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Wer bist du? Teil 2

GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Catherine Chandler Jacob Wells Joe Maxwell Mary Vincent
02.10.2019
02.10.2019
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Wer bist du? Teil 2


von


Ingrid Hechler






8 Monate ist es nun her, das Vincent Catherine zurück an die Schwelle unter ihres Apartmenthauses gebracht hatte, nachdem sie 10 Tage von ihm und Vater gepflegt worden war.

Der brutale Überfall hatte bei ihr Schäden hinterlassen. Ihr Gesicht wurde zerschnitten, die Vater zwar wieder vernähen konnte, aber es würden Narben zurück bleiben. Sie ließ sich nicht unterkriegen. Nach ihrer Rückkehr in ihr Apartment, rief sie umgehend ihren Vater Charles Chandler an. Dieser brachte sie in die nächste Privatklinik, wo man ihr Gesicht Schritt für Schritt wieder rekonstruierte.

Nach einer Krankenpause wechselte Catherine von der Anwaltskanzlei ihres Vater zur New Yorker Staatsanwaltschaft und übernahm dort die kniffligen Fälle.



Eines Abends saß Catherine auf ihrem Bett im Schlafzimmer, als sie Geräusche hörte. Unwissend und verängstigt nahm sie ihre Waffe aus der Schublade, ging langsam in Richtung Terassentür, öffnete sie und trat langsam heraus. Gerade noch rechtzeitig senkte sie ihre ihr Waffe, als sie am Rand des Balkons Vincent wahr nahm.

Völlig überrascht und glücklich ihn zu sehen, flog Catherine förmlich in seine Arme.

Catherine: „Es ist so lange her. Das ich dich jemals wieder sehen werde… ich hatte die Hoffnung schon aufgegeben.“

Vincent: „Ich wollte nur nach dir sehen… mich davon überzeugen, dass es dir gut geht.“

Catherine: „Es ist so schön, dass du da bist. Komm, lass uns rein gehen.“ Doch Vincent zögerte.

Catherine weiter: „Wir können auch für den Anfang hier auf dem Balkon bleiben, wenn dir das lieber ist.“

Vincent: „Für jetzt wäre es genau das Richtige. Ein anderes Mal.“

Catherine: „Okay… ja ein anderes Mal. Wie geht es dir, Vincent?“ Vincent war geschmeichelt von ihrer Sorge.

Vincent: „Mir geht es gut, danke. Dir hoffentlich auch. Dein Gesicht… es ist…“ Catherine nickte.

Catherine: „Ja… sie haben es wieder hinbekommen.“

Vincent: „Es ist nichts mehr zu sehen.“ Begutachtete er ihr hübsches Gesicht.

Catherine: „Richtig… bis auf eine kleine Narbe vor meinem linken Ohr… die ich behalten werde.“ Catherines Augen strahlten ihn an. Er fühlte sich wieder geschmeichelt, als er ihren Ausdruck in den Augen sah.

Vincent: „Du möchtest die wirklich behalten?“ Sie nickte eifrig.

Catherine: „Ja, du hast mich in dieser Nacht gefunden, Vincent. Diese Narbe bedeutet demnach auch viel Gutes.“ Vincent schmunzelte, schüttelte leicht seinen Kopf.

Vincent: „Du bist erstaunlich.“ Nun war Catherine verlegen, nahm seine Hände in ihre und zog ihn auf den Boden des Balkons.

Die Geschichte nahm ihren Lauf….



Zusammen erlebten Catherine und Vincent viele Höhen und Tiefen.

Der so genannte U-Bahn Rächer war ihre erste gemeinsame Krise, die sie jedoch mit Bravour meisterten, obwohl Catherine währenddessen unwohl zumute war, was ihre Verbindung zu Vincent anging. Er war so anders, als alle anderen Männer, die sie vor ihm kennengelernt hatte.

Nachdem Catherine von einem ehemaligem Tunnelmitglied angeschossen und schwer verletzt wurde, war er sich nicht mehr so sicher, ob es so gut ist mit ihr zusammen zu sein. Er würde sie und die Tunnel in Gefahr bringen. Des Weiteren begab sich Vincent in Gefahr, als er Gedankenverloren durch den Park ging.

Durch eine Unachtsamkeit wurde Vincent von einem Universitätsprofessor und seinem Studenten erst beobachtet und anschließend gefangen genommen. Durch diese Aktion wurde Catherine bewusst, dass Vincent ihr mehr bedeutete, als nur ein einfacher Freund zu sein. Er war dem Tode näher als dem Leben. Es gelang ihr rechtzeitig ihn aus den Fängen des Professors zu befreien.

Eine Katastrophe unter den Straßen von New York brachte die endgültige Wendung. Die Kinder spielten in einer Verbotenen Region der Tunnel verstecken, als ein Unglück passierte. Eric, eines der Tunnelkinder verletzte sich in dieser Region. Vater und Vincent eilten herbei, um Eric zu suchen, zu finden und zu versorgen, als die Wände und Teile der Tunneldecke nachgaben. Die Kinder wurden Gott sei Dank rechtzeitig außer Gefahr gebracht, aber Vater und Vincent steckten in diesem Teil der Tunnel fest… sie wurden verschüttet. Nach und nach kamen die Tunnelbewohner herbei geeilt und versuchten einen Plan zur Rettung auszuarbeiten. Mit Hammer, Meisel, Spitzhacken und den bloßen Händen, versuchten sie die schweren Steine beiseite zu schaffen, um Vater und Vincent zu befreien. Wincloes Spitzhacke hatte dazu geführt, dass Catherine zur gleichen Zeit an ihrem Schreibtisch diese Geräusche wahrnahm. In ihrem Kopf hämmerte es unentwegt. Nach ein paar Minuten erkannte sie es… irgendetwas war passiert… irgendetwas war mit Vincent passiert. Von einer Sekunde auf die andere packte sie ihre Sachen zusammen, ging in ihr Apartment, zog sich fix um und machte sich auf den Weg in die Tunnel.

Nach anfänglichen Problemen überhaupt hinunter zu kommen, die erste Begegnung mit Mouse, die Begutachtung der Unfallstelle und den verzweifelten Versuch die Granitsteine zu bewegen. Catherine schaffte das Unmögliche. Sie organisierte Dinge von ihrem ´Erzfeind´ Elliot Burch die Mouse dringend benötigte, um Vincent und Vater aus ihrem felsigen Gefängnis zu holen. Sich an Elliot zu wenden war eine Verzweiflungstat… aber sie war verzweifelt. Der Gedanke, Vincent zu verlieren, nie mehr seine traumhafte Stimme zu hören, seine azurblauen Augen nie mehr wieder zu sehen, seine Nähe nicht mehr zu wissen, machte sie verrückt, trieb sie weiter an.

Stunden später gab es eine mächtige Detonation, die Vater und Vincent aus ihrem Gefängnis befreite. Vincent trug Vater ins Freie, legte ihn ab und versuchte den Staub aus seinen Lungen zu husten. Nur schemenhaft konnte Catherine Vincents Umrisse durch den aufgewirbelten Staub erkennen, doch da war er. Vincent kniete an Vaters Seite.

Catherine: „Vincent…“ rief sie hastig. Sogleich erhob er sich, suchte nach ihrer Stimme. Sie flog in seine Arme, hielt ihn so fest sie konnte.

Catherine: „Gott sei Dank… geht es dir gut? Bist du verletzt?“ Erwartungsvoll sah sie ihn an, ihre Hände glitten über sein graues Gesicht, seinen Hals und blieben an seiner Breiten Brust.

Vincent: „Mir geht es gut. Vater ist schwer verletzt. Wir müssen einen Helfer kommen lassen.“

Catherine: „Maus… oh Gott, wo ist Maus. Er hat den Zünder betätigt.“ Suchend sahen sie sich um. Hustend zog Wincloe den ebenfalls kräftig hustenden Maus aus einer Ecke.

Maus: „War wohl doch etwas zu viel… nächstes Mal weniger… Wincloe…“ kam verwundert.

Wincloe: „Ihm geht es gut. Du bist die einzige Maus mit neun Leben.“ Alle lächelten erleichtert. Vater kam zu sich, sah alle seine Lieben um sich herum. Es fiel ihm schwer zu reden. Einen nach dem anderen erkannte er und strich dankbar ihre Gesichter.

Vater: „Vincent, mein Junge… Catherine?... Catherine… ich finde keine Worte, um dir zu danken. Maus…“

Maus: „Vater? Hier…“ gerührt sahen sich beide an.

Vincent: „Wir müssen Vater schleunigst hier raus bringen.“

Mary: „Ich habe nach Peter schicken lassen.“

Catherine: „Peter?“

Mary: „Peter ist ein langjähriger Helfer und Arzt von Anfang an.“ Verdutzt verwundert dachte Catherine kurz nach, aber widmete sich dann wieder Vaters Aufmerksamkeit.

Vincent: „Gut… wir brauchen eine Trage.“

Vater wurde umgehend in die Krankenkammer gebracht, wo sich Mary und Lana um Vater kümmerten, bis Peter kam. Catherine bekam noch mit, wie Vincent und Cullen Vater vorsichtig von der Trage auf den Untersuchungstisch legten.

Mary: „Danke Jungs. Ab jetzt kümmern Lana und ich uns um Vater. Peter wird in Kürze hier sein.“

Vincent: „Wenn du Hilfe brauchst, Mary…“ Mary lächelte ihn an, strich ihm dankbar über seinen Oberarm.

Mary: „… dann gebe ich Bescheid.“

Vincent: „Catherine… wenn du möchtest, dann kannst du dich in meiner Kammer von all dem Staub befreien, während ich noch einmal zurück zur Unglücksstelle gehe, um diese abzusichern.“

Catherine: „Sehr gerne, wenn es dir nichts ausmacht?“

Vincent: „Würde ich es dir sonst vorschlagen?“ schmunzelte er. Catherine lächelte verlegen. Jamie trat an die zwei heran.

Jamie: „Ich begleite dich, Catherine. Wenn du magst, dann kann du dich in einer der heißen Quellen einweichen.“ Gespannt sah Catherine Jamie an, grinste breit.

Catherine: „Das klingt verlockend, Jamie, danke. Vincent? Wirst du lang weg sein?“ Vincent überlegte.

Vincent: „Ein bis zwei Stunden…“ Catherine legte eine Hand an seinen Oberarm, drückte diesen sanft, sah ihn an.

Catherine: „Ich werde auf dich warten.“ sagte sie sanft. Unsicher sah er sie an, hielt ihrem Blick stand und nickte.

Vincent: „Wie du möchtest.“

Jamie: „Dann komm, Catherine. Wir können hier nicht weiter helfen. Außerdem könnte ich ebenfalls ein Bad vertragen. Mir hängt und klebt der Staub überall… sogar zwischen den Zähnen.“ Jamie zog Catherine aus der Krankenkammer hinter sich her.



Während Catherine sich badete und Vincent die Unglücksstelle absicherte, kam Peter und versorgte zusammen mit Mary Vaters Verletzungen. Er hatte sich ein paar Rippen gebrochen, diverse Prellungen und Abschürfungen.

Peter: „So, mein alter Freund… fertig. Du hattest Glück im Unglück.“

Vater: „Danke Peter. Was für ein Tag. Doch ohne Catherines Hilfe wären wir noch immer dort unten verschüttet.“

Peter: „Catherine? Ein neues Tunnelmitglied?“

Mary: „Sie ist eine Freundin von Vincent.“

Peter: „Vincent hat eine Freundin? Ahja… interessant.“

Vater: „So zu sagen, ja. Nun, die zwei kennen sich seit ein paar Monaten und ähm…“ Vater verzog sein Gesicht. Seine Rippen schmerzten.

Mary: „Es scheint sich etwas zwischen den beiden zu entwickeln.“ ergänzte sie ihn.

Peter: „Weiß sie von seiner Herkunft?“ fragte er vorsichtig.

Vater: „Nein… sie hat keine Ahnung.“ Peter hob mahnend eine Augenbraue.

Peter: „Wo ist Vincent eigentlich?“

Mary: „Er sichert die Unglücksstelle ab.“

Peter: „Gut. Wenn er zurück ist, dann muss ich ihn untersuchen. Nur um sicher zu gehen.“

Mary: „Ich werde umgehend eine Nachricht an ihn durch die Rohre schicken.“

Peter: „Danke Mary.“



Nach einer weiteren Stunde kam Vincent zurück. Er steuerte direkt seine Kammer an, wo er Catherine vorfand, die auf seinem Bett lag und ein Buch las. Als sie langsame und träge Schritte hörte, gingen ihre Augen direkt zum Eingang. Müde und geschafft kam Vincent herein, schmunzelte leicht über den Anblick der sich ihm bot.

Catherine: „Vincent… du bist zurück.“ hauchte sie lächelnd, setzte sich auf, legte das Buch beiseite.

Vincent: „Geht es dir gut? Hast du alles was du brauchst?“ seine Stimme war kratzig von Staub.

Catherine: „Ja danke. Jamie und ich wir… haben uns ein Bad in den heißen Quellen gegönnt. Es war traumhaft und tat unsagbar gut.“

Vincent: „Dem werde ich mich nachher anschließen…“ Vincent neigte seinen Kopf und hörte eine Nachricht, die für ihn bestimmt war.

Catherine: „Was ist? Vincent…“

Vincent: „Sei unbesorgt. Ich werde nur in die Krankenkammer gebeten. Peter will sicher gehen, dass ich unverletzt bin.“

Catherine: „Soll ich dich begleiten?“

Vincent: „Nicht nötig, danke. Ich werde dich am besten zurück zur Schwelle bringen, damit du heim kehren kannst. Es war ein anstrengender Tag.“

Catherine: „Okay.“ Sie hatte gehofft noch länger bleiben zu können, aber Vincent sah müde aus, noch voller Schmutz und brauchte seine Zeit für sich.



Auf dem Weg zur Schwelle waren beide äußerst still. Kurz blieb Vincent stehen, drehte sich ihr zu.

Vincent: „Wie bist du an den Sprengstoff gekommen? Wenn ich fragen darf…“ verlegen sah Catherine zu Boden.

Catherine: „Elliot… ich ähm… ich sah keinen anderen Ausweg, als mich an ihn zu wenden.“ Vincent antwortete nicht, sondern nickte nur stumm, setzte seinen Weg fort.



An der Schwelle angekommen, blieben sie eine Weile schweigend an Ort und Stelle stehen. Ehrfürchtig schüttelte er leicht mit dem Kopf, sah sie an.

Vincent: „Catherine… was du da heute getan hast ist… nicht in Worte zu fassen. Dein Mut hat unser aller Leben gerettet.“ Nah trat sie an ihn heran. Sah Vincent tief in die Augen.

Catherine: „Ich hatte noch nie in meinem Leben solch eine Angst gehabt. Der Gedanke dich zu verlieren trieb mich an. Ich hatte das Gefühl, dass ich den besten Teil von mir verlieren würde. Ich hätte alles getan, Vincent… alles… es war kein Mut… es war Liebe.“ Eindringlich sah sie ihn an bei diesen Worten. Vincent war sprachlos. Catherine kam auf ihn zu, bettete ihren Kopf an seiner Schulter, schlang ihre Arme um seine Taille, hielt ihn leicht gedrückt, atmete erleichtert tief durch. Vincent gab sich diesem Gefühl hin, hielt sie ebenfalls. Gemeinsam standen sie für eine Weile so einander festhaltend, bis sie sich nach ein paar ruhigen Minuten von einander trennten. Catherine musterte sein Gesicht, strich über seine Brust, ließ ihre Hand dort für ein paar Sekunden ruhen. Sehnsucht konnte er in ihren Augen lesen, legte seine Hand auf ihre, umfasste sie zärtlich, ließ sie dann gehen. Gedankenversunken sah er Catherine hinterher, bis sie im Lichtschein der Schwelle verschwand.

Wie in Trance ging Vincent zurück, direkt zu Peter in die Krankenkammer. Als er eintrat wartete dieser bereits auf ihn.

Peter: „Vincent… ich wollte dich soeben noch einmal rufen lassen. Gut das du gekommen bist.“

Vincent: „Vergib mir, Peter. Ich habe Catherine zurück nach Hause gebracht. Sie hatte ebenfalls einen anstrengenden Tag. Wie geht es Vater?“

Peter: „Den Umständen entsprechend. Es wird eine Weile dauern, aber er wird wieder. Ich habe ihm etwas zur Beruhigung und gegen die Schmerzen gegeben. Er schläft jetzt… So, so… Catherine sagst du… eine Freundin von dir?“ fragte er leicht unterschwellig, mit einem gewissen Grinsen im Gesicht.

