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Das Ende?

GeschichteDrama, Mystery / P12 / Gen
Belle Buffy Caboose Hip Hopper Krupp Volta
25.09.2019
11.05.2020
20
43.870
4
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14.04.2020 2.027
 
Kapitel 16 Zwei Wege




„Was ist denn?”, fragte Lin, die sich gerade mit einem der Rockies unterhalten hatte, auch direkt nach vorne.
„Warum halten wir?”, fügte Hip Hopper 2 noch dazu.


„Sind alle da?”, Weltschaft drehte sich um,„Gut, also, hier ist eine Abzweigung! Wir wissen nicht, wo wir weiter sollen.”
„Ich würde vorschlagen, die besseren Schienen zu benutzen”, kam ein Vorschlag von Volta,„Es gibt doch bestimmt einen Unterschied im Zustand oder nicht?”
„Die Idee ist gut...”, begann Poppa, doch er wurde direkt von Purse unterbrochen:„Und was ist, wenn es aber dann nicht weitergeht auf einmal?”
„Genau! Wenn wir jetzt einmal den falschen Weg nehmen, dann sitzen wir fest!”, stimmte auch Hopper 1 dem Geldtransporter zu.
„Dann können wir ja immernoch zurück und den anderen Weg benutzen”, warf Caboose ein.
„Und was ist, wenn etwas schlimmes passiert?”
„Was soll denn schon passieren?”, auch Krupp war sichtlich genervt.
„Na, wer weiß, wir wurden ausrangiert, sind durch einen komischen Wald, eine Brücke ist unter uns zusammengebrochen, wir haben zwei alte Freunde in einer Schlucht wiedergefunden und dann auch noch euch, wer weiß, was da noch alles passiert?”, zählte Hopper 1 auf.

Dazu zählte Buffy noch die drei Steine im Wald, doch das behielt sie lieber für sich in ihren Gedanken, denn das würde bei den anderen nur noch mehr Panik auslösen, das wusste Buffy und Panik war jetzt das allerletzte, was sie gebrauchen konnten.

„Und Monster!”, schrie der dritte Hopper dazwischen,„Was wenn da Monster sind?”
„Oh man”, Vicki schlug sich die Hand vor ihr Gesicht,„Ich hab ewig im einem Wald gewohnt und exakt kein einziges Monster gesehen, warum sollte dann jetzt eins auftauchen?”
Doch darauf hatte der Kastenwagen wieder eine Antwort:„Du kannst nicht ausschließen, dass da bei dem Gleis kein Monster lauert! Wer weiß das schon sicher, ich wette, hier war noch keiner von euch, also bitte.”

„Monster hin oder her, irgendwann müssen wir weiter”, unterbrach Weltschaft schließlich Auseinandersetzung,„Das rechte Gleis sieht etwas besser in Schuss aus...”
Doch wieder konnte er nicht ausreden, denn diesmal sprach ihm der Prince of Wales dazwischen:„Also ICH fahre da definitiv nicht einfach so lang!”

Weltschaft stöhnte auf, das konnte doch nicht sein, das alle auf einmal so schreckhaft waren:„Gut, dann machen wir das so, dass ich und ein, zwei andere uns Mal die ersten paar Kilometer von dem Gleis anschauen und dann wieder zurückkommen und berichten, irgendwelche freiwilligen?”
Direkt schoss Caboose Arm in die Höhe:„Ich! Ich komm mit!”
„Nein Caboose, du solltest auf gar keinen Fall mitgehen! Ich hab dich eben erst zusammengeflickt!”, widersprach Belle.
„Nene, bleib du wirklich besser hier”, schloss auch Dinah sich ihr an.
„Man ey!”

