Tochter der Sterne

von Tonifra
GeschichteDrama, Romanze / P12
Legolas OC (Own Character)
16.09.2019
10.10.2019
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Elessar war mit Gandalf auf dem Weg in den Speisesaal. Seine Freunde und er würden die Geburt seines ersten Sohnes Eldarion feiern. Eldarion kam in den frühen Morgenstunden zur Welt. Er und Arwen waren wohl auf und genossen die Zweisamkeit im Kindbett. Elessar hatte den ganzen Tag mit den beiden verbracht und freute sich nun auf den Abend mit seinen Freunden.
Bevor er den Speisesaal betreten konnte, kam einer seiner Wachmänner und hielt ihn auf. „König Elessar, ein Besucher ist eingetroffen. Sie wartet im Thronsaal.“ sagte er.
„Wer ist sie? Ich habe keine Zeit.“ sagte Elessar. „Ihren Namen sagte sie nicht, aber dass es wichtig wäre und sie von Herrin Galadriel geschickt wurde.“
„Na gut.Ich werde sie anhören. Gandlaf, gehe schon vor. Ich werde mich beeilen und gleich zu euch stoßen.“ sagte Elessar zu Gandalf und lief mit seinem Wachmann in den Thronsaal.
Im Thronsaal sah er eine Frau am Kamin stehen. Sie hatte ihm den Rücken zugewandt und wärmte sich am Feuer. Seit dem Mittag regnete es und um die Frau hatte sich bereits, durch die Tropfen, die von ihrem Mantel liefen, eine Pfütze gebildet.  
„Wer seid ihr und was wollt ihr hier? Sprecht rasch,ich werde anderweitig erwartet.“ sagte König Elessar.
„Begrüßt du so alte Freunde?“ antwortete die Frau. Elessar kam diese Stimme seltsam vertraut vor, doch konnte er sie nicht zuordnen.
Die Frau drehte sich zu ihm um und er erkannt wer da vor ihm stand. „Aber wie kann das sein?“ fragte er fassungslos.
„Wie wir einst in Helms Klamm dachten, dich verloren zu haben, du aber zu uns zurück gekehrt bist, kehrte nun auch ich zurück zu euch. Auch wenn ihr länger auf mich warten musstet.“ sagte Curia und konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Elessar stand weiterhin wie angewurzelt da und starrte sie mit geöffnetem Mund an.
„Es tut mir leid, ich hätte dir und den anderen eine Nachricht zukommen lassen sollen. Es tut mir leid, dass ich euch trauern...“ fing Curia an sich zu entschuldigen. Doch bevor sie ihren Satz beenden konnte war Elessar mit wenigen Schritten bei ihr und schloss sie in seine Arme. Tränen der Freude und Erleichterung bahnten sich einen Weg über Curias Wangen. Und auch Elessar wischte sich eine Träne aus dem Augenwinkel. „Nie hätte ich gedacht, dass du dich aus Saurons Festung hast befreien können. Komm mit, die anderen Gefährten sind ebenfalls hier und warten auf mich. Sie werden sich freuen dich zu sehen und würden sicher, genau wie ich, deine Geschichte hören. Welch ein feierlicher Tag. Erst die Geburt meines Sohnes und nun deine Rückkehr zu den Lebenden.“ sagte Elessar und strahlte Curia an. Dann nahm er sie an der Hand und führte sie zum Speisesaal.
Curia fühlte sich plötzlich etwas überrumpelt und war froh als Elessar ihr sagte sie solle kurz vor dem Saal warten, bis er sie hinein rief. Diese Pause nutze Curia um tief durchzuatmen. Nun war es soweit. Sie würde ihre Freunde in wenigen Augenblicken sehen. Ihr Herz begann zu rasen.
Elessar betrat den Speisesaal, an dem sich die Gefährten vor dem Kamin nieder gelassen hatten. Der Tisch war gedeckt, doch wurde mit dem Auftragen gewartet, bis der König anwesend war. Eine Magd lief gerade an ihm vorbei und er flüsterte ihr zu, sie solle ein weiteres Gedeck auftragen und ein Zimmer  für einen weiteren Gast herrichten. Dann trat er zu seinen Freunden.
„Es freut mich heute mit euch die Geburt meines Sohnes Eldarion zu feiern. Er und Arwen sind wohl auf.“ sagte er. Die Gefährten tranken auf ihn und sprachen Glückwünsche aus. Elessar sprach weiter. „Des weiteren erhielt ich vor wenigen Minuten eine Mitteilung, die es ebenfalls Wert ist gefeiert zu werden.  Bitte komm herein.“
Curia betrat den Saal und alle Augen waren auf sie gerichtet. Im Raum herrschte absolute Stille. Diese Stille schien Curia zu erdrücken, deshalb sagte sie „Ich grüße euch, Freunde.“ Als hätten ihre Worte die Starre aufgelöst, in der sich ihre Freunde befanden, sprangen nun die Hobbits auf und rannten zu ihr. Curia ging in die Knie und drückte alle vier an sich.
