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Das Ende?

GeschichteDrama, Mystery / P12 / Gen
Belle Buffy Caboose Hip Hopper Krupp Volta
25.09.2019
11.05.2020
20
43.870
4
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Dieses Kapitel
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11.05.2020 2.160
 
Epilog: Ein neuer Beginn





Die Gestalt kam immer weiter den Berg heraufgefahren und mit jedem Meter, den sie hinter sich brachte, wurden die Züge oben auf dem Berg nervöser.

„Was ist, wenn wir direkt wieder weggeschickt werden?”, Rocky 2 zappelte die ganze Zeit herum.
„Jetzt halt doch still, wenn du so zappelst, werden wir bestimmt weggeschickt!”, ermahnte ihn sein älterer Bruder.
„Genau, wir sollten einen guten Eindruck machen”, stimmte auch der Prince of Wales einmal den anderen zu und rückte sich seine Kappe zurecht, warauf er jedoch ein 'Man kann's auch übertreiben' von Weltschaft zu hören bekam.
„Mimimimimi”, machte Hopper 3 daraufhin und Ashley schüttelte nur den Kopf.
„Och kommt, hört doch jetzt bitte auf zu streiten”, beschwerte sich Rocky 3.
„Genau!”, stimmte Hashamoto zu.

„Ach haltet euch doch da raus”, Rocky 2 war viel zu aufgeregt, um auch nur irgendwie still zu halten und war drauf und dran dem Zug einfach entgegen zu fahren, also packte der ältere Frachtwaggon ihn am Arm und hielt ihn fest, damit er nicht wegfuhr und  dass der andere sie deswegen noch wegen fehlender Manieren wieder wegschicken würde.

Sie waren jetzt schon so weit gekommen und hatten gerade in scheinbar tiefster Nacht, der älteste Frachtwaggon hatte schon lange auf dieser Reise das Zeitgefühl verloren, einen neuen, großen Bahnhof gefunden, den ersten, den er seit langer Zeit zu Gesicht bekommen hatte, er konnte jetzt nicht riskieren, dass sie wieder weggeschickt werden würden und noch weiterfahren müssten, vor allem nicht, nachdem, was Buffy gesagt hatte, was ihm die ganze Zeit nun ihm Kopf herumgeisterte.



„Ruhe jetzt!”, zischte Poppa, als der andere Zug schon fast an sie herangekommen war und sofort verstummte das ganze mehr oder weniger leise Gemurmel und sogar Rocky 2 schaffte es jetzt dich stillzustehen.


„Guten Abend, willkommen im Bahnhof 'Weiß aus dem Meer'”, nun trat der Zug aus dem Schatten der Bäume und fuhr ins Mondlicht, sodass man erkennen konnte, was für ein Zug es war.
Der Gegenüber war eine schon etwas ältere Dampflokomotive, die in einfachen Brauntönen gehalten war, zumindest schien es so und die Gesichtszüge des Zuges strahlten eine Weisheit und Erfahrenheit aus, wie die Ausrangierten es sonst nur von Poppa kannten, an das kam nicht einmal Belle heran.

„Kann man euch irgendwie helfen?”
Nun trat Poppa einen Schritt vor:„Guten Tag, wir kommen von dahinten aus dem Wald...”
„Entschuldige bitte die Unterbrechung, aber ihr kommt von der anderen Seite, habe ich das richtig verstanden?”
„Ich bitte um Entschuldigung, welche andere Seite?”, stellte Poppa die Gegenfrage.
„Oh ihr scheint nicht von hier zu kommen, ich meine vom Fuß des Berges”, die andere Dampflok zeigte hinter Poppa.
„Ja, von dort kommen wir.”

„Meines Wissens, war dort noch nie jemand von uns hier, das müsst ihr mir genauer erzählen!”, der Gegenüber schien neugierig geworden zu sein.
„Aber das ist eine ziemlich lange Geschichte.”
„Ach, das ist kein Problem, ich habe Zeit, ihr könntet mir eure Geschichte ja auf dem Weg den Berg herunter erzählen, wenn es Nacht wird kommt hier oben ein ziemlicher Wind vom Meer auf und es wird kalt, wir sollten zum Bahnhof zurückkehren”, sagte er und winkte den Zügen und Waggons zu, welche fragend zu Poppa schauten, der dann auch nickte und damit den Befehl gab, dem Fremden zu folgen.