„Jemand anderes vielleicht noch?”, es hatte sich bis auf Caboose niemand gemeldet, aber Poppa wollte Weltschaft keinesfalls alleine gehen lassen, das war dann doch zu riskant.
„Boah, dann mach ich's halt”, Krupp hatte auch bemerkt, dass alle entweder auf den Boden oder in die Luft starrten und keine Reaktion von sich gaben,„Jemand anderes findet sich hier eh nicht und wenn wir”, er durchbohrte Hip Hopper 3 nun mit seinen Blicken,„Auf ein Monster stoßen sollten, kann ich wenigstens mit meinen Waffen umgehen!” und mit diesen Worten bahnte er sich durch die Waggons, die vor ihm standen und konnte so auch endlich einen Blick auf die besagte Weiche mit den zwei möglichen Gleisen werfen.

Man musste tatsächlich sagen, dass auf den einen Blick das rechte etwas besser aussah, doch ihm schien es so, als würde das nur täuschen, das andere war zwar mehr von kleinen Bäumen und Gräsern überwuchert, doch dafür konnte man bei diesem die schon sehr rostigen Schrauben erkennen, was einen nicht besonders vertrauenswürdigen Anblick bot.

„Na dann ihr beiden, aber kommt wieder”, sagte Poppa, als Weltschaft sich auf die Schienen stellte und Krupp sich bei ihm ankuppelte.
„Jaja”, machte der Rüster nur und grunzte Weltschaft an, er solle doch endlich losfahren.
„Jetzt dräng nicht so, schnell fahren können wir hier eh nicht, dafür ist der Zustand dann doch zu schlecht”, erwiderte Weltschaft, fuhr dann aber trotzdem direkt los, zwar langsam, aber sie kamen voran.


„Und nach was halten wir jetzt eigentlich Ausschau?”, fragte die deutsche Lokomotive nach einigen hundert Metern.
„Nach dem Zustand der Gleise, dem Umfeld und Monstern”, gab Krupp sarkastisch zurück.
„Na bis hierhin gehen die Gleise, das Umfeld ist immernoch Wald, nichts spannendes... Wie weit sollen wir fahren?”
„Schon noch ein Stück, wer weiß, was sonst noch so kommt”, und mit diesen Worten von Krupp fuhren sie erstmal in konstantem Tempo weiter.

Zumindest so lange, bis Weltschaft nach einer Kurve plötzlich anhielt und Krupp, der nicht vorgewarnt worden war, fast aus dem Gleis flog:„Hey! Was soll das? Was ist da?”
„Ein Baum.”
„Was?”
„Na da ist direkt nach der Kurve ein Baum auf der Strecke.”
„Ja und?”
„Hier kommen wir nicht weiter.”
„Na dann räumen wir den Baum halt weg, der sieht jetzt nicht so schwer aus.”
„Warte was?”
„Oh man, ich räume da jetzt den Baum weg, wäre nett, wenn du mir hilfst”, Krupp hatte sich schon abgekuppelt und war direkt zu einer Seite des Baumes,„Hilfst du jetzt? Oder nicht?”

„Natürlich, tut mir leid”, und so stellte sich Weltschaft zu Krupp und gemeinsam stemmten sie den Baum von dem Gleis.
„Schau, war doch gar nicht so schwer”, meinte Krupp und stellte sich direkt wieder auf das Gleis,„Ich würde vorschlagen, dass wir schauen, ob noch mehr Bäume hier liegen, sonst würde das, wenn wir den Weg nehmen, mit den anderen viel zu lange dauern die Bäume wegzuschaffen.”
„Wo du Recht hast, hast du Recht”, Weltschaft ließ ihn wieder ankuppeln und so fuhren sie wieder los.

Doch schon wenige Meter weiter kam die zweite böse Überraschung.


„Wo bleiben die denn? Wenn ihnen etwas passiert ist? Was dann?”, fragte Dinah nach einiger Zeit, die die anderen an der Weiche verbracht hatten.
„Dinah beruhig dich”, Ashley legte dem blonden Speisewagen den Arm um die Schultern,„Den beiden passiert schon nichts, du kennst doch Krupp und Weltschaft, die schaffen das schon.”
„Aber warum sind sie so lange weg?”, wollte auch Bobo wissen.
„Das Gleis ist bestimmt schon ewig nicht mehr befahren worden, da gab es bestimmt riskante Stellen”, wand Belle ein.
„Und warum sind sie dann nicht schon wieder zurückgekommen?”, Dinah wurde langsam kalt, vor allem, da es nun auch noch angefangen hatte leicht zu nieseln und das machte die Situation in dem schon so dunklen Wald keinen Deut besser.

