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Was wäre wenn... (Chroniken der Unterwelt)

von Milchreis
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
Alexander "Alec" Gideon Lightwood Clarissa "Clary" Adele Fray / Fairchild Isabelle "Izzy" Sophia Lightwood Jonathan Christopher "Jace" Herondale Jonathan Christopher "Sebastian" Morgenstern Simon Lewis / Lovelace
23.09.2019
12.06.2021
19
14.242
6
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Dieses Kapitel
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10.06.2021 786
 
"Oh wie schade, was mache ich den jetzt?", sagte Clary laut. Sie hielt das ausgeschaltete Handy an ihr Ohr gepresst. "Nein Luke, das ist okay für mich.
Du konntest als du heute morgen zum Angeln weggefahren bist ja nicht wissen, dass ich meine Schlüssel zu hause vergessen habe."
Sie machte eine lange Pause, und tat so als würde sie ihrem nicht vorhandenem Gesprächspartner zuhören.
"Du kannst ruhig erst so spät wiederkommen, ich kann ja zu Simon oder Maya." Wieder machte sie eine Pause. "Okay, bist später."
Clary steckte ihr Handy wieder ein und stand von der Parkbank auf. Auf dem Weg zur Bahn gingen die drei neben ihr her.

In der Bahn klingelte ihr Telefon, es war ein nerviger und schrille Piepton, derselbe wie bei ihrem Wecker. Ohne nachzusehen ging sie ran.
"Fray am Telefon, wer ist da?"
"Simon, ich wollte fragen ob du heute mit mir in`s Kino gehen möchtest. Danach könnten wir noch etwas essen gehen, ich möchte mit dir über etwas reden." Beim letzten Teil klang seine Stimme ein paar Oktaven höher.
Clary erinnerte sich Wage, dass Simon gestern bereits etwas in der Richtung gesagt hatte. Eigentlich hatte sie gerade ganz andere Themen im Kopf als ein Gespräch mit Simon, das Verlangen nach antworten brannte in ihr. Egal wie oft sie sich die Fakten in`s Gedächtnis rief, sie konnte und wollte immer noch nicht glauben was sie auf dem Foto gesehen hatte.
"Ja, hast du einen bestimmten Film im Kopf?"
"Im Kino läuft heute Titanic, aber der beginnt schon in einer dreiviertel Stunde. Ansonsten läuf...," weiter kam Simon nicht. Mitten im Satz unterbrach Clary ihn. "Titanic, klingt perfekt."

Während dem ganzen Weg zum Kino erklärte Isabelle den Jung, und ohne ihr Wissen Clary, warum Rose an Jacks Tod Schuld sei.
Gequält fragte Jace seinen Parabatai ob sie den Film nicht Schwänzen könnten, Isabelle würde schließlich sicher allein mit Clary fertig werden.
Doch Alec schüttelte den Kopf. Insgeheim freute er sich auf den Film, dass hatte Clary in seinen Augen gesehen als er sich Unbeobachtet wähnte.

Vor dem Kino wartete Simon bereits. Es war ein altes Kino, dass nur ältere Filme zeigte. Sie betraten den leer wirkenden Saal. Im Kino selbst befanden sich nur zwei junge Pärchen und eine ältere Dame. und ganz hinten zwei dunkel gekleidete Gestalten. Wer trug den bitteschön in einem Kinosaal eine Cap?

Sie nahmen in der mittleren Reihe Platz. Links von Clary saß Simon, rechts Jace.
Der Film würde in ein paar Minuten anfangen. "Übrigens", Simon sah sie besorgt an, " ist in deiner Nachbarschaft etwas schlimmes passiert."
"Wieso?"
"Auf dem Weg kam ich bei dir vorbei, vor deinem Wohnhaus standen zwei Streifenwagen."
Clary schluckte, das klang nicht gut. "Ich habe keine Ahnung, Mom und Chris sind verreist. Daher bin ich aktuell bei Luke."
Simon sah so aus als wolle er sie noch mehr fragen, also redete Clary schnell weiter. "Wir können uns ja nach dem Film darüber unterhalten. Puh, ich glaube ich habe den seit über zwei Jahren nicht mehr gesehen." Sie fächelte sich nervös Luft zu. "Sag mal findest du es hier aus so heiß?"
Der Film begann. Die Geschichte schaffte es Clary für sich zu vereinnahmen und sie ihre eigenen Probleme kurz vergessen zu lassen. Wegen Jace Kommentaren musste sie sich öfters auf die Zunge beißen um nicht laut zu lachen. Doch etwas störte sie. Clary fühlte sich manchmal beobachtet, aber nicht von den drei jungen Schattenjägern. In ihrem Nacken bildete sich dann eine Gänsehaut, wenn sie sich dann umdrehte sah sie aber niemanden der sie beobachtete. Alle hatten ihren Blick auf die Leinwand gerichtet.
Irgendwann wurde es Clary zu viel. "Simon, ich gehe mal eben auf die Toilette."
Sie brauchte einen Augenblick für sich allein. Glücklicherweise blieben Isabelle, Jace und Alec sitzen.
Auf der Damentoilette wusch Clary sich mit kaltem Wasser das Gesicht. Die Ereignisse von gestern hatten sie wohl einfach paranoid werden lassen.
Sie blickte nicht gleich auf als die Tür aufging, sicher war es nur eine weitere Kinobesucherin.
In aller Ruhe trocknete sie ihr Gesicht ab. Dann wandte sie sich zum gehen an die Tür um zurück zu gehen.
Der Ausgang wurde ihr von zwei Männern versperrt. Es waren die zwei dunkel gekleideten Gestalten mit den Caps.
Nach dem ersten Schock fand Clary ihre Stimme wieder. "Das ist die Damentoilette," rief sie empört.
"Sind Sie Clarissa Fray?"
"Wer will das wissen?"
Der Mann lächelte und sah zu seinem Komplizen.
"Das war wohl ein ja."

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Am Samstag  folgt ein weiterer Abschnitt
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