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Starlight-School

von xNele
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Ashley Buffy Dinah Greaseball Pearl
04.10.2019
31.05.2020
19
36.329
6
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Dieses Kapitel
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18.05.2020 2.095
 
Die Nacht über konnte Dinah nicht gut schlafen.
Meistens saß sie eher in ihrem Bett und sah nur an die Wand gegenüber.
Pearl dagegen schlief tief und fest.
Als der Speisewagen kurz zu ihr rüber sah, lächelte Pearl im Schlaf. Ihre pinken Locken waren überall im ihrem Gesicht verteilt.
Kurz musste Dinah schmunzeln, wand dann jedoch ihren Blick wieder ab.
Sie sah schließlich auf die zwei Bilder auf ihrem Nachtisch.
Auf den einem war sie mit ihrer Mutter. Erneut schlich sich ein Lächeln auf ihre Lippen. Das Bild hatten die beiden Speisewagen bei ihrem letzten Ausflug geschossen, bevor ihr erster Tag an diesem Internat nahte.
Auf dem anderen Bild waren ihre neu gewonnenen Freunde.
Gestern hatte die Gruppe noch ein Selfie geschossen, als sie den Abend mit einem Picknick ausgeklungen hatten.
Bobo hatte darauf einen Arm um Buffy gelegt, während Pearl und Ashley sich auch im Arm hatten. Die beiden Waggons hatten sich an diesem Tag erst so richtig angefreundet, obwohl sie doch so verschieden waren.
Rusty saß neben Pearl und lächelte mit rotem Kopf in die Kamera, während Ruhrgold, welcher das Handy hielt, eine Grimasse machte.
Dinah selber wurde im Hintergrund von Caboose Huckepack getragen.
Der Speisewagen war so dankbar für ihre Freunde.
Sie musste erneut lächeln, als sie daran dachte, dass sie am Ende dieses Schuljahres Touren als normaler Personenzug fahren konnte, wenn sie ihre Prüfungen bestehen würde.
Vielleicht dürfte sie ja sogar mit Ruhrgold, Rusty oder Bobo in den Prüfungen fahren. Das würde Dinah bestimmt nochmal einen Vorteil verschaffen, da sie die drei Loks gut kannte.
Dinah's Lächeln wurde noch breiter, als sie daran dachte, dass sie sogar mit Greaseball fahren könnte.
Sie schloss ihre Augen wieder und schlief mit den Erinnerungen des Projekts vor ein paar Wochen schließlich wieder ein.


,,Pearl kommst du endlich?! Die anderen warten unten schon und es geht bald los!", rief Dinah erneut durch das Zimmer der zwei Personenwagen.
,,Jaha, ich bin doch gleich fertig!", war schon seit 10 Minuten die Antwort des 1. Klasse Wagens.
Doch tatsächlich öffnete sich schließlich die Tür des Bad's und Pearl kam mit einem zufriedenen Lächeln hinaus.
Dinah nahm sie schnell am Arm und zog sie aus dem Zimmer raus.
,,Beruhig dich mal, das Finale hat eh noch nicht angefangen", erklärte Pearl ihrer genervten Freundin.
,,Ja, aber die Zeremonie hat schon angefangen und das ist doch das beste am Finale!", widersprach der Speisewagen, woraufhin Pearl schließlich ruhig war.

Unten angekommen, sahen die anderen die zwei verspäteten Waggons nur kurz an, bevor sie sich schnell wieder der Leinwand zu wanden.
Dinah und Pearl machten es den anderen schließlich gleich, als sie sich zu ihrer üblichen Truppe gesetzt hatten.

Die vier Finalisten wurden wohl schon vorgestellt, denn zu sehen war nur, wie die Loks mit ihren Waggons selbstbewusst auf einer Brücke standen.
Ganz links stand der Schwede Kjell, daneben Lovis aus Deutschland, dann Fjodor aus Russland und ganz rechts Greaseball.
Im Hintergrund lief laute Musik und mit Laser- und Scheinwerfern wurde eine kleine Show präsentiert.
Nervös spielte Dinah mit ihren Fingern und auch die anderen schienen alles andere als entspannt zu sein, vorallem als schließlich der Countdown ertönte.

