Zwei Seiten derselben Münze

von Fulloath
GeschichteAbenteuer, Romanze / P18
Ahri Draven Katarina Rakan Talon Xayah
27.09.2019
17.11.2019
8
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Da das eh nich interessiert nehm ich mir jetzt riiiiiichtig Zeeeeeit für alles. Ich schreib unpassenden Blödsinn, was ich will, in der Zeitabfolge, die ich will, und wenn ich n Kapitel ohne Ahri und Talon schreiben will dann mach ich das. Bwahaha. Sch*iß auf Struktur und Planung. (Abba nicht Auf reshtchreibunk) Btw hab ich Talons Plan geändert, er hat jetzt ne Woche Zeit für seinen kleinen Jagdausflug. Is aber eh bums der kommt heut gar nicht vor.

Und damn, ich meine... ich spiele selbst gern Swain und ich weiß wie er ausschaut, aber in meinem Kopf ist er trotzdem immer irgendwie dieser Kanzler Palpatine aus Star Wars. Glhf

Für die Fünf, die das hier lesen:
Love Falls bc I have the big saaaad :D
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Kapitel 7:

~ Herzblut ~



Noxus



Würde er sich nicht ohnehin absolut lautlos fortbewegen, hätten die Geräusche der Feierlichkeiten Vladimirs Schritte wohl mühelos übertönt. Mit einem reich verzierten Glaskelch in der Hand näherte er sich Darius' Rücken, bis er ihm hätte auf die Schulter tippen können. Dergleichen tat er natürlich nicht. Stattdessen ließ er mit schnurrender, selbstsicherer Stimme verlauten: „Verzeih mein Freund, aber ich kam nicht umhin deine Unruhe zu bemerken. Du scheinst aufgewühlt. Regelrecht... in Wallung.“
Darius musste sich nicht umdrehen um zu wissen wer ihn angesprochen hatte. Die zweideutigen Bemerkungen des Blutmagiers war er mehr als gewohnt. Er mochte Vladimir nicht sonderlich, aber er war ihm angenehmere Gesellschaft als der Großteil der Gäste dieser Farce.
Die Obrigkeiten, die in Noxus die Fäden in Händen hielten trafen sich einmal in der Woche für einen Austausch an Informationen. Jedoch ging es nicht immer um Politik, im Gegenteil. Meist sollte es einfach nur das gegenseitige Verständnis und den Zusammenhalt stärken, die verschiedensten Parteien einander näherbringen. Hand aufs Herz, zumeist spielten sie Kartenspiele, oder dümpelten herum, tauschten halbwahre Geschichten aus und tranken. So umstritten die Notwendigkeit dieser Treffen auch sein mochte, sie waren eine willkommene Konstante in den sonst so wechselhaften Leben aller. Wer etwas zu berichten hatte, über etwas diskutieren, oder die Meinung eines Anderen hören wollte, wartete bis zum Samstag. Auch Darius selbst hatte ab und an eine zweite Sicht auf seine Probleme zugelassen, die Denkweisen Katarinas, Cassiopeias oder die Le Blancs waren mit seiner eigenen absolut nicht zu vergleichen. Talon sprach nicht viel, aber wenn er seine Ansicht teilte war es nie falsch, ihm Gehör zu schenken. Swain und Vladimir konsultierte man gerade in Fragen die den Krieg gegen den Rest Runeterras betrafen besonders gern. Zudem war es immer von Vorteil, wenn das Trifarix und die bedeutendsten Häuser zusammenhielten und gemeinsame Entscheidungen trafen, mit denen alle mehr oder minder einverstanden waren, sodass späteren Streitigkeiten vorgegriffen wurde. Letztendlich blieb nur Draven außen vor, zu keiner Gruppierung zugehörig, nicht einmal mehr Teil der Armee oder auch nur im Ansatz begabt in Strategie oder Intrige war er lediglich Darius' Familie und damit geduldet. Der Heerführer wollte trotzdem nicht auf Draven verzichten, denn sein kleiner Bruder hörte sich zwar selbst gern reden, sozialisierte sich jedoch eben deshalb weit besser als Darius es je könnte und lenkte die Aufmerksamkeit des Pöbels auf sich, was ihm selbst eben diesen vom Leib hielt.