Vincent: „Hmm? Ähm ja… das kann man so sagen.“ sagte er verlegen.

Peter: „Alles okay mit dir?“ Peter sah besorgt aus.

Vincent: „Ich bin ziemlich müde, Peter. Entschuldige bitte. Das hat mich mehr mitgenommen, als ich dachte.“ Vincent rieb sich seine Augen. Überall rieselte Staub und Schmutz von ihn herab.

Peter: „Schade, dass du Catherine schon hochgebracht hast. Ich hätte sie gern kennengelernt.“ Vincent schmunzelte.

Vincent: „Ich werde das nächste Mal daran denken.“

Peter: „Lass mich dich kurz durchchecken. Dann kannst du dich vom ganzen Dreck befreien.“

Vincent: „Ja, danke. Ich hätte nicht gedacht, dass sich dieser Staub schlimmer anfühlen würde, als der feinste Sand in der Wüste.“ Peter musste über den Vergleich leicht lächeln. Vincent zog seine Weste und den Pullover aus, damit Peter ihn aus irgendwelche Verletzungen abtasten konnte.

Peter: „Musst du bald wieder weg?“ fragte er nebenbei, um ihn abzulenken. Vincent nickte.

Vincent: „Ja, nächste Woche.“

Peter: „Für wie lang?“ fragte er beiläufig.

Vincent: „Etwa 2 Wochen. Ob du es glaubst oder nicht, aber… wir testen in der Wüste... Sahara.“ Vincent hatte dabei einen belustigten Unterton, der Peter zum Lachen brachte.

Peter: „Vom Regen in die Traufe… was sagt man dazu… Warum in der Sahara? Das ist so weit weg. Reicht Nevada nicht aus?“

Vincent: „Wir brauchen die extreme Hitze und Trockenheit und speziell den feinen Sand, um diverse Filter in den Antrieben der Jets auf Herz und Nieren zu prüfen. Außerdem ist das Testgebiet dort viel größer.“

Peter: „Heißt das, du wirst wie ein braungebrannter Sonnyboy wieder kommen?“ Vincent grinste breit.

Vincent: „Das kann durchaus möglich sein, aber… unsere Schutzanzüge plus Sunblocker werden es zum größten Teil verhindern.“

Peter: „Wie erklärst du deiner Freundin deine lange Abwesenheit?“ nachdenklich sah Vincent Peter an, zuckte mit den Schultern.

Vincent: „Das ist eine sehr gute Frage, Peter. Ich habe keine Ahnung…“

Peter: „Darfst du ihr mehr über dich verraten, oder verbietet es dir das eure Gesetze.“

Vincent: „Verbieten… nein. Ich weiß nur nicht wie es ihr sagen soll.“

Peter: „Worin liegt das Problem?“ Vincent hielt kurz inne, ging in sich für einige Sekunden, dachte nach.

Vincent: „Zwischen uns scheint sich etwas mehr zu entwickeln, als nur Freundschaft. Wir hatten bis vor kurzem eine eher platonische Beziehung. “ Peter sah ihn fragend an.

Peter: „Bis vor kurzem Platonisch… Ist das gut… oder eher weniger?“ kam eher verhalten.

Vincent: „Gute Frage. Sag du es mir…“ Peter legte sein Stethoskop beiseite, packte es in seine Arzttasche.  Vincent zog seinen Pullover locker über. Zusammen saßen sie im Nebenraum der Krankenkammer.

Peter: „Wenn ich das nur wüsste. Ich meine, ähm… Jacob und ich, wir… wir wurden praktisch ins kalte Wasser geschmissen was dich und deine Leute betrifft. Wir konnten vorher nicht darauf vorbereitet werden. Was jedoch Catherine angeht… hmm… ich müsste sie kennenlernen. Ich kann dir nicht sagen wie sie auf solch eine Offenbarung reagieren würde. Wenn dir etwas an ihr liegt, dann müsstest du sie Schritt für Schritt in diese Richtung führen. Doch wie fängt man an.“ Vincent lehnte sich zurück, schloss seine Augen, rieb sich seine Stirn.

Peter: „Liebst du sie?“ fragte er vorsichtig. Vincent dachte nach, beugte sich vor, stützte sich mit seinen Ellenbogen an seinen Beinen ab, sah ins Leere.

Peter: „Schon allein die Tatsache, das du darüber nachdenkst sagt mir, dass du ihr gegenüber nicht abgeneigt zu sein scheinst.“ sagte Peter vorsichtig. Vincent sah zu Boden, seine Mähne hing an ihm herunter und schüttelte seinen Kopf. Feinster Staub rieselte von ihm herunter.

Peter: „Was glaubst du fühlt sie dir gegenüber?“ Er richtete sich auf, sah Peter an.

Vincent: „Das ist das Problem, Peter. Sie sagte mir vorhin, das sie Angst hatte mich zu verlieren und indirekt, dass sie mich liebt.“

Peter: „Oooh, jetzt erkenne ich das Dilemma.“

Vincent: „Früher oder später muss ich es ihr sagen.“ Nach einer kurzen Pause… „Das kuriose ist, das ich nicht damit gerechnet habe.“

Peter: „Das du hier jemanden kennenlernen würdest?“ Vincent nickte stumm.

Vincent: „Ich bin ins Exil gegangen, um wieder zu mir kommen… um wieder klar denken zu können… um das zu verarbeiten, was ich erlebt habe. Bevor ich hierher kam habe ich… eine Beziehung beendet, weil es mir nicht möglich war alles unter einen Hut zu bringen… sprich… Familie, Job, Beziehung, Verlust…“

Peter: „Darüber haben wir nie gesprochen.“ Vincent sah fragend auf.

Peter: „Weshalb du dich zu solch einem gravierenden Schritt entschieden hast.“ Vincent lehnte sich zurück.

Vincent: „Der Grund dafür war mein kleiner Bruder. Mein älterer Bruder Lee und ich, wir… mussten mit ansehen, wie er getötet wurde.“ Geschockt lehnte sich Peter nun zurück und atmete tief durch.

Peter: „Das tut mir leid, Vincent.“

Vincent: „Wir haben auf unterschiedliche Weise versucht damit fertig zu werden, aber… für mich ging es nicht so weiter. Ich… ich musste da weg, da raus, alles hinter mir lassen, was auch immer.“

Peter: „Mein Junge… wie ich sehe haben wir alle unser privates Schicksalspäckchen zu tragen. Egal wo wir uns alle befinden.“

Vincent: „Du sagst es, Peter. Wenn es dir nichts ausmacht, dann würde ich mich jetzt gern vom Schmutz befreien. Es fängt schon an zu kratzen.“

Peter: „Dann ab in die Fluten mit dir. Ich bleibe noch etwas bei Jacob. Ach ähm… und Vincent?“ er hielt kurz inne und sah Peter abwartend an.

Peter: „Danke für dein Vertrauen.“

Vincent: „Danke fürs Zuhören…“ entgegnete er sanft und verließ die Krankenkammer, ging in seine Kammer und anschließend zu den heißen Quellen.



Ein paar Tage später trafen sich Catherine und Vincent zu ihrem ersten gemeinsamen Konzert unter der Oper. Den ganzen Tag über war es heiß, trocken und ganz New York wartete auf den ersehnten Regen. Gegen Abend hat es zwar abgekühlt, aber die Hitze steckte Catherine weiterhin in den Knochen.

In einer speziellen Kammer, direkt unter der Bühne der Open Air Oper, bereitete Vincent zwei große Sitzsäcke, diverse Kissen und Decken vor, die zu einem gemütlichen Zusammensein einluden.

Catherine trug ein dunkelblaues dünnes Kleid mit einem tiefen Ausschnitt, leicht gelockte Haare. Vincent raubte es den Atem. Sie war bezaubernd…

Vincent: „Du siehst bezaubernd aus.“ sagte er sanft. Verlegen sah sie ihn an.

Catherine: „Danke… du machst mich ganz verlegen.“ leicht schmunzelte er. Die ersten Klänge ertönten. Überrascht lächelnd blickte Catherine ihn an.

Catherine: „Wie kommt es, das es so nah klingt, als wären wir in der ersten Reihe?“

Vincent: „Wir befinden uns direkt vor dem Orchester. Wenn du so willst… noch vor der ersten Reihe.“ Catherine stand der Mund offen.

Catherine: „Das ist unglaublich.“

Als die Musik begann, lehnten sich beide in die Kissen zurück, lauschten den Klängen der Instrumente. Catherine hatte ihre Augen geschlossen, schwebte fast davon. Vincents Blick wandte sich ihr zu, musterte sie nachdenklich… doch plötzlich fing es an zu gewittern. Die ersten Regentropfen schafften es durch die Gitter. Schnelle Schritte der Konzertgäste waren zu hören, die vor dem heftig werdenden Regen flüchteten. Freudestrahlend wie ein Kind stand Catherine auf, begab sich unter das offene Gitter, ließ die Regentropfen auf sich niederfallen. Das Gesicht nach oben gestreckt, die Augen geschlossen, ihre Arme weit ausgebreitet genoss sie das angenehm kühlende Nass von oben. Vincent wurde ebenfalls nass und wollte ihr seinen Umhang geben, damit sie sich nicht erkältet, doch Catherine lehnte ab. Stattdessen blieb sie an Ort und Stelle, striff sich mit ihren schlanken Fingern durch ihre völlig durchnässten Haare, kämmte sie zurück. Vincent stockte der Atem bei diesem Anblick. Sie war wunderschön… so anziehend, so unwiderstehlich. Er wollte sich gerade von seinem Platz erheben, als sich Catherine zu ihm runterfallen ließ, sich in seine Arme warf, ihn vor Freude umklammerte, sich eng an seinen Hals schmiegte. Zwischen ihnen beiden herrschte eine sanfte, lockere, gelassene und glückliche Atmosphäre. Die Regentropfen fielen weiterhin auf beide nieder, als Vincent fasziniert auf sie herab sah. Ihre Gesichter waren sehr nahe beieinander. Gegenseitig atmeten sie den Duft des anderen ein, hielten kurz ihre Augen geschlossen. Vincent spürte, wie etwas sanft seinen Unterkiefer strich, dann seinen Muskelstrang am Hals entlang fuhr, zurück zum Kinn. Seine Augen öffneten sich langsam, sah zu Catherine. Ebenso fasziniert musterte sie ihn, ihre Lippen waren leicht geöffnet und strich weiter mit ihrer linken Hand über sein markantes Gesicht. Vincents kurzgehaltener 3-Tage Bart fühlte sich, im Gegensatz zu anderen Männern, weich an. Immer wieder wanderte ihr Blick von seinen traumhaften azurblauen Augen, zu seinem Mund und wieder zurück, befeuchtete mit der Zunge ihre eigenen Lippen, strich mit ihrem Daumen über seine Unterlippe. Sie schien auf etwas lang ersehntes zu warten.

Ihr gemeinsames Band fühlte sich richtig an. Langsam, auch wenn es nur eine Handbreit war, neigte sich Vincents Kopf wie in Trance ihr entgegen, nahm ihre wartenden bereits geöffneten Lippen vorsichtig, nippte daran. Catherine streckte und drückte sich ihm entgegen, ließ ihre linke Hand seinen Nacken entlang gleiten, griff in seine Mähne. Ihre Zunge fand seine, sie erkundeten sich gegenseitig. Vincents rechte Hand fuhr in Catherines nasse Haare, ließ seine Finger durch ihre Strähnen gleiten, strich zaghaft ihren Hals entlang, ihre Kehle, ohne von ihrem Mund abzulassen.

Nach ein paar Minuten mussten beide Luft holen. Völlig fasziniert sahen sie sich an, streichelten sich verträumt, küssten sich unentwegt. Stirn an Stirn lagen sie in den Kissen, küssten sich, als Vincent dezent seinen Kopf zurückzog. Catherine suchte seinen Mund, seine verführerischen Lippen… öffnete verwundert ihre Augen. Seinen Gesichtsausdruck konnte sie nicht wirklich deuten. Besorgt richtete Catherine sich auf, stützte sich an seiner breiten Brust ab, ließ immer wieder ihren Zeigefinger über seinen Hals fahren. Vincent wich ihrem Blick aus, wandte sein Gesicht von ihr ab.

Catherine: „Was ist falsch?“ hauchte sie sanft, fast ängstlich. Vincent schüttelte leicht seinen Kopf, nahm ihre linke Hand in seine rechte, küsse ihre Handfläche.

Vincent: „Nichts ist falsch.“ kam ebenso von ihm zurück.

Catherine: „Das verstehe ich nicht. Was ist es dann? Du ziehst dich von mir zurück. Geht es dir zu schnell?“

Vincent: „Nein, nein… Catherine… du hast nichts falsch gemacht.“ Verzweifelt sah sie ihn an.

Catherine: „Vincent, bitte… rede mit mir.“ Sie versuchte seine Augen zu deuten.

Catherine: „Du versuchst mir etwas zu sagen…“ zögerlich nickte er.

Catherine: „Was…was ist es…“ Vincent suchte nach den richtigen Worten, nach einem Anfang.

Vincent: „Es gibt etwas das ich dir sagen muss, aber… ich weiß nicht wie.“

Catherine: „Okay… und das wäre was?“ Er atmete mehrfach tief durch.

Vincent: „Wenn es doch bloß so einfach wäre.“ Vincent klang verzweifelt, löste sich aus ihren Armen, stand vom Kissenlager auf, lehnte sich mit dem Rücken gegen die nächstgelegene Wand. Mit besorgter Mine sah sie ihm abwartend nach, blieb aber sitzen.

Vincent: „Es geht darum, wer ich wirklich bin. Warum ich so bin, wie ich bin… mein Aussehen, meine Herkunft. Ich möchte ehrlich zu dir sein… dir die Gelegenheit geben gründlich zu überdenken, ob du mit mir den letzten entscheidenden Schritt gehen willst. Du sollst dir hinterher keine Vorwürfe machen müssen.“ Catherines Gesicht wurde ernst. Sie stand auf, ging zu ihm, legte ihre beiden Hände auf seine Brust, versuchte seinen Blick einzufangen.

Catherine: „Wovon redest du bitte? Was kann so schlimm oder… ich weiß nicht… abstoßend sein, dass ich unsere Beziehung in Frage stellen oder… bedauern würde… von beenden will ich gar nicht erst reden!“

Vincent: „Mir bleibt nichts anderes übrig…“ er klang fast verzweifelt.

Catherine: „Vincent, du machst mir langsam Angst.“ Sie war kurz davor zu weinen.

Vincent: „Angst… du brauchst keine Angst zu haben.“

Catherine: „Dann sag jetzt endlich was los ist!“ tief musste Vincent durchatmen, bevor er weiter reden konnte.

Vincent: „Catherine, hast du dich nie gefragt, warum ich anders aussehe?“

Catherine: „Am Anfang schon, ja… aber…du sagtest mir einmal, dass du so geboren wurdest. Alles andere war für mich nicht wichtig.“

Vincent: „Was ich dir jetzt erzählen werde, wird unglaublich klingen. Aber ich möchte, dass du mir ganz genau zuhörst. Im Anschluss gehen wir in meine Kammer und ich… werde dir etwas zeigen…“

Catherine: „Okay…“ kam zaghaft.

Vincent: „Ich werde dir am besten alles von Anfang an erzählen. Bitte wundere dich nicht… es ist alles sehr weit hergeholt… anders ist es nicht möglich dir dies zu erklären.“

Vincent: „Setz dich erst einmal zurück und entspann dich. Du wirst es brauchen.“ Catherine tat wie ihr vorgeschlagen und wartet gespannt. Vincent begann zu erzählen und Catherine hörte ihm gefasst zu:



Vincent: „Vor vielen tausend Jahren gab es eine Welt, sehr weit von dieser hier entfernt, die sich Kobol nannte… der Ursprung der Menschheit. Es gab auf Kobol 13 menschliche Stämme… alle von unterschiedlicher Natur. Sie wurden sehr fortschrittlich und schafften es mit dem Licht zu reisen. Doch trotz der fortgeschrittenen Technologie mussten sie aufgrund diverser Naturkatastrophen, die sie nicht beeinflussen konnten, ihre Welt verlassen und machten sich auf die Suche nach einer neuen Heimat. Bei der Suche jedoch, ging einer der 13 Stämme verloren und galt für sehr lange Zeit als verschollen. Die ersten 12 Stämme wiederum, fanden was sie suchten… ein neues Zuhause und gründeten Kolonien. Ab da waren es die 12 Kolonien von Kobol. Es dauerte viele Jahrhunderte bis es den 12 Stämmen möglich war mit ihren Schiffen weit zu reisen und ihr Sonnensystem zu verlassen. Als es so weit war, fand man durch einen Zufall den verschollenen 13. Stamm.“ Vincent machte eine Pause und sah sie abwartend an.