...3, 2, 1 Looos!

Zum letzten Mal legten alle Loks einen sehr guten Start hin, weshalb alle direkt auf einer Höhe fuhren.

Fjodor setzt sich an die Spitze, dicht gefolgt von Kjell! Lovis liegt momentan hinten.

Dem Deutschen schien dies natürlich nicht zu gefallen. Kraftvoll zog er an Ankea's Kupplung, um sich dadurch mehr nach vorne zu katapulieren und den Amerikaner etwas auszubremsen.
Dieser dachte jedoch zuerst, dass das Ankea's Schuld war, weshalb der Diesel sich genervt umdrehte und bereit war sie lauthals anzuschreien, doch in dem Moment zog Lovis an ihm vorbei und grinste ihn teuflisch an.
Sofort unterbrach Greaseball sein Vorhaben und beschleunigte erneut, um gleichauf mit der Partnerin der deutschen Bahn zu sein. Der Aussichtswagen sah den gelb- schwarzen Diesel ängstlich an, welcher ihr gefährlich nahe kam.
,,Tut mir leid, Süße", flüsterte er dem ängstlichen Waggon zu, bevor er seine Rache ausführte.
Mit einem Schwung fuhr er genau auf die zitternden Hände des Aussichtswagen zu, mit denen sie sich an Lovis' Kupplungen fest hielt.
Erschrocken lies sie schnell los, um nicht verletzt zu werden.
Erst danach stellte sie fest, dass es dazu nicht gekommen wäre, da Greaseball den womöglichen Schubser nur angetäuscht hatte.
Verwirrt sah die deutsche Bahn sich um, nur um zu merken, dass er seinen Waggon verloren hatte.
Diesmal grinste die Union Pacific ihn siegessicher an, bevor er ihn überholte.

Die Brücke hinunter, führt weiterhin Fjodor, doch Kjell und Greaseball sind ihm dicht auf den Fersen. Lovis verlor an Tempo und bildet nun das Schlusslicht.

Eine Zeit lang blieb es fair. Die drei Loks an der Spitze lieferten sich ein Kopf an Kopf Rennen und auch Lovis war wieder dicht hinter ihnen.
Aufeinmal war jedoch ein lauter Schrei zuhören und der Schlafwagen Annrike, der mit Fjodor fuhr, kuppelte sich von diesem ab und hielt schmerzend ihren Bauch.
Schnell wich Greaseball, dem langsamer werdenden Waggon, aus.
Es gab wohl einen Kampf zwischen dem Russen und dem Gewinner des Kampfes Kjell.

Oh man, scheint so als wäre Fjodor aus dem Rennen!

Wütend fuhr der Russe an die Seite und nahm sein Helm ab. Für ihn war das Rennen gelaufen, denn ohne einen Partner konnte er schließlich nicht weiter fahren.
Greaseball und Lovis fuhren an ihm vorbei, während Kjell weiterhin führte.
,,Lovis holt wieder auf!", schrie Ankea ihrer Lok zu, die daraufhin sofort schneller wurde.
Die Deutsche Lok schnaubte kurz genervt auf, als Greaseball ihn langsam abhängte.

An der Spitze ist weiterhin Kjell, doch Greaseball und Lovis kommen ihm wieder näher.
Ob sie gleich auf der Zielgeraden noch aufholen können?

Dieses mal war es nun der Schwede, der sich neugierig umsah und die zwei, immer näher werdenden, Loks sah.
Panisch sah er wieder nach vorne.

Auf der Zielgeraden führt immernoch Kjell, doch Greaseball ist dicht hinter ihm, aber das Lovis eine Chance auf den Titel haben wird ist wohl eher unwahrscheinlich.

