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Zeiten ändern sich

von Karen90
GeschichteAbenteuer, Familie / P18
Desmond Miles OC (Own Character)
20.09.2019
18.08.2020
4
3.890
1
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Dieses Kapitel
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20.09.2019 1.042
 
Jahr 2017
Schimpfend schaltet die junge Frau den Fernseher aus. „Ach, aber ich darf das nicht über meine Lehrer sagen?“ kommentierte ein Junge. „Du bist auch erst 13 Jahre“ erwidert die Frau. „Warum regst du dich überhaupt so auf. Die Firma hat eine Zeitmaschine erfunden. Damit kann man bestimmt viele schlimme Dinge ändern“. „Milan, es steht uns nicht zu die Geschichte zu ändern. Egal ob wir es wollen oder nicht“. „Gäbe es etwas was du andern würdest?“ fragte Milan bedächtig. Seine Mutter hatte ihn mit 16 bekommen und sie hatte es nicht leicht gehabt. Als er 5 Jahre alt war, hatte sie mit ihm fluchtartig das Haus, in dem sie mit seinen Großeltern gelebt hatten, verlassen. Ganz dunkel konnte er sich nach an einen Streit zwischen seiner Mutter und dessen Vater erinnern. Es war um ihn gegangen. „Ja, aber ich kann es nicht mehr ändern“ sagte sie gedankenverloren. Milan schaute traurig in seine Cornflakesschüssel. „Wenn ich die Chance hätte würde ich deinen Vater nicht gehen lassen“. Milan schaute zu ihr. „Mum, warum hast du dich damals mit Opa gestritten?“ fragte Milan. Vor 2 Tagen hatte seine Oma bei ihnen angerufen. Sie erzählte ihr, dass es ihrem Vater sehr schlecht ging und wenn sie sich mit ihm aussprechen wollte, müsste sie es jetzt tun. Bevor sie antworten konnte, klingelte das Telefon. „Reynolds am Apperat“. „Nora, bitte deinem Vater geht es immer schlechter. Du hast nicht mehr viel Zeit“. „Ich habe die vorgestern dazu was gesagt. Was er damals gesagt und getan hat kann ich ihm nicht so einfach verzeihen“. Währenddessen sie das sagte ging sie in ihr Schlafzimmer. Milan sollte nicht wissen worum es in dem Telefonat ging. Er hatte beim ersten Anruf zu viel gehört. „Du kennst ihn doch und ganz unschuldig warst du auch nicht“ erwidert die ältere der beiden. „Er wollte meinen Sohn gegen meinen Willen trainieren und hat es auch getan. Milan lag 3 Tage im Krankenhaus nach der kleinen Kletterübung. Ich bin noch nicht mal ganz mit Milan wieder zu Hause. Da plant er schon das nächste Klettertraining“ erklärte Nora ihrer Mutter. „Du weißt genauso gut wie ich, wie wichtig das Training für die Kinder ist. Dir hat es ja auch nicht geschadet“. „Klar kann man sich alles schön reden. Rippenbrüche, Gehirnerschütterung, ist ja alles harmlos“. „Die anderen Kinder hatte auch Verletzungen gehabt“. „Da hast du Recht, bloß die konnten ihre Verletzungen auskurieren, Während Dad mich am nächsten Tag gleich wieder zum Training geschickt hat. Wie oft hat Bill mich deswegen nach Hause geschickt, weil er nicht das Risiko eingehen wollte. Statt mir dann die Ruhe zu lassen. Nein, dann eben Einzeltraining“. Milan öffnete die Tür und schaute Nora fragend an. Er hatte seine Mutter nur einmal wütend erlebt. Vor 8 Jahren nach dem Streit mit seinem Opa. „Tut mir leid, ich brauche Zeit. Außerdem muss Milan zur Schule“ erklärte Nora  und legt auf. „Mum, was ist denn los?“. „Es ist alles gut. Komm wir müssen los. Sonst kommen wir zu spät“. Nora und Milan verließen die Wohnung. Auf ihre Arbeit konnte sich die junge Frau nicht konzentrieren. „Sag mal Nora, was ist heute eigentlich los mit dir?