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Vertrauen

von Snowsong
OneshotLiebesgeschichte / P16 Slash
Enki Gokuu Samon Gokuu
28.09.2019
28.09.2019
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Vor einiger Zeit habe ich diesen Os für eine Freundin geschrieben. Sie hat sich gewünscht, dass es einmal einen Os gibt, in dem Samon dominiert und Enki seine Mauern fallen lässt.
Viel Spaß also mit diesem Os ;)

Eure Snowsong

_________________________________________________________



Vertrauen



Seit Samon sich erinnern konnte, war Enki der Starke. Immer, egal bei was, Enki behielt die Kontrolle und erledigte Aufgaben tadellos.
Der junge Chinese seufzte lautlos während er seinen Kopf auf seine Hand abstützte und dem Dampf zusah, der von dem Reis aufstieg.
Es war ja schön und gut das sein großer Bruder immer alle Aufgaben übernahm und diese auch gewissenhaft erfüllt, aber manchmal wünschte sich Samon, dass sein Bruder sein Leben nicht so der Arbeit widmen würde. Es waren Tage wie diese, die Samon beunruhigten.

Seit etwa einem Halben Jahr arbeitete Samon jetzt schon hier in diesem Gefängnis. Noch war er keine 18 Jahre alt aber Enki hatte alle Beziehungen eingesetzt, um ihn den Eintritt zur Ausbildung zu ermöglichen.
Der ein oder andere nannte ihn gerne „Küken“ und das nur, weil er noch 17 Jahre alt war. Sie hielt sich jedoch alle mit ihren Scherzen und Belästigungen zurück. Enki, als oberster Offizier diese Gebäudeblocks schüchterte die anderen ein.

Das hatte natürlich seine Vorteile. Samon war weder das Ziel von Mobbing, noch von gemeinen Scherzen. Es gab schon einige in seiner Klasse, die die anderen zu unterdrücken versuchte. Samon, als jüngerer Bruder des Obersten Offizier war jedoch ein Tabu. Enki hatte deutlich gemacht, dass er es nicht tolerieren würde, wenn etwas mit Samon passierte.

Aber es hatte auch Nachteile. Viele fühlten sich in Samons Nähe unwohl. Auch wenn er nicht Enki war, schon alleine die Tatsache, dass er sein kleiner Bruder war und ein gutes Verhältnis zu ihm hatte, sorgte dafür, dass seine Kollegen still wurden, wenn sich Samon näherte. Samon könnte ja etwas verraten, was nicht für Enkis Ohren bestimmt war.
Samon orientierte sich aus diesem Grund mehr in Enkis Richtung. Enki bedeutete Schutz und eine Stütze; egal in welchen Situationen.

Samon hatte begonnen, für seinen Bruder Arbeiten zu übernehmen. Es waren kleine Aufgaben im Haushalt wie etwa kochen oder putzen. Jeden Donnerstag hatte Samon einen Freien Abend, den er nutze um für Enki und sich etwas zu kochen. Leider kam Enki seltenst pünktlich aus dem Büro heraus. Und so kam es, dass das Essen kalt sein würde; wie so oft eben.

Doch, manchmal war es wirklich frustrierend das Enki so mit seiner Arbeit verheiratet war. Zumal Samon Enki heute eigentlich um etwas hatte bitten wollen.

Samon lehnte sich in dem viel zu großen Stuhl zurück. Enki war als oberster Offizier diese Gebäudeblocks natürlich privilegiert. Er hatte eine eigene Wohnung. Sie war zwar seiner Körpergröße nicht angemessen; er musste sich immer bücken um durch die Tür zu kommen, aber er hatte seine Ruhe. Es war schön, sich mit Enki zu unterhalten, wenn keine Ohren zuhörten und Enki auf jedes Wort achten musste.
Und außerdem konnten sie hier, wo sie unbeobachtet waren, auch ihre Beziehung leben. Es hörte vielleicht seltsam an, doch Samon und Enki waren mehr als nur Geschwister. Als Samon 15 Jahre alt gewesen war, hatte ihre körperliche Beziehung begonnen. Manchmal fragte sich Samon, ob mit ihm alles in Ordnung war. Wer verliebte sich schon in seinen eigenen Bruder? Aber andererseits, wie konnte sich etwas, dass sie so richtig anfühlte, falsch sein?

