Dog-Tag

von Gori-san
KurzgeschichteHumor, Romanze / P18
Claptrap Handsome Jack Jack / Timothy Lawrence
20.09.2019
20.09.2019
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Handsome




„Hier, ihre Bestellung.“, lächeltest du, als du den Drink auf den Tisch des Mannes stelltest.
„Danke (N/N).“, grinste der Braunhaarige.
„(D/N) kümmere dich um Tisch drei, ich habe keine Lust auf diesen Idioten, Danke!“, rief die Bardame ohne mit der Wimper zu zucken, welche sich in jenem Augenblick schon um den nächsten Kunden sorgte.
„Sie hasst mich.“, seufzte Jack und hob sein Glas an seine Lippen.
„Das weniger, sie… Naja, ihr seid geschiedene Menschen, so wie ich das mittlerweile erfahren habe. Sie denkt einfach nur, dass du nicht über sie hinwegkommst.“, entgegnetest du ihm lächelnd.
„Um ehrlich zu sein, hat sie damit gar nicht so unrecht. Sie war meine erste große Liebe, sowas vergisst man nicht einfach.“, nickte er.
„Stimmt wohl, ich kenne das nur zu gut.“, seufztest du und griffst an deinen Hals.
An jenem trugst du eine dünne Silberkette mit einer Dog-Tag auf welcher der Name deines/deiner Ex-Freundes/Ex-Freundin stand. Seufzend schütteltest du den Kopf, wolltest diesen/diese Mann/Frau endlich vergessen.
„Wurdest du auch einfach sitzengelassen?“, fragte er und stellte das leere Glas wieder auf den Tisch.
„Lange Geschichte.“, seufztest du.
Er schob dir sein Glas zu und nickte dann leicht, deutete dir ihm noch einen Drink zu bringen.
„Hol mir noch `nen Drink, dann habe ich alle Zeit der Welt für dich.“, gab er dir wieder.

Langsam erhobst du dich und gingst zur Bar, die Bardame – Moxxi – nahm dich für einen Moment zur Seite.
„Lass dich nicht auf diesen Idioten ein, der ist ein Herzensbrecher der gemeinen Sorte.“, seufzte sie.
Du wankst ab und begannst leise zu lachen, wolltest ihr damit in jenem Moment jedoch auch nicht zu nahetreten.
„Männer haben keine Chance bei mir, das verspreche ich dir. Vergiss nicht, dass ich erst seit zwei Wochen Single bin.“
„Das interessiert diesen Kerl aber nicht…“, seufzte sie, „Hör auf meinen Rat und lass dich nicht mit ihm ein.“
Du nicktest lediglich und machtest dem Braunhaarigen noch einmal den gleichen Drink, bevor du wieder zu ihm zurückkehrtest und das Glas auf seinen Tisch stelltest. Dann setztest du dich wieder, begannst von deiner Vergangenheit zu berichten und von deinem/deiner Ex-Freund/Ex-Freundin.

Du begannst bei deiner Schulzeit, gingst über zu deinem Privatleben, welches durch deinen stinkfaulen Vater einfach unerträglich wurde, erzähltest von den unzähligen Sexgeschichten und bliebst schließlich bei deinem/deiner Ex hängen. Du redetest einfach drauflos, erzähltest von seinen/ihren Gewaltausbrüchen, von seiner/ihrer krankhaften Eifersucht und seinen/ihren Besitzansprüchen dir gegenüber. Du konntest in jenem Augenblick nicht ein gutes Haar an ihm/ihr lassen und dennoch… Du hattest ihn/sie geliebt, daran bestand kein Zweifel.
„Harter Stoff für so `nen süßes Ding.“, nickte der Mann, welcher sich zurückgelehnt hatte.
Ein Claptrap hatte ihm noch einen Drink gebracht und dir ein paar Taschentücher. Du kralltest dich in die Taschentücher und seufztest.
„Ich wünschte einfach nur, dass es eine Person, egal welche, es einmal ernst mit mir meinen würde.“, seufztest du leise.
„Kenne ich. Also nicht, dass es eine Person mal mit mir ernst meint, sondern das Gefühl, welches man dann hat, wenn man verlassen wird.“, entgegnete er dir.
„Ich will einfach vergessen.“, seufztest du.
„Dann trink. Ich meine, es gibt noch andere Möglichkeiten zu vergessen, aber ich denke, dass wir beide erst Mal ´ne Auszeit brauchen. Also trink, ich lad dich ein.“, entgegnete er dir und hob die Hand.


