Ein Überraschungsurlaub mit Hindernissen

GeschichteRomanze / P18 Slash
Aoko Nakamori Heiji Hattori Kaito Kid / Kaito Kuroba Ran Mori Shinichi Kudo Sonoko Suzuki
04.10.2019
09.11.2019
7
19367
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Und nun sind wir hier bei dem vorletzten  Kapitel... Ich hoffe ihr mögt es und seid nicht sauer, dass die Geschichte kürzer wurde als gedacht.. u.u Jedenfalls habe ich noch mehr in Planung bzw auch schon fertige Geschichten, die auf die Veröffentlichung warten. :)

Aber ich bin mir sicher, dass ...

Als Kaito am nächsten Morgen erwachte, hatte sich der noch schlafende Shinichi an ihn gekuschelt.

Kaito seufzte. „Ach Shinichi… Wieso machst du es mir so schwer...“, murmelte er leise. Darauf folgte ein verschlafenes „Mhmm?“

Shinichi wachte auf und zog sich zurück. „Tut mir leid...“, sagte er, und gähnte.

„Schon gut. Ich habe nachgedacht, und werde dich tun lassen, was du für richtig hältst. Ich kann und will deine Liebe nicht erzwingen.“ Kaito sah ihn entschlossen an und führte das Gespräch von gestern Abend weiter, als hätte es keine Unterbrechung gegeben.

„Kaito, ich...“ Doch der Dieb erhob sich und ging ins Bad. Shinichi sah ihm geknickt hinterher.


Kaito sah niemanden an am Frühstückstisch. Er war hin und hergerissen zwischen seinen Gedanken. Soll ich um Shinichi kämpfen…? Aber ich kann und will ihn zu nichts zwingen. Und wenn Heiji gewinnt, dann… Kann ich daran eh nichts ändern. Niedergeschlagen rührte Kaito Zucker in seinen Kaffee.

Aoko beobachtete ihren geknickten Kindheitsfreund besorgt, und dachte sich ihren Teil. Doch vor allen anderen wollte sie ihn nicht darauf ansprechen. Shinichi war ebenfalls so still, und in Gedanken versunken…

Gemeinsam beschlossen die Mädchen, heute den Minoo Park zu besuchen. „Der soll sehr schön sein, sagt der Reiseführer.“, schnatterte Sonoko eifrig.

„Es gibt sogar nen Wasserfall zu bewundern!“ Heiji trat gut gelaunt an den Tisch heran. Kaitos Hand um seine Kaffeetasse verkrampfte sich. „Ich komme nicht mit.“, beschloss er würdevoll.

„Wenn Kaito nicht mitkommt, dann bleibe ich auch hier.“, sagte Shinichi leise, doch die Gruppe hörte ihn. Heiji verzog leicht das Gesicht, doch lächelte dann wieder. „Nun kommt schon. Je mehr wir sind, desto fröhlicher wird es.“

Für diesen Satz hätte Kaito ihm am liebsten seine Tasse an den Kopf geworfen. Mit Inhalt. Doch er beherrschte sich gerade noch so. Shinichi bemerkte es und schob seine freie Hand unter dem Tisch zu Kaitos freier Hand. Sanft strich er über die Finger des verblüfft dreinschauenden Diebes, dieser schaute den Detektiv kurz an. In dessen Augen las er, dass er ihn beruhigen wollte. Kaitos Herz klopfte schneller. „Wenn es sein muss...“

„Dann kommen also alle mit?“, fragte Sonoko in die Runde, und erhielt Zustimmung. Keiner hatte bemerkt, was zwischen Shinichi und Kaito passiert war. Alle gingen schließlich auf ihre Zimmer, um sich fertig zu machen. Sie trafen sich in der Hotel Lobby, und schon ging es los.

Der Park war tatsächlich wunderschön und mitten in der Natur, mit seinen Tempeln und Brücken. Sonoko und Heiji unterhielten sich gut gelaunt, während Ran leise mit Shinichi redete. Kaito hatte diesmal wirklich keine Lust mit Aoko zu reden, und sagte ihr dies auch. Beleidigt aber doch etwas verständnisvoll holte sie auf, und lief neben Ran her. Sie plauderte mit dem anderen Mädchen, machte sich jedoch Gedanken über ihren besten Freund.

Heiji lief nun neben Shinichi, und verwickelte ihn in Gespräche. Kaito spürte sofort, dass der Detektiv dies extra machte. Die kleine Hoffnung, die in Kaito entstanden war, wurde dabei wieder zunichte gemacht. Shinichi hatte sich nicht weiter um ihn gekümmert. Er warf Heiji wütende Blicke zu, was diesem auffiel. Er zwinkerte unauffällig dem Dieb zu und grinste frech. Wie als wollte er sagen: Tja Junge, Pech gehabt. Shinichis Herz gehört mir.

Nach etwa fünfundvierzig Minuten Fußweg, und nervenaufreibenden Gedanken von Kaito, erreichten sie den imposanten Wasserfall. Die Gruppe bestaunte ihn ausgiebig, und Fotos wurden geknipst. Nach einer Weile entschlossen sie sich weiterzugehen, doch Kaito entschloss sich, noch etwas zu bleiben. Er empfand diesen Platz als friedlich, und irgendwie fühlte er sich wohl. Zudem wollte er über das Geschehene nochmal in Ruhe nachdenken. Es waren außer ihnen auch nicht viele andere Menschen anwesend, was ungewöhnlich war.

„Geht nur schon vor, ich möchte noch etwas hier bleiben.“

„Aber...“

„Kein aber. Ich finde schon zurück zum Hotel, macht euch keine Sorgen.“, beruhigte er Ran und Aoko, die gleichzeitig Einwände erhoben hatten. Damit drehte er sich zurück zum Wasserfall, und schenkte der Gruppe keine Beachtung mehr.