Samon seufzte erneut. Er hatte Hunger... aber ohne Enki würde er nicht anfangen. Das gehörte sich nicht. Und so wartete Samon.  

Drei Stunden später hörte er, wie ein Schlüssel ins Schlüsselloch gesteckt und umgedreht wurde. Enki war zurück. Freudig sprang Samon auf und eilte zu seinem großen Bruder. Enki streifte gerade die schwere Uniformjacke ab.

„Guten Abend, Aniki.“
„Hallo Samon. Du bist noch auf?“
„Ja... ich habe gekocht. Ich wärme die Speisen, Aniki.“ Enkis Mundwinkel zuckten. Er lächelte schwach und zog die Mütze aus.
„Mach das mein kleiner Affe. Aber du weißt, dass du  nicht auf mich warten musst. Du hast doch bestimmt Hunger, oder?“ und ob er den hatte. Er hatte den ganzen Tag nichts gegessen; in der Mittagspause hatte es eine Übung gegeben und Samon hatte keine Zeit gefunden, seine Pause nachzuholen.

„Aniki?“ begann Samon zögernd.
„Ja Samon?“
„Du hast gesagt, wir können auch neue Dinge probieren, erinnerst du dich?“ Samon beobachtete Enki genau. Er konnte die Körpersprache seines Bruder besser als jeder andere lesen.
„Ja, ich erinnere mich. Das habe ich zu dir gesagt, warum?“
„Können wir etwas neues ausprobieren?“

Enki und Samon trennte 10 Jahre. Samon war gerade erst dabei, sein Liebesleben zu erforschen. Er war dankbar, das Enki ihn begleitete und sich auf Experimente einließ. In der Regel hatte Enki nichts gegen Samons Wünsche. Aber das hier war... speziell. Enki schien das auch zu merken. Er runzelte die Stirn und wartete.

„Darf ich... ist es für dich in Ordnung, wenn ich einmal Oben liege? Wenn ich dominiere?“ für gewöhnlich nickte Enki und stimmte zu, doch diese mal war er verdächtig lange still. Der Ausdruck auf Enkis Gesicht konnte er nicht deuten.

„Ich möchte mich zuerst säubern. Du kannst das Essen wärmen.“ kam es schließlich von Enki. Ohne noch etwas zu sagen verschwand Enki in seinem Schlafzimmer, um sich frische Kleidung zu hohlen. Samon sah ihm nach.

Hieß das nein?


               *     *     *

Enki floh.

Er würde es nie zugeben, aber er floh. Er floh vor Samon und seiner Bitte. Es kam überraschend. Samon wollte einmal die dominante Rolle einnehmen? War etwas passiert?
Enki streifte seine Kleider ab, während er sich an die vergangenen Wochen erinnerte.
War etwas passiert, dass Samon dazu veranlasst von seinem Muster, von seiner Gewohnheit, abzuweichen?

War Enki vielleicht etwas zu grob gewesen? Oder zu fordernd? Hatte er ihn verletzt?

Samon sprach für gewöhnlich mit ihm. Manchmal allerdings schien der jüngere lieber zu schweigen.
Gedankenverloren seifte er sich die Haut ein. Nein, egal wie oft er die vergangenen Wochen auch reflektierte; ihm kam keine Situation in den Sinn in der Samon irgendwie anders gewesen war.

Es half nichts, er musste mit ihm reden.

Enki hatte eigentlich nicht vor sich von irgendwem dominieren zu lassen. Erinnerungen, Fetzten an seine erste, sexuelle Erfahrung kam aus dem tiefen seines Gedächtnisses hervor.  
Erinnerungen, die er lieber hinter Schloss und Riegel hielt, denn sie waren alles andere als eine angenehme Erfahrung gewesen. Um Samon zu schützen hatte er sich damals im wahrsten Sinne verkauft. Samon wusste von all dem nichts, war der jüngere doch Bewusstlos gewesen.

Enki biss sich auf die Unterlippe. Sollte er sich auf das Wagnis einlassen?

Langsam spülte er die Seife ab und zog sich dann wieder an. Samon hatte die Speisen schon gewärmt und aufgetischt.
Wie jedes mal wenn Samon Enki sah, wedelte der rote Affenschwanz freudig hin und her. Das smaragdgrüne Chi leuchtete auf, wies keine Spuren von einer Veränderung auf.
Enki setzte sich an seinen Platz.