Catherine: „Wo fand man sie?“ fragte sie vorsichtig.

Vincent: „Hier auf der Erde. Besser noch im nördlichen Teil von Ägypten. Der 13. Stamm hatte sich von allem technischem und fortschrittlichem losgesagt. Um sie in ihrem Dasein nicht zu stören, ließ man sie in Ruhe und mischte sich nicht ein. Aber… sie wurden von ihren Brüdern und Schwestern von außerhalb beschützt und beobachtet.“ Wieder sah Vincent sie abwartend an, musterte ihre Gesichtszüge. Dort sah er Faszination, Überraschung, stetig wachsendes Interesse. Vorsichtig traute er sich ihr gemeinsames Band zu erkunden und war selbst überrascht. Sie hatte keine Angst… Ehrfurcht ja, aber keine Angst oder Abscheu.

Vincent: „Dir geht es gut?“ Catherine nickte.

Catherine: „Ja… mir geht es gut. Erzähl weiter.“

Vincent: „In Ägypten wurden viele Götter verehrt, wie du sicherlich weißt.“ Wieder nickte sie gespannt und ihre Augen hingen wie gebannt an seinen Lippen.

Vincent: „Einer von ihnen war besonders im nördlichen Teil Ägyptens berüchtigt… der Löwengott Mahes.“ Catherine stockte der Atem.

Vincent: „Mahes wurde entweder als Löwe oder als Mensch mit Löwenkopf dargestellt. Er galt als Sohn der Löwengöttin Sachmet und des Sonnengottes Re. Nun… was ich damit sagen möchte ist… den Löwengott Mahes gab es wirklich. Sein Erbe jedoch… sein Aussehen… wird nur alle 10 Generationen, also alle 250 Jahre weitergegeben und das auch nur in einer ganz bestimmten Familie. So viel ich weiß sind es nur die männlichen Nachkommen. Jeder in dieser Familie trägt dieses spezielle Gen, auch die weibliche Seite in dieser Familie, aber geboren mit diesen Merkmalen, werden nur die Jungs.“ Catherine lehnte sich zurück, hörte weiter zu.

Vincent: „Im alten Ägypten wurden irgendwann die Gottheiten aberkannt. Es gab Aufstände. Die Anhänger der alten Götter, sprich des Mahes, Sachmet, Re usw versuchten zu fliehen. Ihre Brüder und Schwestern, die sie beschützten, offenbarten sich ihnen und nahmen sie mit in ihre Welt, zu den 12 Kolonien. Unter anderem die Nachkommen des Mahes, um sie in Sicherheit zu wissen.

Auch heute noch steht die Erde unter dem uneingeschränkten Schutz der 12 Kolonien von Kobol. Seitdem die Menschen, hier auf der Erde den Fortschritt in Richtung Technologie und Wissenschaft gemacht haben, werden sie von gewissen Kolonisten unterstützt. Irgendwann war es dann so weit, dass auch die Regierung mit einbezogen wurde. Die obersten Ränge wissen Bescheid über die hier stationierten Besucher.“ Vincent machte eine kleine Pause.

Vincent: „Bist du noch aufnahmefähig?“ fragte er vorsichtig. Geplättet sah Catherine ihn an und nickte.

Vincent: „Gut… dann komm. Ich zeig dir was. Wenn du fragen hast, dann stell sie mir später. Lass dir das gesagte erst einmal auf dich einwirken.“

Catherine: „Gute Idee… ich glaube mein Kopf platzt gleich.“ sagte sie unsicher. Gemeinsam nahmen sie den Weg in Vincents Kammer.



Vincent: „Setz dich. Geht es dir gut? Du scheinst etwas blass um die Nase.“ Vincent legte ihr eine große Decke um die Schultern. Sie und ihr Kleid waren noch feucht vom Regen.

Catherine: „Ich glaube etwas zum Trinken wäre gut.“ Catherine versuchte gefasst zu wirken, sah ihn immer wieder an und hinterher.

Vincent: „Wasser, Tee oder Brandy?“

Catherine: „Brandy… bitte…“ Vincent goss ihnen beiden Brandy ein. Auch er hatte es jetzt nötig und reichte ihr ihr Glas.

Catherine: „Danke. Was du mir da erzählt hast, ist so… unglaublich… Ich weiß nicht was ich glauben soll.“

Vincent setzte sich zu ihr an den Tisch. Nippte an seinem Glas und drehte es in seiner Hand auf der Stelle.

Vincent: „Das glaube ich dir gern.“

Catherine: „Warum jetzt? Ich meine… warum hast du mir das nicht eher gesagt oder warum nicht nächste Woche oder später?“

Vincent: „Warum nicht eher… weil ich dachte ich müsste es nicht. Diese Sache machte es für mich erst kompliziert, nachdem Vater und ich verschüttet wurden und ich feststellen musste, das ich für dich mehr empfand, als nur Freundschaft. Warum nicht nächste Woche oder später… ich wollte nicht das du irgendetwas bereust. Wir waren vorhin an einem Punkt angekommen, Catherine… es hätte zu mehr geführt.“ Eindringlich sahen sie sich an. Catherine nahm seine Hand, drückte sie fest.

Catherine: „Alles was du mir eben gesagt hast ist so… unglaublich. Aber nichts desto trotz… hätte ich es nicht bereut, Vincent. Mir liegt sehr viel an dir. Ich wollte es… ich will es noch…“

Vincent: „Ich will es ebenfalls. Aber du musst und sollst alles vorher wissen.“

Catherine: „Was muss ich noch wissen?“

Vincent: „Es wird noch einiges an Information auf dich zukommen, die für dich schwer zu akzeptieren sein werden.“

Catherine: „Schwer zu akzeptieren… gib mir einen Hinweis.“ flüsterte sie.

Vincent: „Weitere Geheimnisse, Verschwiegenheit…“

Catherine: „Es könnten Fragen aufkommen, die Freunde, Familie und Arbeitskollegen stellen werden?“

Vincent: „So ist es, ja. Ich werde ab übermorgen für etwa 2 Wochen oder länger weg sein.“ fragend sah Catherine ihn an.

Vincent: „Das war auch ein Grund für meinen Entschluss dir alles zu beichten. Du würdest Vater oder Mary oder wem auch immer Fragen stellen, die unmöglich beantwortet werden könnten, ohne dich anzulügen. Das wollte ich nicht. Das hast du nicht verdient. Du verdienst die Wahrheit.“ Sie nickte.

Catherine: „Wohin gehst du?“

Vincent: „Den genauen Ort darf ich dir noch nicht sagen, tut mir leid. Es hat auf jeden Fall etwas mit meinem Job zu tun.“

Catherine: „Deinem Job? Und der wäre?“ fragte sie vorsichtig.

Vincent: „Grob gesagt, ich bin Soldat, Catherine. Mit Gleichgesinnten aus meiner Welt arbeite ich an besonderen Projekten. Mehr erzähle ich dir ein anderes Mal. Das war sehr viel heute. Du wirst ein paar Tage brauchen, um das zu verarbeiten.“

Catherine: „Soldat… Ich habe noch so viele Fragen, Vincent. Ich kann nicht warten.“ Vincent lächelte, stand auf, holte aus seinem Schrank so eine Art Touchpad hervor. Gespannt verfolgte Catherine was er tat. Er tippte und wischte mit seinen Fingern gekonnt darauf herum, legte es vor Catherine auf den Tisch, als sich vor ihr eine holografische Darstellung auftat. Zu sehen waren viele kleine weiße Punkte, diverse große Farbige Kreise. Nach genauerem Hinsehen erkannte sie es… es war so eine Art Sternenkarte. Vincent kniete sich neben ihren Stuhl, zeigte auf einen Bereich der Karte, die ihr bekannt vor kam… die Erde mit ihrem Mond und Sonne. Und auch die anderen Planeten erkannte sie.

Catherine: „Das ist die Milchstraße…“ sagte sie ehrfürchtig. Vincent nickte lächelnd. Dann zeigte er auf einen gänzlich anderen Teil der Sternenkarte. Dieser Teil war sehr viel weiter weg.

Vincent: „Das Cyrannus System… mein Zuhause.“ Ihr Mund stand offen. Erstaunt sah sie ihn an.

Catherine: „Wie weit ist es entfernt?“ Ihre Augen wanderten immer hin und her.

Vincent: „Etwa 1 Million Lichtjahre.“ geschockt sah sie ihn an. Vincent schmunzelte leicht.

Catherine: „Was? Aber… wie ist das möglich?“

Vincent: „Wir reisen schneller als das Licht… besser noch… um unsere Schiffe herum ist so eine Art Schutzhülle, ein Kraftfeld. Ohne diese Hülle würde die Zeit auf einem Planeten rasend schnell vergehen, während sie bei uns langsamer vergeht. Zusätzlich ´springen´ wir von einem Quadrant zum nächsten, durch Raumkrümmung.“

Catherine: „Wahnsinn… das so etwas möglich ist. Was sind das hier für Planeten?“

Vincent: „Das Cyrannus System ist in 4 Quadranten aufgeteilt: Dies hier sind Helios Alpha, Helios Beta, Helios Gamma und Helios Delta. In diesen Quadranten befinden sich die jeweiligen Hauptplaneten Picon, Caprica, Gemenon, Tauron und kleineren Planeten und Monden, dann Leonis und Virgon, mit weiteren Planeten und Monden, Scorpia, Sagittaria und Libra, mit weiteren Planeten und Monden und zu guter Letzt,  Aerilon, Canceron und Aquaria, die ebenfalls weitere Planeten und Monde besitzen, aber nicht bewohnbar sind. Diese 4 Quadranten des Cyrannus Systems, mit ihren 12 Hauptplaneten, bilden die 12 Kolonien von Kobol.“

Catherine: „Warum kommen mir die Namen so bekannt vor?“ Vincent schmunzelte.

Vincent: „Ganz einfach… es sind eure 12 Tierkreiszeichen.“ Vincent zeigte auf einen bestimmten Stern.

Vincent: „Dort wurde ich geboren… auf Leonis. Aufgewachsen bin ich auf Caprica.“ Catherine schüttelte leicht ihren Kopf.

Catherine: „Ich träume das alles, oder?“

Vincent: „Das ist alles real, Catherine.“  Vincent kniete noch immer neben ihr, als Catherine ihren Kopf an seinen schmiegte, ihre Arme um ihn legte.

Vincent: „Möchtest du heute hier bleiben?“

Catherine: „Gute Frage. Ich weiß es nicht.“

Vincent: „Dann solltest du die Nacht hier unten verbringen. Du bist zu sehr durcheinander, um allein in deinem Apartment zu bleiben. So hätte ich keine ruhige Minute. In meinem Schrank wirst du sicherlich was finden, das dir als Nachthemd dienen wird. Ich werde mich in eine anderen Kammer zurück ziehen.“

Catherine: „Nein, bitte… Lass mich bitte nicht allein. Es ist genug Platz für uns beide im Bett. Ich brauche dich an meiner Seite, bitte.“ Vincent gab sich geschlagen.

Vincent: „Das wird in Ordnung sein, denk ich. Wir sind beide müde.“

Catherine: „Keine Sorge, ich beiße nicht. Ich versuche mich anständig zu benehmen.“

Vincent: „Nicht um dich sorge ich mich, sondern um mich. Dich so nahe bei mir zu haben, nachdem ich weiß wie gut du schmeckst und wie gut du mich im Griff hast, wird nicht einfach sein.“ Verlegen lachte sie auf.

Catherine: „Glaubst du mir geht es anders?“ ihr Blick nagelte ihn fest. Langsam kamen sie einander näher, standen Stirn an Stirn, bis ihre Lippen sich vorsichtig trafen. Als hätte es die letzte Stunde der Offenbarung nicht gegeben, machten sie dort weiter, wo Vincent sich einst zurück zog.

Vincent: „Willst du das wirklich…“ kam eher hastig, flüsterte an ihre Lippen. Catherine packte ihn am Kragen seiner Weste, zog ihn weiter an sich heran.

Catherine: „Ja ich will es… deine Herkunft ändert nichts an der Tatsache, das ich dich will… weil ich dich Liebe.“

Vincent: „Womit habe ich dich verdient? Du bist bemerkenswert.“ Vincent drehte den Stuhl, auf dem Catherine saß, zu sich. Sie küssten sich inniger, fordernder. Catherine begann sein Hemd langsam aufzuknöpfen, ließ ihre Hand unter sein aufgeknöpftes Hemd gleiten, fühlte seine feste muskulöse Brust, hing an seinem Mund.

Vincent: „Noch kannst du zurück…“ flüsterte er in ihre Lippen, während seine beiden Hände rechts und links an ihren Waden nach oben strichen.

Catherine: „Ich will nicht zurück… ich will nicht das du aufhörst.“ Diese Antwort genügte ihm. Vincent kniete noch immer vor ihr, schob den Saum ihres blauen Kleides bis über ihre Knie, kam zwischen sie. Seine Hände massierten ihre Oberschenkel, während sein Mund ihr tiefes Dekolleté küsste bis zum Ansatz ihrer Brüste. Sie war so unsagbar weich und roch verführerisch. Catherine rutschte bis zum Rund des Stuhles vor, hielt Vincents Kopf, griff in seine dicke Mähne, warf ihren Kopf nach hinten, legte so ihre Kehle frei, die Vincent umgehend in Besitz nahm. Weste und Hemd störten ihn auf einmal. Er stand abrupt auf, zog beides hastig aus, warf es unachtsam zur Seite. Catherine beobachtete ihn eingehend. Das Spiel seiner Muskeln machte sie fast verrückt. Sein Körper war vollends durchtrainiert. Während eine Hand an der Außenseite seines Oberschenkels ruhte, legte sich die andere Hand auf seinen Bauch. Ihre Fingerspitzen fuhren seinen Sixpack entlang, blieben am Hosenbund. Sie sah zu ihm rauf. Der Blick, den er ihr zukommen ließ, war leidenschaftlich erotisch. Ein paar Zentimeter ging er weiter an Catherine heran, sodass sie seine warme Haut spüren konnte, küsste seinen Bauch. Vincent linke Hand fuhr in Catherines Haare, kraulte ihren Hinterkopf, beugte sich weit zu ihr runter, küsste sie tief. Vincent ging vor ihr wieder auf die Knie, kam zwischen sie, zog sie an ihren Kniekehlen weiter an sich heran, packte sie an den Hüften.

Vincent: „Ich will dich…“ forderte er mit kratziger Stimme, das Catherine eine Gänsehaut bekam.

Catherine: „Ja…“ brachte sie als einzigstes hervor. Vincent ertastete ein dünnes Stück Stoff, das zu ihrem Spitzenhöschen gehörte, zerrte es galant von ihren Hüften, striff es von ihren Beinen und ließ es achtlos neben sich liegen.

Vincent: „Lehn dich zurück.“ Den Rock ihres Kleides schob er so weit hoch, bis Catherines Sex ihm völlig offenbart wurde. Vincent knabberte an ihrem Bauch, küsste ihre weiche Haut, wanderte weiter bis zum Venushügel. Mit seiner Zunge schlug er sanft gegen wartenden Blütenblätter, ihre gerötete Knospe, saugte erst sanft und dann intensiver daran. Catherine stöhnte bei jeder seiner Berührungen, biss sich auf die Unterlippe, befeuchtete immer wieder mit ihrer Zunge ihre trockenen Lippen, wandte sich unter ihm, griff immer wieder in seine Haare.

Catherine: „Oh Gott, Vincent… oh Gott…” stöhnte sie immer wieder. Zu mehr war Catherine nicht in der Lage. Sie spürte ihren Höhepunkt näher kommen.

