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Alexis und Peter

GeschichteLiebesgeschichte / P18 Slash
27.09.2019
29.11.2020
34
183.527
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21.11.2020 6.019
 
Alexis

Das Streicheln von Peters Daumen soll mich beruhigen, doch im ersten Moment macht es mich nur wütender. Was soll mir das denn jetzt bringen??? Macht es mein Hemd wieder trocken?
Oder meine Enttäuschung kleiner? Nein ...
„Steh wieder auf, komm“, zieht der Grund meiner inneren Aufruhr mich wieder in eine stehende Portion. Verdammt mein Rücken tut weh ...
Peter wischt zu seinem Glück den Rest von der Plörre selber weg und lässt mich das nicht auch noch machen. Dann wendet er sich wieder am den Typen, eine Hand dabei in meinem Nacken.
Am liebsten will ich sie abgeschütteln ...
„Ich denke es ist von allen Seiten aus geklärt“, oh ja das hoffe ich, wobei von allen Seiten vielleicht nicht stimmt, mit Peter habe ich noch ein Hühnchen zu rupfen ...
„…auch, dass sich niemand einfach so an meinen Eigentum vergreift, sollte klar sein. Du wirst ihn nicht nochmal zu nahe kommen, verstanden?“, setzt mein Dom hinterher und das finde ich schon fast wieder süß, wie er jetzt den Beschützer raushängen lässt. Fast, wenn er nicht kurz zuvor genau diese Rolle nicht hatte einnehmen wollen. Der bullige Kerl zieht knurrend von dannen und ich atme erleichtert ein wenig auf.
„Setzt dich bitte, Alexis. Ich möchte, dass du neben mir Platz nimmst und dich entspannst. Einen Kirschsaft bitte.“
Ah da hatte also jemand gemerkt das er Mist gebaut hat…! Na immerhin ein Anfang, aber so leicht kommt er mir nicht davon.
„Geht es dir gut? Was für ein Arschloch, ich dachte teilweise echt er fängt gleich eine Schlägerei mit mir an. Ich hab gemerkt, dass du nicht zufrieden mit mir warst und das tut natürlich weh.“
Ein 'es tut mir leid' würde mir besser gefallen aber ich nicke ihm dennoch kurz stumm zu.
Auch das sanfte Streicheln über meinen Rücken lasse ich zu. Doch als Tim nun genau das ausspricht, was ich denke, sehe ich ihn sehr dankbar an.
„Was für ein Idiot, du hättest ihm echt mehr die Meinung geigen sollen, Peter. Sowas gehört des Clubs verwiesen!“
„Ich wollte keine unnötige Aufmerksamkeit erzeugen oder eine Schlägerei anzetteln, sorry, dass mir mein Ruf hier nicht egal ist Tim. Die anderen haben uns alle angestarrt, ich musste irgendwie handeln, das wäre sonst für uns alle unangenehm geworden.“ Na so ganz stimmt das aber nicht, viele haben gesehen was passiert ist und das der Typ völlig ungerechtfertigt handelt.
Es hätte meiner Meinung nach sogar mehr Eindruck gemacht, wenn Peter ihn zurecht gewiesen hätte. Aber ich sage nichts. Wenn ihm sein Ansehen hier so wichtig ist, werde ich es nicht zerstören, zumal ich ja auch nur deshalb bei dieser Farce mitgemacht habe.
„Aber du hast recht, es ist ein Idiot, den ich hoffentlich nicht so schnell wieder zu Gesicht bekomme“, setzt mein Dom hinterher und ich sehe zu ihm auf, lehne das Shirt ab, was er mir anbietet.
"Lass, zieh das wieder an", sage ich leise und beuge mich etwas zu ihm, damit uns niemand belauschen kann, denn mir fällt gerade etwas weiter hinten im Club auf.
"Du hast recht mit dem was du sagst, der Typ ist ein Idiot, du übrigens auch Peter, aber du hast eine Chance es wieder gut zu machen."
Ich lasse meine Worte kurz wirken und nicke dann in Richtung der hinteren Ecke des Clubs, schräg hinter der Bühne, wo unser Rumpelstilzchen von eben gerade sehr grob mit einem kleinen Jungen umgeht. Ich meine wirklich klein, sowohl körperlich als auch vom Alter, der Blonde war sicher gerade erst 18 wenn überhaupt.
"Er ist wie Enis, wenn nicht sogar schlimmer und ich werde nicht zulassen, dass er seinen Frust jetzt an dem Jungen da auslebt! Ich werde das generell nicht mehr zulassen. Du wirst jetzt dein Hemd zuknöpfen und deinen Arsch hoch zu Niklas schwingen. Ich will, dass der Kerl rausfliegt und durchleuchtet wird. Der Junge hat Angst!" Meine Stimme klingt hart und unerbittlich. „..genau wie ich übrigens vorhin und du hast nicht wirklich dazu beigetragen das es besser wurde…", setze ich am Ende hinten dran und nun ist für ihn auch deutlich zu sehen das ich verletzt bin.
Dann trinke ich das Glas Saft aus, um den widerlichen Alkoholgeschmack los zu werden und stehe auf.
"Ich warte draußen am Wagen", erkläre ich kühl aber mit brav gesenktem Blick damit die anderen weiterhin nichts mitbekommen. Dann verlasse ich auf dem schnellsten Weg den Club, nachdem ich den Schlüssel zum Auto bekommen habe. Ich weiß zum Glück, dass dort noch meine Jacke auf der Rückbank liegt und ziehe mir im Wagen schnell das klebrige stinkende Shirt aus, werfe dieses achtlos in den Kofferraum und kuschele mich in meine Jacke. Vom Fahrersitz abgewandt lege ich den Kopf an die Scheibe und schließe die Augen, um ein wenig runter zu fahren und warte auf Peter.

