Sexy Crimes, Band 3: Schwestern fürs Leben

von StoryFan
GeschichteHorror / P18
24.09.2019
16.11.2019
18
19993
9
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Hey,
vielen Dank an alle, die mir so treu Reviews hinterlassen, ich freue mich wirklich sehr darüber! :-)
Gleichzeitig finde ich es aber auch schade, dass von den zahlreichen Lesern nur so wenige einen Kommentar da lassen - ab und zu ein Review ist doch sicher drin?
Viel Spaß mit dem neuen Kapitel! :-)
Lg
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Leanne und Dylan nahmen sich jedes einzelne Zimmer im ersten Stock vor, aber sie fanden nirgends eine Spur von Aaron.
„Meinst du, wir haben irgendetwas übersehen?“, wollte Leanne wissen und dachte angestrengt nach.
„Das ist euer Haus.“, erinnerte ihr Bruder sie. „Aber soweit ich den Überblick habe, haben wir alles nach ihm abgesucht. Er ist nicht hier.“.
Leanne nickte. „Das bedeutet, er ist irgendwo anders im Haus. Es sei denn, er ist abgehauen.“.
„Denkst du wirklich, er hat Brittany umgebracht?“, fragte Dylan zweifelnd. „Ich kann mir das irgendwie nicht so richtig vorstellen.“.
„Kennst du ihn denn so gut, dass du dir da so sicher sein kannst?“, wandte Leanne ein.
„Das nicht, aber er wirkt auf mich nicht wie ein durchgeknallter Psycho. Eigentlich wirkt er doch ganz harmlos und nett.“, fand Dylan.
Leanne schnaubte. „Das tun sie doch alle! Die schlimmsten Psychopathen sind die, die wie unschuldige Lämmer wirken!“.
Daraufhin schwieg Dylan, denn irgendwie hatte Leanne schon Recht. Trotzdem konnte er nicht so richtig glauben, dass Aaron der Mörder von Brittany sein sollte.

Währenddessen suchten Savannah und Benny gewissenhaft im Erdgeschoss, aber auch sie wurden nicht fündig.
„Wo könnte er sich nur versteckt haben?“, fragte Savannah missmutig.
„Das Haus ist riesig, es gibt so viele Räume.“, meinte Benny. „Aber irgendwie bin ich auch froh, dass wir nicht auf ihn gestoßen sind.“.
„Wieso das?“, wollte seine Freundin wissen.
Benny verzog leicht das Gesicht. „Er ist unberechenbar. Wer weiß, was passiert wäre, wenn wir ihn getroffen hätten – vielleicht würden wir dann schon nicht mehr leben!“.
Savannah überlief ein eiskalter Schauer. Wenn Benny so redete, wurde ihr ganz übel. Konnte es wirklich sein, dass sie einen kaltblütigen Mörder in ihr Haus gelassen hatten? Sie hatte genug Horrorfilme gesehen, um zu wissen, dass solche Dinge öfter vorkamen, als man glaubte – und dass sie meistens nicht gut für die Beteiligten ausgingen.
„Tut mir Leid, Süße, ich wollte dich nicht erschrecken!“, sagte Benny, der bemerkt hatte, dass Savannah gar nicht mehr wohl war. Er breitete die Arme einladend aus und sofort schmiegte sie sich an ihn, um sich beschützter zu fühlen. Zum Glück war Benny da, denn ohne ihn hätte sie sich absolut verloren gefühlt.

Jane traute sich kaum, einen Fuß vor den anderen zu setzen, so große Angst hatte sie. Zum ersten Mal war sie froh, dass Sam da war, denn er strahlte so eine Selbstsicherheit aus, dass sie sich zumindest ein bisschen sicherer fühlte.
Der Speicher war ziemlich finster und es gab nur eine nackte Glühbirne an der Decke, die ein spärliches Licht spendete. Zum Glück hatten sie Taschenlampen mitbekommen, sodass sie etwas mehr sehen konnten, wenn sie auch keine große Hilfe waren.
Sam hatte ziemlich schnell erkannt, dass Aaron wohl kaum im Speicher war, denn der Staub auf dem Boden ließ darauf schließen, dass hier oben schon lange niemand mehr gewesen war, aber er wollte Jane noch ein wenig zappeln lassen, da er sich größere Chancen bei ihr ausrechnete, je länger er den tapferen Helden spielen konnte.
„Was ist das?“, sagte er auf einmal und blieb stehen, sodass Jane beinahe in ihn hineinlief.
„Was ist was? Was siehst du?“, fragte sie ängstlich.
Sam zögerte kurz, dann sagte er: „Ach, ich habe mich nur getäuscht, da ist nichts.“.
„Gott sei Dank…“, murmelte Jane. „Ich dachte schon, du hättest etwas Schlimmes gefunden…“.
Sam grinste in sich hinein, dann drehte er sich zu der schüchternen Studentin um und murmelte: „Mach dir keine Sorgen, ich bin doch da, dir kann nichts passieren, das habe ich dir doch gesagt…“.
Die beiden waren einander nun so nah, dass sich ihre Gesichter beinahe berührten, und Sam beugte sich ein wenig zu dem kleineren Mädchen hinab.
„Sam, nicht…“, flüsterte Jane, aber diesen Einwand ignorierte der Quarterback und küsste sie einfach. Siegessicher zog er sie enger an sich und vertiefte den Kuss, während Jane ihren Widerstand langsam aufgab.