Mit der Ruhe war es vorbei, denn die Hobbits redeten aufgeregt durcheinander. Sie stellten ihr viele Fragen, doch konnte sie keine beantworten, bevor ihr die nächste gestellt wurde. Gandalf trat an ihre Seite und schickte die Hobbits von Curias Seite. „Lasst sie doch erst einmal ankommen.“ sagte er zu ihnen und half ihr sich wieder aufzurichten. „Willkommen unter den Lebenden“ sagte er an Curia gerichtet und umarmte sie ebenfalls. Gimli kam inzwischen auch zu Curia um sie zu begrüßen. Als sie sich gerade umarmten kamen die Mägde mit dem Essen in den Speisesaal. Elessar bat seine Freunde an die Tafel. „Ich bin mir sicher, Curia wird uns alle Fragen beantworten und erzählen, was sie erlebt hat. Doch sollten wir uns erst stärken und uns später gemütlich zusammen setzen.“
Curia schaute zu Legolas, der bisher geschwiegen hatte. Er sah, dass sie ihn anschaute und schenkte ihr ein Lächeln. Doch schien das Lächeln seine Augen nicht zu erreichen. Curias Herz zog sich zusammen.
Das Essen war gut und reichlich, ebenso der Wein und das Bier. Die Stimmung war gut und Curia verlor ihre Anspannung.
Als alle satt waren, setzten sie sich um den Kamin. Gandalf legte Holz nach und zündete sich seine Pfeife an. Gimli, Elessar, Merry und Pippin hatten ihre Pfeifen ebenfalls griffbereit.  
Als nun alle gemütlich zusammen saßen richtete sich der Blick der Männer wieder auf Curia. Auch wenn sie während dem Essen viel besprochen hatten, stand die Frage über Curias Geschichte noch im Raum.
Curia setzte sich aufrecht hin, atmete durch und begann zu erzählen. Angefangen bei ihrer Gefangennahme in Minas Tirith bis zu ihrer Verabschiedung von Galadriel an den grauen Anfurten.
Sie versuchte ihre Geschichte möglichst emotionslos von sich zu geben, doch gelang es ihr nicht. Als sie am Ende angekommen war waren ihre Augen gerötet und ihre Tränen liefen ungehemmt. Ihre Freunde hatten ihr aufmerksam zugehört und sie nicht unterbrochen. Und als sie nun alles erfahren haben waren sie sprachlos und hatten selbst Tränen in den Augen. Was sollten sie Curia sagen? Nichts könnte die Qualen wieder gut machen, die sie durchlebt hatte.
Gandalf nahm ihre Hand in die seine und drückte sie. Curia schaute zu ihm auf und erwiderte das Lächeln, dass er ihr schenkte.
Curia wischte sich die Tränen aus dem Gesicht und war bemüht einen munteren Ton anzuschlagen. „Nun erzählt mir doch, was ich verpasst habe.“
Pippin war der erste der seine Stimme wieder fand. Er berichtete von Elessars Krönungsfeier, von dem Geschenk der Elben und von Arwens und Elessars Hochzeit. Nach und nach erfuhr Curia von allen, was sie das letzte Jahr über erlebt hatten. Gimli erzählte für Legolas mit, doch ließ er ihren Aufenthalt im Düsterwald bewusst weg. Er wusste nicht ob Legolas damit einverstanden war. Der Elb selbst saß schweigend bei seinen Freunden und schien zumeist in Gedanken versunken.
Es wurde spät und die Gefährten verließen allmählich den Saal um sich in ihre Zimmer zurück zu ziehen. Auch Curia wollte auf ihr Zimmer und Elessar begleitete sie. Als sie ihr Zimmer betrat merkte sie jedoch, dass ihre Tasche noch im Speisesaal lag. Sie ging zurück und sah, dass Legolas alleine vor dem Kamin saß. Sie beide hatten an diesem Abend noch kein Wort miteinander gesprochen und Curia trat zu ihm. „Darf ich?“ fragte sie und zeigte auf den Platz neben ihm. Legolas nickte und schaute weiter ins Feuer. Hatten sie sich vor langer Zeit blind verstanden, so konnte sie nun nicht sagen, was in ihm vorging. Doch was es auch war, betrübte auch ihr Herz, denn er sah traurig aus.
„Es tut mir leid Legolas. Ich hätte dich und die anderen nicht so lange im Ungewissen lassen sollen. Ich wollte nicht, dass ihr um mich trauert. Doch habe ich mich während meiner Anfangszeit bei Tom und Goldbeere nur auf mich selbst konzentriert. Und dann war es zu spät und ich hatte das Gefühl ich muss euch persönlich aufsuchen. Aber meine Angst vor eurer Ablehnung hat mich zweifeln lassen. Ich weiß mein Verhalten ist nicht zu entschuldigen, doch ich wollte mich dir erklären. Und hoffe du kannst mir verzeihen.“ Curia hatte ihren Kopf gesenkt. Sie wollte nicht in Legolas Augen sehen und erkennen, dass er ihr nicht verzeihen konnte.