Der Claptrap kam zu euch an den Tisch, Jack bestellte noch einmal Drinks und deutete dann auf dich, gab dem Claptrap zu verstehen, dass er für dich den härteren Alkohol rausholen sollte. Für einen Augenblick warst du gerührt von seiner Fürsorge, doch dann seufztest du.
Woher solltest du denn wissen, ob er es auch genau so meinte, wie du es empfandst?
Der Braunhaarige deutete schließlich auf deine Kette, welche du in jenem Augenblick noch immer umklammert hattest.
„Kann ich mir die Mal ausleihen?“, fragte er leicht lächelnd.
Zögerlich griffst du nach dem Verschluss deiner Kette, nahmst sie dann aber vorsichtig ab und betrachtetest noch einmal den Namen darauf, dann gabst du sie dem Mann.
„Kann… Kann ich fragen, wie ich sie nennen darf?“, stelltest du die Frage und sahst den Mann an.
„Jack, nenn mich einfach Jack.“, grinste er, „Ich werde mich melden, bis dahin.“
Du musstest lächeln und nicktest dann, als er aufstand und sich noch einmal mit einem Handgruß von dir verabschiedete. Er gab dem Claptrap das nötige Geld für die Drinks und zahlte auch gleich deinen Drink mit, selbst wenn er dies nicht gemusst hätte. In jenem Augenblick fragtest du dich wirklich, wieso Moxxi diesen Mann einfach hatte ziehen lassen.

*



Zwei Tage waren schließlich vergangen und du fragtest dich, wo dieser mysteriöse Jack mit deiner Kette wohl geblieben war. Du hattest zwar schon verschiedene Szenarien durchgespielt, doch keines von jenen klang auch nur ansatzweise machbar. Schließlich jedoch versuchtest du einfach nicht mehr darüber nachzudenken, wie deine Cheffin bereits gesagt hatte, könntest du auch nur zu seine Opfern zählen – wundern würde es dich nicht. Immerhin konntest du auch nichts gegen einen Herumtreiber unternehmen, selbst wenn er dir schöne Augen gemacht hatte und vielleicht hattest du ihn auch einfach nur falsch eingeschätzt und er war eigentlich ein Dieb. Seufzend schütteltest du den Kopf, drehtest dich zu dem Claptrap um, welcher in jenem Augenblick mit einem kleinen Packet in der Hand zu dir kam. Ein wenig verwundert sahst du zu dem Roboter.
„(D/N), das wurde gerade von einem Kammerjäger für dich abgegeben, meinte es wäre dringend.“, gab er dir wieder und reichte dir das Packet.
Augenblick schlug dein Herz schneller, du griffst nach dem kleinen Packet und öffnetest es. In jenem lag deine Kette mit einem Zettel, ohne darüber nachzudenken, zogst du deine Kette wieder an, nahmst den Zettel zur Hand und begannst zu lesen.

Hey,

nicht gerade der einfallsreichte Einfall, aber ich wollte dich nach einem Date fragen. Vielleicht bin ich auch der Einzige der so denkt, aber das vor zwei Tagen, das war nicht einfach nur ein Gespräch. Ich habe mich irgendwie in deinen Augen verloren. Ich kann einfach nicht mehr aufhören an dich zu denken, ich bin verloren...
Vielleicht hast du Lust, dich mit mir zu treffen, ein bisschen zu reden oder so. Ich bin gerade in der Stadt, beruflich, und bleibe wohl noch ein paar Tage, also… Wenn du mich suchen solltest, weil du an dem Abend genauso gedacht hast wie ich es tue, dann komm doch einfach zum Gasthaus. Du weißt ja wahrscheinlich wo das ist, also wäre eine Wegbeschreibung wahrscheinlich ziemlich nutzlos.

Vielleicht können wir ja dann ein bisschen reden.