Kate und Marco hatten sich den Keller vorgenommen und schauten, genau wie Aaron zuvor, die einzelnen Räume durch, wurden aber nicht fündig, bis sie zur letzten Tür kamen. Diese war verschlossen, was Marco ziemlich verwunderte, denn vorhin war sie noch offen gewesen, als sie die Getränkevorräte geholt hatten.
Er versuchte mehrmals, die Tür zu öffnen, aber es tat sich nichts.
„Die klemmt bestimmt!“, murmelte er und strengte sich noch mehr an, bis die Tür schließlich mit einem lauten Knacks nachgab und sich öffnen ließ.
Drinnen war es stockfinster, aber auch die beiden hatten an Taschenlampen gedacht und so leuchteten sie mit ihren Lichtkegeln den Raum aus.
Mit einem Mal erfasste Kates Taschenlampe eine Person auf dem Boden und aufgeregt stieß sie ein „Da!“ aus, um Marcos Aufmerksamkeit auf ihren Fund zu lenken. In dem Moment hob die zusammengekauerte Person ihren Kopf und entpuppte sich als Aaron.
„Gott sei Dank!“, rief er erleichtert und sprang auf. „Ich dachte schon, ich müsste die ganze Nacht hier drin verbringen! Die Tür ist einfach zugefallen und ich habe sie nicht mehr aufbekommen…“.
Nun fiel sein Blick auf die Messer, die Kate und Marco in ihren Händen hielten und er hielt inne.
„Was soll das?“, fragte er irritiert. „Warum habt ihr Messer dabei!“.
„Bleib, wo du bist!“, sagte Marco mit fester Stimme. „Heb deine Hände über den Kopf und komm dann ganz langsam auf uns zu!“.
„Seid ihr vollkommen übergeschnappt? Was soll das denn?“, verstand Aaron nicht, was los war.
„Tu, was er sagt!“, erwiderte Kate und deutete mit ihrer Messerspitze auf Aarons Brust. „Und komm bloß nicht auf dumme Ideen!“.
Aaron verstand zwar immer noch nicht, was auf einmal los war, aber er erkannte, dass es den beiden ernst war, weswegen er langsam die Hände über den Kopf hob und zur Tür ging.

Kate und Marco ließen ihn die Treppe vorausgehen, dann rief Marco die anderen Studenten nach unten ins Erdgeschoss, damit sie sich beratschlagen konnten. Es dauerte eine Weile, bis sie alle da waren, aber dann konnten sie endlich entscheiden, wie sie nun vorgehen wollten.
„Wollt ihr mir nicht vielleicht sagen, was eigentlich passiert ist?“, wagte Aaron zu fragen.
„Das weißt du doch ganz genau!“, zischte Leanne.
„Nein, das weiß ich nicht!“, jammerte Aaron. „Habt ihr irgendwelche halluzinogenen Drogen genommen, als ich im Keller war?“.
„Was hast du da eigentlich gemacht?“, wollte Kate wissen.
„Ich wollte neue Getränke holen, weil es keinen Nachschub mehr gab!“, erklärte der verzweifelte Student. „Ich habe ewig gebraucht, bis ich den richtigen Raum gefunden habe, und dann ist die Tür einfach zugefallen…“.
„Ja, ja, wer’s glaubt.“, zeigte sich Leanne unbarmherzig. „Warum hast du Brittany umgebracht?“.
„Wie bitte?“, fragte Aaron geschockt. „Brittany ist tot!“.
„Er ist ein echt guter Schauspieler.“, meinte Benny. „Man könnte ihm fast glauben!“.
„Vielleicht hat er wirklich nichts mit dem Mord an Brittany zu tun?“, wandte Dylan ein. „Es ist doch nur eine Theorie, wir haben keinerlei Beweise!“.
„Unsinn!“, tat Sam den Einwurf ab. „Er ist der Einzige, der nicht da war…“.
„Und was, wenn außer uns noch jemand im Haus ist?“, fragte Jane besorgt.
„Dann hätten wir die Person doch gefunden!“, erinnerte Savannah sie. „Wir sind doch gerade durch das ganze Haus gegangen!“.
„Stimmt.“, nickte Jane.
„Also, was machen wir jetzt? Momentan haben wir keinen Handy-Empfang und nach draußen können wir nicht, weil ein richtiger Schneesturm aufgezogen ist.“, fasste Kate die Lage zusammen. „Wir werden die ganze Nacht wohl oder übel im Haus verbringen müssen.“.
„Wir binden ihn fest!“, schlug Leanne vor. „Dann können wir uns sicher sein, dass er uns nichts antut…“.
„Ich stimme auch dafür!“, sagte Sam und auch Benny, Jane und Savannah stimmten zu, während Kate, Marco und Dylan dagegen waren.
„Damit ist es entschieden.“, meinte Sam und band Aarons Arme und Beine mit einer Wäscheleine an einem Stuhl fest, sodass dieser auf keinen Fall einfach verschwinden konnte.
Zufrieden betrachtete er sein Werk – nun konnte ihnen nichts mehr passieren!
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