„Vielleicht wollten sie noch weiterschauen, ob es mehr Hindernisse gibt”, meinte Hashamoto.
„Na vielleicht wurden sie auch von Dreis Monster aufgefressen”, grinste Caboose.
„Lass das! Mach denen doch nicht noch mehr Angst.”
„Belle: Schon immer eine Spaßbremse.”
„Sei du Mal ganz still, ich hab dich immerhin wieder zusammengeflickt, ich hätte dich auch einfach so lassen können”, zuckte der Schlafwagen mit den Schultern.
„Da hat sie Recht”, stimmte auch Volta zu.
„Langweiler, allesamt! Boah ey”, lachte Caboose jetzt, doch sein lachen erfrohr, als er erblickte, was da auf dem rechten Gleis angefahren kam.

„Caboose? Caboose, was ist?”, wollte Dinah wissen, die seinen Gesichtsausdruck bemerkt hatte, doch selbst nichts sehen konnte.
„Da sind zwei Monster!”, kreischte Hopper 3.
„Ich würde vermuten, dass das keine Monster sind”, widersprach Lin.
„Ich auch”, grinste Caboose jetzt wieder,„Wobei...?”, fügte er noch in sich hinein lachend hinzu.
„Aber schau doch! Ich hab's euch doch gesagt!”, Hip Hopper 3 starrte die Wesen, die komplett mit Schlamm bedeckt waren entsetzt an.
„Wartet doch ab, was passiert, wenn sie näher kommen.”
„Nein!”
„Doch! Hiergeblieben!”, Poppa ergriff den dritten Hopper, der Anstalten machte davonzufahren, am Arm,„Schau doch Mal: Das sind niemals Monster. Die sehen viel mehr aus, wie zwei Züge.”

„Ganz genau! Monster sind wir nicht!”, stöhnte der Erste.
„Was ist denn mit dir passiert Weltschaft?!”, wollte Hashamoto wissen, der sofort das grün unter dem vielen Schlamm erkannt hatte.
„Gleis zuende, Sumpf, ausgerutscht, Schlamm”, fasste der Zweite zusammen.
„Bah Krupp, wie siehst du denn aus?”
„Na fall du erstmal in Schlamm, weil es so rutschig ist, dass du nicht bremsen kannst, Volta”, gab dieser zurück.
„Hättet ihr Mal besser mich mitgenommen!”
„Caboose, mit dir hätte ich niemals den Baum aus dem Weg schaffen können, schau dich doch an, dein Zustand ist immernoch nicht der beste.”
„Pah!”

„Was für einen Baum?”, wollte Rocky 1 direkt wissen.
„Ein Baum auf den Gleisen, aber das ist egal, Fakt ist, dass wir auf diesem Gleis nicht weiter als ein paar Kilometer kommen”, Krupp versuchte immernoch den Schlamm abzuschütteln, was ihn aber nicht gelang,„Ich will hier aber nicht weiter rumstehen, es regnet. Wir müssen wohl links lang.”
„Na dann weiter, ich stimme Krupp voll und ganz zu, hier weiter rumstehen und nichts tun, bringt uns nichts, also weiter, ich würde noch vorschlagen, dass wir einen langen Zug bilden, oder?”
„Von mir aus”, stimmte Poppa Belle zu,„Weltschaft, du gehst wieder nach vorne.”
„Warum ich?”, doch trotzdem stellte er sich als erstes wieder auf das Gleis.

Dahinter kuppelten sich die Frachter an, zwischen ihnen noch Bobo, dahinter Hashamoto, nach dem Japaner kamen die Personenzüge, Poppa und der Prince of Wales, am Schluss die übrigen Components und das Schlusslicht bildete mit Red Caboose der Bremswaggon.

