Negro

von breathxx
GeschichteDrama, Romanze / P18 Slash
FC Bayern München Premiere League Primera Division
01.10.2019
17.11.2019
15
66396
19
Alle Kapitel
77 Reviews
Dieses Kapitel
9 Reviews
 
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AHHHHHHHHHHHHHH es ist soweit!!

Herzlich Willkommen zum 3. Teil der Blanco Triologie!! Ich bin so aufgeregt haha.

1. Ganz wichtig: das ist eine Fortsetzung zu Blancound Rojo, die Vorgänger von Negro. Ich würde euch unbedingt raten, die beiden Geschichten zu lesen, falls ihr es nicht eh schon getan habt, ansonsten macht Negro keinen Sinn :'D

2. Ich weiß gar nicht, was meine Deadline war - August, September? Okay wir haben jetzt Oktober, immerhin :D Ich bin noch nicht ganz fertig, mir fehlen noch ca 10 Kapitel, hab aber gut vorgesorgt, keine Sorge. Ihr bekommt regelmäßig zweimal die Woche Uploads, momentan peile ich Dienstag und Donnerstag an (das kann sich aber ändern, sobald ich meinen Uni Stundenplan habe)

3. WIE AUCH IMMER:
Ich bin selber so aufgeregt hihi und auch wenn wir 2019 haben, hier kommt der übliche Disclaimer:
Ich möchte niemanden mit der Geschichte schaden, das ist alles frei erfunden und nie passiert und ich bin nicht Eigentümer der Marke "Real Madrid" und/oder allen anderen vorkommen Clubs und Fußballern. Auch will ich niemandem der erwähnten Personen  zu Nahe treten oder ihnen irgendetwas andichten - das ist eine Fanfiction und alles ist rein erfunden! In echt ist das natürlich alles ganz anders beziehungsweise existiert nicht.
Genauso wenig wie wir denke ich nicht darüber diskutieren müssen, dass illegale Straßenrennen im echten Leben nicht cool sind, macht das bitte niemals, genauso wenig wie Drogen kaufen/dealen oder was auch immer.

4. Ihr kennt das ja: ich freue mich wahnsinnig über Reviews, Lob, Wünsche, Anregungen und auch Kritik (wenn sie sachlich formuliert ist). Ich nehm mir das nämlich schon zu Herzen und ihr habt zum Beispiel durch eure Reviews durchaus den Plot für Negro ein wenig beeinflusst.  (Allerdings gilt auch hier: don't like the idea, don't read it - wobei, wenn man es durch Blanco und Rojo geschafft hat, dann sollte das bei Negro eher kein Problem mehr sein)

5. Es gibt natürlich immer noch die obligatorische Jesé Gang Spotifiy Playlist die vor allem bei den Rennen läuft, ich verlinke sie euch mal :)
x
Die wird auch ständig aktualisiert btw.

6. Für irgendwelche Fragen und Story Inspirationen könnt ihr gerne meinen tumblr blog besuchen und mir da Fragen stellen (auch anonym) oder einfach durch den # for fic reference Tag scrollen - da ist viel Blanco Gang Inspiration.

7. Das ist jetzt eine einmalige Trigger Warnung, die für die gesamte Geschichte gilt: Folter, Mord, Körperverletzung, Drogen, Alkohol, Sex, Depressionen und was weiß ich noch alles kommt vor und ihr seid gewarnt (und zwei kleine Spoiler für Haus des Geldes Staffel 3 und RuPauls Dragrace Staffel 11). Das ist eine Gangfanfiction und das Rating ist nicht umsonst P18.

8. Ich rede viel zu viel, also: ich hatte sehr viel Spaß beim Schreiben (mit den obligatorischen 'ich hasse dieses Kapitel und mag nicht mehr' Phasen), liebe meine Jungs und das Universum sehr und ich hoffe, ihr auch. Ich wünsch euch ganz ganz viel Spaß beim letzten Teil der Reihe! x


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Sergio stöhnte leise, sein Kopf fühlte sich an, als würde er gleich zerspringen. Wie viel hatte er gestern wieder getrunken? Er erinnerte sich ehrlich gesagt nicht wirklich und er streckte sich – oder jedenfalls versuchte er es, seine Hände konnte er nicht bewegen. Generell bemerkte er erst jetzt, dass er nicht in seinem Bett lag und Iker nicht neben ihm war und panisch riss er die Augen auf. Und erstarrte.