Samon lächelte ihn an. Dann erstarrte der jüngere.
„Aniki, du blutest.“ kurz darauf legte sich eine kleine Hand unter Enkis Kinn. Enki runzelte die Stirn.
„Ich habe mir vorhin auf die Lippen gebissen. Nichts schlimmes mein kleiner Affe.“ antwortete er leise.
Samon sah ihn an.
„Ist alles in Ordnung Aniki? Du bist so... so still.“
„Mhm? Nein, es war nur ein anstrengender Tag.“

Samon glaubte ihm nicht, dass sah er in dessen Augen.

„Aniki, falls es mit meiner Bitte zu tun hat... es ist in Ordnung wenn du nicht möchtest...“ stotterte Samon.
Enki schwieg.
„Wirklich, ich wollte nur...es war nur eine Idee.“

„Hat es einen speziellen Grund warum du dominieren möchtest?“ fragte Enki daraufhin. Samon zuckte mit den Schultern und schöpfte den Reis auf zwei Teller.
„Ich wollte etwas neues ausprobieren. Du bist immerhin mein einziger Partner...“

Enki wiegte den Kopf hin und her. Samon wollte nur experimentieren? Mehr nicht?
„Es liegt nicht daran das ich dich in irgendeiner Form verletzt habe?“ hackte er nach. Samon schüttelte verwundert den Kopf.
„Nein Aniki, wie kommst du denn auf so eine dumme Idee? Ich wollte es nur ausprobieren. Das hat nichts mit dir zu tun.“

Enki wollte Samon sagen, dass er keine angenehmen Erfahrungen gemacht hatte. Das er sich davor fürchtete, die Kontrolle abzugeben.  Aber sein Mund blieb verschlossen.
Sie aßen schweigend. Samon hing seinen Gedanken nach und Enki tat das gleiche.

Nach dem Essen räumte Samon wie immer ab und Enki setzte sich an seinen Schreibtisch um noch ein paar Berichte zu unterschreiben.
So wie jeden Abend.

„Aniki?“ Samon näherte sich ihm.
„Ja, Samon?“
„Ich habe gehört Chang kündigt?“
„Ja, er will heiraten aber die werte Dame lebt leider am anderen Ende von China.“ antwortete Enki geistesabwesend.
„Bekommen wir einen Ersatz?“
„Ja, kommt in einer Woche. Ein Mann namens Inori Hakate oder ähnlich. Er wurde von einem anderen Offizier empfohlen.“
„Verstehe...“

Enki seufzte und legte das Papier aus der Hand. Genug gearbeitet.

„Samon? Lass uns schlafen gehen.“
Das vertraute „Ja Aniki.“ folgte augenblicklich. Gehorsam wie eh und je ließ sich Samon ins Schlafzimmer führen. Samon streckte sich und setzte sich dann wie immer auf das Bett.

Keine Veränderung an dem Muster. Samon hatte die Idee wohl wieder verworfen.
Willig ließ er sich küssen und ausziehen. So wie immer.
Kein Anzeichen von Rebellion oder Gegenwehr. Samon vertraute Enki wie immer.
Es würde also so wie jede Nacht sein doch Samons Bitte wollte ihm nicht aus dem Kopf gehen...

Enki seufzte und löste sich von Samon. Der jüngere sah ihn verwirrt an.
„Aniki?“
„Du wolltest dominieren oder?“ der jüngere runzelte die Stirn.
„Es ist kein Muss, Aniki. Wie schon gesagt, ich wollte es ausprobieren aber nur wenn du es auch möchtest. Du akzeptierst meine Grenzen, ich deine. Und so wie du dich verhältst... ich kann sehen das du nicht möchtest. Das ist in Ordnung.“

War es das?
In Enki stiegen Zweifel auf. War es wirklich in Ordnung? Von allen Menschen auf der Erde vertraute er Samon am meisten. Samon würde ihn nicht verletzten. Samon würde es nicht ausnutzen wenn Enki ihm den Rücken zudrehte.
Wenn es ihm nicht gelang Samon zu vertrauen, wem sollte er dann vertrauen?

