Der Feind in meinem Kopf

von Ruby-chan
GeschichteRomanze, Fantasy / P16
Bloom Valtor
25.09.2019
26.03.2020
6
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Blooms POV:


Mit diversen Putzsachen bewaffnet standen wir mitten in der Halle und sahen uns das Chaos an. Kreuz und quer standen die Stühle im Weg, teilweise übereinander gestapelt. Die zuvor noch sauberen Wände waren nun von einer Anzahl an Flecken übersät – ganz zu schweigen von den Tischen. Viele der Tische lagen umgekippt auf dem Boden um den Feen zuvor als Schutzschild zu dienen. Das konnte man auch an den verschiedenen Essensresten erkennen, die diese nun zierten. Gerade fiel von dem Tisch, der mir am nächsten Stand, mit einem schmatzenden Geräusch ein beschmiertes Brötchen herunter auf den Boden. „Das wird echt lange dauern“, meinte Musa mit einem Blick auf das Chaos und sprach somit wohl den Gedanken von uns allen aus.

„Um genau zu sein, werden wir 3 Stunden und 24 Minuten brauchen, bis wir all das Essen beseitigt haben. Vorausgesetzt alle arbeiten auch wirklich mit.“ Tecna warf Stella einen unauffälligen Blick zu. Diese saß gerade an einem der nicht ganz so schmutzigen Tische und lackierte sich ihre Nägel. „Das kann doch nicht wahr sein?!“ Lila und Tecna mussten Musa festhalten, damit diese nicht auf Stella losging. Diese wiederum nahm überhaupt nicht wahr, was sie mit ihrem Verhalten lostrat. Ein leiser Seufzer kam von meinen Lippen. „Ich werde mit ihr reden“, sagte ich noch, ehe ich in Stellas Richtung ging.

„Du, Stella?“ „Was ist, Bloom?“, fragte diese unschuldig, ließ ihren Blick aber nicht von ihren Nägeln ab. Ich stemmte meine Hände in die Hüfte. „Könntest du bitte beim Saubermachen helfen, dann wären wir um einiges schneller.“ „Muss das denn sein? Meine Nägel sind noch gar nicht fertig“, quengelte die blonde Fee. Miss Griselda hatte uns für die Zeit, in der wir damit beschäftigt waren aufzuräumen, unsere Magie genommen, damit wir nicht mogeln und das Chaos einfach mit einem Fingerschnipsen verschwinden ließen. Das hielt Stella jedoch nicht davon ab, sich, wenn auch umständlich, lieber um ihre Maniküre zu kümmern.

Diese Fee ist ja noch schlimmer als Icy, wenn sie ihre Tage hat.“ Ich konnte nur knapp ein Schaudern vermeiden. Okay, das wollte ich mir gar nicht erst vorstellen. War die Eishexe schon im Normalzustand zu meiden. Nichtsdestotrotz musste ich Valtor zustimmen, dass Stella manchmal ihre schwierigen Phasen hatte. Das änderte aber nichts an dem Umstand, dass sie meine beste Freundin war. Ich selbst war schließlich auch alles andere als perfekt. Jedoch hatte ich mit der Zeit den ein oder anderen Trick gelernt, wie ich mit meiner Freundin in solch einer Situation umgehen musste. Mit einem Lächeln, was jeden Staubsaugerverkäufer vor Neid erblassen lassen würde, setzte ich zu meiner Überredungskunst an. „Sieh es doch mal so, Stella: Je mehr Leute mithelfen, desto schneller sind wir fertig und desto eher kannst du an deinen Entwürfen arbeiten-“ „Na worauf warten wir dann noch? Lasst uns endlich anfangen!“, unterbrach mich Stella und griff entschlossen nach einem Wischmopp.

Kichernd machten sich auch die anderen wieder an die Arbeit und tatsächlich kamen wir ganz gut voran. Nach etwas mehr als zwei Stunden war der Speisesaal blitzeblank geputzt, sodass sogar der Boden nur so vor Sauberkeit glitzerte. Bald darauf trat auch schon Miss Griselda ein und gab ein anerkennendes Nicken von sich. Anscheinend haben wir selbst die strenge Lehrerin für Selbstverteidigung überzeugt, da diese uns ohne Umschweife unsere Kräfte wiedergab. Mit einem kurzen Blick in ihr dunkelgrünes Buch, oder sollte ich eher sagen Strafregister, wandte sie sich zur Tür. Doch bevor wir aufgrund des Endes unserer Strafarbeit in Jubel ausbrechen konnten, drehte sie sich noch einmal zu uns um.