Er hatte absolut keine Ahnung wo er war, er saß auf einem harten Stuhl, Arme hinter dem Rücken gefesselt. Puta madre. Durch ein zerbrochenes Fenster kam etwas Sonne herein und Sergio kniff die Augen zusammen – wenn er nicht so verdammte Kopfschmerzen hätte. Außerdem war ihm leicht schlecht und ihm fiel erst jetzt auf, dass er kein T-Shirt mehr trug - warum auch immer.

Sergio verzog das Gesicht und legte genervt den Kopf in den Nacken. War er entführt worden? Das Letzte, an das er sich erinnerte, war, dass er mit den Jungs bei Jesé was trinken gewesen war. Und das Ganze etwas ausgeartet war.


„Wetten, dass ich einen Rückwärtssalto aus dem Stand schaffe?“ Jesé grinste, Sergio, Isco und Álvaro lachten nur während Dani skeptisch die Augenbrauen nach oben zog. „In deinem jetzigen Zustand? Niemals.“ Sie alle waren mehr als angetrunken und Jesés Grinsen wurde nur noch breiter. „Herausforderung angenommen, hilf mir mal.“

Dani kam langsam näher, er schien immer noch nicht ganz überzeugt und griff nach Jesés rechtem Fuß, Sergio zog sein Handy aus der Hosentasche um zu filmen. Jesé stützte sich an Danis Schultern ab, der drückte dessen Fuß nach oben und Jesé sprang. Er schafft es tatsächlich irgendwie wieder auf seinen Füßen zu landen und sie grölten begeistert.

Jesé kam grinsend auf sie zu und nahm Lucas seine Bacardi Cola ab. „Ich sag doch, ich schaff‘s!“ „Unglaublich“, murmelte Dani, er grinste jedoch leicht und fuhr sich mit einer Hand durch die Haare. „Und das in deinem Zustand.“

„Ich kann noch ganz andere Dinge in diesem Zustand.“ Jesé grinste wieder, in seine Augen war ein lauernder Ausdruck getreten. „Was haltet ihr davon, wenn wir was von den Rojiblancos klauen??“ „…jetzt?“ Sergio zog seine Augenbrauen nach oben, Lucas lachte. „Bist du wahnsinnig, hermano??“

„Pfff, es ist Nacht, da schlafen die doch sowieso alle.“ Jesés Augen funkelten und Sergio zuckte mit den Schultern. Warum eigentlich nicht. Sie konnten sich alle verteidigen, was sollte schon passieren? „Okay, klar.“ „Und was genau wollt ihr klauen?“, fragte Álvaro belustigt, Sergios Augen leuchteten auf. „Wir könnten in Gabis Büro einbrechen und uns in seinen Computer hacken!“

Zugeben, wäre er nüchtern gewesen, hätte er über die Idee wahrscheinlich noch einmal genauer nachgedacht – momentan war er aber genauso betrunken wie der Rest der Jungs. „Ja man, richtig krasse Idee, Sese!“ Jesé schlug ihm begeistert auf die Schulter, Lucas zog seine Augenbrauen nach oben. „Und ich soll dann das hacken übernehmen, oder was? Ich geh da sicher nicht alleine rein!“

„Ah kein Stress, hermano, ich geh mit dir.“ Sergio legte ihm beruhigend einen Arm um die Schulter, Isco zuckte mit den Schultern. „Okay, dann halten Álvi, Jesé, Dani und ich Wache und sagen Bescheid, falls jemand kommen sollte.“

Keine halbe Stunde später hatten sie es tatsächlich irgendwie von Danis Garten zum Hauptquartier der Rojiblancos geschafft – Taxi sei Dank, keiner von ihnen war auch nur irgendwie in der Lage, noch Auto zu fahren – und Jesé wandte sich zu ihnen um. „Okay, beeilt euch, wir…schreiben dann. Oder so. Oder rufen.“

Álvaro nickte bekräftigend, Isco gähnte. „Aber beeilt euch, ich bin scheiß müde.“ „Kein Stress, wir sind da in fünf Minuten fertig.“ Sergio grinste, dann griff er nach Lucas Arm und zog ihn zum Haupteingang.
 


