Crawling

von Nicole49
GeschichteAllgemein / P16
Chester Bennington OC (Own Character)
18.09.2019
19.01.2020
21
68.663
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19.09.2019 2.314
 
3 Miserabler Stoff
Matt und Chaz hatten sich wirklich angefreundet. Nein, sie waren im letzten halben Jahr beste Freunde geworden und waren eigentlich nur noch im Doppelpack anzutreffen. In der Schule wie auch in ihrer Freizeit.
Sie flüchteten sich wann immer sie konnten in ihre Musik und nicht selten waren auch Drogen im Spiel. Meist jedoch nur Gras und an den Wochenenden auch mal die üblichen Partydrogen.
Sie versuchten beide einfach nur zu vergessen. Für diesen Moment gelang es ihnen auch, doch die Ernüchterung kam am nächsten Tag.
Vor allem als Matt morgens mit einem Lippenpiercing aufwachte. Das gleiche das auch Chaz hatte.
Sein Vater rastete vollkommen aus und schlug ihn windelweich, doch das war es ihm Wert gewesen. Jetzt hatten sie beide etwas das sie verband.
Als Matt an diesem Morgen in die Schule kam musste er bis kurz vor Unterricht warten bis Chaz kam.
Doch er sah echt übel aus.
Er hatte ein blaues Auge und eine aufgeplatzte Lippe und diverse Blutergüsse an den Oberarmen, die er durch ein langärmliges Shirt versteckte.
Matt wurde ganz bleich.
„Ist völlig ausgerastet“, nuschelte Chaz. Sprechen fiel ihm sichtlich schwer, denn er bekam kaum den Mund auseinander.
„Scheiße“, entfuhr es Matt entsetzt.
Er hatte Chaz ja schon oft geschlagen, aber nie so dass ein Außenstehender es sehen konnte.
„Müssen in die Klasse“, murmelte Chaz und Matt nickte. Gemeinsam, so wie jeden Tag seit einem halben Jahr betraten sie den Klassenraum.
Barker war noch nicht da und sie verzogen sich zu ihrer Bank.
„Schaut Euch mal Chazzylein an. Hat Papi mal wieder Hand angelegt?“ fragte Stevie fiese lachend und Matt wollte aufstehen und ihm eine auf die Fresse geben. War ihm doch scheißegal ob Stevie zu den beschissenen Footballjungs gehörte.
Doch Chaz schüttelte den Kopf und deutete ihm einfach an ihn reden zu lassen. Solche Sprüche war er gewohnt.
„Is es nicht wert“, sagte er leise und Matt atmete tief durch, doch Chaz hatte ja recht.
„Ui, die Freaks sind sich mal wieder einig“, hauchte Stevie und wieder lachten die meisten aus der Klasse.
Nicht alle, aber fast.
„War es aber wert“, flüsterte Chaz ihm ins Ohr gerade als Barker den Raum betrat und Matt grinste.
„Jepp. War die Prügel wert“, flüsterte er zurück

Zwei Tage später hatte Chaz Geburtstag. Doch von seinem Vater hatte er nix zu erwarten, also zog er mit Matt ein bisschen um die Häuser und dann in einen alten Club, wo Matt sich Gras besorgte, Chaz allerdings etwas härteres.
„Zu mir? Mein Alter hat Nachdienst“, meinte Matt und Chaz nickte.
Gegen Mitternacht kamen sie bei Matt zu Hause an und Matt drehte sich ein Tütchen, während Chaz sich eine Line fertig machte.
„Wie lange nimmst du das Zeug eigentlich schon?“, murmelte Matt fragend und Chaz zuckte mit den Schultern.
„Eine Weile bevor du aufgetaucht bist. Aber nicht regelmäßig“
„Warte mal bevor du anfängst. Hab noch was für dich“, hielt Matt ihn noch kurz auf und reichte ihm ein kleines viereckiges Päckchen.
Überrascht sah Chaz ihn an. Er hatte nicht damit gerechnet was zu bekommen. Er hatte seit Jahren nichts mehr bekommen außer von seiner Mutter eine Karte und ein bisschen Geld.
Rasch packte er es aus und starrte Matt fassungslos an.
Es war das Kreuz dass sie vor ein paar Monaten in dem Laden gesehen hatten. Es hatte ihm so verdammt gut gefallen und er hatte nicht einmal mitbekommen das Matt es gekauft hatte“
„Wow, danke“ erwiderte er geplättet und legte es sich gleich um. Er wusste gar nicht was er sagen sollte.
