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Starlight-School

von xNele
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Ashley Buffy Dinah Greaseball Pearl
04.10.2019
31.05.2020
19
36.329
6
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Dieses Kapitel
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02.02.2020 1.933
 
Langsam fuhr Greaseball mit Dinah wieder an.
Er würde es nie zugeben wollen, aber tatsächlich spürte er sich etwas schlecht dem Speisewagen gegenüber. Aus keinem wirklichen Grund war der Tag gestern definitiv aus dem Ruder gelaufen und das tat ihm wirklich leid.
Während der große Diesel mit diesen Gedanken beschäftigt war, kümmerte die Blondine sich um ihre Haare und allgemein ihr Aussehen. Dinah wollte nicht aussehen wie ein heruntergekommener Waggon. Immer wieder fuhr sie sich mit ihren Fingern durch ihre blonden Locken und richtete diese. Dieser Prozess war jedoch alles andere als leicht, denn sie musste dadurch natürlich mit einer Hand Greaseball's Kupplung los lassen und trotzdem nicht das Gleichgewicht bei dem relativ hohen Tempo verlieren. In einer leichten Kurve wurde ihr dies jedoch leicht zum Verhängnis, denn sie verlor das Gleichgewicht.
Die Lok merkte das natürlich und legte eine Vollbremsung hin. Als er sich zu Dinah umdrehte, wollte er gerade anfangen sich lauthals zu beschweren und sie anzuschreien, doch er sah den schuldbewussten Blick seitens Dinah und konnte es einfach nicht. Greaseball seufzte kurz. Selbst wenn er wollte, er konnte den zierlichen Waggon nichts antun und darüber war er selbst von sich überrascht.
Dinah merkte wie der Diesel in Gedanken versunken war.
"Ähm... alles gut bei dir?", fragte sie nahezu besorgt.
Sofort erwachte Greaseball quasi aus seinen Gedanken.
"Jaja. Kann's weiter gehen?"
Als Antwort nickte der blaue Personenwagen kurz.
Die nächsten paar Minuten verstrichen schweigend. Dinah hatte es mittlerweile aufgegeben irgendetwas noch an sich zu verbessern. Am Ende würde der Fahrtwind es eh wieder kaputt machen.
Die beiden sammelten die gesuchten Gegenstände und redeten dabei auch. Die angespannte Stimmung vom vorigen Tag war längst nicht mehr da. Die beiden konnten wieder zusammen lachen und normal reden.
Einmal hatte Dinah auch Brexit gesehen und sofort stieg in ihr das schlechte Gewissen wieder auf. Doch als sie dann sah, wie viel er mit seiner Partnerin Lexi lachte, konnte auch der Speisewagen sich kein leichtes Lächeln verkneifen.
Greaseball entdeckte das natürlich und fragte direkt nach, warum sie jetzt grinsen musste.
"Ach, schau dir einfach Brexit und Lexi an, da muss man sich doch einfach mitfreuen."
Der Diesel sah nun zu den beiden und schüttelte verständnislos den Kopf.
"Euch Personenwägen muss man nicht verstehen, oder?"