„Ach und bevor ich es vergesse: Miss Faragonda bittet Sie um 14 Uhr in ihr Büro zu kommen und seien Sie dieses Mal bitte pünktlich.“ Sie warf uns noch einen kurzen Blick zu, ehe sie verschwand. Damit wurde die Feierlaune etwas gedämpft. Eigentlich hatten wir vor nach dem Saubermachen in die Stadt zu fahren, aber das würde wohl noch etwas warten würden. Layla schien meine Gedanken erraten zu haben.
„Also was machen wir jetzt?“, fragte Layla in unsere Runde. „Wir könnten uns doch auf die Wiese des Schulhofs setzen. Dann brauchen wir auch nicht so lange, um wieder zu Miss Faragondas Büro zu gelangen. Auf jeden Fall nicht so lange, wie wenn wir nach Magix fahren würden. Außerdem stehen die Blumen dort gerade in voller Blüte“, schlug Flora vor. „Oh ja, dann kann ich euch mein neustes Lied vorspielen. Ich habe es auf dem Weg nach Alfea zu Ende geschrieben“, gab Musa begeistert ihre Meinung kund.

Keine 5 Minuten später saßen wir auch schon schwatzend auf der Grünfläche und entspannten uns. Musa spielte auf ihrer Querflöte eine wunderschöne Melodie, bei der die Vögel sie zustimmend begleiteten.

Auch Kiko hatte sich zu uns gesellt. Er schien zu merken, dass ich etwas betrübt war und versuchte mich aufzuheitern – was damit endete, dass er auf der Nase landete. Auch wenn er mir ein Lächeln abgewonnen hatte, kreisten meine Gedanken doch unentwegt über ein bestimmtes Thema. Seufzend streckte ich meine Arme nach Kiko aus, welcher auch schon schwankend auf mich zukam. Gedankenverloren streichelte ich ihm durchs Fell.

Was wohl Faragonda möchte? Vielleicht haben sie und die anderen Direktoren etwas herausgefunden? Wer weiß? Sie wissen nun vielleicht wie ich ihn loswerde.

Kannst du mal aufhören so viele Fragen zu stellen. Davon bekomme ich noch Kopfschmerzen.

Du hast keinen Kopf – geschweige denn einen Körper – also hat sich dieses Problem auch erledigt“, erinnerte ich ihn.

Auch wenn dem momentan so ist, heißt das nicht, dass diese Fragerei besonders angenehm ist. Mal ganz abgesehen davon, dass du sicherlich keine Antworten auf deine Fragen bekommen wirst. Des Weiteren ist es nicht gerade höfflich, jemanden einfach so loswerden zu wollen.

Sagt der Richtige. Da du ja so ein Pazifist und ein einfach nur herzensgutes Wesen bist.“ Über seine Aussage konnte ich nur die Augen verdrehen. „Nervt er wieder?“, fragte mich Flora bei dieser nicht gerade unauffälligen Reaktion. „Du glaubst gar nicht wie sehr“, brachte ich seufzend von mir.
„Ich muss doch sehr bitten.“ „Lass diesen Idioten doch reden, ignorier ihn einfach“, meinte nun auch Musa. Daraufhin wandte ich mich an die Fee der Musik. „Wenn das nur so einfach wäre, Musa. Aber leider gibt es keine Pausetaste, damit ich ihn endlich zum Schweigen bringen kann.“


Valtors POV:

Das ist doch die Höhe. Ich soll nerven?! Ich musste mich schließlich mit diesen kleinen Feen herumschlagen und das gelang mir gar nicht mal so schlecht. Wobei ich zwar sowieso nicht mehr tun konnte als abfällige Kommentare von mir zu geben und somit immerhin die Prinzessin von Domino in den Wahnsinn zu treiben.
Das wurde so ziemlich zu meiner Lieblingsbeschäftigung, mal ganz davon abgesehen, dass ich nicht viel anderes zu tun hatte, und es somit auch die einzige Beschäftigung war, die ich momentan wirklich hatte. Etwas, das dem noch zugute kam, war, dass ich, aufgrund meiner Magiekenntnisse, meine Gedankengänge vor der Fee verschleiern konnte. Schließlich sollte sie nicht alles mitbekommen, was ich dachte. Ihr hingegen schien diese Fähigkeit nicht zu liegen. Entweder sie konnte es nicht oder wusste nicht einmal darüber Bescheid. Dieser Umstand machte Blooms Reaktionen wenn nicht gar noch amüsanter.

Vielleicht lasse ich sie noch ein bisschen länger am Leben, wenn ich endlich wieder meinen Körper zurück habe. Sie würde sicherlich ein reizendes Spielzeug abgeben. Auf jeden Fall werde ich mich, wenn die Zeit gekommen ist, für all diese Demütigungen und die ganzen nervenaufreibenden Strapazen revanchieren.