Peter

"Lass, zieh das wieder an", sagt mein Sub abweisend und verletzt mich damit schon sehr.
Er wirkt auch so kühl und ablehnend, wie noch nie mir gegenüber.
Alexis beugt sich aber doch gleich nach diesen Worten zu mir hinüber, was mich etwas hoffnungsvoller stimmt, seine nächsten Worte zerstören diese aber auch schnell wieder und ich werde nur unendlich traurig und bin enttäuscht von mir, wittere aber ein kleine Chance zum Schluss.
"Du hast recht mit dem, was du sagst, der Typ ist ein Idiot, du übrigens auch Peter, aber du hast eine Chance es wieder gut zu machen."
Meinem bekümmert verzogenen Gesicht sieht man das alles auch sicher an.
„Ich weiß, du hast Recht. Ich hätte mehr deine Zeichen lesen und für dich einstehen sollen. Hoffe du hast keine zu starken Rückenschmerzen davon…“, murmle ich betrübt aus.
„Was kann ich, denn für dich tun?“, füge ich aufmerksam in sein Gesicht blickend hinzu, sehe aber gleich auf sein Nicken was er meint und meine Enttäuschung schlägt gleich drauf in Wut auf diesen Vollgaser um. Was ist das für ein durchgeknallter Kerl?
"Er ist wie Enis, wenn nicht sogar schlimmer und ich werde nicht zulassen, dass er seinen Frust jetzt an dem Jungen da auslebt! Ich werde das generell nicht mehr zu lassen. Du wirst jetzt dein Hemd zuknöpfen und deinen Arsch hoch zu Niklas schwingen. Ich will, dass der Kerl rausfliegt und durchleuchtet wird. Der Junge hat Angst!", erklärt er mir den eindeutigen Sachverhalt, den er eigentlich gar nicht mehr aussprechen muss.
Es schmerzt und kränkt natürlich, wenn Alexis so abfällig mit mir spricht, mir sogar Anweisungen erteilt aber ich sehe ein, dass er recht hat!
,"...genau wie ich übrigens vorhin und du hast nicht wirklich dazu beigetragen das es besser wurde…", versetzt mein Sub mir einen weiteren, verbalen Tiefschlag in den Magen, da es das Schlimmste für mich als Dom ist, ihn falsch interpretiert und verängstigt zu haben.
Ich lasse die Schultern kraftlos herab sacken und sinke auch so bekümmert in mich zusammen.
TIEFSCHLAG, GAME OVER!
Alexis Kälte setzt mir unglaublich zu, noch dazu da er diese emotionale Distanz zu mir aufgebaut hat, er mich gar nicht mehr richtig anschauen kann so wie es aussieht.
Distanziert trinkt er seinen Saft zügig aus, erhebt sich und geht zügig mit dem kühlen aber scheinbar nach außen devoten Blick nach unten hinaus, nachdem er die Schlüssel genommen hat.
"Ich warte draußen am Wagen", murmelt er mir leise und reserviert zu.
„Du hast es ziemlich verkackt, Alter“, stellt Tim unnötigerweise noch besserwisserisch fest, worauf ich ihm nur ein gereiztes Schnauben mit einem eindeutigen Blick schenke.
„Aber er hat recht, das war ziemlich rückgradlos. Ich muss etwas unternehmen. Könnt ihr den Jungen da wegholen solange ich im Büro bin?“, bitte ich nun an sie beide gewandt, worauf Moritz mir kurz zunickt und Tim ihn aus der Position entlässt.
„Mach aber schnell, ich hab keine Lust doch noch ein Veilchen zu kassieren“, wirft er streng ein und ich erhebe mich entschlossen, da so ein Verhalten, wie das von dem Typen nicht gerechtfertigt ist.
Drückt er den Sub ernsthaft so verängstigt wie er ist, gegen die Wand und fährt ihn wütend an??
„Danke“, murmle ich nur und bin dann schon auf den Weg zum Büro, wovor ich auch schon einige Securitys sehe, die ich auf das Geschehen aufmerksam mache.
Nach kurzer Erklärung durch die Sprechanlage kommt Nik auch schon und folgt mir eilig, um sich die Sache genau anzusehen, während ich alles haarklein schildere.
Ich sehe gerade noch wie zwei bullige Securityleute den Typen zu bändigen versuchen und er sich gegen ihre geübten Griffe wehrt, doch auf Niks Eintreffen legt sich eine gewisse Starre über die Situation.
Moritz kümmert sich um den blonden Jungen, der ziemlich verweint und zerrupft aussieht, so als habe man ihm einige Büschel Haare ausgerissen, durch sein dünnes Shirt erahnt man auch einige Blutergüsse. Der Clubbesitzer baut sich vor dem Arschloch-Dom auf und fixiert ihn vernichtend.
„Was ist passiert?“, erkundigt er sich bei seinem Sicherheitspersonal und erhält eine detaillierte Erklärung, die von Tim, einigen anderen Doms und mir ergänzt wird. Es gab anscheinend schon öfter Probleme mit dem Kerl, so wie sie von ihm sprechen und auch der Security ist er nicht unbekannt!
„So etwas dulde ich in meinem Club nicht, keine ungewünschte körperliche Gewalt oder Randale! Du hast dreimal gegen die Hausregeln verstoßen und deinen Sub dabei auch noch gequält. Du erhältst lebenslang Hausverbot, deine Clubkarte wird für ungültig erklärt.“, donnert der ältere Dom erbost und eindrucksvoll sich aufplusternd, sodass sich niemand zu widersetzten wagt bis auf dem Typen, der ihm abfällig vor die Füße spuckt.
„Als ob ich in eurem Luschenverein noch Mitglied sein wollte! Nils wir verschwinden, komm!“, bellt er seinen Sub erbost und abfällig für uns alle klingend an, worauf der erschrocken zusammenzuckt, ich stelle mich schnell dazwischen schüttle den Kopf.
„Er bleibt hier, du bist kein guter Dom für ihn. Lern erst mal die Regeln, bevor du dich wie ein Trampel verhältst“, werfe ich ihm an den Kopf, bevor ich dem Sub einen mahnenden Blick schenke, der ihn aus seiner Habachtstellung zurücksinken lässt.
„Dann wäre ja alles geklärt, meine Security wird dich nun nach draußen begleiten. Möchtest du einen Tee?“, wendet Niklas sich nun an den verstörten Sub, der nach kurzem Zögern nickt und mit verschwommenen Augen dem Trupp mitsamt seinen sich sträubenden, fluchenden Dom folgt.
„Ich kümmere mich um ihn, keine Sorge. Komm erst mal mit, dann kannst mir oder auch meinem Sub alles erzählen, wenn du möchtest. Hast du eine eigene Wohnung, zu der er keinen Zutritt hat?“, erkundigt sich der Clubbetreiber noch beruhigend bei den Sub, nachdem er uns aus der Verantwortung genommen hat.
„Danke,“, murmle ich noch kurzangebunden, atme brunnentief vor Erleichterung aus und helfe Moritz aus der Hocke auf, klopfe ihm genauso wie Tim bei einer kurzen Umarmung die Rücken.
„Danke dass ihr geholfen habt, das war echt groß von euch“, seufze ich aus, was Tim lässig wegwischt.
„Wir haben doch kaum was gemacht, die Security hat alles erledigt. Schau lieber nach Alexis und krieg das wieder hin“, empfiehlt er mir lehrmeisterlich ermahnend, was mich lächeln lässt.

