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Starlight-School

von xNele
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Ashley Buffy Dinah Greaseball Pearl
04.10.2019
31.05.2020
19
36.329
6
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Dieses Kapitel
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24.03.2020 2.302
 
Und nun unser letzter und jüngster Teilnehmer dieses Jahr! Nachdem unser Vielfacher Weltmeister Oilsluck dieses Jahr nicht mehr teilnimmt, fährt dafür sein Sohn für Amerika...", ertönte die Stimme durch die Lautsprecher.
Als Dinah jedoch dann die besagte Lok sah, stand ihr Herz still...

Um die Kurve fuhr eine zu bekannte gelb schwarze Diesellok.
Überrascht riss sie ihre Augen weit auf.

"Wir freuen uns sehr Greaseball, die Union Pacific, bei der WM dabei zu haben!", beendete der Moderator seine Vorstellung der Loks.
"In 15 Minuten beginnt das erste der vier Vorentscheidungen. Nur die ersten beiden Loks werden im Halbfinale teilnehmen können!"
Auf der großen Leinwand waren nun nur noch ein paar Loks und Waggons zu sehen, die Interviews gaben.

"Greaseball macht dort mit?", fragte Dinah verblüfft in die Runde.
Sofort sahen alle anderen sie verwirrt und auch überrascht an, außer Ashley, die war genauso sprachlos.
"Ja klar, wusstest du das nicht?", fragte Rusty.
Der Speisewagen schüttelte nur kurz ihren Kopf.
"Sein Vater hat die letzte Meisterschaft nur grade so überstanden. Er ist nunmal nicht der jüngste und bei solchen Rennen geht es ja immer gewaltsam zu. Dabei hat er im Finale einen Schlag in die Seite bekommen, wodurch sein Motor stark geschädigt wurde. Am Ende hat er zwar noch gewonnen, aber fit genug ist er seitdem definitiv nicht mehr", erklärte Buffy ihr nun.
"Man kann doch den Motor ersetzen", meinte Dinah.
"Oilsluck ist auch ein Diesel. Die sind zu stolz, um etwas originales zu ersetzen", sagte Ruhrgold augenverdrehend.
Dinah nickte schließlich grinsend und lächelte Buffy dankbar zu. Der Speisewagen war froh, dass Buffy ihr etwas im Thema Greaseball erzählt hatte. Normalerweise sträubte sie sich ja davor.
"Darf ich mich setzen?", unterbrach eine bekannte Stimme die Konversationen der bunt gemischten Gruppe.
Am Tischende stand Pearl mit vielen Snacks in der Hand. Getränke hatte sie schon auf den Tisch abgestellt.
Während Rusty schon eifrig auf ihre Frage nickte und knall rot anlief, lächelte Dinah den pinken Waggon gleichgültig an, Ashley musterte sie streng und Buffy war einfach nur verblüfft. Caboose, Ruhrgold und Bobo wunderten sich lediglich nur.
"Wurde dir der Elektro-Mist zu viel?", fragte der Rauchwaggon direkt, als diese aufrutschte, sodass Pearl sich zwischen sie und Dinah setzen konnte.
"Ash zügel dich!", erwiderte Buffy verärgert.
"Ne schon ok. Electra und ich haben momentan etwas Streit."
Sofort nickten Buffy und Dinah verständnisvoll, während Ashley genervt ausatmete.
Die Züge vertieften sich nun wieder in einzelne Gespräche.

"Hier ist Control, hier ist Control. Das erste Rennen der Weltmeisterschaft findet in wenigen Augenblicken statt!
Und hier sind die Teilnehmer..."


Nach und nach fuhren wiedermal die Teilnehmer des Rennens um die Ecke, aber diesmal zusammen mit ihren Partnerinnen und Partnern.
Das war den vier Personenzügen nur Recht.  Zu jedem Waggons gaben sie ein Kommentar ab.
"Auf wen setzt ihr in diesem Rennen?", fragte Bobo Spaßhalber.
"Ich setze auf den Spanier", meinte Ruhrgold und bekam dabei sofort Zustimmung von Pearl und Buffy.
"Quatsch, der Finne wird Haus hoch gewinnen", widersprach Ashley. Gleicher Meinung war auch Rusty.
" Ich tippe ehrlich gesagt auf den Russen", gab Caboose seine Meinung Preis. "Denke ich auch", stimmte Dinah ihm zu.
"Ich setze natürlich auf den Franzosen. Die Gewinner dürfen aussuchen, wo wir heute Abend essen gehen und müssen nichts bezahlen" bestimmte Bobo siegessicher.
"Abgemacht!"