Aber Legolas nahm ihre Hand und sagte „Du musst dich nicht entschuldigen. Du hast viel durchgemacht und brauchtest Zeit um dich zu erholen. Ich mache dir keinen Vorwurf, dass du dich auf deine Genesung konzentriert hast. Es war wichtig und richtig so. Und ich werde mich sicher bald daran gewöhnen, dass du am Leben bist. Aber ich kann nicht so tun, als wäre nichts passiert. Bitte sei mir nicht böse deshalb.“  Das Lächeln, dass sich nun auf Legolas Gesicht zeigte, spiegelte sich in seinen Augen wieder und Curia merkte, wie sehr sie ihn vermisst hatte.
Sie saßen noch eine Weile schweigend neben einander bevor Legolas Curias Hand wieder losließ. Er stand auf, nahm Curias Gesicht in seine Hände und gab ihr einen Kuss auf die Stirn. „Gute Nacht Curia. Und glaube mir, ich freue mich sehr darüber, dass du wieder bei uns bist.“
„Gute Nacht.“ sagte Curia und sah Legolas beim hinausgehen hinterher.
Sie blieb noch einige Zeit sitzen. Ihre Beine würden nachgeben, wenn sie nun versuchen würde aufzustehen. Sie spürte Legolas warme Lippen noch an ihrer Stirn und war überwältigt von den Gefühlen, die der Kuss in ihr ausgelöst hatte.
Als das Feuer herunter gebrannt war stand Curia auf, nahm ihre Tasche und ging in ihr Zimmer. In ihrem Bett ließ sie den Abend noch einmal an sich vorüberziehen und mit einem Lächeln im Gesicht schlief sie schließlich ein.
Nach dem Frühstück wollte Curia Arwen besuchen. Sie stand vor ihrer Türe und klopfte. „Herein“ hörte sie Arwens Stimme und betrat das Schlafgemach des Königspaares.
„Curia, welch schöne Überraschung dich zu sehen. Zuerst hielt ich Elessars Worte für betrunkenes Geschwätz, als er sagte, du seist gestern Abend eingetroffen“ sagte Arwen und sah amüsiert zu König Elessar, der an der Wiege seines Sohnes stand. „Aber als er mir deine Geschichte erzählte, wusste ich, er sagte die Wahrheit. Es ist schön dich wiederzusehen. Lange Zeit ist vergangen, seit wir uns zuletzt in Bruchtal sahen. Damals, bevor der Schatten sich über Mittelerde verbreitete.“
„Guten Tag Königen Arwen.“  sprach nun Curia. „Es freut mich ebenfalls euch zu sehen. Euch und euren Sohn.“ Curia drehte sich zu Elessar um, der seinen Kleinen im Arm hielt. Sie ging zu den beiden und legte ihre Hand auf das Haupt des Babys. „Ich stelle dich unter den Schutz und den Segen der Valar. Mögen sie stets ein Auge auf dich haben Eldarion.“ Curia lächelt dem Kind und seinen Eltern zu.
„Leider ist mein Aufenthalt hier nur von kurzer Dauer. Ich werde euch wieder verlassen, sobald ich mich von allen verabschiedet habe. Ich möchte Haldir besuchen. Er soll es von mir selbst erfahren, dass ich noch Lebe. Deshalb bin ich in Eile. Ich danke euch für die Gastfreundschaft und werde sicher bald zurückkehren und längere Zeit in Minas Tirith verweilen.“ sagte Curia, drückte Elessar und auch Arwen kurz an sich und ging zurück zur Tüe. „Auf Wiedersehen“ sagte sie zu den Dreien. „Auf Wiedersehen“ antworteten Arwen und Elessar.
Im Kaminzimmer fand Curia die Hobbits, Gandalf und Gimli. Sie verabschiedeten sich voneinander und versprachen sich, sich bald wieder zu sehen.
Curia hatte sich in der Küche mit Proviant ausgerüstet und trat gerade ins Freie, als sie Legolas erblickte. Sie ging zu ihm hinüber. „Du möchtest uns schon wieder verlassen?“ fragte Legolas mit gesenktem Kopf.
„Ja Legolas. Leider  muss ich euch wieder verlassen. Es gibt noch weitere Personen, denen ich gerne persönlich mitteilen würde, dass ich nicht gestorben bin. Gerüchte verbreiten sich schnell, da möchte ich zuvor kommen. Zuerst zu Haldir nach Lorien und dann würde ich gerne zu König Thranduil.“ Curia sah Legolas direkt an. Dieser sah auf, als er den Namen seines Vaters hörte. „Du willst zu meinen Vater?“
„Galadriel erzählte mir, dass dein Vater darüber Bescheid weiß, was damals wirklich geschah. Ich denke wir hatten ein recht gutes Verhältnis zueinander und möchte auch ihn nicht im Unklaren oder durch das Gerede anderer, über meinen Verleib aufklären lassen.“ erklärte sich Curia.
