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Starlight-School

von xNele
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Ashley Buffy Dinah Greaseball Pearl
04.10.2019
31.05.2020
19
36.329
6
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Dieses Kapitel
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18.04.2020 2.202
 
,,Das heißt?", fragte der ältere Diesel ungeduldig.
,,Ein weiteres Rennen wäre zu gefährlich."

,,Das kann nicht sein", widersprach Oilsluck direkt und sprang wütend auf. Auch Greaseball starrte die Ärztin unzufrieden an, während Yamila verständnisvoll nickte.
,,Wie gesagt wäre es wirklich gefährlich ein weiteres Rennen zu fahren, aber letztlich liegt die Entscheidung bei ihnen."
,,Na dann wird Greaseball weiterhin fahren!", bestimmte Oilsluck.
,,Moment mal! Zum einem bin ich dagegen, da ich mich um unseren Sohn kümmer und zum zweiten sollte er es selber entscheiden", unterbach Yamila ihren Mann und stand nun auch auf ihren acht Rollen.
Die beiden warfen sich gegenseitig einen duellierten Blick zu, bevor sie ihren Sohn erwartungsvoll ansahen.
Kurz herrschte Ruhe.
,,Ich werde fahren", meinte dann jedoch Greaseball.
,,Schatz du musst dich zu nichts drängen lassen. Du kannst das machen, was du willst", erklärte seine Mutter ihm ruhig und setzte sich wieder neben ihm.
,,Was für einen Blödsinn du schon wieder erzählst, Yamila!", unterbrach Oilsluck sie, klopfte Greaseball ein letztes Mal auf die Schulter und verließ dann das Arztzimmer.
Wieder mal war es ruhig. Jeder war mit seinen eigenen Gedanken beschäftigt.
,,Greaseball, ich will nicht für dich entscheiden, aber du würdest mir und dir eine riesen Gefallen machen, wenn du nicht antreten würdest", sprach Yamila auf ihren Sohn ein.
Dieser schüttelte jedoch den Kopf und sah schließlich wieder in die besorgten Augen des 1. Klasse Wagens.
Doch genau das bereute er sofort wieder. Seine Mutter war immer für ihn da und wohl der einzige Zug, dem der Diesel wirklich vertraute. Immer war sie diejenige, die wusste was zu tun war und was das beste für alle wäre.
Langsam senkte Greaseball seinen Kopf.
Nur selten konnte man ihm seine Gefühle ablesen, doch genau in diesem Moment fühlte er sich schwach und kraftlos. Er war einfach verzweifelt und genau das sah man ihm an.
Behutsam legte Yamila ihre Hand auf seine Schulter.
,,Mach das, was du für richtig hälst. Du weißt das ich immer hinter dir stehen werde, auch wenn ich mal anderer Meinung bin."
Der Diesel hob seinen Blick wieder und lächelte seine Mutter dankbar an.
,,Dann werde ich das Rennen fahren", meinte er nun wieder kraftvoller und lächelte nun wieder leicht.

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Pearl und Dinah rollten nun schon 15 Minuten durch den Park. Keine der beiden hatte sich bisher zu Wort gemeldet.
Der Speisewagen war immernoch tief in ihren Gedanken versunken und Pearl wusste einfach nicht, was zu tun war. Schließlich ging ihr jedoch die Ruhe auf die Nerven. Sie fuhr deshalb ein bisschen schneller, sodass sie vor Dinah abbremste und ihr in die Augen schauen konnte.
,,Dinah, du weißt das du mir vertrauen kannst. Erzähl was dich plagt, es bleibt unter uns."
Angesprochene sah tief in die Augen des pinken Waggons und seufzte.
,,Ich bin verwirrt. Es ist nichts schlimmes passiert, aber... Ich weiß gar nicht wie ich es erklären soll. Es passiert einfach so viel", erzählte sie Pearl und sah sie nahezu verzweifelt an.
,,Es geht um Greaseball oder?"
,,Ja... Er ist so nett zu mir und dann erzählt mir Buffy, dass er genau das Gegenteil ist. Er soll sich gerne prügeln, mit Mädchen amüsieren und unschuldige ärgern."
Pearl schwieg. Tatsächlich hatte sie davon auch schon was gehört, vorallem von den anderen 1. Klasse-Wagen, doch aus Dinah's Mund hörte sich das alles nochmal dramatischer an.
,,Wie wär's, wenn du es einfach selber herausfindest, wer nun recht hat", schlug sie schließlich vor.
Dinah zuckte nur kurz mit den Schultern.
,,Was ist, wenn die anderen Recht haben? Und er mir sogar was antut?"
,, Dann weißt du zumindest, dass er nicht der richtige ist und außerdem werden wir als deine Freunde es nicht zu lassen."
Nun schlich sich wieder ein kleines Lächeln auf Dinah's Gesicht.
,, Nagut... Danke für's zuhören", bedankte sie sich bei Pearl mit einer Umarmung.
,, Mach ich doch gerne, aber jetzt müssen wir wieder zurück. Ich hab schon Hunger bekommen."
Kurz grinsten die zwei sich an und fuhren schließlich zurück zu den anderen, um die Wette einzulösen.