Das Rennen mit den vier Loks und Waggons startete außergewöhnlich fair. Keiner legte einen Frühstart hin und zuerst gab es auch noch keine Prügeleien.
"Ha, ich sagte es doch, dass der Franzose das Rennen macht!", rief Bobo stolz.
"Ähm Bobo, dass war gerade mal die erste Runde. Die Loks müssen immer zwei fahren und noch dazu überholt der Finne gerade", erklärte Buffy ihm verwirrt.
Schlag auf Schlag überholten alle Loks den Franzosen auf einmal.
Am Ende wurde es tatsächlich nochmal eng. Zuerst sah es gut für die Lok aus Finnland aus, bis der Russe plötzlich auf holte und den Finnen, mit einem Schlag gegen den Helm, aus dem Gleichgewicht brachte.

"Die Gewinner des ersten Rennes sind der Russe Fjodor und auf dem zweiten Platz Alvaro aus Spanien. Beide haben einen Platz im Halbfinale!", verkündete die Stimme der Weltmeisterschaft.

"Ha! Dinah und ich haben gewonnen", freute sich Caboose und grinste die anderen stolz an.
"Wir können auch einfach hier essen und ich koche was, seitdem die Küche fertig renoviert ist", schlug Dinah nun vor, " Als Speisewagen geht man nicht gerne essen."
"Quatsch Dinah, wir müssen die Chance nutzen gratis essen zu gehen", widersprach Caboose ihr und lächelte sie erwartungsvoll an.
"Nagut, dann gehen wir aber zum Italiener", gab der Speisewagen nach und streckte Caboose die Zunge raus, als dieser sich zu frieden zurück lehnte.
Die anderen hatten diese Szene mit leisen Lachen und Kopf schütteln begutachtet.
"Das zweite Rennen geht jetzt schon los?!", wunderte Pearl sich, als jetzt schon die nächsten vier Teilnehmer um die Ecke fuhren.
"Ja, nur zwischen dem zweiten und dritten Rennen ist eine längere Pause heute."

Beim zweiten Rennen gab es nur kleinere Schubsereien, aber sonst verlief alles fair, sodass der Japaner das Rennen für sich entscheiden konnte. Auf dem zweiten Platz hatte es Deutschland geschafft, was zu Jubel unter den Zügen führte.

"Ich bin gespannt, wie Greaseball sich schlagen wird", sagte Rusty.
"Ich glaub der wird sich ganz gut schlagen, aber um zu gewinnen ist er ehrlich gesagt nicht gut genug", gab Ruhrgold nun seine Meinung preis.
"Genug Support bekommt er auf alle Fälle", meinte Bobo nur und sah die Gruppe der schwarzen Diesel an.
Überrascht sah Dinah sich um.
"Was haben die denn mit Greaseball zu tun, abgesehen von Tank?", fragte der Speisewagen.
"Das weißt du auch noch nicht? Die Diesel gehören zu seiner Gang", erklärte Caboose verwirrt.
"Moment was, Greaseball hat eine Gang?"
"Jap und er wird von ihnen Boss genannt", sagte Ruhrgold augenverdrehend.
Erneut drehte Dinah sich um. Sie konnte es einfach nicht glauben. Ausgerechnet in dem Moment, traf sie den Blick von Steel, welcher sie sofort wieder dreckig angrinste. Sofort drehte die Blondine sich wieder um und widmete sich den Gesprächen der anderen wieder zu.