„Und jetzt erzählt Mal”, forderte dieser abermals auf.
„Also der Reihe nach von vorne: Wir kommen von einem Bahnhof von weit weg, dort hatten wir eine Art Chef, Control, der hat uns dann vor kurzem ausrangiert und”, und so begann Poppa ihre Geschichte zu erzählen, teilweise ergänzt von den Anderen, während die fremde Dampflok gespannt der Erzählung lauschte.

„So sind wir hier gelandet und bei der Gelegenheit wollten wir fragen, ob hier vielleicht noch ein Platz für uns wäre...”, beendete Poppa seine Erzählung.
„Das klingt aber interessant, das mit eurem Bremser und dem Rüster tut mir natürlich sehr Leid”, gab die andere alte Dampflok zurück, die nun von allen erwartungsvoll angeschaut wurde, da alle auf eine Antwort warteten. Dann lachte er:„Ach, da lässt sich bestimmt was machen, zusätzliche Züge sind hier immer gerne gesehen und Waggons auf jeden Fall auch, ich rede Mal mit unserem Chef, Mal schauen, was sich da machen lässt!”, dann verabredete er sich noch mit Poppa für den nächsten Morgen und zeigte ihnen ein Depot, in dem sie für die erste Nacht zumindest einmal unterkommen konnten.

Duvay wurde direkt zu dem ansässigen Reparaturwaggon gebracht, der Belle versprach, dass sie sich gut um den Schlafwagen kümmern würde.

Sonst wurde an diesem Abend nicht mehr viel geredet, alle von ihnen waren viel zu müde, um noch irgendetwas zu sagen und sie alle hofften, dass sie hier bleiben konnten.



Am nächsten Morgen waren alle jedoch schon ziemlich früh wieder wach und noch aufgeregter als am Abend zuvor, denn Poppa war gerade schon losgefahren, um sich mit der Dampflok zu treffen.

„Jetzt werden wir also sehen, in wir hier bleiben können”, tuschelte der Prince of Wales und fuhr in dem Depot auf und ab.
„Oh man... Wann kommt Poppa nur wieder?”
„Aber die Dampflok sah nett aus, ich hoffe einfach, dass wir hierbleiben können, es scheint schön zu sein”, meinte Ashley.
„Na warten wir's einfach ab.”
„Ja, Mal sehen”, Hip Hopper 3 drehte nervös an seiner Kappe herum.
„Das wird schon gutgehen”, sprach Weltschaft sich und den anderen Mut zu.
„Du bist der erste Deutsche, der positiv denkt”, lachte Buffy und versuchte die Stimmung etwas aufzuheitern, doch er erntete nur einen bösen Blick von Weltschaft:„Ich kann auch anders.”
„Bitte nicht!”
„Na dann sei still!”, giftete der Deutsche zurück, doch dann besann er sich eines besseren,„Tut mir Leid, ich bin auch nervös...”
„Schon gut, ich verzeihe dir, einmal noch”, lachte der Buffettwaggon zurück und lächelte die grüne Lok kurz an, ehe sie sich wieder zu Bobo drehte.


In diesem Moment öffnete sich die Tür und alle Köpfe drehten sich sofort dorthin, wo sie zwei strahlende Dampflokomotiven vorfanden.

„Ich habe eine gute Nachricht für euch”, begann Poppa sofort,„Und zwar dürfen wir hierbleiben! Ihr habt zwei Wochen Zeit, um die ortsansässigen Lokomotiven und Waggons kennenzulernen, dann fangt ihr langsam mit euren Fahrplänen an!”
„Am Anfang werden euch zu jeder Fahrt noch eine Begleitlok von hier zur Seite gestellt, damit ihr euch die Strecken besser einprägen könnt”, fügte die andere Lok noch hinzu,„Falls ihr Lust habt, bieten wir euch an, euch die Strecken schon vorher zu zeigen und jetzt nocheinmal ein herzliches Willkommen in Weiß aus dem Meer! Ich bin Herby, die anderen werdet ihr im Laufe der nächsten Tage und Wochen kennenlernen!”

