The Good Girl 2

GeschichteFamilie, Freundschaft / P12
Dean Ambrose OC (Own Character) Roman Reigns Seth Rollins
17.09.2019
11.11.2019
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Kaum hatte Jon das Auto gehört, stürzte er aus dem Haus. Savi kam gar nicht dazu, irgendetwas zu sagen oder zu tun, da hatte er sie schon in eine feste Umarmung gezogen. Gefühlt minutenlang standen sie einfach nur sie da, ehe Jon losließ. „Lass uns reingehen und dann reden wir.“, sagte er und Savi nickte etwas unsicher.

Die Beiden setzten sich ins Wohnzimmer. Renee war mit den beiden Kleineren im Garten, so dass sie ungestört waren. „Es tut mir leid, Dad.“, sagte Savi leise. „Mir auch, kleines, ich weiß ja, dass ich, überreagiert habe. Es ist nur, für mich warst und bist du immer meine kleine Prinzessin und plötzlich erzählst du mir, dass du und Mad zusammen seid. Du wirst erwachsen, brauchst mich irgendwann nicht mehr. Nicht mehr lange und du wirst das Haus verlassen und irgendwann wird ein anderer Mann dir wichtiger sein als ich. Das alles macht mir 'ne Scheiß Angst. Mir wäre es am liebsten, wenn alles so bleiben würde, wie es war. Ich weiß ja, dass das nicht geht, es ist nur...“ Jon seufzte. „Ich werde mich wohl daran gewöhnen müssen.“

Savi setzte sich aufrecht hin und sah Jon an. „Du bist nicht der Einzige, der Angst hat, Dad. Irgendwie habe ich gerade das Gefühl, das wir uns immer weiter entfernen und das ist es, was mir Angst macht. Früher konnte ich immer mit dir über alles reden, aber in letzter Zeit... Ich wollte dir das von Mad und mir erzählen, obwohl ich Angst davor hatte. Ich hatte Angst davor, dass du genau so reagierst, wie du es dann eben getan hast. Ich will das nicht, Dad. Ich will keine Angst davor haben, mit dir zu reden. Und was das Erwachsen werden angeht, es stimmt, du kannst es nicht aufhalten, das heißt aber nicht, dass ich dich nicht mehr brauche. Ich wünsche mir, dass du mich dabei begleitest, anstatt mir im Weg zu stehen. Das Erwachsen werden ist für mich, nämlich auch nicht so einfach.“

Jon schluckte schwer. Er hatte nicht im Geringsten geahnt, was wirklich in seiner Töchter vorging. Wann hatte er diese besondere Verbindung zu ihr verloren? Das musste er dringend wieder ändern. „Tut mir leid, Baby. Ich bin ein lausiger Vater, aber ich versuche, mich zu bessern. Vielleicht kannst du mir dabei helfen. Vater einer beinahe Erwachsenen zu sein ist nämlich auch nicht einfach. Denkst du, wir kriegen das zusammen hin?“ „Wir können's ja mal versuchen.“, erwiderte Savi. „Ich hab dich lieb, Kleines.“ „Ich dich auch, Dad.“ Die Beiden fielen sich in die Arme und es flossen ein paar Tränen.
Jon wischte sich verstohlen über die Augen. „Also, du und Mad?“, fragte er. Savi nickte. „Ich denke, wir sollten uns alle noch mal zusammen setzen und reden.“ meinte Jon. „Das wäre gut.“, antwortete Savi.

Mad rutschte unruhig auf seinem Stuhl hin und her, als Jon hinter Savi die Küche betrat. Dieser kam auch direkt auf ihn zu. Mit finsterem Blick. „DU!“, tippte er Mad mit dem Zeigefinger auf die Brust. Mad wurde sichtlich nervös, bis er Jons Grinsen sah. „Danke, dass du auf mein Mädchen aufgepasst hast.“ Mad atmete erleichtert auf, ebenso wie alle anderen. Joe war schon fast aufgesprungen, um zwischen die Beiden zu gehen. „Da braucht wohl jemand 'ne frische Unterhose.“, meinte Jon mit einem Grinsen im Gesicht. „Dachtet ihr ernsthaft, ich würde ihm was tun? Das hier ist immer noch MadiMax, mein kleiner Kumpel. Na ja, nicht mehr ganz so klein.“ gab er mit einem kurzen, schnaubenden Lachen von sich. „Aber deswegen sind wir nicht hier. Wir wollten über euch Beide reden.“ sagte Jon dann. Sein Blick ging dabei zwischen Savi und Mad hin und her, die unter dem Tisch heimlich Händchen hielten.

