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Traumreise Licht

von Terazuma
KurzgeschichteAllgemein / P12
28.09.2019
28.09.2019
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Ich bin in einem Wald, spüre Kühle. Es ist ruhig. Neben mir ist Wasser. Ein See. Es plätschert sanft. Leise.

Mein Herz dehnt sich aus. Es ist ruhig, kühl, schattig und ich bin zufrieden. Ausgedehnt.

Leise Tierstimmen höre ich und ich sehe Moos. Mein bloßer Fuß steht auf Moos. Meine beiden bloßen Füße stehen auf grünem, saftigem Moos. Ich sehe sie, denn ich habe mein Kleid angehoben. Sie sind weiß und zart, meine Füße. Und spielerisch bohren sich meine Zehen in das saftige Moos, während ein Käfer daneben vorüber eilt.

Langsam lasse ich mein Kleid los und richte mich auf. Schaue auf den See. Eigentlich ist es ein kleiner Teich. Seerosen wachsen dort und von einem Felsen fließt Wasser in einem kleinen Rinnsal in diesen Teich. Fische sehe ich und Insekten. Und die Vögel höre ich ebenfalls. Doch nur leise im Hintergrund. Im Vordergrund ist die Stille und Ruhe dieses magischen Ortes.

Wenn ich meinen Blick gerade aus wende, dann sehe ich einen kleinen Weg. Gelb, golden, sandig, oder auch steinig. Also, kleine, ganz kleine Steine. So als würden sie weichen, wenn ich meinen Fuß darauf setze und zu Sand werden. Weichen, warmen Sand.

Hinter den Bäumen öffnet sich die Welt, das Licht zu einem Feld, durch das der golden-sandige Weg führt. Doch ich gehe nicht dorthin. Ich verlasse meinen Hort, meinen Wald nicht. Ich trete zurück auf das Moos und schließe meine Augen. Dann breite ich meine Arme aus und folge dem Ruf, den ich schon die ganze Zeit über höre. Den Ruf der Sphären, des Universums.

Ich hebe meinen Kopf, lass ihn in den Nacken fallen und lasse los. Und mein Geist erhebt sich, folgt dem Ruf und dehnt sich aus.

Der wundervolle Planet wird immer kleiner unter mir. Eine wunderschöne grüne Kugel mit weißen Stellen, die sich bewegen. Es gibt Wasser, aber keine übergroßen Meere. Eis gibt es keines.

Doch ich lasse diese Welt unter mir. Bin mir ihrer Schönheit und Sicherheit bewusst. Ich kann loslassen, denn sie trägt mich und ich weiß es.

Mein Geist, mein Sein, hört die Melodie der Sphären nun noch deutlicher. Er dehnt sich noch weiter aus. Nein, mein Herz dehnt sich noch weiter aus! Darin ist alles enthalten. Mein Herz reist weiter. Es sieht Sonnensysteme, Galaxien, schwarze Löcher und es wird noch weiter bei diesem Anblick. Und die Melodien erklingen immer vielschichtiger.

Es ist laut im Universum. Jeder Planet singt auf seiner Bahn. Jedes Sonnensystem, jede Galaxie, jeder Galaxienhaufen. Ich lasse mich treiben. Kann mir alle Planeten ansehen. Mich auf sie sinken lassen. Ein Wüstenplanet ist dabei. Wunderschön in seiner Aura, in seinem Sein, seinem Strahlen.

Und ich spüre bei allem auch wie belebt alles ist. Wie viele Welten, Wesen, Menschen, was auch immer, hier zusammen kommen. Mit der Melodie des Universums, oder auch dagegen. Sich selbst erprobend. Neugierig.

Es sind so viele und es wird mir zu laut. Ich sehne mich nach der Stille meines Sees, meines Waldes. Und kaum, dass mir der Gedanke kommt, bin ich wieder da. Ich öffne die Augen und mein Körper schwingt weiter in der Melodie der Universen, der Sphären, der ganzen, heiligen Schöpfung.

Und ich bin dankbar.

Ich bin beseelt.

Ich bin da.

Und mein Herz singt.

Danke
 
 
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