---

Auf dem Vorhof des Internats, wo die Leinwand und die Tische mit Bänken aufgebaut waren, war mittlerweile eine kleine Feier.
Die Lehrer und Lehrerinnen hatten die Flucht ergriffen, sodass die Gruppe der Diesel sofort Kästen voller Bier geholt hatten. Vorallem diese Gruppe war auch am lautesten und dachten sich schon einen Anfeuerruf für ihren Boss, für das morgige Rennen, aus.

,, Da seid ihr ja wieder, wir wollen jetzt los zum Italiener, bevor das hier alles noch zu sehr ausartet", begrüßte Buffy die zwei Personenzüge.
Die Gruppe teilte sich also, um in die Stadt zu kommen, da sie drei Loks hatten.
Natürlich hängte sich Buffy direkt an ihre Lok und auch Ashley folgte ihr. Ruhrgold lächelte Dinah auffordend an, welche dies erwiderte und nach seinen Kupplungen griff. Pearl kuppelte sich an Dinah, wobei Rusty sie in dem Moment fragen wollte, ob sie mit ihm fahren wollte, doch da war er wiedermal zu spät, sodass Caboose sich schließlich genervt an die Dampflok kuppeln musste.
Auf dem Weg dort hin lachten und lästerten die Personenzüge laut, nur Dinah lachte nur ab und zu mit. Sie war weiterhin etwas in Gedanken versunken.