Jon räusperte sich laut, um Aufmerksamkeit zu erlangen. „Also, da ich ja nun mal nicht verhindern kann, dass mein Kind langsam erwachsen wird, bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als das mit euch zu akzeptieren. Und eigentlich kann ich ja nur froh sein, dass du es bist, Mad und nicht irgendein Punk. Solange du ihr nicht weh tust, geht das also für mich in Ordnung. Trotzdem sollten wir ein paar grundsätzliche Regeln festlegen. Ein Übernachten unter der Woche wird es nicht geben, wie gehabt. Du Savi wirst spätestens um 9 zu Hause sein. Die Wochenenden können wir so beibehalten. Ich verlasse mich darauf, dass ihr nichts tut, was ihr nicht tun solltet. Vor euren Geschwistern haltet ihr euch zurück, also keine Knutscherei oder irgendwelches Gefummel. Ich muss das übrigens auch nicht unbedingt sehen. Die Schule hat Vorrang, sollten eure Leistungen unter eurer Beziehung leiden, werden wir einschreiten. Euer Training solltet ihr auch nicht vernachlässigen. Und das wichtigste, haut nie wieder einfach so ab. Ihr habt uns damit in echte Panik versetzt. Wir wussten nicht, wo ihr wart, ob es euch gut geht oder euch was passiert ist. Also tut das nie wieder! Redet mit einem von uns, wenn es Probleme gibt. Ich weiß, ich habe mich auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert, aber auch ich bin lernfähig. Ich verspreche, euch in Zukunft zuzuhören, oder ich versuch's zumindest.“ Jons Blick ging zu Joe, Mira und Renee. „Ähm, Sorry, ich wollte euch nicht übergehen. Ich hoffe, das ist für euch in Ordnung.“ Die Drei sahen ihn erst einmal sprachlos an. Joe war der erste, der seine Stimme wieder fand. „Ja! Also, ich denke, im Wesentlichen hast du alles erfasst. Nur eine Sache hast du vergessen, genau genommen sogar zwei. Erstens, du schuldest mir noch eine Entschuldigung, dafür, dass du mir beinahe die Tür vor die Nase gedonnert hast und zweitens, wir können die Beiden nicht einfach ungestraft davon kommen lassen. Immerhin haben sie ihre Mütter zum Weinen gebracht, ich hab seit gestern ein graues Haar und du mein Freund, warst das ganze Wochenende im Lunatic-Mode.“

Jon sah seinen langjährigen Freund an. „Und woran hast du gedacht?“, wollte er wissen. Savi und Mad sahen ihre Väter mit weit aufgerissenen Augen an. „Also, ich würde sagen, die Zwei werden an einem von uns festgelegten Wochenende Babysitten. Dann könnten WIR nämlich mal für zwei Tage verschwinden.“ „Ich denke, das ist nur fair. So ein kinderfreies Wochenende haben wir uns wohl alle mal verdient.“ erwiderte Jon. „Oh, und natürlich entschuldige ich mich dafür, dass ich dir deinen samoanischen Zinken beinahe noch ein bisschen mehr platt gedrückt hätte. Ich will dich schließlich nicht noch hässlicher machen, als du ohnehin schon bist.“ Jon lachte dreckig. Joe schüttelte den Kopf. „Du bist und bleibst eben doch ein Idiot.“

Savi legte ihren Kopf auf Mads Schulter und er seinen Kopf gegen ihren. Jon und Joe, die sich gerade scherzhaft gerangelt hatten, stoppten in ihren Worten und sahen das junge Paar an.
„An den Anblick muss ich mich echt noch gewöhnen!“, schnaufte Jon und nahm einen Schluck aus seinem Glas. „Dad?“ Zögerlich sprach Savi ihren Vater an. Er schielte an seinem Glas vorbei. „Wir haben ja noch Sommerferien und wir haben unsere Kurse der Ferienschule beendet...kann..also...“ Jon stellte sein Glas ab und fuhr sich mit der Zunge über die obere Zahnreihe. „Du willst hier bleiben, richtig?“ Savi nickte und schmiegte sich dichter in Mads Umarmung. Kurz blickte er zu Joe und den Frauen, eher er Mads Blick erwiderte. „Also gut, ich schätze ich werde das nun jeden Tag hören, bis die Schule wieder beginnt. Vorschlag, ihr könnt die Ferien, wie die Wochenenden, bei dem jeweils anderen Übernachten, wenn, ich betone! wenn ihr jedes zweite Wochenende und die Hälfte der Ferien, bei uns verbringt. Wie ihr das aufteilt, ist mir egal, aber ich möchte nicht nur eine Teilzeittochter!“ „Du willst mehr Kontrolle!“, grinste Savi

Renee schmunzelte und schnappte sich dann Jons Arm. „Wir gehen jetzt rüber, du siehst sie morgen beim Frühstück. Ihr kommt doch rüber, oder?“ Mad nickte und drückte Savis Hand, die auf seinem Oberschenkel lag. „Savi, ich habe mit Liam einen Termin beim Kinderarzt und würde dich dann gerne mitnehmen.“ Savi versuchte ins Renees Augen zu lesen, aber sie erkannte keine Falle darin, weshalb sie lächelte und nickend nachfragte, wann der Termin wäre. „Nach dem Frühstück gegen 10 Uhr. Ich dank dir.“
Sie verabschiedeten sich und verschwanden mit ihren Zwergen im Schlepptau nachhause.