Es war mir äußerst unangenehm den anderen, aber auch mir selbst, einzugestehen, dass ich wirklich keine Ahnung von dem Zauber hatte. Wie das bloß wirkte? Als wäre ich ein unnützer Zauberlehrling, der von rein gar nichts eine Ahnung hat, anstelle des mächtigen Magiers, der ich bin.

Abermals ließ ich alle Geschehnisse, die mir in diesem bizarren Zustand widerfahren sind, Revue passieren und kam zu dem Ergebnis, dass mir viele der Situationen beziehungsweise Reaktionen nicht verständlich waren. Welchen Sinn hatte es auch plötzlich mit Essen zu werfen? Sie benahmen sich alle wie kleine Kinder und nicht wie die mächtigen Feen, die sie werden wollten.

Lächerlich. Einfach nur lächerlich. Immerhin hatte Bloom nicht auch noch mitgemacht, sie hat immerhin noch einen Funken Verstand und Anstand in sich. So wie es sich eigentlich für eine Prinzessin gehört... Was denke ich da eigentlich? Seit wann mache ich mir so viele Gedanken über sie? Schnell schüttelte ich meine Gedanken ab.

Die Sonne bekam mir anscheinend gar nicht, genauso wie der Rest der Umgebung. Überall saßen oder lagen Feen auf der weiten Grünfläche herum und unterhielten sich.

Es war einfach zu viel von allem.

Zu laut.

Zu grell.

Zu nett.

Wie sehr sehnte ich mich doch nach der Ruhe des Waldes, selbst die Trix waren deutlich angenehmer. Es zerrte an meinen Nerven.

Müssen die nicht mal Luft holen bei diesem Redefluss? Sonst kippen sie noch alle der Reihe nach um.“ Ich hoffte wirklich, das würde passieren. Am besten wäre es, sie würden auch liegenbleiben und sich nicht mehr bewegen. „Halt deine Fresse, Valtor. Ich versuche mich hier zu entspannen.“ „Oh, da scheint wohl jemand immer noch mies gelaunt zu sein. Noch nicht genug Koffein intus?“ „Danke, mir geht’s bestens. Aber wenn du einfach verschwinden würdest, würde es mir deutlich besser gehen“, fügte Bloom mit zuckersüßer Stimme hinzu.

Diese Fee treibt mich noch in den Wahnsinn! Ich freue mich schon darauf, ihr alles heimzuzahlen.

Ehe ich mich jedoch weiter mit möglichen Racheszenarien auseinandersetzen konnte, wandten sich die Winx zum Gehen. Ich hatte für einen kurzen Moment vergessen, dass wir ja noch zu der alten Direktorin mussten. Selbst ich war gespannt auf die neuen Erkenntnisse, die sie uns mitteilen würde, auch wenn ich das Bloom gegenüber nicht erwähnte.

Schon bald darauf traten die Feen in das Büro der Direktorin ein. Mir fiel sofort auf, dass die Direktoren der anderen Schulen anwesend waren, wenn auch nur als Hologramme. Wie es scheint, würde es nun etwas ernster werden.


Blooms POV:

„Saladin, Miss Griffin. Was verschafft uns die Ehre Ihres Besuches?“ Innerlich wusste ich zwar die Antwort, aber es schadete ja nie nachzufragen. „Hallo Bloom. Wir sind aus einem ganz bestimmten Grund hier, den du dir wahrscheinlich schon merken kannst“, fing auch schon der Schulleiter der Roten Fontäne zu sprechen an. „Ja, leider.“ Ich wappnete mich schon einmal, wegen der vermutlich stundenlangen Diskussion.

„Stimmt es, was Miss Faragonda uns erzählt hat? Ist Valtor wirklich...“ „Ja, Miss Griffin. Haben Sie schon etwas herausgefunden?“, unterbrach ich die Direktorin der Hexenschule. Diese Unterhaltung hatte ich bereits viel zu oft führen müssen. Außerdem mussten wir uns auf wichtigere Dinge konzentrieren. Nämlich wie wir diesen Plagegeist wieder loswurden. Ich konnte nicht verhindern, dass sich die Aufregung in meinem Körper breit machte. Nervös tippte ich mit einem Fuß auf dem Boden. Hatten sie tatsächlich so schnell eine Lösung gefunden? Leider wurden meine Hoffnungen aufs Neue zerschellt, als sich nun auch Miss Faragonda in die Unterhaltung einklinkte. „Leider nicht so viel, wie wir uns erhofft haben. Zu unserem Bedauern konnten wir noch nicht entschlüsseln, um welchen Zauber es sich handelt...“

