine Arschbacken umklammerte, rieb Deidaras sich immer weiter seinem zweiten Höhepunkt entgegen. Dann ging es sogar noch schneller als er gedacht hatte, denn als Itachi plötzlich in einem tieferen Winkel in Deidara stieß, traf er dessen besonderen Punkt.

„Ah! Ja, un!“, schrie der Blonde und als Itachi diesen Punkt noch einmal traf, schickte er Deidara ein zweites Mal über die Klippe. Noch während seinem zweiten Orgasmus spürte und hörte Deidara, wie auch Itachi seinen Höhepunkt erreichte, denn während er sich unvermeidlich in seinem Orgasmus um diesen herum zusammenzog, spürte er, wie der Schwarzhaarige sich zuckend in ihm ergoss; tief in ihn pumpte.

Genießend durchlebten sie die Höhen ihrer Orgasmen und fielen erst nach einer gefühlten Ewigkeit schwer atmend nebeneinander auf das Bett. Deidara verzog das Gesicht, als er bemerkte, dass er mit dem Bauch in seinem eigenen Sperma lag, aber im Moment war ihm alles egal. Er war wunschlos glücklich und vollkommen befriedigt. Er hörte Itachis schnellen Atem, aber er selbst war kein Stück besser dran.

„Du bist die reinste Sünde, Deidara.“, keuchte Itachi atemlos. „Du siehst aus wie ein kleiner, unschuldiger Engel und dann...“. Er ließ seinen Satz unausgesprochen und setzte sich stattdessen wieder auf. Der Jüngere erzitterte, ließ es aber bereitwillig mit sich machen, als Itachi seine Arschbacken auseinanderzog und bei dem Anblick noch einmal leise stöhnte. „Sieh dir nur an, wie mein Sperma aus dir herausläuft.“

Deidara war sprachlos. Er wusste einfach nicht, was er darauf hätte antworten sollen, weshalb er einfach nur schwieg und die Stimmung genoss. „Wo hast du Taschentücher?“, wollte Itachi von ihm wissen, als er sich schließlich an dem Bild sattgesehen hatte. Der Angesprochene zeigte nur mit einem Kopfnicken auf den Nachttisch neben dem Bett.

Mit geschlossenen Augen döste er vor sich hin, während er die sanften Berührungen von Itachi genoss, der ihn fürsorglich von ihren Überresten befreite. Erst als er sich bewegte und das klebrige Sperma an seinem Bauch spürte, verzog er das Gesicht. „Wie soll ich heute in diesem Bett schlafen, un?“, fragte er und hatte eigentlich keine Antwort erwartet, aber Itachi meinte: „Wenn du möchtest, kannst du heute Nacht mit in mein Zimmer kommen.“

Überrascht drehte er sich zu Itachi um, der schon wieder angezogen war und vor dem Bett stand. Sanftmütig lächelte er ihm entgegen und Deidara spürte den Schlag, der ihn in diesem Moment direkt in der Brust traf. Er hatte sich in Itachi verliebt. Es war immer nur eine Schwärmerei für einen gutaussehenden Sänger gewesen, aber jetzt, da Itachi nach diesem atemberaubenden Sex mit diesem warmen Lächeln vor seinem Bett stand... ja, Deidara hatte sich Hals über Kopf in den Schwarzhaarigen verliebt.

„Gerne.“, murmelte er mit roten Wangen. „Aber ich glaube, ich sollte davor noch schnell duschen gehen, un.“

In der darauffolgenden Nacht lag Deidara bei Itachi Uchiha, dem Sänger von Akatsuki im Bett. Sie kuschelten miteinander, küssten sich stundenlang und liebten sich unzählige Male, bis sie schließlich beide glücklich und zusammengekuschelt einschliefen.

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Am nächsten Morgen wurde Deidara von einem penetranten Klingeln geweckt. Murrend drehte er sich in dem warmen Bett um und versuchte wieder einzuschlafen, aber das Klingeln erklang erneut, weshalb er sich verschlafen aufsetzte und über die Augen rieb, bevor er sie öffnete.

Überrascht stellte er fest, dass Itachi ebenfalls wach war und neben ihm saß. „Guten Morgen, un.“, nuschelte er und der Schwarzhaarige erwiderte es. Aber obwohl er lächelte, lag in seinem Blick etwas trauriges. Deidara wurde flau im Magen.

„Willst du nicht an dein Telefon gehen?“. Es war das Hoteltelefon, das ihn aus dem Schlaf gerissen hatte. „Nein.“, murmelte Itachi mit einer traurigen Stimme und Deidaras ungutes Gefühl breitete sich weiter aus. „Warum nicht, un?“, fragte er verunsichert. Eigentlich wollte er gar nicht wissen, was die Antwort darauf war, denn er hatte Angst davor. Er wusste nämlich genau, was die Antwort war, aber er wollte sie nicht hören.

„Weil es dann vorbei ist.“ Die bittere Enttäuschung trieb Deidara die Tränen in die Augen, obwohl er wusste - oder es eher sah -, dass Itachi genauso fühlte. Er konnte sehen, dass er es genauso wenig wollte.