Mira, die die Zwillinge zum Zähneputzen geschickt hatte, kam gerade zurück in die Küche, als Savi und Mad aufstanden und mit ihren Getränken nach oben verschwinden wollten. „Mad.“ Mira hielt ihn am Arm fest. „Ja?“ Mad sah zwischen seinen Eltern hin und her. „Wir... Wir wollten uns nochmal bei euch Beiden entschuldigen, es war.. Ich wollte euch nicht erschrecken! Ich freue mich für euch zwei, aber ich werde auch damit umgehen lernen müssen, schließlich ist das meine kleine Savi und du..“ „Dad, Savi wird nächste Woche 16 und ich im Herbst 17, du kannst uns nicht immer wie Babys behandeln.“ „Ich weiß, Kumpel.“
Joe nahm beide noch einmal in den Arm. „Ich hoffe... also .. ihr habt hoffentlich noch nicht vor..“ Er deutete zwischen ihnen hin und her. „Dad!“ Savi legte ihre Hand auf Mads Arm. „Schon gut! Joe, ich bin Jungfrau, keine Angst.“ Joe atmete schwer aus. „Dad, ich weiß wovor ihr uns schützen wollt, oder euch selbst, aber wir sind alt genug zu wissen, was wir wollen. Ich werde sie sicherlich nicht zu irgendwas zwingen und einig sind wir uns auch!“
„Schon gut, aber das hörte sich gerade so eintönig an.“ Joe Musterte seinen Sohn. Mad bekam größere Pupillen und rote Ohren. Immer wenn sein Dad ihn bei etwas erwischt hatte, bekam er rote Ohrenspitzen. „Nichts ist. Wir gehen hoch noch einen Film gucken, wenns genehm ist.“ Sie kamen bis zur Küchentür, da hatte Joe seinen Sohn wieder gestoppt. „Maddox!“ Schnaubend blieb er stehen und senkte den Blick. „Savi würdest du schon vorgehen, ich glaube, das wird ein Verhör!“ Savi nickte und ging den Flur entlang zur Treppe.

„Dad, was ist nun schon wieder? Schon Mal was von Privatsphäre gehört?“
„Mit wem und wann?“ „Das wann geht dich eigentlich nichts an.“ „Mad, ich bin für dich verantwortlich. Ich will keine Einzelheiten, ich will nur wissen, ob mein Sohn aktiv ist oder nicht.“ Sie sahen sich tief in die Augen, fanden in dem Augenpaar des jeweils anderen allerdings keinen Halt. „Ja Dad, bin ich oder war ich. Zufrieden?“ „Schützt du dich?“
„Dad, es war vor Savi und ja habe ich, ich bin nicht bescheuert! Ich war dumm, dass ich dem Gruppenzwang gefolgt bin, aber über diese Phase bin ich hinaus. Savi und ich wollen warten, also keine Panik! Außerdem haben wir einen Zukunftswunsch und den werden wir uns nicht verbauen!“ Damit drehte er sich um und verschwand ebenfalls nach oben.
Joe drehte sich zu Mira und ließ sich in die Arme nehmen. „Joe, dein Sohn wird 17, hast du geglaubt, dass er noch nicht neugierig war?“ „Nein, aber ich bin eben auch nur ein Dad!“

Das Frühstück im Hause Good war entspannt und nichts erinnerte an die letzten Tage. Jon schien das ganze tatsächlich zu akzeptieren und mit Savis Wahl mehr als einverstanden.
Gut, die väterliche Eifersucht und Vorsicht gab es trotzdem, denn immer wieder, wenn er sah, dass die beiden Händchen hielten oder sich kurz vor einem Kuss befanden, zog er sich einen von Beiden in den Arm.
„Wenn die beiden Damen mit dem kleinen Casanova zum Arzt fahren, können wir ja ein paar Würfe machen, ich habe deinen alten Handschuh noch im Keller.“ Mads Mundwinkel zuckten. „Gerne Onkel J.“
Renee setzte Liam in seinen Sitz und hockte sich hinter das Steuer. „So, dann wollen wir mal.“ Sie grinste Savi an. „Warum soll ich eigentlich unbedingt mitkommen?“
Renee sah sie kurz an, ehe sie Rückwerts aus der Garage fuhr. „Nun, ich dachte, wir könnten mal wieder Zeit zusammen verbringen. Eure Aktion hat mir gezeigt, dass ich nichts mehr über dich weiß und das hat mir Angst gemacht.“
„Du weißt mehr als Dad!“, verteidigte sich Savi und setzte sich ihre Sonnenbrille auf. „Aber ich wollte dich auch etwas fragen, ohne das dein Dad dabei ist, das muss er nun wirklich nicht mitbekommen.“ Renee fuhr die Straße entlang zum Kinderarzt und überlegte, wie sie das Thema anschneiden konnte. „Erfahre ich noch, was du willst?“ Savi fing laut an zu lachen. „Schweigen bringt nämlich nichts!“
Renee schürzte die Lippen. „Nun, ich wollte wissen, ob wir dir gemeinsam einen Frauenarzt suchen sollen und.... Na ja, ob du die Pille haben möchtest.“