Catherine: „Gleich… Vincent… oh Gott, gleich…“ explosionsartig überkam sie ihr Höhepunkt, den Vincent Hautnah an ihr miterlebte. Sanft fuhr er mit seiner Zunge über ihre stark geschwollene Knospe, reizte sie sanft, sodass sie leise aufschrie und stöhnte. Schlaff lag Catherine zurückgelehnt im großen Stuhl, außer Atem, leicht verschwitzt, mit geröteten Wangen vor Erregung. Vincent zog sie an sich, stützte ihren Rücken, küsste sie wieder tief. Catherines Hände umfassten seinen Nacken. Ihre Küssen wurden langsamer, verspielter, leichter. Irgendwann sahen sie sich an, schmunzelten verlegen.

Catherine: „Du schmeckst nach mir.“ sagte sie verführerisch. Vincent leckte sich seine Lippen, spielte mit seinen wunderschönen blauen Augen.

Vincent: „Ich weiß… ich habe schließlich von dir kosten dürfen.“

Catherine: „Und?“

Vincent: „Du schmeckst so wahnsinnig gut.“ Wieder nahm er ihren Mund.

Vincent: „Ich will dich ganz…“ Catherine lächelte breit, zog ihn an sich heran, flüsterte ihm ins Ohr.

Catherine: „Ich gehöre ganz dir.“ Galant half er ihr aus dem Stuhl, ging mit ihr in Richtung Bett, küsste sie innig.

Nach und nach zogen sie sich aus, bis sie zusammen unter der Decke lagen, sich gegenseitig erforschten. Vincent verwöhnte Catherine mit seinem Mund, bescherte ihr einen weiteren Höhepunkt durch die alleinige Berührung, die ihr durch Mark und Bein ging. Stark atmend lag Catherine in den weichen Kissen, als Vincent über sie glitt, sich zwischen sie legte, ihre Schenkel auseinander schob, diese umfasste und in die Tiefe ihrer Weiblichkeit versank. Seine Größe nahm Catherine fast den Atem, doch passte sie sich ihm schnell an. In ihrem Inneren war es noch sehr empfindlich. Die Reibung seiner starken Männlichkeit reizte sie weiter bis zu ihrem Muttermund. Vincents Bewegungen waren kräftig und sein Penis schien in ihr weiter anzuschwellen, größer und härter zu werden. So etwas hatte Catherine noch nie erlebt. Alles an ihr war sensibilisiert, in völliger Erregung. Vincent spürte Catherines weiteren Höhepunkt näherkommen. In ihrem Inneren spannte es sich um ihn herum an. Als es soweit war, ließ er sich von ihren Kontraktionen über den Rand tragen und erlebte mit ihr zusammen ein unbeschreibliches Glücksgefühl. Vincent ergoss sich in ihr, bewegte sich noch ein paar Mal in ihr und ließ seinen Kopf an ihrer Seite ruhen. Beide waren vorerst nicht fähig ein Wort zu sagen. Beide rangen nach Luft, ihr beider Puls musste sich normalisieren. Vincent rollte sich leicht zur Seite, um sein Gewicht von Catherine zu nehmen, doch blieb er weiterhin mit ihr verbunden, zog ihr linkes Bein über seinen rechten Oberschenkel, zog sie an sich heran, streichelte ihre linke Seite von der Wade bis hoch zur Schulter. Catherine lag seitlich auf seinem linken Arm, sah ihn liebevoll an, streichelte sein Gesicht, küsste ihn sanft, stöhnte kurz auf, wenn er sich nur dezent in ihr bewegte.

Vincent: „Dich so zu sehen…“

Catherine: „Mich wie zu sehen…“ wieder packte sie Vincent an ihrem Oberschenkel, bewegte sich in ihrer weiblichen Mitte, dass Catherine vor Erregung ihre Augen schloss und anfing zu stöhnen.

Vincent: „Genau so… völlig erregt, wenn ich in dir bin… wenn ich mich in dir bewege.“

Catherine: „Oh Gott, Vincent… schon allein wenn du diese Worte sagst und…  dich währenddessen so in mir bewegst…“

Vincent: „Ja… was ist dann…“ fragte er herausfordernd. Eindringlich sah Catherine ihn an. Sie fühlte einen weiteren Höhepunkt kommen.

Catherine: „Hhhhhh… genau das…“ ihr Höhepunkt kam immer näher. Vincent fühlte es genau. Langsam und vorsichtig bewegte er sich in ihr. Mehr brauchte er nicht.

Vincent: „Sieh mich an…“ und das tat sie. Ihr Höhepunkt erlangte den Gipfel. Er konnte es in ihren Augen sehen. Catherine wölbte sich ihm entgegen, streckte ihren Kopf nach hinten über, nahm ihn weiter in sich auf und sackte in seinem Arm glücklich zusammen.

Vincent: „Du bist atemberaubend… vorallem wenn du deinen Höhepunkt hast.“

Catherine: „Wie machst du das?“ hauchte Catherine geschafft.

Vincent: „Unser Band sagt mir was du brauchst, was dir gefällt.“

Catherine: „Was du bei mir geschafft hast, hat vor dir noch nie jemand vollbracht.“ Verwundert schmunzelnd sah Vincent sie an.

Vincent: „Du hattest sicherlich schon vor mir einen Höhepunkt.“

Catherine: „Das schon, ja, aber nicht so. Nicht durch die bloße leidenschaftliche Berührung. Geschweige denn durch Worte. Es sind die Worte die du sagst und wie du sie sagst. Dein ganzes Sein bringt mich zum Höhepunkt.“ Leicht bewegte sich Vincent in ihr, sah sie erotisch abwartend an. Wieder schloss Catherine ihre Augen, stöhnte leise.

Catherine: „Genau das meine ich… oh Gott, Vincent… wie machst du das…“ Dieses Mal war es anders. Seine Männlichkeit wurde zunehmend größer in ihr. Sie fühlte es eindeutig. Vincent griff an ihren Hintern, umfasste ihre Pobacke, sein Atem wurde schwerer, bewegte sich in ihr gezielter. Catherine rutschte etwas von seinem Arm weg, doch Vincents Hand fixierte sie am Nacken, als er sich weiter und immer weiter in ihr bewegte. Kurzzeitig verließ er ihre Mitte. Die plötzliche Leere passte Catherine gar nicht. Sie wollte ihn zurück und protestierte fast, bis er sie wieder in voller Länger betrat und in seinen Besitz nahm. Dies wiederholte er ein paar Mal, presste ihr fast die Luft aus den Lungen, aber Catherine genoss es vollen Zügen. Um Catherine etwas Luft zu verschaffen, legte er sich auf den Rücken, zog sie auf sich. Sie bewegte sich auf ihm wie eine Göttin. Vincents Hände massierten ihren weichen Brüste, reizten ihr Brustwarzen, zog sie zu sich herunter, um sie innig zu küssen, ließ sie sich wieder aufrichten, packte sie an ihren Hüften und unterstützte sie bei ihrem erotischen Tanz auf ihm. Dieses zarte Wesen auf ihm nahm ihn völlig gefangen. Vincent hatte dieses Mal keine Kontrolle. Er vertraute sich voll und ganz Catherine an. Sie beugte sich ihm leicht entgegen, stützte ihre Hände erst an seinen Schultern, dann aber neben seinem Kopf ab, um den richtigen Winkel zu finden… und den fand sie. Catherines Bewegungen auf ihm wurden intensiver, schneller. Sie schloss ihre Augen, ließ ihre langen Haare nach vorn fallen, die Vincent sanft zur Seite strich und mit seiner Hand an ihrem Nacken fest hielt. Sein rechter Arm legte sich somit über den Großteil ihres Rückens, drückte sie weiter auf ihn, hielt sie mit der linken Hand an der rechten Hüfte und kam ihr in den Bewegungen entgegen. Catherine keuchte… so etwas hatte sie noch nie erlebt… dies war die Nacht ihres Lebens.

Vincent: „Lass dich gehen, Catherine… lass dich fallen… ich bin bei dir…“ seine Worte und seine Stimme waren es wieder, die sie schlussendlich an den Rand des Glücksgefühls brachten und ihn mitnahm.

Völlig am ende lag Catherine auf ihm. Sanft strich er mit seinen Händen und Nägeln über ihren Rücken, bis sie sich beruhigt hatten. Vincent zog eine leichte Decke über sie beide, ohne von Catherine abzulassen, küsste ihre Schläfe, massierte ihren Nacken, kraulte ihren Hinterkopf. Unfähig irgendwelche Worte zu finden, schliefen sie ein. Im Laufe der Nacht lagen beide nebeneinander. Mit Catherine auf seinem Unterarm legte Vincent im Schlaf schützend seinen rechten Arm um sie, kuschelte sich in ihr Haar, küsste sanft ihre Hals.



Der nächste Morgen kam viel zu schnell.

Vincent war als erstes wach. Er badete in einer der heißen Quellen, ließ die Ereignisse der vergangenen Nacht vorüber ziehen.

Zurück in seiner Kammer schaute er als erstes nach dem zarten süßen Wesen in seinem verwüsteten Bett. Auch die verteilten Kleidungsstücke drum herum ließen auf eine heiße Nacht vermuten. Ein Lächeln huschte über sein Gesicht, als er sich daran erinnerte, wie es zu dieser Verwüstung kam. Leise ging er zum Bett, setzte sich an den Rand, streichelte ihren zarten Rücken bis runter zu ihrem Grübchen, der umgehend mit einer Gänsehaut überzogen wurde. Schmunzelnd beugte er sich über sie, küsste leidenschaftlich ihren Rücken bis hoch zum Nacken. Es kam Bewegung in das schlafende Wesen direkt unter ihm.

Vincent: „Guten Morgen…“ völlig müde und zerknittert drehte sich Catherine zu ihm um, streckte genüsslich ihre Arme aus und offenbarte ihm all das, was er letzte Nacht begehrte. Hungrig küsste er ihre Brüste, zog ihre Nippel in seinen Mund, küsste sie zwischen ihren Brüsten, sah sie an. Catherine schlang ihre Arme um seinen Hals.

Catherine: „Dir auch einen guten Morgen. Ich glaube, ich bin noch nie so geweckt worden.“

Vincent: „Wirklich nicht?“ schmunzelnd schüttelte sie ihren hübschen Kopf, küsste ihn.

Catherine: „Wie spät ist es.“

Vincent: „Keine Sorge. Erst 6 Uhr. Du kannst dich in ruhe baden und frisch machen. Nach dem Frühstück kannst du direkt in dein Apartment und dich für die Arbeit fertig machen.“

Catherine: „Das klingt gut… obwohl ich es nicht mag dich zu verlassen.“

Vincent: „Eins nach dem anderen. Während du dich in einer der heißen Quellen badest, werde ich Frühstück holen. Wir können hier zusammen essen. Dann bringe ich dich rauf.“

Catherine: „Okay…“

Vincent: „Was magst du zum Essen?“

Catherine: „Nur was leichtes und vielleicht Kaffee.“ Vincent nickte, machte sich auf den Weg zu William in die Küche, während Catherine sich badete.



William: „Guten Morgen, Vincent.“

Vincent: „William, dir auch einen guten Morgen.“

William: „Du bist ziemlich früh dran heute.“

Vincent: „Ja stimmt. Ich hole nur Kaffee und ein leichtes Frühstück für zwei.“ William sah ihn lächelnd an.

William: „So, so… ein Frühstück für zwei zum mitnehmen, hmm?“ Vincent blieb cool und nickte.

William: „Wer ist denn die Glückliche… wenn ich fragen darf.“ Vincent druckste herum.

Vincent: „Catherine…” Williams Augen weiteten sich.

William: “Oh ha… na wer hätte das gedacht.“ sagte er freudig.

Vincent: „Es muss aber nicht gleich jeder erfahren, William… bitte. Sie muss selbst erst einmal mit alldem klar kommen.“

William: „Du hast es ihr gesagt?“

Vincent: „Ja, hab ich.“

William: „Wie hat sie es aufgenommen?“

Vincent: „Besser als ich dachte. Aber die Zeit und das was sie nach und nach erleben wird, lässt es sie besser verstehen, akzeptieren.“

William: „Das wird sie, Vincent. Catherine ist zwar eine kleine zarte Frau, aber ihr innerstes ist stark.“

Vincent: „Das sehe ich auch so. Nun denn… abwarten.“

William: „Wann musst du wieder weg?“

Vincent: „Morgen Vormittag…“

William: „Das wird schwer für sie werden. 2 Wochen ist eine lange Zeit.“

Vincent: „Ich weiß. Wir werden zwar beide beschäftigt sein, aber…“

William: „Genau das meine ich. Gibt es keine Möglichkeit?“

Vincent: „Sie mitnehmen, meinst du?“ William nickte, während er das Rührei und die Toasts machte.

Vincent: „Nun ja… Die Unterkünfte sind weit außerhalb der Basis. In der ersten Woche bin ich jedoch außer Landes und zu weit weg, um den Abend mit ihr verbringen zu können. Die 2. Woche wäre eine Möglichkeit.“

William: „Außerdem würde Catherine einen weiteren Teil von dir kennenlernen, Vincent. Du könntest Peter bitten sie zu dir zu bringen.“

Vincent: „Die Idee gefällt mir, William. Es ist immer wieder schön und sehr informativ, wenn man in dein Reich kommt.“

William: „Jederzeit wieder! Und taddaaa… einmal Frühstück für zwei zum Mitnehmen.“

Vincent: „Du bist einmalig, William. Danke, mein Freund.“



Fast zeitgleich kamen sie zurück. Catherine frisch duftend in ihrem blauen Kleid vom Vortag und Vincent mit einem Tablett voller Leckereien. Es duftete himmlisch. Rührei mit Speck und knusprigen Toast, etwas Obst und Joghurt… und ganz wichtig für Catherine… Kaffee! Catherine schmolz fast dahin.

Gemeinsam saßen sie an Vincents Tisch, aßen ihr Frühstück, tranken Williams Muntermacher.

So schwer wie es ihnen auch fiel, aber Catherine musste zurück. Ihre Arbeit wartete.



Der Weg zur Schwelle, direkt unter Catherines Apartmenthaus, war gedrückt. Sie sprachen kaum ein Wort, hielten sich an den Händen, schlüpften um die Taille des jeweils anderen, standen eine Weile engumschlungen an der Schwelle.

Vincent: „Du musst jetzt gehen.“ sagte er sanft, küsste ihre Schläfe.

Catherine: „Ich weiß, aber ich will nicht.“ sagte sie traurig.

Vincent: „Komm heute Abend runter. Ich muss erst morgen Vormittag weg.“ Bewegt sah Catherine ihn an.

Catherine: „Ich werde mir für morgen frei nehmen, Vincent.“

Vincent: „Das musst du nicht. Es wird schon schwer genug dich hier zurück zulassen.“

Catherine: „Trotzdem… jede Minute ist kostbar.“

Vincent: „Gut, einverstanden… du musst jetzt wirklich gehen, Catherine. Wir sehen uns heute Abend.“

Catherine: „Heute Abend…“ Vincent hob ihr Kinn, küsste sie sanft.

Vincent: „Jetzt geh…“ schweren Herzens verabschiedeten sie sich. Es würden nur Stunden sein, aber lange Stunden.

Catherine: „Bis heute Abend… ich vermisse dich jetzt schon.“ Vincent schmunzelte, streichelte Catherines Wange, küsste sie noch einmal. Dann verschwand ihre Silhouette im Lichtschein.



Gedankenverloren und erleichtert wanderte Vincent zurück in die bewohnten Tunnel. Es war nach 8 Uhr. Er stattete Vater einen Besuch ab.

Dieser war noch immer etwas steif in seinen Bewegungen. Die gebrochenen Rippen waren bandagiert, heilten aber gut. Mary war gerade bei ihm und leistete ihm Gesellschaft.

Vincent: „Vater?“ strahlend blickte Vater ihn an.

Vater: „Vincent, guten Morgen. Komm rein mein Junge und setz dich zu uns. Trinkst du einen Tee mit?“

Vincent: „Sehr gerne, danke. Wie könnte ich da nein sagen. Guten Morgen, Mary.“

Mary: „Dir ebenfalls einen guten Morgen. Soll ich euch zwei allein lassen?“

Vincent: „Nicht unbedingt. Ich freue mich euch zwei hier zusammen zu sehen.“ Verlegen sahen sich Vater und Mary an.

Vater: „Ob du es glaubst oder nicht, aber…“ Vater nahm Marys Hand, sah sie strahlend an.

Vater: „… Mary und ich scheinen unseren gemeinsamen Weg gefunden zu haben.“

Vincent: „Wer hätte das gedacht? Ich freue mich für euch.“

Mary: „Danke, Vincent. Ach übrigens… heute früh lief mir Catherine über den Weg. Sie kam aus der Badekammer.“ Verlegen sah Vincent Vater an.