Alexis

Ich schaffe es mich in der Zeit im Auto etwas zu beruhigen. Mir ist klar, dass Peter mir nichts Böses wollte im Club, er stand auch unter Druck durch diesen Kerl und musste schnell handeln.
Das ändert nichts an der Tatsache, dass er mir, meiner Meinung nach, mit seiner 'Strafe' vor allen völlig in den Rücken gefallen ist ... oder eher getreten, denn ich spüre den Schuhabdruck noch jetzt pochen. Aber ich werde mit ihm sprechen und dann ist hoffentlich bald alles wieder gut.
Ich bin einfach zu harmoniebedürftig!
Eigentlich muss ich ihn eine Weile schmoren lassen, aber das kann ich nicht...
Ich sehe im Rückspiegel wie die Security den Typen, der an allem Schuld ist, raus wirft und stelle erleichtert fest, dass der kleine Blonde nicht bei ihm ist.
Gut so, Peter hat also getan was ich wollte. Nun ich habe auch nicht einen Moment daran gezweifelt, dass er es tun wird, er hat gesehen was der Kerl mit dem Kleinen macht und ich habe gesehen wie sauer Peter war. Er hat das nicht weiter zugelassen. Ich lächele erleichtert und will gerade etwas tiefer in den Sitz sinken, als es am Fenster knallt. Dieser Möchtegern-Dom ist wohl auf dem Heimweg an Peters Auto vorbei gekommen und hat mich entdeckt.
Schneller als ich gucken kann, hat er die Tür aufgerissen und zieht mich grob heraus, drückt mich mit dem Bauch gegen das Auto und dreht meinen Arm auf dem Rücken.
"Das ist alles deine Schuld, du Wurm!!", knurrt er mir dunkel ins Ohr und dreht meinen Arm noch etwas weiter herum, was mich schmerzvoll aufstöhnen lässt.
"Die haben mich raus geworfen wegen einem kleinen dreckigen Sub wie dir, kannst du dir das vorstellen?!! MICH! Einen DOM!"
Ich hätte meine Klappe halten sollen, aber das habe ich viel zu lange getan und ich will nicht mehr so leben!
"Du bist kein Dom! Und du wirst auch niemals verstehen was es heißt einer zu sein. Du bist nur ein jämmerlicher Sadist, der sich selbst nicht leiden kann und das an anderen auslässt!", fauche ich ihm entgegen und kassiere direkt einen Schlag in die Seite.
"Du wertloser-....hey ich kenn dich doch! Du bist doch der Kleine von Enis !! Da sieht man ja was aus solchen Kriechern wie dir wird, wenn sie nur wenige Wochen keine feste Hand haben die Sie führt. Ich werde deinen Master berichten was du hier für Scheiße abziehst, und auch das du ihn betrügst! Warte nur ab, du bekommst schon noch dein Fett weg du Missgeburt."
Mir läuft es eiskalt den Rücken runter bei seinen Worten und nun bekomme ich richtig Angst.
Ich zittere und bete innerlich zu allen Göttern, dass Peter doch bitte endlich auftauchen soll.
Schon witzig, vor nicht mal einer halben Stunde habe ich ihn mir noch dahin gewünscht wo der Pfeffer wächst, doch jetzt wünschte ich mir nichts mehr, als der er hier bei mir ist.
Der Typ hinter mir lacht dreckig und dreht grob meinen Kopf, spuckt mir ins Gesicht und drückt sich dann von mir ab um mich los zu lassen, dabei knallt mein Kopf durch die Wucht noch einmal volle Kanne gegens Auto und um mich dreht sich kurz alles..
"Genieß die kurze Zeit die du noch hast...Alexis~"