Erneut klingelte das Telefon und der Ältere seufzte traurig. Dann wandte er sich von Deidara ab und hob den Hörer an sein Ohr. „Hallo, Itachi Uchiha hier?“. Die Person am anderen Ende der Leitung sagte etwas, woraufhin er erwiderte: „Ja, stellen Sie ihn durch.“

Deidara rannen Tränen über die Wangen und er erhob sich schweigend von seiner Seite des Bettes. Er wollte Itachi nicht stören bei diesem Telefonat und er wusste genau, dass dieses Telefonat Itachi zurück nach Japan holen würde. Was gleichzeitig bedeutete, dass ihre gemeinsame Zeit vorbei war. Stumm weinend zog Deidara sich an und lauschte nur mit halbem Ohr der Unterhaltung, während er seine Haare einigermaßen in Ordnung brachte. „Ja. Ja, ich weiß. Ich habe einfach eine Auszeit gebraucht.“, sagte Itachi gerade mit seiner gewohnt höflichen Stimme in das Telefon hinein.

Wahrscheinlich war es das beste, wenn Deidara jetzt gleich zurück in sein Hotelzimmer ging und Itachi nicht länger störte. Außerdem musste er sich dann nicht peinlich weinend von dem anderen verabschieden, denn dieser hatte dann gar keine Chance noch mit ihm zu sprechen, wenn er am Telefon hing. Das war das beste für Deidara, um sich Peinlichkeiten zu ersparen. Er wollte nicht als die Heulsuse in Itachis Erinnerungen bleiben.

Deshalb biss er sich tapfer auf die Unterlippe und umrundete dann das große Bett, auf dessen anderer Seite Itachi saß und gerade erklärte, weshalb er sich in diesem Hotel befand. „Wir haben alle in dieser Woche unsere Auszeit gehabt und ich bin nun mal hier her geflogen, um von der ganzen Sache abschalten zu können.“

Deidara trat in Itachis Blickfeld, der ihn sofort beunruhigt ansah. Natürlich sah man dem Blondschopf an, dass er geweint hatte bzw. es eigentlich immer noch tat. „Du weißt, dass ich...“. Während der Ältere sprach, beugte Deidara sich vor und gab ihm einen Kuss auf die Wange, was den anderen in seinem Satz innehalten ließ. Ihre Blicke trafen sich und Deidara sah Itachi traurig an, bevor er ihm zum Abschied stumm zuwinkte.

Er machte ein paar Schritte rückwärts und biss sich noch einmal schmerzhaft auf die Lippe, als er sah, dass Itachi noch etwas sagen wollte, stattdessen aber seinem Gesprächspartner antwortete: „Ich... ja ja, ich bin voll und ganz da.“ Sie sahen sich die ganze Zeit über in die Augen, bis Deidara schließlich an der Tür des Hotelzimmers ankam. Er war der erste, der ihren Blickkontakt abbrach.

Dann verließ er schweren Herzens die Suite und betrat am anderen Ende des Flurs den Aufzug, um nach unten zu seinem eigenen Hotelzimmer zu fahren. Deidara hatte gewusst, dass sie nur begrenzt miteinander Zeit hatten und er hätte sich auch niemals träumen lassen, dass so viel zwischen ihnen passieren würde, aber in diesen wenigen Stunden hatte er sich wirklich und wahrhaftig in Itachi verliebt und nun schmerzte ihn der Abschied nur noch mehr.

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Zurück in seinem Hotelzimmer stellte er erleichtert fest, dass die Putzfrauen sein Bett bereits frisch bezogen hatten und stumm vor sich hin weinend vergrub er sich unter der frischen Bettdecke.

Deidara wusste nicht, wie viel Zeit danach vergangen war, aber irgendwann riss ihn ein Klopfen an seiner Zimmertür aus seinen trübsinnigen Gedanken. Eigentlich wollte er den Besucher einfach vor der Tür stehen lassen. Deidara wusste, dass es nicht seine Mutter war, denn wenn sie es gewesen wäre, dann hätte sie durch die Türe geschrien, dass er hätte aufmachen sollen. Also erhob Deidara sich schwerfällig und machte sich gar nicht die Mühe, sich in dem Spiegel zu betrachten. Sein Besucher sollte durchaus wissen, dass er ihn störte. Mit einem einigermaßen gefassten Gesichtsausdruck öffnete er die Tür.

Itachi stand davor.

Aus großen, verweinten Augen starrte Deidara ihn an und ihre Augen bohrten sich ineinander. Ihm fiel der Koffer in Itachis Hand auf, aber mehr als zu schlucken, konnte er nicht tun, denn dann hatte Itachi den Abstand zwischen ihnen mit einem großen Schritt überwunden und küsste ihn. Er küsste ihn so gefühlvoll, dass dem Blonden sofort wieder die Tränen in die Augen stiegen, weshalb er sie schnell schloss und einfach nur ihren letzten Kuss genoss.

Als Itachi sich von ihm löste, wollte Deidara protestieren, aber er ließ ihn traurig gewähren. „Du bist wirklich etwas besonderes, Deidara.“, raunte Itachi und legte ihm eine Hand an die Wangen. „Es tut mir leid, dass wir nicht mehr Zeit miteinander hatten.“ Der Jüngere nickte bedauernd. „Mir auch, un.“

„Hier.“

Verwirrt sah Deidara auf den weißen Umschlag, den Itachi ihm entgegenhielt. „Was ist das, un?“, fragte er verwirrt. „Das ist für dich. Ich werde mir am Flughafen ein neues kaufen. Wenn du glaubst, dass irgendwann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, dann sag mir Bescheid.“ Mit diesen Worten gab Itachi ihm einen Kuss auf die Stirn und verabschiedete sich mit einem letzten Lächeln, bevor er um die Ecke verschwand. Deidara blickte auf den Umschlag in seiner Hand hinunter.

Darin befand sich ein Flugticket nach Japan.
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