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Terra Life

GeschichteFantasy / P12 / Gen
28.09.2019
30.09.2019
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28.09.2019 1.042
 
Hallo zusammen!
Hier wieder ein kleiner Einblick in eine fremde Welt. Im Moment sind diese Arten von Anime und Manga mein Suchtmittel, falls das noch niemanden aufgefallen ist *hust hust*.
Ich wünsche viel Spaß beim lesen,
Lavandin07


Forest of Jura

„Enju.“, ermahnte die ältere Dryade mit sanfter Stimme. Die Gespräche erstarben abrupt im Raum und die verschiedenen Mitglieder der Versammlung starrten verwirrt die Dryade an ihrer Seite an, diese blickte in die Richtung eines fliegenden Keks am Ende des langen Holztisches.
Der Keks hielt in der Bewegung inne und schwebte in der Luft.
Oh Mist, dachte ich ertappt, ich war aufgeflogen.
Der ganze Raum starrte dem schwebenden Keks entgegen, die Hände der Oger wanderten sogar zu ihren Schwertern. Oh nein, ich will nicht aufgespießt werden!
Schnell beendete ich meinen Unsichtbarkeitszauber mit dem Wischen meiner freien Hand und meine grünen Augen trafen die Blicke von unzähligen anderen Wesen. Es fühlte sich an, wie unter einem Mikroskop.
„H-Hallo zusammen.“, grüßte ich die Gruppe mit einem unsicheren Lächeln und einige Schweißperlen liefen mir an den Schläfen herunter. Mit schief gelegtem Kopf sowie einem blumigen Hintergrund sollte ich doch unschuldig und total ungefährlich wirken, oder?
Meine langen, wirklich langen und grünen Haare hatte ich zuvor in einen lockeren Flechtzopf über die rechte Schulter nach vorne geworfen, damit ich mit meiner Haarpracht nicht irgendwo hängen blieb. Das ist leider schon passiert, deswegen Obacht.
Zusammen mit meinem Poncho-artigen Pullover in weiß mit olivgrünen Nähten und weiten Ärmeln zum verstecken, wirkte ich doch wie die Unschuld in Person. Natürlich wie das andere Waldvolk barfuß, aber mit weißen Hosen!
Auf der Unschulds-Skala oder gar meinen Niedlichkeitsfaktor konnte mich nur noch der Schleim in seiner jungen Menschengestalt schlagen, dieser sah mit seinem azurblauen Haaren und den goldenen Augen echt zum knuddeln aus.
„Enju.“, wiederholte sich Treyni ernst und sah mir mit verengten Augen entgegen, „Bist du mir etwa aus dem Wald hierher gefolgt?“. Und hast deine Aufgaben vernachlässigt, hörte ich den unausgesprochenen Schluss.
Oh oh, das hörte sich nicht gut an.
Spontan blinzelte ich in die Richtung eines Fensters, wo ich die Gesichter von jüngeren Kobolden erkennen konnte und versuchte mein Image zu retten.
„Äh, natürlich.“, sprach ich stockend, „Du hättest dich auf dem Weg vielleicht verletzt oder hättest sogar angegriffen werden können. Die Orks sind doch überall.“. Mein Blick irrte durch den ganzen Raum und blieb am Ende an der nicht wirklich überzeugt aussehenden Dryade hängen. Selbst die anderen Anwesenden starrten mich entgeistert an.
Ja, es war nett dich gekannt zu haben mein geliebtes Image.
Gedanklich wischte ich mir ein paar Tränen aus den Augen.
„Deine Sorge ist wirklich reizend, aber bist du nicht in Wirklichkeit wegen dem Essen hergekommen?“, entgegnete die Dryade trocken mit bedeutenden Blick auf den Keks in meiner Hand.
Upps.
„Die Kekse sind nebensächlich gewesen. Versprochen.“, entfuhr es meinem Mund ohne auf mein Hirn zu hören und erntete sogleich weitere dunkle Blicke. Wo ist ein Erdloch, wenn man es braucht? Bitte, ich bräuchte dringend eins!
„Lady Treyni, darf ich fragen wer das ist?“, fragte der blauhaarige Schleim mit einer sinkenden Schweißperle an der Schläfe.
