Unforgettable

GeschichteAbenteuer, Fantasy / P16
Ezarel Miiko Nevra OC (Own Character) Orakel Valkyon
13.09.2019
11.04.2020
5
4.872
 
Alle Kapitel
6 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 Datenschutzinfo
22.11.2019 1.106
 
Kapitel 2

Nevras POV:

„Ich glaube nicht, dass sie den Sturz überlebt hat.“, meinte eine Person, die Nevra noch nie zuvor gesehen hatte. „Ja. Außerdem ist sie gesprungen, ohne nach unten zu schauen. Mit etwas Glück hat sie ein Felsen erwischt. Dann müssen wir sie nicht mehr beseitigen.“, antwortete ein anderer. „Außerdem habe ich keine Lust, mich mit ihr anzulegen.“, pflichtete ihm der Erste bei.

„Was?“, rutschte es leise aus Karenn raus. Schnell hielt ihr Valkyon den Mund zu. „Pst.“, meinte Ezarel. „Was war das? Hast du es auch gehört?“, fragte der Erste den Zweiten. „Keine Ahnung, aber wir sollten lieber wieder zum Boss zurück. Nicht das er denkt, dass wir wieder trödeln und Mädels hinterher laufen.“- „Ja, du hast recht.“, stimmte ihm der andere zu. „Wusstest du dass …“, die Worte der beiden wurden mit jedem Schritt, den sie sich von dem Wald entfernten, leiser und leiser.

Als sie schließlich verschwanden, atmeten alle auf. „Wen meinten sie?“, fragte Chrome laut. „Ich weiß nicht“, antwortete Valkyon, „aber denkt ihr, wir sollten mal nachschauen, was da los ist?“ „Keine Ahnung, aber ich finde es auch ein bisschen komisch, wenn plötzlich so ein silbernes Licht am Horizont in der Nähe der Küste aufstrahlt und wir kurz darauf auf zwei Männer belauschen, die von einer Person reden, die gestürzt ist?“, überlegte Nevra laut.

„Ich glaube wir sollten mal nachschauen.“, meinte Karenn und zuckte mit ihren Schultern. „Denkst du, dass wir das wirklich machen sollten. Weil eigentlich wollten wir schon vor keine Ahnung wie lang wieder ins Hauptquartier zurückgehen. Und Miiko würde uns wieder zur Schnecke machen, wenn wir nicht pünktlich da sind“, äußerte sich Ezarel kritisch. „oder du bist einfach zu faul, zur Küste zu laufen.“, grinste Chrome frech. „Leute, wir sollten jetzt vielleicht nicht anfangen, wieder zu streiten oder uns gegenseitig auf die Nerven zu gehen. Das könnt ihr später im Hauptquartier machen. Was, wenn dort jemand in Lebensgefahr schwebt und er sofort Hilfe braucht?“, brachte Karenn die beiden wieder zur Vernunft. „Außerdem sind wir jetzt eh schon zu spät“, entkräftete Nevra sein Argument. „Aber Miiko…“, fing Ezarel an, fing sich aber rasch wieder und begann frech zu grinsen, „wenn ich eine doppelte Portion Honig bekomme und ihr mich dahin tragt, dann bin ich auch dafür, nachzuschauen.“ „ich habe eine bessere Idee“, fing Valkyon an, während Ezarel laut in die Runde rief: „Wer will mich tragen? Ich bin sehr leicht,…“-„Wie eine in Honig getunkte Feder, die danach an einen großen Felsbrocken geklebt wurde.“, beendete Nevra Ezarels Satz sarkastisch. „Hey! Du bist auch nicht viel leichter als ich!“, maulte der Elf.

„Ich habe eine bessere Idee“, wiederholte sich Valkyon, „Ez, du kannst ja schon mal mit irgendjemanden ins Hauptquartier gehen und Miiko sagen, dass wir noch schnell was nachschauen, wenn du schon mal unbedingt wieder ins Hauptquartier gehen willst. Wen magst du mitnehmen?“ „Ich ähh, keine Ahnung.“, antwortete ihm Ez. „Karenn und Chrome, könnt ihr Ez bitte auf den Weg zum Hauptquartier zurück begleiten, damit er sich nicht verläuft und euch währenddessen nicht in die Wolle kriegen?“, fragte Nevra die beiden. „Meinetwegen.“, murrte Chrome, während Karenn nur mit einem kurzen „Ja.“, antwortete.