Na super. Kriegen die denn gar nichts hin?“, meldete sich nach überraschend langer Zeit Valtor wieder. Auf dem Weg zu Miss Faragonda war er noch auffällig ruhig. Vermutlich hatte er sich auch mehr erhofft. Trotzdem konnte ich mir einen spitzen Kommentar nicht verkneifen. „Darf ich dich daran erinnern, wem wir das ganze Schlamassel zu verdanken haben?“ „Nicht nötig.“, kam ungerührt die Antwort. „Will ich auch gehofft haben.“ Ich konnte mich zum wiederholten Male nur knapp davon abhalten die Augen zu verdrehen. Wenn das so weiter gehen würde, bräuchte ich bald ein neues Paar Augen.

Bei den nächsten Worten hatte Miss Faragonda wieder meine ungeteilte Aufmerksamkeit. „...und dennoch gibt es wahrscheinlich einen Weg ihn zu zerstören. Jedoch -“ „Und der wäre?“, unterbrach ich sie auch schon.

Ich wusste, das gehörte sich nicht, aber ich wollte die Nervensäge unter allen Umständen loswerden. Je schneller, desto besser. Nun sahen die Direktoren der drei Schulen mitleidig zu mir. So schnell wie meine Aufregung gekommen war, so schnell verblasste sie auch wieder und hinterließ nichts mehr als ein mulmiges Gefühl in meinem Bauch. Vielleicht wollte ich es doch nicht so unbedingt wissen. Bei den Blicken, die die drei mir zuwarfen, hatte ich da ein ganz mieses Gefühl. „Jedoch ist der Preis dafür eindeutig zu hoch. Aufgrund eurer Verbindung, müsste man dich töten, Bloom“, seufzte Miss Faragonda.

Okay, vielleicht doch nicht unter allen Umständen.

Da sprichst du sogar mal etwas halbwegs vernünftiges aus, Prinzessin. Meine Glückwünsche dafür.

Sei du bloß ruhig.

Im Raum sengte sich ohrenbetäubende Stille herab, nur um im nächsten Moment in einem Stimmenchaos unterzugehen. Die Winx schrien empört auf, während die Schulleiter versuchten sie zu beruhigen. Ich hingegen war wie erstarrt.

Ein Klatschen ertönte, das den Lärm durchbrach und mich dazu brachte zum Ursprung des Geräusches, in diesem Fall Miss Faragonda, die ihre Hände wieder sinken ließ, als sie erneut unsere ungeteilte Aufmerksamkeit hatte, zu schauen. „Ich bitte um Ruhe. Natürlich haben wir nicht vor Bloom zu opfern. Was denkt ihr eigentlich?“ Faragondas entschlossener Blick streifte die jungen Feen, welche daraufhin schuldbewusst zusammenzuckten. „Ich bitte euch darum sehr diskret mit diesen Informationen umzugehen. Niemand außerhalb dieses Raumes weiß darüber Bescheid und das sollte auch so bleiben. Wir wollen schließlich nicht, dass Bloom zur Zielscheibe wird.“

„Ziel...scheibe?“ Ich blinzelte verwirrt. Nun wandte sich Faragonda wieder zu mir. „Du wärst ein deutlich leichteres Ziel in den Augen von Valtors Feinden. Lediglich eine Feenschülerin des dritten Jahrganges. Dass du nichts mit seinen Grausamkeiten zu tun hast, wird sie wenig interessieren. Viele von seinen Opfern sind von Rache zerfressen und würden auch nicht davor zurückschrecken eine Unschuldige zu töten um sie zu bekommen.“ Ich musste daraufhin schwer schlucken. Das war schon ziemlicher Ballast.
Miss Faragonda fuhr aber unentwegt fort. „Wir werden Bloom natürlich so gut es geht beschützen, also bitte ich euch alle achtsam zu sein. Es wäre äußerst ungünstig, wenn jemand davon erfährt und uns angreift, während wir keinerlei Schutzmaßnahmen errichtet hätten.“ „Das kann sie laut sagen.“ Selbst Valtor war sich dieses Mal mit mir einig. Auch wenn es ihm nicht gefiel in meinem Kopf zu sein, noch weniger würde ihm in dieser Situation gefallen, wenn dieser weggesprengt werden würde.