Sergio stöhnte genervt auf, das durfte doch nicht wahr sein. Manchmal war er wirklich ein verdammter Idiot. Gut, anscheinend hatten sie versucht, irgendwas von den Rojiblancos zu klauen – und dann? Das erklärte immer noch nicht, warum er gefesselt oben ohne in irgendeinem dreckigen Zimmer auf einem Stuhl war.

Er legte den Kopf in den Nacken und überlegte angestrengt, die Erinnerungen konnten doch nicht einfach weg sein.


Sie entdeckten zwei Wachen, an denen sie sich so irgendwie vorbei schlichen, dann waren sie in Gabis Büro und Sergio grinste. „Siehst du, total easy.“ Er schaltete das Licht an, Lucas erwiderte sein Grinsen. „Vamos, bevor wir noch erwischt werden.“ Er ließ sich auf den Stuhl hinter dem Schreibtisch sinken, bevor er das Macbook anmachte – und fast augenblicklich laut aufstöhnte.

„Was ist?“ Sergio warf ihm einen neugierigen Blick zu, Lucas rieb sich müde die Augen. „Wir brauchen das Passwort.“ „Aber deswegen bist du doch hier, du musst es knacken“, wies Sergio ihn auf das offensichtliche hin, Lucas verzog das Gesicht. „Sí, aber ich mag es nicht. Marcelo ist da besser.“

„Probieren wir es einfach mal aus.“ Schwungvoll zog Sergio sich das Macbook rüber und tippte „Rojiblanco Chef“ in das Feld. Falsches Passwort. Hm, was könnte Gabi sonst noch so haben? „rojiblancochef“. Falsches Passwort. „rojiblancochef1“. „rojiblancochef2“. Er war so vertieft, dass er gar nicht bemerkte, wie die Tür zum Büro sich öffnete; erst als ein scharfes „Was zur Hölle macht ihr hier?!“ erklang, sah Sergio auf.

In der Tür standen Koke, Nando und Saúl die sie fassungslos anstarrten und während Lucas neben ihm kalkweiß wurde und sich blitzschnell an ihnen vorbei nach draußen drückte, runzelte Sergio nur abwesend die Stirn.

„Oh hey Nando, weiß einer von euch vielleicht das Passwort?“ Drei Augenpaare starrten ihn ungläubig an und Sergio zuckte mit den Schultern. „Ich hab schon Rojiblanco Chef probiert, aber das ist es nicht.“

„Du…“, Koke schien tatsächlich sprachlos, am Rand registrierte Sergio, dass er eine Waffe in der Hand hielt, interessierte ihn aber nicht wirklich. Das Passwort war wichtiger. „Bist du betrunken?“, fragte Fernando ihn trocken, Sergio überlegte, dann schüttelte er den Kopf. „No- vielleicht ein bisschen, aber-“

„Madre mía“, murmelte Saúl, er schien sich ein Grinsen verkneifen zu müssen während Koke genervt aufstöhnte. „Hat Raúl euch geschickt?“, fragte er dann kalt, Sergio schüttelte den Kopf. „No, auch wenn das lustig gewesen wäre. Ich mein, bei den Rojiblancos einbrechen! Stell dir nur mal vor, was für ein Drama das wäre, wenn sie uns erwischen würden!“

„Ja, unglaublich komische Vorstellung.“ Fernando zog seine Augenbrauen nach oben. „Dir ist bewusst, Sergio, dass wir Rojiblancos sind?“ „Jaja, wie auch immer, ich brauch das Passwort!“ Sergio winkte ungeduldig ab und fuhr sich mit einer Hand durch die Haare, bevor er gähnte. „Ich will nach Hause zu Iker. Iker! Oh mein Gott, kennt ihr Iker?“

„Leider Gottes ja“, murmelte Saúl, Sergio seufzte tief auf. „Er ist soooo ein toller Freund. Seine braunen Augen sehen aus wie geschmolzene Schokolade! Ich liebe ihn so sehr, ehrlich. Und wir wohnen jetzt sogar schon zusammen! Im Ernst, Iker ist der beste Mitbewohner der Welt, ihr müsst das mal ausprobieren – oder eher nicht, dann wohnt er nicht mehr mit mir zusammen, aber-“

„Um Himmels Willen, Ramos, halt die Klappe!“, fuhr Koke ich scharf an, bevor er sich ungläubig mit einer Hand durch die Haare fuhr. „Redest du immer so viel?!“ „Hm.“ Sergio überlegte und Saúl stöhnte genervt auf.

