Crawling

von Nicole49
GeschichteAllgemein / P16
Chester Bennington OC (Own Character)
18.09.2019
19.01.2020
21
68.663
3
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18.09.2019 1.463
 
Hallo Leute, bitte haut mich nicht gleich. Ist meine erste FF über die Band, zu der ich leider viel zu spät gekommen bin.  Freue mich über jedes Feedback, auch über Kritik.
Ich weiß auch das ich ein bisschen mit den Zeiten Experimentiert habe, über Crawling, aber es ist eben eine Fanfiction
Ach ja, ich verdiene kein Geld damit und die Personen bis auf meine Charaktere gehören natürlich nicht mir.
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1 Der Neue

Der fünfzehnjährige Matt wurde von dem Direktor seiner neuen Schule zu seinem Klassenrum gebracht.
„Ich hoffe ich habe mich klar und deutlich ausgedrückt, Mr. Sikes. Wir dulden hier keine Scherzbolde“, sagte er noch einmal und öffnete dann die Tür.
Matt verdrehte genervt die Augen deute aber mit einem weniger freundlichen Lächeln und einem Kopfnicken an das er verstanden hatte.
Er war sicherlich keiner der gerne Scherze machte, im Gegenteil. Er war immer derjenige gewesen auf dessen Kosten die Scherze gingen und dann wehrte er sich einmal und schon hatte er die scheiß Bullen am Hals. Und ganz vorne sein Vater.
„Mr. Barker, ihr neuer Schüler“, sagte Direktor Mulligan knapp und Mr. Baker sah auf. Er schenkte Matt ein knappes Lächeln.
Also jemand der nicht gleich in Schubladen sortiert, dachte Matt und erwiderte es.
Mulligan verschwand und Baker seufzte.
„Hm… wohin mit dir?“, fragte er sich mehr selber und warf einen kurzen Blick in die Klasse.
„Setzten sie sich zu Mr. Bennington. Hinten rechts“, sagte er dann und der Blondschopf verzog das Gesicht als Matt auf ihn zukam.
Nur wiederwillig räumte er den einzig leeren Platz neben sich frei so dass der Neue sich setzen konnte.
Der war das krasse Gegenteil von ihm. Schwarz gefärbte Haare, schwarz lackierte Fingernägel, schwarze Jeans mit Nietengürtel, schwarzes Shirt und schwarz geschminkte Augen.
„Is was?“ knurrte Matt und Bennington schnaubte, schwieg aber ansonsten, während ihr Lehrer sie beobachtete.
Er kannte Chester Bennington noch von der Junior High und der Junge hatte sich seitdem ziemlich verändert. Er war still, in sich gekehrt und manchmal aggressiv. Jedoch nur wenn man ihn zu sehr bedrängte. Dann konnte er schon mal ausrasten. Deshalb ließ er Chester auch durchgehen das er die Bank meist für sich alleine beanspruchte. So hatte er seine Ruhe und störte den Unterricht nicht. Er machte nicht sonderlich mit, doch seine Arbeiten waren in der Regel hervorragend und niemals schlechter als ein B.
Von dem Neuen hatte er die Schulakte gelesen. Er hatte gute Noten, doch er war ebenso ein Außenseiter wie auch Chester.
Er hoffte nur dass es gut ging, dass die beiden nebeneinander saßen. Doch sonst hatte er keinen einzigen freien Platz mehr und er würde auch in den anderen Kursen neben Chester sitzen müssen, denn er hatte bis auf den Informatik Kurs alle Kurse mit Chester zusammen.
Er beobachtete die beiden Fünfzehnjährigen, während er mit dem Geschichtsunterricht fortfuhr.
Matt hörte nicht wirklich zu, dieses Thema hatte er schon auf seiner alten Schule gehabt, also widmete er sich seinen Zeichnungen und sah ab und zu mal auf.
Chester neben ihm schien der Unterricht ebenso egal zu sein, den er schrieb an etwas völlig anderem hinter seinem Geschichtsbuch.
Matt erlaubte sich hin und wieder mal einen Blick, wurde dann aber von seinen Blicken fast durchbohrt.
Er zuckte mit den Schultern und ließ es bleiben.
Heimlich steckte er sich eine Seite seiner Kopfhörer in die Ohren und hörte leise seine Musik.
Kurz vor Ende der Stunde stand Mr. Baker dann plötzlich hinter den beiden, die so vertieft in ihre Arbeit waren, dass sie überhaupt nicht mitbekommen hatten das ihr Lehrer sie beobachtete.
„Auch wenn sie beide nicht das geringste Interesse an meinem Unterricht zeigen, so erwarte ich doch das mir trotzallem zuhören!“, sagte er knapp und sowohl Chester als auch Matt zuckten kurz zusammen.
„Ähm, ja Sir“, nuschelte Matt und packte seinen Skizzenblock augenblicklich ein.
„Mr. Bennington?“
Der presste die Lippen zusammen und nickte.
„Ich erwarte sie beide heute Nachmittag zum Nachsitzen“, knurrte Barker und wieder nickten beide stumm.
„Fünfzehn Uhr, hier“
„Ja Sir“, antwortete Matt.
Das fing ja klasse an. Erste Stunde und schon Nachsitzen. Dabei hatte er den Unterricht nicht einmal gestört. Er kannte den Stoff einfach nur schon.
Den Rest der Stunde versuchte er tatsächlich zuzuhören, doch seine Gedanken trifteten immer wieder ab.
Warum mussten sie ausgerechnet hierher ziehen? Warum hatten sie nicht in New York bleiben können? Er hasste diesen Teil von Amerika.