In der Stadt kuppelten sich die Waggons schließlich wieder ab und sahen sich nach einem geeigneten Restaurant um.
,,Ein Italiener soll es also sein?", fragte Ashley nochmal nach, ehe sie sich eine Zigarette anzündete. Sie hatten schon Bedenken, dass in den Restaurants nicht rauchen durfte.
,,Wie wärs mit dem da?", fragte nun auch Caboose und zeigte auf ein Restaurant.
Dinah fuhr näher darauf zu und warf, durch die Fensterschreiben, einen Blick auf die Speisen, die vor den anderen Zügen waren.
Schließlich schüttelte sie ihren blonden Schopf.
,, Nee, der Koch ist ja noch ein totaler Anfänger!"
Die anderen zuckten nur mit den Schultern. Der Speisewagen musste es wohl wissen.
Die Züge rollten ein paar Meter weiter, bis sie schon den nächsten Italiener erblickten.
,,Was ist mit dem?"
Wieder sah Dinah durch die Fenster auf die Teller vor den Gästen und schüttelte erneut den Kopf.
,,Oh Starlight, wenn ich schon das Essen dort sehe, würde ich am liebsten in die Küche rennen und selber kochen", meckerte Dinah diesmal.
Caboose sah nur Hilfe suchend zu den anderen, während Buffy insgeheim zur heiligen Melone betete, dass sie bald ein geeignetes Restaurant finden würden.
Wie zu erwarten  war auch der nächste Italiener wieder nicht gut genug.
,,Da vorne seh ich doch schon die italienische Flagge vor einem Restaurant. Wenn das kein Italiener ist, fress ich nen Besen", rief Rusty, welcher die Hoffnung noch nicht aufgegeben hatte.
,, Hier gibt es ja italienische Restaurants wie Strand am Meer", wunderte Pearl sich. Sofort sahen die anderen sie geschockt an.
,,Das heißt Sand am Meer, Pearl", verbesserte Ashley sie und nahm lässig einen weiteren Zug ihrer Zigarette.
Der 1. Klasse Wagen murmelte nur noch leise ,,Besserwisserin" vor sich hin, ehe sie neben Dinah rollte, welche gerade durch das Fenster schauen wollte, jedoch wurde die Blondine von Ruhrgold  weggezogen.
,,Oh nein vergiss es Dinah.  Wir gehen dort jetzt rein, ob du willst oder nicht!"
,,Aber-"
Weiter kam der Speisewagen nicht, denn schon stand sie im Restaurant und musste schließlich angeben, wie viele Personen sie waren.
,,Acht", antwortete sie und warf der deutschen Lok einen beleidigten Blick zu.
,,Es ist grade ein Tisch frei geworden für sie, jedoch dulden wir kein rauchen im Gebäude", erklärte der Pizzawaggon mit einem Blick auf Ashley.
,,Das ist kein Problem, sie wollte eh gerade damit aufhören", antwortete Ruhrgold freundlich und nahm Ashley ihre geliebte Zigarette aus der Hand, um diese in einem nahegelegenen Aschebecher auszudrücken.
,,Ey, was soll das?!", beschwerte der Rauchwaggon sich sofort. Sie versuchte ihre Zigarette zurück zu bekommen, jedoch war der ICE schneller. Bevor die Brünette sich den anderen anschloss, die gerade den Kellner zu einem Tisch folgten, warf sie Ruhrgold noch einen finsteren Blick zu.
Als alle Züge bestellt hatten, ließ die Stimmung am Tisch zu wünschen übrig.
Ashley war weiterhin schlecht gelaunt und schnaubte jedes Mal verächtlich, wenn sich ihr Blick mit dem von Ruhrgold kreuzte.
Dieser selber schien über die Anwesenheit des Rauchwaggons auch weniger erfreut und ignorierte sie sicherheitshalber.
Caboose versuchte immer wieder ein Gespräch mit Dinah anzufangen, doch sie war abgelenkt und hörte nur halb zu, was der Bremser jedoch nicht zu bemerken schien.
Pearl war währenddessen mit ihrem Handy beschäftigt und Rusty saß nervös auf dem Stuhl gegenüber von ihr.
Buffy seufzte und dachte sich einen Plan aus, wie sie diesen Abend wieder retten könnte.
Als die Getränke kamen, nahm sie ihres schließlich in die Hand und hielt es in die Mitte.
,,Auf einen schönen Abend", sagte Buffy und lächelte hoffnungsvoll.
Auch die anderen nahmen ihr Glas, außer Pearl.
,,Pearl, wir wollen anstoßen", versuchte der Buffetwagen es, ihre Aufmerksamkeit zu bekommen.
,,Pearl?!"
,,Oh Starlight, habt ihr das schon gelesen?", schreckte der 1. Klasse Waggon auf und sah ihre Freunde an.
,,Woher sollen wir denn wissen wovon du sprichst", meinte Ruhrgold genervt.
,,Hey hör auf meine Freundin so anzumotzen!", fuhr Ashley ihn an.
,,Deine Freundin?! Ich dachte ihr hättet Streit?", meckerte die deutsche Lok zurück.
,,Ich wüsste nicht was dich das angeht!"
,,Hört auf!", unterbach Dinah den Streit zwischen den beiden.
Mit einem letzten feindseligen Blick wanden sich die beiden schließlich wieder den anderen zu.
,,Ähm also hier steht, dass Greaseball wohl am Arm fies erwischt wurde und es nicht sicher war, ob er am nächsten Rennen wirklich antreten könne. Anscheinend hatte er sich aber für ein weiteres Rennen entschieden. Wenn er Pech hat und sein Arm nochmal erwischt wird, sieht es schlecht für Greaseball aus", fasste Pearl den Artikel zusammen.
Kurz herrschte Stille.
,,Das hört sich ja so an, als wenn er dann verschrottet werden würde, aber er bekommt doch dann nur einen neuen Arm", wunderte Rusty sich.
,,Naja, es gibt schönere Sachen, als einen neuen Arm zu bekommen und das dauert doch auch reichlich Zeit, bis er diesen dann wieder voll belasten kann", stellte Bobo fest.
,,Er wird es schon überleben ", meinte Caboose dagegen und verdrehte die Augen. Ihm ging das ganze Theater um den Diesel ganz schön auf die Nerven.
Genau in dem Moment kamen auch die Speisen der acht Züge und sie widmeten sich anderen Themen.
Zu ihrem Glück stieg die Laune wieder, nur Ruhrgold und Ashley gifteten sich manchmal noch an. Freunde würden die zwei nicht mehr werden.

