Hetalia: Selbst ist die Frau

GeschichteHumor, Freundschaft / P12
Deutschland England Frankreich Italien Preussen Russland
23.09.2019
01.01.2020
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Während sie über die Straßen fuhren, betrachtet Gilbert seinen jüngeren Bruder neben sich. Er sieht wie ein Junge aus und hat gewisse Ähnlichkeiten mit das heilige römische Reich- Deutsche Nation. Also warum sollte er zweifeln? Der Preuße hat sich zwar bei Ungarn geirrt, aber Ludwig ist nicht Ungarn. Er muss einfach ein Junge sein, aber was ist wenn nicht? Gilbert hatte kaum Erfahrung mit das weibliche Geschlecht. Vornerein ist er bei Männern großgezogen worden und alle seine Chefs waren Männer. Deutschland klingt auch männlich, also was soll die Verunsicherung, dass es sich um ein Mädchen handelt? Der Typ hatte einfach an seine Tochter erinnert, das musst doch der Preuße nicht auf sich beziehen. Doch wie heißt es so schön? Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Der silberhaarige junge Mann muss sich einfach vergewissern, ob Ludwig ein Junge ist, wenn nicht muss er den Namen ändern und ihn Ludwiga nennen. Das wird aber nicht nötig sein, hoffentlich.

Ludwig fand dieses Stillschweigend ziemlich befremdlich. Normalerweise prahlte sein Bruder doch immer und erzählt von seinen absurdesten Zukunftsplänen, wie auch wie awesome er ist. Aber diese Ruhe ist neu, wenn er es nicht besser wüsste, dann denkt Gilbert an etwas nach. Worüber denn? Hoffentlich nichts ernstes. Besorgt schaute er die Straße entlang.

"Was schaust du so besorgt, Luddi?", unterbrach der Preuße die Stille und meinte nur, " Auch wenn das Neuland für uns wird, wir kriegen auch diese Revolution gebacken."  

"Okay", kam knapp eine Antwort und schon neutralisiert sein Blick sich wieder. Vielleicht macht sich Gilbert ja Sorgen, weil sie Neuland bestreiten, doch das macht Ludwig keine Angst, schließlich ist alles was er tut neu. "Wir schaffen das, Bruder.", muntert er ihm auf.

"Bruder...hm...", verfiel Gilbert wieder in dieses Thema. Es will ihn einfach keine Ruhe lassen, bis er die Gewissheit hat. Es kann auch passieren, dass Ludwig über Nacht wieder ein Stück wächst. Dann wäre es offensichtlich ob er ein Mann oder eine Frau ist. Ja, Länder wachsen recht unterschiedlich. Manche können Jahrhunderte kindlich bleiben, während andere innerhalb von Wochen Erwachsen werden und da Ludwig schon als Kind geboren wurde, rechnet der Preuße mit ein schnellen Wachstum. Das Verhalten von Ludwig ist schon ausgereift. "Ähm... tut dir die Brust weh?", fragte der Ältere und hatte ein knallrotes Gesicht bekommen. Ihm kamen nämlich Bilder, wie Ungarn mal erwähnte, dass ihr die Brust wehtat und dann ihre Weiblichkeit als Muskeln betitelt hatte. Gott war er in diesen Moment hilflos.

"Ähm... nein, warum denn?", war es für den Jüngeren ein Rätsel was seine Brust mit der Industrielle Revolution zutun hat. Im Ernst, er versteht es nicht. Hat er was verpasst?

"Ach nur so...", wandte Gilbert sich ab und war deutlich rot angelaufen. Warum musste die Worte des Lieferant ihn so verunsichern? "Ähm heute Abend werde ich dir beim Baden helfen.", kam ihn ein Einfall wie er endlich Gewissheit gewann.

Ludwig konnte sein Blick nicht von sein Bruder abwenden und war einfach ratlos, was jetzt das Theater soll. Besonders jetzt, wo sie wichtigeres zutun haben. "In Ordnung.", brachte er nur raus und schüttelte den Kopf. Manchmal ist sein Bruder wirklich seltsam.

Endlich waren sie daheim angekommen und gemeinsam packen sie die Kisten an und brachten sie in die Werkstatt. Zu zweit haben sie jede Kiste abgestellt und schwitzten dementsprechend. "Puh, heute ist ein Bad wirklich unausweichlich, Bruder.", pustete Preußen aus und wischte den Schweiß von der Stirn.