„Ich... ich habe einfach nur schlechte Erfahrungen gemacht.“
„Es ist in Ordnung Aniki. Du musst das nicht tun.“ sanft küsste Samon Enki.
„Nein Samon. Es ist für mich in Ordnung. Ich habe dir zugesagt das du experimentieren kannst. Sei einfach nur vorsichtig...“

Samon blinzelte. Enki spürte, wie verunsichert sein jüngerer Bruder war. Verständlich, er würde zum ersten mal dominieren. Und sein Verhalten trug wohl nicht wirklich dazu bei, dass er sich besser fühlte. Enki sah es Samon an.

„Aniki...“
„Ich vertraue dir Samon. So wie ich niemandem sonst vertraue“, zärtlich strich er durch das dünne Haar des jüngeren. „Also hab keine Angst ja?“
Samon legte den Kopf schief. In einem Winkel seines Geistes hoffte Enki, Samon würde einen Rückzieher machen. Aber dann nickte der jüngere.

„Aber du versprichst mir, dass du mir sagt, wenn du dich unwohl fühlst.“ forderte Samon. Enki musste Schmunzeln. Das war eigentlich sein Satz.
„Sicher.“

Es war schon fast süß, wie Samon das Öl auf seinen Fingern verteilte und dabei immer wieder unsicher zu Enki blickte.
Enki verschloss seine Wahren Gedanken hinter einem freundlichen Lächeln. Innerlich aber fühlte er sich alles andere als wohl. Samon kam zu ihm und sah ihn fragend an.
Auffordert nickte Enki.  

Entspann dich!  Ermahnte er sich.

Samon drang mit dem Finger in ihn ein. Enki verspannte sich ohne sein Zutun. Es war ein ihm unbekanntes Gefühl.
„Aniki?“
„Alles gut Samon, mach weiter. Das ist eine natürliche Reaktion meines Körpers.“ log Enki.
„Ich weiß nicht...“
„Samon, glaub mir, das ist etwas was man am Anfang nicht steuern kann.“

Samon glaubte ihm und Enki lehnte sich zurück. Er schloss seine Augen, konzentrierte sich auf Samons Finger, der ihn dehnte.
Es war nicht so schmerzhaft wie er gedacht hatte und nach und nach verschwand auch der unangenehme Druck.
„Aniki?“
„Mach weiter Samon.“

Der zweite Finger.
Vorsichtig, langsam, ja fast zögerlich machte Samon weiter. Er war sanft, aber etwas anderes war von Samon auch nicht zu erwarten gewesen. Enki hätte sich am liebsten selbst geohrfeigt. Sein kleiner Brüder würde ihn nie verletzen.
Nie.

„Weiter Samon. Geh weiter.“
„Schon?“
„Sicher, mein Kleiner Affe.“
„Wenn du das sagt...“, süß, diese Verunsicherung. Samon tat wie gesagt. Ja, doch, es war seltsam, aber nicht ansatzweise so unangenehm, wie es Enki erwartet hatte.
Drei Finger, mehr würde Samon nicht benötigen. Enki hörte nicht einmal in sich hinein. Wolle er das wirklich? Er könnte die Sache jetzt unterbrechen, Samon sagen, dass er sich unwohl fühlte.
Samon würde sich fügen und würde nie wieder diese Bitte an ihn richten.

Aber er schwieg.

Samon bewegte sich hinter ihm, zog seine Finger zurück.
„Aniki?“
„Ja, Samon. Ich bin bereit.“

Samon drang in ihn ein. Enki konzertierte sich sofort auf die Gegenüberliegende Wand.
Es war seltsam.... ein wenig schmerzhaft aber keineswegs unangenehm.
Samon stöhnte auf. Die kleinen Hände suchten Halt, fanden sie an Enkis Hüfte. Seine eigenen Hände krallten sich in die Matratze.

Ein weiterer Stoß, langsam, vorsichtig.
Enki entwich ein Keuchen. Doch, nicht unangenehm. Auf eine verdrehte Art und weiße machte es ihn an.
Noch ein Stoß, Samons Fingernägel, die sich langsam in seine Haut drückten.

Langsam schloss Enki die Augen. Sein Herz schlug schneller.  

Lust... er empfand Lust dabei.