Peter

Ich bin etwas irritiert, als ich Alexis neben meinen Wagen sitzen sehe, wie er sich den Kopf hält.
Was ist da nur passiert, ich habe ihm doch den Schlüssel übergeben?
Als ich näher komme bemerke ich eine weitere Sache, seine Stirn sieht aufgeschürft aus und er blutet leicht an der Lippe, während er seinen wohl dröhnenden Kopf hält.
„Was ist passiert, Alexis? Woher hast du diese Verletzungen?“, frage ich aufgeschreckt und gehe vor ihm in die Hocke, lege meine Hände sanft auf seine Knie.
Mein Sub blickt mich stur nicht an, mauert total, was mich schwer seufzen und sein Kinn mit meiner Hand anheben lässt.
„Du musst mir sagen was passiert ist, sonst kann ich dir nicht helfen, Alexis! Es tut mir alles so leid, was heute schief gelaufen ist. Bitte sprich mit mir!“, bitte ich ihn aufgewühlt und verzweifelt, lasse ihn dann auch wieder los, als er zu sprechen anfängt, tupfe ihm das Blut mit einem Papiertaschentuch sanft ab.
„Du brauchst keine Angst zu haben, der Kerl wird dich nicht in die Finger bekommen. In meine Wohnung kommt er nicht, da alles durch Kameras und Sicherheitscodes gesichert ist. Wir sollten Anzeige erstatten und gleich zum Arzt damit er deine Verletzungen dokumentieren kann“, fordere ich ihn auf und blicke zurück zum Club, da ich darüber nachdenke den kleinen Sub auch gleich mitzunehmen. Erst mal rufe ich aber in der Zentrale an und erkundige mich, ob sie mich mit Niklas verbinden können. Ich schildere ihm kurz den Sachverhalt und bitte ihn auf den Jungen einzuwirken, dass er eine Anzeige macht, ebenso seine Telefonnummer hinterlässt.
„Bitte gib ihm doch meine Handynummer, er kann mich jeder Zeit anrufen, wenn er wieder Stress mit dem Typen hat“, sage ich und nenne sie ihm, während ich Alexis beruhigend über dem Rücken kreise. Mit einem Dank verabschiede ich mich und hoffe der Kleine entscheidet sich richtig.
„Na komm, wir fahren ins Krankenhaus und dort lässt du dir die Wunde an der Stirn, sowie an der Lippe versorgen. Es wird sicher ganz schnell gehen, danach fahren wir nachhause und du bekommst eine heiße Schokolade und Kekse. Hast du deine Gesundheitskarte dabei?“, rede ruhig auf ihn ein und sehe sein knappes Nicken, bei dem er sehr abwesend wirkt.
„Was ist das nicht für Arsch, sich einfach an dir zu vergreifen, wenn ich den in die Finger bekomme…“, knurre ich verärgert aus und umschließe das Lenkrad schmerzhaft fest.
„Mach dir keine Sorgen, ich kümmere mich darum und dir geht es bald wieder besser“, versichere ich ihm noch, während wir auf den Krankenhausparkplatz auffahren.
Ich erledige den ganzen Bürokratiekram, setzte mich mit Alexis ins Wartezimmer und halte die ganze Zeit seine Hand bis wir dran sind.
Bei der Untersuchung rücke ich nur minimal von ihm ab, nehme seine Klamotten entgegen als er seinen Oberkörper frei machen muss aber man sieht nur leichte Blutergüsse am Bauch und Schultern.
Alexis bekommt Pflaster an Stirn und ganz schmale Streifenpflaster an die Lippe, ihm wird eine ganz leichte Gehirnerschütterung diagnostiziert, sowie Ruhe verordnet. Ansonsten fehlt ihm nichts, außer den Schock vielleicht.
Die Heimfahrt verläuft ebenso schweigend und ich weiß nicht, wie ich das finden soll.
„Leg dich doch schon mal auf die Couch, ich komme gleich nach und bring dir deine Heiße Schokolade mit.“, bitte ich ihn aufmunternd lächelnd, doch es verrutscht ein kleines bisschen, da ich auch verunsichert von seinem Verhalten bin.
Beladen mit heißem Pfefferminztee für mich und heißer Schokolade für Alexis, sowie einem Teller Schokoladenkekse setzte ich mich langsam neben meinen Sub, der sich sofort an meine Schulter fallen lässt, er ist ganz dick eingemummelt in meine flauschige, blau-weiße Eisbärcouchdecke.
Ich schlinge einen Arm haltgebend um seine Schultern, ziehe ihn ganz dicht neben mich.
„Sprich mit mir, wovor hast du solche Angst, Alexis? Er wird dir nichts tun! Dein Ex kann dich hier auch nicht erreichen!“, versuche ich ihm aufgewühlt zu verdeutlichen und sehe ihn entschlossen an, meine Kopf sackt kraftlos zu ihm hinüber, um sich seitlich an seinem Haarschopf abzulegen.
„Ist er wirklich so ein Spinner, vor dem man Angst haben muss? Ich meine du hast ihn doch mal geliebt und er dich sicher auch, da bringt man doch nicht seinen ehemaligen Lebensgefährten in Gefahr oder?“, murmele ich durcheinander aus.