Sein Bruder wiederum nickte und gähnte erschöpft. Lächeln erwiderte sein awesome Bruder:" Gut, wir machen uns Abendbrot, gehen danach baden und legen uns in die Heier. Morgen fangen wir mit das Bauen an, okay mein Kleiner?"  Schon hob er die Hand, damit Ludwig einklatscht und somit zeigt, dass er mit diesen Tagesablauf einverstanden ist. Leicht verschlafend brauchte der kleine Bruder mehrere High Figh bis er die Hand seines Bruders traf.

Kichern trug er sein Schützling in die Küche, um ihn auf den Stuhl hinzusetzen, darauf schmiss der junge Mann alles, was sie für ein Abendbrot benötigen auf den Tisch. Das Scheppern des Besteck ließ den Kleinen aufschrecken. Wieder brachte er ein müdes Gähnen zustande. "Nicht schlafen West! Hast du unsere Missionen vergessen? Du darf nicht schlapp machen, egal wie hart der Sandmann dich in die Knie zwingt!", fantasiert Preußen mit ein verschlagendes Lächeln und kindliches Verhalten. "Bitte du darf nicht aufgeben!", rüttelte er seinen kleinen Bruder. Es muss einen so vorkommen, dass Ludwig im Krieg gefallen ist.

"Bruder....ich bin müde, ich kann nicht mehr wachbleiben.", gähnte der Kleine und ließ seine Augen zufallen. Behutsam nahm der Große seinen Schützling auf den Arm.

Seufzend musste er wohl das Baden verschieben und brachte seinen kleinen Bruder gleich ins Bett. Es wäre Unsinn ihn weiter wachhalten zu wollen. Der Sandmann war einfach zu mächtig.

Der nächste Morgen

Die Zimmertür des kleinen Schützling wird aufgeschlagen und voller Begeisterung rief Gilbert:" Ludwig! Ein neuer Tag, eine neue Chance. Lass und mit der Revolution beginnen. Aufste......"  

Komplett nüchtern richtete der etwas größere Ludwig auf und wies gewisse Merkmale einer Dame. "Morgen...", brachte Ludwig raus und sah zu sich runter und bemerkte sofort:" Oh ich bin wieder über Nacht gewachsen." Die gewachsene Person wollte sich ausziehen, weil das Outfit zu klein geworden ist, wurde aber von sein Bruder unterbrochen.

"Halt! Nicht! Du bist eine Frau? Das ist, das ist..... warte!", komplett außer sich, wusste er gar nicht, wo sein Kopf stand. Er hat doch nur Männerklamotten zu Hause, aber die müssen fürs erste reichen. Warum ist Ludwig eine Frau? Wieso ist es ihn erneut passiert, dass er keine Frau erkennen konnte. Schnell kramte er seine Klamotten aus den Schrank, um sie seine gewachsene Schwester zu geben. Schwester, wie das sich anhört. Was würde Antonio (Spanien) von ihn denken? Sein bester Freund würde ihn auslachen. War das Verhalten von Ludwig deshalb so erwachsen? Frauen werden bekanntlich früher reifer. Dann noch die anderen Ländern, seine arme Schwester ist umzingelt von Männern. Möge der Teufel kommen, sollen sie es wagen ihr nahe zu kommen. All diesen Kummer hätte Preußen nicht, wenn Ludwig ein Mann wäre. Warum? Warum er?

Ludwig sah seinen Bruder fragend an, der aussah als hätte er ein Geist gesehen. "Ist was Bruder? ", fragte die junge Frau. Dann  sah sie stumm, wie die Klamotten auf den Bett geworfen werden und er darauf den Raum verließ. "Habe ich irgendetwas verbrochen?", stellte sie sich in Selbstzweifel. Ihre blauen Augen sind verwundert und ihre kurze Haarpracht ist geblieben. Nur halt hat sie wie jede Frau eine Figur, die komplett anders gegenüber ein Mann ist. Fragend sah sie auf ihre Brust und merkte schnell, dass dies neu ist. Überragend waren die allerdings nicht, sie waren klein, aber fein. Doch ist das der Grund, warum ihr Bruder so durchdreht? Ahnungslos legte er die Klamotten seines Bruders an und die passen ihr geradeso. Anscheinend ist sie mit ihm gleich auf.

