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Das Ende?

GeschichteDrama, Mystery / P12 / Gen
Belle Buffy Caboose Hip Hopper Krupp Volta
25.09.2019
11.05.2020
20
43.870
4
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19.04.2020 1.970
 
Kapitel 17 Unwetter




Eigentlich war Red Caboose niemand, der so leicht in Panik geriet, das wäre bei seinem Job, Züge zum Anhalten zu bringen und das oftmals in kurzer Zeit, auch nicht unbedingt angenehm, doch nun war schon wieder das Gleis unter ihn weggebrochen und er hing nur noch an den Kupplungsringen von Krupp vor ihm.

Erschwerend kam noch hinzu, dass hinter ihm nun ein reißender Bach in die Tiefe stürzte und alles mit sich riss, was sich ihm in den Weg stellte: Pflanzen, Steine, sogar ganze entwurzelte Bäume waren schon so dicht an ihm vorbeigefallen, dass er jedes Mal dachte, dass er getroffen werden würde, von dem Fluss mitgerissen würde und in die Tiefe stürzen würde.

Und die einzige Möglichkeit sich festzuhalten war eben der Rüster vor ihm, der auch immer weiter nach hinten zu dem Sturzfluss gedrückt wurde.

Daher war der Bremswagen nun in Panik ausgebrochen, denn noch einmal irgendwo abstürzen war wirklich das letzte, was er tun wollte:„Weltschaft! Stopp! Hilfe!”, schrie er so laut er konnte,„Krupp! Ich rutsche ab!”


Krupp hörte über den tosenden Sturm hinweg, dass jemand von hinten seinen Namen rief und etwas vom Abstürzen und das bereitete ihm Sorge, da er auch immer weiter nach hinten gedrückt wurde.
Ein Blick über seine Schulter verriet ihm auch, was passiert war, auch er bemerkte den fast schon  wasserfallartigen Bach und Caboose, der nur noch von ihm selbst gehalten wurde, doch schlimmer war jetzt, dass auch er immer weiter nach hinten gedrückt wurde.

Was sollte er jetzt nur machen, er musste den Zug irgendwie zum Stoppen bringen, doch wie?
Er war kein Bremswaggon und Weltschaft drückte immer weiter nach hinten, er musste den Deutschen irgendwie darauf aufmerksam machen:„Weltschaft! Es geht nicht weiter!”, brüllte er über den Lärm und auch Volta, die inzwischen bemerkt hatte, was vor sich ging, versuchte ihn mit Rufen zu unterstützen.



Weltschaft hatte jetzt auch das Rufen bemerkt, doch der Fluss vor ihm breitete sich immer weiter aus und es regnete immer stärker: Er sah keine andere Möglichkeit, als weiter nach hinten zu fahren:„Es geht nicht! Hier ist auch ein Fluss! Wir können nicht weg!”


Derweil war Krupp am anderen Ende des Zuges auch sehr nah an den Abgrund gekommen:„Volta! Es hört nicht auf zu regnen!”
„Ich weiß, was jetzt?”, auch der Kühlwagen wollte definitiv nicht irgendwo abstürzen.
„Ich kuppel mich ab! Dann bleibst du wenigstens sicher!”
„Nein!”, die Aussicht Krupp abermals, diesmal vielleicht sogar für immer zu verlieren war noch schlimmer, als die abzustürzen. Sie hatte ihn doch gerade erst wiedergetroffen, das konnte doch jetzt schon nicht wieder zu Ende sein.

„Doch! Es gibt keine andere Wahl!”
„Krupp! Nein! Bitte nicht!”
„Drückt euch dicht neben die Felswand! Sie wird euch vor noch mehr von diesen Strömen beschützen!”
„Was? Wie? Was meinst du?”
„Na die geht so schräg nach oben, dass sie über euch sozusagen ein Dach bilden wird! Macht jetzt!”


Die Waggons und Lokomotiven weiter vorne im Zug, die die Befehle von Krupp entweder gehört oder weitergesagt bekommen hatten, machten sich auch direkt daran, sie zu befolgen, eine andere Möglichkeit hatten sie eh nicht und auch, wenn es nicht das Beste war, blieb ihnen doch nichts anderes übrig.

„Achtung Dinah! Ashley! Schnell!”, sobald Buffy dicht an den Fels gedrückt dastand, zog sie direkt den blonden Speisewagen und den Rauchwaggon neben sich,„Ihr auch! Bobo! Hashamoto! Beeilt euch! Und holt die Frachter und Weltschaft dazu!”

„Isch kann nischt!”, Bobo hatte sich in der ganzen Panik um ihn herum in irgendeiner Pflanze verheddert und konnte sich so kaum noch bewegen.
„Du musst!”
„Buffy! Hilf mir!”
„Geht nicht!”, Buffy war so zwischen Dinah und Ashley und den anderen, die sich noch neben sie gequetscht hatten, eingeengt, dass auch sie nichts mehr tun konnte und außerdem musste sie gerade Belle helfen, die auch noch Duvay vor sich hatte:„Buffy! Nimm du Duvay! Schnell jetzt!”
„Ich kann nicht!”, rief diese und warf einen besorgten Blick zu Bobo,„Es tut mir leid, aber Bobo.”
„Und was ist jetzt mit Duvay?!”