“ fragte eine Kollegin. „Ich hatte heute früh Streit mit meiner Mutter“. „Ich dachte ihr hättet keinen Kontakt mit einander?“. „Bis vorgestern hatten wir auch keinen. Sie hat irgendwie meine Telefonnummer bekommen. Auf jeden Fall liegt mein Vater laut ihrer Aussage im Sterben und jetzt wäre die letzte Gelegenheit mich mit ihm zu versöhnen“ erklärt Nora. „Aber du willst nicht?“. „Ich habe einfach das Gefühl, dass  die Beiden immer noch der Meinung sind, dass alles allein meine Schuld ist“. „Da ich die Hintergründe für den Kontaktabbruch nicht kenne, will ich bzgl. der Schuldfrage nicht einmischen“. Nora schaute ihre Kollegin und gute Freundin fragend an, denn immer wenn sie diese Stimmlage aufsetzte gab es fast schon philosophische Ratschläge. „Fahr hin, rede mit Ihnen. Vielleicht habt ihr als Familie doch noch eine Chance. Den restlichen Arbeitstag dachte Nora über den Ratschlag ihrer Freundin nach. Sie hatte Recht. Außerdem hatte Milan ab morgen Ferien und wenn sie mit ihrer Chefin sprach, könnte sie die nächste Zeit bestimmt von ihren Eltern aus arbeiten. Deshalb ging sie nach ihrem Feierabend in das Büro ihrer Chefin.
Milan kam gegen 17.00 vom Training. Er ist ein genialer Bogenschütze und auch an sich sehr sportlich. Seit trainierte er noch zusätzlich mit einem anderen Mann klettern. Nora war anfangs nicht begeistert gewesen, aber nach einem langen Gespräch der beiden hatte Nora doch zugestimmt. Milan mochte William. In ihm sah eine Art Ersatzopa. Als er die Wohnung betrat wunderte er sich über die gepackten Koffer. „Mum?“ rief er kurz in die Wohnung, erhielt aber keine Antwort. Wieder ging die Wohnungstür auf. „Fahren wir in den Urlaub?“. „Nicht ganz. Wir fahren zu deinen Großeltern“. „Aber in zwei Wochen findet das große Landestunier statt. Ich muss trainieren“ protestierte Milan. Schließlich hat sein Lehrer ihn eine Altersklasse höher angemeldet, daher wollte er auch gut abschneiden. „Milan, die beiden Wohnen auf einem riesigen Bauernhof. Da gibt es bestimmt Möglichkeiten für dich zu trainieren“ beschwichtigte sie Milan. „Und deine Arbeit?“. „Kann ich von dort erledigen. Jetzt komm sonst verpassen wir noch unseren Zug. Milan wunderte sich. Heute Morgen hatte sich seine Mutter noch strikt geweigert und jetzt. „Mel hat dir ins Gewissen geredet oder?“. „Bin so leicht zu durchschauen?“. „Ja!“ antwortet Milan kurz und knapp. „Klamotten hab ich für uns beide gepackt. Du brauchst also nur noch mal schauen ob du alles für dein Training hast“. „Ich brauche noch ein paar Sehnen und dann können wir los“ meinte der 13-jährige und lief in sein Zimmer um die Packungen mit den Bogensehnen zu holen.
Es war mitten in der Nacht. Nora hatte einen Nachtzug gebucht, schließlich mussten fast durch die gesamte USA reisen um an ihr Ziel zu kommen. Das Abteil glich einem sehr kleinen Hotelzimmer. Es gab ein Doppelstockbett, einen Zweisitzer und einen kleinen Tisch. Zu Noras Glück gab es in dem Zug auch W-Lan. Damit konnte Sie schon mal etwas vorarbeiten. Allerdings kam sie nur sehr schleppend voran. Immer wieder kreisten ihre Gedanken um das kommende Gespräch mit ihren Eltern. Was sollte Sie tun?  Sie versucht die Gedanken los zu werden und setzte sich wieder an ihre Arbeit.
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