Silber-Das vierte Buch der Träume

GeschichteAllgemein / P6
Arthur Hamilton Henry Harper Mia Silber OC (Own Character) Olivia "Liv" Silber
25.09.2019
05.10.2019
6
9240
1
Alle Kapitel
noch keine Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 
Sie starrte die Tür an. Sie war aus einem hellbraunen Holz und eine blaue Blume war darauf eingraviert. Ihr Familienwappen!
Was war das für eine Tür? Normalerweise schwebten in der Wüste keine Türen zwanzig Centimeter über dem Boden, nicht wahr? Dann erkannte sie es. Das musste ein Traum sein! Sonst gab es sowas nicht.
Sie runzelte die Stirn. Sollte sie durch die Tür gehen? Oder lieber hier in der Wüste bleiben. Die Entscheidung würde ihr abgenommen, als in der Ferne ein Sandsturm aufkam. Auf so etwas konnte sie verzichten.
Sie hechtete zur Tür. Kurz bevor sie dagegenlief, blieb sie stehen. Sollte sie wirklich? Jetzt kam auch noch eine gewisse Neugierde dazu. Träume kamen aus dem Unterbewusstsein, nicht wahr? Was hatte ihr Unterbewusstsein hier wohl kreiert? Was war wohl hinter dieser Tür? Und der Sandsturm kam immer näher und ließ sie erschaudern.
Sie legte eine Hand auf die eiserne Türklinke. Dann drückte sie ebenjene Hand hinab und öffnete die Tür.
Der Ort hinter der Tür war äußerst merkwürdig. Sie war in einem Korridor, mit unzähligen Türen rechts und links von sich. Ob sie sich wohl öffnen ließen?
Probehalber ging sie ein paar Schritte und drückte die dortige Türklinke hinab. Nichts passierte. Sie sah den Korridor entlang. Sollte sie es bei mehr Türen probieren? Warum nicht?
Sie ging also los und rüttelte an einer Tür nach der anderen. Keine Erfolge. Sie merkte, dass sie müde wurde. Merkwürdig. Müdigkeit im Traum? Dann fiel es ihr ein. Sie träumte luzide. Das war ein Klartraum. Ein Wachtraum. Davon wurde man müde.
Plötzlich kam ihr ein weiterer Gedanke. Wenn das hier nur ein Traum ist, ein luzider, dann konnte sie ihn doch nach Belieben ändern, nicht wahr? Sie versuchte es. Sie versuchte, zurück zur Wüste zu gelangen. Doch sie versagte dabei. Sie stand immer noch an der selben Stelle im endlosen Netz aus Korridoren. Mittlerweile hatte sie keine Ahnung mehr, woher sie kam.
Sie ging erneut auf die nächstbeste Tür zu und rüttelte an der Klinke. Zu ihrer Überraschung stieß sie diesmal nicht auf Wiederstand. Im Gegenteil, sie öffnete sich. Und heraus trat ein Junge.