Als er über seine Schulter schaute studierte Darius das ausgeglichen schauende, bleiche Gesicht des weit kleineren, hageren Vladimirs, dann fiel sein Blick tiefer und blieb an der nicht zweifelsfrei identifizierbaren roten Flüssigkeit hängen, die in seinem Kelch verweilte.
„Ich habe dir nichts zu sagen. Geh und schlag deine Klauen in jemand Anderen“, gab Darius weniger unfreundlich als erschöpft zurück und wandte sich von Vladimir ab.
Sein weißes Haar mit einer Bewegung des Kopfes zurückwerfend schnaubte der Magier. Er gesellte sich entgegen dessen ausdrücklichen Wunsch zu Darius, der schon seit einiger Weile am Balkon stand und die Dächer der Stadt beobachtete.
Noxus war ruhig, es lag im Schatten des vergangenen Tages und bis auf einige Grillen und Nachtvögel konnte man nur die Musik und die Gespräche im Hintergrund vernehmen, die sich zu einer einzigen monotonen Masse vermischten.
Angesichts der vielen zwielichtigen, gefürchteten Persönlichkeiten die anwesend waren verlief eine jede Zusammenkunft dieser Art erstaunlich friedlich und... normal. Vladimir drehte sich mit dem Rücken zur Stadt und musterte das Vorgehen innerhalb des Hauses. Der kleine Bruder des erfolgreichen Heerführers lümmelte seinem Ruf alle Ehre machend mit zwei Dirnen frei von nennenswerter Abstammung in einer Ecke des Apartments herum, Katarina lieferte sich in der anderen auf Kosten ihrer Leber ein als Duell getarntes Trinkgelage mit ihrer serpentinen Schwester, Großgeneral Swain glänzte wie so oft durch Abwesenheit und Vladimir war sich sicher, dass sich Le Blanc bereits unter den Anwesenden befand, zu sehen, aber versteckt unter der Maske einer jüngeren, frischeren Frau als sie selbst eine war - wie üblich. Die restlichen Gäste waren nur des Anstandes halber eingeladen worden, Vertreter niederer Häuser, hübsches weibliches Beiwerk, Unterhaltung eben.
Vladimir ging völlig in einer vergifteten Umgebung wie dieser auf, genoss die unterdrückte Angst der niederen Menschen.
„Darf ich fragen wen du erwartest?“, bekundete er höflich sein Interesse, den Kopf ohne den Blick von der Menge abzuwenden zu Darius neigend.
„Als ob du das nicht weißt“, schnaubte der Angesprochene amüsiert, noch immer auf die vom Fackelschein der Straßen in düstere Schatten gelegten Dächer starrend.
Etwas bewegte sich, schwebte über die Pflastersteine. Beinahe schien es als nehme es die Lebenskraft der Fackeln in sich auf, ließ sie schwächeln und flackern. Ein Rabe krächzte.
„Ah, das fehlende Glied der elitären Kette“, kündigte Vladimir an, nicht ohne spottendes Kichern, „Wenn er es ist den du erwartest versichere ich dir mein Beileid, Freund.“
Darius verzichtete darauf, sich über das erstaunliche Gehör des Blutmagiers zu wundern, stieß sich vom Geländer ab und hätte ebendiesen beinahe gerammt, wäre er nicht ausgewichen. In die Mitte des Apartments stürmend zog der alle Aufmerksamkeit auf sich. Sein Blick durchsuchte die Menge, und als er fündig wurde knurrte er seinen Bruder an.
„Draven. Wir gehen.“
Der Angesprochene blinzelte verwirrt, hob die auf den Schultern zweier Dirnen liegenden Hände und sah zu beiden Seiten, ehe er seinem Bruder ein schiefes Grinsen zuwarf.
„Aber... ich bin beschäftigt“, beschwerte er sich scherzhaft.
Die beiden durchaus ansehnlichen Damen kicherten höflich, Darius entgegen zeigte sich genervt.
„Ich bin sicher du kannst andernorts zu Ende bringen was du begonnen hast.“
Sein kleiner Bruder hob eine Augenbraue und verzog dann abschätzend den Mund.
„Nun... damit hast du wohl recht“, stimmte er zu und erhob sich.
Ein genervtes Stöhnen von Katarina, und ein Augenrollen von Cassiopeia erntend hob sich der selbstverliebte Krieger eine der beiden Schönheiten über die Schulter und zwinkerte der Übrigen mit einem Versprechen auf ein weiteres Treffen zu. Darius war schon aus der Tür heraus, und Draven musste seinen Schritt beschleunigen um ihn einzuholen. Erst auf der Straße schloss er zu ihm auf.

