Hetalia: Selbst ist die Frau

GeschichteHumor, Freundschaft / P12
Deutschland England Frankreich Italien Preussen Russland
23.09.2019
10.11.2019
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Ja ich bin recht awesome allein die Tatsache auf die Idee zukommen alle meine nervigen Verwandten zu vereinen, um ein großartiges Land zu werden. Die Idee konnte nur von mir stammen. Auch war ich meinen kleinen Bruder Heiliges Römisches Reich - Deutsche Nation es schuldig. Als er im Jahr 1806 von mir ging, fühlte ich eine tiefe Leere in mir und das war unawesome! Schluss mit diesen Tiefpunkt meines Lebens! Doch gibts ein Grund zu feiern. Denn ich habe einen neuen Bruder, sein Name ist Deutschland und er wirkt ziemlich ernst in seinen Alter. Recht zurückhaltend und höflich, also alles was ungewöhnlich ist. Nun ja nicht jeder kann so awesome wie ich sein oder? Lieb habe ich ihn trotzdem und das ist die Hauptsache. Vor kurzem habe ich bei England diese Pläne gekauft, er selbst meinte, dass die Industrielle Revolution die Zukunft sei und wir uns ranhalten sollen. Ein gemeinsames Projekt lässt doch Brüder zusammenschweißen wie das Metall unter meinen Schweißgerät. Hahaha! Zeit meinen Bruder aus den Bett zu holen.

Pfeifend schloss Preußen das Buch und legte sein Stift zur Seite. Er möchte unbedingt zur Tat schreiten und das Geschriebene umsetzen. Seine silbernen Haaren sind zerzaust und seine violetten Augen strahlen vor Tatendrang. Begeistert bewegt er sich aus sein Zimmer.

"Hey Ludwig, raus aus den Federn!", rief Gilbert, dessen Name auch Preußen gilt und schlug die Tür schlagartig auf. Ohne anzuklopfen. Verwirrt sah der große Bruder um sich und konnte niemanden ausfindig machen. "Wo ist denn mein Bruder hin?"

"Hallo Gilbert.", kam es trocken hinter ihm. Erschrocken fasste Preußen sich ans Herz und drehte sich um, worauf er seinen kleinen Bruder mit ein Glas Wasser in der Hand sah. "Was ist denn los?", kam nun die Frage des Jüngeren, der seine himmelblauen Augen auf sein Bruder richtet. Seine hellblonden Haare liegen Glatt auf sein Kopf und ließ keine Unordnung zu. Auch waren sie kurz.

"Junge hast du mich erschreckt.", brachte Preußen entsetzt raus, aber sein geschocktes Gesicht änderte sich schlagartig zum verschlagenden Grinsen und begeistert jubelte er," Egal West. Komm wir haben heute eine Menge vor! Das wird super Awesomes, wenn ich das sagen darf!"

Nüchtern sah der kleine ihn an und fragte:" Was machen wir denn?" Dabei ließ sein großer Bruder ihn keine Zeit in sein Zimmer zurückzukehren und packte seine Hand.

"Das wirst du sehen.", meinte Preußen locker. Ihm war das ständige Gerede leid. Nur Taten zählen, weshalb er sofort sein Bruder zur Hand nahm und zur Werkstatt führte.

Noch verwirrt blickte der Kleine über die Werkzeuge und sah lauter Pläne auf den Holztisch, der viele Kratzer besaß. Auch war alles recht unordentlich. Da überlegte der Kleine gleich:" Werden wir heute die Werkstatt aufräumen?"  

Weit riss Preußen seine Augen auf und dachte, er hätte sich verhört. "Aufräumen? Was? Nein! Wir werden uns die Industrielle Revolution hingeben. Hier schau mal."  Sofort lief der Größere zum Tisch und rollte die Pläne auf. Seine violetten Augen strahlen so vor Tatendrang.

"Industrielle Was?", war der blondhaarige mehr als verwundert und sein Blick wandert skeptisch auf das Blatt, dass sein Bruder offenherzlich präsentiert.

"Industrielle Revolution! England hat damit angefangen und mir die Pläne für teures Geld gegeben. Glaub mir, wenn ich ein Muster gekauft hätte, dann wären wir bankrott. Hehehe", erwiderte Gilbert verlegend und legte die Pläne auf den Tisch. Während Ludwig ein Hocker zum Tisch schob und sich drauf kniete, damit er über den Tisch gucken konnte.

