Seelenspiel

von Yozora
GeschichteFreundschaft, Schmerz/Trost / P16 Slash
Chuya Nakahara Dazai Osamu Sakunosuke Oda
13.09.2019
12.10.2019
3
2792
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Ob es so gut ist heute an Freitag dem 13. eine neue FF hochzuladen?
Niah... I don't know.

Es wird keine allzu lange Geschichte und die Kapitel werden wohl immer eine Länge zwischen 500 und 1500 Wörtern haben. Dennoch hoffe ich, dass sie gelesen wird und euch gefällt.
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Sanft wogen ihn die Wellen, wie eine liebende Mutter sein Baby. Es war ein schönes Gefühl, welchem er ausgesetzt war, als er so in dem noch ruhigen Meer trieb. Zwar war auch dort der Sog der Tiefe, der ihn runterreißen wollte, doch genoss er auch diesen auf jede ihm erdenkbare Weise.

Seine rotbraunen Augen lagen auf dem vollen Mond, in dessen Licht er badete. Alles in allem, war es wirklich eine perfekte Nacht für seinen Tod.

Sie war so schön... harmonisch.

Ganz anders als sein Leben, welches sehr chaotisch war. Zuerst waren da die ersten 13 Jahre seiner Existenz, an die er sich nicht erinnern konnte. Dann die Zeit bei der Mafia mit seinem Partner, den er trotz allem was er sagte ins Herz geschlossen hatte.

Die Zeit mit Ango und Odasaku. Der Tod des zuletzt genannten, welcher wohl ein entscheidender Wendepunkt in seinem Leben war.

Es hatte ihn zerbrochen, als er Odas Blut an seiner Hand kleben hatte. Noch heute weinte er in manchen Stunden um ihn, wenn er daran dachte.

In anderen Momenten der Trauer brodelte auch ein ungeahnt heftiger Zorn in ihm, welcher diesem Gide und... ja... und irgendwie Ango galt.

Oftmals malte er sich dann aus, wie es wäre Gide zu töten, doch war dieser selbst schon bei dem Duell der Fähigkeiten gestorben. Wäre er es nicht, hätte Dazai ihn spätestens bei seinem Austritt von der Mafia umgebracht.

Man könnte sagen, als letzte Kriminaltat vor einem reinen Leben.
Ein Lächeln schlich sich auf seine Züge, als er daran dachte. Es war lächerlich. Ein reines Leben...

Ja, der Braunhaarige hatte auf den Wunsch von Oda nicht mehr getötet. Aber dennoch war seine Existenz alles andere als rein. Zu sehr färbten die Taten der Vergangenheit sein Leben tiefschwarz.

Es war grausam. Sein Leben hatte sich zwar zum besseren gewendet, doch wirklich genießen konnte er es nicht.

Dazai schreckte aus den Gedanken, als er plötzlich unter Wasser war. Ohne es bemerkt zu haben, war die See aufgewühlter geworden. Manche Wellen schlugen schon recht hoch und als er wieder an der Wasseroberfläche war, sah der Braunhaarige wie sich eine Welle über ihm auftürmte.

Eilig schnappte er nach Luft, bevor die gewaltige Wassermasse über ihm zusammenbrach und er sich erneut Unterwasser wiederfand.

Das Salz brannte in seinen Augen, doch ließ er sie offen und versuchte den Anblick der sich ihm bot vollkommen auszukosten.

Das Licht des Mondes wurde gebrochen und es wirkte als würde der Ozean von selbst leuchten. Vorsichtig ließ Osamu seine Hand durch die Masse gleiten. Es war wunderbar und doch... doch sagte alles in ihm, er sollte schleunigst wieder nach oben.

Dennoch sträubte er sich mit aller Kraft gegen seine Instinkte. Ließ seine Arme schlaff wieder nach unten sinken und öffnete seinen Mund.

Die kalte Flüssigkeit füllte seinen Mund beinahe unangenehm. Nahm ihn komplett ein. Dazai versuchte aufzustoßen. Sein Körper wollte Wasser gegen Luft tauschen, doch das einzige was es bewirkte war das Aufsteigen von Luftblasen.

Ein schwarzer Saum bildete sich um seine Sicht, wuchs immer weiter, bis er letztlich alles einnahm. Traurig bemerkte der Rotäugige, dass er nun die Schönheit welcher er ausgesetzt war, nicht mehr betrachten konnte.

Doch als auch langsam die Bewusstlosigkeit an seine Tür klopfte, nahm er es hin und ließ sich in die Schwärze gleiten. Es sollte nun vorbei sein und es fühlte sich gut an.  

Ja, es fühlte sich wahrlich gut an...

[560 Wörter]
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