Unforgettable

GeschichteAbenteuer, Fantasy / P16
Ezarel Miiko Nevra OC (Own Character) Orakel Valkyon
13.09.2019
10.01.2020
4
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Keuchend blieb ich stehen. Weit können sie ja noch nicht sein… hoffentlich.

„Sie darf nicht entkommen!“, brüllte einer meiner Verfolger, „wenn wir sie nicht erwischen, dann war’s das mit meiner Beförderung.“

Panisch drehte ich mich um und begann, wieder zu laufen. Wenn sie mich erwischen würden, dann wäre es aus mit mir. Plötzlich stolperte ich über einen auf dem Boden liegenden Ast und riss mir das Knie auf „Shit!“, fluchte ich leise. Als ob ich noch nicht genug Verletzungen hätte. Mit einem aufgerissenen Knie zu laufen, war auch eine der Sachen, auf die ich hätte verzichten können.

Zum Beispiel, als ich mich durch einen Pfeil an der Schulter verletzt habe, indem jemand auf gut Glück einen Pfeil abgeschossen hatte. Den Pfeil habe ich zwar wieder rausziehen können, aber das war auch eine bescheuerte Idee, weil jetzt meine Schulter voller Blut war. Zum Glück bin ich nicht eine von den Personen, die kein Blut sehen können… auf jeden Fall, wenn ich sie nicht bald verbinde, dann bin ich bald genauso tot, wie wenn ich mich den anderen stellen würde. Klasse!

Oder ein anderes Mal, als ich mich nur nach hinten umgeschaut habe, anstatt dass ich nach vorne schaue. Von dieser Blödheit habe ich auch noch ein weiteres Souvenir: ein langer(und blöderweise auch tiefer) Schnitt an meinem Arm. Nicht, am gleichen, sondern genau am anderem. Jetzt kann ich meine zweite Option, also das Kämpfen, falls ich geschnappt werde, auch wieder in die Tonne treten. Das war natürlich auch wieder grandios!

Mit der Zeit kam es mir vor, als ob mit jedem Schritt, den ich tat, meine Verfolger immer weiter aufholten. Noch ein letztes Mal holte ich alles aus mir heraus und sprintete durch den Wald. Doch leider achtete ich, mal wieder (obwohl man denken müsste, dass ich von vorher was gelernt habe…), nur auf meine Verfolger und nicht auf den Weg.

Doch zum Glück passierte mir nichts und lief ich aus dem bescheuerten Wald raus, in dem ich mir bloß zahlreiche Verletzungen zugezogen habe. Doch das, was nach dem Wald kam war auch nicht gerade der Hammer (höchstens eine Hammer Aussicht, doch das war’s dann schon wieder): vor mir lag eine Klippe und unter ihr das weite Meer. Blöderweise war es die Sorte von Klippe, die ewig hoch über dem Meer lag. Perfekt, wenn man gerade auf der Flucht ist, deine Verfolger dich systematisch einkreisen und du noch Höhenangst hast… „Shit!“, wiederholte ich. Fieberhaft rechnete ich meine Chancen aus. Wenn man mich fangen würde, dann wäre die Wahrscheinlichkeit, dass ich überlebe, weitaus geringer, als wenn ich die Klippe runterspringen würde. „Dann bleibt dir wohl nichts anderes übrig, als zu springen. Ohne Sicherung und alles…“,meinte mein Gehirn „Klappe und spring gefälligst!“, knurrte ich mich selbst an. Gerade als meine Verfolger aus dem Wald hervorbrachen, sprang ich die Klippe hinunter und hoffte, dass alles, was ich über Klippenspringen in der Bibliothek gelesen hatte, mir helfen würde, nicht draufzugehen.

Plötzlich knackte es leise. Ein Blick in meine Tasche verriet mir den Ursprung des Geräusches. „Ja, klasse.“, grummelte ich leise, „als ob es nicht reichen würde, von der Klippe zu springen. Jetzt ist mein gottverdammte Amulett auch noch kaputt! Kann der Tag eigentlich noch beschissener werden?“ Dann krachte ich in das Wasser und vor meinen Augen wurde alles schwarz.

Somebody’s POV:

-5 Stunden vorher am Meer-

„Na warte, dich krieg ich noch!“, lachte ein schwarzhaariger Mann und sprang zusammen mit einem Werwolf einem Mädchen hinterher. Nach einer Weile erwischten sie sie und tunkten sie ordentlich im Meer unter „Hey! Übertreibt doch bitte nicht so viel!“, japste diese. „Oh, das tut mir aber leid…Das hast du halt davon, wenn du uns von hinten ins Wasser schubst!“, rechtfertigte sich der Werwolf und tunkte sie mithilfe des Schwarzhaarigen nochmals unter. „Seid ihr eigentlich komplett bescheuert!“, fuhr das Mädchen die beiden an, „ich hab grad Luft geholt!“- „Oh, das tut mir so leid…“, piesackte der Werwolf sie, während der Schwarzhaarige bereits wieder aus dem Wasser stieg, „hat da jemand etwa Angst?“

„Na, ärgert ihr euch wieder?“, grinste ein weiterer Mann, der lange, blaue Haare hatte, „der kleine Chrome und seine liebe Karenn sind zusammen so…ahhhh!“ Blitzschnell sind der Werwolf und das Vampirmädchen hinter ihn gesprungen und haben ihn ins Wasser geschubst. „Hey! Was soll denn das?“, schrie er, „Na wartet, das bekommt ihr sofort zurück, ihr Halunken!“  

Währenddessen kicherten der Schwarzhaarige und ein Krieger, der neben ihm stand, was zu einem lauten Lachen ausartete „Das passiert halt, wenn du zwei ärgerst, die sich gerade gegenseitig das Leben schwer machen und wenn sie sich endlich mal einigen, dann darfst du ihre gemeinsamen Gemeinheiten am eigenem Leib erfahren!“ -  „Was lacht ihr so blöd?“, fuhr der blauhaarige sie an, „Los, kommt und helft mir, Nevra und Valkyon!“- „Ja, Ez!“ Immer noch lachend, sprangen die beiden ins Wasser und machten sich zusammen mit  Ezarel, der bereits im Wasser war, auf die Jagd nach Karenn und Chrome.  Noch bis zum Sonnenuntergang  hatten sie Spaß und tunkten sich gegenseitig im Meer unter.

Als sie schließlich erschöpft ihre Sachen packten und sich auf dem Weg zum Hauptquartier machten, erstrahlte am Horizont ein gleißendes silbernes Licht, das von einem leisem Platsch! ins Wasser begleitet wurde, auf.  „Was war das? Habt ihr das auch gesehen?“, fragte Nevra die anderen. Alle Anwesenden bejahten seine Frage und fragten sich auch selbst, was das bloß gewesen war.

Das war das erste Kapitel. Ich hoffe es hat euch beim Lesen genauso gut gefallen, wie mir beim Schreiben.

Vielleicht lade ich heute ja noch ein Kapitel hoch.

Wir sehen uns dann im nächsten Kapitel wieder und ich wünsche euch noch viel Spaß beim Lesen;)