„Was machen wir mit ihm?“, fragte er dann, Fernando zuckte mit den Schultern. „Ihn hier festhalten, Gabi soll sich morgen um ihn kümmern und dann- warum um alles in der Welt ziehst du dein Shirt aus?!“

„Mir ist warm.“ Sergio zuckte mit den Schultern, bevor seine Augen anfingen zu leuchten. „Kennt ihr Iker?“ „Oh no“, murmelte Fernando, Koke stöhnte genervt auf. „Bei Gott, ja, Ramos! Wir kennen Casillas und er ist genauso ein Wichser wie der Rest von euch!“

„Zu mir war Iker immer nett, vielleicht mag er dich einfach nicht?“, schlug Sergio vor, Koke knurrte bedrohlich. „Im Ernst, noch ein Wort und ich schneid dir deine Zunge raus, Ramos!“ „Um Himmels Willen, Koke, k.o. schlagen reicht.“ Fernando verdrehte die Augen, dann kam er auf Sergio zu.

„Willst du mir mit dem Passwort helfen, Nando?“ Sergio strahlte ihn an, Nando stöhnte nur genervt auf, bevor er zuschlug und alles um ihn herum schwarz wurde.

     

Puta madre. Sergio stöhnte genervt auf, das durfte doch nicht wahr sein. Fuck, Raúl würde ihn umbringen. Gut, aber jetzt wusste er wenigstens was passiert war – puta madre, die Rojiblancos würden ihn das nicht vergessen lassen.

Er bewegte seinen Kopf vorsichtig, er hatte immer noch das Gefühl als würde er gleich zerspringen – Nandos Schlag half seinem Kater nicht wirklich. Eins musste man ihm lassen, er wusste, wie man zuschlug. Verdammter Fernando.

Gut, er wusste was passiert war und auch, wenn er sich nicht ganz sicher war, wo er war (er nahm mal stark an, irgendwo im Rojiblanco Gebiet), war es an der Zeit, dass er hier raus kam. Iker starb wahrscheinlich schon vor Sorge und so langsam wurde es ungemütlich.

„HEY! KOKE! ODER SONST WER VON EUCH CABRÓNS!“, brüllte er dann mit heiserer Stimme und er hustete. Fuck, er brauchte dringend was zu trinken. Er hörte tatsächlich Schritte und kurz darauf kam ein grinsender Koke zur Tür rein.

„Na, Ramos, gut geschlafen?“, spottete er, Sergio musterte ihn nur finster. „Fick dich und lass mich gehen.“ „Als ob.“ Koke lachte laut auf und lehnte sich entspannt an die geschlossene Tür. „Wir warten jetzt erst mal auf Gabi und dann kannst du ihm erklären, warum du dich letzte Nacht in seinen Computer hacken wolltest.“

Sergio stöhnte genervt auf und legte den Kopf in den Nacken – war das sein Ernst? Er musste hier raus und er würde sicher nicht auf die Rojiblancos angewiesen sein. Unauffällig versuchte er, seine Hände etwas zu bewegen, die Handschellen waren mit einem Seil lose an den Stuhl gebunden. Vorsichtig, Koke immer im Blick, bewegte er sich langsam und versuchte, das Seil zu lockern.

„Zählt ja nicht gerade zu euren Glanzleistungen.“ Kokes Grinsen war immer noch da und Sergio hätte es ihm am liebsten aus dem Gesicht geschlagen. „Wenigstens schaffen wir es bis in Gabis Büro – betrunken. Ihr schafft es ja nicht mal nüchtern, mit uns mitzuhalten.“ Er war zu weit gegangen, das war ihm augenblicklich klar, Kokes Gesicht verdunkelte sich und er kam auf ihn zu.