„Warte Bobo! Ich komme! Belle! Hier ist noch Platz!”, Lin hatte sich abermals von dem Fels gelöst, so hatten einerseits Duvay und Belle noch einen Platz, zu dem sie die beiden auch direkt mit Gewalt zog und andererseits konnte sie jetzt mehr oder weniger Bobo helfen.
„Mach schnell! Beeil disch! Der Wind! So stark 'at es in meinem Lebön noch nischt gewindet!”
„Jaja, ich komm ja schon!”, vorsichtig bewegte sich der Schlafwagen vor zu Bobo , gestützt durch die helfenden Hände der anderen.
„Isch kann nischt mehr!”
„Bleib still!”, rief Lin ihm entgegen,„Du verhedderst dich so nur noch mehr!”, sie hatte bemerkt, dass sich eine Pflanze in seinen Rädern verheddert hatte,„Ich muss jetzt ziehen!”, und so ging sie auf die Knie und zog mit aller Kraft an der Pflanze, um Bobo von ihr zu befreien,„Warte noch kurz! Achtung jetzt!”

Sofort zog Buffy Bobo zu sich und Hashamoto machte sich daran Lin wieder an die Wand zu ziehen.


So standen nun alle etwas sicherer an die Felswand gelehnt, alle bis auf Volta, Krupp und Caboose, denn Volta, versuchte immernoch mit aller Kraft den Rüstungswagen und den Bremser wieder näher zu sich zu ziehen.

„Volta! Bitte! Jetzt lass mich endlich abkuppeln! Du stürzt nur auch noch ab! Jetzt geh!”
„Ich kann dich doch nicht hier einfach alleine lassen!”
„Doch! Kannst du! Und jetzt mach endlich! Bring dich in Sicherheit! Zwei Tote sind besser als Drei!”
„Zwei Tote sind schon zwei zu viele! Lass Caboose doch einfach los!”
„Volta, jetzt mach endlich, bitte! Ich will nicht, dass du stirbst!”
„Dann lass Caboose los!”
„Geht nicht! Er hält sich doch fest!”
„Dann versprich mir nicht zu sterben!”
„Das kann ich nicht!”
„Dann geh ich nicht! Sag es mir!”
„Ich kann dir nur eins sicher sagen: Ich glaube nicht an No-Win-Szenarien! Irgendwie schaffen wir das! Bring dich in Sicherheit! Es gibt keine No-Win-Szenarien!”, und mit diesen Worten stieß er Volta mit aller Kraft von sich zu Purse an die Wand, der sie auch sicher auffing.


Caboose hatte sich derweil die ganze Zeit über an Krupps Kupplungsringen festgehalten:„Und was machen wir jetzt?”
„Warte!”, Krupp stand gerade so noch auf dem Gleisen, während Caboose schon halb in dem Wasserfall hing und auch immer weiter abrutschte,„Achtung! Das wird riskant!”
„Ich will aber nichts riskantes!”
„Sagte er und bremste aus Spaß Züge in voller Fahrt aus”, fügte Krupp leise für sich hinzu und schüttelte kurz den Kopf,„Achtung jetzt!”, dann packte Caboose' Handgelenke warf ihn mit aller Macht nach oben und drehte sich blitzschnell um.

„Hiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiilfe!”, schrie Caboose während er wegen Krupps Manöver wild durch die Luft geschleudert wurde.

Der Rüster, der sich derweil umgedreht hatte, stürzte sich auf Caboose und bekam ihn gerade so noch an den Händen zu fassen, doch der Bremser wurde wieder von dem Fluss erfasst und nach unten gerissen und so schlug auch Krupp unsanft mit dem Gesicht voraus auf dem Boden auf.
„Krupp! Nicht loslassen!”
„Was denkst du, mach ich gerade?!”, stöhnte dieser und versuchte nicht weiter über die Kante zu rutschen, was ihm jedoch nicht gelang.