Er stand einige Minuten, und beobachtete das in die Tiefe fallende Wasser, bis er eine federleichte Berührung auf seiner Schulter verspürte. Überrascht drehte er sich um, und konnte kaum glauben, wen er sah…

„Shinichi?! Ich dachte, du bist mit den Anderen mitgegangen? Was machst du hier??“, fragte er verblüfft.

„Ich habe nachgedacht, und wollte dir meine Entscheidung mitteilen.“, sagte der Detektiv mit ungewohnt weicher Stimme.

„Okay…?“, brachte Kaito nur hervor. Der Dieb rechnete mit dem Schlimmsten, so vertraut wie Heiji und Shinichi miteinander umgegangen waren. Kaito war geknickt, sein Pokerface klappte nicht wirklich, Dennoch wollte er Shinichi zuhören, und sah ihm in die Augen.

„Ich hatte die ganze Nacht, und den halben Tag Zeit, und die hab ich auch genutzt.“ Shinichi grinste unsicher. „Aber ich bin mir sicher, dass ich mich in dich verliebt habe.“

Kaito stockte der Atem. Er meinte, sich verhört zu haben. „Wie jetzt...“, krächzte er.

„Ich liebe dich. Du hast es in mein Herz geschafft, und hältst dich auch ziemlich hartnäckig darin.“, Shinichi lachte leise.

„Du… Ich liebe dich auch!“ Kaito sah Shinichi geschockt an, bevor er lächelte und in den Saphiren versank, die ihn die ganze Zeit über fest angesehen hatten.

Shinichi trat näher an ihn heran, und ihre Lippen trafen aufeinander, verbunden in einem sanften und liebevollen Kuss. Kaito vergaß alles um sich herum, als Shinichis Arme sich um ihn legten, und näher an ihn heran zogen. Kaito intensivierte den Kuss, seine Arme umschlangen den Anderen. Wie hatte er das vermisst, seit diesem einen Abend, als Shinichi ihn unter Alkoholeinfluss geküsst hatte…! Doch jetzt waren sie beide nüchtern. Und der Detektiv liebte ihn wirklich!

Kaito war glücklich…

„Was wirdn das, wenns fertig is?!“

Kaito und Shinichi lösten sich erschrocken voneinander. Heiji kam mit schnellen Schritten auf sie zu.
„Wonach sieht es denn aus?“, fragte Kaito herausfordernd. „Ich habe dir gesagt, Shinichi hat zu entscheiden, wen er liebt. Tja, und er hat sich entschieden, wie du sicher erkennst.“ Kühl sah er den Detektiv aus Osaka an.

„Wie bitte, was? Sagt mir nicht, dass ihr gewettet habt...“ Ungläubig sah Shinichi vom einen zum anderen.

„Haben wir nicht, Liebling. Heiji meinte nur, mich herausfordern zu müssen.“

„Ist das wahr, Heiji?“ Shinichi wurde sauer.

„Hey, mal langsam… Kaito war damit einverstanden! Und was is falsch an nem kleinen Wettstreit?“, meinte Heiji eingeschnappt.

Shinichi seufzte. „Ach ihr. Heiji, es stimmt. Ich habe mich für Kaito entschieden. Ich hoffe dennoch, dass wir Freunde bleiben werden?“ Shinichi sah Heiji fest in die Augen.

„Ma sehn…“, antwortete der Detektiv geknickt. „Ich geh dann mal...“ Er drehte sich um, und ging in Richtung des Ausgangs.

„Lass ihn… Er braucht Zeit.“, meinte Kaito leise, um Shinichi davon abzuhalten, ihm hinterherzulaufen.

„Ich weiß. Wollen wir dann auch langsam weitergehen?“ Der Detektiv aus Tokyo hielt dem Dieb seine Hand hin. Gemeinsam machten sie sich Hand in Hand auch auf den Weg, allerdings mit einigem Abstand zu Heiji.

„Was möchtest du jetzt machen?“, fragte Shinichi seinen Zimmerpartner freundlich.

„Mhmm, ich weiß nicht genau. Einfach mit dir zusammen sein. Allein...“ Kaito küsste ihn auf die Wange.

„Wird hier in der Großstadt schwierig. Dann müssen wir wohl zum Hotel zurückkehren, und auf unser Zimmer gehen.“

„Hab nichts dagegen...“

Shinichi zog sein Handy aus der Tasche, und telefonierte mit Ran. Er erklärte ihr, dass sie früher zum Hotel zurückkehren würden, und sie und die Anderen sich keine Sorgen machen sollten. Das Mädchen schien Verständnis zu haben, denn Shinichi verabschiedete sich freundlich von ihr.

Zurück im Hotel setzten sich beide auf ihr Bett. Shinichi und Kaito schwiegen einen Moment. „Möchtest du mit mir zusammen sein, Shinichi?“, fragte Kaito leise, sah dem Anderen dabei tief in die Augen.

„Das möchte ich.“ Shinichi erwiderte den Blick, bevor ihre Lippen erneut zusammenfanden. Beide lehnten sich zurück, ohne den Kuss zu unterbrechen. Den Rest des Tages verbrachten sie aneinander gekuschelt im Bett. Immer wieder tauschten sie kurze und längere Küsse aus. Keiner von beiden bekam genug davon. Und diesmal blieben sie ungestört. Kaito genoss die sanften Berührungen, die jedoch diesmal harmlos blieben.

Shinichi hatte ja gesagt, dass er es langsam angehen wollte. Und Kaito hielt sich daran, auch wenn es ihm schwer fiel. Schließlich wollte er seinen Partner nicht verschrecken.


Fortsetzung folgt...