„Das ist eine junge Cousine meinerseits, die Tochter einer Dryade und eines großen Erdgeistes.“, erklärte Treyni unsere Unterschiede in Aussehen und Aura in einem Satz.
Respekt, sie hatte es geschafft mich wie ein Kind mit viel zu viel Macht darzustellen in einer höflichen Erklärung. Das schaffte nicht jeder, bemerkte ich amüsiert.
„Ich heiße Enju Forest.“, vollendete ich meine Vorstellung mit einem respektvollen Neigen meines Kopfes. Schließlich hatte ich meine Manieren nicht mit meinem Tod verloren.
Manchmal verlege ich sie nur für kurze Momente und dann passieren kleine ungewollte Ausrutscher.
„Enju Forest?“, wiederholte der Schleim nachdenklich.
Es war selten bis sehr ungewöhnlich das ein Monster zwei Namen bekam, sodass er positiv überrascht schien.
„Jawohl.“, bestätigte ich mit einem nostalgischen Lächeln. Beide Namen hatte ich von meinen Eltern in dieser Welt bekommen, trotzdem mein Vater uns verlassen musste, besaß ich einige wunderbare Erinnerungen von meiner Kindheit.
„Enju bedeutend für Garten und ein langes Leben, diesen Namen gab mir meine Mutter. Dafür benannte mein Vater mich mit dem Familiennamen Forest für den Wald, indem wir leben und bewachen.“, erklärte ich strahlend und klatschte erfreut in die Hände.
Den Keks hatte ich vorher natürlich in meinem Ärmel verschwinden lassen, als kleinen Snack nachher.
„Lord Rimuru Tempest, vielleicht könntet ihr Enju im Kampf gegen die Orks mitnehmen? Sie kennt den Wald wie kein anderer und besitzt umfangreiches Wissen über die Pflanzen.“, meinte Treyni friedlich lächelnd aber in ihren blauen Augen funkelnden die Hintergedanken.
Aha!
Sie wollte mich unbedingt los werden, das war ihr großer Plan.
Die Dryade bot mich diesem Dorf an, wie ein altes Hemd auf dem Flohmarkt. Und all das mit einem Lächeln!
Wie unheimlich.
Aber es war auch sehr verlockend, nämlich für meine Wenigkeit. In meinem bisherigen Leben hier hatte ich nicht viel von der Welt gesehen und zack - auf einmal ein wachsendes Dorf mit verschiedenen Monstern. Interessiert blickte ich durch die Reihen von Goblins, Ogern und Zwergen. Und zu guter Letzt – Rimuru Tempest.
Das neue Oberhaupt der Monster in diesem Teil des Waldes, sowie ein einfacher Schleim unter dem Schutz von Veldora dem Sturmdrachen. Ein neuer, geheimnisvoller Spieler in dieser Welt.
Außerdem verteilt er Namen wie andere Süßigkeiten.
Er sammelte jetzt schon Zielscheiben auf seinem Rücken, stellte ich grimmig fest und seine Leute werden es ausbaden müssen. An seiner Seite würde es mir nicht an Abenteuer fehlen. Selbst meine Langweile würde die Füße in die Hand nehmen.
„Lord Rimuru, ich hätte nur eine Bedingung falls ihr meine Dienste in Anspruch nehmt.“, wandte ich meine unheimlich glitzernden Augen in die Richtung des goldenen Augenpaares.
Die Oger um den Tisch herum spannten sich kampfbereit an.
„Was wäre deine Bedingung?“, hakte der menschliche Schleim mit gehobener Braue vorsichtig nach. Ein breites Grinsen überzog meine Lippen.
„Ich will mich in dieser Welt auf gar keinen Fall langweilen. Ich möchte jede Ecke und jedes Fleckchen Erde hier kennenlernen!“, rief ich freudestrahlend in den Raum und streckte beide Arme weit in die Luft, sodass ich auf meinen Zehenspitzen stand.
Meine Augen müssten eigentlich zu goldenen Sternen geworden sein, so wie ich im Moment strahlte, wie eine kleine Miniatursonne.
Die Leute brauchten Sonnenbrillen!
„Dann ist alles klar.“, grinste Rimuru Tempest, „Wir sind im Geschäft, Enju Forest.“.
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