Erneut drehte Kjell sich zu seinem Gegner um, bremste leicht, um auf einer höhe mit dem Diesel zu sein.
,,Du kannst den Titel vergessen, Sprössling!", zischte er ihm zu.
Der Schwede holte aus und schlug ihm auf den verletzen Arm.
Greaseball hielt diesen sofort schmerzend, versuchte sich aber trotzdem, nichts anmerken zu lassen.
Hasserfüllt sah er zu dem Schweden.
,,Das werden wir ja noch sehen", knurrte der Amerikaner und rempelte ihn kraftvoll an.
Der 1. Klasse Waggon hatte mit einer solchen Attacke gerechnet. Trotzdem konnte sie den Aufprall mit Kjell's Wagen nicht vermeiden, weshalb beide sich nun schmerzend über ihre Seiten strichen.
,,Das wirst du bereuen", meinte nun der Schwede rachesüchtig.
,,Möge der Bessere gewinnen", erwiderte Greaseball nur gespielt gelangweilt, bevor er wieder beschleunigte und die Führung übernahm.
Innerlich rastete Kjell aus, doch er versuchte sich nichts anmerken zu lassen und nahm auch wieder mehr Tempo auf.

Sie sind nun alle auf den letzten Metern angekommen! Greaseball hat die Führung übernommen!

Unter seinem gelben Helm lächelte der Diesel teuflisch. Er war zwar nicht fair gewesen, aber den Sieg hätte er sich trotzdem verdient und er wäre offiziell die schnellste Lok der Welt.
Dieser Gedanke spornte den Diesel noch mehr an.
Panisch merkte Kjell, wie Lovis ihn nun auch wieder überholt hatte und noch dazu, dass der Abstand zwischen ihm und Greaseball sich langsam vergrößerte.
Seine Augen vergrößerten sich drastisch, als er sah, wie der junge Diesel durch die Ziellinie fuhr, tosender Applaus zu hören war und sogar Feuerwerk am Himmel zu sehen war.

Greaseball hat gewonnen! Wir haben einen neuen Weltmeister!

Stolz nahm dieser seinen Helm ab und fuhr an den größtenteils jubelnden Publikum vorbei.
Ankea reckte ihr Kinn in die Höhe und lächelte Stolz.
,,Greaseball mein Kind, du hast es wirklich geschafft!", schnitt Oilsluck den beiden den Weg ab und umarmte Greaseball kurz.
Sofort kamm auch Yamila auf die Sieger zugefahren und nahm direkt den Diesel in die Arme.
,,Ich bin so stolz auf dich!", schluchzte sie.
,,Mum, du musst doch nicht weinen!", meinte Greaseball erschrocken und löste sich aus ihrer Umarmung.
,,Danke auch an dich Ankea", meinte Yamila lächelnd und strich sich eine Träne aus dem Gesicht.
,,Wie geht es deinem Arm?"
Kurz hielt Greaseball inne.
Sein Arm, der deutlichen Schaden von dem Schweden abbekam, tat höllisch weh.
Wie konnte ihm das nur erst jetzt auffallen?
,,Greaseball?", fragte der 1. Klasse Waggon erneut vorsichtig nach, bevor sie von Oilsluck weggedrängt wurde, denn dutzende Kameras und Reporter drängten an ihnen vorbei, um zum Weltmeister zu kommen.
,,Greaseball, wie fühlt es sich an Weltmeister zu sein?"
,,Stimmt es, dass Ihr Arm beschädigt ist?"
,,Wie haben Sie sich hier drauf vorbereitet?"
,,Werden Sie Ihre Ausbildung zu einer normalen Lok abbrechen?"
,,Fahren Sie zurück nach Deutschland oder Amerika?"
,,Seid ihr ein Paar?"
Und noch viel mehr Fragen prasselten auf den Diesel ein, welcher wie gelähmt da stand, während Ankea sich selbstbewusst neben ihn stellte und auf noch mehr Fragen wartete, die sie betrafen.
Schließlich nahm Greaseball sich wieder zusammen.
"Wenn ich den Schmerz eben nicht bemerkt habe, würde ich es jetzt auch wieder schaffen."
Mit diesen Gedanken wandte er sich nun den ganzen Fragen zu und stellte sich auf die dutzenden Interviews ein.