Es war Pause und Dinah und Greaseball waren eine der ersten Teams in der Kantine. Nach ein paar Minuten kam auch Buffy und setzte sich direkt zu Dinah an den Tisch.
"Du siehst glücklich aus", bemerkte der Buffetwagen direkt.
"Es läuft momentan einfach echt gut."
Als Antwort nickte Buffy ihrer Freundin grinsend zu. Auch bei ihr lief es ziemlich gut.
"Hast du Pearl die letzten Tage mal gesehen?", fragte sie nun Dinah.
"Tatsächlich schon. Das war während dem Projekt. Sie hatte sich mit Electra gestritten", erinnerte der Speisewagen sich.
Wieder nickte Buffy ihr kräftig zu. "Das ist mir heute auch aufgefallen! Ich hab die beiden und natürlich Electra's treue Anhänger, vor dem Eingang gesehen und da haben die sich auch lauthals gestritten gehabt."
Nicht wissend, wie Dinah darauf reagieren sollte, biss sie einfach in ihr Sandwich. Sollte ihr Pearl nun leid tun, dass ihre Beziehung kaputt ging?
"Och Mädels, ich hab echt keinen Bock mehr auf das Projekt", unterbach Ashley die Stille und setzte sich neben Dinah.
Fragend sahen Buffy und Dinah den gerade angekommenen Waggon an.
" Er ist doch öder als ich dachte", beantwortete Ashley die nicht ausgesprochene Frage.
Sofort grinsten die zwei Ashley an.
"Dir kann es doch auch niemand recht machen oder?", fragte Buffy lachend.
Gespielt beleidigt verschränkte der Rauchwaggon ihre Arme. "Das habe ich jetzt überhört."
Diesmal mussten alle drei los lachen.
"Ach Ash, das nächste Mal machst du einfach alles allein", meinte Dinah, nachdem sie sich beruhigt hatte.
"Das ist wohl das Sinnvollste, was ich tun kann. Die besten Loks sind schon vergeben", den letzten Satz wendete sie an Buffy und Dinah. "Ähm, weder Bobo noch Greaseball ist vergeben, Ash", sagte nun Buffy. Dabei wurde sie jedoch rot.
Sofort grinsten ihre beiden Freundinnen sie vielversprechend an.
"Was?"
"Ach komm, ihr seid die typischen Züge, die gegenseitig aufeinander stehen und es alle wissen, außer sie selbst", erklärte nun Ashley.
"Stimmt doch gar nicht", meinte Buffy, wobei sie sich bei ihrer Antwort selber nicht sicher war.
"Ich geb euch noch zwei Wochen", sagte nun auch Dinah grinsend.
Nachdem Dinah das gesagt hatte, fuhr die französische Lok auf die drei Mädels zu.
"Wenn man vom Teufel spricht...", gab Ashley nun von sich.
Sofort drehte Buffy sich neugierig um.
"Bis später, Mädels", verabschiedete sie sich noch schnell, bevor sie hastig aufstand und auf die orangene Lok zu fuhr.
Ashley und Dinah beobachteten die beiden noch so lange wie es möglich war, wie es Freundinnen eben taten.
"Er ist der richtige für sie ", meinte der Rauchwaggon.
Dinah nickte auf diese Aussage energisch mit dem Kopf.
"Ich möchte ich ja ungern stören, Lady's, aber Dinah und ich müssen los."
Sofort sahen die beiden auf und erblickten Greaseball, welcher sich lässig am Tisch der beiden abstützte und Dinah erwartungsvoll anschaute.
"Also ich hab nichts dagegen", gab Ashley ihre Meinung preis.
Während sie einen Zug ihrer frisch angezündeten Zigarette nahm, musterte sie den muskulösen Diesel.
Schlecht sah er alle male nicht aus und nützlich schien er auch zu sein.
"Bye, Ash", unterbrach Dinah Ashley's Musterung und winkte ihr lächelnd nochmal zu.


"Deine Freundin ist echt frech."
"Ich weiß. Das ist ihre typische Art", antwortete Dinah leicht verwirrt. Mehr darauf eingehen, warum Greaseball das jetzt sagte, wollte sie aber nicht.
"Ähm Greaseball?"
"Hm?"
"Könntest du mich morgen vielleicht in die Stadt fahren und eventuell wieder abholen?"
"Morgen kann ich nicht."
Enttäuscht lies Dinah den Kopf sinken. Zum Glück konnte der Diesel dies jedoch nicht sehen, da die beiden gerade zu dem nächsten Ort fuhren. Leicht verzweifelt, wie sie denn sonst in die Stadt kommen sollte, kam ihr eine Idee.
"Und könnten wir dann vielleicht heute nur kurz  dort hin fahren, natürlich nach dem Projekt. Ich  brauch auch nicht viel?"
Damit log sie nicht. Das einzige was sie brauchte waren das Essen und die Snacks für die Übernachtungsparty bei Buffy und Ashley.
Es herrschte kurz stille.
"Ich denke, dass würde gehen."
Sofort fing Dinah an zu strahlen.