Hijo de puta, pass auf was du sagst!“, fauchte er, bevor er ihm einmal ins Gesicht schlug und Sergio stöhnte leise auf. Vielleicht sollte er wirklich mal drüber nachdenken, bevor er etwas sagte; denn dass Koke die Situation ausnutzen würde war ihm mehr als bewusst.

„Fick dich“, spuckte er aus, bevor er mit einer schnellen Bewegung aufstand und ihm eine Kopfnuss verpasste. Koke taumelte leicht und fluchte, Sergio wich an die Wand zurück. Seine Hände waren immer noch in Handschellen hinter seinem Rücken und jeder seiner Muskeln war angespannt. Seine Gedanken rasten, er hatte so absolut keine Chance gegen ihn, er-

In diesem Moment erklangen laute Rufe vom Gang und Koke warf einen besorgten Blick zur Tür. Was-

„Sergio, Bruder, wir haben dich schon vermisst.“ Ein breit grinsender Jesé stand in der Tür, direkt hinter ihm Isco und Álvaro und Sergio verdrehte die Augen. „Wurde auch Zeit“, brummte er und ignorierte die Erleichterung, die sich in ihm breit machte. Jesés Grinsen wurde, wenn möglich, nur noch breiter und er fuhr sich entspannt mit einer Hand unter der Cap durch die Haare.

„Chill man, wir alle mussten noch unseren Kater ausschlafen.“ Natürlich. Sergio verdrehte nur erneut die Augen, bevor er ihm einen ungeduldigen Blick zuwarf. „Also?“ „Ah ja, richtig.“ Jesé wandte sich mit einem gespielt freundlichen Lächeln an Koke und streckte eine Hand aus.

„Würdest du uns die Schlüssel geben oder sollen wir sie uns selbst nehmen?“, fragte er, Koke schluckte. Hinter den Jungs war der Gang voller bewusstloser Rojiblancos und er holte tief Luft, bevor er einen Schlüssel aus seiner Hosentasche zog. „Cabróns“, murmelte er, dann verschwand er, während Álvaro Sergio befreite.

„Endlich“, murmelte Sergio, dann streckte er sich und rieb sich seine Handgelenke. Sie waren leicht rot und er gähnte. „Shit man, wo wart ihr gestern?“ „Isco und ich sind irgendwie weiter gelaufen.“ Álvaro hatte wenigstens den Anstand, etwas schuldbewusst auszusehen während Jesé grinste. „Und Dani und ich haben es irgendwie verpennt, sorry.“

„Was ist mit Lucas, haben sie ihn auch erwischt?“, fragte Sergio, während sie durch das Gebäude nach draußen gingen, Isco schüttelte den Kopf.

„Hat uns heute Morgen eine verschlafene Sprachnachricht geschickt und gemeint, er hat ein Taxi nach Hause genommen. Und ob wir wissen, was mit dir ist. Du warst nicht in WhatsApp online und Iker wusste auch nicht, wo du warst, also dachten wir uns, sie haben dich wohl erwischt und du brauchst Hilfe.“

Er grinste, Sergio stöhnte leise auf. Großartig, Iker wurde wahrscheinlich gerade wahnsinnig vor Sorge – er wollte gar nicht auf sein Handy schauen. Sie traten nach draußen auf die Straße und er verzog das Gesicht, die Sonne war viel zu hell. Dazu kam, dass ihm immer noch verdammt schlecht war und er unbedingt Wasser brauchte.

„Komm, ich fahr dich nach Hause.“ Jesé legte ihm schmunzelnd einen Arm um die Schulter und führte ihn zu seinem Auto, Sergio ließ sich wortlos auf den Beifahrersitz fallen. „Gracias, hermano.“ „Immer doch.“ Jesé grinste, dann startete er sein Auto.

Eine knappe halbe Stunde später hielt er vor ihrer Wohnung und Sergio stöhnte leise auf. Er war nicht wirklich scharf drauf, Iker zu erklären was letzte Nacht passiert war – vor allem, weil es inzwischen früher Nachmittag war.

