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Das Ende?

von Anniiii
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Mystery / P12 / Gen
Belle Buffy Caboose Hip Hopper Krupp Volta
25.09.2019
11.05.2020
20
43.870
5
Alle Kapitel
67 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
11.10.2019 1.947
 
Kapitel 4 Flashbacks...



„Hier ist Control!”, schnitt plötzlich die Stimme Controls die bedrückende Stille,„Macht euch jetzt endlich Abfahrt bereit! Ihr werdet über Gleis 13 nach Norden fahren! Bildet einen Zug mit einem der Internationalen oder Poppa vorne und zwei in der Mitte verteilt!”

„Woah, was ist denn mit dem da heute los?!”, Bobo war deutlich genervt von Control.
„Was weiß ich denn”, Hashamoto war auch nicht begeistert.
„Oh Starlight, wir müssen da jetzt nicht ernsthaft über Gleis 13 wegfahren, das kann doch nicht sein?!”, brachte Purse das Gespräch wieder auf das eigentliche Thema. Wobei er nach dieser Geschichte von Caboose viel zu viel Angst hatte davor das Gleis überhaupt auch nur anzusehen, was sich als schwer herausstellte, da er genau davor saß, aber es zu betreten... Er hatte einfach zu viel Angst davor.
„Ich... ich will da aber nicht hin..”, stotterte Dinah.
„Dinah, wir wollen das alles doch auch nicht, aber wir werden das alles hier gemeinsam durchstehen!”, Buffy tat zumindest so, als hätte sie keine Angst, obwohl das nicht stimmte. Sie hatte genauso viel Angst davor das Gleis zu betreten wie die Anderen und deswegen wollte sie genauso wenig wie Dinah auf das Gleis, sie wollte das alles nicht wahr haben... Wenn das mit dem Blut wirklich stimmen würde... Würde das heißen, dass dort Züge gestorben wären? Aber dann müssten doch noch die Wrackteile da gewesen sein, oder? Wenn das wirklich irgendwelche Geister in dem Nebel waren, wusste man ja nie was passiert sein könnte...
Und sterben wollte sie auf jeden Fall nicht. Vor allem dann nicht, wenn ihre Überreste von irgendwelchen Geistern oder anderen Gestalten verschleppt werden würde. Sie hatte eine solche Angst vor diesem Gleis... Doch sie wusste ja, dass sie dieses Gleis benutzen mussten...
Dinah fing wieder an zu weinen und Buffy versuchte ihre Gedanken zu unterbrechen, um Dinah wieder zu trösten:„Komm schon Dinah, wir sind doch alle bei dir!”
„Aber...”

„Caboose, Caboose? Geht's dir gut?!”, wandte Volta die komplette Aufmerksamkeit auf den Bremser, der auf der Bahnsteigkante saß und einfach nur ins nichts starrte.
„Caboose?!”, wiederholte Ashley.
Buffy ging sogar so weit, dass sie ihm mit der Hand vor seinem Gesicht wedelte, als dieser auch nicht auf Ashley reagiert hatte. Doch auch darauf reagierte der rote Bremser nicht...
Er war vollkommen in Gedanken versunken... Er wusste, dass es nicht zu vermeiden war, dass sie über Gleis 13 fahren mussten... Doch er wollte, das was er schon einmal damals erlebt hatte, auf gar keinen Fall noch einmal erleben. Er wollte niemals mehr zurück in diesen grauenhaften Nebel mit den Schatten, vor denen sogar er Angst gehabt hatte...
Vor allem da er den anderen nicht die ganze Wahrheit erzählt hatte... Er hatte ihnen erzählt, dass er freiwillig und ganz bei Sinnen auf Gleis 13 gefahren ist, doch so war es nicht... Dieses kleine aber doch so furchtbar wichtige Detail hatte er den anderen verschwiegen, weil er es zum einen niemandem erzählen wollte, da es zu viele schlecht Erinnerungen mit sich brachte und zum anderen, da er Angst vor der Reaktion der anderen hatte...
Doch in diesem Moment dachte er gerade daran, was damals wirklich geschehen war...