Savi schaute aus dem Seitenfenster und überlegte. „Weißt du, das sind Dinge, die hätte Mom mit mir machen sollen, deshalb habe ich dich nie gefragt. Ich meine, ich habs ja nie gebraucht.“ Sie wendete ihren Blick nun zu Renee. „Können wir einen Termin bei deinem Arzt machen? Ich habe zwar noch nie, aber manchmal bin ich doch neugierig und .. Ich liebe Mad wirklich!“ „Das glaube ich dir Savi, deshalb denke ich, wäre es sinnvoll, wenn wir das machen. Du weißt, dass die Pille sowieso eine Weile genommen werden muss vorher, außerdem muss der Arzt erst mal die passende für dich finden. Ihr seid aufgeklärt, deshalb mache ich mir da weniger Gedanken, dass ihr uns zu Großeltern macht, aber wohler würden wir uns alle fühlen!“
„Mom, ich will in den Ring! Ich kann im Herbst meinen ersten Championchip-, Kampf haben, wenn Dad es erlaubt. Und Mad will zur U und du weißt das eines der großen College Teams ist, die für die NFL interessant sind. Sollten wir in 10 Jahren noch zusammen sein, dann könnt ihr meinetwegen über Kinder reden, aber sicherlich nicht vorher!“
Zufrieden legte Renee ihre Hand auf die von Savi. „Danke Schätzchen, das wollte ich hören.“

Jon und Mad warfen sich im Garten den Football zu und redeten über Mads Pläne mit The U und darüber, das Savi ihren ersten wichtigen Gürtel holen könnte. „Ich bin stolz auf meine Kleine und weiß, dass sie ihren Weg gehen wird. Savi Joe wird den Ring stürmen und den Titel holen! Danach ist es nur eine Frage der Zeit, das Paul auf sie zukommt. Sie hat eine große Chance, in den NXT Roster zu kommen. Wenn sie das nebenher macht, kann sie nach ihrem Abschluss die ersten wichtigen Kämpfe für NXT bestreiten. Ich habe zwar keine Lust, dass sie zur WWE geht, aber ich werde ihr nichts vorschreiben!“
Mad warf ihm den Ball zurück und schmunzelte. „So ähnlich redet deine Tochter auch, obwohl sie wirklich keine Lust auf College hat. Da geht sie nur meinetwegen hin! Wenn es nach ihr ginge, würde sie nach der Schule sofort die Hallen stürmen.“ „Weil sie nicht versteht, das sie sich erst hocharbeiten muss! Sie hat durch mich und auch ihre Onkel die Chance, das alles etwas zu umgehen. Sie muss nicht so rum krebsen wie wir damals, aber sie wird dennoch noch ein paar Jahre dafür arbeiten müssen. Sie hat doch gesehen, das viele ehemalige Wrestler und Diven, nach ihrer Karriere erneut das College besucht haben, alles nachgeholt haben. Wenn sie so viel Pech hat wie Paige, dann wäre sie direkt nach Beginn ihrer Karriere schon wieder Rentnerin und dann? Sie muss es verstehen und einen Job lernen.“ „Ich habe überlegt, Dwayne zu fragen, gerade er hat einen großen Einfluss auf sie, warum auch immer. Adam habe ich zum Geburtstag eingeladen und ihm gesagt, er soll mal mit ihr reden. Denn auch ich habe da keine Chance!“, verteidigte sich Mad.

Voller Ungeduld wartete Mad darauf, dass Savi endlich wieder kommen würde, während Dani ihm ein Ohr abkaute. Sie plapperte ohne Unterbrechung und Mad war schon leicht genervt. Als er schließlich die Tür hörte, rannte er schon fast hin. „Da seit ihr ja endlich. Wo wart ihr denn so lange?“ sagte er und umarmte Savi direkt. Renee schüttelte den Kopf, lächelte aber dabei. „Ich erzähls dir gleich. Lass uns hochgehen.“ erwiderte Savi und zog Mad an der Hand hinter sich her.