Alexis


„Was ist passiert, Alexis? Woher hast du diese Verletzungen?“
Als ich Peters Stimme höre und hochschrecke, hätte ich nicht sagen können, ob ich Stunden oder nur Minuten dort am Auto gesessen habe. Jetzt braucht er auch nicht mehr kommen!
Ich will Ihn nicht ansehen, aber die sanfte Berührung am Kinn und der besorgte Blick in seinen Augen, als ich doch aufsehe, machen mir wieder klar, dass er mir nie wehtun wird.
Das ist alles nicht seine Absicht bzw. kann er ja gar nichts dafür, dass der Typ so ein Idiot ist.
„Du musst mir sagen was passiert ist, sonst kann ich dir nicht helfen, Alexis! Es tut mir alles so leid, was heute schief gelaufen ist. Bitte sprich mit mir!“, fleht mein Dom gerade zu und ich beginne leise zu erzählen, den Blick gesenkt, da ich ihm dabei nicht in die Augen sehen kann.
"D-der Kerl von vorhin hat mich … nach seinem Rauswurf im … Auto gesehen und … es ging so schnell Peter! Er war sauer und … er hat mich erkannt, er kennt wohl Enis, von wo weiß ich nicht, aber er will ihm von uns erzählen und ...", ich schluchze trocken und kralle eine Hand im Peters Shirt.
"Ich hab Angst Peter!", erkläre ich leise und es stimmt, ich will nicht wieder zu Enis, ich will ihn nie wieder sehen und ich will auch nicht von Peter weg!
„Du brauchst keine Angst zu haben, der Kerl wird dich nicht in die Finger bekommen. In meine Wohnung kommt er nicht, da alles durch Kameras und Sicherheitscodes gesichert ist. Wir sollten Anzeige erstatten und gleich zum Arzt damit er deine Verletzungen dokumentieren kann,“ übernimmt Peter die Führung und ich bin ihm sehr dankbar dafür. Ich hätte sonst nicht gewusst, was ich nun machen soll. Peter ruft noch im Club an und ich bin froh, dass er über Niklas dem kleinen Blonden Hilfe anbietet. Die wird er sicher benötigen, so wie auch ich sie gebraucht habe und noch immer dankbar annehme. Dann fährt Peter mich tatsächlich ins Krankenhaus, obwohl ihm mehrfach sage, dass es nicht nötig ist. Er muss dort wohl auch jemanden kennen, denn wir kommen sehr schnell dran und meine Wunden werden versorgt. Es ist nicht angenehm, aber Peter bleibt dicht bei mir was es besser macht. Dankbar lächele ich ihn kurz an. Ich spüre, dass er wahnsinnig angespannt ist und sich Vorwürfe macht, und vor diesem Zwischenfall habe ich sicher gedacht, er hätte das verdient. Aber dieser Möchtegerndom hat mir deutlich bewusst gemacht, was für ein Glück ich mit Peter habe und ich kann ihm gar nicht mehr böse sein für diese Dinge die nun so unwichtig wirken. Ich bin erleichtert, als wir endlich zu Hause sind und seufze leise. Es fühlt sich an, als wäre ein tonnenschweres Gewicht von meinen Schultern benommen worden.
Hier kann ich entspannen und mich sicher fühlen.
„Leg dich doch schon mal auf die Couch, ich komme gleich nach und bring dir deine Heiße Schokolade mit“, erklärt mein Dom fürsorglich und ich kuschele mich in die dicke Decke ein, die auf der Couch liegt. Jetzt wo das Adrenalin nachlässt und mir die ganze Situation bewusst wird, ist mir furchtbar kalt und ich zittere wieder etwas. Als Peter zu mir kommt, kann ich noch etwas mehr entspannen und kralle mich an ihn, als er mich fest in seine Arme nimmt. Ich bin dankbar für den Halt und schmiege mich an ihn. Auch um zu signalisieren das zwischen uns alles okay ist.
„Sprich mit mir, wovor hast du solche Angst, Alexis? Er wird dir nichts tun! Dein Ex kann dich hier auch nicht erreichen!“, versichert mir Peter nochmal, auch wenn ich da nicht so sicher bin ...
„Ist er wirklich so ein Spinner, vor dem man Angst haben muss? Ich meine du hast ihn doch mal geliebt und er dich sicher auch, da bringt man doch nicht seinen ehemaligen Lebensgefährten in Gefahr oder?“
Ich möchte meinem Dom gern glauben, aber da ist diese Unsicherheit in mir.
"Ich weiß es nicht Peter … Enis war immer schnell eifersüchtig, und konnte dann sehr grausam sein … Ich weiß nicht wie er reagieren wird, wenn er von uns erfährt! Es wäre mir ja egal was er mit mir macht, aber DU wirst auf seiner Abschussliste stehen. Und Enis hat Kontakte in der Stadt. Durch seinen Vater und die Firma kann er fast alles bekommen was er will … und auch mit vielen durchkommen. Ich hab ihn mal geliebt, da hast du recht, aber er hat sich so sehr verändert. Das was er jetzt ist, ist nicht der Enis den ich kannte. Diesen Enis kann ich nicht einschätzen … und ich traue ihn fast alles zu … vielleicht … sollte ich gleich hin gehen und mich dem stellen, dann lässt er dich vielleicht in Ruhe."
Und diese Idee kommt mir gerade wirklich gut vor, auch wenn ich wahnsinnige Angst habe auf ihn zu treffen, noch mehr Angst habe ich das Peter etwas geschieht. Er hat das nicht verdient, niemand hat das, aber er am aller Wenigsten !
"Darf … darf ich bis morgen hier bleiben … bitte? Nur noch einen kleinen Moment Kraft schöpfen … dann bin ich weg versprochen!"