Nach diesen Worten brach das ganze Depot in Jubel aus, sogar Volta und Purse freuten sich mit, sie hatten wieder ein Zuhause und würden wieder auf die Beine kommen!





Zwei Monate später




Vor sechs Wochen hatten die Ausrangierten Lokomotiven und Waggons angefangen hier ihre Touren zu fahren.

Weltschaft musste sagen, er hatte sich ziemlich schnell am die neue Umgebung und die neuen Strecken gewöhnt und auch die Passagiere in dem Personenzug, den er normalerweise jeden Tag zog freuten sich immer, die grüne Lok zu sehen, was nicht zuletzt daran lag, dass er altes Eisen war und immer pünktlich kam, was man von anderen Nahverkehrszügen in diesem Bereich nicht immer behaupten konnte.

Aber die Hauptsache war, dass ihm die Arbeit hier Spaß machte, auch wenn er sich zuerst an das viele Gerede der beiden Zweite-Klasse-Waggons und dem Erste-Klasse-Waggon, die ihm zugeteilt worden waren, gewöhnen musste, doch eigentlich waren sie nett und sie hatten auch immer interessante Themen zum Bereden, so wurden die Fahrten auch nie langweilig.


Ähnlich ging es auch Hashamoto, dem Prince of Wales und Bobo, ihnen wurden ebenso neue Zuge zugeteilt, wobei Bobo sogar Dinah, Ashley und Buffy mit einem Erste-Klasse-Waggon zugeteilt wurde, was den Franzosen natürlich sehr freute.


Vicki und Lin wurden einem Nachtzug mit einer längeren Strecke zugeteilt, woran die beiden jedoch schon gewöhnt waren und da keine Schlafwagen der dritten Klasse mehr benötigt wurden, wurde Vicki zu einem der zweiten Klasse umfunktioniert.


Volta und Purse wurden einer netten E-Lok zugeteilt, die alles andere als Electra war, der sich immer für den besten gehalten hatte. Diese neue Lok war ganz anders, aber die beiden hatten sich schnell an sie und den Reparaturwaggon, der auch zu der E-Lok gehörte, gewöhnt und waren sogar schon zu ihm gezogen, wobei Volta sowieso die meiste Zeit, die sie frei hatte mit Hashamoto verbrachte, da dieser sie bei allem unterstütze und ihr auch mit der Trauer um Krupp half.


Die Hopper und Rockies wurden den ansässigen Frachtzügen zugeteilt und hatten auch sehr viel Spaß dabei, den Diesel, der sie immer ziehen musste, zu ärgern, was diesem zwar nicht gefiel, aber er zog sie trotzdem immer weiter, etwas anderes wäre auch nicht möglich gewesen.


Poppa und Belle wurden einem Nostalgie-Sonderzug zugeteilt und Poppa hatte, als nun älteste Lok im ganzen Bahnhof, die Ehre jeden Sonntag den Sonderzug des Bahnhofmuseums zu ziehen.


Der Reparaturwaggon hatte es tatsächlich geschafft Duvay so wieder herzurichten, dass sie zumindest ab und zu mit einigen Sonderzügen fahren konnte, dass sie durch den Starlight Express und die Menschen wieder genügend Kraft aufstauen konnte, dass sie wieder an dem Nachtzug teilhaben konnte und wieder ihr Leben genießen konnte.


Auch mit den Waggons und anderen Lokomotiven verstanden sich die Neuankömmlinge auf Anhieb gut, sie schienen alle freundlich und hilfsbereit zu sein, was natürlich gut ankam und die angebotene Hilfe auch sehr gerne angenommen wurde.