Er ließ das quietschende Weib los, nur, um sofort einen Arm um ihre Hüfte zu schlingen. Sie sah zu ihm auf, und in ihrem Blick spiegelte sich Unsicherheit. Draven lächelte sie an und tippte ihr spielerisch auf die Nasenspitze. Auch wenn er einschüchternd und grob wirkte so versteckte sich unter der harten Schale seines Bruders doch irgendwo ein weicher Kern, nur nahm sich kaum eine Frau die Zeit, diesen zu entdecken... nicht dass Darius ihnen auch nur eine Chance geben würde, es zu versuchen, aber das war eine andere Geschichte.
Darius starrte auf die schwarzhaarige Dirne, die sein Bruder im Arm hatte. Im Gegensatz zu Dravens zuvor war sein Blick alles andere als freundlich und beruhigend, und reichte völlig aus um das Mädchen zum Wegschauen zu bewegen.
„Interessante Wahl“, knurrte der Größere der Beiden, „Ich hätte die Blonde genommen.“
Draven teilte ungern, eine Macke aus Kindertagen. Unterbewusst festigte sich sein Griff um seine Eroberung.
„Vielleicht hätte ich mich gar nicht entscheiden müssen, Bruderherz. Ich verstehe nicht wieso du darauf bestehst dass ich ebenfalls gehe, nur weil du die Party verlässt“, beschwerte er sich, während sie die Straßen von Noxus entlang stürmten.
Die Brüder waren keine Kinder mehr, sie waren erwachsene Männer mit Lebensstilen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Zweifelsohne liebten sie einander trotz allem, aber es war mit der Zeit schwieriger geworden, zusammenzuwohnen. Die langen Nächte waren alles, was sie gemeinsam hatten, Darius allerdings zog die Ruhe vor um Truppenbewegungen zu planen, Feldzüge vorzubereiten und Material zu studieren, und Draven verbrachte seine Nächte doch eher lautstark, und in Gesellschaft. Kurz und gut - sie hatten sich auf Dauer nicht ertragen. Als ein wundervolles kleines Haus in derselben Straße frei geworden war -selbstverständlich ohne jede Androhung körperlicher Gewalt seinerseits- war Draven dorthin gezogen.
Die Frau in seinem Arm stolperte ab und an, ihre Schuhe waren nicht für das Pflaster geschaffen und Draven stützte sie so gut er konnte. Er hätte Darius' Antwort an ihn beinahe überhört.
„Du redest zu viel, und du trinkst zu viel“, listete der Ältere auf, während er eine Abzweigung nahm, „Ich wünschte ich könnte dich allein lassen, aber ich kann es nicht. Außerdem denke ich nicht dass der Abend zu deinen Ungunsten ausgefallen ist, oder irre ich mich?“
Draven grinste und zuckte mit den Schultern. Sein Bruder hielt zielstrebig auf die Gasse zu, in der sie beide wohnten, und er und sein Anhängsel folgten ihm um sich blickend nach, als hätten sie gerade die Zeche in einer Kneipe geprellt. Sie waren bald zuhause.
„Nun, du hättest so freundlich sein können dir die Andere über die Schulter zu werfen“, merkte der Jüngere im Scherz an.
Darius hob eine Augenbraue, er erwiderte: „Und in dein Bett legen soll ich sie auch noch? Meinst du nicht es wäre eine Überlegung wert, deinen Umgang mit Frauen zu ändern?“
Nichts als ein heiseres Lachen diente als Antwort. Das Trio verlangsamte den Schritt und blieb schließlich stehen. Sie waren an Dravens Haus angekommen, einem kleinen zweistöckigen Gebäude mit cremefarbener Fassade und verzierten Fensterläden, das sich von engen Gassen an jeder Seite begrenzt nahtlos in die Reihe der Gebäude um es herum einfügte. Der selbsternannte Frauenheld ließ von seiner Begleitung ab und tastete sich nach seinem Schlüssel ab. Fündig geworden öffnete er die schwere Holztür, sprach dem Mädchen irgendetwas ins Ohr das sie kichern ließ und scheuchte sie dann mit einem Klaps auf den Hintern hinein, ehe er die Tür wieder schloss. Erst dann sprach er weiter, und Darius ahnte wieso.