„Das verstehe ich und ich bin mir sicher, mein Vater wird sich freuen.“ sagte Legolas, doch seine Stimme klang, als wäre er in Gedanken.
Curia lächelte ihm zu. „Gerne würde ich danach eure Siedlung in Ithilien besuchen. Wenn es dir Recht ist.“
„Gerne“ antwortete Legolas und lächelte. Dann wurde Legolas wieder ernst und nahm die Kette, die er um den Hals trug, ab. „Ich weiß unsere Zeit ist vorüber. Jedoch würde ich dir die Kette gerne wiedergeben. Sie war einst ein Geschenk an dich und gehört dir.“
Curia spürte eine Stich in ihrem Herzen, als sie Legolas Worte vernahm. Ihr Lächeln verschwand. Legolas hatte recht, ihre Zeit war vorüber, doch es zu hören tat trotzdem weh.
„Behalte sie. Sie ist das Zeichen deiner Liebe und du solltest sie der Frau schenken, welcher dein Herz gehört.“ sagte Curia leise. „Ich werde nun gehen, ich habe noch einen weiten Weg vor mir. Wir werden uns bald wiedersehen.“
Damit drehte sich Curia schnell um, sie spürte die Tränen aufkommen.
„Bis bald“ sagte Legolas. Auch er spürte wie sich sein Herz zusammen zog. Die Frau welcher sein Herz gehört, entfernte sich gerade von ihm. Doch war zu viel vorgefallen. Sie konnten nicht einfach weiter machen, wo es einst endete.
Curia ritt, wie so oft in letzter Zeit, die Tage durch und rastete nur nachts. Bald sah sie vor sich den Wald Loriens. Sie ließ Bento alleine und legte das letzte Stück zu Fuß zurück. Es dämmerte, als sie den Wald erreichte und eintrat. Sie kannte die Wege, die sie gehen musste um von den Wachen gesehen zu werden. Ihre Kapuze verdeckte ihr Gesicht, doch Curia nahm jeder Bewegung um sich wahr. Wie sie erwartet hatte, wurde sie schnell von den Elben der Grenzwache eingekreist. Ein Elb sprach sie an. „Wer seid ihr? Was treibt euch in das Reich Loriens?“
„Ich muss Haldir sprechen. Es ist dringlich.“ antwortete Curia.  Der Elb gab Curia ein Zeichen ihm zu folgen. Als sie in Caras Galadhon ankamen und vor der großen Halle standen fragte der Elb, wen er Haldir anmelden solle. „Dies werde ich Haldir selbst mitteilen.“ antwortete Curia und spürte, wie die Aufregung sie erfasste. Wie würde ihr bester Freund reagieren?
Nach kurzem Warten trat Haldir vor sie. Er sah sie, ein Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus und er nahm Curia fest in den Arm. Obwohl sie ihr Gesicht versteckt hielt und kein Wort sprach, hatte er sofort gemerkt, dass ihn mit dieser Person eine tiefe Freundschaft verband. Es konnte nur Curia sein. Auch wenn er wusste, sie konnte es nicht sein, war er sich sicher.
Curia drückte Haldir an sich. Sie konnte nichts sagen, zu sehr war sie gerührt von der Reaktion ihres Freundes.
Die Elben um sie herum, sahen sich verwundert an. So hatten sie Haldir noch nie gesehen.
Haldir und Curia lösten sich voneinander und Curia schob ihre Kapuze vom Kopf. Ein Raunen breitete sich in Cara Galadhon aus. Curia, die von allen für tot gehalten wurde, ist nach Hause zurück gekehrt.
„Es ist eine wahre Freude dich zu sehen Curia. Du musst mir erzählen, wie es dir ergangen ist. Zu Schade nur, dass Herrin Galadriel dich nicht mehr sehen konnte.“ sagte Haldir.
Curia lächelte ihn an. „Auch ich bin voller Freude, dich zu sehen. Und Herrin Galadriel traf ich noch vor ihrer Abreise an den grauen Anfurten. Sie kennt meine Geschichte und auch dir werde ich sie erzählen. Aber lass uns doch ein ruhigeres Plätzchen dafür wählen.“
Die beiden schlenderten durch die Elbenstadt und setzten sich schließlich an den Fuß eines Baumes.
Curia erzählte Haldir ihre Geschichte und als sie die Tränen nicht zurückhalten konnte, legte der Elb seiner Freundin einen Arm um die Schulter. Als sie ihre Erzählung zu Ende gebracht hatte, saßen die beiden schweigend zusammen. Haldir spürte, dass es Curia Kraft gekostet hatte, ihre Geschichte zu erzählen und all das Schreckliche noch einmal zu durchleben.
