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Do you remember?

GeschichteAbenteuer, Schmerz/Trost / P12
Patricia Rakepick Severus Snape
16.09.2019
05.10.2019
5
6.464
4
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
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16.09.2019 1.248
 
Hallo liebe Leserinnen und Leser,

als ich Rakepick und Snape das erste Mal zusammen gesehen habe, konnte ich nicht anders, als sie zu shippen. Wie heißt es so schön? „Was sich liebt, das neckt sich“
Ich hoffe, ihr teilt meine Bewunderung für die beiden, denn sie sind in meinen Augen die absolut besten Professoren an Hogwarts, die man sich nur wünschen kann.

Kleiner Hinweis noch: Es werden keine Spoiler zum Spiel „Hogwarts Mystery“ vorkommen, denn diese Kurzgeschichte spielt praktisch "neben" der richtigen Handlung des Spiels.

Liebe Grüße
RedQueen


~~~♕~~~


Hauptcharaktere: Patricia Rakepick, Severus Snape
Pairing: leichtes Snakepick (Rakepick x Snape)
Typ der Geschichte: Kurzgeschichte (wird vllt 4-5 Kapitel geben)
Genre: Abenteuer, Schmerz / Trost
Disclaimer: Alle Figuren und Handlungsorte leihe ich mir nur aus und ich verdiene kein Geld mit meinen Geschichten.


Kapitel 1:

Mit einem lauten Krach fiel die schwere Flügeltür zu. Rakepick und Snape drehten sich erschrocken um.

„Das darf doch nicht wahr sein“, rief die Fluchbrecherin aufgebracht.

Sie lief zu der Tür und versuchte sie zu öffnen, doch sie hatte keinen Erfolg dabei.

Alohomora“, sagte die Hexe. Doch auch der Zauberspruch, um verschlossene Türen zu öffnen, versagte.
Rakepick drehte sich um und sah gerade in das noch weniger erfreute Gesicht von Severus Snape.
Er warf ihr einen vorwurfsvollen Blick zu, als wäre es ihre Schuld, dass sie nun in diesem Verlies eingesperrt waren.

„Und was machen wir jetzt?“, fragte er und hob dabei fragend die Schultern.

Rakepick seufzte, „Wir sollten uns umsehen. Vielleicht gibt es hier noch einen weiteren Ausgang“

Die beiden Professoren sahen sich im ganzen Verlies um und bewegten sogar jeden Kerzenhalter und jeden Stein, da dies ja vielleicht der Schlüssel zu einer weiteren, verborgenen Tür war, doch nichts erwies sich als hilfreich.

„Es ist aussichtslos“, meinte Snape und lehnte sich mit dem Rücken an die Wand.

Fassungslos über die Situation, in die er hineingeraten war, ließ er den Kopf hängen.

„Schön, dass du eine so optimistische Einstellung hast“, sagte Rakepick gehässig und sah sich weiterhin mit erhobenem Zauberstab um.

„Entschuldige, wenn ich der Wahrheit ins Auge sehe“, knurrte der Meister der Zaubertränke zurück.

Rakepick erwiderte nichts darauf und tat so, als würde sie ihren Kollegen ignorieren.

„Ich dachte wirklich, du kennst dich hier in diesen Verliesen besser aus“, sagte Snape, immer noch den Blick starr zu Boden gerichtet.

Rakepick verrollte die Augen und drehte sich auf dem Absatz zu dem Zauberer um.

„Nur damit du auch mal auf den neusten Stand gebracht wirst: Ich bin hier drinnen auch das erste Mal und habe keine Ahnung, was vielleicht noch auf uns zukommt“

Snape hob fragend eine Augenbraue. Er sah die Rothaarige mit seinen dunklen Augen an.

„Oh Verzeihung, aber ich dachte, die mächtige Fluchbrecherin Patricia Rakepick weiß alles und kann mit allem und jedem fertig werden“, er verstellte seine Stimme und machte sich hörbar lustig über sie, was sie fast aus der Fassung brachte.

Sie konnte es gar nicht leiden, wenn man sie über sie sprach und ihren Namen in den Dreck zog.

Sie machte ein paar bedrohliche Schritte auf ihr Gegenüber zu und hob dabei ihren Zauberstab vor sein Gesicht. Der Zauberer schien nicht beeindruckt zu sein und sah die Fluchbrecherin mit einem gleichgültigen Gesichtsausdruck an.

„Jetzt hör mir mal zu, Severus“, sagte sie in einem angespannten und bedrohlichen Ton, „Niemand braucht dich oder deine dummen Kommentare. Tu‘ uns beiden doch einen Gefallen und sei für die Zeit, in der wir hier noch das Vergnügen miteinander haben, einfach still. Du weißt besser als jeder andere, dass meine Geduld nicht auf die Probe gestellt werden sollte“

