Deans Tagebuch

von MelEl
GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P16
Castiel Crowley / Fergus MacLeod Dean Winchester OC (Own Character) Sam Winchester
19.09.2019
14.01.2020
23
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Endlich kamen sie am Bunker an. Bei der Fahrt in die Garage fingen Sams Hände doch an zu zittern und er griff das Lenkrad besonders fest. Dabei konnte er gerade noch verhindern, gegen die Mauer zu fahren. „Was ist los?“ fragte Izabel, der der ungelenke Stil beim Einparken nicht verborgen geblieben war.
„Äh, nein, äh, alles okay. Habe nur kurz nicht aufgepasst.“ Er schaltete den Motor aus, stieg aus und holte die Tasche von Izabel aus dem Kofferraum. Dann half er seiner Verlobten aus dem Auto und ging mit ihr hoch in den großen Kontrollraum. Der Raum war leer. Nur sie beide.
Sam stellte die Tasche auf den Boden, positionierte sich vor Izabel und sah ihr tief in die Augen. Sein Herz schlug Saltos. Ob Izabel ihn für verrückt halten würde für seine spontane Idee? Würde sie ihn auslachen oder gar `Nein` sagen?
Egal, jetzt würde er keinen Rückzieher machen. „Izabel, bald sind wir eine Familie und damit das so sein wird und weil mir dein Unfall gezeigt hat, wie schnell alles vorbei sein kann, möchte ich dich fragen, ob du mich hier und heute heiraten willst.“
Immer noch zitterten Sams Hände und hastig ergriff er die von Izabel. „Was sagst du? Heute noch kann jemand vorbei kommen um uns zu trauen.“
Izabel legte die Stirn in Falten, den Kopf leicht schief und nahm ihre Denkerpose ein. Mit angehaltenem Atem wartete Sam gespannt auf ihre Antwort und beobachtete jede kleinste Reaktion.
Schließlich öffnete die Angesprochene den Mund. „Oh Sam, aber ich habe doch gar nichts zum Anziehen? So willst du mich gleich heiraten? Hier? Jetzt?“
Sam lächelte entschuldigend. „Magst du dich noch frisch machen und ein Kleid anziehen? Mir ist das egal. Du siehst immer hübsch aus, bitte mach dir deswegen keine Gedanken. Ich liebe dich, selbst in alten Sackleinen. Und ich würde dich überall heiraten, sogar in einer Scheune. Hauptsache wir sind zusammen.“ Da traten Izabel tatsächlich ein paar Tränen in die Augen. Das war schon etwas besonderes, denn sie gab sich oft als taffe Frau, die nicht sehr empfänglich war für romantische Sachen. Sam lächelte weiter, er hatte sie herumbekommen.
„Ich werde mich erst umziehen und dann können wir es gerne so machen. Aber nach der Geburt möchte ich dann auch eine Feier mit unseren Freunden,“ rief sie noch hinterher, während sie zum Schlafzimmer ging.
Nachdem Sam vernommen hatte, dass die Tür ins Schloss gefallen war, rief er Castiel an. Es konnte losgehen, alle Gäste durften nun kommen.
Bevor Cas jedoch mit den Eingeladenen erschien, war plötzlich eine andere Person hinter Sam und dieser erschrak sich beinahe zu Tode.
„Indira! Oh mein Gott, wie, äh, wie sind Sie denn hier, hier rein gekommen?“
Die Hexe lächelte. „Ach Kindchen, glaubst du wirklich die Sigillen würden mich abhalten? Mein Zauber ist viel viel älter als sämtliche Schutz- und Abwehrsymbole. Ist alles bereit? Kann die Hochzeit stattfinden? Wo ist die Braut?“
Indira sah sich um. In ihrer Vision hatte sie gesehen, wie der Winchester mit der jungen Frau in den Bunker kam und hatte sich dann sofort auf den Weg gemacht.
Sam, immer noch etwas sprachlos über das plötzliche Erscheinen der Hexe, zeigte mit dem Kopf in die Richtung, in die Izabel verschwunden war. „Sie zieht sich um. Immerhin ist sie gerade erst aus dem Krankenhaus entlassen wurden und wollte sich noch frisch machen.“
„Ja ja, natürlich, natürlich. Ich hoffe, sie beeilt sich. Wenn ihr vermählt seid, werde ich meinen Preis mitteilen und dann kannst du das Buch zu Ende lesen. So ist der Deal.“
Sam sah der Hexe in die Augen und plötzlich zog sich sein Herz krampfhaft zusammen. Er war sich nicht sicher, was er in den Augen gesehen hatte. War es etwas Gutes oder Schlechtes? Aber es fühlte sich nicht gut an. Es war ein unangenehmes Gefühl.
„Äh, ja, äh, genau, der Deal.“ Sam wirkte zerstreut. Da kam auch schon Izabel. Sie trug ein luftiges hellblaues Kleid und sah wunderschön aus. Sie steuerte auf Sam zu und bemerkte dann die Frau vor Sam.
„Wer ist das?“ fragte sie deshalb Sam und runzelte die Stirn. Kurz wusste Sam nicht, was er sagen sollte. Was würde Izabel sagen, wenn sie wüsste, dass die Trauung von einer Hexe vorgenommen wurde? Doch diese kam ihm zuvor. Sie streckte Izabel ihre Hand entgegen. „Ich bin Indira, eine alte Freundin von Sams Bruder und ich werde die Trauung durchführen. Und du bist also Izabel. Möchtet ihr mir ein paar persönliche Details erzählen, die ich in der Rede mit einfließen lassen kann?“
Mit einem irritierten Blick sah Izabel zu Sam hoch. Persönliche Worte? „Sam, können wir kurz reden?“ wisperte sie und Sam nickte. Er entschuldigte sich kurz bei Indira und Izabel zog ihn in eine ruhige Ecke.
„Sam, wer ist das? Und jetzt sag mir nicht, eine Bekannte deines verstorbenen Bruders. Das glaube ich nicht. Was soll das mit der Rede? Ich brauche hier keine Rede, es geht doch nur um den offiziellen Teil. Der Bunker ist ja jetzt wohl nicht für eine romantische Hochzeit ausgelegt.“ Skeptisch sah sie sich um.
„Okay, du hast recht. Hmmm, wie soll ich es….“
Gerade, als Sam zu einer Erklärung ansetzten wollte, erschien Cas mit den Hochzeitsgästen und Izabel war mehr als überrascht, dass es keine Hochzeit zu zweit werden sollte.
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