Und wie so oft, war Haldir ihr eine Stütze. Sie lehnte den Kopf an seine Schulter und genoss die Ruhe die von diesem Ort, genauso wie von Haldir, ausging.
Sie wollte gerne die Neuigkeiten Loriens erfahren,aber sie fühlte sich gerade ausgelaugt und Müdigkeit überkam sie. Sie würde sich am nächsten Tag weiter mit Haldir unterhalten.
„Es tut mir leid, Haldir. Ich denke wir sollten unser Gespräch morgen weiterführen. Die letzte Zeit war anstrengend für mich und ich würde mich gerne ausruhen.“sagte Curia.
„Natürlich. Dein Flett ist unberührt, seit du Lorien verlassen hast. Du kannst es sofort beziehen.“ antwortete Haldir. Er brachte Curia noch bis zum Eingang ihres Zimmers. „Gute Nacht.“ sagte er und umarmte Curia. Er konnte es immer noch nicht fassen,dass sie zurückgekehrt war.
Curia nahm ein Nachtgewand aus ihrer Truhe, zog sich um und legte sich auf ihr Bett. Es dauerte nur einige Augenblicke, da hatte sie der Schlaf schon übermannt.
Haldir kehrte zurück in die große Halle. Die Elben Loriens waren überrascht über Curias Auftauchen und Haldir erzählte ihnen, was Curia ihm erzählt hatte. Noch am selben Abend hatte es sich unter allen Elben Loriens herumgesprochen, dass Curia am Leben war.
Am nächsten Morgen erwachte Curia ausgeruht und erfrischt. Sie ging in die große Halle um Haldir zu suchen. Die Elben begrüßten sie und wünschten einen guten Morgen. In ihren Blicken sah sie, dass sie bescheid wussten.  Haldir hat ihr also die Last abgenommen, ihre Geschichte noch einmal erzählen zu müssen, dachte sie schmunzelnd.
Sie fand Haldir und die beiden setzten sich um ihr Gespräch fortzuführen.
So erfuhr Curia alle Neuigkeiten aus Lorien. Sie blieb noch einige Tage bei Haldir, bevor sie auch Lorien verließ um König Thranduil im Düsterwald zu besuchen.
Auch auf dieser Reise zeigte Bento wieder, seine Schnelligkeit und Ausdauer. Und  kurz vor dem Eingang zu König Thranduils Palast ließ Curia ihn wieder ziehen.
Die Wachen, die am Eingang standen, kannte Curia nicht.Zulange war sie nicht mehr hier gewesen. Sie erinnerte sich wieder daran, wie sie diesen Palast das erste Mal betreten hatte. Sie war eingeladen zum Fest der Sterne. Alles hier war so festlich, schön und groß. Sie konnte sich gar nicht sattsehen, an all den Details, die in die Wände und Säulen gehauen waren. Und so ging es ihr auch heute. In ihrer Erinnerung war Thranduils Palast mit das schönste, dass sie gesehen hatte, doch nun erschien er ihr noch imposanter als bisher. Und das schon von außen. Sie ging auf den Eingang zu und die Wachen fragten sie nach ihrem Anliegen. Sie antwortete, sie müsse König Thranduil sprechen und wurde eingelassen. Während Curia den langen Gang zum Thron des Elbenkönigs entlang schritt, unterhielt dieser sich mit einem Berater zu seiner Rechten. Er sah Curia nicht an und sagte ohne sie anzusehen, sie solle sprechen. Zu viele Bittsteller hatte er heute schon gehört und er hatte kein Interesse daran, sich noch lange aufhalten zu lassen.
„Mein König. Ich denke, ich habe überraschende Neuigkeiten für euch.“ fing Curia an zu sprechen. Ruckartig drehte der König seinen Kopf zu Curia. Diese Stimme.Er kannte sie. Er verband etwas Gutes damit, doch er vermochte nicht zu sagen, zu wem sie gehörte.
„Nehmt eure Kapuze ab“ befahl der König und seine Stimme bebte vor Aufregung.
Curia senkte den Kopf, zog ihre Kapuze von diesem und sagte. „Seid gegrüßt König Thranduil.“ Als sie ihren Kopf anhob sah sie in seine eisblauen Augen und erkannte darin pure Freude.
Der König stand auf, ging auf Curia zu, nahm sie in die Arme und flüsterte ihr ins Ohr. „Mit Grauen vernahm ich die Nachricht, deines Todes. Wie kann es sein, dass ich dich nun in meine Arme schließen kann?“
„Dies ist eine lange Geschichte, mein König. Doch wenn ihr Zeit dafür aufbringen könnt, werde ich sie euch erzählen.“ sagte Curia.