Das Nachsitzen hatte sich schnell rumgesprochen und schon am ersten Tag wurde er von den anderen als Freak bezeichnet und von den meisten gemieden.
Doch auch Chester schien auf der Beliebtheitsskala nicht unbedingt zu finden sein, doch zumindest ließen die meisten ihn in Ruhe.
Matt hingegen fühlte sich plötzlich als wäre er wieder auf seiner alten Schule. Und das er die restlichen Kurse ausgerechnet mit Bennington zusammen hatte erhöhte seine Laune nicht unbedingt. Zu diesem Zeitpunkt hatte er nicht geglaubt dass aus ihnen einmal wirklich Freunde wurden. Dass sie unzertrennlich wurden um genau zu sein.
Momentan hassten sie sich einfach nur.
Matt ging Chesters Machogehabe einfach nur auf die Nerven.
Ein paar Wochen später dann geschah dass was die meisten Lehrer schon viel früher erwartet hatten.
Chester und Matt prügelten sich auf dem Schulhof.
Beide waren ziemlich ausgerastet, dabei ging es eigentlich nur um ein Stück Papier. Chester hatte es verloren und Matt hatte es aufgehoben. Eigentlich wollte er es ihm zurückgeben, doch dann las er den Text und war wirklich überrascht, denn der war richtig gut.
Plötzlich stand Chester vor ihm und riss ihm das Blatt Papier aus der Hand.
„Du hast auch noch nix von Privatsphäre gehört, oder?“ zischte er und Matt schnaubte.
„Dann lass dein Zeug nicht überall herumliegen“, schnauzte er.
„Arschloch“, fuhr Chester ihn wütend an und es kam wie es kommen musste. Ein Wort ergab das andere und dann wälzten sich beide prügelnd auf dem Boden.
Ein paar Minuten später wurden sie dann von Barker und Summer getrennt und umgehend ins Schulbüro gebracht wo Mulligan sie beide schon erwartete.
„Wer hat angefangen?“ schnauzte Mulligan sie an, doch Chester schwieg ebenso wie Matt.
„Bennington, sie wissen das ihnen ein Schulverweis droht“, knurrte Mulligan und Chester nickte, schwieg aber noch immer.
„Ich hab angefangen“, sagte Matt plötzlich und Chester sah ihn überrascht an. Damit hatte er nicht gerechnet.
„Sie haben den Rest der Woche Nachsitzen, beide und ich werde ihre Väter anrufen und sie herbestellen“, entschied Mulligan und Chester schnaubte.
„Na dann viel Glück“, murmelte er und Mulligan atmete tief durch.
„Ab in ihren Unterricht“, befahl Mulligan in einem Tonfall der auch Matt sagte das es besser war nicht mehr zu wiedersprechen.
Beide gingen eine Weile schweigend nebeneinander her, doch kurz vorm Klassenraum hielt Chester ihn auf.
„Danke“, sagte er und Matt nickte.
„War genauso schuld daran“, gab er zu und Chester schenkte ihm ein scheues Lächeln, dann verschwand er in der Klasse.
Matt seufzte leise und folgte ihm dann. Doch irgendwas hatte sich zwischen ihnen verändert, was genau konnte er noch nicht sagen.
Zwei Tage später, sie waren gerade dabei das alte Musikzimmer aufzuräumen und zu putzen hielt ein Streifenwagen vor der Schule.
„Scheiße“, murmelte Matt, der meist schweigend neben Chester arbeitete.
Chester sah auf und dann ebenfalls aus dem Fenster.
„Mein Vater“, murmelte Matt und Chester sah ihn überrascht an.
„Der andere ist meiner“, flüsterte er und die beiden sahen sich kurz an. Irgendwie schienen sie beide zu wissen was es für den anderen bedeutete.
Eine knappe halbe Stunde später wurden die beiden dann von ihrem Klassenlehrer Mr. Barker abgeholt und zum Direktor gebracht, der sich angeregt mit den beiden Polizisten unterhielt.
Der letzte Satz seines Vaters jagte Matt eine Gänsehaut ein.
„Keine Sorge Mr. Mulligan. Ich kümmere mich darum, sobald wir zu Hause sind“, erwiderte er und warf seinem Sohn einen Blick zu der dessen Blut gefrieren ließ.
Ein Blick den auch Chester nur zu gut kannte.
„Gut. Dann erlaube ich ihnen heute früher zu gehen. Sie können morgen nach der Schule weitermachen“, wandte er sich nun an die beiden Fünfzehnjährigen, denen sichtlich alles lieber gewesen wäre als jetzt mit ihren Vätern nach Hause zu gehen.
„Setzt du uns zu Hause ab, Lee?“ fragte Mike seinen Partner. Die beiden Polizisten waren Detectives bei einer Sondereinheit gegen Sexualstraftaten an Kindern. Das sie heute mit einem Streifenwagen unterwegs waren war purer Zufall und es würde morgen in der Schule breit getreten werden, da war Matt sich sicher.
„Klar. Is ja nicht weit von uns“, erwiderte Lee Bennington.
Die beiden Jungs saßen hinten und schwiegen, sahen sich nur ab und an mal an, bis Mr. Bennington vor ihrem kleinen Haus hielt.
Matt atmete tief durch und stieg aus. Sein Vater packte ihn unsanft am Kragen und schob ihn ins Haus.
Chester hatte die beiden beobachtet, als sein Vater wieder anfuhr. Noch immer schweigend.
Das Donnerwetter und die Prügel würden erst hinter verschlossenen Türen stattfinden.