"Was soll das sein? Es sieht seltsam aus und was macht man damit?", kamen die vielen Fragen des Jüngeren. Der unverständlich diese Pläne begutachtet.

"Keine Ahnung, bauen wir es und finden es heraus.", lachte Preußen locker und ignoriertes das entsetzte Gesicht seines Bruders.

Ludwig ließ sein Blick auf das Papier gleiten und schüttelte einfach den Kopf. Klar ist sein Bruder jemand, der mit den Kopf durch die Wand knallt, aber das? Was ist wenn England ihn über den Tisch gezogen hat? Verständnislos fiel ihm bei der Zeichnung viele Ungereimtheiten auf. Wieso hat England soviel Aufwand betrieben und es nicht einfacher gemacht? Viele Dinge kann man bei diesen Plan ausbessern. "Du Bruder.", fing Ludwig an und hörte sein Bruder seufzen. Wahrscheinlich, weil dieser dachte, dass er ihn wieder an nörgeln will.

"Was gibts West?", überwand Gilbert sich schließlich und blickte überrascht auf seinen kleinen Bruder, der mit Stift paar Zeichnung hinzufügte oder besser gesagt korrigierte.

"Ist es nicht besser, wenn wir das streichen und stattdessen, die Kraft auf diese Räder übertragen? So brauchen wir weniger Material und haben das gleiche Ergebnis.", möchte Ludwig wissen und markierte mit Stift die betroffenen Stellen der Anlagenskizze.

"Du hast recht, Kleiner. So haben wir auch weniger Aufwand. Hier das müsste man auch ausbessern oder?", stieg Gilbert mit ein und nahm ein weiteren Bleistift in der Hand. "Und das bemalen wir mit Flammen, so sieht es cooler aus. Ksesesese"

"Lass das, denk an die Effizient und nicht ans Aussehen", schmollte der kleine Bruder und grinste wieder, als er weitere Fehler korrigierte, die England in seinen Anfängen gestaltet hatte. Es erfüllt ihn mit stolz, besser zu sein als ein erfahrenes Land.

"Aussehen ist auch wichtig, aber du hast recht. Erst die Effizient und dann die Coolness. Ich freue mich schon, England unter die Nase zu reiben wie viel cooler unsere Maschinen sind. Ksesesese", war auch Preußen mit Stolz gekrönt. Grinsend holte ein leeres Blatt Papier und übertrug die Verbesserungsbaupläne darauf, während sein kleiner Bruder weitere vornimmt. Keine Ahnung, aber er scheint ein technisches Verständnis zu verfügen, dabei war er gerade erst geboren. Ein awesome Bruder und dieses Mal wird kein Franzose oder so kommen, um ihn wegzunehmen! Niemals!

"So wann bauen wir das?", möchte Ludwig wissen, der sein Stift zur Seite legte. Dabei bewundert seine blauen Augen wie detailliert sein großer Bruder die verbesserten Pläne abzeichnete. So konzentriert und sorgfältig er seine Arbeit nachgeht, obwohl man es ihn nicht zutraut hätte. Schweigend wartete Ludwig auf seiner Antwort ab, denn eins ist er sich sicher. Sein Bruder hat die Frage vernommen und wird antworten, wenn er Zeit hat. Also betrachtet er weiter schweigend seinen großen Bruder beim Abzeichnen.

"So West! Wir bauen es gleich, aber vorher müssen wir das Material heranschaffen.", erwiderte Preußen seinen Bruder und wuschelte seine Frisur. Grinsend betrachtet er seinen jüngeren Bruder und stellte ein Lächeln fest. Sowas kam recht selten vor.

"Worauf warten wir noch? Lass uns die holen gehen.", löste sich der blondhaarige von Preußen und rannte von Tisch runter. Nun war er voller Tatendrang sich zu beweisen.

"Gut dann lass uns umziehen und zur Tat schreiten.", grinste Gilbert und rollte die neuen Pläne ein, die nahm er mit auf sein Zimmer. Nicht, dass sie noch verloren gehen.