König Thranduil schob Curia ein Stück von sich weg und besah sie von oben bis unten. „Sei mein Gast. Ich werde dir ein Zimmer zuweisen lassen und du leistest mir gleich beim Abendessen Gesellschaft. Auch ich habe etwas mit dir zu besprechen, von dem ich glaubte ich könnte es mir nie von der Seele reden.“
„Gerne König Thranduil.“ sagte Curia und schenkte ihm ein Lächeln.
Der König rief eine Magd zu sich und sie brachte Curia in ein Zimmer, dass sie für die Zeit ihres Besuches beziehen sollte. „Ich bringe euch gleich frisches Wasser und neue Kleider um euch frisch zu machen.“ sagte die Magd noch, da war sie schon verschwunden.
Curia legte ihren Mantel ab und legte ihre Tasche auf das gemachte Bett. Sie sah sich im Zimmer um. Es war geräumig und hatte neben einem Bett noch einen Schrank, einen Schreibtisch und einen Waschtisch zu bieten. Auf dem Nachtkästchen stand eine Kerze bereit. Das Zimmer erinnerte sie an ihr damaliges Zimmer hier im Palast. Und obwohl die Erinnerungen, die sie überkamen, schön waren, stimmten sie Curia traurig und sie hatte Legolas Worte im Ohr. Unsere Zeit ist vorüber.
Ein Klopfen an der Türe riss sie aus ihren Gedanken. Die Magd trat wieder ein. Sie brachte warmes Wasser und einige Kleider. Danach ließ sie Curia wieder alleine.
Sie wusch sich die Hände und das Gesicht und schaute die Kleider durch. Es waren zwei Nachtgewänder und 4 Kleider aus den schönsten Stoffen, die nur die Elben verarbeiteten.
Curia entschied sich für ein blassgrünes Kleid und zog sich um. Der Stoff fühlte sich angenehm auf ihrer Haut an. Und wieder brachen Erinnerungen über sie ein. Der Tag an dem Legolas ihr die Kette schenkte. Eine silberne Kette, mit einem Herzförmigen Anhänger. Beides war sehr filigran gearbeitet und auf dem Herz war ein L zu sehen, welches wie aus Ranken, mit kleinen Blättern zu bestehen schien. Diese Kette begleitete sie 400 Jahre lang und manchmal erwischte sie sich selbst dabei, wie sie instinktiv nach ihrem Hals griff um über die Kette zu streifen. Doch griff sie seit ihrem Abschied in Edoras ins Leere.
Erneut klopfte es an der Türe. „Herein“ sagte Curia und vor ihr stand Ergon.
„Ich soll euch zu König Thranduils Tafel geleiten.“ sagte er und verbeugte sich vor Curia. Als er wieder aufblickte und ihr ins Gesicht sah, stockte ihm der Atem. „Curia, ihr seid unser Gast?“ fragte er staunend. „Ich hörte Geschichten über euren Tod“
„Sei gegrüßt Ergon. Wie du siehst befinde ich mich doch noch unter den Lebenden. Es ist schön ein bekanntes Gesicht zu erblicken. Während des Essens werde ich König Thranduil meine Geschichte erläutern. Wirst auch du uns dabei Gesellschaft leisten?“ fragte Curia. Sie kannte Ergon von ihrem langen Aufenthalt damals im Düsterwald. Er ist ein enger Vertrauter des Königs und seines Sohnes Legolas.
„Sollte der König keine Einwände vorbringen, werde ich gerne eurer Geschichte beiwohnen. So folgt mir bitte.“ antwortete Ergon, der seine Fassung zurück gewonnen hatte.
Curia ging mit Ergon in den Speisesaal. König Thranduil kam und sie unterhielten sich lange. Über Curias Geschichte, über Legolas und Nessa und über alles, was in den letzten 350 Jahren in Düsterwald vor sich ging. Bevor sich Curia in ihr Zimmer zurückzog, bat König Thranduil sie, für einige Wochen zu bleiben. Ende des nächsten Monats fand das alljährliche Fest der Sterne statt und sie sollte als Gast dabei sein. Curia kam dieser Bitte gerne nach und stellte sich auf einen längeren Aufenthalt ein.
Curia verbrachte ihre Zeit mit vielen Gesprächen, mit den ihr bekannten Elben, streifte durch den Wald und gab sich immer öfter den Erinnerungen hin, die sie an jeder Ecke einzuholen schienen. Auch wenn es sie immer wieder schmerzte, wollte sie doch die Zeit mit Legolas nicht missen.
Der Tag des Festes rückte immer näher und König Thranduil hatte für Curia ein Kleid anfertigen lassen. Es war silbern und schmiegte sich eng an ihren Körper. Der Rock fiel weit, bis zum Boden. Sie kam sich vor, wie die Prinzessin, die sie einst werden sollte und freute sich schon auf das bevorstehende Fest.