Peter

"Ich weiß es nicht Peter … Enis war immer schnell eifersüchtig, und konnte dann sehr grausam sein … Ich weiß nicht wie er reagieren wird … wenn er von uns erfährt! Es wäre mir ja egal was er mit mir macht, aber DU wirst auf seiner Abschussliste stehen. Und Enis hat Kontakte in der Stadt. Durch seinen Vater und die Firma kann er fast alles bekommen was er will … und auch mit vielen durchkommen. Ich hab ihn mal geliebt, da hast du recht, aber er hat sich so sehr verändert. Das was er jetzt ist, ist nicht der Enis den ich kannte. Diesen Enis kann ich nicht einschätzen … und ich traue ihm fast alles zu … vielleicht … sollte ich gleich hin gehen und mich dem stellen, dann lässt er dich vielleicht in Ruhe", sagt Alexis zurückhaltend aber doch eindringlich.
„Ich mache mir auch Sorgen, darum das DIR etwas geschieht. Ich hab dich schließlich gern und alles, außerdem fühle ich mich für dich verantwortlich“, murmele ich bedrückt vor mich hin, sehe ihn ganz klar in die Augen, als er so süß zurückhaltend um Aufschub für seine Gnadenfrist bittet.
"Darf … darf ich bis morgen hier bleiben … bitte? Nur noch einen kleinen Moment Kraft schöpfen … dann bin ich weg versprochen!"
„Ich WILL nicht das du zu deinen Ex gehst Alexis! Wir müssen außerdem zu deinen Eltern morgen, was willst du denen denn erzählen hm? Bleib doch erst mal hier und wir warten gemeinsam ab“, schlage ich ihm nachdenklich aber entschieden meinen Willen vorbringend vor.
Ich drücke ihn ein kleines bisschen fester an meine Brust, schiebe einen Arm unter die Decke und umschlinge auch seine Hüften zärtlich fest.
Die Wärme und der Geruch, der von ihm ausgeht, lassen mich glücklich seufzend die Augen für einen friedlichen Moment schließen, vollkommen entspannen.
„Heute ist so viel schiefgelaufen, dass ich mich selbst in den Hintern treten könnte. Und ich zwinge dich auch noch vor diesem Arsch in die Unterwerfung! Ich hätte mehr Rückgrat bewahren müssen, so wie früher und das direkt mit ihm klären sollen ohne dich ins Spiel zu bringen“, murre ich verstimmt über mich selbst vor mich hin und schlage dazu nicht mal die Augen auf, da es mich so beschämt, höre aber trotzdem noch sehr genau zu.
Meine linke Hand beginnt seine Wirbelsäule hinab zu streicheln und jeden Knochen zu erfühlen, um uns beiden ein Gefühl von Sicherheit zu geben.
Ich schlage erst nach gefühlten Stunden dieser Tätigkeit, die Augen wieder auf und lächele sanft, da Alexis entspannt an mich gelehnt eingeschlafen ist.
Was für einen süßen Schmollmund er doch zieht, wenn er schläft und die erschlafften Gesichtszüge stehen ihm wirklich hervorragend!
Ich lege uns beide vorsichtig in die Senkrechte ohne ihn zu wecken, halte ihn ganz fest auf meine Brust gedrückt und atme befreit dabei aus, während meine Hände unter der Decke ihn wieder zu streicheln beginnen.
Nach wenigen Minuten schließe auch ich erschöpft die Augen und entspanne mich vollendens unter der Wärme und Geborgenheit die von ihm ausgeht.
Einige Zeit Schlaf wird uns bestimmt nicht schaden nach der Aufregung…