"Hey Dinah?", flüsterte Pearl in das Ohr des Speisewagens und tippte sie leicht an.
"Ja?"
"Bist du noch sauer auf mich?"
Nun sah Dinah in die blauen Augen des pinken Waggons. Sofort erkannte sie Verzweiflung und Reue in ihrem Blick, weshalb sie den Kopf schüttelte.
"Meinst du wir können nochmal neu starten und ihr nehmt mich in eure Gruppe auf?", fragte Pearl.
Sofort nickte Dinah.
"Danke für alles, Dinah!"
Der 1. Klasse-Wagen umarmte Dinah im sitzen und fühlte sich wirklich befreit. Die ganze Zeit hatte hatte sie sich Gedanken darüber gemacht, ob sie jemals noch eine Chance bei ihren alten Freundinnen hatte. Sie hatte relativ schnell gemerkt, dass Electra nicht genug für sie ist, denn ihr haben einfach die Gefühle gefehlt. Einzig seine Components, wie Electra sie immer nannte, gaben ihr Emotionen und letztlich den Grund noch bei ihnen zu bleiben.

"Oh Leute, es geht weiter!"
Erneut war der Startton für das nächste Rennen zu hören. Das dritte Rennen lief deutlich gewalttätiger ab. Der Brite wurde komplett vom Gleis geschubst und musste direkt in die Reperaturhalle. Am Ende gewann zwar der Schwede, jedoch musste dieser sich mit einer geplatzten Lippe abfinden, da sein Helm durch einen Schlag in viele Stücke zerbrach.
Nervös kaute Dinah auf ihren Fingernägeln rum, als das letzte Rennen nun angekündigt wurde.
Wiedermal fuhren nach und nach die Teilnehmer zum Start.

"Auf Gleis vier, aus Amerika: Greaseball der Diesel mit Ankea dem 1. Klasse-Wagen!"

Auf der Leinwand wurde der Diesel groß gezeigt. Dinah staunte nicht schlecht, als sie ihn sah. Er sah nicht wie gewohnt aus, sondern  wurde richtig für das Rennen aufgerüstet (Greaseball's Kostüm bei den Rennen).
Er sah in die Kamera mit dem zu typischen Greaseball- Grinsen und auch der 1. Klasse- Waggon grinste siegessicher in die Kamera. "Sie ist extra für solche Rennen ausgebildet und wiegt so gut wie nichts. An ihr wird es nicht liegen, wenn er versagt", meinte Ruhrgold, dem das ganze Theater um den Diesel ziemlich auf die Nerven ging.
Bevor jedoch jemand etwas erwidern konnte, gingen die Alarmglocken für das Rennen los und die Loks setzten ihre Helme auf, um in Startposition zu gehen.
Sofort war es ruhig und alle starrten neugierig auf die Leinwand.

"...3, 2, 1 Los!"

Sofort rasten alle vier Loks los. Zur Begeisterung aller Anwesenden setzte Greaseball sich, durch einen extrem guten Katapultstart, an die Spitze.
Lange sollte es dabei jedoch nicht bleiben, denn die anderen Loks holten schnell auf und der Diesel landete auf den 3. Platz.
Lange Zeit blieb es dabei, bis schließlich nur noch eine Kurve übrig blieb und am Ende nur noch die letzten 700 Meter Sprint.
Die ersten beiden Loks begonnen sich gegenseitig zu schubsen, wodurch beide an Tempo verloren und nur den anderen Gegner Aufmerksamkeit schenkten. Diese Chance nutzte der Diesel und zog mit hohen Tempo an ihnen in der Kurve vorbei und war nun wieder Erster.
Sofort war nicht nur im Internat, sondern auch auf der Tribüne in Spanien Jubel zu hören.
Jedoch schlief die Konkurrenz nicht, denn schon bald war der Italiener wieder gleich auf und fing an auf den Amerikaner einzuschlagen.

"Warum wehrt er sich nicht?!", beschwerte sich ein schwarzer Diesel lauthals und stand protestierend auf, doch Tank zog ihn schnell wieder runter.

Genau in dem Moment führte Greaseball schließlich seine Rache aus, in dem er seinem Gegner in den Bauch schlug, welcher sich sofort zusammenkrümmte und schnell an Tempo verlor.
Wieder jubelten die Schülerinnen und Schüler. Nur Dinah schreckte auf, nicht nur wegen der Schlägerei sondern auch, da sie sah, wie der Diesel schmerzend seinen Arm hielt, welcher genäht wurde.
"Sein Arm!", schrie sie noch, bevor aus diesem langsam Dieselöl hinausfloss.