Seufzend betrachtet sie sich im Schrankspiegel und sah eine große Veränderung. Erst ihre Figur und dann ihre Größe. Anscheinend ist das ein gutes Omen für die Industrielle Revolution und Deutschland wächst genauso wie sie. Schließlich ist sie die Personifikation des Landes. So wie ihr Bruder Gilbert Preußen vertretet. Die anderen Ländern werden staunen, wenn sie sehen, dass Ludwig nicht mehr ein Kind ist, sondern schon fast erwachsen. Stolz betrachtet die junge Frau im Spiegel und sah es schon vor ihr, wie die Länder sagen, Deutschland, du hast es geschafft? Du heißt es bewiesen, wir haben uns in dir getäuscht. "Oh ja, das habt ihr.", grinste sie stolz und ging raus.

Verwundert konnte sie ihren Bruder nicht entdecken. Vielleicht ist er in der Küche und macht Frühstück. Nun ja, wenn nicht, macht sie das heute. Schließlich ist die junge Frau hungrig. So ein Wachstumschob nagt an ihren Kräften. Mit aufrechten Gang schaute in der Küche und konnte ihren Bruder einfach nicht finden. Wo ist er denn? Vielleicht schon in der Werkstatt und bereitet alles vor. Dachte sie nicht streng und bereitet ein leckeres Frühstück vor mit Spiegeleier und Brot. Eine Kaffee Tasse für ihren Bruder hat sie fertiggestellt und für sich selbst macht sie einen Tee. Als der Tisch reichlich gedeckt ist, rief sie:" Bruder? Gilbert? Frühstück ist fertig."  Selbst ihre Stimme ist weiblicher geworden. Vielleicht reagiert er deshalb nicht, überlegte sie skeptisch und begann auf die Suche nach ihm oder er hat sie einfach nicht gehört.

In der Werkstatt konnte die gerade erwachsene Deutsche ihren Bruder sehen, der seinen Kopf auf den Tisch lag und niedergeschlagen wirkt. "Bruder?", sprach sie ihn gleich an und fragte, " Was hast du auf einmal?"  

Gilbird hat auf seinen silbernen Haaren gemütlich gemacht und sang. "Warum....", hörte man Gilbert jammern.

"Bruder, seh mich an!", schimpfte Ludwig nun und kam hat sie den strengeren Ton angewendet, so gehorchte ihr Bruder auch. "Was hast du? Ich kann nichts dafür, dass ich über Nacht gewachsen bin. Das heißt aber nicht, dass ich dich nicht brauche. Alleine schaffe ich das nicht, Bruder.", versuchte sie klarzustellen. Ihr ist klar, dass es um ihr Wachstum ging, aber was genau, das weiß sie nicht.

"Schwester, darum geht es doch nicht. Zumindest nicht ganz.", seufzte Preußen und versucht zu lächeln, was aber bei seinen Kummer schwierig war. Denn er hat keine Ahnung von Frauen! Jetzt muss er eine Frau großziehen und dann die ganzen anderen Länder. Allein wenn er an Frankreich denkt, macht ihn zu schaffen. Wie soll sie sich durchsetzen?

"Schwester? So hast du mich nie genannt.", wunderte sich Ludwig und erkennt nun, was ihren Bruder zu schaffen macht.

"Ich kann dich nicht Ludwig nennen, das ist ein Männername. Es tut mir Leid, aber du brauchst ein neuen Namen.", seufzte Gilbert und betrachtet seine Schwester, die wirklich gleich groß wie er ist. "Die Kleidung steht dir gut. Ludwiga!", grinste er.

"Ähm danke. Naja wenn du möchtest lasse ich meinen Namen Ludwig. Wenn es dich zu schaffen macht, dass ich anders heiße, dann lassen wir es doch. Komm ich habe Frühstück gemacht. Danach machen wir uns an die Arbeit.", lächelte sie selbstbewusst und zog ihren Bruder am Arm, der von ihre neue Kraft überwältig wurde. Nicht nur groß, auch stärker ist die Dame geworden.


In der Küche angekommen, roch der Bruder schon die leckere Atmosphäre eines ausgewogenes Frühstücks. "Schwester hast du das gemacht?", fragte Preußen überrascht, worauf er ein Nicken als Antwort bekam. "Hm ja Frauen bekommen sowas hin.", war ihn offensichtlich klar, warum sie es sofort hinbekam.

"Ich freue mich schon auf unsere Zusammenarbeit mit den Maschinen. Wer weiß, was wie bauen.", erwiderte sie und ignorierte die Äußerung, dass angeblich Frauen besser in der Küche sind. Das stimmt nicht, wie sie fand. Frankreich ist auch ein ausgezeichneter Koch und ein Mann. Also wirklich, ihr Bruder verhält sich komisch. Schnell merkte sie das, denn ihr Bruder wirkt ziemlich angespannt und erwiderte nichts zu ihrer Äußerung. "Bruder du brennst!", versuchte sie ihn wachzurütteln.