Alexis

„Ich mache mir auch Sorgen, darum das DIR etwas geschieht. Ich hab dich schließlich gern und alles, außerdem fühle ich mich für dich verantwortlich“, seufzt Peter leise und es tut mir weh, das er wegen mir in so einer Bredouille ist.
"Darf … darf ich bis morgen hier bleiben … bitte? Nur noch einen kleinen Moment Kraft schöpfen … dann bin ich weg versprochen!", stupse ich ihn in eine bestimmte Richtung.
Ich will, dass er sicher ist, noch mehr als das ich mich fürchte. Aus meiner Sicht ist, das also die beste Lösung, aber eben nur aus meiner, wie Peter mir sofort klar macht.
„Ich WILL nicht das du zu deinen Ex gehst Alexis! Wir müssen außerdem zu deinen Eltern morgen, was willst du denen denn erzählen hm? Bleib doch erst mal hier und wir warten gemeinsam ab.“
Ich bin unsicher, ob es das nicht alles nur noch schlimmer macht. Auf der anderen Seite, ist ja noch überhaupt nicht klar, ob Enis überhaupt etwas unternimmt. Ja ich schiebe Panik, weil ich mir ausmale was passieren kann. Aber realistisch betrachtet hat Enis die Beziehung beendet, er will mich nicht mehr, also soll es ihn doch eigentlich auch nicht stören, wenn ich mich mit jemand Anderem in eine Beziehung begebe.
In Peters Armen zu liegen bringt mich weit genug wieder auf den Boden, das ich das wahrnehmen kann und mich etwas beruhige. Und so teile ich ihm meine Gedanken auch mit, dass meine Angst eventuell nicht rational ist. Seufzend auf Grund dieser Zwickmühle, kuschele ich mich an die Brust meines Doms und streichele mit einer Hand zart über seinen Arm. Peter liegt entspannt und mit geschlossenen Augen unter mir und diese Entspannung gibt auch mir Sicherheit.
Er machte sich keine allzu großen Sorgen, also muss ich das wahrscheinlich auch nicht tun oder ?
„Heute ist so viel schiefgelaufen, dass ich mich selbst in den Hintern treten könnte. Und ich zwinge dich auch noch vor diesem Arsch in die Unterwerfung! Ich hätte mehr Rückgrat bewahren müssen, so wie früher und das direkt mit ihm klären sollen ohne dich ins Spiel zu bringen“, bringt Peter beinahe gequält hervor und kann mich dabei nicht einmal ansehen. Und dennoch, auch wenn ich es will, kann ich ihn dies betreffend nicht trösten.
"Das sehe ich genauso, mir ging das alles gewaltig gegen den Strich! Ich hoffe du hast aus der Situation gelernt, denn nochmal werde ich nicht einfach spuren und tun was du willst. Sollte das nochmal vorkommen, dann werd ich was sagen, egal wer dabei zuhört. Ich werde nicht noch einmal Rücksicht auf dein Ansehen als Dom nehmen, wenn du es nicht verdienst. Hast du das verstanden??", will ich nochmal genau wissen und sehe Peter streng an. Ich weiß nicht woher ich den Mut nehme, oder woher überhaupt die Fähigkeit meinen Dom so zu schelten. Vielleicht, weil ich gerade heute so genau vor Augen geführt bekommen habe was ich nicht mehr will ...
Ich höre mir Peters Entschuldigung an und nicke nur gnädig, seufze leise.
"Ich bin dir ja gar nicht mehr richtig böse, mein Wolf", rolle ich die Augen und kuschele mich wieder an ihn, da ich ihn bis eben noch sehr genau angesehen habe.
Er bereut ehrlich und hat verstanden was schief gelaufen ist, damit ist die Sache für mich geklärt.
So genieße ich einfach die Streicheleinheiten und die Nähe und döse schließlich sogar ein.
Erst am nächsten Morgen werde ich in Peters Armen, noch immer auf der Couch, wieder wach und lächelte leicht, als ich meinen schlafenden Partner sah.
Erst als mir die Ereignisse des vorherigen Abends wieder einfallen verrutscht dieses Lächeln leicht ...
Doch wie gestern beschlossen werden wir erst einmal abzuwarten und heute zu Mum und Dad zu fahren. Trotz allem freue ich mich sehr darauf meine Eltern wieder zu sehen und vor allem ihnen den neuen Mann an meiner Seite vorzustellen.
'Vielleicht sollten wir noch irgendetwas mitbringen,' geht es mir durch den Kopf und ich spürte das nervöse Kribbeln in der Magengegend. Ich grübele noch einen Moment darüber nach, ehe ich vorsichtig aufstehe, um Peter nicht zu wecken.
Ein gequältes Stöhnen auf Grund meiner Rückenschmerzen kann ich jedoch nicht unterdrücken.
Ob diese allerdings ein Überbleibsel der gestrigen Unterwerfung sind oder durch die Nacht auf der Couch verursacht ist nicht auszumachen. Ich begebe mich also so leise wie möglich in die Küche und beginne dort eilig einen Keksteig anzusetzen. Immerhin sind wir zum Kaffee eingeladen und meine Schwester liebt Kekse, also bieten sie sich als Mitbringsel an. So hantiere ich mit Mehl, Zucker, Ei und vielem mehr und lenke mich so auch erfolgreich von meinem Sorgen meinen Ex betreffend ab. Was ich jedoch völlig vergesse ist das Frühstück und so erschrecke ich etwas, als ich plötzlich meinen Dom in der Küche vorfinde.
"Hey, wie lang stehst du denn schon da ? Hab ich dich geweckt ?"