Nachdem sie ihre kleine Rede beendet hatte, veränderte sich plötzlich Snapes Blick und er sah nicht mehr so gleichgültig aus wie zuvor.

„Aber natürlich weiß ich das“, sagte er mit einer ruhigen Stimme, die Rakepick überraschte.
Sie wussten in diesem Moment beide, woran der jeweils andere dachte, doch niemand wollte es aussprechen.

Rakepick ließ ihren Zauberstab sinken, sah den Zauberer noch für einen kurzen Moment an und wandte sich dann wieder von ihm ab, um in eine andere Ecke des Verlieses zu gehen. Sie wollte so weit wie möglich von ihm entfernt sein. Das wollte sie schon immer.
Eine gefühlte Ewigkeit saßen die zwei Professoren auf dem kalten Fußboden und warteten darauf, dass irgendetwas passierte.
Sie hatten kein Wort mehr miteinander gewechselt und sich auch keines Blickes mehr gewürdigt.
Rakepick spielte die ganze Zeit mit ihrem Zauberstab und ließ manchmal bunte Funken aus der Spitze sprühen. Snape sah ihr dabei zu und er befürchtete schon, dass es irgendwann zu einem Duell zwischen ihnen kommen würde.
Doch er wusste von sich selbst, dass er ein guter Mann der Worte war und auch schon früher die Fluchbrecherin mit einem einfachen Gespräch zur Ruhe bringen konnte. Doch seit damals hatte sich sehr viel verändert.

„Wie lange war das letzte Verwunschene Verlies nicht mehr betreten worden?“, fragte Snape, um das anhaltende Schweigen zu unterbrechen.

Rakepick ließ von ihren kleinen Zauberkunststücken ab und sah in Snapes Richtung.

„Eine Ewigkeit“, antwortete sie mit einer Ruhe, die ihn beunruhigte.

Er wusste, dass er im Gegensatz zu ihr viel unerfahrener war, was die Verwunschenen Verliese anging und somit auf ihre Hilfe angewiesen war, wenn sie hier jemals rauskommen wollten.
Als Rakepick wieder nur zur Decke sah und sich nicht darum bemühte, irgendeinen Ausweg zu finden, war es Snape genug.
Er würde die Sache selbst in die Hand nehmen und sie hier rausbringen, denn er hatte wirklich keine Lust, die Ewigkeit mit ihr hier zu verbringen.

„Was hast du vor?“, fragte Rakepick, als Snape sich erhob.

„Wenn du nichts dagegen hast“, sagte Snape in seinem üblichen, gelangweilten Tonfall, „würde ich jetzt gerne einen Weg hier rausfinden“

Rakepick stieß ein kaltes Lachen aus, was Snape überhaupt nicht komisch fand.

Du willst einen Weg hier rausfinden?“, fragte sie mit einem verachtenden Grinsen.

Snape beschloss, gar nicht weiter auf ihre Bemerkungen einzugehen.
Es war immer noch besser, einen Weg zu finden, diesem grauenvollen Schicksal zu entgehen, als sich damit abzufinden. Er wollte um jeden Preis hier rauskommen und Rakepick ein für alle Mal aus dem Weg gehen.
Snape erhob seinen Zauberstab und prüfte, ob sich Schutzzauber in der Luft verbargen, doch es war viel schwieriger, als er angenommen hatte, in diesem Verlies irgendetwas herauszufinden.

„Du vergeudest deine Zeit“, kommentierte Rakepick erneut aus der Ecke.

Der Tränkmeister schnaubte verärgert und drehte sich in Windeseile zu ihr um. Er funkelte sie mit einem wütenden Blick an.

„Mir scheint es, als hätte ich alle Zeit der Welt. Du bist hier diejenige, die Zeit vergeudet, indem du da einfach nur rumsitzt und nicht einmal das Interesse zeigst, hier so schnell wie möglich, rauskommen zu wollen“, rief er aufgebracht.

Rakepick wich seinem Blick aus und sah zu Boden. Sie wusste, dass er Recht hatte und er wusste, dass sie es wusste. Nur ihr Stolz hinderte sie daran, aufzustehen und ihrem Kollegen zur Seite zu stehen. Sie seufzte geschlagen und erhob sich.

„Ich weiß nicht, was du finden willst, Severus. Aber ich kann dir versichern, dass es keinen Ausweg von hier gibt“, sagte sie.

Snape runzelte die Stirn,

„Das heißt, es macht dir gar nichts aus, dass wir hier über einen ungewissen Zeitraum eingesperrt sind?“, fragte er ungläubig.

Rakepick musterte ihn kurz, doch antwortete nichts darauf. Sie sah sich noch zu sehr in der Rolle der mächtigen Fluchbrecherin, die es nicht nötig hatte, irgendetwas zu erklären.

Warum hat sie sich nur so verändert?, fragte sich Snape in Gedanken während er Rakepick eine Weile betrachtete, Was war damals mit ihr geschehen?


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