Mad setzte sich auf Savis Bett und zog sie auf seinen Schoß. „So, und nun erzähl mal. Was hat da so lange gedauert?“ forderte er sie auf. „Na ja, wir waren nicht nur mit Liam beim Kinderarzt. Renee war noch mit mir bei Dr. Mathews, ihrem Gynäkologen.“ „Okaaay!“, kam es lang gezogen von Mad. „Ja. So ein bisschen unangenehm war es schon, aber auch interessant. Untersucht hat er mich nicht, aber er hat mir alles gezeigt und erklärt. Und dann hat er noch mit mir über Verhütung gesprochen, was es da für Möglichkeiten gibt, falls wir dann irgendwann mal...“ Ihr Gesicht nahm eine leicht rote Farbe an. So ein bisschen peinlich war es ihr dann doch, es auszusprechen. „Er war wirklich ganz nett und so, aber ich weiß nicht, ob ich irgendwann unbedingt zu ihm gehen will. Ich denke, mir wäre eine Frau dann doch lieber. Wenn ich daran denke, dass da ein fremder Mann, da unten...“ Der Gedanke daran war ihr schon etwas unangenehm. „Dann solltest du mit Renee noch mal drüber reden. Vielleicht kennt sie eine Ärztin.“ riet ihr Mad. „Hm, ich denke, das werde ich machen. Aber jetzt erzähl du mal, wie war es mit meinem Dad. Ich hoffe, es war nicht all zu schlimm.“ „Nein, war es nicht. Wir haben ein paar Bälle geworfen und uns ein bisschen unterhalten. Dein Dad macht sich Sorgen, weil du nach der Schule direkt deine Karriere starten willst, ohne eine Ausbildung. Und ehrlich gesagt, stimme ich ihm zu. Du könntest dich verletzen und es könnte schneller vorbei sein, als du denkst, dann stehst du mit nichts da.“

Savi verdrehte die Augen. Sie rutschte von seinem Schoß runter und setzte sich neben ihn. „Jetzt fang du nicht auch noch an! Ich weiß schon, was ich tue.“ „Denk wenigstens noch mal drüber nach.“, bat Mad sie. „Das brauch ich nicht!“, gab Savi trotzig von sich.

Mad atmete tief durch. Es hatte wohl wirklich keinen Sinn, da konnte er genauso gut gegen eine Wand reden. Da hatte sie wohl die Sturheit ihres Vaters geerbt. „Okay, sei nicht sauer, Süße, ich mache mir eben so meine Gedanken.“ Er platzierte sie wieder auf seinem Schoß und fuhr mit der Nase an ihrem Hals entlang. „Dann lass uns über etwas anderes reden. Oder besser gesagt, etwas anders tun.“ „Und woran hast du gedacht?“

Eine Antwort bekam sie nicht. Ein lautes „Saaaviii!“ hallte durchs Haus und schon wurde die Tür aufgerissen. Von der Pest auf zwei Beinen, wie Savi sie insgeheim nannte. „Hey Kayla! Komm doch rein.“ sagte sie mit einem Hauch Sarkasmus, den die Kleine natürlich nicht verstand. Zumindest hatte Savi es noch geschafft, sich neben Mad zu setzen. Sie wollte ja nicht gleich am ersten Tag gegen die neu aufgestellten Regeln verstoßen. „Oh, hi Mad, du bist ja auch hier. Was macht ihr gerade?“ Kayla wartete gar nicht erst auf eine Antwort, sondern plapperte direkt weiter. In aller Ausführlichkeit berichtete sie, wie sehr sie sich auf ihren kleinen Bruder freute und das sie mit helfen durfte, das neue Kinderzimmer einzurichten.

Zum Glück wurden sie bald von Lilian erlöst, die ihre Tochter aus dem Zimmer scheuchte. „Und wie ich sehe, haben eure Väter sich wieder beruhigt.“ meinte Lil mit einem Lächeln. „Ich war so kurz davor, hier herzufliegen und Jon in den Hintern zu treten.“ Dabei zeigte sie einen recht kurzen Abstand zwischen Daumen und Zeigefinger. „Okay, dann störe ich mal nicht weiter. Macht einfach weiter mit dem, was ihr gerade gemacht habt.“ Mit einem wissenden Grinsen verließ sie Savis Zimmer.

Auch Mad hatte ein Schmunzeln im Gesicht. „Wir sollen doch immer auf die Erwachsenen hören und Lili hat gesagt, wir sollen weitermachen.“, sagte er. „Hm, ich weiß aber gar nicht mehr, wo wir stehen geblieben waren.“, erwiderte Savi gespielt nachdenklich. „Aber ich.“, meinte Mad und schon lagen seine Lippen auf ihren.

Sie wurden erneut unterbrochen, als Savis Smartphone in ihrer Hosentasche vibrierte. Unter Mads Protest zog sie es heraus. Es war Malina. „Hey MJ!“, meldete sich Savi. „Hey Runaway Girl.“, erwiderte Mal lachend. „Ich wollte nur Bescheid sagen, dass ich wieder da bin. Und dann muss ich dir noch unbedingt was erzählen. Ich hab bei dem Kurs ein Mädchen kennengelernt und...“ „Du Mj, kannst du mir das später erzählen? Es ist gerade etwas ungünstig.“ fiel Savi ihr ins Wort. Sie kicherte dabei leise, weil Mad ihr gerade am Ohrläppchen knabberte. „Lass mich raten, Mad ist gerade bei dir. Ok, dann melde dich einfach. Und grüße mir deinen Liebsten.“ Sie hatte schon aufgelegt, ehe Savi etwas sagen konnte. Savi ließ das Telefon einfach aufs Bett fallen, schließlich gab es gerade wichtigeres.