„Du musst dich zu nichts verpflichtet fühlen, ok? Wollte dir nur eine Freude machen“, erwiderte Matt leise und Chaz lächelte. Ein Lächeln in dem Matt sich regelmäßig verlor.
Er hatte schon lange bemerkt dass seine Gefühle für Chaz über die übliche Freundschaft hinausgingen. Doch er würde nie auch nur eine Andeutung machen. Dafür war Chaz ihm viel zu wichtig geworden. Sie hatten so viel gemeinsam, nicht nur ihre Probleme zu Hause oder in der Schule. Sie waren Seelenverwandte und Matt wusste es. Doch er wusste auch das Chaz eher den Mädchen hinterher schaute als den Jungs.
Plötzlich fiel Chaz ihm um den Hals.
„Danke“, hauchte er ihm ins Ohr und drückte ihn fest an sich.
Matt lachte und grinste ihn an.
„Für dich mach ich fast alles“, meinte er zwinkernd.
„Fast?“ fragte Chaz und kicherte.
„Klar. Ich springe sicherlich nicht für dich von der Brücke. Doch ansonsten tu ich was ich kann“, antwortete er lächelnd und sah wieder auf die Line.
„Willst du dir das Zeug wirklich reinziehen? Du weißt das Cully nicht unbedingt ein seriöser Dealer ist“, er hatte Angst um Chaz.
„Ich weiß ja, aber bei ihm kann ich mir den Stoff wenigstens leisten. Bei Annie ist der Stoff sauber, aber auch doppelt so teuer“, murmelte er und atmete tief durch. Er hatte schon so manche schlechte Tage durch fiese gestreckten Stoff gehabt, und wäre Matt nicht gewesen …
Er sah Matt noch einmal kurz an, dann wagte er es.
Doch schon kurze Zeit später wünschte er sich er hätte auf Matt gehört. Er wälzte sich auf Matts Bett hin und her und hatte fürchterliche Magenkrämpfe.
Matt blieb bei ihm, so wie er es in den letzten Monaten immer getan hatte und wiegte ihn in seinem Schoß hin und her.
Den Eimer hatte er schon parat stehen, denn er wusste das er sich bald übergeben musste.
Auch dabei half er ihm. So wie immer.
Er hielt ihn fest, half ihm wo er konnte und wiegte ihn dann in den Schlaf.
Als er endlich eingeschlafen legte Matt sich neben ihn und hielt ihn fest, bis er selber einschlief.
Am nächsten Morgen schlief Matt noch als Chaz aufwachte. Er fühlte sich noch immer beschissen und beobachtete Matt der so friedlich aussah.
„Ich sollte bei Gras bleiben“, murmelte er und sah Matt schmunzeln.
„Solltest du“, nuschelte der.
„Komm lass uns schlafen. Heute ist schulfrei“, fügte er hinzu und Chaz nickte.
„Muss nur noch mal schnell ins Bad“, flüsterte er.
Fünf Minuten später kehrte er zurück und legte sich neben Matt ins Bett.
Das fühlte sich so gut an. Geborgen, irgendwie wie … heimkommen.
Er drehte sich so dass er Matt anschauen konnte.
„Danke“, sagte er leise. „Wieder einmal“, fügte er flüsternd hinzu.
„Lass die Finger von dem Scheiß. Wenn du bei Cully kaufst, bleib bei Gras. Der Rest von ihm bringt dich irgendwann um“, erwiderte Matt leise.
Chaz seufzte und stöhnte leise als er sich ganz hinlegte.
„Schon. Aber wäre das wirklich so schlimm? Meinem Alten bin ich doch eh egal. Außer Prügel kommt nix von ihm“, murmelte er und griff unbewusst nach dem Kreuz. Als er merkte dass es noch da ist atmete er erleichtert auf.
Er stützte sich auf seinen rechten Arm und beobachtete Matt bis der grinsen musste.
„Hab ich ne Warze auf der Nase“, fragte er leise kichernd.
„Nein“, erwiderte Chaz voller ernst und wagte sich ein Stück weiter vor.
Er hob seine Hand und fuhr Matt sanft seine Gesichtszüge nach und er bekam die Reaktion die er gewollte hatte.