---

Am nächsten Tag traf die Gruppe sich wieder am gleichen Tisch vor der Leinwand.
,,Buffy was ist denn mit dir los?", fragte Dinah verwirrt, als sie ihr Freundin nun schon etwas länger beobachtet hatte.
Der Buffetwagen schien nicht still sitzen zu können und ab und zu spielte sie nervös mit ihren Fingern.
,,Wer ich?", fragte sie nervös.
Dinah sah sie nur noch verwirrter an.
,,Lass es bleiben. Sie ist heute ein bisschen neben dem Gleis", flüsterte Ashley dem Speisewagen zu.
Nach einem letzten Blick zu Buffy, wand Dinah sich wieder ab. Sie machte sich zwar Sorgen, aber Ashley würde wohl recht haben.

---

Greaseball fuhr mittlerweile schon die siebte Runde zum Aufwärmen auf dem dafür extra abgesperrten Bereich.
Immer wieder versuchte er, die Kurven möglichst eng und schnell zu nehmen. Dabei war er jedoch in Gedanken versunken und dachte immer wieder das gleiche.
Er wollte dieses Rennen unbedingt gewinnen.
Er wollte jedem davon wissen lassen, wie schnell er ist und er wollte zeigen, dass es die richtige Entscheidung war, weiter zu fahren.
,,Greaseball, ich glaube es reicht langsam!", schrie seine Mutter vom Rand aus.
Der Diesel jedoch überhörte den Ruf absichtlich und fuhr einfach weiter.
,,Ich denke auch das es reicht. Du brauchst noch genug Kraft für das Rennen gleich", versuchte es nun auch seine Rennpartnerin Ankea, die die ganze Zeit mit ihm fahren musste.
Augenverdrehend hielt die Lok schließlich an, kuppelte seine Partnerin ab und fuhr zu seinen Eltern am Platzrand.
Er trank noch schnell etwas, musste sich widerwillig die Tipps von seinem Vater und das Gerede seiner Mutter anhören.
Danach fuhr er mit Ankea zum Bereich, wo
alle Loks und Waggons warten mussten, bis sie aufgerufen werden.
Nervös fuhr der Diesel sich noch ein letztes Mal durch seine perfekt gestylten Haare, nur um sicher zu gehen, dass alles noch so saß, wie es sollte.

Hier ist Control, hier ist Control!
In wenigen Augenblicken geht es mit dem 2. Rennen des Halbfinales los.

Auf Gleis eins aus Spanien, der Nostalgie- Zug Alvaro mit Cleo dem Bistrowaggon.
Auf Gleis zwei aus Russland, Fjodor mit Annrike dem Schlafwagen.
Auf Gleis drei aus Griechenland, der Trainose-Zug Ikaros mit Nea dem Barwaggon.
Und auf Geis vier aus Amerika, die Union Pacific Greaseball mit Ankea dem 1. Klasse Waggon!

Auf die Gleise!


Langsam setzte der Diesel seinen Helm auf.
,,Ich werde gewinnen,
Ich bin der Schnellste,
Ich bin der Stärkste,
Ich bin der Sieger", ging es ihm immer wieder durch den Kopf. Er wollte und musste dieses Rennen einfach gewinnen und seinen Arm dort wieder heil rausbringen.

5, 4, 3, 2, 1 Loooos!
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