„Alles fertig dahinten?”
„Ja! Weltschaft kann losgehen!”, und mit diesen Worten von Caboose setzte sich der lange Zug langsam in Bewegung.


„Mir ist kalt.”
„Sonst bist du doch nicht so eine Mimose, was hast du denn?”, fragte Hopper 1 seinen jüngeren Bruder.
„Es regnet”, gab der blaue Kastenwagen zurück.
„Ja und, was ist daran schlimm?”
„Es regnet aber immer stärker!”, und damit hatte der Frachter tatsächlich Recht, nun prasselten schon große Tropfen auf die Züge nieder.


„Leute, hier wird es sehr eng!”, rief Weltschaft von vorne, als er den engen Sims neben einer Bergwand erblickte, auf dem sie jetzt weiterfahren mussten,„Verliert jetzt nicht das Gleichgewicht, auf der einen Seite ist Berg, auf der anderen geht es ziemlich steil runter! Seid vorsichtig!”, brüllte er gegen den immer stärker rauschenden Wind an.

„Oh Starlight, steh uns bitte bei, das ist schrecklich hier!”, rief Dinah, die einen Blick in den Abgrund neben ihnen geworfen hatte, Ashley und Buffy zu.
„Ruhig Dinah, uns passiert schon nichts!”, versuchte Buffy sie zu beruhigen, auch wenn sie selbst hoffen musste, dass nicht doch etwas schlimmes passieren würde. Es könnte, vor allem bei dem Regen, jeden Moment passieren, dass etwas von dem Sims, auf dem sie fuhren, abbrechen könnte, doch daran wollte sie gar nicht denken.

„Ich seh fast nichts mehr!”, fing nun auch Purse an zu rufen und versuchte sich die Tropfen aus dem Gesicht zu streichen, wobei er jedoch das Gleichgewicht verlor und gegen die Felswand taumelte.
„Purse! Du Idiot!”, schrie Krupp, zog den Geldtransporter am Kragen sofort wieder richtig auf die Gleisen und schubste ihn nach vorne, sodass er sich wieder bei Volta ankuppeln konnte,„Echt! Pass auf, was du jetzt machst! Wenn einer von uns da runterfällt, dann fallen wir alle!”
„Tschuldingung”, gab Purse klein bei uns klammerte sich noch stärker an Volta.


„Caboose!”, schrie Weltschaft in diesem Moment,„Bremseeeeen!”

Hinten am Zug, hatte Caboose nur mitbekommen, dass irgendwer seinen Namen geschrien hatte und so schlug er sofort seine Bremsen in den Boden und der komplette Zug kam mit einem Ruck zu stehen:„Was ist denn?!”


Weltschaft machte derweil einen Satz nach hinten und konnte von Rocky 2 gerade noch so vom Fallen abgehalten werden.
„Da ist gerade eine Schlammlawine den Berg runter!”, schrie der deutsche Zug und blickte entsetzt die Stelle an, an der er gerade eben noch gestanden war und an der jetzt ein reißender Bach aus Schlamm den Berg herunterstürzte und alles mit sich riss, was sich ihm in den Weg Stelle.
„Wir müssen zurück!”, schrie er, als er sah, wie die Lawine immer breiter und breiter wurde und setzte panisch den Rückwärtsgang ein.


„Nein! Stopp!”, schrie Caboose jetzt und hielt mit seinen Bremsen dagegen, denn auch hinter ihm schoss jetzt ein Sturzbach herunter.
Vergeblich versuchte er gegen die Kraft der Waggons die sich immer weiter zu ihm nach hinten drückten zu wehren und standhaft zu bleiben:„Krupp! Es geht nicht! Ich stürze gleich ab! Mach was! Weltschaft! Stoooooopp!”



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Ich hoffe ihr hattet eine schöne und nicht allzu stressige Osterzeit!

Viele liebe Grüße
Ann
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