Jack


Ein Lächeln schlich augenblicklich sich auf deine Lippen und du sahst zu dem kleinen Roboter, nahmst deine Schürze ab und legtest eben jene auf den Tresen.
„Sag Moxxi bitte, dass ich mir heute freinehme, ich… Muss mich mit jemandem treffen, es ist dringend.“
Der Roboter betrachtete dich, wollte dich noch aufhalten, doch du warst schon aus der Bar gerannt. Freudig ranntest du zu dem Gasthaus, welches der Braunhaarige wahrscheinlich meinte, gingst zur Rezeption und räuspertest dich dort leise.
„Entschuldigen sie… Ich suche nach einem gewissen Jack, ist er hier?“, fragtest du leise.
„Jack?“, fragte die Person hinter dem Tresen, „Ich kenne keinen Jack.“
„Kommen sie schon, es ist wichtig!“, drängtest du, „Ich zahle auch.“
„Wenn das so ist, dann sehe ich doch einmal in der liste nach.“, nickte die Person.
Du platziertest einige Doller auf dem Tresen, doch gerade als die Person hinter dem Tresen diese annehmen wollte, griff jemand der hinter dir stand nach dem Geld, drückte dich leicht gegen den Tresen und beugte sich vor.
„Dieses süße Ding zahlt nicht.“, raunte die Person hinter dir.
Du bekamst eine Gänsehaut drehtest dich um, sahst in die Augen des Braunhaarigen und warst in jenem Augenblick vollkommen überwältigt. Seine Augen wiesen zwei verschiedene Farben auf, blau und grün, während deine Augen lediglich ein Einfaches (A/F) aufwiesen.
„Jack!“, lächeltest du.

Ein sanftes Lächeln legte sich auf seine Lippen, während er sich leicht zu dir vorbeugte und dir einen Kuss auf die Stirn gab.
„Schön das du hier bist.“, nickte er leicht, „Komm, ich zeige dir mein Zimmer.“
„Mit Freuden.“, lächeltest du den Mann an, welcher in jenem Augenblick dein ganzes Leben zu verändern schien.
In seinem Zimmer angekommen, drückte er dich augenblicklich gegen eine Wand, lehnte sich vor, stoppte jedoch vor deinen Lippen und seufzte leise. Ohne darüber nachzudenken was du tatst überwandst du die letzten Millimeter zu seinen Lippen und gabst ihm einen sanften Kuss, was eine Welle der Emotionen in dir auslöste. Dein Herz begann schneller zu schlagen, dein Atem wurde zittriger und deine Hände waren schweißnass. Intensiv aber dennoch recht vorsichtig erwiderte er den Kuss, wollte scheinbar nichts überstürzen, doch zu jenem Zeitpunkt war euer beider Schicksal besiegelt. Der Schreibtisch in seinem gemieteten Zimmer war in jenem Augenblick immerhin viel näher und vielleicht auch ein bisschen attraktiver als er sollte und Jack schien in diesem Augenblick nicht anders zu denken.

Seine Küsse auf deiner Haut waren wie heiße Eisen, welche man dir auf die Haut drückte. Du konntest kaum mehr klar denken, warst von seinem Duft viel zu betört und auch von seiner weichen Haut unter deinen Fingern konntest du einfach nicht genug bekommen. Sein Haar kitzelte dich leicht, doch dies interessierte dich in jenem Moment nicht mehr. Alles was in jenem Augenblick zählte, waren seine Lippen, welche deinen Unterbauch erkundeten, seine Finger, die dir den letzten störenden und zugleich schützenden Stoff stahlen. Für einen Moment zogst du die Luft scharf ein, als seine Lippen deine Lenden streiften und seine Hände sich in deine Oberschenkel krallten. Deine Lider flatterten, du wolltest ihn, dies war dir seit eurer ersten Begegnung klar, wenn du dir bei ihm auch nicht sicher warst. Dieser Mann war äußerst seltsam, mit seiner Art, mit seiner Haltung und der viel zu direkten Wortwahl, welche man ihm in dem Brief gar nicht angemerkt hatte.