Ihre Lippen trafen sich erneut, erst ganz vorsichtig, dann leidenschaftlicher, bis sich schließlich auch ihre Zungen in einem zärtlichen Spiel zusammen fanden. Und wieder wurden sie unterbrochen, als es an der Tür klopfte. „He ihr zwei, kommt ihr runter? Das Essen ist fertig.“ rief Renee ihnen durch die geschlossene Tür zu. Mad stöhnte genervt. „Das ist jetzt nicht wahr! Irgendwer scheint etwas gegen uns zu haben.“ „Vielleicht sollten wir nach dem Essen wieder nach Tampa fahren. Da hat uns wenigstens niemand gestört.“ meinte Savi, die ebenso genervt war. „Dann bringt dein Vater mich doch noch um.“


Nach dem Essen trennten sich dann ihre Wege. Savi wollte dann doch wissen, was Malina ihr erzählen wollte. So wie meistens fand sie Sie auch dieses Mal im Keller, wo Drew ihr ein kleines Tanzstudio hatte einrichten lassen. „Hey MJ!“, rief Savi über die laute Musik hinweg. Malina gab ihr ein kurzes Handzeichen, das sie Sie bemerkt hatte und stellte die Musikanlage aus. „Hi, JoeJoe! Hast du dich doch noch mal losreißen können?“ sagte sie grinsend. Das schlechte Gewissen erfasste Savi, hatte sie ihre Freundin doch vorhin am Telefon einfach abgewürgt. „Sorry, ich...“ Malina ließ sie aber nicht ausreden, stattdessen winkte sie nur ab. „Schon ok, ich versteh dich doch.“ Savi viel Mal um den Hals. Das machte ihre Freundschaft eben so besonders, das Verständnis füreinander.

Malina wischte sich den Schweiß von der Stirn, legte sich das Handtuch um die Schultern und ließ sich vor der verspiegelten Wand auf den Boden gleiten. Savi setzte sich neben sie. „So, aber nun erzähl! Du hast was von einem Mädchen gesagt. Ich will alles wissen!“ „Also, neugierig bist du wohl gar nicht? Aber ok! Sie heißt Iliana, ist 17 und sie ist sooo toll. Sie war mir direkt am ersten Tag aufgefallen, aber ich hab mir nie irgendwelche Chancen ausgerechnet, zumal sie mit fast jedem Jungen in unserem Kurs geflirtet hat. Das hat sie aber nur, damit niemand merkt, das sie in Wirklichkeit auf Mädchen steht. Sie kommt aus einer Kleinstadt, wo jeder jeden kennt und hatte dort ziemliche Schwierigkeiten deswegen, deshalb wollte sie nicht, dass es in unserem Kurs jemand weiß. Sie hatte einfach Angst davor, dass es ihr bei uns genau so ergeht. Irgendwann sind wir dann ins Gespräch gekommen und als ich ihr gesagt habe, dass ich lesbisch bin, hat sie mir alles erzählt. Auch das sie sich in mich verliebt hat. Ich hatte in dem Moment so Herzklopfen, das kannst du dir nicht vorstellen. Und unser erster Kuss, der war so...“ Malina seufzte mit verträumtem Blick. „Dich hats ja richtig erwischt.“, kicherte Savi. „Hast du mal ein Bild von ihr? Und wann lerne ich sie kennen? Ich muss mich schließlich davon überzeugen, dass sie gut genug für meine Sis ist.“ „Das ist sie, glaub mir.“, erwiderte Malina und zeigte Savi nun endlich ein Bild. Zu sehen war eine junge Frau mit feuerroten Haaren, die ihr fast bis zum Gesäß reichten. Sie war etwas kleiner als Malina, aber ebenso schlank. Neben den Haaren stachen aber auch ihre Augen besonders hervor. Iliana sah mit großen, wachen Augen, die in einem Blau leuchteten, wie Savi es noch nie zuvor gesehen hatte, in die Kamera. „Wow!“, merkte Savi an. „Ich denke, ich versteh dich. Wenn ich auf Frauen stehen würde, die könnte mir auch gefallen. Aber ich habe meinen Prinzen schon gefunden und den würde ich für nichts in der Welt wieder hergeben.“

„Apropos Prinz, wie es bei euch läuft, muss ich ja gar nicht erst fragen. Aber du hast mir noch gar nichts von eurem Ausflug erzählt. Und lass bloß kein Detail aus!“ Und so erzählte Savi ausführlich von ihrem Wochenendtrip nach Tampa. „Aber ihr habt noch nicht? Ich meine, so richtig?“ hakte Malina nach. „Um Himmels willen, nein! Wir wollen uns damit Beide noch Zeit lassen. Es gibt ja eine ganze Menge schöne Dinge, die man tun kann, ohne gleich aufs Ganze zu gehen.“

Die beiden Mädchen unterhielten sich noch über alles mögliche und Savi beschloss spontan, bei Mal zu übernachten. Auch wenn Mad traurig darüber war, so verstand er es doch, schließlich sahen sich Savi und Mal in letzter Zeit nicht mehr so oft, und so verabredeten sie sich zu einem gemeinsamen Frühstück, ehe Malina am frühen Nachmittag schon wieder nach Phoenix fliegen würde.

