Das war es also

von 100alanna
GeschichteAllgemein / P12
01.10.2019
01.10.2019
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Moin,
mal wieder etwas Neues von mir. Diesmal auf Wunsch von Violetta24. Ich hoffe es gefällt ihr und Euch.
Falls ja, hinterlasst mir doch ein Kommi.  ; )

Man liest sich
Eure Alanna



Das war es also. Das war der letzte Raum. Nur noch die paar Schränke und dann konnten die Männer von der Entsorgung kommen. So leid es ihr auch tat. Sie konnte die ganzen Möbel, Klamotten und anderen Schnickschnack nicht in ihrer kleinen Wohnung unterbringen. Nicht das ihr Vater ein Messi gewesen wäre aber er konnte sich… hatte sich schlecht von Dingen trennen können. Dementsprechend waren auch sämtliche Schränke, Kommoden und Truhen vollgestopft bis zum geht nicht mehr. Bei einigen Dingen, die da die letzten Tage zum Vorscheingekommen waren, hatte sie nicht gewusst ob sie nun lachen oder weinen sollte. Ihr Vater hatte doch tatsächlich ein Schulheft aus ihrer ersten Klasse aufgehoben und das Bild, dass sie mal im Unterricht gemalt hatte. Titel. Ich in zwanzig Jahren. Da sah man mal wieder wie wenig Kinder von der Welt verstanden. Sie hatte sich doch tatsächlich als Hexe gemalt. Mit Besen und schwarzer Katze. Und neben sich natürlich ein Zauberbuch. Palina seufzte. Es war schon eine Eeeewigkeit her aber sie erinnerte sich noch genau warum sie unbedingt eine Hexe werden wollte wenn sie groß war. Damit sie sich ihre Mutter zurück zaubern könnte. Ihre Mutter. Wohl eher nur die Frau, die sie auf die Welt gebracht hatte und der sie völlig egal gewesen war. Solange Palina zurück denken konnte, hatte es nur sie und ihren Vater gegeben. Und auch wenn er sie abgöttisch geliebt hatte, so hatte doch immer eine gewisse Traurigkeit um ihn herum gelegen. An manchen Tagen mal mehr, an Anderen weniger. Und es hatte mit ihrer Erzeugerin zu tun. Musste. Darüber gesprochen hatte er allerdings nie. Nur sie immer so verdammt traurig angesehen wenn sie nach ihr gefragt hatte. „Es hat nicht sollen sein. In ihrem Schicksal waren weder Du noch ich vorgesehen.“ Mehr hatte ihr Vater nie dazu gesagt. Und irgendwann hatte Palina aufgehört danach zu fragen. Es war schlichtweg nicht mehr wichtig gewesen. Bitte, wenn sie dieser Frau egal waren, dann war sie Palina auch egal. Wen stört´s dass es nur sie und ihren Vater gab… gegeben hatte. Verdammt. Und da waren sie wieder, die Tränen. Verdammt, verdammt, verdammt. Dabei war die Beerdigung schon ein paar Wochen her. Reiß Dich zusammen. Du hast genug geheult. Nur noch dieses Zimmer und dann kannst Du nach Hause und ein schönes, heißes Bad nehmen. Schalt sich die junge Frau.

Gesagt, getan. Ein paar Stunden später starte sie völlig unverstehend auf ein Journal. Ein dickes Journal, das sie noch nie gesehen hatte. Und mit einer Schrift, die sie nicht erkannte. Aber das war es nicht, was Palina so verstörte. Es war die Tatsache, dass dieses Journal ihrer Mutter gehört hatte. Und noch wichtiger, WAS darin stand. Das war doch wohl nur ein schlechter Scherz? Oder ?