Endlich war es soweit. Die Gäste kamen und König Thranduil eröffnete das Fest. Die Musik spielte auf, es wurde getanzt, gegessen und getrunken. Curia unterhielt sich mit ein paar Elben, wurde zum Tanz aufgefordert und hatte Spaß. Selbst mit König Thranduil tanzte sie einige Male. Sie hatte sich gerade etwas abseits gestellt, nippte an ihrem Weinglas und und sah dem Treiben auf der Tanzfläche zu, als ihr eine Hand entgegen gestreckt wurde. „Darf ich um diesen Tanz bitten?“ hörte sie eine Stimme neben sich und drehte sich zu Legolas um. „Sehr gerne, mein Prinz“ sagte Curia und verbeugte sich leicht vor ihm. Sie stellte ihr Glas ab und sie betraten die Tanzfläche.
Runde um Runde drehten sich die beiden zur Musik und Curia genoss jede einzelne davon. Sie spürte Legolas starke Brust an ihrer, seine Wärme, seine Hand auf ihrer Taille, zog seinen Geruch in sich auf.
Auch Legolas schöpfte jede Sekunde voll aus, in der er Curia so Nahe wie lang nicht mehr war. Für ihn könnte die Zeit still stehen, er hätte nichts dagegen.
Die Musik verstummte und Curia kam wieder zu sich. Nahm die anderen Elben um sich wieder wahr und erkannte, dass Legolas immer noch einen Arm um sie gelegt hatte.
Sie wollte sich gerade bei Legolas für den Tanz bedanken, da trat ein anderer Elb zu den beiden. „Legolas, lange ist es her seit ich dich zuletzt gesehen habe. Erzähl, wie ist es dir ergangen.“ mit diesen Worten führte der Elb Legolas von Curia fort. Er lächelte ihr entschuldigend zu und ließ sich dann auf das Gespräch mit dem Elb ein.
Curia ging zurück, an den Platz an dem ihr Weinglas stand und König Thranduil gesellte sich zu ihr.
„Ihr beide hegt noch starke Gefühle für einander. Die Spannung zwischen euch beiden war fast greifbar.“ sagte der König zu ihr. „Ihr habt recht, dass ich ihn immer noch in meinem Herzen trage, doch unsere Zeit ist vorüber. Zu viel ist geschehen, auch wenn es sich aufgeklärt hat. Es sollte nicht sein.“ antwortete Curia.
„Hast du einmal bedacht, dass es vielleicht damals die falsche Zeit für euch war, da das Schicksal andere Pläne für euch bereit hielt? Und dass nun eure Zeit gekommen ist?“ fragte der König und ließ Curia wieder alleine.
Darüber hatte Curia offen gestanden noch nie nachgedacht. Aber für Legolas schien die Sache erledigt zu sein. All das, was sie dachte an Gefühlen für sie in seinen Augen zu sehen, schob sie darauf, dass sie es gerne so hätte und es sich einredete.
Der Rest der Nacht ging vorbei, wie im Flug. Curia tanzte noch ein paar Mal, trank noch etwas mit den ihr bekannten Elben und als sich die Hallen des Königs langsam leerte, begab auch sie sich auf ihr Zimmer.
Legolas verbrachte noch ein paar Tage im Düsterwald und fragte vor seinem Abschied, ob Curia ihn nach Ithilien begleiten wolle, da sie ohnehin vor hatte ihn dort zu besuchen. Curia willigte ein und so machten sich die beiden gemeinsam auf den Weg.
Die Worte des Königs hatten sich immer mehr in Curias Gedanken geschlichen und ließen sie nicht mehr los. Aber traute sie sich nicht, Legolas darauf anzusprechen. Sie bemühte sich, all dies nicht zu nahe an sich heran zulassen, doch mit wenig Erfolg.
Als die beiden in Ithilien ankamen, freute sich Curia sehr über die Anwesenheit Gimlis. Er zeigte Curia mit Stolz die Siedlung und stellte sie vielen der Elben vor, die sich hier niedergelassen hatten.
Curia staunte und sprach Gimli ihre Anerkennung aus, die diesen sehr schmeichelte.
„Wie lange wirst du bei uns bleiben?“ fragte er sie. Doch darüber hatte Curia sich noch keine Gedanken gemacht. Sie wollte noch Eomer in Edoras und Eljan in Helms Klamm besuchen, doch hatte sie das Reisen zuletzt sehr ermüdet und die Aussicht auf einen längeren Aufenthalt hier in Ithilien sagte ihr sehr zu. Wenn gleich es ihr bewusst war, dass sie Legolas täglich über den Weg laufen würde, und sie ihre Gefühle verstecken musste, stimmte der Gedanke an Legolas sie auch glücklich.  „Gerne würde ich länger hier verweilen. Einmal zur Ruhe kommen und in den Tag hinein leben, ohne sich Gedanken zu machen, wann ich wieder aufbrechen werde. Meinst du, dies ließe sich einrichten?“ fragte Curia Gimli. „Natürlich kannst du länger bleiben. Wir finden sicher ein Flett, dass du nutzen kannst, oder du wohnst, wie es sich gehört bei mir auf dem Boden.“ sagte Gimli lachend. Curia stimmte in das Lachen ein und fühlte sich irgendwie angekommen.