So gewöhnten sich die ehemaligen Züge aus dem Starlight-Tal an das neue Leben in Weiß aus dem Meer, doch hin und wieder wurde auch die ganze Freude mit den neuen Freunden von ihrer Vergangenheit, dem Verlust Krupps und Caboose' und dem Verlust all ihrer alten Freunde, die natürlich vermisst wurden, überschattet.


Doch sie hatten alle beschlossen, sich nicht davon unterkriegen zu lassen und sich an ihrem neuen Bahnhof wohlzufühlen...




Ende


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Hallöchen, meine Lieben, das ist nun also das Ende meiner Geschichte hier, wir sind jetzt tatsächlich hier angekommen und ich möchte jetzt auch wirklich sehr gerne noch ein Schlusswort an euch alle da draußen (im Moment wohl besser eher dinnen... Sorry, musste sein) richten!


Erstmals hoffe ich natürlich, dass es euch allen gut geht und vor allem, dass euch diese Geschichte gefallen hat!

Ich bin beim Schreiben von ihr tatsächlich durch Höhen und Tiefen gegangen, zwischendurch wusste ich tatsächlich nicht, wie es weitergehen sollte, weil es einfach nicht so geworden ist, wie ich es am Anfang geplant habe, wobei ich jetzt im Nachhinein denke, dass es dann doch eine ganz annehmbare Geschichte geworden ist...
Aber daher gab es auch zwischendurch Mal einen etwas längeren Zeitraum ohne Kapitel. Ich hoffe ihr verzeiht mir das ^^

An anderen Stellen wusste ich dafür, genau, was ich schreiben wollte und da hat es dann auch so geklappt, was mich persönlich natürlich immer gefreut hat, da ich dann wirklich sehr viel Spaß am Schreiben hatte!
Ich hoffe, wie gesagt, dass ihr auch beim Lesen Spaß hattet!

Und ich muss euch sagen, ich hab alles auf dem Handy getippt, weil ich meinen Computer kurz vor Start der Geschichte geschrottet habe und es immer noch nicht geschafft hab, einen neuen zu besorgen (dabei ist das schon gefühlte 100 Jahre her...), das war so anstrengend kann ich euch sagen, echt, wenn ich das nochmal machen muss...


Und ich habe definitiv auch noch eine Erfahrung gemacht: Ich habe schon vorher Fanfictions in anderen Fandoms (die ich nie hochgeladen habe, aber egal) geschrieben, bei denen ich vorher kein bisschen geplant hatte, was im Laufe der Geschichte passieren sollte, hier habe ich das jetzt zumindest etwas geplant und mir ist das Schreiben viel, wirklich sehr viel leichter gefallen!
Mir hat das Planen hierbei sehr geholfen, das wollte ich nur eben kurz  hier noch einmal anmerken.



Und jetzt muss ich auch noch ein ganz arg großes Dankeschön an meine drei treuen Reviewer xNele, Tilajasar (meine Autokorrektur will übrigens immer irgendeinen Mist aus deinem Namen machen, der Guten ist auch schon lange nicht mehr zu trauen :D) und midnightmind (Bei den Dreien dürft ihr anderen natürlich auch vorbeischauen, die Geschichten von ihnen sind fantastisch!) ausrichten:
Vielen, vielen Dank, dass ihr immer und zu fast jeden Kapitel ein Review dagelassen habt, das hat mich jedes Mal so immens gefreut und mich so motiviert weiterzuschreiben, wirklich, mein Dank an euch ist echt so groß, vielen lieben Dank!


Ich glaube, das war's dann auch schon, wobei ich nicht denke, dass das das letzte Mal war, bei dem ihr von mir gehört habt, wenn ihr dranbleibt, kommen hier bestimmt noch Geschichten von mir, zumindest bei einer habe ich schon etwas angefangen, wann die dann kommt, weiß ich nicht, denn die erfordert wirklich ganz viel Recherche und Hintergrundinformationen, Mal schauen, was daraus dann wird...


Na dann auch an alle anderen da draußen, vielen Dank, dass ihr diese Geschichte gelesen habt und bis zum Ende dabeigeblieben seid und jetzt ganz viele liebe Grüße

Carpe Noctem

Ann <3
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