Seine heiße Zunge fand deinen Schritt, du keuchtest auf und kralltest dich in seine Schultern. Für einen Moment bäumtest du dich auf, doch wurdest du von Jack sanft wieder auf den Schreibtisch zurückgedrückt. Er löste sich für einen Moment von dir und leckte sich über seine vollen Lippen. Dieser Mann wusste was er tat und das machte dich wahnsinnig. Seine Hand strich über deinen Bauch, über dein Brustbein hoch zu deinem Hals. An jenem befand sich eine dünne Kette, mit einer Dog-Tag daran, auf jener stand sein Name, jeder sollte wissen wem du ab diesem Moment gehörtest.
Du schlosst deine Augen, als er mit seiner Hand wieder hinunter wanderte, kurz an deinem Unterleib stoppte und sich dann wieder vorbeugte, mit seiner Zunge wieder deinen Schritt verwöhnte.
Du liebtest in jenem Moment was er dort tat, es war unbeschreiblich.

Heiser stöhntest du seinen Namen, konntest dem Gefühl einfach nicht mehr wiederstehen. Jack schien genau zu wissen was du liebtest und was dich wahnsinnig machte, er kannte dich in und auswendig, selbst wenn ihr euch noch nicht so lange kanntet. Er wusste welche stellen an deinem Körper tabu waren und welche deine empfindlichsten Zonen waren, woher auch immer er dies wusste. Er kannte dich einfach, sogar besser als du dich selbst kanntest, zumindest hattest du dies im Gefühl.
Seine Zunge verwöhnte dich, während du dich in seinen Rücken kralltest, ihm damit deutetest, dass du bereit warst ihn zu empfangen. Du schlucktest, warst dennoch ein wenig enttäuscht, als er sich schließlich von dir löste, kurz vor deinem Höhepunkt. Seine Finger führte er zu deinem Eingang, drang erst einmal mit einem Finger in dich ein, wollte wissen ob du wirklich bereit warst. Stöhnend drücktest du deinen Rücken durch, was ihm zeigte, dass du bereit warst. Schnell öffnete der Mann mittleren Alters seinen Gürtel und beugte sich vor, gab dir einen innigen Zungenkuss und drückte sich gegen deinen Eingang. Wohlwollend seufztest du, als er schließlich in dich eindrang und dich vollkommen ausfüllte, wenngleich es auch ein wenig schmerzte, denn du wurdest von ihm nicht vorbereitet.

Jedoch war dir dies schließlich egal, als er den Kuss löste, deine Hüfte packte und begann in dich zu stoßen. Stöhnend drücktest du deinen Rücken durch, gabst dich seinen Bewegungen hin, drängtest dich ihm entgegen. Seine Bewegungen machten dich wahnsinnig, zumal er immer wieder diesen einen Punkt in dir streifte und dich somit viel schneller über die Klippe trieb als du es wolltest. Deine Hände fanden ihren Weg in seine Haare, krallten sich dort für einen Moment fest. Du wolltest ihn nie wieder gehen lassen, wolltest dich ihm so lange hingeben wie es nur möglich war. Du wolltest das einzige Objekt seiner Begierde sein, selbst wenn ihr euch erst ein paar Tagen kanntet, wenn man dies denn so nennen konnte.
„Jack…“, keuchtest du seinen Namen.
Er knurrte erregt beugte sich vor, küsste deinen Hals und flüsterte dir leise Liebesschwüre ins Ohr, ob eben jene jedoch der Wahrheit entsprachen, konntest du nicht sagen. Du wusstest wie dieser Mann tickte, hattest genug Geschichten von Moxxi gehört. Seine Worte konnten auch einfach nur durch die Erregung in ihm beeinflusst worden sein, dies musste dir in jenem Moment bewusst sein. All dies sollte dich jedoch in jenem Augenblick nicht mehr interessieren, in welchem er dich über die Klippe stieß und mit dir zusammen die Erlösung suchte.

*



Sanft fuhr er mit seiner Hand über deinen Arm, betrachtete dich, nachdem er dich ins Bett gebracht hatte, weil dein Bewusstsein sich verabschiedet hatte. Er hatte sich neben dich gelegt, trug seine Kleidung auch wieder. Seine Finger waren überraschend kalt, anders, als du sie in Erinnerung hattest, doch dies störte dich in jenem Moment nicht.
„Verzeih mir Jack, ich… Ich bin eigentlich nicht so leicht zu haben.“, flüstertest du leise, nachdem dein Bewusstsein wiedergekehrt war.
„Mach dir keine Gedanken darüber. Ich bin auch nicht der Typ dafür, eigentlich.“, entgegnete er dir.
„Für alles scheint es wohl ein erstes Mal zu geben.“, kichertest du und kuscheltest dich an den Mann an.
Eben jener rückte ein kleines Stück von dir und schnaufte, setzte sich dann auf und strich sich durch sein Haar. Er schien einen inneren Kampf mit sich selbst auszutragen, welchen du nur allzu gut zu verstehen glaubtest.
„Wir können das ab jetzt auch langsamer angehen, glaub mir.“, versuchtest du ihn sanft zu beruhigen.
„Das ist es nicht.“, entgegnete er dir seufzend, „Es ist mehr… Das Gefühl in meiner Brust.“