Ausgehfertig stand der Jüngere bereits vor der Tür und wartet auf sein Bruder. Ungeduldig wippte er hin und her. Normalerweise ist er recht ruhig und gar nicht so hochmotiviert, nur der Gedanke sich zu beweisen und anderen zu zeigen, dass er nicht zu unterschätzen ist, ließ ihn hippelig wirken. Oft musste er von Frankreich und England anhören, wie hoffnungslos er sei und dass er zu nichts bringen wird. Mit Preußen erst recht nicht. Gelacht haben sie, weil er klein war. Seufzend schüttelte er diesen Gedanken weg und strahlte, als sein Bruder endlich die Haustür näherte. Nebenbei zog er einen Mantel über. Ein kleines Küken hat sich auf seinen Schultern gemütlich gemacht. Das süße gelbe Wesen heißt Gilbird. Warum auch immer.

"So begeistert habe ich dich recht selten gesehen. Ich wusste doch, dass dir es gefallen wird. Ksesesese.", strahlte Gilbert zurück und öffnete die Tür. Da erwartet ihnen schon die Kutsche, die ihnen zum Bahnhof brachte. Von da erhalten sie von den Waggons die gewünschte Fracht mit Materialen. Gilbert hat gleich ein paar Dutzen Waggons bestellt, als er die Pläne von England kaufte. Sonst hätten sie bis Ende nächster Woche warten müssen.

Mit ein kühlen Lächeln begutachtet Ludwig die Ladung der einzelnen Waggons. Unglaublich, dass alles heute geliefert wurde. Dachte sich der Kleine. Während sein Bruder von Schaffner bzw. Lieferant die lange Bestell-Liste unterschrieb und begutachtet. Schließlich muss alles vorhanden sein.

"Danke ich sehe mir mal die Lieferung an.", erwähnte Gilbert mit ein Blick auf den Lieferschein gerichtet. Nun blickte er sein Gegenüber an und erkannte, dass dieser sein Bruder beobachtet. Grinsend fragte dann:" Stellt mein Bruder was an oder warum beobachten sie ihn?"

"Ehh nein, der Kleine wirkt ziemlich erwachsen. Sowas kenne ich in meinen Dorf kaum.", erwiderte der Herr leicht sprachlos, als er gesehen hat, wie Ludwig ordnungsgemäß die Ware überprüft ohne damit rumzuspielen oder dergleichen. Andere Kinder hätten alles auseinandergenommen und rumgealbert. Aber dieser Junge inspiziert das Material und legt sie sorgfältig zurück. "Auch habe ich gefragt, ob er ein Mädchen sei. Bei meiner Tochter war es auch so, dass sie wie ein Junge aussah. Manche sagen auch in ihr sei ein Junge verloren gegangen. Hehehe", fügte er verlegend hinzu.

"Ein Mädchen? So ein Quatsch! Ludwig ist eindeutig mein Bruder.", erwähnte Gilbert und kam sofort ins Stocken. Eigentlich hat er das nie überprüft, ob er ein Junge ist. Er wurde ja schon so groß geboren, sodass Windelwechseln nicht gebraucht wurde. Auch sieht er eindeutig jungshaft aus. Doch nun kam Preußen der Gedankenblitz. Als er noch Der Deutsche Orden hieß, hatte er Ungarn auch für ein Jungen gehalten. Am Ende fand er jedoch heraus, dass sie ein Mädchen ist und das weil sie dachte, dass der Schniedel jeden nach der Zeit wächst. GOTT war das ein peinliches Missverständnis und GOTT wäre es, wenn dies nochmal vorkäme. Dann hat er sie mit den Namen Ludwig bestraft. Es ist noch ein Kind und hat noch keine Peilung von Bruder/Schwester-Junge/Mädchens Zeug! Nein er muss ein Bruder sein. Das heilige römische Reich war auch ein Junge, warum sollte das jetzt anders sein?

Komplett still ließ er den Mann stehen und ging auf sein Bruder zu. "Na Ludwig alles vorhanden?", versuchte Preußen sich von diesen Schreck zu erholen. Zuhause wird er überprüfen, ob Ludwig ein Junge ist. Jetzt muss er sich ablenken.