Piper und Phoebe saßen im Wohnzimmer. Beide waren mehr oder weniger erstarrt. Es war erst ein paar Tage her, dass Shax ihre Schwester Prue getötet hatte. Der Dämon hatte Prue getötet und damit nicht nur ihnen ihre Schwester gestohlen, sondern auch die Macht der Drei. Was sollten sie denn jetzt bloß tun? Wie sollten sie weiter machen? Prue war immer die Älteste gewesen. Die Starke. Diejenige, die immer wusste wie es weiter gehen sollte und die alles zusammen hielt. Und jetzt? Jetzt war Prue tot. Ein Klingeln an der Wohnungstür riss die beiden aus ihren Gedanken. Piper wischte sich schnell die Tränen aus den Augen. Phoebe reagierte gar nicht. Mit einem Seufzen stand Piper auf und ging zur Tür. „Ja bitte?“ „Wohnt hier eine Patty Halliwell?“ Piper war sofort auf der Hut. Vor ihr stand eine junge Frau, die Prues Zwilling hätte sein können. „Nein.“ Und wollte die Tür schon wieder zumachen als die Fremde flugs den Fuß dazwischen stellte. „Wenn sie nicht hier wohnt, wissen Sie vielleicht wo ich sie finden kann?“ „Warum wollen Sie das wissen?“ Palina verzog mürrisch das Gesicht. Sollte sie oder sollte sie nicht? „Ich will die Wahrheit wissen. Und nur sie kann mir ein paar Fragen beantworten. Tja und dann, dann würde ich ihr nur zu gerne eine reinhauen.“ Piper blinzelte. Was? „Ich weiß nicht wer Sie sind und was Sie hier wollen aber…“ „Ich will Patty Halliwell in die Augen schauen und wissen, warum sie mich weggegeben hat. Warum sie meinem Vater das Herz brechen musste, obwohl sie anscheinend bereits eine Familie hatte. Die NICHT wir waren!!!“ spuckte Palina auf einmal sauer hoch drei. Piper zuckte zusammen. Sie hatte sich doch hoffentlich verhört?

Phoebe kam neugierig in den Flur. „Piper? Wer ist das?“ Nur um stocksteif stehen zu bleiben. „Prue…“  „Wie? Nein, Palina Kimbel. Da ich von der keine Antwort kriege, können Sie mir vielleicht eine Frage beantworten. Wissen Sie wo ich Patty Halliwell finde?“ „Mom? Aber Mom ist doch schon lange tot. Warum …“ „Tot?“ „Ja?“ „Verdammter Mist. Jetzt kann ich nic…momentmal. Mom? Dann seid Ihr zwei Pattys andere Töchter?“ „Ja.“ „Andere Töchter?“

Es dauerte etwas alles zu erklären. Phoebe hatte Piper einfach zur Seite gedrängt und die Fremde ins Wohnzimmer gezogen. Tausend und eine Frage auf einmal stellend. Palina kam gar nicht dazu etwas zu sagen. Während Piper sie nur abwechselnd argwöhnisch und staunend ansah. So langsam fing sie an zu kochen. „VERDAMMT NOCH EINS! RUHE! BIN ICH HIER IM AFFENKÄFIG ODER …“ KLADÖNK. Die Stehlampe in der Ecke hatte fliegen gelernt. Alle drei erstarten. Piper und Phoebe schauten auf Palinas erhobene Hände. Die beiden Halliwell-Schwestern warfen sich bedeutungsvolle Blicke zu. „Ich denke, wir können alle eine heiße Tasse Tee vertragen. Während ich das Wasser aufsetzte, können Sie uns vielleicht erklären, wie Sie darauf kommen, dass Patty Halliwell Ihre Mutter ist?“ Palina zuckte mit den Schultern und holte ein großes Journal aus ihrer Tasche. „Hier. Das habe ich im Nachlass meines Vaters gefunden.“ Phoebe sah sofort die Triqueta auf dem Einband. Und als sie es aufschlug, schaute sie auf die Schrift ihrer Mutter. Ohne zu fragen fing die Jüngste Halliwell an zu lesen. Und ihre Augen wurden immer größer, je weiter sie las. „PIPER! Es stimmt! Es stimmt wirklich! Sie ist unsere Schwester! Und sie hat die gleichen Kräfte wie Prue! Wir haben die Macht der Drei nicht verloren! Wir können weitermachen!“ Phoebe freute sich wie ein Schneekönig. Palina hingegen kniff die Augen zusammen. „Weitermachen? WOMIT weitermachen?“ „Na mit dem Kampf gegen Dämonen, Warlocks und andere Übernatürliche Wesen. Die Halliwell-Hexen sind schon immer die stärkste Macht des Guten gewesen die es gibt. Und wenn drei Schwestern vereint sind, dann besitzen sie die Macht der Drei, die sogar die allerstärksten Dämonen aufhalten kann. Aber Shax hat Prue getötet und darum sind  wir nur noch zu zweit. Keine Macht der Drei mehr. Aber jetzt bist Du ja da. Hey, wie wäre es wenn Du hier einziehst? Wo Du doch die gleichen Kräfte hast wie Prue. Glaub mir, wenn Du noch nicht weist wie Du damit umgehen sollst, frag einfach uns. Wir kriegen Dich schon noch auf Vordermann. Man ist das geil. Die Macht der Drei ist nicht verloren.“ Phoebe quasselte noch weiter. Gar nicht darauf achtend, dass Palinas Gesicht sich immer mehr verschloss. „Hexen? Richtige Hexen? Ich soll eine Hexe sein? Gegen Dämonen kämpfen? Geht’s noch?“ „Aber natürlich. Du bist eine Halliwell.“ „Ich bin eine Kimbel.“ „Nein. Patty war Deine Mutter. Das macht Dich zu einer Halliwell. Und ALLE Halliwellfrauen sind Hexen.“ Und wie aufs Stichwort tauchten ein paar Dämonen auf, die natürlich direkt zum Angriff übergingen. Ob nun Zufall oder nicht, gingen sie zuerst auf Palina los. Mehr instinktiv als sonst was, schleuderte diese den ersten Dämon gegen die Wand. Und haute dem Zweiten die eh schon kaputte Stehlampe über den Schädel. Alles ohne auch nur einen mit ihren Händen anzurühren. Sie dachte nicht nach. Sie tat es einfach. Piper sprengte die Dämonen schließlich und alles war wieder ruhig in der Prescott Street Nr.1329.