Auch Legolas war damit einverstanden, dass Curia nicht nur wenige Tage bei ihnen bleiben würde und zeigte ihr einige Fletts, aus denen sie sich eines aussuchen konnte.
So lebte sich Curia in den nächsten Tagen ein, ging auf die Jagd, half anderen Elben bei ihren Aufgaben und übernahm auch mal die Wache. Auch wenn Sauron besiegt wurde, gab es immer noch kleine Truppen Orks und andere Räuber, die durch die Wälder streiften.
Curia, Legolas und Gimli verbrachten viel Zeit miteinander. Und Curia hatte sich mit Legolas Freundschaft abgefunden.
Eines Abends lief Curia vom Wachturm aus zurück zu ihrem Flett, als sie Legolas mit einer Elbin zusammen stehen sah. Legolas legte ihr gerade eine silberne Kette in die Hand. Ihre Kette.
Curia wusste, dass Legolas sich irgendwann neu verlieben würde und wünschte ihm, glücklich zu sein. Doch versetzte es ihrem eigenen Herz einen Stich.
An diesem Abend weinte sie sich seit langer Zeit wieder in den Schlaf.  
Die nächsten Tage versuchte Curia Legolas soweit es ging aus dem Weg zu gehen. Langsam kamen ihr Zweifel, ob sie in Ithilien bleiben sollte. Würde sie es schaffen, Legolas mit einer anderen Elbin zusammen zu sehen?
Gimli und Legolas blieb Curias Veränderung nicht verborgen und auf ihre Nachfrage, sagte Curia es sei alles in Ordnung.
Als Curia eines Nachts wieder im Wachturm saß und Ausschau hielt, trat Legolas hinter sie.
Er legte ihr eine Hand auf die Schulter und fragte „Curia, was ist mit dir? Du scheinst in letzter Zeit so abwesend und gehst mir aus dem Weg. Habe ich etwas falsch gemacht?“
Curia drehte sich zu Legolas um und sah in seine wunderschönen blauen Augen, die ihr traurig entgegen blickten. Curia begann zu sprechen und schon liefen die ersten Tränen ihre Wangen entlang. „Ich habe dich mit dieser Elbin gesehen, als du ihr deine Kette gabst. Ich wünsche dir wirklich alles Glück der Welt, aber weiß ich nicht, ob ich es ertrage euch zusammen zu sehen. Du sagtest unsere Zeit sei vorüber, doch hatte ich seit dem Fest der Sterne die Hoffnung, unsere Zeit läge noch vor uns. Ich fühlte mich dir so Nah und es fühlte sich so gut, so richtig an.“
Legolas hatte Curia, während sie sprach, in seine Arme gezogen. Sie vergrub ihr Gesicht an seiner Schulter und er wartete bis sie sich beruhigt hatte. Er strich über ihr Haar und flüsterte ihr ins Ohr, es werde alles gut werden.  
Als sich Curia beruhigt hatte, sah sie zu Legolas auf. Er ließ sie los, wischte ihr sanft die Tränen aus dem Gesicht, nahm es dann liebevoll in seine Hände und küsste sie zaghaft.  
Curia konnte nichts sagen, sah ihn nur fragend an.
„Es stimmt, ich habe dieser Elbin die Kette gegeben, doch nicht um sie ihr zu schenken, sondern um eine neue, nach dieser Vorlage anfertigen zu lassen. Du hast gesagt ich solle sie der Frau schenken, welcher mein Herz gehört und das bist du und wirst es immer bleiben.“ Er nahm seine Kette ab und Curia sah, dass es zwei waren. Auf einem der Herzanhänger war das L zusehen, welches sie schon kannte. Auf dem Anhänger der anderen Kette erkannte sie ein C. Legolas legte Curia die Kette mit dem L um den Hals und sich selbst die Kette mit dem C.
„Ich dachte es wäre ein schönes Zeichen meiner Liebe zu dir, wenn ich die selbe Kette trüge, wie du.“
Diesmal war es Curia, die sich ihm entgegenstreckte um ihn zu küssen. Sie legte all ihre Gefühle in diesen Kuss und schlang Legolas ihre Arme um den Nacken.
Als sie sich voneinander lösten, strahlten sich die beiden an. Sie brauchten keine Worte. Sie waren wieder vereint. Und Curia dankte im Stillen den Valar.
Eng umschlungen standen die beiden zusammen und küssten sich, als Gimli den Wachturm betrat. Die beiden bemerken ihn nicht. Zu sehr waren sie auf einander fixiert. „Na endlich“ flüsterte er grinsend vor sich hin und ließ die beiden alleine.