Dinah's gute Laune blieb die ganze Zeit noch, während Greaseball eher in Gedanken versunken war. Bei ihm drehte es sich im Kopf um die nächsten Wochen, von denen Dinah anscheinend nichts wusste.
Die beiden waren gerade wieder auf den Weg zu ihrem letzten Ort, wo sie einen Gegenstand finden mussten.
Die Sonne strahlte und es herrschte angenehme Temperatur. Dinah schloss für einen kurzen Moment ihre Augen und genoss einfach den Moment. Der Wind wehte durch ihre blonden und Locken und lies ihren Rock sich nahezu eigenständig machen, doch der Speisewagen störte sich daran nicht.
Das einzige was sie aus ihrer kurzen Träumerei holte war Greaseball, welcher abbremste.
"Wir sind da."
Der letzte Ort war an einer unendlich weiten Wiese, welche an einer Seite Steine hatte, welche bergab verliefen und an der anderen Seite befanden sich einzelne Bäume.
Die beiden suchten nach den letzten gesuchten Gegenstand.
Während Dinah sich gut gelaunt summend bei den vereinzelten Bäumen umsah, versuchte Greaseball sein Glück bei den Steinen.
Der große Diesel sah grade einen durch einen Sonnenstrahl etwas zwischen zwei großen Steinen glänzen. Neugierig beugte er sich vor und fuhr noch ein paar Zentimeter näher ran.
Jedoch merkte er, wie er plötzlich sein Gleichgewicht durch einen im Weg liegenden Stein verlor. Kopfüber fiel der Diesel nach vorne, wo es zu seinem Pech bergab ging. Er fiel nicht über 2 Meter weit runter, da er von einem großen Stein aufgehalten wurde. Schmerzend öffnete er wieder seine Augen. Kurz fühlte er an seinem Kopf, wodurch ihn ein brennender Schmerz durchfuhr. Vorsichtig tatstete er seinen Kopf ab, merkte jedoch nichts. Als er seine Arme wieder runter nahm, sah er erst den Grund für seinen Schmerz. Sein kompletter unterarm hatte einen tiefen Schnitt, woraus massig an Blut lief.
"Oh Gott Greaseball!"
Dinah schaute vom weiter oben auf ihre Lok herab und nahm schockiert ihre Hand vor den Mund, als sie die Schnittwunde sah.
Greaseball lächelte sie schwach an.
Hilfesuchend sah der zierliche Waggon sich nach allen Seiten um. Wie zum Teufel sollte sie als Speisewagen einen 2 Köpfe größeren Diesel dort raus bekommen. Als sie sich um sah wurde ihr jedoch klar, das sie ihn da selber irgendwie rausholen müsste.
"Gib mir einfach deine Hand", meinte Greaseball.
Auch wenn Dinah dies als keine gute Idee hielt, legte sie sich auf den Bauch und streckte ihre Hand nach unten aus. Greaseball stand während dessen mehr oder weniger auf seinen Acht Rollen und ergriff ohne Probleme Dinah's Hand.
"Und jetzt versuch irgendwie zu ziehen", gab der Diesel Anweisungen.
Dinah tat, was ihr befohlen wurde.
Bedacht nicht seine verletzte Hand zu benutzen, kletterte Greaseball langsam die Steine wieder hinauf und war dank Dinah's Hilfe nach ein paar Minuten oben angekommen. Letztere stand erschöpft da und sah die Lok immernoch besorgt an.
Irgendwo zog der Speisewagen eine Serviette her, warum auch immer sie die dabei hatte.
Behutsam legte sie diese auf Greaseball Unterarm und knotete diese zusammen.
"Ich bin kein Reperaturwagen, deshalb ich würde sagen wir fahren zurück und lassen einen Profi deinen Arm untersuchen."
Der Diesel nickte ihr zu.
"Kuppel dich an."
"Meinst du das ist eine gute Idee?"
"Ich hab mich an meinem Arm verletzt, nicht an meinen Bein."
Immernoch nicht ganz überzeugt, hängte sich Dinah an ihre Lok.

Alle paar Minuten fragte die Blondine nach, ob auch wirklich alles gut sei. Greaseball nervte dies extrem, weshalb er diese Frage nach ein paar Minuten ignorierte.
Zu seinem Glück erreichten sie das Internat nach 15 Minuten.
Die beiden machten sich auf den Weg ins Krankenzimmer, wo immer ein Reperaturwagen bereit für Einsatz war.
Als Greaseball durch die Tür kam, guckte sie erstmal blöd. Der Diesel hatte immer wenn er sich verletzt hatte, dass Krankenzimmer mit einem großen Bogen gemieden.
Erwartungsvoll sah der Reperaturwagen nun den Diesel und den kleinen Speisewagen an.
Augenverdrehend hielt Greaseball dem älteren Reperaturwagen seinen Arm mit der durchbluteten Serviette hin.
Wortlos sah sie sich diesen an.
"Ich muss nähen."
Sie deutete ihm an sich hinzusetzen.
"Soll deine Freundin hier bleiben?"
"Wenn sie will."
Erwartungsvoll sah der Reperaturwagen Dinah an.
"Ich geh raus. Ich kann sowas nicht sehen", sagte Dinah ehrlich und verließ mit einem letzten Blick zu Greaseball das Zimmer.

Die Blondine setzte sich auf einem der Stühle, welche außerhalb des Zimmers standen hin. Aus dem Zimmer selber hörte sie keinen Mucks.
Nervös wartete Dinah ein paar Minuten, welche sich für sie wie Stunden anfühlten.
Schließlich wurde die Tür geöffnet, weshalb Dinah sofort aufsprang, und ein grinsender Greaseball fuhr herraus.
"Gott sei dank geht's dir gut", sagte Dinah mehr als erleichtert.
"Fahren wir jetzt in die Stadt?", fragte Greaseball noch mehr grinsend.


Hey und sorry für dieses wirklich späte Kapitel. Tatsächlich hatte ich das letzte Mal ein Kapitel vor genau einem Montat hochgeladen. Kurzgesagt, versuche ich wieder aktiver zu werden :)
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