„Wird schon.“ Jesé zwinkerte ihm noch einmal zu, dann verschwand er und Sergio machte sich langsam auf den Weg nach oben zu ihrer Wohnung. Alles, was er wollte, war Wasser, eine Schmerztablette und sein Bett – am besten in dieser Reihenfolge. Er schloss die Haustür auf, keine Sekunde später fand er sich in Ikers Armen wieder.

„Sergio!“ Sergio atmete tief Ikers vertrautem Atem ein und versuchte, das Schwindelgefühl zu ignorieren. Madre mía, er brauchte Wasser. „Iker-“, fing er an, sein Freund musterte ihn besorgt. „Wie geht’s dir, wo warst du? Fuck man, Sese! Ich hab ewig versucht, dich zu erreichen, ich hab mir solche Sorgen gemacht!“ Das schlechte Gewissen in ihm wurde nur noch größer und Sergio verzog das Gesicht.

„Sorry, wirklich, ich-“

„Keiner wusste, wo du warst, ich dachte, dir wäre sonst was passiert!“ Iker starrte ihn, jetzt doch leicht angepisst, an und Sergio erstarrte als ihm etwas einfiel. „Warte, hast du Raúl und Guti Bescheid gesagt?“

„Ich-“ Iker runzelte die Stirn, bevor er nickte. „Ja klar, warum? Du warst verschwunden, Sese, wir dachten du wärst entführt worden!“ Sergio stöhnte genervt auf und ließ sich auf die Couch sinken, er war gearscht. Wunderbar, wirklich. „Warum-“

Die Klingel unterbrach Iker und sein Freund warf ihm noch einen verwirrten Blick zu, bevor er aufmachen ging, kurz darauf kam er mit Raúl und Guti ins Wohnzimmer.

„Okay, wir haben Karim mit ein paar Leuten auf die Suche geschickt und- oh.“ Raúl brach ab als er Sergio erblickte und zog seine Augenbrauen nach oben. „Hallo Sergio.“

Shit. Sergio wurde unter seinem Blick immer kleiner und zog sich die Decke über die Knie. Sein Kopf pochte immer noch so unerträglich und Raúl wandte sich an Iker. „Er ist hier.“ „Ich weiß.“ Iker fuhr sich müde mit einer Hand über das Gesicht, bevor er sich mit verschränkten Armen neben Guti an die Wand lehnte. „Und ich hab noch keine Erklärung bekommen.“

„Ich höre?“ Raúl wandte sich mit unbewegtem Gesichtsausdruck wieder Sergio zu, der zögerte. „Eh, also…letzte Nacht war ich mit Jesé, Isco, Álvaro und Lucas bei Dani, was trinken. Und das ist eventuell etwas…ausgeartet.“

Während Raúl nur seine Augenbrauen hob, schien Iker zu ahnen in welche Richtung das zu gehen schien, denn sein Gesichtsausdruck wandelte sich von besorgt zu genervt. Guti schmunzelte nur, schwieg jedoch und Sergio seufzte.

„Wir…kamen auf die Idee wir könnten in Gabis Büro einbrechen und uns in seinen Computer hacken.“ Absolute Stille antwortete ihm und Guti starrte ihn ungläubig an. „Ihr wolltet was?“ „Bitte sag mir, dass ihr das nicht getan habt…“, murmelte Iker, Sergio grinste schief. „Eh…doch. Wir sind zum Hauptquartier der Rojiblancos, Lucas und ich sind rein während die anderen aufgepasst haben.“

Madre mía , Sergio…“ Guti schüttelte fassungslos den Kopf, Raúl musterte ihn immer noch mit einem unbewegten Gesichtsausdruck. „Koke, Torres und Saúl haben uns in seinem Büro erwischt, Lucas konnte fliehen, aber ich hab es nicht so wirklich…gecheckt.“ Sergio grinste schief, Iker schien tatsächlich sprachlos. „Du- was hast du getan?!“

„Sie nach dem Passwort zu Gabis Computer gefragt und ihnen die ganze Zeit erzählt, wie toll du bist und wie sehr ich dich liebe.“ Iker blinzelte verwirrt während Guti in schallendes Gelächter ausbrach. „Und ich hatte Angst, du erzählst ihnen irgendwelche vertraulichen Informationen, aber nein, du redest nur von Iker. Oh, Sergio.“

„Torres hat mich dann bewusstlos geschlagen, sie haben mich in ein altes Lagerhaus gebracht und anscheinend sollten wir dort auf Gabi warten, aber Jesé und die Jungs haben mich davor rausgeholt“, endete Sergio, Raúl hatte immer noch sein Pokerface und so langsam fühlte er sich wirklich unwohl.

