Pah ich habe keine Angst!...oder?

GeschichteFantasy, Horror / P18
Homicidal Liu / Liu Woods Hoodie / Brian Thomas Jason the Toymaker Masky / Tim Wright OC (Own Character)
30.09.2019
02.02.2020
8
7.104
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10.10.2019 951
 
Auf dem Weg zur nächsten Attraktion ruft Jason bei Liu und Masky an, um ihnen zu berichten, was wir gefunden haben und, dass alle vorsichtiger sein sollen. Masky ist davon nur noch mehr genervt, als er es eh schon war. Er weist uns an, uns nicht mehr zu trennen und ab sofort aufeinander achtzugeben. Er will nochmal umkehren und die Sanitasche holen.
Nun kommen wir beim Wasserspielplatz an. Begrüßt werden wir von einem Geruch, der an Meerwasser erinnert, was uns etwas verwirrt. Von einem Wasserspielplatz mitten im Wald sollte so ein Geruch definitiv nicht kommen, aber dafür überdeckt er den Geruch von dem vielen Müll, der hier herumliegt. Vor allem Kondome und Spraydosen sind hier verteilt.
Es ist ein Kampf, überhaupt zu der Attraktion durchzukommen. Doch als wir ankommen, wird deutlich, dass das hier mal ein wunderschöner Ort gewesen sein muss.
Der große Pool wurde von einem Holzbachsystem bewässert. Davon ist aber nur noch die Halterung sichtbar. Schade eigentlich.
Am Pool gibt es eine Holzbrücke, die an einer kleinen Stelle von der einen zur anderen Seite führte, doch die Brücke ist in der Mitte zerbrochen und hängt nun wie eine Leiter in den algenbefallenen Pool und auch die beiden Kinderrutschen liegen halb im Pool. Pflanzen aller Art ranken sich aus dem wenigen Wasser im Pool an den Rutschen hoch - wie ein Meeresmonster, das verzweifelt nach Landbeute sucht.
„Pass auf, dass du dir nicht wehtust. Wer weiß, was hier alles rumliegt und wer das benutzt hatte!“, warnt mich Jason, bevor er stolpert. Ich schnappe mir noch schnell seinen Kragen und verhindere so, dass er in eine Nadel fällt. Langsam und vorsichtig richtet sich Jason auf und murmelt ein Danke vor sich hin.
Kopfschüttelnd und filmend gehe ich weiter zum Pool. Ich filme über den Pool und suche nach einer Stelle, an der wir runter können. Erst jetzt fällt mir auf, dass der Pool auf einer großen Waldlichtung steht und wie groß er eigentlich ist. Er bedeckt fast die Fläche von einem halben Fußballfeld.
Wieder steigt der Geruch von Salzwasser in meine Nase und ich genieße es, denn im Vergleich zu den Gerüchen davor ist er einfach himmlisch.
„Hey, Yi! Komm mal her. Ich hab den Weg runter gefunden.“, ruft Jason vom anderen Ende des Pools. Seufzend gehe ich zu ihm. Wenn Masky das mitbekommt, wird er bestimmt sauer.
Vorsichtig gehe ich zu ihm und sehe zu ihm runter, da er bereits im Pool steht. Vorsichtig hilft er mir runter. Hier ist der Müll eng aneinandergepresst und Algen wuchern dazwischen heraus, so, als würden sie nach Luft schnappen.
Eine Badewanne schmückt das Innere des Pools. Voll mit Wasser und Seeblumen tümmeln sich kleine Larven darin und Libellen sitzen auf dem Rand der Wanne.
Neben der Badewanne sind dort viele Haushaltsgeräte verstreut. Toaster, Computer, Bügeleisen und vieles mehr.
„Bleib dicht bei mir! Hier ist es gefährlicher, als ich dachte!“, sagt Jason und löst mit einer Eisenstange die Bärenfalle aus, die hier liegt. Ich schlucke. Sie war so rostig, dass sie einen noch gefährlicheren Eindruck hitnerlässt, als eine normale.
Wir sehen uns weiter um, doch hier gibt es nichts weiter besonderes. Wir suchen also einen Weg hoch und entschließen uns, an eine der Rutschen hochzuklettern.
Jason geht zuerst und ich warte. Dabei erregt ein kleiner Tunnel in der Wand meine Aufmerksamkeit. Wie war er uns nicht vorher aufgefallen? Ich höre eine leise Windmelodie und gehe auf den Tunnel zu. Die Melodie ist beruhigend, faszinierend und wird lauter, umso näher ich dem Tunnel komme. Tief im Inneren sehe ich ein schwaches Licht und ich will dieses erreichen. Ich weiß nicht warum.
Ich gehe rein, mache das Licht meiner Kamera an und beleuchte die Wände. Die Wand ist geschmückt von seltsamen Zeichnungen von komischen vierbeinigen Tieren mit Vogelköpfen, langen, pechschwarzen Gestalten, Masken oder Gestalten mit Gesichtsbemalung und anderen komischen Wesen. Es ist faszinierend und ich sehe alles genau an. Mit der Zeit sieht es so aus, als würden sich die Zeichnungen bewegen und ein Gefühl von Ruhe und Freude durchströmt mich.
„YI? YI? WO BIST DU? HEY! Komm her, bitte!“, schreit Jason verzweifelt und schreckt mich somit aus den Gedanken. Erst jetzt merke ich, dass die Melodie und der Geruch nach Salzwasser weg sind. Ich stehe unter eine der Brücken und bin vollkommen verwirrt. Ich drehe mich zur Wand, doch dort ist nur ein schwarzes Graffitiloch.
Verwundert gehe ich zu Jason und er hilft mir heraus. Ich packe die Kamera ein und bin mit meinen Gedanken immer noch in dem Tunnel. Wieso bin ich dort?
Jason beobachtet mich dabei genau und mustert mich. Es fühlt sich seltsam an und bereitet mir Gänsehaut… Mal wieder. Aber er sieht besorgter aus, als zuvor.
„Yi, was hast du gemacht? Wo warst du? Wieso bist du verletzt?“, fragt er zitternd und setzt mich auf einen Baumstamm, der am Rand liegt. Ich bin volkommen neben mir und sehe Jason verwirrt an. „Was meinst du? Es ist alles gut.“, murmel ich fast lautlos. Jason hebt mein Shirt ein wenig an und zum Vorschein kommt eine große, klaffende Wunde, die stark blutet. Erst beim Ansehen der Verletzung wird mir der Schmerz bewusst und ich fange an, zu weinen.
Seufzend verarztet mich Jason und fragt mich, wie das passiert ist. Doch ich kann ihm nur schildern, was ich erlebt habe, nachdem ich die „Höhle“ betreten hatte. ,,Wie hast du die Wunde nicht bemerkt?“, fragt er mich am Schluss und ich zucke nur mit den Schultern und wische mir die Tränen weg.
Jason zieht mich wieder auf die Beine und hilft mir beim Gehen, bis ich es wieder alleine hinbekomme. „Sag, wenn du eine Pause brauchst. Jetzt ist es hier noch gefährlicher für dich.“, ermahnt er mich. Ich nicke zustimmend und gemeinsam gehen wir weiter.
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