Matt schluckte, doch er wich ihm nicht aus.
„Was, was wird das?“ flüsterte Matt mit rauer Stimme während Chaz mit seinem Piercing spielte. Etwas das ihn verrückt machte.
Chaz rückte ein Stück weiter an ihn heran, so dass sich ihre Gesichter jetzt ganz nahe waren.
Erneut schluckte Matt. Er hatte ihm vor wenigen Wochen erst gestanden dass er schwul war und wusste nicht was Chaz beabsichtigte.
„Chaz, spiel nicht mit mir. Dafür hab ich dich zu gern“, flüsterte er und genau das wollte Chaz hören.
Auch er schluckte, dann senkte er vorsichtig den Kopf und küsste ihn ganz vorsichtig.
Seine Lippen fühlten sich warm und weich an, und er fühlte die Erektion seines besten Freundes.
Der Kuss wurde intensiver und Matt suchte seine Zunge.
Dann griff er in seinen Nacken und zog ihn fest an sich heran.
Wie lange hatte er darauf gehofft und jetzt, jetzt lag Chaz in seinem Bett und küsste ihn. Er hoffte nur dass ihre Freundschaft darunter nicht litt.
Chaz war so stürmisch, so voller verlangen dass er nicht weiter darüber nachdachte.
Langsam streifte Chaz ihm die Hose ab und beobachtete ihn dabei.
„Sag mir wenn ich dir zu weit gehe“, flüsterte er zwischen zwei Küssen und Matt nickte einfach nur.
Er konnte gar nicht zu weit gehen und half ihm begierig seine Hose los zu werden.
Chaz schmunzelte über seine Ungeduld und begann ihn zu streicheln.
Matt stöhnte leise und schloss die Augen während Chaz ihn weiter küsste.
Matt gab sich ganz und gar seinem Chaz hin, der ihn sanft zum Höhepunkt brachte und sich selber ebenfalls, nur das er noch komplett angezogen war.
Matt reichte ihm ein bisschen Küchenpapier das neben dem Bett stand, so dass er sich sauber machen konnte und Matt sich selbst auch.
Dann kuschelte er sich in Chaz Arme, der jetzt wenigstens sein Shirt aushatte. Seine Haut so nah zu spüren war unglaublich erregend.
„Du kriegst wohl auch nicht genug“, flüsterte Chaz grinsend und Matt stöhnte leise.
„Liegt an dir“, nuschelte er und Chaz sah ihn überrascht an.
„Ach scheiße Chaz, du bedeutest mir einfach ziemlich viel“ flüsterte er und Chaz schien irgendwie erleichtert.
„Du mir auch“, erwiderte Chaz.
„Aber, aber ich dachte du stehst auf…“
„Mädchen?“ fragte Chaz leise und Matt nickte.
„Auch. Aber nicht nur“, gab er zu und Matt entspannte sich. Dann zog er ihn an sich heran und küsste ihn.
„Jetzt bist du dran, wenn du es möchtest“, murmelte er, wartete jedoch bis Chaz sein Einverständnis gab. Er hatte schon zu viel durchgemacht, als das Matt ihm einfach an die Wäsche gehen würde.
„Ja“, raunte er ihm ins Ohr und Matt öffnete seine Hose und zog sie runter während er ihn begierig küsste.
„Du brauchst nachher frische Klamotten“, murmelte er und Chaz grinste.
„Weiß ich“ konterte Chaz als Matt sich seinen Körper hinunter küsste. Er fand ihn viel zu dünn, dass musste man ändern, dachte er sich während er an seiner Erektion ankam und ihm einen Blowjob verpasste.
Chaz stöhnte und biss in eines der Kopfkissen um nicht zu laut zu sein.
Seinem Vater war es egal wie er sich vergnügte, bei Matt war das anders. Sein Alter würde ihn nur wieder vermöbeln wenn er mitbekam was hier ablief.
Doch er musste zugeben das Matt wusste was er tat. Er zögerte es immer weiter hinaus.
„Oh Gott, Mattie, mach endlich“, flüsterte er und Matt brachte es zum Ende.
Danach sanken sie beide nebeneinander in die Kissen, kuschelten sich aneinander und schliefen kurz darauf wieder ein.

Gegen Mittag betraten dann beide in Jogginghosen und Shirt von Matt die Küche.
Matt wunderte sich das sein Vater schon auf war.