"Ich denke schon. In jeder Kiste sind genau 60 Eisenblöcke drin. Davon haben wir 8 Kisten, das macht 240 Stück. Die anderen sind mit Kupfer und Alu. Bei den anderen müsste ich noch reingucken.", zählte Ludwig auf und sah wie sein Bruder auf sein Lieferschein raufschaute.  

"Gut, gut wir haben ja ein Dutzen Waggons zu betrachten. Doch ich spüre wie wir durchstarten werden. Wenn unsere Muster erfolg haben, werden wir deutschlandweit alle einweihen und die anderen Länder werden vor uns niederknien. Ksesesese.", freute sich der entschlossener Preuße. Dann wandte er an die Leute, die hinter ihn standen. "Gut ihr bringt die Kisten von diesen Waggon zur Kutsche. Wir müssen langsam vorankommen."  

Nickend halfen die Lieferanten die Kisten zur Kutsche zu verlagern. Ludwig versuchte auch zu helfen, aber war noch nicht stark genug eine Kiste zu schleppen. Selbst die Helfer mussten zu zweit anpacken. Bis auf Gilbert, er hievte eine Kiste hoch und brachte sie locker zur Kutsche. Was der Bruder kann, kann ich auch! Fasste sich Ludwig den Entschluss und versuchte die Kiste zu schieben, aber andere Helfer nahmen den Kleinen die Kiste weg. Seufzend schmollte der Kleine. Er ist einfach keine große Hilfe und sein Bruder macht dies mit Leichtigkeit. Ob sie wirklich verwandt sind? Müsste er nicht auch so stark sein? Bedrückt saß er auf die Stufe, die zum Waggon führt.

Gilbert entdeckte seinen kleinen niedergeschlagenden Bruder, aber fasste ein Lächeln, weil er genau weiß, was ihn bedrückt. Schließlich kommt der Kleine nach ihm! Mögen sie noch zu unterschiedlich sein, im inneren sind sie sich ähnlich. Als der Preuße zum Waggon ging, wollten gerade die Helfer die letzte Kiste wegbringen, aber Gilbert entnahm ihnen die Arbeit und sagte:" Danke, das Letzte mach ich. Ihr könnt gehen."  Stumm nickend sie und gehen weg. "Oh ist das schwer! Das schaffe ich nicht allein. Ludwig!", beklagte Gilbert gespielt dramatisch und legte die Kiste ab.

Hellhörig richtet Ludwig sein Blick ins innere des Waggons und sah wie sein Bruder ihn zu sich winkt. Sein Bruder braucht Unterstützung? Obwohl er so stark ist? Das muss wirklich eine sehr schwere Kiste sein. Unsicher näherte sich der Kleine sich und wusste nicht, ob er ihn wirklich helfen kann.

"Sei nicht schüchtern. Hilf mir. Ich schaffe das nicht allein.", forderte Preußen und packte die Kiste, wobei er auf sein Bruder wartet.

Leicht unsicher legte der Junge seine Hände an die Griffe und hörte von sein Bruder:" Gut auf 3 heben wir es an."  Stumm nickte Ludwig und wirkte recht unsicher. "Zusammen schaffen wir das, denn wir sind ein awesome Team. Also streng dich an. 1-2 und 3!"

Gemeinsam hoben sie die Kiste an und Ludwig ist mehr als erstaunt, über die Tatsache, dass er etwas tragen kann, was für sein Bruder für schwer betitelt wurde. "Los gehen wir zur Kutsche.", grinste Gilbert und übernahm das Rückwärtslaufen. Lächeln folgte sein Bruder ihn mit der Gewissheit, dass er helfen kann. Selbst empfindet er die Kiste nicht für schwer. Ob es stimmt und sie zusammen mega stark sind? Auf jeden Fall  freut sich Ludwig eine Hilfe zu sein und Gilbert freute sich, seinen Bruder oder Schwester je nachdem, glücklich zu sehen. Sein Piepmatz machte sich auf der Kiste bequem. Als die Kiste sein Ziel erreichte, machten die Brüder auf den Bock bequem. "Wäre es nicht cool, wenn es eine Kutsche gebe, die ohne Pferde sich fortbewegen kann?", fragte sich der Preuße und lächeln dachte Ludwig nach. Sowas wäre wirklich eine coole Erfindung. Wie kommt sein Bruder nur wieder auf sowas?
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