„WAS WAR DAS?“ „Das? Oh das war nur ein normaler Nachmittag im Hause Halliwell. Nicht der Rede wert.“ Winkte Phoebe ab. Das sah Palina aber anders. Doch sie kam nicht dazu etwas dazu zu sagen, denn Phoebe plapperte schon wieder in einer Tour, wie toll es doch war, dass sie jetzt wieder zu dritt waren. Und das Prue, wer verdammt noch eins war Prue? doch irgendwie noch bei ihnen war. Immerhin sah sie nicht nur fast so aus wie Prue, sie hatte auch deren Kräfte. Aha? Toll. Palnia hatte genug. Sie war nur in die Prescott Street gekommen um die Wahrheit über ihre Mutter und deren Geschreibsel zu erfahren. Und vielleicht noch über diese seltsame Kraft, die sie seit einigen Tagen an sich bemerkte. Diese… Telekinese war lästig. Seit dem sie den verflixten Spruch aus dem Tagebuch ihrer Erzeugerin gelesen hatte musste sie höllisch aufpassen was sie tat oder auch dachte! Gut hier hatte es sich ausgezahlt aber …. Sie war NICHT hergekommen um sich in einen solchen… solchen  Wahnsinn verwickeln zu lassen. Ok, dann war sie vielleicht eine Hexe aber das musste nichts heißen. Sie hatte auf jeden Fall nicht darum gebeten eine Hexe zu sein. Sie schnappte sich das Journal vom Sofa und hastete zur Tür. „Das ist Wahnsinn. Urg. Ich muss hier raus.“ Phoebe rannte ihr hinterher. „Hey! Du kannst doch nicht einfach wieder so gehen?“ Palina drehte sich wütend um. „Kann ich nicht? Schau zu.“ Und damit war sie aus der Tür und knallte diese hinter ihr zu. Ohne sich noch einmal umzudrehen, stieg sie in ihr Auto und fuhr los. Ihre Gedanken ein einziges Chaos. Das durfte doch alles nicht wahr sein. Ihr Leben war ein einziges Wirrwarr. Und zwar seit dem sie das verdammte Journal gelesen hatte. Hätte sie doch bloß die Finger davon gelassen. Oder zumindest diesen blöden Spruch nicht laut gesagt. Aber wer konnte denn auch ahnen, dass es Hexen tatsächlich gab und ihre Mutter ihre Kräfte gebannt hatte, damit keiner mitkriegte, dass sie eine Hexe war. Sie eine Hexe! Klar hatte sie es sich mal gewünscht ABER DA WAR SIE SECHS GEWESEN!!!! Leider hatte das Journal in noch einer Hinsicht recht. Sie hatte Schwestern. Naja, Halbschwestern. Die ihr den Buckel runter rutschen konnten. Sie interessierten sich nicht für Palina oder das sie von all dem total überfordert war, nur für diese blöde Macht der Drei. Was auch immer das sein sollte. Scheiß was drauf. Sie war 25 Jahre ohne Mutter, ohne Schwestern ausgekommen, sie schaffte es auch jetzt. Und was diese Telekinesesache anging. ..das schaffte sie auch alleine. Und wenn einer dieser…. Dieser Dämonen oder Warlocks oder was auch immer, meinte ihr auf den Keks gehen zu müssen… Das schaffte sie erst recht allein. Sie war Palina Kimbel.