Vincent: „Das ist richtig, ja. Wir hatten gestern ein längeres Gespräch.“

Vater: „Was für ein Gespräch?“

Vincent: „Über mich… meine wahre Identität…“ beide machten große Augen, sahen sich.

Mary: „Wie hat sie es aufgefasst?“

Vincent: „Im Großen und Ganzen… besser als ich dachte. Alles habe ich nicht geschafft ihr zu sagen, aber… sie braucht Zeit, um das zu verarbeiten, was sie bis jetzt erfahren hat. Ich habe vor es zu steigern… sie mehr mit einzubeziehen.“

Vater: „Das ist gut. Weiß sie das du morgen weg musst?“

Vincent: „Ja… sehr erfreut war sie nicht gerade darüber, aber mir bleibt nichts anderes übrig.“

Mary: „Hattest du es geplant ihr alles über dich erzählen?“

Vincent: „Nein, nicht wirklich.“

Vater: „Aber?“

Vincent: „Wir sind uns gestern sehr nahe gekommen.“ Vater und Mary wurden hellhörig und lächelten.

Vater: „Hast du es ihr davor oder danach gebeichtet?“  fragte Vater eher unterschwellig.

Vincent: „Ahm… sowohl, als auch…“ fragend sahen sich Vater und Mary an. Mary merkte, dass es ein Gespräch unter Männern sein sollte und fand es besser nach den Kindern zu sehen.

Mary: „Ich lasse euch zwei allein. Ihr könnt dann besser reden. Ich muss nach den Kindern schauen.“

Vincent: „Danke Mary…“

Vater: „Wir sehen uns nachher, Liebes.“ Mary war aus Vaters Kammer gegangen, als er weiter erzählte.

Vincent: „Wir haben uns gestern… zum ersten Mal geküsst. Mein Gewissen stand mir jedoch im Weg und ich… ahm… brach es ab. Nach ewigem hin und her, fing ich an sie über mich und meine Herkunft aufzuklären. Ich begann sie darauf vorzubereiten, was auf sie zukommen würde. Sie hörte mir zu, stellte auch Fragen und musste es erst einmal sacken lassen. Wir redeten eine Weile und dann… kam… eins zum anderen.“ Vater lächelte.

Vater: „Das wird nicht einfach für sie werden.“

Vincent: „Ich weiß, aber… William hat mich auf eine Idee gebracht. Peter eigentlich auch, wenn ich es mir recht überlege.“

Vater: „William und Peter? Wann in Gottes Namen hatten sie die Zeit dazu?“

Vincent: „Peter an dem Tag des Unglücks und William… nun ja… ich ging in aller früh zu ihm in die Küche, um ein Frühstück für zwei zu holen.“

Vater: „Ah ja, verstehe.“

Vincent: „Von den 2 Wochen, werde ich 1 Woche außer Landes sein. Danach komme ich zurück und bin die 2. Woche auf dem Stützpunkt. Ich werde Peter bitten, Catherine zu mir zu bringen. Dann hat sie einen kleinen Einblick in meinen Job.“

Vater: „Wird das genehmigt?“

Vincent: „Das wird kein Problem werden. Es wird nicht die geheime Testbasis sein, wo sie sich aufhalten wird. Der kurze Zwischenstopp dort ist nicht der Rede wert. Unsere Unterkünfte befinden sich in einer abgesicherten Oase, wo wir uns frei bewegen können. Außerdem bin ich mit ein Hauptgrund für diese Geheimniskrämerei! Was mich angeht, weiß sie bescheid.“

Vater: „Wann geht es los?“

Vincent: „Morgen Vormittag. Catherine sagte, dass sie sich für morgen frei nehmen wird. Heute Abend kommt sie runter und bleibt bis morgen. Sie wird Peter kennenlernen.“

Vater: „Oh gut. Ich bin gespannt wie gut die zwei miteinander auskommen werden.“

Vincent: „Ich auch… nun denn. Das heißt auch, dass… wenn Catherine Fragen hat, können du und die anderen ihr ehrlich antworten.“

Vater: „Das wird eine Erleichterung sein, mein Junge. Welch ereignisreiche Tage es waren und kommen werden…“

Vincent: „Amen…“ beide lachten. Vincent half Vater von seinem Stuhl auf und geleitete ihn in den Essenssaal.



Der Tag verging für Catherine und Vincent relativ schnell. Catherine hatte jedoch leichte Probleme sich auf ihre Arbeit zu konzentrieren. Die Ereignisse des letzten Abends ließen sie nicht los. Oft starrte sie ins Leere und bekam nicht mit, als Joe sie nach etwas fragte.

Joe: „Erde an Chandler… hallo? Jemand zu Hause?“ irritiert sah sie ihn an.

Catherine: „Was ist, Joe?“ verdutzt sah Joe sie an.

Joe: „Ähm… was los ist? Das frage ich dich. Ich glaube, ich habe dich gerade mehrfach nach einer Akte gefragt und du hast noch nicht einmal registriert das ich hier vor dir stehe.“ Catherine ließ ihren Kugelschreiber fallen, klappte die vor sich liegende Akte zusammen, lehnte sich zurück und sah jämmerlich aus.

Joe: „Hey, komm schon… vergiss was ich von dir wollte… was bedrückt dich.“ Für eine gefühlte Ewigkeit sah Catherine ihren Boss nur an, sagte nichts…

Joe: „Wenn es privat ist, oh hey… ich möchte dich nicht drängen… du musste es mir auch nicht sagen… das geht mich nichts an… ich sorge mich einfach um dich.“ Catherine lächelte Joe lieb an, er tat ihr leid und gab sich einen Ruck.

Catherine: „Ich bin mit jemanden zusammen und ähm… ich werde ihn vermutlich die nächsten 2 Wochen nicht sehen können.“ Joe wurde hellhörig.

Joe: „Du bist vergeben? Das wusste ich gar nicht.“ Catherine lächelte leicht verlegen.

Catherine: „Nun ja… ich halte mein Privatleben eher bedeckt. Durch meine Familie stand ich schon oft genug im Rampenlicht… sowohl im positiven als auch im negativen Sinne. Mein Privatleben ist mir heilig.“

Joe: „Das verstehe ich voll und ganz. Jeder hat ein Recht auf sein privates Umfeld. Dort kann man sein wie man ist und muss sich nicht verstellen, um anderen zu gefallen.“

Catherine: „Das waren eben sehr weise Worte, Joe. Danke…“

Joe: „Wirklich? Die waren echt weise?“ Catherine nickte breit lachend.

Catherine: „Joe… ich möchte für morgen frei nehmen, damit ich mich von ihm verabschieden kann.“

Joe: „Was macht er beruflich, dass er dich so lange allein lässt?“ Catherine hielt kurz inne, druckste herum.

Catherine: „Er ist… ähm Soldat.“

Joe: „Oh okay… unter diesen Umständen sicher, klar, warum nicht.“

Catherine: „Danke, Joe. Du bist ein echter Freund.“

Joe: „Wäre schön einmal den Mann kennen zulernen, der es geschafft hat dein Herz zu erobern.“ Catherine war geschmeichelt, schmunzelte verlegen.

Catherine: „Ich werde es im Hinterkopf behalten.“

Joe: „Vergiss es nicht.“



Am späten Nachmittag, tief unten in den Tunneln, packte Vincent seine große sandfarbene Reisetasche. Mary kam herein mit einem Stapel sandfarbener und dunkelgrüner Oberteile und Hosen im Militärlook.

Mary: „Vincent… ah ja, wie ich sehe bist du bereits am Packen.“

Vincent: „Mary, schön dich zu sehen, komm rein.“

Mary: „Ich habe hier deine Oberteile und Hosen.“ Vincent lächelte ihr entgegen.

Vincent: „Danke… das ist lieb von dir. Die werde ich brauchen.“

Mary: „Brauchst du sonst noch etwas?“ Vincent schaute über seine Sachen, die er auf seinem Bett ordnete.

Vincent: „Nein, so wie es aussieht, scheint alles komplett zu sein. Zumal ich meine anderen Sachen vor Ort habe.“

Mary: „Gut, mein Junge.“

In dem Moment stand Catherine am Eingang seiner Kammer. Mary sah sie als erste.

Mary: „Catherine, schön das du da bist.“ Überrascht drehte sich Vincent in ihre Richtung.

Catherine: „Hallo Mary…“

Vincent: „Catherine… bin ich zu spät dran?“ sie musste lächeln.

Catherine: „Nein, nein… ich bin eher aus dem Büro raus und konnte nicht länger warten.“ Mary fühlte sich überflüssig und verabschiedete sich leise. Catherine sah sich in seiner Kammer um.

Der ungewohnte Anblick in Vincents Kammer irritierte Catherine. Auf seinem Bett stand seine Camouflage Reisetasche, die Catherine ohne weiteres als ein Militärartikel identifizierte. Ebenso die Sachen drum herum, wie seine Oberteile und Hosen, sowie Stiefel. An seinem Kleiderschrank hing eine Art Uniform, ebenfalls in sandfarbenen Ton. Langsam nachdenklich ging sie zu Vincent, der ihr auf halben Wege entgegen kam. Ihr trauriges Gesicht sprach Bände.  Zärtlich nahm er Catherine in seine Arme, hielt sie eng umschlungen, küsste ihren Kopf.

Vincent: „Wie geht´s dir?“ fragte er sanft. Sie atmete tief durch, schüttelte kaum merklich ihren Kopf, suchte nach Worten. Catherine umklammerte ihn umso mehr.

Vincent: „Ich bin bald wieder hier.“ flüsterte er ihr ins Ohr.

Catherine: „Ich weiß, aber… das ist alles so… neu für mich.“ Vincent versuchte sich sanft von ihr zu lösen, um sie ansehen zu können, doch Catherine klammerte sich weiterhin an ihn. Darüber musste er leicht schmunzeln.

Vincent: „Sieh mich an…“ sie tat worum er sie bat. Verständnisvoll sah er sie an.

Vincent: „Diese Situation wird öfters vorkommen, Catherine. Ich arbeite mindestens 2 Wochen durch und habe dann… je nachdem, ob besonders wichtige Dinge anstehen, 1 bis 2 Wochen frei.“ Catherines nickte zustimmend. Ihre Aufmerksamkeit richtete sich an die Uniform an seinem Kleiderschrank. Diese sah sie sich genauer an, ging hinüber, strich mit ihrer kleinen Hand darüber.

Catherine: „Die US Army hat solch eine Uniform.“ Dann sah sie genauer hin.

Catherine: „US Air Force… die Hoheitsabzeichen fehlen…“

Vincent: „So ist es. Wir haben dieselben Einsatzuniformen wie ihr, nur andere Erkennungsmarken. Aus Sicherheitsgründen muss ich gewisse Abzeichen und Siegel nach Verlassen des Militärgebietes entfernen. Sobald ich wieder dort bin, werden sie mir umgehend ausgehändigt.“ Ihre Fingerspitzen entdeckten über der Brusttasche seiner Camouflage Einsatzjacke einen Namen.

Catherine: „Adama? Was bedeutet das silberne Blatt? “

Vincent: „Adama ist mein Nachname. Das silberne Blatt ist Eichenlaub und bedeutet Lieutenant Colonel.”

Catherine: “Lieutenant Colonel Vincent Adama?”

Vincent: “Seit 6 Monaten, ja.” sagte er stolz. Catherine musste nun auch lächeln.

Catherine: „Du wurdest befördert? Wow… ähm… meinen Glückwunsch.“

Vincent: „Dankeschön.“ Sie atmete tief durch.

Catherine: „Ich sehe schon, ich… ich werde mich an so manches gewöhnen müssen.“

Vincent: „Meinst du, du kommst damit klar?“

Catherine: „Ja, ich denke schon. Wie gesagt… ich muss mich daran gewöhnen.“ Wieder schmunzelte sie.

Vincent: „Was lächelst du?“

Catherine: „Ich war heute im Büro nicht sehr… nun wie soll ich sagen… ich war unkonzentriert und mit meinen Gedanken bei dem, was du mir gestern erzählt hast. Mein Boss bekam dies hautnah mit und ich sagte ihm, das ich für morgen frei bräuchte, weil ich meinen Freund für 2 Wochen nicht sehen werde. Daraufhin fragte er mich, was du beruflich machst. Ich sagte ihm du seist Soldat.“

Vincent: „Du hast genau richtig geantwortet. Er muss ja nicht wissen für welche Regierung ich arbeite.“ Kam eher belustigt, worauf Catherine mit einstieg.

Catherine: „Er hat nicht weiter nachgefragt. Als er hörte du seist Soldat, hat er sofort zugestimmt mir für morgen frei zu geben.“ Vincent legte seine Arme um ihre Schultern, sah sie wieder an.

Vincent: „Dein Boss scheint ein gutes Herz zu haben. Hör zu… was hältst du davon, wenn ich dich in etwa 1 Woche zu mir bringen lasse?“ Ungläubig starrte sie ihn an.

Catherine: „Was? Wie…“ stammelte sie. Eindringlich sah Vincent Catherine an.

Vincent: „Ich werde die nächsten 7 bis 10 Tage weiter weg sein und viel zu tun haben, aber… wenn ich auf dem Rückweg bin, würde ich unserem Kontaktmann eine Nachricht zukommen lassen. Dieser würde sich mit dir umgehend in Verbindung setzen, dich abholen und begleiten, bis du bei mir bist. Was meinst du? Wäre das eine Option?“ Catherine hatte Freudentränen in den Augen.

Catherine: „Meinst du das wirklich? Ist das wirklich dein Ernst?“ fragte sie euphorisch.

Vincent: „Ja natürlich meine ich das ernst. Was denkst du denn. Mit so etwas mache ich keine Scherze.“

Catherine: „Dann wären es nur ein paar Tage…“ hauchte sie.

Vincent: „Das würde im Umkehrschluss heißen, du müsstest deinen Boss spontan um 1 Woche Urlaub bitten. Du wärst nicht erreichbar für ihn, oder für irgendjemand anderen.“

Catherine: „Das werde ich möglich machen. Oh mein Gott… ich werde ganz nervös.“

Vincent: „Brauchst du nicht. Dort ist niemand der dir schaden zufügen würde.“ sagte er sanft.

Catherine: „Ich bin ganz durch den Wind… ach ähm… von den Anziehsachen her… dünne Kleidung… dicke Kleidung?“ Vincent lachte

Vincent: „Definitiv was leichtes… am Abend wird es zwar etwas kühl, aber… du kannst einen Pullover von mir haben, wenn du das möchtest.“

Catherine: „Klingt traumhaft.“

Vincent: „Auch wenn wir nicht den ganzen Tag miteinander verbringen können, wäre das trotzdem akzeptabel?“

Catherine: „Da du arbeiten musst?“ Vincent nickte leicht.

Catherine: „Davon ging ich aus, ja.“

Vincent: „Hört sich gut an. Ich werde nur ein paar Stunden weg sein.“

Catherine: „Trotz des Abschieds morgen, hast du mir Hoffnung für die nächsten Tage gegeben.“

Vincent: „Dachte ich mir. Das war meine Absicht.“ Erleichtert streichelte Catherine sein Gesicht.

Catherine: „Danke, du bist süß.“ Vincent küsste ihre Stirn, sanft Catherines Lippen.

Vincent: „Hilfst du mir beim Packen?“ flüsterte Vincent in ihre Lippen, Catherine lächelte.

Catherine: „Mach ich…“ gemeinsam beendeten sie, was Vincent begonnen hatte. Bis zum eigentlichen Abendessen lagen sie auf dem Bett kuschelten miteinander, küssten sich, redeten über dies und das.



Im Laufe des Abends statteten sie Vater in der Bibliothek einen Besuch ab. Hand in Hand stiegen sie die paar Stufen herab.

Vater: „Ahja, guten Abend ihr zwei. Schön euch zu sehen.“

Catherine: „Vater… wie geht es dir?“

Vater: „Den Umständen entsprechend. Ach, Catherine… ich hatte noch nicht die Gelegenheit dir persönlich für unsere Rettung zu danken. Ich stehe tief in deiner Schuld.“

Catherine: „Du schuldest mir gar nichts, Vater. Das war selbstverständlich.“

Vater: „Du bist bemerkenswert, weißt du das?“ verlegen sah Catherine zu Vincent.

