Nora & Ethan Oneshots

OneshotAllgemein / P12
21.09.2019
21.09.2019
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Herzlich willkommen bei diesem kleinen Oneshot ! Ich hoffe er wird euch gefallen... Er handelt von Noras Gefühlen nach den Angriff. Vorallem um die Gefühle vom Verlust ihrer Tochter. Viel Spaß ! =)
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Langsam öffne ich meine Augen und blinzel angestrengt gegen das helle Licht. Ich bin vollkommen orientierungslos und verwirrt. Erst nach einigen Sekunden gewöhnen sich meine Augen langsam an die Helligkeit.

Vorsichtig schaue ich mich im Raum um. Er war vollkommen weiß und steril eingerichtet. Ich unterdrücke ein genervtes Stöhnen. Ein Krankenzimmer... Ich hasse Krankenhäuser !

Mit einem genervten Augerollen und setze ich mich auf. Ich reibe mir leicht meinen Kopf, der plötzlich ziemlich zu schmerzen anfängt. Es fühlt sich so an, als würden lauter kleine Presslufthammer auf meinen Kopf einhämmern.

Ich stöhne leicht auf. Wieso tut mein Kopf so weh und wie bin ich überhaupt hier gelandet ? Ich kann mich nicht daran erinnern irgendwas gegen den Kopf bekommen zu haben...

Vorsichtig stehe ich auf und stütze mich leicht am Bett ab. Mein ganzer Kopf beginnt sich zu drehen. Leicht taumelnd lasse mich zurück aufs Bett fallen. Ich zucke erschrocken zusammen. Ein scharfer Schmerz schießt durch meinen Unterleib.

Ich krümme mich automatisch zusammen und stoße einen leichten Schrei aus. Was ist nur los mit mir. Erst die Kopfschmerzen und dann das ! Ich presse meine Hand auf den Bauch und schaue gequält auf als ich Schritte höre.

Eine Heilerin kommt angelaufen und drückt mich in eine liegende Position. Dann legt sie ihre Hände auf meinen Bauch und ein rasender Schmerz durchläuft meinen ganzen Körper. Ich schreie erschrocken auf.

Doch der Schmerz war nach kurzer Zeit wieder verschwunden und ließ nur ein leichtes pochen im Unterleib zurück. Ich stoße die angehaltene Luft aus und lasse mich erschöpft ins Kissen fallen.

"Was ist passiert ? Wie bin ich hierher gekommen ?", frage ich leicht nach Atem ringend und schaue die Heilerin an. Sie schaut mitleidig zurück. Ein leichtes Gefühl der Angst beschleicht mich, als ich ihren Blick sehe.

"Sie und ihre Familie wurden von rotblütigen Terroristen angegriffen und schwer verletzt. Sie wurden in letzter Minute gerettet.", sagt sie ruhig.

Ich reiße erschrocken die Augen auf, als die Erinnerungen der letzten Nacht wieder hochkommen. Die Frau, der Schuss, Ethan und... und Mareena ! Ich setze mich abrupt auf und ignoriere den aufkommenden Schmerz.

"Was ist mit meinem Mann ? Was ist mit meiner Tochter ?", frage ich mit angsterfüllter Stimme. "Ihrem Mann geht es gut. Er ist nebenan und schläft im Moment.", sagt sie leise und kaut auf ihrer Lippe rum.

Ein kurzes Gefühl der Erleichterung  überkommt mich, aber wird sogleich von der Angst um Mareena überschattet. Mir ist nicht entgangen, dass die Heilerin sie nicht erwähnt hat.

"Was ist mit meinem Kind ?", frage ich leise. Zum Ende versagt mir die Stimme. Sie senkt den Blick. Mein Herz setzt einen Schlag aus. Nein, nein, nein.... Nicht Mareena ! Nicht meine kleine Prinzessin...

Tränen laufen mir die Wange hinunter und ich schaue die Heilerin flehend an. "Ist sie... Ist sie... tot ?", frage ich laut schluchzend. Die Heilerin stößt den angehaltenen Atem aus und sieht mich an. Tiefe Traurigkeit steht in ihren Augen. Ich atme angestrengt. Nein...

"Mareena ist nicht auffindbar. Sie ist einfach weg.", sagt sie langsam. Ich atme stockend aus und schaue sie mit tränenschimmerden Augen an. Leichte Hoffnung wallt in mir auf. Sie hat nicht gesagt das sie tot ist. Vielleicht lebt sie noch...

Die Heilerin scheint meine Gedanken erraten zu haben und schaut mich noch mitleidiger an. "Wir haben ihr Kuscheltier vor dem Haus entdeckt. Es lag neben einem Flecken Blut. Mareenas Blut. Es ist sehr unwahrscheinlich das sie noch lebt... Es tut mir leid.", flüstert sie leise und geht aus dem Zimmer.

Ich schaue auf meine Hände. Ich bin wie erstarrt. Eine eisige Kälte schießt durch meinen Körper und umschließt mein Herz. Ich zitter am ganzen Körper und lege meine Hände auf meine Brust.

Ein heftiger Schmerz durchsticht mein Herz. Ich krümme mich zusammen und stoße einen schrecklichen, verzweifelten Schrei aus. Mein ganzer Körper ist heiß und kalt zugleich. Es fühlt sich an wie eine eisige Flamme die mich verschlingt.

Meine Atmung wird stockend und ich beginne zu hüberventilieren. Eine riesiges Meer von Schmerz zieht mich hinab, um mich darin zu ertränken. Jeder Atemzug ist ein qualvoller Stich ins Herz. Aber alles woran ich denken kann ist Mareena...

Ein weiterer Schmerzensstich trifft mich direkt ins Herz. Mareena... Meine süße kleine Prinzessin. Sie war doch grade erst ein Jahr alt geworden. Sie war so unschuldig. So zart und klein. So voller Leben...

Ich kralle meine Hände ins Lacken und schwinge mich aus dem Bett. Ich muss hier weg. Aber meine Beine sind anderer Meinung und knicken weg. Der Schmerz mit dem ich auf den Boden aufkomme ist nicht mit dem Schmerz in meinen inneren zu vergleichen...

Ich bin innerlich tot... Obwohl das nicht mal ansatzweise beschreiben kann was ich fühle. Meine Seele... mein kleiner Engel wurde aus mir heraus gerissen und hinterließ ein riesiges Loch in meinem Herzen. Ein Loch was sich niemals schließen wird....

Wage nehme ich wahr wie die Leute um mich herumlaufen. Ich höre verschwommene Stimmen, die hektisch Anweisungen geben. Aber es ist mir egal. Alles ist mir egal. Ein scharfer Schmerz schießt durch meinen Arm. Aber das stört mich nicht. Nichts ist schmerzhafter als die leere Hülle in meiner Brust.

Eine wohltuende Schwärze umfasst mich und zieht mich hinab. Ich währe mich nicht. Ich empfange die Schwärze mit offenen Armen und hoffe, dass ich nie wieder auftauchen werde. Denn es würde nichts bringen. Ich kann nicht in einer Welt leben, die mir meinen kleinen Engel geraubt haben.

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Das war der erste Oneshot. Ich hoffe er hat euch gefallen.
LG Kristina :)

PS: Für alle die Denken das es zu übertrieben war... Ich hab einfach überlegt wie ich mich fühlen würde, wenn ich mein Kind verliere und das ist herausgekommen.... ;)
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