Es war ein ziemlich kalter Tag und es regnete. Über den Gleisen hing dichter Nebel.
Der komplette Bahnhof war gerade in Aufregung, da erst einige Tage vorher vier der Frachtwagen verschwunden waren... Deswegen wollte niemand mehr auch nur einen einzigen Schritt vor die Tür seines Depots setzten, also zumindest die Frachtwagen nicht, den anderen würde erzählt, dass die besagten Frachtwagen spontan an einen anderen Bahnhof verkauft worden waren...
Wegen dem schlechten Wetter und dem Verlust der Frachtwagen wurden alle Frachtfahrten für die nächsten paar Tage gestrichen, der angebliche Grund, den die anderen gesagt bekommen hatten, war der, dass ein Sturm die Frachtrouten bedrohte und bei diesem Wetter glaubte das auch jeder... Nur die Frachter wussten was wirklich passiert war, natürlich nicht alles, aber, dass die anderen nicht einfach verkauft worden waren, wussten sie definitiv und deshalb hatten sie Angst, das sowas auch mit ihnen geschehen könnte... Was der Grund dafür war, dass die Frachtwagen alle in ihrem Depot blieben.
Und doch schlich sich einer der Frachtwagen aus dem Depot heraus und rollte durch den dichten Nebel.
Er wusste nicht warum er das tat... Er hatte nur eine Stimme in seinem Kopf gehört, die ihm befahl zu Gleis 13 zu gehen. Zuerst wollte er es nicht, doch die Stimme war so überzeugend, wobei man das nicht sagen konnte... Sie war eher ... aufzwingend... Der Frachter hatte gar keine andere Wahl als ihr zu folgen und das zu tun, was die Stimme ihm sagte...
Genauer sagte sie ihm, dass seine Zeit nun gekommen sei und, dass er nicht mehr gebraucht werden würde und er sich deswegen auf den Weg zu Gleis 13 machen sollte.
Er wusste mehr als die anderen Frachter, was geschehen war, doch das half ihm jetzt auch nicht weiter... Er wusste auch, dass seine Zeit bald gekommen sein würde, da er eigentlich in keinem der Züge noch unbedingt gebraucht wurde, da seine Aufgabe nun auch die Loks übernehmen könnten, doch dass seine Zeit so schnell gekommen war, das hätte er nun wirklich nicht gedacht.
Und wieder rang er mit sich selbst um sich der Stimme in seinem Kopf zu wiedersetzten, die ihm befohl noch schneller zu fahren, obwohl er das als Waggon nicht konnte...
Sein sonst so hübsches Gesicht verzog sich zu einer schmerzhaften Grimasse... Er konnte sich der Stimme, die er irgendwo vorher schon einmal gehört hatte und kannte, einfach nicht widersetzten, dabei musste er das, doch jedes Mal wenn er versuchte stehen zu bleiben oder sogar umzudrehen, stach es ihn in seinen Bauch und er konnte sich für einen Moment nicht mehr bewegen...
Trotzdem versuchte er es immer wieder und doch schaffte er es einfach nicht, auf einmal gaben seine Beine unter ihm nach und er fiel mir dem Gesicht voraus auf die Gleise. Ein noch stärkerer Schmerz schoss durch seine Wange und durch seine Stirn... Er spürte wie das Blut über sein Gesicht lief und sich unter ihm zu einer Pfütze sammelte. Und doch zog die Stimme ihm wieder auf die Beine und zog ihn weiter in Richtung Gleis 13... Nicht einmal seine Arme gehorchen ihm noch...
Er konnte nichts mehr machen, er bewegte sich, wie bin einem unsichtbaren Seil gezogen, immer weiter zu Gleis 13.
Nach weiteren Stürzen kam er dort auch Blutüberströmt an...
Die Stimme hatte sich mittlerweile zu einem hohen Kreischen und Schreien entwickelt, wovon er Kopfschmerzen bekam... Seine Kopfverletzungen halfen dabei nun auch nicht weiter...
Das Gleis, das er nun erblickte sah einfach schrecklich aus... Komplett überwachsen und teilweise schon vom Boden verschluckt... Und doch zog das Kreischen in seinem Kopf ihn immer weiter... Er versuchte sich noch zu widersetzten und streckte unter großer Anstrengungen den Arm aus, um sich noch an einem Pfeiler des schon fast komplett zerstörten Bahnsteiges festzuhalten... Doch kurz bevor seine Fingerspitzen den Pfeiler erreichten, durchschoss ein starker Schmerz seinen Arm, weswegen der Waggon ihn zurückzog. Und die Stimme wurde immer  lauter und dröhnender... Er konnte nun keinen einzigen klaren Gedanken mehr fassen und doch blitzte ein Satz, den die Diesel am Tag vorher zu ihm gesagt hatten, vor seinen Augen auf...
‚Und dann... dann war da plötzlich Blut auf den Schienen...’, das hatten sie gesagt...