Doch Greaseball versuchte den Schmerz auszublenden und nahm für die letzten Meter noch mehr Tempo auf, denn mittlerweile hatten seine übrigen zwei Konkurrenten den Moment ausgenutzt und lagen nun in Führung.
Während der Abstand zum Griechen immer größer wurde, verringerte sich gleichzeitig auch der Abstand zwischen Greaseball und dem momentanen zweit Platzierten.
Schweiß tropfte dem Diesel schon von der Stirn und es began sich alles für ihn zu drehen, je mehr Diesel er verlierte, aber wenn er etwas wollte, dann sollte er es auch bekommen.

"Ende des Rennens! Der Schnellzug Ikaros aus Griechenland und die Union Pacific Greaseball aus Amerika haben sich mit einem Unentschieden für das Halbfinale qualifiziert!"

Die ganzen Zuschauer standen nun klatschend auf und machten mit allem möglichen viel Lärm.

"Das... Nie im Leben.... Er ist im Halbfinale!", brach Buffy es nun hervor. Dem Buffetwagen hatte das alles hier echt die Sprache verschlagen.
Anders ging es vielen jedoch nicht. Auch Ruhrgold stand mit offenem Mund da und wusste einfach nicht, wohin mit ihm.
Einzig Dinah stand noch verunsichert auf ihren vier Rollen.
Pearl merkte das direkt, hakte sich bei ihr ein und rollte mit ihr in den Park, welcher vor dem Internat lag.
"Was ist los, Süße?", fragte sie nun gefühlsvoll.
Eine lange Zeit antwortete Dinah nicht. Sie musste erstmal ihre ganzen Gedanken sortieren....


                 Währenddessen bei Greaseball


Der Diesel kam nach ein paar weiteren Metern nach der Ziellinie endlich auch zu stehen.
Der Applaus dröhnte gefühlt durch das ganze Land. Als er seinen Helm abnahm und dadurch sein verschwitztes Gesicht zeigte, sah er in die jubelnde Menge und konnte sich ein schwaches Lächeln nicht verkneifen. Mit einer Hand fuhr er sich durch sein Haar. Erleichtert wollte er diesen wieder senken, da sein Haar noch perfekt saß, doch plötzlich spürte er wieder den stechenden Schmerz. Sein Dieselöl tropfte immernoch langsam seinen Körper hinunter.
"Du warst gut, Großer", meinte Ankea, seine Rennpartnerin, als sie in sein Blickfeld rollte.
Wieder zwang Greaseball sich ein kurzes Lächeln auf, hielt aber weiterhin seine Wunde.
"Oh Gott, was hast du ge-"
"Greaseball, mein kleiner Weltmeister", begrüßte Oilsluck seinen Sohn und unterbach somit den 1. Klasse Waggon.
Fest schlug er auf die Schulter von Greaseball und grinste ihn stolz an.
"Bei der nächsten Runde wirst du erster, verstanden?"
"Schatz geh mal zur Seite", bat eine sanfte Stimme den ehemaligen Weltmeister. Es war ein silberner 1. Klasse Waggon, Greaseball's Mutter, welche sich nun neben Ankea, vor ihrem geliebten Sohn stellte.
Sofort fiel ihr Blick auf seinen beschädigten Arm.
"Wir gehen jetzt sofort in die Reperaturhalle!", befohl sie.
"Aber Mum, dass-"
"Keine Wiederrede! Du kannst froh sich überhaupt noch zu stehen!", unterbrach Sie Greaseball.
Auf den Weg dorthin beklagten sich Greaseball und Oilsluck weiterhin, dass dieser Aufwand nicht nötig sei, aber seine Mutter Yamila blieb hart. Ankea hatte die Familie nur kurz vorher verabschiedet.


Greaseball wurde direkt verarztet und saß nun zwischen seinen Eltern im Büro der Chefärztin.
"Greaseball hatte viel Öl verloren und somit seinen Motor einen kleinen Schaden zugefügt. Wir konnten das Problem beheben, jedoch sind Sie momentan sehr empfindlich. Falls es zu einer Erneuten Schädigung kommen sollte, hätte dies weitaus größere Folgen."
"Das heißt?", fragte der ältere Diesel ungeduldig.
"Ein weiteres Rennen wäre zu gefährlich."



Hier ist endlich wieder mal ein neues Kapitel!
Ich hoffe, dass es euch allen gut geht und ihr diese äußerst komplizierte Zeit gut übersteht!
Bleibt gesund!

Liebe Grüße
Nele♡
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