Wie Feuer und Flamme

von Bine 91
GeschichteRomanze, Familie / P18
Erza Scarlet Gray Fullbuster Levy McGarden Lucy Heartfilia Natsu Dragneel Wendy Marvel
14.09.2019
19.10.2019
18
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6
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Es war bereits mitten in der Nacht, ängstlich lag Lucy in ihrem Bett. Sie wusste er würde wieder kommen, sie wusste er würde bald mehr von ihr verlangen und sie hatte Angst so schreckliche Angst. Im Flur hörte sie Schritte, er kam immer näher. Sie war allein in der Dunkelheit, nur ihr Hund Plue lag schützend an ihrem Fußende. Vor einen Jahr hatte sie den Welpen geschenkt bekommen, er war ein Mischling. Und eigentlich sollte dieser laut der Freundin ihrer Pflegemutter auch etwas kleiner ausfallen. Nur irgendwie war er alles, außer klein. Denn Plue hatte sich von den kleinen tapsigen Welpen zu einem schönen großen Schäferhund entwickelt. Und für Lucy war er ihr bester und einziger Freund in dieser Hölle.

Die Klinke wurde nach unten gedrückt da trat er ein. Wie immer setzte er sich neben ihr Bett, sein Blick ruhte auf der Schlafenden. Die Hand des Mannes glitt unter ihre Decke, Lucy begann zu zittern langsam wanderte er zu ihren Schenkeln seine Hand glitt weiter zu ihrer Mitte. Tränen sammelten sich in ihren Augen sie hatte so schreckliche Angst. „Was hältst du davon wenn wir den nächsten Schritt wagen“ seine Worte klangen wie eine Drohung. Diesmal würde sie sich wehren, heute war sie bereit dazu. Schwer atmend zog sie die Luft ein „Plue, fass!“ rief sie laut. Der Hund begann zu bellen, schützend stellte sich dieser vor sein Frauchen. Jetzt hieß es schnell reagieren, die Blonde sprang auf schnappte sich einen Rucksack welchen sie am Morgen vorbereitet hatte, nahm ihre Gitarre und lief die Treppe hinunter. Perplex lies sie ihren Pflegevater zurück. Plue eilte sofort hinter der jungen Frau her. Es dauerte nicht lange, da war Lucy auch schon in der Nacht verschwunden. Erleichtert atmete sie ein und aus. Glücklich ging sie in die Hocke, zur Belohnung wurde Plue liebevoll von ihr gestreichelt „das hast du toll gemacht, mein Kleiner“ lobte sie ihren tierischen Begleiter. Dieser wedelte nur freudig mit seinen Schwanz. „Was machen wir als nächstes?“ fragte die Blonde. Plue legte sich auf den Boden und winselte leicht „du hat Recht wir sollten uns ein Plätzchen zum übernachten suchen“ zielsicher lief die junge Frau los, ihr Weg führte sie zu städtischen Bahnhof. Gemeinsam mit Plue stieg sie in einen der Waggons, dort befand sich das Gepäck der Reisenden. Hinter einigen der Koffer suchte sie Schutz, sorgfältig breitete Lucy ihren Schlafsack aus. Nachdem sie ihr Nachtlager hergerichtet hatte kuschelte sie sich hinein. Neben ihr machte es sich Plue bequem welcher seinen Kopf auf ihren Brauch legte. Sanft begann die Blondine den Kopf des Tieres zu streicheln, bis sie schließlich in einen Traumlosen Schlaf fiel.