„Ach Bruderherz, du verstehst nicht wie sehr ich leide“, jammerte Draven theatralisch und strich sich mit einer Hand durch die Haare, mit der Schulter an seiner Haustür lehnend, „Ich habe so viel mehr Draven zu geben als eine Frau allein vertragen kann.“
Darius rollte nur mit den Augen und bemerke nüchtern:„Das glaube ich dir“, was seinem Bruder sein typisches selbstverliebtes Grinsen abverlangte. Ungeachtet seiner Übertreibung meinte Draven ernst, was er gesagt hatte. Die meisten Frauen wurden ihm nach einer oder zwei Nächten einfach zu langweilig, und obwohl er sich einem Alter näherte, indem er sich mit der Suche nach etwas Festem beschäftigen sollte, trat dieser Gedanke nur hin und wieder bei ihm auf, um eilig beiseite gewischt zu werden. Er war einfach ein ewiger Junggeselle, und das war ihm nur recht.
Der Abend hätte auf diesem versöhnlichen Ton enden können, doch plötzlich ging ihm auf, dass seines Bruders Aussage auch durchaus beleidigender Natur gewesen sein könnte, und Dravens Gesicht verlor seinen amüsierten Ausdruck.
„Warte... Was soll das heißen?“, suchte der Jüngere direkt Streit.
Darius hob die Hände vor sich und verteidigte sich beschwichtigend.
„Nichts, Draven, beruhige dich. Ich will nur sagen, dass du irgendwann einer Frau begegnen wirst, der du dich hingeben kannst. Mehr als nur ein paar Tage lang. Du wirst ihr die Welt zu Füßen legen wollen, und bis dahin solltest du dich vielleicht in Zurückhaltung üben.“
Dravens Augenbraue schoss in die Höhe, seine Lider senkten sich in Unglauben. Er konnte nicht fassen, dass sein Bruder wirklich an diesen ganzen Unsinn glaubte, aber er hatte sein Gegenstück ja auch gefunden... und verloren.
„Ich soll mich für eine potenziell bereits tote Seelenverwandte aufsparen die mir so oder so genommen wird, genau wie Quil...“, Draven unterbrach sich selbst als er sah wie sein Bruder das Gesicht verzog und wegsah, und schloss wenig stilvoll an, „verdammt, hey, tut mir leid.“
Darius' Schultern senkten sich, und in seinem Blick lag eine unverblümte Trauer, die Draven nur zu gut kannte. Er sah sie viel zu oft an ihm, der Tod seiner Liebsten setzte ihm noch immer zu. Manche Wunden heilten nie, stellte Draven mit einem Kloß im Hals fest, er seufzte und sah zu Boden. Seine gute Laune war dahin, auch er dachte nun zurück an die Frau, die mit ihnen in den Straßen Basilichs aufgewachsen war.
„Danke“, sagte er schließlich und legte eine Hand auf die Schulter seines Bruders, der mehr in Gedanken zu sein schien als ihm gut tat, „Ich weiß, du sorgst dich um mich, aber wir haben beide genug Menschen verloren, die uns wichtig waren. Ich bleibe bei meinen Huren.“
Entgegen seiner Aussage schickte Draven die Dirne die er zu sich genommen hatte kurz nachdem sein Bruder gegangen war unverrichteter Dinge wieder fort, denn nach der geführten Unterhaltung stand ihm nicht mehr der Sinn nach einer Frau. Er öffnete sich ein letztes Bier und ließ den Abend grübelnd ausklingen.