Als die drei schließlich weg waren, fragte Valkyon Nevra: „Meinst du, dass es wirklich eine gute Idee war, ausgerechnet die drei miteinander wieder zurück zu schicken? Ich glaube nämlich eher, dass sie sich schon ungefähr ab der Hälfte des Weges anfangen zu prügeln.“ „Ach was, das wird schon nicht passieren, Valk. Sie haben ja noch Karenn und sie wird die beiden wohl unter Kontrolle halten können. Außerdem brauche ich jemanden, der sich gut verteidigen kann, falls es dort zu Komplikationen kommen sollte. Und ich finde, dass du da von allen anderen die beste Wahl bist. Und ich kann mich ja leise anschleichen und nachschauen. Ich gebe dir dann Bescheid, falls da jemand wäre, der Hilfe braucht.“, beruhigte ihn Nevra.

Valkyons POV:

Als sie schließlich an der Küste ankamen, schlich Nevra wie auf Samtpfoten an die Klippe heran blickte um die Ecke, während Valkyon hinter einem Gebüsch versteckt stand und in höchster Alarmbereitschaft war. Er hatte ein ungutes Gefühl. Was, wenn das alles eine Falle war? Was wenn… er blickte kurz über sein Versteck und sah Nevra, der ihm das abgesprochene Zeichen gab. Leise und geduckt lief er zur Klippe und sah ein Mädchen, das in einer silbernen „Blase“ knapp über einem spitzen, gezackten Felsen lag. Sie blutete aus einer tiefen Wunde in ihrer Schulter und ihre Knie waren aufgeschrammt. „Ach du heilige Sch…“, rutsche es aus Nevra raus. „Was  ist denn da passiert?“, fragte Valkyon ihn. „Keine Ahnung. Aber ich glaube, wir sollten sie zu Ewelein bringen.“, antwortete Nevra. „Denkst du, dass sie zu denen von vorher gehört?“ – „Ich weiß es nicht. Aber wir können sie auch nicht einfach hier verbluten lassen. Außerdem haben doch die beiden von vorhin davon geredet, dass sie sie womöglich umbringen wollen. Dann ist sie vermutlich nicht von denen.“, argumentierte Nevra. „Aber es kann auch sein, dass es zwei verschiedene Personen sind.“, meinte der Krieger immer noch skeptisch. „Wenn wir sie nicht gleich zu Ewelein bringen, dann kann es ja sein, dass sie stirbt. Falls sie nicht zu irgendeiner feindlichen Gruppe gehören würde, dann können wir sie ja in der Garde aufnehmen. Dort könnte sie dann irgendwie irgendwas halt machen.  Falls sie dagegen wäre, dann könnten wir sie ja auch einfach rauswerfen. Und wenn sie zu den anderen gehört, die vielleicht unsere Feinde wären, dann könnten wir sie als Gefangene benutzen und die anderen irgendwie zur Kapitulation bringen. Dann wäre sie uns auch von Nutzen. Wir hätten dann eine Win-Win Situation.“, versuchte Nevra ihn nochmals zu überzeugen.  

„Meinetwegen.“, seufzte Valkyon. Zusammen stiegen sie ins Wasser und versuchten, diese Blase von Ort und Stelle zu bewegen. Plötzlich hatte Valkyon das Gefühl, er stünde unter Strom, was eine sehr schlechte Idee ist, weil die beiden ja im Wasser standen. „Spürst du das auch?“, fragte Nevra Valkyon leise. Dieser hatte ein ungutes Gefühl. „Wir müssen sofort raus!“, schrie Valkyon dem anderen zu, als ein Blitz über die Blase zuckte. „Los los los! Raus!“ Valkyon spürte, wie die Panik in ihn kroch, „raus aus dem Wasser!“ Blitzschnell sprangen sie aus dem Wasser. Und keine Sekunde zu früh. Gerade, als sie aus dem Wasser sprangen, zuckten Blitze in einem ohrenbetäubenden Lärm um die Kugel. Damit die Augen keine bleibenden Schäden davontrugen, wendeten sich Valkyon und Nevra ab. Plötzlich war es still. Totenstill. Man hörte nur das Rauschen des Meeres.

Überrascht drehten sich die beiden um. Genau in diesem Augenblick zerplatzte die Blase und das Mädchen fiel.

So hier ist Kapitel 2. Ich hoffe es gefällt euch.
Also dann bis nächsten Freitag ^^