Der Zug hatte sich am frühen Morgen bereits in Bewegung gesetzt, Lucy bekam von alledem nichts mit sie schlief tief und fest. Erst als der Zug eine ruckartige Bewegung machte wachte sie schlaftrunken auf. Jetzt realisierte sie das sie bereits ein ganzes Stück von ihrer Heimatstadt Strelizia entfernt sein mussten. Durch einen Lautsprecher, welcher vermutlich am Bahnhof stand erfuhr sie auch wo sie sich nun befand „Herzlich Willkommen in der Hauptstadt Crocus“ ertönte eine mechanische Stimme. „So weit sind wir schon“ in einen leisen Flüsterton sprach diese nun. Schnell wickelte Lucy ihre Sachen zusammen, ein Blick aus dem Waggon verriet ihr dass die Luft nun rein war. Mit einem Satz sprang sie heraus, nun durfte sie sich nicht allzu auffällig verhalten. Sie lief langsam mit Plue am Bahnsteig entlang, bis sie einen Druck auf ihrer Schulter spürte. Erschrocken sah sie sich um ihr Blick blieb an einen Mann in Uniform hängen, er war groß und furchteinflößend, seine Haare waren abrasiert, dafür trug er an seinen Kinn einen langen Bart. Skeptisch wurde Lucy von ihm gemustert. „Junge Dame, was treiben sie sich hier herum? Müssten sie nicht in der Schule sein“ fragend sah er sie an. Schwer begann Lucy zu schlucken, endete ihr Abendteuer schon hier? Oder würde sie einen Weg finden um dieser Situation zu entfliehen „ich will nicht zurück“ flüsterte sie mehr zu sich selbst dabei bemerkte sie nicht einmal wie sich Tränen in ihren Augen sammelten. Verwundert wurde sie von den Beamten angeschaut „Hey Mädchen was ist los? Wohin willst du nicht zurück? Fragte er sie schließlich. Erst jetzt realisierte die junge Frau das ihre Fassade bereits zu bröckeln begann. „Zu meinen Pflegeeltern“ gab sie nun von sich. „Hör zu, wenn du abgehauen bist, muss ich das melden. Du scheinst noch minderjährig zu sein, allerdings wirkst du wie jemand der seine Gründe hat. Deshalb mache ich dir einen Vorschlag, dort drüben ist ein kleiner Imbiss. Ich lade dich dort zum Frühstück ein und als Gegenleistung erzählst du mir weshalb du abgehauen bist“ schlug er ihr vor. Zögerlich begann die Blondine zu nicken. Nun stellte sich der Uniformierte vor „ mein Name ist Jura Neekis, ich gehöre zu der Polizei von Crocus“ erklärte er. „Ich bin Lucy“ ängstlich betrachtete sie ihr Gegenüber, er wirkte sehr streng und bedrohlich. Deshalb folgte die junge Frau ihm nur ungern. Jura zeigte auf einen freien Platz, Lucy zog den Stuhl zu Seite und setzte sich. Traurig sah sie auf die Tischplatte. Jura sagte noch nichts zu ihr, erst als er seine Bestellung abgegeben hatte und sie ebenfalls damit fertig war. Stellte er seine erste Frage „warum bist du abgehauen? wenn ich fragen darf?“ von Lucy erhielt er keine Antwort. Seufzend sah Jura zu den jungen Mädchen „hör mir zu Lucy, wenn ich dir helfen soll musst du mir schon vertrauen.“  Eindringlich betrachtete er sie „ich rede nicht gerne darüber“ mit gebrochener Stimme sprach sie zu ihm. „Ok, wenn das so ist mache ich dir einen Vorschlag. Ich stelle dir einige Fragen, diese beantwortest du mir. Wäre das für dich in Ordnung“ schlug Jura vor.  Zögerlich nickte das Blonde Mädchen.

Der Polizist stellte auch gleich seine erste Frage.

„Wie alt bist du?“

„Ich bin 16“

„Wo hast du vorher gewohnt?“

„Ich komme aus Stelizia“

„Ich weiß ja mittlerweile dass dein Name Lucy ist, allerdings kenn ich deinen Nachnamen noch nicht.“

„Heartfilia“

„Du bist aber nicht sehr gesprächig“

„Wenn es ihnen nicht passt, wie ich antworte dann sag ich halt gar nichts mehr“

„Ist schon gut, also weshalb bist du von deinen Eltern abgehauen?“


……………………………………….Stille……………………………….


„Sie sind nur meine Pflegeeltern. Meine leiblichen Eltern starben bei einem Unfall. Da war ich gerade mal sieben Jahre alt. Deshalb kam ich in eine Pflegefamilie.“

„Wie sind deine Pflegeeltern so?“

„Meine Pflegemutter Silvia ist ganz ok, durch sie habe ich Plue bekommen. Aber mein Pflegevater ist, er ist………….er ist“

In Lucys Augen sammelten sich Tränen, die langsam ihre Wangen runter liefen.

„Ist er der Grund weshalb du fortgelaufen bist?“

„Ja“

„Erzählst du mir auch was er dir angetan hat.“


……………………………………………Stille……………………………


„Er hat mich missbraucht“

„Wie lange macht er das schon?“

„Seit einen Jahr“

Lucy hatte nun bitterlich angefangen zu schluchzen, ihre Tränen wollten nicht mehr aufhören zu fließen. Jura reichte ihr ein Taschentuch, zögerlich nahm sie es an. Sein Blick hatte sich geändert verständnisvoll sah er das junge Mädchen an. „Ich habe genug gehört und ich glaube dir Lucy. Deshalb werde ich mit meiner Bekannten sprechen sie betreut ein Jugendheim hier in der Stadt, dort werde ich dich unterbringen. Durch deine Hilfe wird ein Verfahren gegen deinen Stiefvater eingeleitet. Deshalb brauch ich noch seinen Namen und die Adresse. Ich verspreche dir dass du nie wieder dort hin musst. Aber eins muss ich noch wissen hatte er Sex mit dir?“
„Ich bin abgehauen noch bevor er das tun konnte. Aber ich konnte es genau in seinen Augen sehen, er hatte es vor, er wollte es. Und ihm war egal wie es mir dabei ging“ Lucy brachte diese Worte kaum über ihre Lippen, sie zitterte am ganzen Leib. Selbst von ihrem Frühstück hatte sie noch nichts angerührt. Jeder Blinde konnte sehen wie schlecht es ihr ging. Beruhigend legte der Beamte seine Hand auf Lucys Schulter „lass uns fürs erste gehen, du brauchst unbedingt etwas Ruhe“ auffordernd sah Jura sie an. „Ok“ mehr sagte sie nicht. Schweigend folgte sie den Polizisten zu seinen Dienstwagen, Lucy hatte Angst. Denn niemand konnte ihr sagen wohin ihr Weg sie führen würde. Bis jetzt hatte das Schicksal ja nichts Gutes für sie im Sinn gehabt.




Huhu hier bin ich wieder, mit meiner neuen Geschichte „Wie Feuer und Flamme“ bin echt gespannt wie sie euch gefällt. Deshalb lasst es mich wissen „grins“
Liebe Grüße euer Binchen „lach“
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