Verwirrt sahst du ihn an, griffst nach den Dog-Tags und bisst dir auf die Lippe. Liebe auf den ersten Blick gab es, das wusstest du aus eigener Erfahrung, doch ob es in jenem Fall so war, konntest du nicht sagen. Du mochtest diesen Mann, mehr als du vielleicht wolltest und solltest, doch ob du dich wirklich in ihn verliebt hattest, konntest du nicht sagen.
„Lass es uns doch einfach probieren. Wenn wir uns beide unsicher sind, können wir uns damit sicherer werden.“, nicktest du verstehend, „Verletzen kann man mich so schnell ohnehin nicht mehr.“
„Du bist echt süß, aber… Das wäre wahrscheinlich genau das, worauf es hinauslaufen würde. Ich würde dich verletzen.“, entgegnete er dir seufzend.
„Ohne es zu probieren kannst du es nicht wissen, oder?“, fragtest du und setztest dich auf.
„Da hast du recht, aber…“
„Kein Aber mehr, ich gehe jetzt duschen und danach koche ich für uns.“, lächeltest du.

Ein Lächeln auf seinen Lippen zeigte dir, dass er dir dankbar für deine Worte war. Wenn es in jenem Augenblick auch das erste Mal war, das dir auffiel, dass dieser Mann einen Handschuh trug. Vielleicht hattest du eben jenen aber auch einfach nicht bemerkt oder in deiner Ekstase einfach ignoriert, beides konnte in jenem Augenblick der Fall sein. Genau sagen konntest du es nicht, doch es war dir auch egal. Immerhin war es nur wichtig, dass dieser Mann glücklich wurde, mit oder ohne dich. Noch einmal sahst du zu ihm, bevor du in das Badezimmer gingst, er saß noch immer auf der Bettkannte, schien aber mit irgendjemandem zu sprechen. Für einen kurzen Moment wolltest du lauschen, entschiedst dich schließlich aber dagegen. Es war in jenem Augenblick einfach wichtiger, dass du duschen konntest.

Nachdem du dich also geduscht hattest, zogst du dir den Bademantel über, welcher an der Tür hing. Du öffnetest die Tür und der Mann, mit welchem du vor wenigen Minuten noch geschlafen hattest, stand bereits in der Küche und war dabei einige Zutaten rauszusuchen. Er trug seinen Handschuh nicht mehr, was dich ein wenig verwunderte, doch du wolltest ihn auch nicht darauf ansprechen. Immerhin war dies nicht die feine Art einen Mann kennenzulernen. Du stelltest dich einfach zu ihm, begannst ihm bei den Vorbereitungen für das essen zu helfen und redetest noch einmal mit ihm. In jenem Moment lerntet ihr euch wirklich kennen, redetet über die schönen und die schlechten Momente in eurem Leben und was konntet einander verstehen. Dies war das wichtigste. Es war einfach wichtig, dass du ihn endlich verstandst. Auch wenn du dich darüber wundertest, dass er manchmal einen Handschuh und manchmal keinen trug, doch vielleicht war dies auch einfach nur eine seiner Macken. Genau sagen konntest du es nicht. Du wusstest nur eines genau und dies war nicht einmal ein Geheimnis zwischen euch.

In jener Nacht, die ihr zusammen im Hotel verbracht hattet, hattest du dich in ihn verliebt. Ob mit oder ohne Handschuh, jeder hatte seine Macken und du akzeptiertest seine. Du verstandst ihn, auch wenn er sich manchmal komisch verhielt. Du liebtest ihn so wie er war, konntest Moxxi einfach nicht verstehen und warst froh einen solchen Mann an deiner Seite zu wissen, einen Mann, der dich zu schätzen wusste.
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