Vincent: „Vater hat recht, Catherine.“

Catherine: „Jetzt hört auf ihr zwei… ich werde schon ganz rot im Gesicht.“ Vater lächelte Catherine an.

Vater: „Ich wollte dich nicht in Verlegenheit bringen. Vergib mir. Ich bin nur sehr dankbar.“

Catherine: „Lasst uns drei zusammen mit einem Glas Wein darauf anstoßen. Was sagt ihr?“ Beide Männer sahen sich an, dann Catherine.

Vater: „Ich hole den Wein, Vincent… du die Gläser.“ kam euphorisch von ihm.

Vincent: „Höchstens zwei Weingläser für euch… für dich und Catherine und ein Glas alkoholfreies für mich.“ Verdutzt sahen sich Catherine und Vater an. Vincent lächelte über die fragenden Gesichter und klärte sie auf.

Vincent: „Ich bin ab morgen wieder im Dienst. Das heißt, keinen Tropfen Alkohol.“

Vater: „Stimmt, ich vergaß… nun ja Catherine, dann lassen wir es uns eben schmecken. Und du mein Junge, trinkst deinen Saft.“ sagte er fast schadenfroh.

Vincent: „Höre ich da eine gewissen Schadenfreude heraus?“

Vater: „Nur ein wenig…“

Vincent: „Das kann ich kaum glauben, Vater, du überraschst mich.“ Vincent war gespielt enttäuscht.

Vater: „Man wird nie zu alt für solche Späße.“ Darüber mussten alle drei lachen.

Vincent: „Wenn ich wieder zurück bin, dann werde ich mich dir einen kompletten Abend lang widmen, inklusive einer vollen Flasche Wein und einem ausgiebigen Schachspiel.“ Vaters Augen strahlten. Catherine hatte ihn noch nie so gesehen. Ebenso war sie von Vincent überrascht, der es ihm schmackhaft mit Worten verkaufte.

Vater: „Catherine, mein Kind… wie ich vernommen haben, weißt du Bescheid über unseren… Gast.“ Sein Blick wanderte zu Vincent, der sich mit ihr an Vaters großen Schreibtisch setzte.

Catherine: „So ist es, ja.“

Vater: „Wie denkst du darüber?“ Sie nippte an ihrem Weinglas, sah zu Vincent, lächelte.

Catherine: „Es ist schwer zu glauben, aber… so einiges macht im Nachhinein Sinn. Seine emphatischen Fähigkeiten zum Beispiel, die Reflexe, Stärke, Schnelligkeit… von den markanten Gesichtszügen ganz zu schweigen.“ Dabei strich sie sanft sein Gesicht.

Vincent: „Ich möchte dich nicht überfordern, aber es wird noch so vieles auf dich zukommen. Daher eins nach dem anderen. Der Anfang ist gemacht. Alles andere mit der Zeit. Es wird sicherlich auch mal etwas unvorhergesehenes geschehen, womit niemand rechnen wird.“ Erstaunt sah Catherine ihn an.

Catherine: „Zum Beispiel?“

Vincent: „Keine Ahnung… wenn ich das vorher wüsste, könnte ich mich und anschließend dich darauf vorbereiten.“

Vater: „Ich sehe schon, es wird eine interessante Zeit mit euch beiden.“

Vincent: „Langweilig wird es definitiv nicht.“

Catherine: „Davon bin ich überzeugt. Bei uns beiden scheint es nie langweilig zu werden.“ Lachte Catherine breit, wobei Vater und Vincent mit einstimmten.

Vater: „Wann triffst du dich morgen mit Peter?“ Vincent dachte nach.

Vincent: „Er hat mich gebeten gegen 10 Uhr bei ihm zu sein.“ Dann blickte er zu Catherine und schmunzelte.

Catherine: „Was… was schmunzelst du so geheimnisvoll?“

Vincent: „Normalerweise treffe ich mich mit dem militärischen Fahrdienst an einem anderen Ort, aber Peter möchte dich unbedingt kennenlernen.“

Catherine: „Mich kennenlernen? Wirklich? Warum… ich meine…“

Vater: „Ich denke mal, er hat so viel von dir gehört, speziell seit unserem Unfall. Er ist neugierig geworden.“

Catherine: „Wer ist er genau? Ich werde jetzt auch neugierig, müsst ihr wissen.“

Vincent: „Ich glaube das ist eine etwas längere Geschichte. Vater kann dir mehr über ihn erzählen.“

Vater: „Nun, Peter und ich kennen uns seit dem Medizinstudium. Er war von Anfang an, einer der Mitwissenden, was die Tunnel und unsere Gesellschaft hier unten angeht.“ Sie war erstaunt.

Catherine: „Er war sozusagen einer der ersten Helfer?“

Vater: „Ja so ist es. Wenn man es genauer betrachtet, dann ist er der Erste Helfer überhaupt.“ Sagte Vater ehrfürchtig.

Vincent: „Was ich dazu sagen kann ist… dass… ohne Vater und Peter würde es meine Familie nicht mehr geben.“ fragend sah Catherine von einem zum anderen.

Vincent: „Mein Vater war in jungen Jahren hier auf der Erde stationiert. Er sagte, dass er zu dieser Zeit noch nicht einmal meine Mutter kannte.“ Alle drei lächelten bei dieser Vorstellung. Vater erzählte weiter:

Vater: „Ein Wissenschaftler, der nicht für die Regierung arbeitete, kam irgendwie dahinter, das es hier in den vereinigten Staaten gewisse Menschen gab, die nicht von dieser Welt sind. Peter und ich hatten bis dahin nicht die geringste Ahnung davon. Dieser besagte Wissenschaftler beobachtete das Kommen und Gehen und… kidnappte einen gewissen William Adama, Vincents Vater. William wurde in ein Institut gebracht, indem Peter und ich zu diesem Zeitpunkt arbeiteten. Nach und nach fanden wir heraus warum er im Institut festgehalten wurde und waren natürlich sehr überrascht. Aber nichts desto trotz rechtfertigte es nicht das Kidnappen eines Menschen. Peter und ich warteten auf einen geeigneten Moment, befreiten William und brachten ihn zu seinen Leuten. Wir zwei hatten die Gelegenheit einen kleinen Einblick in ihre Welt zu bekommen… es war bemerkenswert.“ Ehrfürchtig sahen sich Vater und Vincent an.

Catherine: „Schon beängstigend, wenn man mal genauer darüber nachdenkt.“

Vincent: „Was meinst du?“

Catherine: „Wäre dein Vater getötet worden, dann wärst du jetzt nicht hier. Dich würde es nicht geben…“

Vincent: „Stimmt… ebenso den Rest meiner Familie… deswegen steht meine Familie, diesen beiden tapferen Männern gegenüber, in einer tiefen Schuld. Wir werden Peter und Jacob auf ewig dankbar sein.“ Vater war gerührt über diese Worte.

Vater: „Danke, mein Junge… schöne Worte.“ Catherine richtete sich an Vincent.

Catherine: „Ich bin unsagbar gespannt auf diesen gewissen Peter. Ich freue mich schon auf morgen… bis zu einem gewissen Punkt.“ Nach einer kurzen Pause.

Catherine: „Darf ich dich was fragen?“ an Vincent gerichtet.

Vincent: „Sicher. Du kannst mich alles fragen was du möchtest.“

Catherine: „Warum hast du dich dazu entschieden, dich ausgerechnet hierher versetzen zu lassen?“ Vincent ließ seine Gedanken schweifen, sah sie direkt an, suchte nach den richtigen Worten. Catherine sah fragend zu Vater.

Catherine: „Vater, weißt du warum Vincent hier ist?“ Er sah zu Vincent, der ihn ebenfalls ansah.

Vater: „Ja, aber das sollte er dir selbst erzählen.“ Vincent lehnte sich zurück, trank einen Schluck. Alle Augen waren auf ihn gerichtet.

Catherine: „Nun? Raus damit…“

Vincent: „Die kurze Version ist… ich habe jemanden verloren, der mir sehr nahe stand und… bin deswegen ins Exil gegangen. Ich musste wieder zu mir selbst zu finden. Alles was bis dahin geschehen war, wollte ich hinter mir lassen.“ Catherine wurde etwas unwohl zu mute.

Catherine: „Ich traue mich gar nicht zu fragen.“ Sie sah zu Vater, der eindringlich nickte.

Vater: „Sag es ihr.“ sagte er sanft.

Vincent: „Bei einem Kampfeinsatz mussten mein Bruder Lee und ich mit ansehen, wie unser kleiner Bruder Zac getötet wurde. Wir waren danach nicht mehr die Selben.“ Catherine hielt sich eine Hand vor den Mund.

Catherine: „Oh mein Gott. Das tut mir so leid. Entschuldige, ich hätte nicht fragen sollen.“ Vincent lächelte leicht.

Vincent: „Du hast alles Recht der Welt zu fragen, Catherine. Es ist in Ordnung. Das Unglück ist jetzt fast 3 Jahre her. Die Zeit vergeht.“ Wieder nippte Vincent an seinem Glas, sah nachdenklich aus. Catherine legte ihre Hand auf seine, drückte diese sanft.

Catherine: „Hast du weitere Geschwister? Du erwähntest vorhin die Namen Lee und Zac.“ versuchte sie ihn aus seinen Gedanken zu holen. Er sah auf und schmunzelte leicht.

Vincent: „Ja, hab ich. Wir sind… waren… 5 Geschwister. Leland, also Lee, ist der Älteste, dann Alyssa, ich selbst, Penelope und Zacchary.“

Catherine: „Du bist sozusagen die goldene Mitte.“ lächelte Catherine.

Vincent: „Das habe ich so noch nie gesehen, ja.“ schmunzelte er.

Catherine: „Sind nur du, dein Bruder und dein Vater beim Militär?“ Vincent lehnte sich lächelnd zurück.

Vater: „Was ist?“

Vincent: „Das wäre jetzt eine interessante Gesprächsrunde, die sicherlich bis spät in die Nacht hinein gehen würde, wenn meine Familie mit an diesem Tisch säße.“ fragend sahen Vater und Catherine sich an.

Vincent: „Meine Familie besteht aus Soldaten und Anwälten…“ sagte er in einem leichten Unterton, wobei er Catherine von der Seite ansah.

Catherine: „Ist nicht wahr… du machst Scherze…“

Vincent: „Überhaupt nicht…“ grinste er breit.

Catherine: „Erzähl… das muss ich genauer wissen.“

Vater: „Mich interessiert es auch…“ Vater lehnte sich gespannt zurück und Vincent begann zu erzählen.

Vincent: „Mein Großvater Joseph, war Anwalt, Strafverteidiger und später Richter am obersten Gericht unserer Behörde auf Caprica. Mein Vater William sollte eigentlich als sein einzigster Nachkomme, in dessen Fußstapfen treten, doch er entschied sich dagegen und trat dem Militär bei. Was meinem Großvater gar nicht passte. Er lernte viele Jahre später meine Mutter Elisabeth kennen, als die sich um eine Stelle beim obersten Gericht bewarb. Sie ist Anwältin… Militärrecht.“

Catherine: „Das glaub ich nicht…“ kam erstaunt.

Vincent: „Oh doch… es geht noch weiter… Lee, der Älteste, interessierte sich zwar von Anfang an für die Gesetzestexte und war fasziniert von ihnen… das ist er noch heute, ging aber zum Militär. Alyssa und Penelope sind tatsächlich Anwälte geworden… Zacchary und ich sind unserem Vater und Lee gefolgt.“ Catherine schüttelte lächelnd ihren Kopf.

Catherine: „Und dann gabelst du mich im Central Park auf…“

Vincent: „…eine Anwältin. Zufälle gibt es…“

Vater: „Wohl eher Schicksal.“

Catherine: „So kann man es auch nennen, ja.“

Vincent: „Du wärst auf jeden Fall in passender Gesellschaft…“ grinste er. Nach einer Weile druckste sie herum,

Catherine: „Etwas muss ich heute noch wissen.“ kam eher zaghaft über ihre Lippen.

Vincent: „Und das wäre?“ Catherine atmete tief durch, suchte nach Worten.

Catherine: „Die Uniform, die ich vorhin gesehen habe…“ Vincent nickte.

Catherine weiter: „… da stand US Air Force drauf.” Wieder bestätigte er das.

Catherine: „Was genau machst du bei der Air Force?“ tief atmete er durch, lehnte sich zurück.

Vincent: „Ich befürchte, die Antwort wird dir nicht sonderlich gefallen, Catherine.“ sagte er vorsichtig.

Catherine: „Trotzdem, raus damit…“ eindringlich sah Vincent sie an.

Vincent: „Ich bin Pilot. Testpilot, um ganz genau zu sein.“ Catherine stockte der Atem. Sie wurde etwas bleich um die Nase.

Catherine: „Testpilot? Wie… wo… was…” stotterte sie, sah ihn mit offenem Mund an. Vincent legte seine Hand auf ihre, um sie zu beruhigen.

Vincent: „Ganz ruhig… atme erst einmal tief durch.“ Catherine tat was er sagte.

Vater: „Hier… trink ein Schluck Wasser, Catherine.“ sagte er fürsorglich.

Vincent: „Hör zu… ich erkläre es dir… bist du aufnahmefähig?“ langsam nickte sie, atmete tief durch. Ihr Puls ging schneller.

Catherine: „Ja, es ähm… es geht schon wieder.“

Vincent: „Gut. Ich teste hauptsächlich Kampfjets. Egal ob ganz neue Fabrikate, die auf Herz und Nieren an ihre Grenzen, ans Limit gebracht werden müssen, um herauszufinden wo ihre Schwachstellen sind und das diese auch ordnungsgemäß funktionieren, bevor sie freigegeben werden oder aber auch Jets, die bereits in Betrieb genommen wurden und ältere Modelle. Wenn diese zum Beispiel aus irgendeinem Grund Fehlermeldungen anzeigen, die zu einem Absturz führten… keine Angst, der Pilot steigt meistens kurz davor aus… dann versuche ich herauszufinden was zu der Fehlermeldung geführt hat, indem ich diese Flugmanöver wiederhole, sprich nachfliege, kopiere.“

Catherine: „Und ähm… wo bist du da?“

Vincent: „Wo ich genau bin, um zu testen hängt davon ab, wo diese Modelle normalerweise ihre Heimatbasis haben. Die neuen und die fehlerhaften Modelle werden auch öfters an den Ort gebracht, an dem wir ungestört testen können. Deshalb bin ich so viel unterwegs. Aber stationiert bin ich hauptsächlich in Nevada, Nellis Air Force Base.“

Catherine: „Nevada! Nellis Air Force Base… davon habe ich gehört. Das ist der größte Luftwaffenstützpunkt der US Air Force.“

Vincent: „Richtig. Was jeder nachlesen kann ist, dass man dort mit den Kampfjets Kampfszenarien üben kann. Das sogenannte ´Red Flag´ oder ´Green Flag´ oder ´Yellow Flag´ sind spezielle Manöver, die das gesamte Heer für den Ernstfall trainiert. Dort trainiert nicht nur die US Airforce, sondern auch NATO angehörige.“

Catherine: „Bist du da auch mit dabei?“

Vincent: „Zum Teil, ja. Ich trainiere unsere und eure Piloten… aber auch nicht alle, sondern ganz spezielle, auserwählte Piloten mit besonderen Fähigkeiten… worüber ich jedoch nicht weiter reden darf.“

Catherine: „Also bist du auch Ausbilder.“

Vincent: „Genau. Du musst wissen… bevor ich hierher kam, war ich auf einem Kampfstern stationiert. Das ist so etwas ähnliches wie ein Flugzeugträger, nur nicht im Wasser, sondern außerhalb des Planeten. Dort bin ich ebenfalls Kampfeinsätze geflogen, bildete die neuen Piloten zu Kampfpiloten in Extremsituationen aus, Nahkampfeinsätze und noch diverse andere Dinge. In gewisser Weise mach ich hier nichts anderes.“ Catherine lehnte sich zurück, sah Vater an, der ebenfalls gespannt zuhörte. Doch für ihn war dies nicht neu.

Vater: „Geht es dir gut?“ Catherine war sprachlos, fand keine passenden Worte. Ihr Blick wanderte fragend zu Vincent. In ihrem Kopf herrschte ein reges Durcheinander.

Vincent: „Komm…“ kam abrupt.

Catherine: „Hm? Was?“ kam eher zaghaft. Vincent nahm ihre Hand.

Vincent: „Lass uns spazieren gehen.“ verwirrt nickte sie.

Catherine: „Okay…“ hauchte sie.