„Ich dachte du schläfst noch“, murmelte Matt. „Wir gehen wieder hoch“, fuhr er fort.
„Bleib mal hier“, erwiderte sein Vater und Matt nickte schweigend.
„Wann kamst du heute Nacht nach Hause?“ fragte Mr. Sikes und Matt schluckte.
„Kurz vor zwölf“, erwiderte er ehrlich, denn er hatte irgendwie das Gefühl das sein Vater Bescheid wusste.
„Wir haben elf Uhr abgemacht, Matt“, sagte er kühl.
„Sonst bin ich immer pünktlich, das weißt du. War auch nur eine Ausnahme gestern“, gab Matt zurück und hoffte dass sein Vater nicht allzu wütend war.
„In Ordnung Matt. Dieses eine Mal sehe ich darüber weg, da heute keine Schule war. Noch einmal tue ich das nicht. Verstanden?“
„Ja Dad“, murmelte Matt.
„Hier. Kam heute Morgen an“, er reichte Matt einen Brief und der schnaubte leise.
„Machst du nicht auf?“
„Nee“, grummelte Matt und sein Vater lächelte kurz.
„Morgen schon was vor?“ wollte er wissen und Matt sah ihn fragend an.
„Ich hab Bereitschaft. Muss auf dem Revier schlafen“, erklärte sein Vater und Matt seufzte leise.
„Noch nicht, aber ich würde gern mit Chaz ein bisschen raus“, sagte er vorsichtig.
„In Ordnung Matt, doch du bist pünktlich zu Hause, verstanden?“
„Ja, Sir“
„Gut, und keine weiteren Piercings“, sagte sein Vater und Matt nickte.
„In Ordnung“, nuschelte er, als es draußen hupte.
Mike Sikes atmete seufzend auf.
„Das ist Lee, er holt mich ab. Chaz, du kannst hier bleiben wenn du willst. Dein Vater hat ebenfalls Bereitschaft und wir werden vor Donnerstag nicht wieder da sein. Und morgen ist Schule!“
„Geht klar Dad“, seufzte Matt und sah zu wie sein Vater das Haus verließ.
Erleichtert atmete er auf.
„Kriegst du Ärger wegen heute Nacht?“ fragte Chaz vorsichtig, doch Matt schüttelte den Kopf.
„Nee, sonst hätt er mich eben schon zusammengefaltet. Ihm ist es gleich ob du dabei bist oder nicht“, meinte er schulterzuckend und öffnete den Brief seiner Mutter dann doch.
„Sieht aus als hätte sie ein schlechtes Gewissen!“ meinte Matt und holte 500 Dollar aus dem Umschlag.
Chaz bekam ganz große Augen.
„Hier!“, er legte Chaz 200 Dollar vor die Nase.
„Versprich mir nur dass du bei Cully keinen Koks mehr holst. Geh zu Annie solange die Kohle reicht“
„Ist das dein Ernst?“ Chaz starrte ihn ungläubig an.
„Das kann ich dir im Leben nicht zurückgeben“, fügte er hinzu.
„Brauchst nicht. Kleines Geburtstagsgeschenk“, grinste Matt und steckte die restlichen 300 Dollar selber ein.
„Gibt ein paar schöne Klamotten und ein bisschen Gras. Lust auf schoppen?“
„Das meinst du echt jetzt, oder?“ Chaz war völlig platt.
„Hör auf darüber nachzudenken. Gönn dir was. Ich brauch die Kohle nicht alle. Ist eh nur das schlechte Gewissen der alten Kotzkuh“ sagte Matt schulterzuckend.
„Jetzt steck schon ein. Versprich mir einfach nur dass du von Cully kein Koks mehr kaufst. Die letzten Male waren echt schlimm. Ich hatte schon Angst den Krankenwagen rufen zu müssen, doch dann wäre das weiter an die Bullen gegangen“ sagte er ernst und Chaz seufzte.
„Ok. Von Cully nur noch Gras“, gab er sich geschlagen und Matt hatte was er wollte.
„Danke nochmal, wegen heute Nacht“, erwiderte Chaz leise.
„Schon Ok. Weiß ja mittlerweile was ich machen muss. Also, Lust auf schoppen?“
„Klar. Müssen aber noch zu mir. Brauch ein paar Klamotten und meine Schulsachen. Sonst steh ich morgen ziemlich blöd da“