Purse beobachtete dabei, dicht an die Wand gedrückt und Volta noch immer festhaltend, das Schauspiel durch den nicht nachlassenden Regen:„Warum macht er das?”
Darauf hatte Volta auch keine Antwort, sie sah nur geschockt, wie Krupp geradewegs auf den Boden fiel:„Er hätte doch Caboose einfach loslassen können”, sagte sie traurig,„Warum muss er denn immer sein Leben für andere riskieren?”
„Volta, komm, du weißt doch, so war er schon immer, er schafft das schon.”
„Das ist es nicht, Purse, warum bringt er sich immer wieder selbst in Gefahr? Er hätte Caboose fallen lassen können, aber nein, jetzt liegt er auch halb über der Kante!”
„Hättest du Caboose denn fallen gelassen?”
„Ja.”
Purse starrte sie entsetzt an.
„Jetzt schau nicht so! Er hat schon so viele Züge entgleisen lassen! Und jetzt reißt er Krupp mit in den Tod!”
„Was hast du eigentlich auf einmal mit Krupp?”
„Man, schau, ich hab Jahre, Jahrzehnte mit ihm unter einem Dach gelebt, dann musste er weg und jetzt haben wir ihn gerade wieder getroffen, ich will ihn nicht schon wieder verlieren! Sag mir nicht, dass es dir nicht auch so geht!”
„Ja gut, du hast Recht, irgendwie, aber trotzdem...”
„Kein 'aber'”, fiel Volta ihm ins Wort und versuchte sich von dem Griff des Geldtransporters zu lösen.
„Volta! Lass das!”
Doch Volta kämpfte immer weiter gegen Purse an:„Krupp!”, schrie sie und schlug immer weiter nach dem anderen ehemaligen Component.


„Und was machen wir jetzt?”, fragte Hip Hopper 3.
„Die Frage ist viel eher, was die da vorne machen”, stellte Hashamoto fest, nachdem er den Schrei von Volta durch den platschenden Regen gehört hatte.
„Ich wüsste es nur zu gerne”, gab Vicki zurück.
„Ich auch”, musste auch Poppa, der irgendwie neben den Frachtern gelandet war, zugeben.
„Na dann geht doch nachschauen”, witzelte Rocky 3, doch er wurde mit einem bösen Blick des ältesten Rockys zur Ruhe gebracht und so zitterte er vor Kälte stumm weiter.


„Mir ist kalt”, jammerte auch Dinah.
„Ach, so schnell erfrierst du schon nicht, wir sind Waggons und keine Menschen, alles ist gut”, beruhigte Ashley sie.
„Aber mir ist kalt und es ist alles nass, Buffy, hast du nicht was zum Trinken da, es heißt doch, dass das aufwärmt!”
„Stimmt! Buffy! Du bist Buffettwagen, du hast doch sicher noch was! Nur einen kleinen Schluck, bitte”, bettelte auch Ashley, der zugegebenermaßen auch kalt war und ihre Zigaretten waren schon lange in dem ganzen Regen durchweicht.
„Öhm...”, druckste Buffy jedoch nur herum.
„Sag nicht, dass du schon alles leergetrunken hast!”
„Ja, also...”
„Ernsthaft Buffy?”
„Ich hab an sich nicht mehr viel gehabt.”
„Buffy! Jetzt lüg mich nicht an.”
„Ok, Dinah, einen Wodka Martini hab ich noch, aber jeder nur einen einzigen Schluck! Wer weiß, wie lange der noch reichen muss und vor allem ist zu viel Alkohol in der Situation auch nicht gut!”, geschlagen öffnete sie den Martini und reichte ihn Dinah, die ihn auch nach einem Schluck tatsächlich an Ashley weiterreichte.
„Wow, Buffy, wie kannst du so Zeug nur mögen?”
„Ich tu's halt”, gab der Buffettwaggon nur zurück und dann schweife ihr Blick in die Ferne.



So relativ entspannt, wie bei den drei Personenwagen, war die Situation bei Krupp und Caboose nicht: Der Fluss zog die beiden immer weiter nach unten und auch Krupp hing schon mit dem kompletten Oberkörper über der Kante und bekam so immer wieder Äste und Steine auf den Kopf:„Caboose! Ich rutsche auch ab!”
„Was denkst du, tu ich?”, gab der Bremser im einem ziemlich genervten Tonfall zurück.
„Ich wäre an deiner Stelle lieber leise, du weißt schon, dass nur noch ich dich halte! Ich kann dich jeder Zeit loslassen!”
„Das würdest du nicht tun!”, rief Caboose zurück und schwenkte seine Beine hin und her um einen Halt zu finden.

Doch durch diese Aktion rutschte Krupp noch mehr über die Kante und musste Caboose mit einer Hand loslassen, damit er sich überhaupt noch selbst festhalten konnte:„Erstens würde ich das, zweitens: HÖR AUF ZU WACKELN!”
„Hier ist aber ein Vorsprung! Ich hab ihn gleich!”, rief Caboose zurück und holte noch einmal Schwung.



Genau in diesem Moment hatte sich auch Volta von Purse befreit und stürzte zu der Kante, um nach Krupps Beinen zu fassen, doch es war zu spät, der letzte Schwung von Caboose hatte bewirkt, dass Krupp sich nicht mehr halten konnte und mit dem Bremser in den reißenden Wasserfall gezogen wurde und herabstützte.

Volta konnte nur noch dabei zusehen.



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Halli Hallo,

Wie manche von euch bemerkt haben, habe ich meinen Benutzernamen geändert, nur dass ich euch nicht wundert: Ich bin aber noch dieselbe, die die Geschichte hier schreibt haha
Ich dachte, ich sag das Mal kurz, um noch mehr Verwirrungen fern zu halten :D

Alles Liebe

Ann
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