„Samon...“
„J... ja?“ kam es atemlos von dem jüngeren.
„Zieh das Tempo an!“
Von Samon kam ein glucksen als habe er sich beim Lachen verschluckt.
„Gerne Aniki... gerne...“

Samon keuchte, wurde schneller. Und mit dem stetig lauter werden stöhne des jüngeren wuchs auch Enkis Lust, seine  Erregung. Wer hätte gedacht, dass es so schön sein konnte, dominiert zu werden?
Sollte Samon daran gefallen finden, würden sie öfters die Postion wechseln, so viel stand fest.
„Samon...“ es war nur ein Wispern, das seine Lippe verließ. Bei seinen Vorfahren, wie er Samon doch liebte! Nur bei ihm konnte er alle Mauern fallen lassen.

Samon hinter ihm atmete unregelmäßig. Die Stöße wurden gröber; ein Anzeichen, dass sie dem Ende entgegen gingen.
Gut, denn Enki konnte auch nicht länger warten. Dabei rieb sein Glied nur über die raue Oberfläche des Lakens, wurde gar nicht von Samon berührt.
Hinter ihm schrie Samon auf. Zeitgleich gruben sich Samons Fingernägel in seinen Rücken. Mit einem Ruck zog Samon diese über die Haut. Brennende Kratzer blieben zurück und das reichte aus, um auch Enki über die Klippe springen zu lassen.

Kurz darauf war nur noch das Keuchen in dem sonst stillen Raum zu hören. Samon seufzte und löste sich von ihm. Dann stieß Samon ein lautes „Igs“ aus. Ein dumpfer Aufprall folgte.
Enki konnte nicht verhindern, dass er zu lachen begann. Er stemmte sich auf seine Ellenbogen und blickte über den Rand des Bettes. Samon lag auf dem Boden.
Das trübe Licht, welches durch den Halb geschlossenen Rollanden fiel, erhellte den Schweiß auf Samons Haut.

               *          *          *


Samon sah zu Enki auf. Sein Bruder lehnte entspannt auf seinen Ellenbogen und sah auf ihn herab.
„Ist der Boden so bequem oder möchtest du wieder ins Bett zurück?“ da Enki nicht schwieg, sondern ihm eine Frage stellte, war wohl alles gut. Schweigen war immer ein Zeichen, dass Enki seine Gedanken nicht teilen wollte.
Und das war meistens schlecht.

Samon stand auf und streckte sich ausgiebig.

„Ich komme wieder ins Bett, danke der Nachfrage.“ dann wurde sein Gesicht ernst. Enki hob eine Augenbraue.
„Wie geht es dir, Aniki?“

Natürlich hatte er das Zögern seines Bruders bemerkt, das Unwohlsein. So blind wie viele glaubten, war er nicht.
Enki lächelte amüsiert.
„Sehe ich so aus, als ob es mir schlecht ginge?“ fragte er amüsiert.
„Das hat bei dir nicht viel zu sagen, Aniki. Du kannst deine Gefühle gut verstecken. Sogar vor mir.“ Samon setze sich an die Bettkante. Enki schüttelte seinen Kopf.

„Mir geht es gut Samon. Sehr gut sogar. Wenn du auch daran Spaß hattest, können wir das hier gerne wiederholen.“ Samon horchte auf.
Es hatte ihm gefallen? Das freute ihm, nahm ihm den unangenehmen Druck von den Schultern.

„Sicher, Aniki?“
„Sicher.“
Samon konnte ein diabolisches Grinsen nicht verhindern.
„Wir einen Blick in den Spiegel und dann wiederholst du die Worte bitte noch einmal.“ Enki sah ihn verwirrt an, richtete sich aber auf.
Dann begann der ältere zu lachen.

„Nun, das  nenne ich einmal eine Markierung.“ kam es glucksend von Enki. Von etwa die Mitte seines Rückens bis hin zu seinen Pobacken waren 10 tiefe, blutige Kratzer zu sehen. Samon hatte bei seinem Orgasmus vielleicht etwas übertrieben und die Kontrolle verloren.
Noch immer lachend beugte sich Enki zu Samon herunter und küsste ihn sanft.

„Tja mein kleiner Affe, ich gedenke dir das hier mit gleicher Münze heimzuzahlen.“  
„Tu was du nicht lassen kannst, aber nicht so grob ja? Denk daran, ich habe morgen Kampftraining und es kommt nie gut, wenn ich mich nicht richtig bewegen kann.“
„Keine Sorge Samon, dein großer Bruder ist vorsichtig.“

Natürlich war er das. Er war es immer.

Das Vertrauen das sie ineinander hatten, beruhte auf Gegenseitigkeit.
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