„Und Du bist Dir ganz sicher?“ „Ja mein Gebieter. Es gibt eine vierte Schwester. Aber sie scheint sich mit den anderen beiden nicht zu verstehen. Sie hat das Manor ziemlich wütend verlassen.“ „Dann wollen wir zusehen, dass das auch so bleibt. Torgas, schnapp Dir ein paar Deiner Leute und statte der neuen Hexe einen Besuch ab.“ „Ja mein Gebieter.“ Das dunkle Gelächter der Quelle folgte dem Dämon nach als dieser sich fortschimmerte.


„Und Du hast sie einfach gehen lassen?“ „Du hast sie doch auch nicht aufgehalten.“ „Darum geht´s nicht.“ „Ach nee? Worum geht es denn dann?“ „Sie ist unsere Schwester. Ist sie doch?“ „Ja. Moms Tagebuch ist da ganz ausführlich.“ Und das war es wirklich. Patty hatte fast minutiös ihre Affäre mit Martin Kimbel festgehalten. Auch die Schwangerschaft und Geburt von Palina und wie sie diese vor ihrer Mutter und Ehemann verheimlicht hatte. Aber vor allem hatte sie in ihrem Tagebuch festgehalten wie sie ihrer kaum Tage alten Tochter die Kräfte gebannt hatte, weil Palina bereits da schon Anzeichen von Telekinese zeigte. Zumindest hatte sie keine zwei Tage nach ihrer Geburt schon ihre Flasche zu sich schweben lassen. Und das das  der Zeitpunkt war, wo Patty sich entschieden hatte ihre Tochter aufzugeben. Das war übrigens auch der letzte Eintrag gewesen. Phoebe schmollte. „Menno. Hätte sie nicht bleiben können? Ich wollte sie noch so vieles fragen.“ Piper zog nur eine Braue hoch. „Nach dem Auftritt? Ich verstehe warum sie abgehauen ist.“ Aber dann runzelte sie die Stirn. „Aber Du hast recht. Wir sollten hinter ihr her. Diese Dämonen arbeiten für die Quelle. Und sie haben Palina gesehen. Das wird noch Ärger geben.“ Phoebe zuckte zusammen. Wie aufs Stichwort hatte sie eine Vision.

Palina war genervt. Sie hatte doch nur ein schönes, heißes Bad gewollt. Stattdessen stand sie in der Tiefgarage und musste Feuerbällen, komischen Messern und ...Blitzen? ausweichen. Was schwieriger war als es sich anhörte. Zum Glück standen hier genügend Autos rum. Auch wenn sie keine Ahnung hatte wie sie das später erklären sollte. Doch diese Typen waren wie aus dem Nichts aufgetaucht, hatten was von Schöne Grüße von der Quelle geknurrt und direkt angegriffen. Hatte sie eigentlich schon erwähnt das sie genervt war? Und rums, lernte ein weiterer Dämon fliegen.  Na bitte, geht doch. Allerdings, Autos werfen war verdammt anstrengend. Ihre Hände und Beine zitterten schon. Aber zumindest erfüllten sie ihren Zweck. Tja, sah so aus, als wenn auch Dämonen zu Pfannkuchen werden konnten. Zumindest zeitweise. „WAS VERDAMMT WOLLT IHR VON MIR?? LASST MICH EINFACH IN RUHE!!!“ „Sorry Schätzchen. Aber Du bist der Quelle im Weg.“ Meinte Torgas als er sich hinter die junge Frau schimmerte und ihr eine Athame an die Kehle hielt. „Die Macht der Drei ist gerade erst gebrochen. Du verstehst doch sicher, dass wir so schnell keine Neue wollen.“ Schnurrte der Dämon schon fast als er ihr spöttisch mit der Athame über den Hals fuhr. Nur wenig Druck ausübend. Nur so viel, dass man einen kurzen Faden Blut sehen konnte. Ach er liebte es einfach mit seiner Beute zu spielen. Doch so einfach machte es ihm die junge Frau nicht. Schon wieder diese blöde Macht der Drei! Sie hatte die Schnauze gestrichen voll. Trotz der Schmerzen trat sie ihm mit ihrem Pfennigabsatz mit voller Wucht auf die Zehen, während sie ihn zeitgleich versuchte per Telekinese von sich wegzuschubsen. Sie war doch keine Marionette mit der man machen konnte was man wollte! Blöde Dämonen. Na wartet. Mit einem wütenden Zischen wischte sie sich über den Hals. Na wartet. Das würde sie diesem Mistkerl noch heimzahlen. Und ohne nachzudenken, riss sie Torgas die Athame aus der Hand. Nur um sie ihm mit einem heiseren Aufschrei in den Buch zu stoßen. Hehe, wer hatte noch mal gesagt Telekinese war nutzlos? Sie fing an ihre Kraft zu lieben.