---

,,Er hat es wirklich geschafft", meinte Buffy ungläubig.
,,Er hat es verdient", erwiderte Dinah daraufhin und klatschte weiterhin begeistert mit ihren Händen.
Ashley zündete sich zufrieden eine weitere Zigarette an.
,,Dann werden wir wohl den Weltmeister an der Schule haben und du kleine, bist sogar schon mit ihm gefahren", sagte der Rauchwaggon und lächelte Dinah vielsagend an.
,,Seit mal ruhig!", unterbrach ein schwarzer Diesel den Jubel der anderen Züge und Waggons. Als alle schließlich seinem Befehl befolgten, grinste er zufrieden.
,,Wir wollen eine Überraschungs- Party für den Bo- äh Greaseball schmeißen", sofort brach erneut Jubel aus, obwohl der Diesel noch nicht fertig mit reden war.
,,Klappe!", kam es nun von Tank und alle blieben wieder still, sodass der andere Diesel ungestört weiter reden konnte.
,,Also das muss aber geheim bleiben, damit weder Greaseball, noch die Lehrer davon etwas mitbekommen. Ihr Waggons werdet die alte Scheune, im Wald neben dem See, dekorieren und wir Loks kaufen das Nötigste und bauen Stehtische und so auf, verstanden?", fragte der Diesel und wartete auf eine kurze Rückmeldung seiner Mitschüler.
,,Gut. Die Party findet in zwei Tagen statt, wenn Greaseball wiederkommt. Macht euch an die Arbeit!"


Somit waren die Loks und Waggons Nachmittags beschäftigt, denn vorher hatten sie noch ihren normalen Unterricht.
Alle taten, was ihnen befohlen wurde, auch wenn das Dekorieren der Scheune teilweise ziemlich schief ging, da so gut wie alle Waggons zu klein waren, um etwas an die Decke zu hängen.
Als Dinah mal versucht hatte, eine gelb schwarze Girlande aufzuhängen, war sie auf einen Stehtisch gestiegen. Da sie jedoch trotzdem noch nicht dran kam, stellte sie sich noch auf ihre Stopper und machte kleine Sprünge. Doch als der Speisewagen nicht aufgepasst hatte, knickte sie mit einem Fuß um, stolperte rückwärts und flog schließlich vom Tisch.
Dabei stieß sie außerdem noch Buffy um, die eine kurze Pause gemacht hatte, sodass Dinah letztlich auf Buffy am Boden landete.
Einen blöden Kommentar, dass die beiden doch mal mehr aufpassen sollte und dass sie die ganze Party kaputt machen würden, bekamen Buffy und Dinah von Fee.


Nach 2 Tagen voller Arbeit, saßen alle Loks und Waggons nun in der Scheune. Naja zumindest fast alle Loks, denn Tank war los gefahren, um Greaseball zu empfangen und dann hier her zu führen.
Dinah saß auf einer Treppenstufe in der Scheune neben ihren Freunden und spielte nervös mit der kleinen Amerikanischen Flagge aus Pappe, die sie in der Hand hielt.
Buffy schien auch ziemlich nervös zu sein, während Ashley schlecht gelaunt in die Luft starrte.
Der Rauchwaggon hatte Rauchverbot in der Scheune, da alle Bedenken hatten mit dem Stroh.
Rusty unterhielt sich mit Pearl, Bobo versuchte weiterhin seinen Waggon irgendwie zu unterhalten, doch Buffy schien ihn zu ignorieren und Ruhrgold und Caboose waren fast noch schlecht gelaunter als Ashley, da beide den Diesel nicht leiden konnten und somit auch keine Lust hatten, eine Party für ihn zu schmeißen.
Alles in einem herrschte definitiv eine bedrückte Stimmung in der Gruppe.
Auch die nächsten Minuten blieb es relativ ruhig in der Scheune, bis das Handy von Luke, einer der schwarzen Diesel, plötzlich kurz klingelte.
,,Sie sind in ein paar Minuten da, also alle auf ihre Positionen!"
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