Er wollte noch nicht sterben... Er war noch zu jung dafür... Trotzdem folgte er der Stimme machtlos weiter über das kaputte Gleis... Es waren viel zu viele Löcher im Boden, so fiel er ständig hin, doch die Stimme in ihm zerrte ihn immer wieder direkt nach dem Sturz auf seine Rollen, also wäre er eine Marionette, die man an dünnen Fäden bewegte... Er hatte keinerlei Kontrolle mehr über seine Gliedmaßen und gerade also er sich wieder einmal versuchte der Stimme zu widersetzten tauchte ein Stück des Gleises aus dem Nebel aus, oder eher ein nicht vorhandenes oder zumindest überflutetes Stück... Der Waggon wollte sich umwenden, doch das einzige was er erreichte war, dass die Stimme in seinem Kopf kreischte, dass seine Zeit gekommen sei und er sich ihr nicht widersetzten sollte. Doch bevor die Stimme weiter Kreischen konnte wurde alles schwarz um seine Augen...
Als er sie wieder öffnete sah er nichts und als er versuchte einzuatmen, schoss nur ein Schwall Wasser in seinen Mund...
Er war erledigt, er wollte, dass alles jetzt endlich aufhörte, er wollte sterben und hier ein dem Fluss wäre das gut, für eine Sekunde war sein Kopf frei von der Stimme und er fühlte sich so frei wie noch nie in seinem Leben, doch keine zwei Sekunden später war die Stimme wieder da, die ihm befahl aufzustehen und schon wurde er wie von unsichtbarer Kraft nach ober gezogen und Luft strömte in seine Lungen, anscheinend wollte die Stimme nicht, dass er starb...
Wieder wurde er weitergezogen, hin zu einem Wald, der komplett von Nebel umschlossen war...
Zu der einen Stimme in seinem Kopf kamen, je näher er dem Nebel kam, immer mehr... Sie flüsterte ihm zu er solle kommen, er solle endlich nach Hause kommen, zu ihnen... Und die kreischende Stimme in seinem Kopf trieb ihn immer weiter in den Wald hinein...
Er wurde von hinten geschoben... Und doch prallte er nur einen Meter weiter gegen etwas...
Wieder widersetzte er sich der Stimme und wandte unter Schmerzen seinen Kopf um... Doch er sah nichts, was ihn hätte berührt haben können... Es war grauenhaft und in genau diesem Augenblick berührte ihn etwas von vorne, schnell riss er seinen Kopf herum, doch er sah nichts und diese Bewegung brachte ihn wieder zu Fall...
Mit dem Gesicht nach unten lag er auf den bewachsenen Gleisen, während um ihn herum die Stimmen wisperten und unsichtbare Hände ihn am Rücken berührten... Doch die Stimme zog ihn wieder weiter... Er sollte aufstehen doch immer wieder knickte er ein... Und die Stimme wurde mit jedem Versuch lauter und lauter... Nach gefühlt 1000000 Versuchen schaffte er es aufzustehen, doch er taumelte mehr weiter, als dass er fuhr... Nur die Kraft der Stimme hielt ihn auf den Beinen und zog ihn immer tiefer in den Wald. Es wurde immer dunkler und auch die unsichtbaren Stimmen um ihn herum kamen näher und wurden lauter, immer noch hatte er das Gefühl von allen Seiten beobachtet und angefasst zu werden...
Und die Stimme zog ihn immer weiter und weiter ... Jedesmal wenn er sich versuchte dagegen zu wehren stürzte er und verlor immer mehr an Kraft... Sein kompletter Körper war von Blut, Öl und Kühlwasser bedeckt... Sein Gesicht war so aufgerissen, dass man schon die Maschinenteile sehen konnte... Der Blutverlust machte ihn noch wirrer im Kopf, als er eh schon war und das Blut, das von seiner Stirn in seine Augen lief, färbte seine Sicht rot...
Er konnte es nicht wegwischen, seine Hände gehorchen ihm nicht mehr...
Er war am Ende, dich die Stimme ließ nicht locker und zog ihn immer weiter...
Doch eine der flüsternden Stimmen sagte leise, dicht an seinem Ohr, dass er sich widersetzten sollte, seine Zeit war noch nicht gekommen, er sollte noch viele Fahrten erleben und Abenteuer, es war noch nicht das Ende, er würde es schaffen, wenn er an sich glaubte und sich der Stimme wiedersetzte...
Die flüsternde Stimme ließ neuen Mut ihn dem Waggon aufkeimen und in einem letzten Kraftakt drehte dieser sich um und schrie:„Das ist nicht das Ende! Ich werde leben! Meine Zeit ist noch nicht gekommen!”
Die Stimme in seinem Kopf wurde leider und versprach ihm, dass er seinen Schicksal doch eh nicht entgehen könnte... Und wieder hatte er das Gefühle, die Stimme zu kennen. Doch seine unsichtbaren Fesseln und Ketten die ihn auf den Rollen gehalten hatten verschwanden und der rote Bremser fiel zu Boden und es wurde alles schwarz...
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