Savi und Mad hatten es sich nicht nehmen lassen, Malina selbst zum Flughafen zu fahren, wofür Drew nicht ganz undankbar war. Er wollte Erica im Moment nur ungern alleine lassen. Nachdem Malina sich überzeugt hatte, dass sowohl Savi als auch Mad wohlauf waren, konnte sie auch ohne Bedenken wieder zurück nach Arizona. Erica und Drew hatten die erweiterte Dance School nur erlaubt, weil Nick in Phoenix wohnte und sie dort zumindest jemanden hatte. Seine Comedy Tour lag perfekt mit ihrem Unterricht und somit war MJ des Öfteren mit Ziggi, wie in Becks gerne nannte, unterwegs und wusste nun warum Savi ihn mochte. Becky und Savelina kamen auch des Öfteren bei ihr vorbei, das hatten sie Drew versprochen und Savelina hatte Mali gegenüber so eine Art Muttergefühl, wenn man es so nennen konnte und freute sich über die Erfolge, die MJ verbuchen konnte. Sie hatte bei den Auftritten immer einen Hauptteil und bei den Theaterstücken, die sie in der Vorbereitung für das Internat alle drei Monate hatte, stand sie in der Liste für die Hauptrollen. Becks war überhaupt keine Tänzerin und sah immer nur zu, sie freute sich für Malina und hatte immer eine Packung Reeses für sie dabei. Nia und Nattie hingegen, ließen sich immer ihre neuesten Tanzschritte und Choreos beibringen.

Die Sammlung an Handyvideos, wuchs in den Tagen, in denen sie in Phoenix waren, rasant an.

Erica und Drew hingegen, hatten sich zur Endphase der Schwangerschaft immer mehr zurückgezogen. Erica durfte sich nur noch wenige Meter zu Fuß fortbewegen, da ihre Schwangerschaft alles andere als gut verlief. Sie hatte vorzeitige Wehen seit der 20 Schwangerschaftswoche und seit drei verlor sie kontinuierlich Fruchtwasser. Es war zum Glück nicht viel und ihr Körper produzierte auch genug nach, aber sie sollte sich schonen. Ihre Plazenta war auch recht verkalkt, was die Ärzte ihrem Alter zuschrieben. Drew wich daher nicht von ihrer Seite. Den Einkauf erledigten entweder Renee oder Mira mit oder sie blieben bei Erica, damit er gehen konnte. Seine Familie war vor ein paar Tagen aus Schottland angereist, um das Ereignis nicht zu verpassen. Mira war gerade zu Besuch bei Erica und erzählte ihr von dem Liebespärchen und deren Aktion genauer.

„Ich kann dir nicht sagen, wie froh ich bin, dass die beiden vernünftig genug waren, auch wenn die ganze Aktion arg blöd war. Wenn ihr das Haus nicht hättet, ich weiß nicht was sie dann getan hätten.“ Schmunzelnd sah Erica ihre Freundin an. „Weißt du, ich werde Gott sei Dank nicht solche Probleme mit MJ haben, auch wenn man sich natürlich Gedanken macht, aber bei euch geht es, denke ich, nur zweitrangig darum, das sie irgendwann mehr tun als Händchen halten, euch gehts darum, das sie Erwachsen werden und mit viel Pech wie Amber mit einem Kind Nachhause kommen.“ Erwischt sah Mira ihre Kaffeetasse an. „Sie sind noch jung und er ist doch mein Maddi, mein Baby!“ „Nein Mira, er ist der bald 17-jährige Maddox, dein Erstgeborener und der arbeitet gerade stark an seiner Zukunft. Football und Savi.“

Hinter ihnen stiefelte Drew durch die Tür, der von dem Kaffee trinken mit seinem Vater direkt zum Einkaufen gefahren war. „Hey ihr zwei. Mira, habt ihr zufällig die aktuelle Klatschpresse gelesen?“ „Ich mit Sicherheit nicht, ich lese das nicht, ich gucke höchstens E! aber selbst dazu kam ich seit Tagen nicht, die Twins sind in der Vorpubertät.“ Sie rollte die Augen. „Warum fragst du?“ „Wenn Renee sich noch nicht gemeldet hat..“ Er warf ihr die aktuelle Sportzeitung auf den Tisch. „.. Der Ausflug eurer jungen Erwachsenen, blieb nicht unentdeckt.“ Mira blätterte einen Moment und entdeckte dann einen Bericht, der ein Bild von den beiden am Strand zeigte. „Sie sehen sehr glücklich aus!“, merkte Erica an und sah dann zu Drew der ihr mit einem Lächeln zustimmte. „Ja das tun sie.“ Mira musste sich eingestehen, dass die Beiden nun wirklich den Kinderschuhen entwachsen waren und wohl oder übel ihre eigenen Erfahrungen machen würden und mussten.


