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My Obsession

GeschichteDrama / P16 / Gen
Kiro Romeo Shin Strify Yu
01.10.2019
02.10.2019
11
16.001
 
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01.10.2019 733
 
Der Himmel war bedeckt und es schien, als wolle es jede Sekunde anfangen zu regnen. Aber das tat es nicht. Stattdessen hörte man eine leise tiefe Melodie aus dem langen niedrigen Neubau zwischen den viele hohen Fachwerkhäusern. Das Gebäude viel einem sogleich ins Auge, da es sich so stark von den anderen Häusern abhob. Dazu war es noch sehr bunt bemalt.

Kiro war im Proberaum und spielte Bass. Er war ziemlich laut aufgedreht und die Snaredrum des Schlagzeugs vibrierte mit. Kiro schloss die Augen und ließ sich von seinen Gefühlen leiten. Genau so wurde auch die Melodie: zart, gefühlvoll, ja fast sehnsüchtig. Er war so in seiner Melodie gefangen, dass er nicht merkte wie Strify herein kam. Der Sänger kam wenige Schritte näher und lauschte einfach nur, betrachtete den kleineren Blonden mit einem leichten Lächeln. Kiro war richtig niedlich, wenn er so konzentriert war.

Doch dann merkte er, dass er nicht mehr alleine war, hörte auf zu spielen und öffnete die Augen. Als er Strify erblickte, huschte ein Lächeln über sein Gesicht.

„Hey“, hauchte er leise und ging zu dem Sänger.

„Hi!“, erwiderte dieser freudig, wie er eigentlich immer war, und begrüßte den Kleineren mit einem sanften Kuss, den der andere freudig entgegen nahm. Ein Grinsen strahlte Strify entgegen. Unwillkürlich musste er leise lachen und wuschelte Kiro durch die Haare.

„Heee...“, beschwerte sich der Blonde, lachte aber gleich darauf und knuffte ihn in den Bauch.

„Urgs...“, kam es von dem Größeren und er sah Kiro mit einem leicht spielerisch genervten Blick an. Als Antwort bekam er nur einen niedlichen unschuldigen Blick.

„Ah... gug nicht so!“, seufzte er und tippte Kiro auf seine Stupsnase.

„Ich weiß“, erwiderte dieser und grinste noch zu dem süßen Dackelblick.

Strify musste lächeln. Ihn brachte dieser Blick dich immer wieder fast zum Dahinschmelzen.

„Ach, Kiro“, seufzte er leise und nahm den anderen in den Arm. Der Kleinere kuschelte sich eng an ihn, schloss die Augen und genoss die Nähe des anderen.

„Könntest du das, was du grad gespielt hast noch mal spielen?“, fragte er leise.

„Klar“, antwortete Kiro und grinste Strify an. Gleich fing er wieder an diese sehnsüchtig klingende Melodie zu spielen. Er schloss wieder die Augen. Strify schnappte sich gleich einen Stift und Papier und schrieb seine Gedanken dazu zu einem Songtext nieder. Er stand neben seinem Freund, legte den Kopf auf dessen Schulter ab und schrieb weiter, während er der Melodie lauschte. Kiro lehnte den Kopf an den des Sängers und lächelte zufrieden.

So standen sie eine ganze Weile, bis der Bass verstummte, Kiro etwas verlegen zu Boden blickte und nuschelte: „Tut mir Leid, aber ich weiß grad nix mehr.“ Strify lächelte ihn an.

„Schon okay“, hauchte dieser, strich ihm sachte über den Kopf und erntete ein liebevolles Lächeln, bevor Kiro seinen Bass zur Seite stellte und zum PC ging. Er klickte ein wenig herum, bis aus den Boxen Musik ertönte. Der Größere war von hinten an ihn getreten und blickte ihm über die Schulter.

„Was machst du da?“, fragte er Kiro lieb.

„Musik an“, bekam er als Antwort.

„Das hab ich bemerkt. - Da lies mal!“ Er hielt dem Blonden den neuen Songtext vor die Nase und grinste leicht. Dieser nahm das Blattpapier und studierte den Text mit einem ernsten Ausdruck.

„Wow“, entfuhr es ihm. Dann drehte er sich um und lächelte Strify an. „Gut, wie immer.“

Dann stand er auf, legte dem Größeren die Hände auf die Hüften, reckte sich zu ihm hinauf und küsste ihn innig, während er die Arme nun komplett um seine Hüften schlang. Er sah nicht, wie Strify etwas rot wurde, da er die Augen schloss. Doch er spürte, wie der andere den Kuss nur zögernd erwiderte. Sogleich löste er sich wieder von ihm und sah ihn leicht besorgt an.

„Was ist los?“, fragte er leise.

„Nichts... was soll los sein“, bekam er als Gegenfrage. Strify legte nun die Arme ebenfalls um den anderen und zog ihn somit etwas enger an sich.

„Du bist heute nur so.. zurückhaltend“, hauchte Kiro. Er war sich ziemlich sicher, dass mit dem Sänger etwas nicht ganz stimmte. Doch der versicherte ihm wieder, dass alles okay sei und kuschelte sich an ihn. Der Kleinere seufzte schwer, lehnte sich an Strify und schloss die Augen. Aber nur für einen kurzen Moment. Denn er hörte, wie jemand kam. Sogleich ließ er den Sänger los.

Gerade noch rechtzeitig, denn schon öffnete sich die Tür und Shin trat ein.
 
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