„PALINA! HIER HER!“ Im Eingang der Tiefgarage standen Piper und Phoebe. Die Jüngere hielt einen Zettel in der Hand. Die Ältere ließ einen Dämon nach dem Anderen in die Luft gehen. Nicht das es die Dämonen lange aufhielt. Oh nein. Sie setzten sich fast im Handumdrehen wieder zusammen. Nun, was soll´s, dachte sich die Gerufene und nahm die Beine in die Hand. Ein bisschen Hilfe konnte definitiv nicht schaden. Zumindest sollten die beiden Neuankömmlinge wissen wie man diese Kretins wieder los wurde. Phoebe griff nach ihrer Hand und streckte ihr mit der Anderen den Zettel entgegen. „Hier ließ. Wir müssen den Spruch zusammen aufsagen.“ Und ohne weitere Vorreden fing Phoebe an. Piper griff flugs die Hand ihrer Schwester und fiel in den Reim mit ein. Palina blinzelte und fragte sich wirklich ob sie gerade im falschen Film gelandet war aber da griffen die Dämonen auch schon erneut an. Ach verdammt, dachte Palina und schnappte sich den Zettel.

Das Böse, das uns aufgesucht,
ich wünsche, dass es sei verflucht.
Entfernt es, höre diese Bitte,
für immer aus unserer Mitte.

Und man höre und staune, es funktionierte. Einer nach dem Anderen fingen die Dämonen Feuer und verbrannten. Mit einem Ächzen ließ sich Palina auf den Boden fallen. Piper und Phoebe taten es ihr nach. Piper schaute ihre neue Schwester von der Seite an. „Ich weiß, dass das alles verwirrend für Dich sein muss. Aber …“ sie zögerte. „Du bist eine Halliwell. Und die Dämonen wissen das.“ „Ach nee.“ Kam es patzig. Aber Piper ließ sich nicht beirren. Kannte sie ein solches Verhalten doch schon von Phoebe. „Du hast Angst. Du verstehst nicht was da vor sich geht. Und Dir ist das alles über. Ich verstehe. Glaub mir. Aber Du musst da nicht alleine durch. Ich meine, wir…“ sie zeigte auf ihre Schwester und sich. …“Wir sind da auch durch gegangen. So wie Mom bei Dir hat sie auch uns die Kräfte gebannt. Weil sie wollte das wir in Sicherheit sind.“ Piper hatte viel nachgedacht in der kurzen Zeit. „Mom hat Dich nicht allein gelassen weil sie Dich nicht wollte.  Im Gegenteil. Sie hat Dich bei Deinem Vater gelassen, weil sie Dich in Sicherheit wissen wollte. Wir sind Halliwells. Hexen sein liegt in unserem Blut. Es ist unser Schicksal. Leider heißt das auch jedes Monster, Warlock oder Geist ist automatisch hinter uns her. Aber zusammen schaffen wir das. Zusammen können wir diese Monster und Dämonen besiegen. Und vielleicht irgendwann kriegen wir dann unseren Frieden.“ Piper lächelte. „Versuch es doch erst mal. Sooo schlimm sind wir nun auch wieder nicht. Gib Dir und uns Zeit uns kennen zu lernen. Und nein…“ kam sie einem Argument zuvor. Gleichzeitig hielt sie Phoebe den Mund zu, bevor diese etwas anderes sagen konnte. „Es geht mir dabei nicht um die Macht der Drei. Ich will Dich wirklich gerne kennenlernen. Du bist doch unsere Schwester.“ Palina sah Piper einen Moment schweigend an. Sie sah Phoebe an, die wie wild mit dem Kopf nickte. Sie schaute sich in der total verwüsteten Tiefgarage um. „Das ist normal, ja?“ „Für uns? Leider.“ Bestätigte Piper. Aber sie grinste. „Doch Du musst zugeben, es macht Heidenspaß diesen Idioten auf die Füße zu treten.“ Palina lachte. Von sich selbst überrascht nickte sie. „Also gut. Spiele ich eben Hexe.“
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