„Gibt es eigentlich auch gute Nachrichten?“, wollte Stella wissen. „Die gibt es in der Tat, Miss Stella“, richtete Miss Griffin ihre Worte an die Blondine. „Mit den wenigen Informationen, die wir von Valtor erhalten haben, konnten wir in der kurzen Zeit zu unserer Freude immerhin die Suche nach dem Planeten eingrenzen. In einer Woche müssten wir genaueres wissen und mit etwas Glück könntet ihr schon nächstes Wochenende zu einer Mission aufbrechen, um auf dem Planeten etwas genaueres über den Zauber zu erfahren. Das wäre bis jetzt unser einziger Anhaltspunkt.“ Auch wenn es nicht viel war, so war es doch besser als gar nichts. Mit einem Nicken wollte ich mich bereits umdrehen um in mein Zimmer zurückzukehren und mich grübelnd meinen Gedanken hinzugeben, als mich Faragonda noch einmal zurückhielt: „Bloom, ich bitte dich noch kurz etwas hier zu bleiben. Ihr anderen Mädchen könnt schon mal gehen.“

Ich blickte noch ein letztes Mal sehnsüchtig in die Richtung meiner Freundinnen, ehe ich nickte und mich auf den Stuhl vor Miss Faragondas Bürotisch setzte. Was jetzt wohl kommt?


Erzählers POV:

„Das ist so unfair. Ich will wissen, worüber die reden“, nörgelte Stella herum. Die Blondine presste ihr Ohr an die Tür, konnte jedoch beim besten Willen nicht verstehen, was die im Raum verbliebenen Personen besprachen. „Wahrscheinlich wollen sie nur wissen, ob Bloom beziehungsweise Valtor noch etwas zu dem Planeten eingefallen ist“, gab Tecna zu bedenken.

„Pff, selbst wenn, hätten die uns doch nicht vor die Tür setzen müssen- Ah, ich hab eine Idee!“ Stellas Gesicht erhellte sich als ihr eine, ihrer Meinung nach, geniale Idee einfiel. Die anderen jedoch warfen ihr skeptische Blicke zu, da ihre, nach Stellas Einschätzung brillanten, Ideen selten für etwas Gutes sorgten. Meist sogar zu einer Stunde Nachsitzen. In diesem Fall würden sie aber eher zwei Stunden Nachsitzen kassieren. Mindestens.
So war die Reaktion einiger Feen nicht gerade überraschend, als die Blondine damit begann einen bestimmten Zauber zu wirken.
„Ist es das, was ich denke? Ein Lauschzauber? Stella, ernsthaft?! Wage es ja nicht, wir hatten so schon genug Ärger für einen Tag“, fuhr Musa Stella grantig an. Letztere schien davon jedoch keineswegs beeindruckt zu sein. „Und wenn doch?“, fragte Stella und funkelte Musa herausfordernd an. „DU – Argh!“ Musa schien kurz davor zu explodieren. Flora kam auch zu dieser Erkenntnis und versuchte die Wogen zu glätten. „Ganz ruhig Leute. Wenn ihr euch streitet, bringt euch das auch nicht weiter. Ich wette, Bloom kommt gleich wieder nach draußen und erzählt uns, was vorgefallen ist.“ Wie aufs Stichwort öffnete sich die Tür zum Büro der Direktorin und die Rothaarige trat in den Flur.

„Und?“, wollte Stella aufgeregt wissen. Ihr anfänglicher Streit mit Musa war vergessen. „Sie wollten nur wissen, ob er noch etwas über den Planeten, von dem der Zauber stammte, weiß... wobei das nicht gerade viel war“, antwortete Bloom. „Hab ich euch doch gesagt“, meinte Tecna nüchtern.

Keine Sekunde später spannte sich Blooms Körper leicht an und sie schaute mit leeren Blick ihre Freundinnen an. Für die Winx war klar, dass das nur eine Ursache haben kann. „Was sagt er denn dieses Mal?“, wollte Layla wissen. „Glaub mir, das willst du wirklich nicht wissen“, seufzte Bloom.

Um die Fee auf andere Gedanken zu bringen, schlug Flora vor, ob sie nicht alle fürs Erste  in ihre Zimmer gehen sollten. Es wäre ein anstrengender Tag gewesen und sie sollten die restliche Freizeit, die sie noch zum Entspannen hatten, nutzen, da ja am nächsten Tag Schule wäre. Begeistert wurde ihr Vorschlag angenommen und die sechs Feen machten sich auf den Weg zu ihren Zimmern.

Noch wusste niemand, was das für Konsequenzen mit sich brachte.

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So das war's mal wieder. Habt ihr irgendwelche Kritik oder Vorschläge? Lasst es mich wissen;)
Was denkt ihr, wie es wohl weitergeht. Wie wird Valtors Rache aussehen? Das werdet ihr im nächsten Kapitel erfahren:)

LG eure Ruby^-^
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