„War es Jesés oder deine Idee?“, fragte sein Boss dann plötzlich und Sergio biss sich auf die Unterlippe. „Ehm…von uns beiden…?“ Raúl schüttelte fassungslos den Kopf, bevor er sich müde mit einer Hand durch die schwarzen Haare fuhr. „Irgendwann kommt ihr alle nochmal in richtige Schwierigkeiten wegen sowas…“, murmelte er, Sergio winkte ab. „Nah, was hätten sie tun sollen?“

„Dich krankenhausreif prügeln, so dass du Freitag nicht fahren kannst.“ Raúl warf ihm einen scharfen Blick zu und Sergio schluckte. Ja gut, das war scheiße. Aber er war ja rechtzeitig rausgekommen. So irgendwie. Wenn man mal von der Übelkeit und seinen unglaublichen Kopfschmerzen absah.

„Ja okay, aber jetzt ist ja alles gut und ich kann ins Bett…?“ Sergio warf ihnen einen hoffnungsvollen Blick zu, Guti grinste. „Als ob, ich hab immer noch Fragen.“ Toll. Er ließ sich zurück auf die Couch fallen und starrte die Decke an. „Frag.“ „Wie haben die Jungs dich rausgeholt?“

„Haben sich durchgekämpft.“ Sergio zuckte mit den Schultern und warf Guti einen kurzen Blick zu. „Ich konnte mich von dem Seil, dass die Handschellen an den Stuhl gebunden hat, befreien und hab Koke eine Kopfnuss gegeben – zu meinem Glück kamen dann auch schon Jesé, Isco und Álvi.“

„Ihr seid unglaublich…“ Raúl schüttelte den Kopf und Sergio hatte das Gefühl, dass sein Boss das nicht im positiven meinte. „Du weißt, dass das Konsequenzen haben wird, Sergio?“ Raúl sah ihn eindringlich an, Sergio seufzte. „, aber müssen wir wirklich jetzt darüber-“

„Ja“, unterbrach sein Boss ihn scharf. „Du wirst für die nächsten drei Wochen mein Auto waschen – per Hand.“ Sergio stöhnte genervt auf und verzog das Gesicht. „Raúl, komm schon, es ist doch gut ausgegangen und-“

„Mag sein, aber anscheinend lernt ihr es nicht.“ Raúl warf ihm einen genervten Blick zu und lehnte sich neben Guti an die Wand. „Und du hast Glück, dass ich dich brauche, ansonsten hätte ich auch noch ein paar…unangenehmere Bestrafungen.“ Daran zweifelte Sergio nicht und er senkte seinen Blick. „.“

Vale, wir sehen uns morgen in der Arbeit – ich glaub, ich muss mal ein ernstes Wort mit Jesé reden.“ Raúl schenkte ihnen noch ein grimmiges Lächeln, dann verschwand er und Guti grinste.

„Keine Sorge, der kriegt sich wieder ein. Wir sehen uns, Sergio.“ Er zwinkerte ihm noch einmal zu, dann verschwand er ebenfalls und Sergio warf Iker einen vorsichtigen Blick zu. Sein Freund musterte ihn nachdenklich und er schluckte.

„Ehm…tut mir wirklich leid, cariño. Gehört nicht zu meinen besten Aktionen.“ Sergio sah ihn schuldbewusst an, Iker seufzte. „Ich kenn euch, querido – ich weiß, was für Scheiße ihr immer anstellt. Ich hab mir einfach nur verdammt Sorgen gemacht.“

„Verständlich.“ Sergio lächelte, bevor er Iker neben sich auf die Couch und ihn in einen sanften Kuss zog. „Aber ist ja alles gut ausgegangen. Und wenn ich nicht gerade betrunken bin kann ich gut auf mich selbst aufpassen.“ Iker schmunzelte und küsste ihn, bevor er aufstand. „Ich weiß. Schmerztablette?“ „Gott, ja.“
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