Als Darius bei sich daheim einkehrte und die Tür hinter ihm zufiel, entfachte sich das Licht der magischen Fackeln an den Wänden von selbst, eine nach der anderen, bis sie einen Schatten am Ende des Ganges preisgaben. Elektrizität hatte in der eher rustikalen Ecke von Noxus in der er wohnte keinen Einzug gefunden. Umso passender, dachte Darius beinahe amüsiert, als er einen Raben auf der Schulter seines Besuchs mit den Flügeln rascheln sah, denn Kerzen eigneten sich weit besser für einen dramatischen Auftritt als Glühlampen.
„Was genau ließ dich glauben es sei eine gute Idee, mir Informationen vorzuenthalten?“, war Swains nasal vorgetragene Begrüßung.
Ganz dem Vorbild seines Vorgesetzten folgend verzichtete Darius ebenfalls auf eine Begrüßung. Er trat einen Schritt auf seinen Gegenüber zu und nahm Haltung an, bevor er antwortete.
„Die Situation ist unter Kontrolle. Alles, was die Du Couteaus und ihr Vorhaben involviert, wird bestens überwacht und dokumentiert. Ihr solltet Euch nicht sorgen, General.“
Ohne den Blickkontakt zu unterbrechen trat Swain ebenfalls einen Schritt in den Gang, der Stock den er jederzeit mit sich führte gab das typische Geräusch von sich, als er auf dem Holzboden auftraf und der weite Mantel schmeichelte dem gebieterischen Auftreten. Seine Stimme klang sanft, doch die Worte die er sprach schnitten die Stille wie ein Rasiermesser.
„Die Gilde der Beutelschneider und Meuchelmörder schleust eine ionische Magierin, mächtig genug, ganze Dörfer zu vernichten, hinter die Mauern der Hauptstadt, und ich soll mich nicht sorgen?“
„Das... Mädchen ist doch nur eine simple Vastaya“, verteidigte sich Darius sofort, doch man hörte ihm den Zweifel an seinen eigenen Worten mehr als deutlich an.
Swain hob eine Augenbraue und setzte einen Blick auf, mit dem auch ein Tutor seinen Schüler strafen würde, wenn dieser einen vermeidbaren Fehler beim Abschreiben eines alten Buches begangen hatte.
„Darius. Ahri, die neunschwänzige Füchsin ist ein Dämon, gefangen im Körper einer Vastaya. Der Agent der Du Couteaus hat, im Gegensatz zu dir, die entsprechenden Recherchen durchgeführt. Mehr noch, er hat es geschafft die Magierin in Gewahrsam zu nehmen und ist auf dem Weg hier her.“
Darius fand sich selbst wortlos vor. Wie hatte ihm ein derart wichtiges Detail entgehen können? Während er in Gedanken war faltete Swain beide Hände über dem Griff seines Gehstocks und zog die Stirn kraus. Der erfahrene General schloss die Augen und atmete durch, ehe er besorgt dreinblickend die Dielen musterte und fortfuhr.
„Ich bin mir nicht sicher ob die Du Couteaus wissen, worauf sie sich einlassen. Zudem ziehe ich in Zweifel ob der Nutzen ihrer neuesten Errungenschaft die Gefahr überwiegt, die die Füchsin birgt.“
Darius blähte die Nasenflügel. In seinem Inneren kochte Wut hoch, Wut auf sich selbst und sein Teilversagen. Er musste Wiedergutmachung leisten, und das angemessen und zeitnah.
„Ich werde dafür sorgen, dass die Du Couteaus Bericht erstatten, sobald die Füchsin auch nur in verdächtiger Weise niesen sollte“, schloss er deshalb knurrend vor.
Swain warf ihm einen Seitenblick zu, ohne den Kopf zu Darius zu wenden. Er nickte kalt.
„Tu das. Ich will dir glauben dass du mich lediglich von unnötigem Nonsens fernhalten wolltest, Darius, doch lass mich in Zukunft selbst entscheiden was ich als solchen erachte und was nicht“, verlangte Swain tonlos. Es war keine Bitte, sondern ein Befehl.
„Jawohl, General“, bellte Darius knapp und trat zur Seite, da Swain Anstalten machte, sein Haus zu verlassen. Beide tauschten Floskeln der Verabschiedungen aus. Sobald Darius allein war begab er sich in sein Arbeitszimmer – es würde eine lange Nacht werden.
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