Vincent: „Vater?“

Vater: „Hm?“

Vincent: „Wir sehen uns morgen früh beim Frühstück.“ Vater lächelte gütig.

Vater: „Keine Sorge, mein Junge. Kümmere du dich am besten um Catherine.“

Vincent: „Mach ich. Bis morgen…“

Vater: „Bis morgen, gute Nacht.“



Zusammen verließen sie die Bibliothek, gingen größtenteils schweigend die Gänge entlang. Catherine hielt Vincents Hand mal fester und mal umklammerte sie seinen ganzen Unterarm mit der anderen Hand, schmiegte sich fest an ihn heran. Besorgt sah Vincent immer wieder zu ihr runter.

Irgendwann kamen sie am Spiegelteich an. Mond und Sterne spiegelten sich darin.

Ganz nahe am Ufer blieben sie stehen.

Vincent: „Sieh mich an.“ sagte er sanft. Catherine drehte sich zu ihm, sah in seine abwartenden, fragenden Augen.

Vincent: „Wie geht´s dir?“ Catherine suchte nach Worten, legte aber stattdessen ihren Kopf an deine Brust, umklammerte ihn. Vincent schlang seine starken Arme um ihre Schultern, bettete seinen Kopf auf ihrem.

Vincent: „Das war wohl doch etwas zu viel Information auf einmal, hm?“ Er hörte sie lächeln. Seitlich sah er an Catherine herunter.

Catherine: „Ich hätte mir vieles vorstellen können was dich betrifft, aber… das sprengt selbst meinen Rahmen.“

Vincent: „Das kann ich gut verstehen. Dir werden Einblicke in eine Welt ermöglicht, wovon viele nur Träumen oder nicht einmal wagen daran zu glauben.“ Catherine sah ihn nun direkt an, hielt ihn dennoch weiter fest.

Catherine: „Es fällt mir schwer dich darin zu sehen, Vincent. Ich kenne dich nun mal so, wie du gerade hier vor mir stehst… an diesem Ort oder in deiner Kammer, nachts mit dir im Central Park spazieren gehen, bei Vater in der Bibliothek. Wer bist du wirklich? Welcher ist der wahre, der richtige Vincent? Ich habe so viele Fragen…“ Liebevoll sah Vincent sie an. Beide setzten sich in den weichen Sand am Ufer des Spiegelteiches. Catherines Augen verließen nie seine.

Vincent: „Der Vincent, der momentan hier neben dir sitzt, ist die Privatperson Vincent Adama. Zwar bin ich hier in meiner Bewegungs- und Handlungsfreiheit etwas eingeschränkt, meine leibliche Familie und engen Freunde sind weit weg… aber egal, ob ich hier unten in den Tunneln oder in meiner Kammer bin oder nach Dienstschluss in meinem Quartier in der Nähe des Stützpunktes oder nach Dienstschluss in meinem Quartier auf dem Kampfstern meines Vaters… ich bin ruhig, gelassen, versuche zu entspannen, lese in diversen Büchern, höre Musik, sitze mit Freunden zusammen, spiele gelegentlich Schach… mit wem auch immer… das bin ich Privat… Sobald ich jedoch meine Uniform anlege bin ich Lt. Col. Vincent Adama, befinde mich im Dienst und verhalte mich auch dementsprechend. Meinen Job nehme ich sehr ernst… das muss ich auch, denn von meinem Urteil, von meinen Tests hängen Menschenleben ab. Ich wurde ausgebildet meine Leute, meine Heimat und unsere Verbündeten zu verteidigen und zu schützen, egal ob mit meinem Kampfjet, meiner Waffe oder mit bloßen Händen.“ Catherine hing an seinen Lippen. Alles war für sie plausibel und nachvollziehbar.

Catherine: „Und ähm… wie läuft das alles ab? Ich meine… du bist erst hier und dann woanders? Warum die Tunnel?“

Vincent: „Warum die Tunnel… nun… um nach dem Verlust meines Bruders wieder zu mir zu finden, musste ich alles hinter mir abbrechen. Ich wollte das komplette Gegenteil von dem, was ich vorher hatte. Zu Hause und auf dem Schiff hat mich alles an Zac erinnert. Er war überall präsent. Ich hatte mich in die Arbeit gestürzt, bis ich nicht mehr konnte und… ich erkannte irgendwann, dass es einen radikalen Umbruch geben musste. Ich hätte mich sonst irgendwann verrannt oder selbst zerstört. Ich suchte nach diversen Möglichkeiten mich zurück zu ziehen. Mein Vater hatte die Idee mit der Erde. Ihm fielen Peter und Jacob ein. Er setzte sich mit wem auch immer in Verbindung, arrangierte den Flug zur Erde und da war ich… weit weg von Zuhause. Hier wurde ich allmählich geheilt, kam wieder zur Besinnung, konnte mich erden, meine innere Mitte wieder finden. Ich hatte diverse Gespräche mit Vater und den anderen, die ebenfalls einen Verlust betrauerten. Allmählich kam ich wieder zu mir, sah vieles klarer, hatte den nötigen Abstand zu alldem was vorher war.

Was meinen Job angeht… nun ja… um meiner Bestimmung im Job weiter nachzugehen, werde ich vom militärischen Fahrdienst in einer Lagerhalle abgeholt. Dieser bringt mich zum LaGuardia Airport. Dort wartet eine kleine Militärmaschine und bringt mich nach Nevada zur Nellis Air Force Base. Dort wiederum arbeite ich mit Kollegen aus meiner Welt, die ebenso wie ich Kampfpiloten sind und mit euren Piloten zusammen. Wir verlassen auch öfters das Land, um in speziellen Klimaregionen bestimmte Dinge zu Testen. Sind alle Tests abgeschlossen, die etwa 10 bis 14 Tage dauern, bringt man uns zurück… bis etwas neues ansteht. Es gab mal eine Zeit, da war ich fast 4 Wochen am Stück weg, dann 1 Woche hier und urplötzlich wurde ich wieder einberufen.“

Catherine: „Das stelle ich mir stressig vor.“ Vincent lächelte sie an.

Vincent: „Es geht. Wäre es ein wöchentliches hin und her, dann ja. Aber dazwischen liegen doch mehrere Tage. Zumal der Rückflug von 4,5 Stunden sehr erholsam ist, im Gegensatz zum Hinflug.“ kam eher wehmütig.

Catherine: „Hinzu bist du ausgeruht und zurück geschafft und müde.“

Vincent: „So ist es, ja.“ Catherine lehnte ihren Kopf an seine Schulter, umklammerte seinen Oberarm.

Catherine: „Ich glaube damit kann ich arbeiten. Dieser Einblick gibt mir eine grobe Vorstellung von dem was du tust. Es ist für mich nachvollziehbar.“

Vincent: „Wirklich? Bist du sicher?“

Catherine: „Ja, ich bin mir sicher. Ich werde trotzdem die nächsten Nächte nicht gut schlafen können. Das muss mein Hirn erst einmal verarbeiten.“ sagte sie mit einem befreiten Lächeln.

Vincent: „Du würdest dich tatsächlich auf diese Lebensweise einlassen?“ fragte er zweifelnd.

Catherine: „Warum nicht?“

Vincent: „Nun, ich sehe da mehrere Gründe. Angefangen von noch mehr Geheimnissen bis hin zu ständigem hin- und herreisen.“

Catherine: „Das würde ich sehr gerne auf mich nehmen, wenn es heißt, dass wir zusammen sein können.“

Vincent: „Du bist bemerkenswert. Womit habe ich dich verdient?“ dabei streichelte er sanft ihre Wange, strich eine wilde Strähne aus ihrem Gesicht. Catherine lächelte verlegen.

Catherine: „Ich liebe dich. Daran wird sich nichts ändern.“ Vincent sah ihr tief in die Augen, beugte sich Catherine entgegen, nahm ihre Lippen, ihren Mund.

Catherine: „Ich bin bereit für dieses Abenteuer mit dir.“  Sanft strich sie mit ihrem Zeigefinger seine markanten Gesichtszüge nach. Vincents Gesichtszüge wurden nachdenklich.

Catherine: „Was ist?“ Vincent nahm ihre Hand in seine, küsste ihren Handrücken.

Vincent: „Ich mache mir nur Sorgen um dich. Was alles mit dir passieren kann in der Zeit, wenn ich nicht in Reichweite bin, Catherine.“

Catherine: „Bezüglich?“

Vincent: „Ich glaube du weißt was ich meine.“ Sie dachte kurz nach und verstand.

Catherine: „Die Recherchen, die ich zwecks meiner Arbeit persönlich unternehme.“

Vincent: „So ist es, ja. Du begibst dich durch deine persönlichen Recherchen gezielt in Gefahr. Du bist Anwältin, Catherine, keine Polizistin oder Soldatin. Oft genug bin ich gerade rechtzeitig gekommen, um dich zu beschützen bzw um dich aus dieser Gefahr herauszuholen. Das kann ich jedoch nicht, wenn ich in Nevada oder sonst wo im Einsatz bin. Bis jetzt hatten wir immer Glück im Unglück, Catherine. Meine Verbindung zu dir muss ich während meiner Arbeit still legen, damit ich mich voll und ganz konzentrieren kann. Ich mache sonst Fehler oder es passiert weit aus schlimmeres. Wir müssen uns etwas einfallen lassen, damit du nicht mehr in Gefahr gerätst.“

Catherine: „Du hast recht. Das kann so nicht weiter gehen. Mich regelrecht in Gefahr zu bringen, um Informationen zu bekommen… das ist es nicht wert. Ich werde in den nächsten Tagen mit meinem Boss reden. Es gibt innerhalb der Staatsanwaltschaft ruhigere Posten. Zumal ich den Job nicht wirklich brauche, wie du sicherlich weißt. Es macht mir nur sehr viel Spaß anderen zu helfen. Das kann ich auch von einem sichereren Posten tun.“

Vincent: „Das wäre mir ein riesiges Anliegen. Ich habe schon meinen kleinen Bruder verloren. Das hat mich völlig fertig gemacht. Sollte dir das Selbe passieren…“ er redete nicht weiter, sah sie nur flehend an. Catherine sah den Schmerz in seinen Augen. Sie erkannte den Ernst der Lage.

Catherine: „Keine Sorgen, so schnell wirst du mich nicht los. Du wirst mich nicht verlieren.“ Darauf antwortete Vincent nicht. Er nahm sie in den Arm, hielt sie einfach nur fest.

Lange saßen sie noch am Spiegelteich, redeten viel, küssten sich… bis es Zeit war zurück in Vincents Kammer zu gehen. Dort machten sie sich für die Nacht fertig, schlüpften zusammen unter die Bettdecke. Schlafen konnten beide jedoch nicht. Die Ereignisse der letzten Stunden hielten sie wach. Irgendwann begannen sie sich langsam und sanft zu küssen, steigerten sich hinein bis sie sich beide ihrer Sachen entledigten und auf körperliche Erkundungstour gingen. Sie liebten sich mehrmals die Nacht.



Viel zu schnell kam der nächste Morgen.

Die Kammer war noch abgedunkelt. Zwei 24 Stunden Kerzen sorgten für eine wohlige Atmosphäre. Im Ofen loderte es noch etwas. Eng aneinander gekuschelt schliefen Catherine und Vincent tief und fest. Vincent löffelte hinter Catherine, sein Kopf leicht über ihrem, sein rechter Arm schützend über ihrem Oberkörper.

Gegen 7 Uhr ertönte ein, für Catherines ungewohntes, Wecksignal. Es war erst ein leises beruhigendes Meeresrauschen, welches stetig lauter wurde mit Möwengesang und die beiden schließlich nacheinander aus ihrem Schlaf holte.

Catherine: „Wo kommt denn das Meeresrauschen her?“ kam es verknittert und verwundert, worüber Vincent schmunzeln musste.

Vincent: „Mein persönlicher Weckdienst…“ murmelte es hinter ihr. Catherine drehte sich zu ihm, schaffte es jedoch noch nicht ihre Augen zu öffnen. Sie kuschelte sich an seine breite Brust.

Catherine: „Wie spät ist es?“

Vincent: „7 Uhr… ich muss aufstehen.“ Sanft küsste Vincent ihre Schläfe. Catherines linker Arm umklammerte ihn.

Catherine: „Noch nicht…“ Vincent schmunzelte.

Vincent: „So leid es mir tut, aber ich muss wirklich aufstehen, Liebes.“ murmelte er sanft.

Catherine: „Das ist unfair… hier ist es so schön warm, bequem und kuschelig.“

Vincent: „Ich weiß, aber es nützt nichts.“ Vincent trennte sich wehmütig von ihr, glitt aus dem Bett, zog sich etwas legeres über und ging in die Badekammer, die er sich mit Vater teilte. Catherine tat es ihm gleich. Nach ein paar Schlummerminuten zog sie sich ebenfalls etwas über und folgte ihm in die Badekammer.

Vincent war schon fast fertig, als Catherine die Badekammer betrat. Er trocknete sich bereits ab, schmunzelte ihr entgegen. Catherine schlüpfte vor seinen Augen aus ihren Kleidern. Vincents Augen musterten jeden Zentimeter ihres wunderschönen Körpers und sah sie wehmütig an.

Catherine: „Alles okay, mein Schatz? Du schaust mich so wehmütig an.“ lächelte sie ihn verliebt an. Vincent atmete schwer durch.

Vincent: „Es liegt tatsächlich etwas Wehmut in der Luft, wenn ich daran denke, dass wir uns die nächsten Tage nicht sehen können.“ Langsam ging sie zu ihm, schlang ihre Arme um seinen Nacken, küsste ihn innig.

Catherine: „Liebe mich noch mal, Vincent.“ Hauchte sie heiser. Vincent vertiefte wortlos seinen Kuss, hielt sie an der Taille. Von einer Sekunde auf die andere nahm er Catherine auf seine Arme, ging mit ihr zurück in den Pool und vereinigte sich mit ihr. Es wurde ein schnelles, aber intensives Liebesspiel zwischen ihnen, welches mit zarten Küssen endete. Catherines Wangen waren leicht gerötet, als sich Vincent schmerzlich von ihr trennen musste.

Vincent: „Ich vermisse dich jetzt schon…“ flüsterte er sanft. Nun sah Catherine ihn wehmütig an, strich sein Gesicht und seine Brust.

Catherine: „Ich mag gar nicht daran denken.“ Entgegnete sie Vincent, der den Pool verlassen hatte, um sich noch einmal abzutrocknen.

Vincent: „Ich gehe voraus. Bleib nicht zu lang. Wir müssen noch frühstücken.“

Catherine: „Ich beeile mich. Mein Magen knurrt bereits.“ lächelte Catherine.

Vincent verließ die Badekammer, ging in seine Kammer und zog nach und nach seine beigefarbenen Camouflage Sachen an. Als er gerade seine Stiefel band, kam Catherine herein und sah ihn das erste Mal im Militärlook. Sie stoppte abrupt und war geplättet.

Catherine: „Wow…“ war das erste was sie heraus brachte. Verwundert, verdutzt sah Vincent zu ihr. Catherine musterte ihn. Bis auf seine Jacke war er komplett angezogen. Beigefarbene Boots, beigefarbene Camouflage Hose mit passendem Gürtel, beigefarbener Pullover mit seinen Rangabzeichen an den Schulterklappen. Wie selbstverständlich ging Vincent zu seinem Nachttisch, öffnete die Schublade und holte eine Flieger Armbanduhr heraus, zog diese an sein linkes Handgelenk und zog den Ärmel seines Pullovers darüber.

Über Catherines erstaunten Gesichtsausdruck musste Vincent schmunzeln.

Vincent: „Dir scheint zu gefallen was du siehst.“ Raunte er mit seiner tiefen Stimme. Catherine erhob ehrfurchtsvoll beide Augenbrauen, suchte nach Worten. Nach mehrmaligem tief ein- und wieder Ausatmen nickte sie.

Catherine: „Das ist noch sehr untertrieben, muss ich zugeben.“ Vincent wurde verlegen, nahm seine Jacke, zog auch diese an, schloss den Reisverschluss und ging auf Catherine zu, die nun selbst verlegen wurde.

Catherine: „Vergib mir, bitte. Ich benehme mich wie ein Schulmädchen.“ Vincent strich zärtlich ihre Wange.

Vincent: „Dir gefällt das wirklich…“ Catherines Augen strahlten, sie nickte.

Catherine: „Und wie…“ grinste sie.