Peter

"Das sehe ich genauso, mir ging das alles gewaltig gegen den Strich! Ich hoffe du hast aus der Situation gelernt, denn nochmal werde ich nicht einfach spuren und tun was du willst. Sollte das nochmal vorkommen, dann werd ich was sagen, egal wer dabei zuhört. Ich werde nicht noch einmal Rücksicht auf dein Ansehen als Dom nehmen, wenn du es nicht verdienst. Hast du das verstanden ??", trifft mich Alexis Rüge deutlich ernst, während er mich streng und eindringlich mustert.
Zu Recht!! Ich habe es mir nämlich verdient, da ich heute nicht wirklich korrekt gehandelt habe!
Hierbei sieht man auch wieder deutlich, dass Doms eben nicht perfekt sind und auch Fehler machen, das muss man verinnerlichen und klar dazu stehen.
„Das kann ich verstehen, genau das sollst du meiner Meinung auch! Sag es mir direkt, auch wenn es vielleicht etwas unangenehm für mich dadurch wird, damit kann ich aber umgehen. Ich hoffe du verzeihst mir…“, murmle ich beschämt zum Schluss zurück und verziehe etwas das Gesicht.
"Ich bin dir ja gar nicht mehr richtig böse, mein Wolf", Alexis Worte und seine Nähe entspannen mich wieder etwas, sodass ich erleichtert ausseufze.
Nach dem mir etwas kalt so allein auf der Couch wird, wache ich langsam auf, wobei mir der Rücken auf Grund der immer gleichen Lage auf der Couch schmerzt und ich leise aufächze deswegen.
Ich habe viel nachgedacht, bevor ich eingeschlafen bin und beschlossen mehr auf Alexis einzugehen.
Bei seinen eifrigen Herum wuseln in der Küche bei der er auch ein bisschen mit Mehl bestaubt ist, wird meine Spiellaune allerdings geweckt und ich beobachte ihn eingehend.
Alexis zuckt auch deutlich zusammen, als er mich entspannt mit verschränkten Armen am Türrahmen lehnen sieht und ich schnalze leicht tadelnd mit der Zunge, da er mich nicht bemerkt hat, als er sich erkundigen will wie lange ich ihn schon beobachte.
Einige Minuten höchstens, wobei seine Darbietung sehr sehenswert ist.
"Hey, wie lang stehst du denn schon da ? Hab ich dich geweckt ?"
„Hey mein fleißiges Bienchen, schon schwer beschäftigt am frühen Morgen! Nein du hast mich nicht geweckt, ich hab nur deine Abwesenheit bemerkt und bin den Geräuschen gefolgt. Was machst du denn da?“
Ich schenke ihm ein wissendes Lächeln und rolle leicht die Augen, als er mich intensiv von oben bis unten mustert, zeige ihm breit lächelnd mein Gebiss.
„Sehr fein machst du das, die sehen gut aus! Ich hoffe da bleiben auch einige für uns zum Probieren übrig. Ich mache Frühstück, ja?“, sage ich und trete dicht neben ihn, um eine Pfanne hervorzuziehen in der ich etwas Öl gebe.
„Eier mit Bacon, okay? Brot und Butter haben wir auch noch da“, erkläre ich souverän mit einem maliziösen Schmunzeln auf den Lippen, da er mich die ganze Zeit so fasziniert anschaut.
Ich streichele kurz über seinen Rücken und wende mich dann wieder den Eiern zu, blicke konzentriert in die Pfanne, während Alexis zögerlich wieder seine Arbeit anfängt.
Ich schiebe ihm seinen Teller deutlich klirrend über den Tisch, fordere ihn mit einem Wink auf Platz zu nehmen und lasse mich selbst ächzend nieder.
„Brauchst du noch Hilfe bei irgendwas heute? Die Kekse backen sich von allein, aber sollen wir noch etwas für deine Eltern besorgen? Blumen vielleicht für deine Mutter?“, erkundige ich mich interessiert, während wir schlemmen und uns immer wieder interessierte Seitenblicke zuwerfen.
Wir treten etwas auf die Bremse, flirten aber miteinander ohne uns direkt schon so vertraut zu berühren. Ich finde es herrlich erfrischend und genau das Richtige!
Gleich nach so einer Sache und dem Streit wieder weiter zu machen wie bisher kommt mir falsch vor!
Klar fasse ich ihn gerne an, aber jetzt wirkt mir das zu aufdringlich.
Gegen Umarmungen oder streicheln habe ich ja nichts, nur gleich wieder küssen oder so, finde ich falsch. Immerhin habe ich ihm ziemlich zugesetzt und selbst Fehler begangen.
Ich weiß auch gar nicht, ob Alexis das wirklich schon wieder will, wir beenden unser Frühstück schweigend, werfen uns aber immer wieder flirtende Blicke zu.
„Ich gehe dann mal duschen und mich umziehen. Ich muss aus diesen Sachen raus“, sage ich unzusammenhängend, während ich mich lässig im Stuhl zurückgelehnt pflanzte und mir abwesend durch die strubbeligen, nicht mehr ganz so frischen Haare fahre.
Ich schlendere locker hüftschwingend aus dem Raum und bemerke lächelnd seinen Blick auf meine Kehrseite.
„Du musst mir auch noch einiges über deine Eltern erzählen, ja? Ich will schließlich vorbereitet sein!“, sage ich schmunzelnd und ziehe mir noch in seiner Sichtweite, das Shirt über den Kopf um es achtlos auf die Couch zu werfen. Ich kichere leise, als ich ein Geräusch von Alexis vernehme.
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