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Eastwind, Sherrinford, Hope

von Nirvamora
Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P6 / Gen
Dr. John H. Watson Sherlock Holmes
02.10.2019
29.03.2020
3
2.183
1
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02.10.2019 498
 
Disclaimer:
Weder die Kanonfiguren noch ihre BBC-Versionen sind mein, und die Ideen zur Ostwindfrage entstammen dem Geschichtsunterricht.

Kommentar:
Den Schreibstil versuche ich für diesmal gar nicht erst  nachzuahmen, es ging mir nur um diesen Gedanken über den Ostwind, Sherinford und - "Hoffnung". Letzteres ist für mich am Ende der vierten Staffel (SHERLOCK) was Eurus betrifft durchaus vorhanden... Allerdings habe ich nicht alles nochmal angesehen, um ganz sicher zu sein, wer also anderer Meinung ist, ist herzlich eingeladen, diese kundzutun. Neben der BBC-Serie bezieht sich meine kleine Erzählung auch auf den Kanon, hier gilt dasselbe: Ich habe nicht nochmal nachgelesen. Bevor ich alles kaputtschreibe... Viel Vergnügen!

Eastwind, Sherrinford, Hope
1
Es war nicht mehr lange bis Neujahr, und bei einem Blick aus dem Fenster hinaus auf die Baker Street war das unverkennbar. Weiße Flocken trieben langsam im Wind. Holmes hätte mir anhand der Radfurchen im Schneematsch sicherlich einiges an Ereignissen rekonstruieren können, aber er hatte dem Fenster den Rücken zugewandt und die bestrumpften Füße so nah wie möglich am Kamin positioniert. Gelegentlich stoppte das Piciccato der Violinsaiten, ohne dass ich einen Grund dafür hätte nennen können, und bevor ich mich entschließen konnte, ihn anzusprechen, hatte es schon wieder eingesetzt.
So ging das für vielleicht eine Stunde. Möglicherweise waren es auch zwei, aber dann war meine Langeweile endgültig größer geworden als meine Geduld.
"Was beschäftigt Sie?", fragte ich, indem ich mich ihm gegenüber setzte.
Er winkte ab. "Ein Problem der Zeit, nichts weiter. Es ist kein Fall oder eine konkrete Fragestellung, nichts, was sich zufriedenstellend lösen oder beantworten ließe."
"Nun, warum denken sie dann darüber nach?", fragte ich weiter, beinahe lachend. Wie glücklich wäre er doch zu manch einer Stunde über ein solches Rätsel gewesen.
Seine Augen funkelten. "Wenn ich Ihnen das sage, wird es Sie unweigerlich anstecken. Dieses Problem ist wie ein Fieber, das zwar nicht tötet, aber auch nie ganz verschwindet. Wenn es sie infiziert, werden Ihre Gedanken Zeit Ihres Lebens zu ihm zurückkehren, um tausend mögliche Lösungen kreisen und niemals die Richtige finden."
Nun lachte ich wirklich, wenn auch nur kurz. "Sie sprechen von einem unlösbaren Problem?"
"Das klingt zu gleichen Teilen verlockend und frustrierend, nicht wahr, mein lieber Freund?", fragte er leise zurück.
"Es klingt aus ihrem Munde geradezu unmöglich", gestand ich.
Holmes lächelte. "Also, wollen Sie es wissen?"
"Oh ja", bekräftigte ich, froh über das Gespräch.
Sein Lächeln wurde verschmitzt. "Dann verrate ich Ihnen nur so viel, dass Sie von selbst darauf kommen können, und Sie werden mich dafür über Ihre Fortschritte auf dem Laufenden halten. Sind Sie damit einverstanden?"
"Aber ja", sagte ich, "nun sprechen Sie schon!"
"Nun gut", meinte er lachend und setzte dann ein ernstes Gesicht auf. "Watson", sagte er, und ich wartete in der Stille, gespannt auf seine Worte.
"Es kommt ein Wind aus dem Osten."
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