Vincent: „Du wirst mich in Zukunft öfters in Uniform sehen.“

Catherine: „Habe ich nichts dagegen, Sir!“ abrupt nahm er Catherine in seine Arme, küsste sie innig.

Vincent: „Wenn du dich schnell anziehst, dann können wir das Frühstück ausgiebig genießen.“

Catherine: „Gib mir 5 Minuten.“ sagte sie eilig.

Vincent: „5 Minuten? Gut, dann warte ich hier auf dich.“

Catherine brauchte wirklich nur 5 Minuten, um sich fertig anzuziehen. Ihre Haare waren fast trocken.



Zusammen gingen sie zu den anderen in den Speiseraum. Von weitem konnte Vincent erkennen, dass Vater mit ein paar anderen am Tisch saß und angefangen hatte zu frühstücken.

Beide gingen zu William in die Küche, nahmen sich ein Tablett und griffen zu. Catherine fiel auf, dass Vincent sich anders ernährte als sonst. Auf seinem Tablett befand sich Obst, Joghurt, Müsli, etwas Käse, eine Scheibe Vollkornbrot, Fruchtsaft und Wasser.

Bei Vater am Tisch angekommen, setzten sie sich dazu. Sie wurden aufs herzlichste von allen am Tisch begrüßt.

Vater: „Ah ja… guten Morgen, ihr zwei.“

Catherine: „Guten Morgen alle zusammen.“

Vincent: „Auch von mir einen guten Morgen.“ Er öffnete seine Jacke, zog sie aus und legte sie beiseite.

Catherine: „Das sieht bei dir irgendwie gesünder aus, als bei mir… kann das sein?“ schmunzelnd verglichen beide ihre Tabletts. Vincent nickte.

Vincent: „Wenn ich im Dienst bin, dann muss ich mich dementsprechend ernähren. Das heißt, viel Obst, Gemüse, Eiweiß, Fruchtsäfte und Wasser. Vor langen Flügen sogar noch mehr Flüssigkeit und Kohlenhydrate, die lang anhalten. Aber kein Fett oder ölige Dinge. Die liegen sonst schwer im Magen. Deswegen wird einigen beim Fliegen schlecht.“

Catherine: „Ich sehe schon… du bist mein neuer Ernährungsberater.“ Scherzte sie und alle drum herum lachten.

Vincent: „Jederzeit gern…“

Vater: „Du siehst abreisefertig aus.“

Vincent: „Da siehst du richtig. Um 10 Uhr erwartet uns Peter.“

Vater: „Wann musst du am Airport sein?“ Vincent überlegte. Gespannt sah Catherine ihn von der Seite an.

Vincent: „Spätestens um 11 Uhr. Die Maschine startet zwar nicht ohne mich, aber heute Nachmittag geht es bereits weiter. Von daher, je eher desto besser.“ Zur selben Zeit kamen ein paar Kinder an den Tisch.

Samantha: „Musst du wirklich heute weg, Vincent?“ fragte sie traurig.

Vincent: „Ja, das muss ich, Sam.“ Bedrückt sah das kleine Mädchen nach unten.

Geoffrey: „Wie lange wirst du dieses Mal weg sein?“

Vincent: „Mindestens 2 Wochen.“

Kipper: „2 Wochen? Das ist eine halbe Ewigkeit.“

Vincent: „Jedoch nicht zu ändern, Kinder. So leid es mir tut.“

Geoffrey: „Und wo bist du dann die ganze Zeit?“ Vincent nippte an seinem Fruchtsaft. Vater griff ein.

Vater: „Kinder… ihr wisst, dass Vincent euch nicht immer sagen kann wo er hin muss.“ An Vincent gerichtet:

Vater: „Ist es dieses Mal auch so?“ Vincent musste darüber schmunzeln und überlegte.

Vincent: „Den genauen Ort oder das Land sage ich euch nicht, aber ich umschreibe es etwas.“ Die Kinder drum herum strahlten vor Freude. Catherine war ebenfalls fasziniert, wie Vincent alle in seinen Bann zog.

Vincent: „Also… mit einer Militärmaschine geht es nachher von New York in Richtung Westen… so ca 4 bis 5 Stunden lang… heute Abend mit einem schnelleren Flugzeug weit nach Südosten bis wir unendlich viel Wasser unter uns sehen. Dort wartet bereits ein besonderes… ich sage mal Schiff auf uns und dieses bringt uns dort hin, wo es sehr warm und heiß ist.“ Von jetzt auf gleich waren alle Kinder verschwunden. Völlig perplex über diese Reaktion sah Catherine Vincent und die anderen an, die jedoch alle lachten.

Catherine: „Was war das gerade? Wieso sind die Kids weggerannt?“

Vater: „Die Kinder rennen jetzt gerade in die Bibliothek, suchen eine Weltkarte und versuchen herauszufinden wo er die nächste Zeit sein wird.“ Überrascht sah sie Vincent an, der den Rest seines Frühstücks verputzte.

Vincent: „Wir haben daraus ein Spiel gemacht. Den Kindern fällt es schwer sich zu verabschieden. Wenn ich wieder da bin, werden mir sämtliche Lösungen unterbreitet.“

Catherine: „Und der Gewinner?“

Vincent: „Der Gewinner bekommt von William einen Schokoladenkuchen.“

Vater: „Der Schokoladenkuchen wird aber immer geteilt. Den hat noch keiner allein geschafft zu essen.“  Verstohlen sah Vincent auf seine Uhr. Es wurde Zeit zum Gehen.

Vater: „Musst du los?“ Vincent sah zu Catherine.

Vincent: „Leider ja. So gern wie ich noch mit euch hier sitzen möchte.“

Vater: „Es hilft alles nichts.“

Vincent: „Sehe ich auch so, Vater. Dann fange ich gleich bei dir an.“ Vater und Vincent erhoben sich von ihren Plätzen, umarmten sich.

Vater: „Komm gesund wieder, mein Junge.“

Vincent: „Ich gebe mein Bestes.“

Vater: „Das will ich wohl hoffen. Dein Vater reißt mir sonst meinen Kopf runter.“ Im gespielten ernst sah Vincent Vater an.

Vincent: „Das wollen wir doch nicht!“

Einer nach dem anderen gab Vincent sie Hand, nahm ihn in den Arm. Catherine blieb still im Hintergrund und beobachtete diese besondere Gemeinschaft. Nach ein paar Minuten drehte sich Vincent in ihre Richtung.

Vincent: „Catherine? Kommst du?“ er reichte ihr seine Hand, die sie umgehend ergriff.

Catherine: „Versuch mich davon abzuhalten.“

Vincent: „Besser nicht…“

Vincent griff nach seiner Jacke, die er während des Hinausgehens wieder anzog.



Im Gang war Catherine sehr ruhig.

Vincent: „Alles in Ordnung mit dir?“

Catherine: „Ja, nur etwas melancholisch würde ich behaupten.“

Vincent: „Es ist nie einfach sich zu verabschieden.“

Catherine: „Stimmt, aber trotzdem.“

Vincent: „Ich muss noch meine Tasche holen und dann müssen wir los.“ sagte er sanft.

Catherine: „Okay… ich bin schon ganz aufgeregt diesen gewissen Peter zu treffen.“

Vincent: „Peter ist genauso bemerkenswert wie du.“ Verlegen schmiegte sie sich an seine Seite, hielt seine Hand fester.

Nachdem sie Vincents Tasche geholt hatten, machten sich die beiden auf den Weg, um Peter zu treffen.



Es war ein lockerer Fußmarsch von etwa 30 Minuten. Nach ein paar Biegungen rechts und links, kamen die beiden an eine Tür, die wie eine Fahrstuhltür aussah. Vincent drückte wie selbstverständlich den Knopf, als sich die Fahrstuhltür umgehend öffnete. Beide traten ein, Vincent drückte den Knopf für das Erdgeschoss, die Tür schloss sich und es ging nach oben. Oben angekommen, öffnete sich die Tür, beide traten raus und Vincent nahm von Catherine etwas wahr, was sich wie Verwunderung und Neugier anfühlte.

Catherine: „Was ist, wenn jetzt jemand anderes kommt, der nicht mit uns rechnet?“

Vincent: „Keine Sorge. Wir befinden uns im hinteren Teil von Peters Haus. Wenn er weiß das ich komme, dann ist außer ihm keiner weiter hier. Sollte es dennoch mal dazu kommen, dann schickt er mir eine kurze Nachricht.“ In dem Moment hörten sie Schritte.

Vincent: „Ah ja… Peter ist auf dem Weg…“ kam eher nebenbei.

Plötzlich öffnete sich die Tür und Peter kam herein.

Peter: „Vincent… du bist wie immer pünktlich und ich bin schon so gespannt…“ abrupt hörte er auf zu reden und sah die zarte kleine Frau an seiner Seite. Sein Gesicht erstarrte und auch Catherine glaubte ihren Augen nicht zu trauen.

Catherine: „Peter?“ sie fasste es nicht.

Peter: „Catherine… was…“ sein Blick ging zu Vincent, der ebenso fasziniert drein schaute.

Vincent: „Ihr kennt euch?“ Peter und Catherine nickten fassungslos und fanden ihre Sprache wieder.

Catherine: „Mir wurde gesagt, dass ein gewisser Peter mich unbedingt kennenlernen will.“

Peter: „Du?“ sie nickte lächelnd.

Peter: „Du bist also die mysteriöse Catherine, von der alle unten sprechen. Ich glaube es nicht.“ Beide kamen aufeinander zu und nahmen sich herzlich in die Arme. Vincent staunte nicht schlecht.

Vincent: „Erfahre ich auch was hier los ist?“ Catherine und Peter sahen zu Vincent, der wie vor den Kopf gestoßen an einer Wand lehnte.

Peter: „Weißt du, woher ich dieses entzückende Ding kenne?“

Vincent: „Ich bin ganz Ohr.“

Peter: „Ich habe dieses hübsche Ding auf die Welt gebracht.“ Catherine nickte.

Catherine: „Peter ist ein enger Freund meiner Familie.“

Vincent: „Das gibt es nicht…“ kam fassungslos über seine Lippen.

Peter: „Das mit euch beiden ist ebenfalls ein Mysterium.“

Catherine: „Du weißt über uns Bescheid?“ Peter nickte schmunzelnd.

Vincent: „Das tut er, ja. Peter war der jenige der Vater nach dem Unglück behandelte. Wir redeten und da fiel dein Name.“ Catherine ging zu Vincent, der auf sie und Peter zukam, schlang ihre Arme um ihn.

Catherine: „Ich glaube ich träume das alles.“

Peter: „Tust du nicht, kleines. Alles ist wahr und so unglaublich interessant.“

Vincent: „Du musst wissen, Peter hat mehr Einblick in meine Welt und in das was ich hier tue, als sonst jemand.“ Erstaunt sah sie von Vincent zu Peter, der breit lächelte.

Peter: „Bevor wir weiterreden… wieviel Zeit hast du?“ Vincent sah prüfend auf seine Uhr und haderte.

Vincent: „In 30 Minuten sollte ich am Airport sein. Der Fahrdienst müsste eigentlich schon vor der Tür stehen.“

Peter: „Dann lass uns dich zum Airport bringen. In der Zeit können wir reden. Und wenn das nicht reicht, Cathy, dann bleibst du heute bei mir und du kannst mich mit deinen Fragen löchern wie es dir gefällt.“

Catherine: „Ich kann mitkommen?“

Vincent: „Bis zum Hangar, sicher. Dann lasst uns los gehen.“

Als die drei das Haus am Seiteneingang verließen, stand dort wie vermutet ein Militärfahrzeug. Es war ein schwarzer Van mit stark getönten Scheiben. Die Kennung der US Air Force war gut sichtbar und unmöglich zu ignorieren. Der Fahrer stieg aus, salutierte vor Vincent.

Fahrer: „Lt. Col. Adama, Sir.“ Vincent salutierte ebenfalls, jedoch nicht so steif wie der Fahrer.

Vincent: „Privat Meyers… stehen sie bequem.“ Catherine sah ihn das erste Mal salutieren. Ihr Herz pochte. Die drei stiegen nacheinander in den Van und begaben sich zum LaGuardia Airport.

Auf dem Weg dorthin sprachen die drei über viele Dinge, aber so vieles musste warten.

Am Airport angekommen, konnte der Van ohne anhalten zu müssen die Sicherheitsabsperrungen passieren, um direkt zu einem Hangar der US Air Force zu fahren. Vom Fenster aus konnte man bereits eine kleine Maschine der US Air Force erkennen, die im Hangar stand und wartete. Catherines Herz klopfte wie verrückt. Vincent spürte ihre Aufregung.

Vincent: „Alles in Ordnung, Catherine?” sie sah ihn an. Ihre Aufregung war deutlich zu sehen. Peter tätschelte ihre Hand.

Peter: „Mach dir keine Sorgen. Hier ist es sicher. Ab hier ist es Militärbereich.“

Der Van passierte den Flugzeughangar, kam etwas abseits zum stehen. Die drei stiegen aus und hörten schon die Triebwerke des Jets. Vincent wandte sich an die zwei.

Vincent: „Ich bin gleich wieder da.“ Er verschwand in einen separaten Raum und kam nur Minuten später wieder heraus. Doch dieses mal hatte er alle seine Hoheitszeichen an seiner Uniform. An der Jacke seiner linken Brust war das Senior Fliegerabzeichen in Gold, darunter US Air Force. Auf seinem linken Ärmel seiner Jacke, in Schulterhöhe war das Logo der US Air Force und direkt darüber der silberne Eichenblatt. Auf dem rechten Ärmel in selber Höhe die Flagge der Vereinigten Staaten ohne die rot - weißen Tigerstreifen und direkt darunter das Logo der Nellis AB in Nevada.

Catherine und Peter sahen ihm entgegen bis er direkt vor ihnen stand.

Peter: „Immer wieder beeindruckend, mein Freund.“ Vincent lächelte leicht.

Vincent: „Danke Peter… die sind hart erarbeitet.“ Peter klopfte ihm freundschaftlich auf die Schulter, verabschiedete sich kurz.

Peter: „Ich denke mal, wir werden uns in Zukunft öfters sehen. Bis dahin, komm heil wieder. Hier wartet jemand auf dich. Mach es gut. Catherine… ich warte im Van auf dich.“

Catherine: „Danke Peter… gib mir ein paar Minuten.“ Vincent sah sich kurz um, zog Catherine an die Seite der Halle, um etwas unter sich zu sein.

Vincent: „Es wird Zeit für mich.“

Catherine: „Ich weiß…“ kam kurz. Sie hielten einander fest, küssten sich ein paar Mal innig.

Vincent: „Wir sehen uns in einigen Tagen. Peter wird dich zu mir nach Nevada bringen. Er weiß schon bescheid. Du kannst ihn zum Beispiel Dinge fragen, worüber ich dir keine Auskunft geben kann.“ Fragend sah sie ihn an.

Vincent: „Peter gehört nicht dem Militär an. Von da her steht er nicht unter strenger Geheimhaltung was mich betrifft. Dennoch hat er fast uneingeschränkten Zugang zu mir, aufgrund unserer Vorgeschichte.“ Catherines Augen sahen ihn liebevoll an, doch war sie traurig und dem weinen nahe.

Catherine: „Peter kann sich heute warm anziehen. Ich werde ihn ausquetschen wie eine Zitrone.“

Vincent: „Du hast meine Einwilligung ihn deswegen zu nötigen.“ scherzte Vincent, worüber Catherine lachen musste.

Vincent: „Also gut… so schwer es mir fällt, aber… ich muss jetzt los.“ Vincent streichelte sanft ihr Gesicht, küsste sie noch einmal innig.

Catherine: „Komm bitte gesund zurück zu mir.“ flüsterte Catherine ihm zu.

Vincent: „Mach ich.“

Dann trennte er sich schweren Herzens von ihr, stieg ins Flugzeug, drehte sich kurz zu ihr um, zwinkerte ihr leicht zu und verschwand im Bauch der Maschine. Kaum war die Tür des Fliegers verschlossen, setzte sich diese in Bewegung zur Startbahn und verschwand in Richtung Himmel.

Lange sah Catherine der Maschine hinterher, bis diese kaum noch zu sehen war. Langsam ging sie zum Van, worin Peter geduldig wartete und mit ihr zusammen zurück zu seinem Haus fuhr.



Ende Teil 2

-> Fortsetzung „Eine neue Welt eröffnet sich“ Teil 3 der Saga von „Wer bist du?“









































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