*Maddox Anoa‘i (16) der Sohn von Leati Anoa‘i (Roman Reigns) wurde am Wochenende in Tampa mit Savanah Good (15), der Tochter von Jonathan Good ( Dean Ambrose/Jon Moxley) gesichtet. Wie man auf den Fotos erkennen kann, turtelten die beiden frisch verliebten ungehemmt und ohne Begleitung ihrer Eltern am Strand und Zeugen erzählten, das sie sehr glücklich und vertraut wirkten. Sie machten den Eindruck dem anderen bedingungslos zu vertrauen. Da erblüht eine große Liebe am Sportler Himmel. Maddox wird intern als die nächste Football-, Hoffnung gehandelt, der durch die Universität von Miami (The U) in die NFL rutschen könnte. Savannah hingegen, macht ihren Weg in den kleinen Ligen der Wrestler Szene und könnte im Herbst ihren ersten Titel gewinnen. Ob sie den Platz ihres Vaters einnehmen kann? Wir werden sehen!*


Mira las den Artikel mehrfach und seufzte. „Kann ich die mitnehmen?“ „Hab sie doppelt gekauft, kein Thema!“ Mira und Erica sahen ihn erstaunt an.

„MJs Auftrag, wenn ich in Zukunft irgendwo Berichte über sie, Savi und oder Mad finde, soll ich ihr ein Heft extra mitbringen. Sie will das alles aufheben.“ Erica, die schon die ganze Zeit unruhig auf ihrem Stuhl hin und her gerutscht war, schmunzelte. „Das ist typisch meine Tochter.“

Mira griff nach ihrer Tasche, die auf dem Boden stand um das Heft hineinzustecken. Sie hatte sich gerade nach ihr gebückt, als sie sah, wie sich Wasser unter dem Stuhl sammelte. Sie schielte nach oben und sah Erica schmerzverzerrtes Gesicht.

„Äh Drew, ruf den Krankenwagen!“ Drew drehte sich fragend um. „Was, wiesoooo shit, ja.“ Schnell wählte er den Notruf und Mira beruhigte Erica. „Du weißt, wie der Ablauf ist, also ganz ruhig. Drew ruft den Krankenwagen, der bringt dich dann ins Krankenhaus, so darf ich dich nicht fahren.“ Sie warf Handtücher auf den Boden, damit sie nicht noch ausrutschte. Wir ziehen dich schnell aus, falls der kleine, Unterwegs kommen will. Drew ich brauche ein Shirt von dir, das ziehen wir ihr über.“ Der Krankenwagen hatte sich auch tatsächlich beeilt und lud Erica ein.
Sie kamen aus dem Viertel nicht mehr wirklich raus, da musste den Wagen auch schon stoppen.

„Ruf den behandelnden Arzt an, wir werden es nicht zurückschaffen, ich seh den Kopf!“ Der Rettungsassistent klopfte gegen die Scheibe, damit sein Kollege im behandelten Krankenhaus Bescheid sagen konnte. „Ich werde es Ihnen jetzt etwas gemütlicher machen und wenn sie können, sagen sie ihrem Mann Bescheid, das wir 2 km entfernt stehen, dann kann er sie unterstützen.“ Erica sah ihn entsetzt an.

„Hier? Oh Mann..okay.“ Sie zog das Handy aus ihrer Handtasche und rief bei Drew an, hielt allerdings dem Mann vor ihr das Gerät hin, da sie gerade eine Presswehe bekam. „Mr. Galloway, wir sind 2 km die Straße runtergefahren und stehen nun an der Seite, wenn sie ihr Kind auf die Welt begleiten wollen, kommen sie zu uns.“ Drew riss die Augen auf, sah Mira an und rannte ohne ein Wort zu sagen los. Abgehetzt kam er am Krankenwagen an. „Erica?“ Kaum drin, griff er nach ihrer Hand. „Alles... in Ordnung! Allerdings, hat es dein Sohn... Eilig!“

Zwanzig Minuten dauerte die ganze Angelegenheit, bis ein leises Quäken zu hören war. Der Notarzt, hatte es nicht mehr rechtzeitig geschafft, empfing sie allerdings, kaum dass sie vor die Klinik gefahren kamen. Sicher eingepackt, fuhren sie Erica in einen Kreißsaal, um sie zu versorgen und die Nabelschnur zu kappen. Drew konnte direkt mit seinem Sohn zum Untersuchen weitergehen. Es ging alles so schnell und so untypisch, das er erst jetzt realisierte, das sein Sohn auf der Welt war. Er war Vater! Überglücklich half er der Hebamme, das kleine Bündel zu messen, zu wiegen und nach einer kurzen Wäsche, anzuziehen. In eine blaue Decke gewickelt legte er ihn sich in den Arm und setzte sich in den Sessel. „Dann wollen wir den anderen und vor allem deiner großen Schwester ein Foto schicken!“
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