Aber es kam ein bloßes:" Aha." raus. Nebenbei trank er sein Kaffee und würdigte ihr kein Blick. So niedergeschlagen kann man doch nicht sein.

"Wenn es dir nicht gut geht, dann arbeite ich allein an die Maschine.", drohte Ludwiga nun und konnte endlich eine Reaktion ihres Bruders herauskitzeln.

"Was? Nein, ich helfe dir.", protestiert Gilbert und seufzte nur," Ich bin halt etwas mit der Situation überfordert. Du bist eine Frau und da...."

"Halt! Stopp! Ich möchte nicht, dass du mich mit Samthandschuhe anfässt, nur weil ich eine Frau bin. Du musst deine Erziehung nicht verändern, nur weil wir unterschiedlich sind. Ich bin noch die Selbe wie gestern.", unterbrach die Schwester ihren Bruder und klang entschlossen. Ihr Bruder machte große Augen, aber lächelte über die Tatsache.

"Du hast recht. Nur weil du eine Frau bist, bist du immernoch meine Schwester. Du stammst von mir ab. Awesome me! Wenn ich nächstes mal so zweifle, dann knall mir eine.", wurden seine Augen geöffnet. Er musste sich einfach erinnern, dass es immernoch sein Schützling ist. Egal ob Mann oder Frau, sie bleibt die selbe Person, die er aufgenommen hat und liebt. "Los lass uns die Revolution beginnen und die anderen Länder fertigmachen. Ksesesese.", sagte er hochmotiviert und nahm sein Teller und Tasse mit in die Werkstatt.

Lächeln folgte Ludwiga ihn und nahm auch ihr Geschirr mit Frühstück mit. Schließlich will sie endlich den anderen Ländern beweisen, zu was sie imstande ist und das geht nicht, wenn sie Däumchen dreht und nichts tut.

In der Werkstatt hat Gilbert nun die verarbeiten Pläne ausgerollt und fragte nun:" So Schwester, setzen wir unsere Verbesserungen in die Tat um."

Nickend warf sie ein Blick auf die Skizzen und zusammen machen die Geschwister sich an die Arbeit, die Materialen aus den Kisten zu holen und sortieren sie. Eisen auf Eisen, Leder auf Leder. Ordnung ist schließlich das halbe Leben und Schritt für Schritt machen sie aus vielen Einzelteilen eine ganze Maschine. Was auch immer sie bauen, es soll die Zukunft verändern. Wenn nicht, so hat England Gilbert über den Tisch gezogen. Gilbird landet auf den Fensterbrett und beobachtet die Geschwister, wie sie Metall formen.

Der Mond leistete den Himmel Gesellschaft und mit ihn auch die Sterne. Dennoch kann man von der Werkstatt aus Geräusche hören, die auf fleißige Bienen zurückzuführen sind.

"Schau mal Bruder, langsam nimmt dieses Etwas Form an, aber was soll das sein? Hat England überhaupt nichts gesagt?", fragte sich die Schwester, während sie ein Schluck Tee gönnt.

"Nein, der Blödmann hat gemeint, das kostet extra. Aber ich kann mir denken wofür das Ding gut ist.", konnte Gilbert leider sagen, dennoch ist er sehr optimistisch.

"Hm, wenn man diese Technik in der Landwirtschaft einsetze und auch in unsere Industrie, da schwirren mir auch gewisse Ideen im Kopf, Bruder.", überlegte sie und spürte die selbe Euphorie wie ihr Bruder. Diese Technik ist einfach überwältigen. Sie öffnet auch viele Möglichkeiten für eine verbesserte Zukunft ohne harte Arbeit.

"Selbstfahrende Kutschen! Mensch, dafür kann man das auch gebrauchen. Komm holen wir die Kutsche rein.", schwärmte der Bruder voller Freude. Allein die Vorstellung ist ein Traum.

"Okay, dann probieren wir das aus. Danach werde ich ein Bericht erfassen und alle Neuheiten unsere Chefs weiterleiten, damit sie weiter in diesen Bereich forschen können.", meinte Deutschland lächeln und half beim Reinschieben der Pferde lose Kutsche. "Wenn wir die Ketten mit dieses Ding verbinden, dann müsste die Kutsche sich bewegen oder irre ich mich da?", betrachtet die junge Frau.

"Ganz recht, so habe ich es mir auch gedacht. Schreib du schon mal den Bericht für unsere Vorgesetzten. Ich bringe die Kette an.", sagte Gilbert und kratzte sich am Hinterkopf. Schließlich überlegt er, wie genau er das anstellt. Doch er wäre nicht Awesome me, wenn er keine Lösung findet.

Gesagt, getan! Deutschland schrieb die Fortschritte wie ihre Erkenntnisse auf ein Blatt Papier. Damit können ihre Landsleute und die ihres Bruder viel herausarbeiten und auch in die Industrielle Revolution starten. Manchmal entwickeln ihre Bürger noch mehr aus der Erfahrung ihrer Vertreter und teilen diese Errungenschaften. So wird nach und nach modernisiert und Innovation vorangetrieben. "Hm ich finde, wir sind gut vorangekommen. Was man mit dieser Technik alles vorantreiben könnte.", lächelte die Frau und hat den Bericht sorgfältig in ein Briefumschlag getan.

"Du sagst es Schwester. England wird am Ende bereuen, uns Pläne verkauft zu haben. Vor allem das wir viel Material und Aufwand gespart haben. War awesome.", grinste Gilbert breit und überlegte, " Darauf ein Bier. Kommst du mit? Da du jetzt erwachsen bist, sollte dies kein Problem sein."  

"Bier? Probieren geht über studieren oder? Warum nicht.", nahm sie das Angebot an und spürte ein Arm um ihre Schulter. Anscheinend hat ihr Bruder lange auf den Tag gewartet mit ihr ein Bier zu trinken. Ein Lächeln entwich ihr, da er sich wieder so benimmt, wie sie es gewohnt ist.    

Die Nacht ist halb vorbei und dennoch haben die Geschwister das Ziel eine Kneipe zu besuchen. Es ist ihr erster Besuch in so ein Ort, aber es beruhigt ihr sehr, dass ihr Bruder dabei ist. Ohne hätte sie solche Orte gemieden. Freunde hat sie noch keine. Gestern war sie ein kleines Kind und hat kaum Kontakt zur Außenwelt gehabt. Andererseits bekam ihr Bruder ständig Besuch von den Nachbarländern. Sie weiß auch, dass Spanien sein bester Freund ist. Bei Österreich ist das Verhältnis kompliziert, nur wenn Deutschland so überlegt, hat sie das Gefühl, dass Gilbert ihn nicht ausstehen kann. England und Frankreich scheinen seltsame Leute zu sein und ihr nicht wirklich zu mögen. Obwohl sie ihnen nichts getan hat, so hacken sie auf ihr rum. Nun ja untereinander zanken sie sich auch. Wahrscheinlich sind sie immer auf Krawall aus.

"Hier ein Bier, das Lebenselixier unseres Volkes. Bitte schön Schwesterchen. Lass es schmecken.", schob der Ältere ein Glas vor ihr.

Skeptisch sah die Dame das Glas an, aber nippte dran. Schnell fand sie gefallen an das Getränk und nahm ein kräftigen Schluck. "Uhhh das ist wirklich gut. Warum dufte ich es nicht vorher trinken?", fragte sie naiv.

"Nun siehst du die Verrückten hinter mir?", zeigte der große Bruder hinter sich und man kann singende Besoffene sehen. Als sie nickte, erklärte er:" Wenn man zuviel trinkt, wird man leicht verrückt. Darum schützt man die Kinder davor. Aber keine Sorge sowas ist vorübergehend."

"Ist das nicht Frankreich?", hat Deutschland ihren Blick nicht von den "Sängern" getrennt. Geschockt warf Gilbert ein Blick nach hinten und konnte wirklich Frankreich zwischen den Frauenharem sehen, die begeistert trällern.

"Komm wir gehen. Das Gekrätze hört sich unerträglich an.", redetet er sich raus und legte das Geld auf den Tresen. Ohne Widerrede folgte seine Schwester ihm zum Ausgang. Vermutlich hat ihr das Lied auch nur belästigt.

"Gehen wir schlafen oder machen wir an unser Projekt pferdelose Kutsche weiter?", fragte Deutschland nun und malte sich gedanklich aus, wie cool das wäre, so ein Gefährt zu fahren.

"Ich schlage vor, dass wir ins Bett gehen und morgen an dieses Projekt arbeiten.", streckte Gilbert sein Arm und atmete tief durch. Auch er träumte von Gefährt, wie er bei den anderen Ländern ankommt. Gilbert! Gilbert! Du bist wirklich awesome, hört er die gedanklichen Stimmen der Bewunderer rufen.
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